Eine Liebeserklärung an Bayern

Meine Familie und ich waren vier Tage im Unterallgäu, also in Bayern. Wir waren privat eingeladen in ein schönes Haus, zusammen mit zwei weiteren Paaren und zwei einzelnen, lieben Menschen. „Programm“ war: Spazieren gehen, den Kopf frei bekommen nach einem anstrengenden Jahr, Rotwein trinken, die Heilige Messe besuchen und am Kamin über Gott und die Welt reden. Natürlich ging es auch um Merkel und die Flüchtlinge, um Trump und Putin (jetzt fällt mir gerade auf, dass Obama überhaupt nicht erwähnt wurde), um Papst Franziskus und Pastor Woelki aus Köln, wie der Erzbischof und Kardinal in jüngster Zeit zunehmend genannt wird. Jedenfalls in meinem Umfeld.

Was ich Ihnen aber erzählen möchte, ist von Bayern. Von Nachbarn, die „Grüß Gott!“ wünschen, wenn man sie zufällig auf der Straße trifft. Von einer Wanderung durch den Wald, wo wir zufällig an einer kleinen Kapelle vorbeikamen, reinschauten und einer beschloß, weil es so schön dort war, spontan den Rosenkranz zu beten. Und alle machten mit, einfach so. Von Wirtshäusern, wo freundliche junge Mädchen im Dirndl die „Hütt’n-Supp’n“ servierten. Von offener Rede, von Abenden am Kamin, wo wir über Thomas von Aquin sprachen und von der Demokratie an sich. Und gestern morgen, als es an der Tür klingelte und 15 junge Musiker – eine Blaskapelle – vor der Tür stand und einfach mal so zum Neuen Jahr ein Lied spielen wollte. Alle rein ins Wohnzimmer, ein paar Minuten Plausch, ein Schnäpsle, und dann zogen sie weiter zum nächsten Haus.

Es ist wunderbar, dieses Leben in der bayerischen Provinz. Dieses bei wohl den Meisten angeborene Herzliche, diese einzigartige Mischung von Laptop und Lederhose. Auf der Rückfahrt haben wir noch lange darüber diskutiert, was Bayern im Vergleich zu den anderen 15 Bundesländern so einzigartig macht. Deutschland ist ein schönes Land, überall gibt es wunderbare Landschaften und liebenswerte Menschen. Aber nirgendwo wird das so zelebriert wie im Süden. Schade eigentlich….

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Dieser Artikel wurde 23 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Die Bayern haben Glück, sie wurden noch nie von rot oder grün regiert. Brauchtum und Tradition ist für Rot oder Grün „Nazi“. Außerdem fehlt der Multikultikult alla Berlin oder Duisburg.
    Alahu akbar – Gott ist am größten. Das zelebriert man in Bayern eben auf Bayrisch. Genauso schön ist es auch im Orient, wo die Leute noch nach Brauchtum und Tradition leben können. Wo es noch unverdorben „undemokratisch“ ist und nicht extremistisch zersetzt oder zerbombt, wo der Mensch eben Mensch ist.
    Ja, Bayern hat was. Ein katholischer Gottesstaat wie im Bilderbuch, wo sich noch (fast) alle einig sind.

    • Konrad Kugler Antworten

      Sehr geehrter Herr Droste,

      wir Bayern haben nicht Glück, sondern Hirn.

      Aber bevor Sie sich ärgern, will ich das ein wenig erläutern.
      Wir Bayern sind seit 1500 Jahren wer! Ob das heute noch von Gewicht ist, lasse ich offen. Wir sind konservativ. Das ist das Beste. Konservativ hat nämlich mit Vernunft zu tun. Wie eingeschränkt muß man denn sein, wenn man Leute wählt, die jeden Tag die Welt neu erfinden müssen? Die einfach blind sind für Gegebenheiten. Familie, Eigentum und Besitz sind die Grundlagen für Wohlstand, für robuste Staatsbürger und Gesetzestreue. Dazu gibt es noch Untersuchungen, die zeigen, daß Katholiken die besseren Staatsbürger sind.

      Aber das Wichtigste darf ich Ihnen nicht vorenthalten. Franz Josef Strauß war der erfolgreichte Populist. Er hatte immer 60 % der Wähler hinter sich. Jetzt haben wir auch eine CDU, die sich aber Freie Wähler nennt. Nur die CSU traut sich nicht, die AfD als Bundes-CSU auszurufen. Dannj würde ich, wie bisher, weiter CSU wählen.

      • Alexander Droste Antworten

        Hallo Herr Kugler,

        ich ärgere mich keineswegs, ganz im Gegenteil. Nur muss ich Ihrem Idealismus entgegen halten, dass die Schwaben und Badener ja auch mal Hirn hatten. Jetzt ist es dahingeschmolzen und sie sind grün. Thüringen hatte Hirn die ersten 20 Jahre und sind jetzt dunkel rot. Sachsen hatte Hirn und wird immer mehr braun. Beides keine Katholiken.
        Die roten Bundesländer haben, was Geld anbelangt wenig Hirn und brüsten sich mit viel Herz, was bei Licht gesehen nicht stimmt.
        Naja, ob es am Katholizismus liegt oder an einem trotzigen Stolz, dass Bayern so stark ist, können wir an anderer Stelle diskutieren. Jedenfalls lasst sich nicht von der Hand weisen, das sie es einfach besser können. Als NRW-Bürger rolle ich täglich mit den Augen. Ich bin für Liberal und das lässt auch alles andere zu. Allerdings braucht man dafür viel mehr Hirn und Herz, als derzeit vorhanden ist.

        Frohes, neues Jahr

      • Stefan Schwarz Antworten

        Lieber Konrad Kugler, mit Respekt und Verlaub:

        „Das Wichtigste“ an Bayern war nie nur einer, selbst FJS nicht.

        Zudem, und hier muss der historischen Wahrheit die Ehre gegeben werden: nur zwei Mal hatte die CSU, aber immerhin, über 60% – beide Male ohne Strauß (den ich als Teenager einst traf – noch bevor er der CDU zeitweilig die Freundschaft und die Gemeinschaft aufkündigte)

        Das erste Mal über 60 Prozent für die CDU ging’s 1974 mit dem unvergessenen, liberalen CSU- Landesvater Alfons Goppel (Gott hab‘ ihn selig, wie FJS auch).
        Das zweite Mal Mal gelang das Edmund Stoiber mit seinem grandiosen Sieg in 2003 – woraufhin die CSU etwas übermütig wurde und den m.E. erfolgreichsten CSU-Politiker – wie Seehofer ein Strauß-Verehrer, ein echter Strauß-Nachfolger, weil Bayer und Europäer – in Kreuth unfein vom Hofe jagte.

        Trotzdem bleibt’s wahr:
        die Bayern und ihr Freistatt sind mit Herz und Hirn, und mit einem Schuss verdienten Stolz, das geworden, was sie sind.

        Auch wenn ich derzeit manches Mal den Eindruck habe, als wollte der oberste Bayer, der in vielen Dingen geschätzte Horst Seehofer, die Bayern an seinem Sturkopf scheitern lassen.

        Nicht nur wir Katholiken hier im Rheinland kennen den Spruch: „Die Kirche im Dorf lassen“ – das sollte der Seehofer Horst im deutschen Wahljahr 2017 und im Bayerischen Wahljahr 2018 zur ein oder anderen Gelegenheit auch mal berücksichtigen.
        Krachledern tut oft mal gut, geht aber manchmal auch schlicht zu weit – nicht nur außerhalb vom schönen und stolzen Bayern.

  2. heribert joppich Antworten

    so etwas lass ich mir gefallen! Ruhe, Entspannung und Gemütlichkeit. Alles Gute zum Neuen Jahr, besonders Gesundheit.

    Merkel muss bleiben!

    • Konrad Kugler Antworten

      Sehr gehrter Herr Joppich,

      was spricht für Dr. Angela Merkel? Für ein paar vernünftige Argumente wäre ich sehr dankbar.

    • labrador12 Antworten

      Sehr gehrter Herr Joppich,

      ich kann mich der Fragen von Herrn Kugler nur anschließen: Was wäre denn ein Grund, warum DE ohne Merkel nicht ginge?
      – Das Weihnachtslieder singen? Am Ende gar das ganze Jahr?
      – Das Blockflöte spielen? Da wird aber keine Blasmusik daraus!
      – Die „verrauteten“ Schachtelsätze?
      – die verkorkste Energiewende, aufgrund der siech die Nachbarstaaten vom DE Stromnetz freischwimmen/“abkoppeln“?
      – …?

      Ich lege meine Stirn in Falten, aber mir fällt selbst bei angestrengtem Nachdenken kein Grund für Ihre Behauptung ein.

    • labrador12 Antworten

      Lieber Herr Joppich,

      nur so mal zum nachdenken:

      – Vor kurzem hat Anna Diouf einen brillanten Artikel auf disputata geschrieben: „Mit dem Terror leben lernen? Niemals!“

      – Gerd Held schreibt auf der Achse in „Religiöser Nihilismus – und wie man damit umgehen muss“ ähnliches und verweist auf den Artikel „Begegnung mit dem Absoluten“ von Prof. Udo di Fabio in der FAZ

      – Und Roger Letsch ebenda in „Wir kümmern uns um die Falschen“, wie sehr die Rezepte der von Ihnen über alles geschätzten Mutti Merkel und ihres Hofstaats an der Realität vorbeigehen

      • heribert joppich Antworten

        Ob ich an der Realität vorbeigehe sei dahingestellt. Evtl. gehen Sie an der Realität vorbei. Was macht z.Z. die Mehrheit in diesem Blogg?: sie brechen Merkels Handeln auf die Flüchtlingskriese runter. Natürlich hat sie hier Fehler gemacht, die z.Z. von ihr zumindest in gewissem Umfang korrigiert werden. – Beim Klimawandel ist sicherlich auch nicht alles gut gelaufen. Aber hier ist zu berücksichtigen, dass in Deutschland laut nach grüner Politik gerufen wurde. Dies tat in jedem Fall die Presse, die voll davon war.
        Meine Wahlentscheidung wird aber nicht allein von diesen Dingen geprägt. Sagen Sie mir einen Politiker/in , die ein ähnlich hohes Ansehen in der Welt genießt wie Merkel.!? Haben Sie die Finanzkrise restlos vergessen? Ohne Merkel und Steinbrück wäre es Deutschland und insbesondere den Normalsparern ganz anders ergangen. Wie steht Deutschland z.Z., wirtschaftlich da?! – Ich habe 1969 vehement dafür gestritten, dass die CDU in die Opposition geht. Den Fehler werde ich nicht nochmal machen. 1969 war Deutschland so gut wie schuldenfrei und heute?!Schulden verhindern eine gute Wirtschaftspolitik und engen das Handeln eines Staates ein. – Wie sieht die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Erwerbstätigkeit unter Merkel aus?! Dies ist nicht erst seit heute in den Tageszeitungen nachzulesen.
        Dies sind für mich Wahlkriterien und nicht „nur“ die Flüchtlingspolitik.
        Aber jeder ist seines Glückes Schmied. Noch haben wir ja freie Wahlen. -Auch wenn ich mich in diesem Blogg inzwischen wie er Rufer in der Wüste vorkomme und den Eindruck habe, dass hier nur eine Meinung Gültigkeit hat, werde ich dennoch weiterhin sagen: Merkel muss bleiben.

        • Klaus Kelle Antworten

          Lieber Herr Joppich,

          Sie sind hier als Rufer in der Wüste immer willkommen. Wie Sie wahrscheinlich aus meinen Beiträgen wissen, habe ich Frau Merkel 2005 und 2009 gewählt, 2013 dann die FDP als Beatmungsmaßnahme für eine bürgerliche Partei. (hat leider nicht geklappt)

          Aber was hier im Land seit September 2005 passiert, gefährdet die Sicherheitslage in einem Maße, wie wir es seit der Nachkriegszeit nicht mehr hatten. Klar haben wir in Deutschland so viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse wie nie zu vor. Renten und Löhne steigen, die Auftragsbücher der meisten Unternehmen sind voll, unser Wohlstand ist so hoch wie in kaum einen anderen Land dieser Welt.

          Aber wir organisieren hier in der Nachbarschaft inzwischen einen Fahrdienst, damit unsere Kinder sicher zur Grundschule und nach Hause kommen. Wir lassen sie nicht mehr allein ins Schwimmbad. Letztens klingelte eine Nachbarin und fragte meine Frau, wo man einen Selbstverteidigungskurs belegen kann, weil sie mit ihrem achtjährigen Sohn Kastanien im städtischen Park sammeln wollte und von betrunkenen Nordafrikanern beleidigt und belästigt wurde. Da kann man nicht einfach drüber hinwegschauen und „Angie“-Sprechchöre anstimmen…

          Herzliche Grüße, Klaus Kelle

          • heribert joppich

            Lieber Herr Kelle,
            ich wohne in Duisburg und fühle mich -außer in Marloh, was nichts mit Merkels Freizügigkeit zu tun hat- recht sicher. Das nächste Ausländerheim ist ca. 2 KM entfernt. Ich bemerke es nicht. Sie wohnen -glaube ich – am Niederrhein. Da mag das anders sein, obwohl das gegenüber Duisburg etwas schwer verständlich ist. Ich glaube Ihnen aber. Dennoch ist bei einer Wahlentscheidung die Flüchtlingskriese nicht das allein entscheidende Kriterium, sonst können wir einpacken.

            Mit freundlichen Grüßen
            Heribert Joppich
            ps. ich bleibe Ihrem Blogg dennoch treu, da ich davon ausgehe, dass auch wieder andere Zeiten kommen.

  3. treu Antworten

    Man braucht sich nichts vormachen, aber die Vernichtung von Nationalität, Patriotismus, Heimatliebe und Tradition bedeutet letztlich auch Entwurzelung der Menschen. Eine Bindungslosigkeit die in Kulturlosigkeit und der Verarmung der Sitten bis zur Verrohung des alltäglichen Lebens endet. Die meisten meiner Freunde erleben einen Bayern-Urlaub mittlerweile als eine Reise in eine schönere und noch heile Welt und in gewisser weise als eine Reise in die Vergangenheit. Dabei ist Bayern ja auch das produktivste und modernste Land Deutschlands. Aber dieses Erleben in Bayern, im Gegensatz zu den in weiten Teilen Deutschlands von Rot-Grün niedergemachten Werten und Traditionen ist für viele eine Art Aha-Erlebnis, auf ihrer immer noch vorhandenen Suche und Sehnsucht nach einer heilen Welt und einem Zusammengehörigkeitsgefühl, daß ihnen andernsorts zu Hause längst abhanden gekommen ist. Ich sage bewußt nicht einfach nur genommen wurde, denn man hat sich dagegen ja auch nicht gewehrt. Für mich und viele meiner Freunde ist eine Bayernreise jedenfalls auch ein Labsal und eine große Freude, verbunden mit einem manchmal fast ungläubigen Staunen darüber, was noch möglich ist, weil diese Menschen stolz darauf sind und sich dies auch nicht nehmen lassen. So schön das für das eigene Erleben ist, so traurig für die Realität in diesem Deutschland 2016/2017!

  4. Uwe Monheimius Antworten

    I bin zwar kein Bayer.
    Aber hab schon zu meiner Ehefrau sagt, woehnte ich in Bayern, wuerde ich zuerst oder besser zuzweits, direkt in den CSU Ortsverein rein – als ..Auslaender“.

    Und mich stark machen, fuer eine Neuauflage der legendaeren
    „Bayern-Rundfahrt“.

    Gruess Gott.

  5. Tina Hansen Antworten

    Ich breche dann noch mal schnell eine Lanze für die Franken 😉 (Ja, ich weiß, Franken liegt auch in Bayern, aber es ist trotzdem doch auch Franken.)
    Zwei Jahre lang habe ich dort aus beruflichen Gründen gelebt. Aus dem Norden kommend, kannte ich zunächst niemanden in der Stadt.
    6 Wochen später hatte ich einen Bekanntenkreis, aus dem sich Freundschaften entwickelt haben, die z.T. bis heute tragen. Jeden – jeden! – Nachmittag kurz vor Feierabend standen Kolleginnen oder Kollegen bei mir im Büro, um die einsam angelandete neue Mitarbeiterin zu fragen, ob sie gleich noch Lust auf einen Kaffee oder vielleicht später auch auf ein Bier oder einen leckeren Cocktail hätte.
    Nach ungefähr einem Jahr habe ich „Grüß Gott“ gesagt.

    14 Jahre sind vergangen; meine Familie weiß, wie ich heute noch von dieser kurzen Zeit schwärme. Das Essen, die Landschaft, die Herzlichkeit und Bodenständigkeit der Menschen, ihre weit offenen Arme.
    In diesem Jahr im Sommer war ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder dort. Mein ehemaliger Chef holte mich vom Bahnhof ab. Der ehemalige Arbeitgeber hatte – nach 14 Jahren! – gleich für zwei Nächte ein Hotelzimmer für mich gebucht und bezahlt, obwohl meine berufliche Anwesenheit nur eine Übernachtung nötig machte. Begründung: „Sie wollen doch bestimmt noch einen Tag Zeit haben, um sich noch einmal umzusehen. Genießen Sie`s!“
    Auf der Rückfahrt habe ich noch lange darüber nachgedacht, was Bayern (hier halt in der fränkischen Ausprägung) im Vergleich zu den anderen 15 Bundesländern so einzigartig macht: „Deutschland ist ein schönes Land, überall gibt es wunderbare Landschaften und liebenswerte Menschen. Aber nirgendwo wird das so zelebriert wie im Süden. Schade eigentlich….“

  6. Dr. Herbert Exner Antworten

    Ich stamme aus Bayreuth (Oberfranken). Nur 15 Jahre war ich als Kind dort, dann ließ der Hitler aus Braunau die Fünzehnjährigen als Luftwaffenhelfer an die Kanonen holen. Den Rest des Lebens für Ausbildung, Beruf und Rente war ich im (deutschen) Ausland- von Bayern her gesehen. Aber unsere Bindungen zu unserem Heimatland sind unüberbietbar. Wir kommen noch zu Klassentreffen dreimal im Jahr – 90-jährige! Die letzten 10% der einstigen Oberschüler. Wo findet man solchen Zusammenhalt?

    • Stefan Schwarz Antworten

      Lieber Herr Exner,

      einfach großartig, was Sie da über Ihre Klassentreffen berichten. Da musste ich einfach mal gratulieren!

      Mein Vater, der dieses Jahr 89 wird, wurde übrigens auch – an der Brücke von Remagen – als 15-jähriger zum Kanonenfutter und Luftwaffenhelfer an die Front geschickt. Hat Gott sei Dank die Schrecken des Krieges, wie Sie an meinem Beitrag nachvollziehen können, überlebt.

      Ihr
      Stefan Schwarz

  7. Günter Munz Stuttgart Antworten

    Baden-Württemberg war auch mal ein schönes und erfolgreiches Bundesland. In Oberschwaben, Biberach – Ravensburg, dort gibt es noch das Gute. Dort sind die Menschen noch religiös und ihrer Heimat verbunden. Ich habe in Biberach / Riss studiert und kenne deshalb diese Gegend sehr gut. Ähnlichkeiten mit Bayern sind nicht zufällig. Aber auch auf der schwäbischen Alb findet man noch das Gute. Ein Wochenende auf der Alb im Ferienhaus ersetzt mir den Urlaub. Ich habe mich früher in Stuttgart sehr wohl gefühlt, aber diese Stadt ähnelt immer mehr einer Kloake. Überall Müll und Dreck und vor allem, es wird kaum noch Deutsch gesprochen, von Schwäbisch möchte ich gar nicht anfangen zu träumen.

  8. Karin Dahl Antworten

    Ja, Bayern ist wunderschön in der Pflege seiner Traditionen und Heimatverbundenheit, in seinem Bekenntnis zu Brauchtum und Religion und seinen zauberhaften Landschaften.
    Für mich ist es ein Hauptgrund, dass in den anderen Bundesländern rot-grüne Regierungen diese Werte sukzessive zerstörten und damit vielen „Menschen in unserenm Lande“ das Gefühl vermittelten heimatlos, schutzlos, rechtlos (durch die rot-grüne Kuscheljustiz) und entwurzelt zu sein.
    Wir fahren jedes Jahr über Silvester eine Woche auf die wunderschöne Insel Juist. Auch dort trifft man auf so freundliche Menschen, die einfach „Moin“ sagen, wenn man sich begegnet, ob einheimisch oder Gast. Ich glaube, Herr Kelle, es ist auch das entspannte Urlaubsfeeling, das die Menschen freundlicher und friedlicher erscheinen lässt…?
    Ich wünsche allen ‚Mitstreitern‘ ein gutes, hoffentlich friedlicheres, ein gesegnetes neues Jahr ❣

  9. Nini Antworten

    Als NRW-Bürger mit bayrischem Blut in den Adern möchte ich für unser NRW eine Lanze brechen. Bayern ist schön, keine Frage – als Urlaubsland. Man kann auch bestimmt dort gut leben, viele Leute tun es. Und sicher können wir es mit dem ‚bayrischen Heimatgefühl‘ (und der einhergehenden Volkstümelei) nicht aufnehmen. Aber ich möchte es auch nicht haben. Es engt ein. Die Menschen hier in NRW sind trotz oder wegen der rot-grünen Regierungen nicht besser und nicht schlechter, aber freier. Und gebietsweise bestimmt genauso nett und freundlich. Wir haben alle die gleichen Möglichkeiten. Es kommt auf jeden einzelnen an, ob eine Region lebenswert und liebenswert ist oder nicht. Allerdings haben wir es mit einem hohen Ausländeranteil viel schwerer, da unsere eigene Kultur in den Ballungsgebieten immer mehr verdrängt wird. Das ist in Bayern nicht so.

    • Alexander Droste Antworten

      Und das ist der knasus cacksus bzw. Casus knacksus. NRW ist so weltoffen, dass die eigene Kulur bald keine Rolle mehr spielt. Dafür sind wir aber ganz reich, reich an Problemen. Die rotgrüne Regierung denkt schon mal über eine Problemsteuer nach.

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