Geht es Ihnen auch so, liebe bürgerliche Leser? Ich kann dieses Gelaber der Unionsspitzen von „Zuversicht“, „Geschlossenheit“ und dem „guten Verhältnis“ zwischen den Schwesterparteien nicht mehr hören. Die CDU hat am Sonntag 9 Prozent verloren – das ist ein Viertel ihrer Wähler von 2013, die CSU hat 10 Prozent verloren, nicht viel besser. Angela Merkel bleibt CDU-Chefin, eine Frau, die die große Volkspartei eines Adenauers, eines Erhards und eines Kohls inhaltlich bis zur Unkenntlichkeit deformiert hat. Angela Merkel bleibt Bundeskanzlerin, die respektable internationale Auftritte hingelegt und Deutschland halbwegs souverän durch die Euro-Schuldenkrise geführt hat, aber die durch die verantwortungslose Öffnung der Grenzen für einen Massenzuzug aus dem islamischen Kulturkreis die Sicherheit unseres Landes massiv gefährdet hat. Und Herr Tauber bleibt Generalsekretär und Herr Kauder ist Fraktionsvorsitzender. Und Horst Seehofer bleibt… naja, das wissen wir noch nicht. Aber sein Satz heute in der Bundestagsfraktion „Wir haben verstanden!“ ist ein Witz. Habt Ihr gelesen, was CDU-Vize und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet heute gesagt hat? Die CDU müsse ihren Kurs nicht verändern? Wollt Ihr uns verarschen?

Ja, jetzt werden Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Die FDP diktiert schon mal, was alles nicht verhandelbar ist. Und die Grünen werden auch am Kabinettstisch Platz nehmen, die Partei, die unserer Gesellschaft in vielerlei Hinsicht großen Schaden zugefügt hat, die Verbotspartei, die aber verhindert hat, das zigtausende widerrechtlich hier lebende Nordafrikaner abgeschoben werden konnten.

Ich bin sowas von wütend, wenn ich diese Beschwichtigungen heute aus der Bundestagsfraktion höre, diese Arroganz und diese Ignoranz. Wenn schon nicht Respekt vor ihren Mitgliedern und tapferen Wahlkämpfern, dann wenigstens vor den eine Million zur AfD abgewanderten und den eine Million zur FDP abgewanderten Wählern. Langjährige treue Wähler, die IHRE ALTE CDU nicht mehr wiedererkennen. Ich verstehe inzwischen, was Wutbürger sind. Ich bin selbst einer…

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Dieser Artikel wurde 17 mal kommentiert

  1. Ruth Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,

    ja, leider – die CDU Spitze hat nichts, aber auch gar nichts verstanden und das ist das wirklich erschreckende an diesem Wahlergebnis.

    Weiter wie gehabt! Komisch dass die SPD nicht mehr mitmachen mag, es hat doch alles so gut geklappt!

    Und jetzt? Allein anzudenken, eine Koalition mit den Grünen eingehen zu wollen? Bleibt nur zu hoffen, dass dieser krampfhafte Versuch des Machterhaltes nicht klappt.

    Und auch bei Neuwahlen – wenn Frau Merkel wieder „kandidiert“, wird das Ergebnis womöglich noch drastischer ausfallen, so lange, bis sie versteht und endlich Konsequenzen zieht!

    Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist, wenn der Bundespräsident Frau Merkel nicht vorschlagen würde oder der Bundestag sie eben nicht wählen würde? Viel Wunschdenken, das gebe ich zu, aber ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.

    In diesem Sinne,
    Es ist noch nicht vorbei!

  2. colorado 07 Antworten

    Die halten alle an ihren Posten fest, auf „Teufel komm raus“. Das Wohl des Landes , ihres Landes, zu dem Merkel ja unter Umständen gar nicht mehr gehören will, ist ihnen schnuppe. Die Stimmenverluste waren offensichtlich doch noch zu gering, um ein Umdenken einzuleiten.
    Und nun werden sie sich von Gelb und Grün weiteres Tafelsilber abkaufen lassen. Nein, eine CDU, die ihren Namen verdient, ist das nicht mehr.

    • S v B Antworten

      ….und bis ich die einmal wieder wählen werde, wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen.

      Lb frstr Gr (liebe frustrierte Grüße)

  3. Tina Hansen Antworten

    Ich tippe auf ein Scheitern der Koalitionsverhandlungen und Neuwahlen. Allerdings zerbreche ich mir den Kopf, wen die CDU in diesem Fall als Spitzenkandidaten aufstellen könnte. Ausser Jens Spahn vermag mir niemand so recht einzufallen.

    • S v B Antworten

      Wenn Ähnliches in einem Wirtschaftsunternehmen oder einer Klinik geschieht – nämlich, dass der Inhaber/Geschäftsführer/Vorstand/Chefarzt niemanden neben sich hochkommen lässt, ja absichtlich alle Nachfolgekandidaten um sich herum weg beißt – kann es eines Tage zu unberechenbaren Turbulenzen kommen. Die Zukunft des Unternehmens/der Klinik könnte sich eine Zeitlang also unnötig schwierig gestalten. Immer ist der „Chef“ damit gut beraten, sich beizeiten einen geeigneten Nachfolger heranzuziehen, damit dieser im Fall des Falles kompetent und erfahren genug ist, den „Laden“ ohne Verwerfungen in die Zukunft zu führen. Schon die Unwägbarkeiten des menschlichen Lebens fordern dies doch dringend ein. Für Merkel als Vorstand unseres Landes gelten solche Regeln allerdings nicht. Das kann m E. nicht alleine mit Starrsinn und Machtbesessenheit erklärt werden. Es spricht – trotz ihres akademischen Titels – nicht gerade dafür, dass sie die Gabe rationaler Voraussicht für sich reklamieren kann. Und, man staunt nicht schlecht, nur wenige hat’s bislang gestört.

  4. Uwe_aus_DO Antworten

    Ich teile Klaus Kelles Meinung, so wie er sie hier äußert, voll und ganz. Was mir aber fehlt, ist ein Plan, das zu ändern.

    Ich kann mir schon denken, was viele Mit-Kommentatoren jetzt sagen: „Ist doch klar, AfD wählen“. Ich habe hier schon oft erklärt, warum ich das für eine schlechte Idee halte. Und hatte vorhergesagt, dass, wer AfD wählt, Rot-rot-grün bekommen wird – ok, nun wird es wahrscheinlich Jamaika, das ist aber kaum besser. Außerdem hat diese Partei jetzt genug damit zu tun, sich selbst zu zerlegen, ganz nach dem Vorbild der Statt-Partei, der Piraten usw.

    Was also tun? Uns fehlen Menschen in der CDU, aus der CDU, die jetzt mutig sind. Notfalls die eigene Parteikarriere aufs Spiel setzen, aber mithelfen, einen Stein ins Rollen zu bringen. Menschen wie Friedrich Merz dazu bewegen, in die aktive Politik zurückzukehren.

    Ich habe die Düsseldorfer Abgeordnete Sylvia Pantel nach meinen Kräften unterstützt, und bin froh, dass da wenigstens eine in der Fraktion sitzt, die sich dem heutigen CDU-Mainstream nicht stromlinienförmig anpasst. Hoffentlich gibt es da bald noch viel mehr.

  5. S v B Antworten

    Ich hatte so sehr gehofft, dass die AfD – die auch für mich wahrlich (noch) keine „Traumpartei“ darstellt – näher an die magische 20 herankommen würde. Der Grund: mir war im Vorhinein schon klar, dass selbst ein Ergebnis wie das nun vorliegende bei keiner der etablierten Parteien zu einer Richtungskorrektur führen würde. Genau aus diesem Grund habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten nichts unversucht gelassen, die für mich irgendwie erreichbaren Wähler davon zu überzeugen, dass sie – einmal nichtachtend eventueller Vorbehalte – ihr Kreuz bei der AfD machen sollten. Mehr als einmal habe ich auch in diesem Blog darauf hingewiesen, dass man doch bitte davon absehen möge, die Protest-Stimmen immer weiter „aufzudröseln“ zwischen AfD, FDP und gar gänzlich unbedeutenden Splittergruppierungen.

    Endlich, endlich, nach vier unerträglich langen Jahren, hatten wir wieder die Wahl. Dabei hätten wird alle wissen müssen, wie es nach dem letztlich vorhersehbaren Merkel-„Sieg“ weitergehen würde. Wir kennen sie doch.

    Nun frage ich: warum in aller Welt haben so viele Wähler nicht alles, was in ihrer Macht stand, dafür getan, dass die gar nicht mal so übel schmeckenden, leicht gleitenden Dragees, welche die Wahl-„Gewinner“ zur Zeit schlucken, durch unförmig große, abscheulich bittere, nicht ummantelte und darum sehr schlecht rutschende Tabletten ersetzt wurden? Die bittersten Mittelchen heilen bekanntlich am besten. Vielleicht hätte man mit 5 Prozentpunkten mehr für die AfD Merkel überzeugender zum Rücktritt animieren können. Und Seehofer am besten gleich mit. Markus Söder, melden Sie sich!

  6. Helmut Urbahn Antworten

    Werter Herr Kelle,

    Herr Laschet hat doch Recht, die CDU muß sich nicht ändern, dann wird sie der SPD in Richtung Bedeutungslosigkeit ganz gewiß nachfolgen.
    Und zu den widerrtechtlich hier lebenden Nordafrikaner folgendes:
    Laut stat. Bundesamt lebten in Deutschland bei Merkels Amtsantritt etwa eine halbe Million Menschenhier, die keinen Aufenthalsttitel hatten. 2015 nach 10 Jahren Merkel waren es 3,5 Millionen. das ist natürlich eine wirklich herausragende Leistung von Frau Merkel.

  7. Juvenal Antworten

    Lieber Herr Kelle,
    Leider muss ich – obwohl ich diesen Blog sehr schätze – Ihnen sagen, dass auch Sie nichts verstanden haben, wenn Sie die CDU mal wieder gewählt haben.
    Die Parteien, auch die CDU, verstehen nur eine einzige Sprache: Futtertröge füllen oder nicht füllen. Sie haben den Futtertrog für weitere 4 Jahre gefüllt. Dann braucht man nix ändern.

    • Klaus Kelle Antworten

      Wenn Sie, lieber Juvenal, meinen Blog schätzen und regelmäßig hier lesen: wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee, dass ich am Sonntag Angela Merkel gewählt habe?

  8. Wolfgang Andreas Antworten

    Lieber Herr Kelle,

    gut, daß es Sie und diesen Blog gibt.
    Gestern war bei uns „CDU-Familienfest“, Tradition seit Jahrzehnten. Anwesend waren zu 95% die „alten CDU-Kämpfer“! Gedrückte Stimmung. Es gab sogar kritische Worte des Vorsitzenden; aber der Bundestagabgeordnete fehlte; es kam der Landtagsabgeordnete; den habe ich nicht mehr gehört. Hofffentlich hat er nicht Laschet mit seinem “ Weiterso“ zitiert; das hätte auch noch die restlichen Getreuen nach Hause geschickt. Leute, Leute, wohin ist die CDU hingezerrt worden?

  9. Beate Grümmer Antworten

    Hallo Herr Kelle,
    ich bin auch eine Wutbürgerin und stehe auch dazu, denn ich sehe unser Land mit den vielen fleißigen und ehrlichen Bürgern wird von einer machtgeilen Gruppe vor die Wand gefahren ohne Rücksicht auf Verluste. Der Schweinestall bleibt der gleiche nur die Schweine ändern sich. Bei der Mästung wollen die nur an den Trog und das Volk ist egal. Wir werden die Asylanten nicht mehr los und die lassen weiterhin noch
    immer mehr rein und wir zahlen und zahlen. Man kann ja die Steuern
    erhöhen. Wenn die nichts mehr bekommen machen die den Krieg bei uns.
    Lieben Gruß Beate Juncker

  10. Klaus Hilbert Antworten

    Nur Machterhalt (und Pöstchen) zählen. Auch wenn dann die Grünen mit regieren. Eine Partei, die vor gar nicht so langer Zeit in den Wahlkampf zog mit der Forderung, Sex mit Kindern straffrei zu stellen: „Man gönnt sich ja sonst nichts!“

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