GASTSPIEL: BIRGIT KELLE über die Rente, einen Generationenvertrag, der gar keiner ist

Eine der größten Lügen der deutschen Nachkriegspolitik liegt sicher in dem Satz „Die Rente ist sicher“ von Norbert Blüm. Es war in der Zeit, als die LINKE nicht mehr SED, aber schon PDS hieß. Norbert Blüm verkörperte damals in der Regierungskoalition den Kleinen Mann nicht nur körperlich, sondern auch politisch-ideell. Den Satz, den er damals als Arbeits- und Sozialminister im Kabinett Kohl in einer hitzigen Bundestagsdebatte vom 10. Oktober 1997 unvorsichtiger Weise von sich gab, klingt heute wie der reinste Hohn. Ich möchte ihm zugutehalten, dass er das damals selbst geglaubt hat. Irgendwie war die Welt damals auch noch halbwegs in Ordnung. Menschen bekamen regelmäßig Kinder, Ehen wurden mehrheitlich nicht geschieden und Paare wurden noch gemeinsam alt, was die Altersarmut von Frauen übrigens in Grenzen hielt, waren sie doch durch ihre Ehemänner auch später als Witwe noch abgesichert.

Damals diskutierte man die Frage des Rentenniveaus. Experten stritten darüber, ob eine Rente nur ein Existenzminimum abdecken sollte, oder den bisherigen Lebensstandard, den ein Mensch sich erarbeitet hatte, auch im Rentenalter gewährleisten müsse. Aus heutiger Sicht fast schon eine Luxusdebatte, ist man doch heute froh, wenn die zu erwartende Rente zumindest die Armutsgrenze übersteigen wird. Faktisch wurde damals gegen den erbitterten Widerstand der Opposition die schrittweise Absenkung des Rentenniveaus von 70 auf 64 Prozent des Durchschnitts-Nettolohns von CDU/CSU und FDP beschlossen. Blüm sagte damals auch kluge Sätze wie, dass Generationensolidarität durch Generationsgerechtigkeit gestärkt werde, und man nicht Jung gegen Alt ausspielen solle. Heute sagt Norbert Blüm, wenn er nicht gerade eines seiner Bücher anpreist oder in Flüchtlingslagern symbolisch im Schlafsack liegt, übrigens fast nur noch kluge Sätze, auch über die Rente und die Altersarmut von Müttern. Schade nur, dass die Sätze erst heute kommen, da er keinen politischen Einfluss mehr hat und das Kind bereits im Brunnen langsam aber sicher ertrinkt. Und während die SPD damals noch mit ihrem Redner Rudolf Dressler die Theorie vertrat, der „demografische Faktor“ sei ein „pseudowissenschaftliches Alibi und politischer Unsinn“ ergänzte der CDU-Abgeordnete Wolfgang Vogt in besagter Debatte, die finanziellen Folgen des demografischen Wandels könnten nicht allein von den Jungen getragen werden. Solidarität sei keine Einbahnstraße.

Aus damaliger Sicht, war die Rentenreform ein einschneidender Akt, aus heutiger Sicht war sie zaghaft und das eigentliche Problem, der demographische Wandel, wurde damals einerseits noch nicht entscheidend wahrgenommen, von anderen nicht einmal ernst genommen. Absehbar war es aber schon damals. Eines ist jedoch klar, damals wie heute: Redet man in Deutschland über Rente, dann redet man über Neid und Missgunst. In keiner anderen Debatte ist man schneller bei dem Begriff „Unsozial“. Da sind plötzlich alle da, die glauben, ein Recht auf eine Rente zu haben, die sich ungerecht behandelt fühlen. Und dann kommen noch Begriffe wie „Lebensleistung“ ins Spiel, und man ist endgültig emotional in einer Sackgasse politisch festgefahren.

Ich schicke es also vorsorglich vorweg, bevor Rentnerhorden auf mich eindreschen: Ich finde die Renten der derzeitigen Rentnergeneration angemessen und ansonsten unantastbar. Erst letzte Woche ereilte uns die Meldung, dass das Rentenniveau derzeit so hoch ist, wie seit 23 Jahren nicht mehr. Ab Juli erwarten die deutschen Rentner eine Steigerung auf ihrer Abrechnung, was einfach an der guten Konjunktur liegt. Ich gönne es ihnen, sie haben hart gearbeitet und uns großgezogen, ich will ihnen nichts wegnehmen. Nahezu gleichzeitig veröffentlichte der Westdeutsche Rundfunk seine Renten-Weissagung, dass jedem zweiten Bundesbürger wegen des sinkenden Rentenniveaus im Alter eine gesetzliche Rente unterhalb der Armutsgrenze drohe. Lassen wir beiseite, dass die Berechnungen des WDR etwas wirr und mehr aus dem Bauch heraus, denn durch wissenschaftliche Arbeit belegt waren und deswegen zu recht kritisiert wurden. Ganz falsch waren sie aber dennoch nicht. Dass meine Generation im Alter durch ganz normale Berufstätigkeit niemals das Rentenniveau meiner Elterngeneration erreichen kann, ist inzwischen Binsenweisheit. Das lässt sich jedoch nicht verändern, indem wir den heutigen Rentnern etwas weg nehmen, sondern indem wir eine nahezu radikale Rentenreform durchführen, die – wie man an anderer Stelle immer so gerne sagt – mit der Zeit geht und sich den modernen Lebensweisen anpasst.

Wir können nicht rückwirkend Rentenansprüche verändern, das wäre unfair all denjenigen gegenüber, die Jahrzehnte eingezahlt und sich auf ihre Erwartungen verlassen haben. Wir müssen nicht Alt gegen Jung bemühen in dieser Debatte sondern die eigentliche Front endlich benennen und eröffnen: Eltern gegen Kinderlose. Gut, das wird Ihnen kein Politiker so deutlich sagen. Erstens, weil diese Front das Potential für soziale Unruhen hat, zweitens, weil die Neid-Debatte damit garantiert ist, drittens, weil düstere Rentenaussichten für stetig wachsende, kinderlose Bevölkerungsteile politisch nicht opportun erscheinen, um wieder gewählt zu werden und viertens, weil zunehmend mehr Politiker ebenfalls kinderlos sind, was ihr Verständnis für die Sorgen und Nöte von Eltern nicht gerade verstärkt.

Die Front Eltern gegen Kinderlose macht aber Sinn, weil die Zahl der Kinderlosen wächst und ihre Renten mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher sind. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Eltern an der Bevölkerung, ihre Renten werden immer unsicherer. Besonders unfair wird es, weil der Bevölkerungsteil der Eltern durchschnittlich höhere Leistungen für das Rentensystem erbringt, während sich die kinderlose Bevölkerung den Mühen und Kosten des Kinderkriegens entzieht und somit auch den Investitionen in die nächste Generation, von der dieselben Menschen aber dennoch eine Rente erwarten.

Da schlägt dann der sogenannte Generationenvertrag zu, der jedenfalls auf dem Papier sagt, dass wir heute die Renten unsere Eltern finanzieren, weil sie uns ja freundlicherweise großgezogen und ihr Geld in uns investiert haben und dafür unsere Kinder später in Dankbarkeit und Respekt unsere Renten erwirtschaften und auszahlen werden. Auf dem Papier wie gesagt. Klappt aber, wie man sieht nur dann, wenn man Kinder zeugt, die dann auf dem Arbeitsmarkt tätig sind und in eine Rentenkasse einzahlen. Und klappt nicht, wenn nicht genug Kinder da sind, dafür aber Alte, die trotzdem eine Rente haben wollen.

Es ist so banal und einfach, dass ich mich manchmal frage, wieso wir unser sterbendes Rentensystem nicht längst modernisiert haben. Es muss mit den vier oben genannten Gründen zu tun haben. Sonst ist man immer gerne dabei, die Dinge an moderne Zeiten anzupassen, gerade in Familienfragen, nicht jedoch bei der Rente. Unser Rentensystem stammt noch aus der Adenauer-Zeit. Sie wissen schon, damals, „Kinder kriegen die Menschen immer“-Adenauer. Ein Zitat, das sich heute als genauso fatal falsch herausstellt wie Blüms „Die Rente ist sicher“. Beide hatten in ihrer Zeit Recht für den Fall, dass sich nichts an den gesellschaftlichen Strukturen ändert. Da aber heute schon fast ein Drittel aller jungen Menschen dauerhaft aus verschiedenen Gründen kinderlos bleibt, muss eine nachhaltige Rentenpolitik diesen Wandel der Gesellschaft mit denken.

Heute sind wir 70 Jahre weiter, haben aber immer noch das gleiche System. Vielleicht müssen wir damit anfangen, der jungen Generation noch einmal den Unterschied zwischen Kapitalversicherung und umlagefinanzierter Rente zu erklären, damit sie sich nicht weiterhin dem Irrglauben hingibt, mit ihren Einzahlungen in die Rentenkasse irgendwelche Ansprüche zu erwerben oder gar Kapital anzusparen.

Es gilt als Tabu in der Rentendiskussion, dass man Menschen, die Kinder groß gezogen haben, mehr Rente auszahlt, als Menschen, die keine Kinder groß gezogen haben. Wer einmal so einen Vorschlag mit Kinderlosen diskutiert hat, weiß, wovon ich rede. Bei solchen Forderungen ist gleich wieder Aufschrei. Schnell wird dann von einer „Schlechterstellung“ und „Bestrafung“ von Kinderlosen gesprochen. Die Frage ist jedoch, wieso man sie besser stellt, als Eltern, die Kinder groß gezogen haben und damit zusätzlich Leistungen erbracht haben?

Ja, zusätzliche Leistung, man muss auch das aussprechen. Schieben Sie einfach mal bei Seite dass viele Kinderlose gerne aufzählen, was sie alles für das Gemeinwohl tun, Schulen und Unis bezahlen, Kitas und Ganztagsschulen finanzieren, obwohl sie doch selbst keine Kinder haben. Dazu muss man sagen: Auch der nicht TV-Gucker zahlt dennoch die GEZ mit, der Nichtraucher zahlt die Gesundheitsschäden der Raucher in seiner Krankenkasse mit, der Radfahrer zahlt trotzdem den Bau von Autobahnen mit, der Autofahrer hingegen zahlt auch den öffentlichen Personennahverkehr und der Leistungswillige zahlt immer den Schläfer im System, der morgens keinen Bock hat. Will sagen: Im staatlichen Solidarsystem zahlen wir alle nicht zu knapp und immer auch für Dinge, die wir weder wollen, noch brauchen, und die auch nicht allen nutzen, die aber in ihrer Gesamtheit zu Stabilität und Wachstum der Gesellschaft beitragen. Gerade Schulen und Universitäten nutzen hier eine Menge. Denn eine nicht ausgebildete Kindergeneration wird keine Renten zahlen, sondern allen anderen zeitlebens auf der Tasche liegen.

Deswegen nochmal zum Generationenvertrag, der ja gar keiner ist, denn zumindest eine Generation ist weder geschäftsfähig, um juristisch zuzustimmen, und wäre sie es, sie wäre wohl nicht einverstanden mit diesem Vertrag, den Eltern und Großeltern geschlossen haben, ohne ihre Kinder zu fragen. Dieser Vertrag sieht Verpflichtungen in zwei Richtungen vor: Gegenüber den Eltern, aber auch in die Investition in die nächste Generation der Rentenzahler. Fortpflanzungsverweigerer entziehen sich also der einen Richtung. Und ich höre schon das nächste schlagenden Argument: Was ist mit den ungewollt Kinderlosen? Willst du die jetzt noch doppelt bestrafen, indem sie entweder weniger Rente bekommen oder höhere Beiträge zahlen? Ja, ungewollt Kinderlose kenne ich zu Hauf, faktisch ist es aber völlig egal, warum sie keine Kinder bekommen. Weil uns das als Gesellschaft nichts angeht, warum jemand Kinder hat oder warum nicht. Ob er welche wollte oder nicht, ob er zeugungsunfähig ist oder zeugungsunwillig. Weil es keine Pflicht gibt, sich fortzupflanzen und wir auch keine Mutterkreuze verteilen wollen, diese Kinder aber faktisch und ökonomisch gebraucht werden für ein Umlagesystem in der Rente. Weil ungeborene Kinder nicht ins System einzahlen. Kinder als Alterssicherung ist ja kein neues Konzept. Früher musste man diese nur selbst zeugen, um im Alter abgesichert zu sein. Dank des staatlichen Rentensystems reicht heute das Fremdgebährenlassen, um ebenfalls eine Alterssicherung zu bekommen. Allein das ist neu.

Am Ende bleibt also einfach nur der Fakt stehen: Derjenige, der keine Kinder großzieht und Zeit seines Lebens nur für sich selbst ein Einkommen erwirtschaften muss, hat mehr Geld zur Verfügung auch für seine private Alterssicherung, als derjenige, der mit seinem Einkommen ein, zwei oder gar noch mehr Kinder aufzieht.

Experten einer Studie der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag der Bertelsmann Stiftung haben versucht dies zu berücksichtigen und ein gerechtes Rentenmodell aufgemacht, das Investitionen der Eltern mit berücksichtigt und honoriert. Ergebnis: Eine „Basisrente mit Fertilitätsfaktor“, weil es eine „Fehlkonstruktion“ sei, dass die Renten im derzeitigen Umlagesystem immer vom Einkommen der künftigen Generation abhingen, die Kosten für diese Generation aber nur die Familien trügen. Und die Kosten sind erheblich. Je nach Berechnungen sind das übrigens zwischen 120- und 160-tausend Euro pro Kind, die Eltern investieren, bis ihre Kinder finanziell eigenständig sind. Das Geld fehlt dann für private Vorsorge im Alter und ist genau das Geld, das kinderlose nicht für die nächste Generation ausgegeben haben.

Wer keine Kinder erzieht, spart sich das Geld, kann privat vorsorgen und durch ein umfangreiches Erwerbsleben sogar höhere Rentenansprüche erwerben als diejenigen, die Kinder haben, so benennt es die Studie ganz klar. Die Empfehlung lautet, eine Basisrente zu berechnen, die dann je nach Kinderzahl aufgestockt wird. Je mehr Kinder, desto mehr Rente. Eigentlich logisch.

Ganz nebenbei bestätigen die Forscher der Uni Bochum übrigens auch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2001. Unsere obersten Verfassungshüter hatten damals bereits am Beispiel der Pflegeversicherung angemahnt, die bestehenden Ungerechtigkeiten im umlagefinanzierten Sozialsystem abzubauen. Also in der Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung. Passiert ist nichts, obwohl das Gericht festhielt, dass Eltern allein schon durch das Aufziehen der nächsten Zahler-Generation einen „generativen Beitrag“ an das System leisten und deswegen bei den Zahlungen in die Kassen deutlich entlastet werden müssten. Das Urteil ist nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde. Es ist eben kein Geld da, wir können es uns nicht leisten. Ja, wirklich schlimme Zeiten. Und sie werden noch schlimmer werden, wenn junge Menschen der Meinung sind, sie könnten sich Kinder nicht mehr leisten.

Aber möglicherweise muss es auch erst schlimmer kommen. Ich bin gespannt, welcher Jahrgang es sein wird, bei dem das Rentensystem zahlungsunfähig wird. Oder bei dem die Generation der Jungen sagt: Wir kündigen euren Generationenvertrag einseitig auf, schaut wo ihr bleibt, liebe Alten, denn wir zahlen nicht mehr für ein System, aus dem wir selbst nichts mehr heraus bekommen werden. Dieser Tag wird kommen. Wer glaubt, es könnte heute sozial unruhig werden, wenn man die Rentendebatte ehrlich führt, hat keine Ahnung, was uns blüht, wenn wir diese Debatte verweigern. Dann rette sich wer kann und dann schlägt übrigens wieder die große Stunde der Familien: Gut wer dann eine hat, wenn das staatliche Rentensystem nicht mehr kann.

Dieser Beitrag erschein zuerst im April 2016 auf http://wirtschaftswunder.at

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This article has 13 comments

  1. Andreas Schneider Reply

    Blüms berühmt-berüchtigter Spruch war nicht unbedingt eine Lüge. Er sagte nicht mehr, als dass die Rente sicher sei. In welcher Höhe, hat er allerdings wohlweislich offen gelassen. 😉

    In der gymnasialen Mittel- und Oberstufe Mitte bis 2. Hälfte der 70er Jahre war „Wirtschafts- und Soialkunde“ eines der Unterrichtsfächer. Man mag dem deutlich „links“ tendierenden Lehrer vielleicht das Eine oder Andere vorwerfen, nicht aber, dass er schon zu dieser Zeit recht deutlich das „Kippen der Alterspyramide“ (den heutigen „demographischen Wandel“) wie auch die daraus zu erwartenden Probleme – hier auch den Generationenvertrag – in aller Deutlichkeit angesprochen und im Unterricht ausdiskutiert hat. Fazit blieb, dass meine Generation sich darob ihre Gedanken machen müsse.

    Wir dürfen daher durchaus ableiten, dass die Zusammenhänge den dafür die Verantwortung tragenden Kreisen schon vor nunmehr 40 Jahren nicht etwa unbekannt sein konnten. Immerhin dauerte es aber noch weitere 10 Jahre, bis Blüm die Litfaßsäule traktierte…

    Fatal ist in der Tat, dass nicht etwa frühzeitig gegengesteuert wurde, sondern dass sich vielmehr seinerzeit noch zumeist exotisch wirkende „Lebensmodelle“ bis zum heutigen Tage der besonderen Liebedienerei geneigter (häufig eben kinderloser) Kreise erfreuen, während die klassische Familie in dieser Weltanschauung ausgedient hat, ja oftmals „reaktionär“ erscheint.

    In jüngster Zeit sehe ich jedoch ein weiteres Problem auf uns zukommen, das Frau Kelle hier nur en passant erwähnt, und dabei handelt es sich um den Komplex Bildung und Ausbildung. Der Entwicklung, die ich seit meiner Ausbildereignungsprüfung im Jahr 1989 im betrieblichen Umfeld wie auch als Mitglied mehrerer Prüfungsausschüsse verfolgen musste, verdanke ich einen guten Teil meiner verlorenen bzw. ergrauten Haare. Wie große Teile eine solcher Generation dereinst sinnvolle und produktive Beiträge zum Gemeinwesen zu leisten imstande sein sollen, entzieht sich meinem Verständnis.

    • Uwe_aus_DO Reply

      Nicht nur Ihr linker Lehrer, auch die Referenten der Seminare der Konrad-Adenauer-Stiftung, denen ich um 1980 einige Mal folgte, hatten das Kippen der Alterspyramide bemerkt. Schon damals hätte allen klar sein können, das das System zu kippen droht, wenn man in Sachen Familien- und Kinderfreundlichkeit nicht ganz schnell umsteuert.

      Was hat man seitdem getan? Eher das Gegenteil. Jede menge alternative Lebensentwürfe zur klassischen Familie wurden legitimiert, gleichgestellt, die Arbeitswelt wurde, trotz einiger Einzelversuche, gegenzusteuern, immer familienfeindlicher.

      Dies nicht zu erkennen, beim Namen zu nennen, nicht ganz entschieden gegen zu steuern, darin liegt das Versäumnis aller Bundesregierungen seit der von Helmut Schmidt.

      Und gerade bei der Altersvorsorge ist es besonders schwierig, Versäumnisse der letzten Jahr(zehnt)e auszubügeln.

      So ist ein fataler Zusammenhang entstanden: Wenn wir die Rentensituation verbessern wollen, brauchen wir Zuwanderung – die die Mehrheit, überwiegend aus guten Gründen, ängstlich und skeptisch sieht. Denn unsere westlichen Nachbarstaaten haben alle dieselben Fehler gemacht, von dort ist Zuwanderung kaum zu erwarten.

  2. Alexander Droste Reply

    Zum Glück haben wir ja jetzt eine große Einwanderungswelle von jungen, starken Migranten von großer Vermehrungsfreudigkeit.
    (Süffisanter Sarkasmus aus)

    • Dorothea Hohner Reply

      Richtig, Herr Droste,
      das ist nämlich mitnichten des Rätsels Lösung… Das kostet uns noch mehr Geld, welches für die Renten dann nicht mehr da ist. Hätten Rot/Grün/Innen nicht die Rente privatisiert, (was ja ein Schwabenstreich war, wie sie es taten), Riester taugt nicht, außer der Versicherungswirtschaft, die aber bricht dank Draghi auch ein; hätte man die Rente weiter geführt, wie sie war, und hätte man sie nicht zweckentfremdet, so hätte Herr Blüm recht gehabt. Viel hätte, wäre, aber deswegen nicht weniger wahr!

  3. Alexander Droste Reply

    Um zur Ernsthaftigkeit zurückzukehren möchte ich mal folgenden Gedanken nachsinnen:
    Seit vielen Jahrzehnten verdrängen Maschinen die menschliche Arbeitkraft. Einerseits werden die Menschen von teilweise verschleißender und teilweise von stereotypischer Arbeit befreit und werden frei für soziale Arbeit, die bisweilen aber unterbewertet ist. So schön so gut. Andererseits arbeiten Maschinen schneller und effizienter als Menschen. Damit können die Betreiber mehr Umsatz und Gewinn machen. Dabei wurde allerdings vergessen, dass die menschliche Arbeitskraft an das Einkommen gekoppelt ist, was beim Wegfall allen sozialen Systemen und somit auch dem Rentensystem entzogen ist. Nutznießer ist allein der Maschinenbetreiber. Logische Konsequenz daraus wäre, dass die an die Löhne gekoppelten und entfallenden Beiträge auf die Maschinenleistung angerechnet würde, die dann in die entsprechenden Systeme verteilt würden. Damit entfiele der Notstand der Arbeitslosigkeit, da der Arbeitslosen Auskommen über ein Grundeinkommen gesichert wäre und es gäbe nicht die Generationenproblematik, da es entweder zu wenige Arbeitsangebote für zu viele Erwebssuchende gäbe oder aber zu wenige Erwerbstätige für eine Altersabsicherung. Die Menschen werden zudem immer älter und gesünder im Alter. Ihnen sollte es offen stehen, ob sie auch im Alter einer Arbeit nachgehen können und wollen. Vor allem beratende, planerische, verwaltende oder bildende Berufe können von älteren Menschen geleistet werden und stellen mitunter eine große Befriedigung eines sozialen Bedürfnisses dar. Eine Maschinenabgabe würde Neiddebatten abbauen gegenüber Maschinenbetreiber, die ihre Gewinne für sich beanspruchen, sowie gegenüber Kinderlosen, aus welchem Grund auch immer sie kinderlos sind. Zumindest teilweise wäre eine Maschinenabgabe ein Beitrag für eine soziale Grundsicherung. Damit wären die Menschen freier und ich halte das für gerecht.

  4. ALP Reply

    Die Überlegungen von Herrn Alexander Droste finde ich interessant, zumal wir kurz vor einer zweiten technischen Revolution – der Digitalisierung – stehen. Diese Entwicklung wird, so wird von Experten vermutet, etwa 40 – 50 % der Arbeitsplätze bei Banken und Versicherungen auflösen – den sogenannten weiße-Westen-Jobs. Dies hab ich in einem Bericht gelesen, den ich leider nicht mehr zitieren kann.
    Die Entwicklung ist rasant und Krankenkassen wie die Barmer fangen schon damit an ca. 3500 Stellen zu streichen. Unsere demographische Entwicklung kann durchaus auch ein Segen sein, da nicht nur Verwaltungsjobs zukünftig wegfallen werden. Was jedoch dringend erforderlich ist, sind neue Ideen zur Stabilisierung der Sozialkassen. Nicht nur für die Rente sondern auch für Krankenkassen und all die Menschen, die in dieser hochtechnologischen Welt keine Arbeit mehr finden (Grundsicherung). Meine Vorschläge wären:
    -Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen
    – jeder Steuerpflichtige muss in die Sozialkassen einzahlen. (Privatversicherungen nur noch für Sonderleistungen).
    – Sozialabgaben auf Dividenden und andere Renditegeschäfte dürfen nicht länger ein Tabu sein – die Steuerabgaben könnten ja wegfallen.
    – Die Rentenbeiträge sollten zumindest zu einem gewissen Anteil Kapitalverzinst werden.
    Den Arbeitgebern wird ohnehin keine Regierung zu weiteren Sozialabgaben zwingen, deren Lobby ist einfach zu stark und desshalb glaube ich nicht an eine Maschinenabgabe.
    Ich persönlich begrüße diese demographische Entwicklung. Die Bevölkerungsdichte (in Deutschland) ist hoch genug und unserer Umwelt, und damit auch unseren Nachkommen, tut es ganz gut, wenn es weniger von unserer Spezies gibt. (Übrigens habe ich einen Sohn im Teenageralter).

  5. Erich Reply

    Die Kürzung von Renten ist sehr wohl möglich, wie wir das in Österreich bei Beamten schon längere Zeit spüren. Das funktioniert ganz einfach mit Hilfe eines „Pensionssicherungsbeitrages“, derzeit maximal 3% von der Bruttopension, der einfach vom Gesamtbetrag abgezogen wird. So bleibt die Pension (scheinbar) gleich hoch, die Neiddebatte über die ungerechtfertigt hohen Beamtenpensionen kann weiter laufen und wer garantiert, dass dieser „Beitrag“ nicht immer wieder angehoben wird? Wer garantiert, dass dieses Modell nicht auf alle Renten angewendet wird, wenn es finanziell eng wird?

  6. H. Urbahn Reply

    Sehr geehrte Frau Kelle,
    auch Sie , wie viele andere, machen den Fehler, daß Sie nicht verstanden haben, daß es immer die arbeitende Generation ist, die zwei Dingezu tun hat: einmal die jungen Menschen versorgen bis diese selber arbeiten und zum anderen die Alten, die nicht mehr arbeiten können . Erst einmal zu den Alten: es ist gleichgültig, welches Versorgungssystem man wählt, ob über Steuern, wie bei den Beamten oder ein Umlagesystem, wie das bei den jetztigen Rentnern und den meisten Arbeitnehmern oder eine private Vorsorge über Banken, Versicherungen etc (wobei diese erst einmal satt verdienen wollen), es ist immer die arbeitende Generation, die das bezahlt. Sie monieren allerdings zu Recht, daß der Staat rücksichtlos die Familien mit Kindern ausbeutet (120 bis 160000 ist nach meinen Wissenstand noch viel zu gering, vor einigen Jahren hieß es, es wären 200000€ pro Kind) Hier ist natürlich der Staat gefordert für entsprechnde Gerechtigkeit zu sorgen. Der wichtigste Beitrag, von dem wir letztendlich alle leben, ist die wachsende Produktivität, denn nur dieser Zuwachs, kann schließlich verteilt werden und alle sollten an diesem beteiligt sein. In unserem Land ist es ja leider so, daß der Staat die Rentenkasse willkürlich für alle Zwecke einsetzt, die nichts mit der Rentenversicherung zu tun haben. Es wäre auch sehr einfach, die Versicherungspflichtgrenze aufzuheben. Dann wäre mehr als genug Geld da, die Renten zufinanzieren, trotz der Tatsache, daß die Regierung immer noch 20 Milliarden € pro Jahr zu wenig für die versicherungsfremden leistungen in die Rentenkasse zahlt. man könnte dann wie in der Schweiz eine Obergrenze für die Rente einziehen (die Schweiz ist ja nun wirklich kein sozialistisches Land) Es muß natürlich auch berücksichtigt werden, daß mit der Einführung des Euro die Arbeitnehmer in diesem Land keine realen Einkommenszuwächse (bis auf 2015) gehabt haben und das alle Regierungen unabhängig welche Parteien sie gestellt haben, alles getan haben und noch tun die Arbeitgeber zu entlasten

  7. Uwe Monheimius Reply

    Folgende Anmerkung:

    1. Warum werden 3 Lehrjahre bei d. Rente nicht angerechnet ..bei Pensionen ja?

    2. Warum erhalten Beamte Pensionen nach letztem Gehalt u. Rentner nach Schnitt der letzten 6 Monate?

    3. Warum bekommen Beamte nach Ende det ..Dienstzeiten noch Weihnachtsgeld??

    4. Warum rennt da kein Volk auf die Strasse? Soziale Gerechtigkeit?

    5. Warum schreit d. junge Generatio n, obwohl wissend, das Rente/Pensionen von der Vorgeneration erbracht wurde?

    6. Warum zahlen ..Bekinderte in die Pflegeversicherung fuer das Heer der Kinderlosen?
    Soziale Gerechtigkeit – was eine Heuchelei.

    7. Wann wacht dieses Land auf?
    Die AFD wartet schon auf die Themen.

    8. Etc. Etc.

    Meine Enkel werden keine Kinderlosen pflegen, jene haben ihre 91 od.89 jaehrigen Lebesverfuehrten etc..

  8. Walter Lerche Reply

    Wenn Maschinen und Computer in die Rentenkasse zahlen würden… dann wären sie bald außerhalb Deutschlands. Steigende Produktivität „gerecht“ verteilen, also auch in die Rentenkasse, …könnte die Regierung im Haushalt einfach tun.
    Die Investition pro Kind 160.000 Euro zu berücksichtigen und die Kinderlosen um diesen Betrag zur privaten Vorsorge zu veranlassen … sehr klar strukturiert gedacht.
    ABER bevor es zum Kollaps der Rentenkasse kommt, schauen wir doch mal auf die Verwendung der seit Jahren steigenden Rekord-Steuereinnahmen! Wo bleibt dieses Geld? Um welche Beträge geht es jetzt und im Jahr 2030 für die Rentenkasse, wieviel Geld fehlt hier, wie viele Milliarden? Frage: Hätten wir diese Milliarden auch in Zukunft für die Rente zur Verfügung, wäre damit dieses Thema „Generationenvertrag“ als Problem erledigt?
    Hartz4 vor der Völkerwanderung kostete überschaubare 30 Mrd. €. Lassen wir sie mit illegalen, zu alimentierende Emigranten auf 60 Mr. € jährlich ansteigen. Das ist immer noch ein überschaubarer, kalkulierbarer und nach oben abgeschlossener Betrag. Um den Zustrom von Migranten zerreißen sich die Gegner vom Generationenvertrag, dagegen wollen sie von den Alten nichts wissen. Sagen wir mal, die Rentenkasse wird zusätzliche 30 Mrd. € aus Steuern gestützt. Dann wären 120 Mrd. € (Hartz4 + Hartz4 + Alte) immer noch kalkulierbar, überschaubar und nach oben begrenzt.
    Parallel wurde doch in allen geldkostenden Bereichen gekürzt und eingespart!
    Zudem druckt die EZB jeden Monat 80 Mrd. ungedeckte Euros und verteilt sie an… ja, an wen?!
    Nochmal die Frage: Wo bleiben die Steuereinnahmen, unser Geld?
    Die fehlenden Prioritäten unserer Regierungen, die Missmanagements unserer Großprojekte, die wuchernde Korruption, das organisierte Verbrechen …. all das beantwortet nicht die Frage, wohin unser Steuergeld floss und fließt.
    Solange diese Frage nicht belastbar beantwortet wird, gehe ich davon aus, dass das meiste unseres Geldes ohne Limit nach oben „umverteilt“ wird an Lobbys und Hochfinanz. Weil mir als Selbständigen nach Abzug aller Steuern, Gebühren, Beiträge, Prämien, Zusatzbeiträge von 1 € Gewinn nur ca. 15 Cent für mich privat bleiben, stelle ich diese Frage schon lange, wo dieses Geld bleibt.
    Und sollte es auch so sein, dass das Bund und Länder unzureichend Rückstellungen für Pensionskassen tätigten, weshalb vielleicht hier zunehmend Steuereinnahmen versenkt werden, dann sollten die Rentenkassen kein Problemfall mehr sein. Nicht nur der mitteständische Unternehmer trägt eine soziale Verantwortung, sondern auch die Lobbys und Hochfinanz! Aber wer soll ihnen das beibringen?

    • Walter Lerche Reply

      Folgende Überlegung kommt mir in den Sinn:
      Wenn uns gesagt wird, die „Flüchtlinge“ würden wenig kosten, so könnte das bezogen auf das „Deutschland“ als Ganzes stimmen. Das möchte ich erläutern und auf Hartz4-ler und Rentner mit kleinen Renten ausweiten:
      Die gezahlten Geldleistungen sind zu wenig, als dass sie ins Ausland transferiert oder gespart werden. Sie werden ausgegeben. Dieses Geld ist ein „durchlaufender Posten“. Man steckt oben 400 € rein und hinten kommen 400 € heraus. Ein Teil davon geht SOFORT als Umsatzsteuer an die Regierung. Ein anderer Teil geht als Einkommens- und Gewerbesteuer an Regierung und Kommunen von denjenigen, die es als Gegenleistung für Waren oder Dienstleistungen bekommen haben. Mit dem Rest des Geldes werden Heerscharen von Rechtsanwälten, Gutachtern, Beamten und Versicherungen über Gebühren und Prämien bezahlt. Auch die Pharmaindustrie bekommt was ab. Sie alle bezahlen ebenfalls Steuern darauf und geben das Geld wieder aus.
      Unter dem Strich ergibt sich folgendes Bild. Das Geld wird den fleißigen Arbeitenden weggnommen und landet über die „Bedürftigen“ direkt oder über mehrere Stationen zur öffentlichen Hand, Regierungen von Bund, Ländern und Kommunen sowie zahlreichen Lobbys. Es handelt sich um eine Umverteilung, weg von den Fleißigen. Würde der Staat dieses Geld, was dadurch bei ihm ankommt, den Fleißigen zurückgeben oder noch besser es ihnen vorher gar nicht wegnehmen, in dem er es verauslagt, dann wäre das ehrlich, solide und nachhaltig. Die kleinen Renten lassen sich ebenso einordnen. Das bedeutet, dass der Staat die von Rentnern gezahlte Umsatzsteuer und andere wertlose Zahlungen direkt in die Rentenkassen leiten sollte. Das wäre dann nicht „steuerfinanziert“, sondern dieses Geld käme ja von den Rentnern selbst.

  9. Felix Becker Reply

    Leider wird in der öffentlichen Diskussion immer wieder vergessen, dass die Grundlage unseres Rentensystems die geleisteten Rentenbeiträge sind. Wer viel einzahlt, bekommt auch viel und umgekehrt. Wenn dann einer wenig einzahlt und korrekterweise wenig Rente bekommt, ist das eben so!
    Da viele Ausgangsbedingungen unseres Rentensystems aber nicht mehr passen,
    bräuchten wir eine grundsätzliche Rentenreform und keine Rentenreförmchen!
    Dazu fehlt unseren Konsensdemokratie aber offensichtlich die Kraft. Und wenn dann derart blöde Sprüche wie „die Rente ist sicher“ geplappert werden, ja was dann?

  10. Bernd Minzenmay Reply

    Lastenausgleich für Familien mit Kindern!
    Überlegungen, Kindererziehung bei der Altersrente angemessen (und sozial gerecht!) zu berücksichtigen müssen keineswegs zu einer weiteren der Staatsentschuldung entgegenwirkenden Aufblähung der Sozialausgaben führen. Das kannauch durchaus „kostenneutral“ geschehen:
    Was spricht dagegen, dass jeder einzelne Bürger, der mehr als die statistisch zum Erhalt nur des Bevölkerungsstandes und unserer Versorgungssysteme erforderlichen 1,15 Kinder (er)zeugt, einen angemessenen Bonus erhält? – Und was spräche dagegen, dass derjenige, der sich weniger als 1,15 Kinder leistet, einen entsprechenden Malus auf seine Altersbezüge erhält? Ein solcher (geschlechtsunabhängiger !) Lastenausgleich ist aufgrund der beiden wesentlichen
    Kostenfaktoren jeder ausreichenden Alterssicherung nach den unbeugsamen Regeln der Mathematik leicht erklärbar:
    Kostenfaktor a.: die Begründung von Versorgungsanwartschaften; das kostet den Einzelnen Rentenbeiträge pp.
    Kostenfaktor b.: eine (neue) Generation, die demnächst wiederum die Lebensgrundlage auch für die alte, zu versorgende Generation erwirtschaften muss: Auch Kinder kosten den Einzelnen, der sie erziehen muss, Geld!
    Ein neuer Beitragszahler aber kostet allein den einzelnen „Erzeuger“, wenn nur einmal Leitlinien wie z.B. die „Düsseldorfer Tabelle“ zugrunde gelegt werden, im Durchschnitt statistisch um 172.500 EUR, – wohlgemerkt: ohne die von allen Steuerzahlern gleichermassen aufgebrachten „Gemeinkosten“ wie Schulen pp.. Unter Berücksichtigung des staatlichen Kindergelds, des Steuervorteils pp. verbleiben dem durchnittlichen Erzieher pro Kind immer noch Kosten in der durchschnittlichen (statistischen) Grössenordnung von ca. 80,000,- EUR! Das nur als finanziellen Aufwand und ohne Berücksichtigung der eigenen Zeit und Arbeit! – Wer keine Kinder hat, weil er keine Kinder haben will oder keine haben kann, wird mit diesen Vorleistungen nach unserem heutigen System auch nicht belastet. Aber er profitiert letztlich ohne Grund und Gegenleistung von diesen nicht unerheblichen Vorleistungen anderer. – Es geht dabei nicht um „Belohnung“ für Eltern mit und auch nicht um „Bestrafung“ von Leuten ohne Kinder, sondern ganz nüchtern allein um einen sachlich nachvollziehbaren Lastenausgleich und um das Schliessen einer immensen Gerechtigkeitslücke!

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