Was werden die Bürgerlichen nun mit der neuen Stärke anfangen?

Hatten Sie den Namen Elke Twesten vor dem gestrigen Tag schon mal gehört? Also ich nicht… Die grüne Hinterbänklerin im niedersächsischen Landtag, die in ihrer Partei wohl keine Zukunft mehr hatte, erklärte, dass sie zur CDU wechseln werde. Damit ist die rot-grüne Landesregierung erledigt, und das ist grundsätzlich erst einmal gut.

Mit ein wenig Disziplin bei der Abstimmung könnte in Kürze eine schwarz-gelbe Ein-Stimmen-Mehrheit die Amtgeschäfte in Hannover übernehmen. Dann gibt es Neuwahlen, die Bürgerlichen gewinnen, die AfD zieht auch in den Landtag ein (sofern sie es dieses Mal hinbekommen, die Kandidatenaufstellung fehlerfrei zu organisieren)… und so weiter. Mit der AfD wird keiner koalieren, aber im Landtag wird es eine Verhinderungsmehrheit geben, die manchem linken Stumpfsinn ein Ende setzen kann. Wenn man denn will, denn genau das ist überall das Problem.

Die CDU kann wieder Wahlen gewinnen. Erst eine überzeugende Wiederwahl im Saarland, dann zwei SPD-Länder mit Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen geknackt. Wer hätte das vor einem halben Jahr für möglich gehalten? Doch was werden sie jetzt mit ihrer neuen Macht tun? Die Fördermittel für Gender streichen? Die kommunalen Gleichstellungs-Beauftragten abschaffen? Ein Landes-Betreuungsgeld für die Familien schaffen? ie Innere Sicherheit deutlich verstärken?

Mein Vertrauen in die positive Gestaltungskraft der bürgerlichen Parteien in Deutschland hat in den vergangenen Jahren gelitten. Ich würde mich freuen, wenn sie mich mal wieder positiv überraschen.

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Dieser Artikel wurde 30 mal kommentiert

  1. Christian Konrad Adleff Antworten

    Von „Stärke“ kann überhaupt noch nicht die Rede sein, denn noch ist nichts Spürbares(!) passiert. Vielleicht eher vom „formal verhaltenen Erstarken“ der Bürgerlichen.

  2. Martin Heine Antworten

    Lieber Herr Kelle,
    bezeichnen Sie die CDU noch als bürgerliche Partei?
    Bürgerlich war meiner Meinung nach die CDU mal vor der feindlichen Übernahme durch Angela Merkel und die FDP als Klientel- und Opportunistenpartei kann es auch nicht sein.
    Die AfD ist die derzeit einzige Partei die ich als bürgerlich ansehe.
    Ich wäre froh,die CDU wäre noch eine bürgerliche Partei wie sie es früher einmal war.
    Gruß
    Martin Heine

    • Uwe_aus_DO Antworten

      Sehr geehrter Herr Heine,

      ich folge Ihnen insoweit, wenn wir sagen, Angela Merkel hat große Teile des Kern-Programms der CDu gekapert und sie von einer bürgerlichen Partei nach links abgerückt. Nicht umsonst krebst die SPD bei 20 – 25 % herum.

      Aber die AfD ist für mich auch keine bürgerliche Partei (mehr); sie ist nicht rechts, sondern rechtsradikal. Bei der Europawahl habe ich sie noch gewählt (was ich heute schwer bedaure, vor allem wenn ich Frau von Storch sehe), jetzt ist sie für mich ein no-go. Und mitregieren werden sie so oder so nicht – gottseidank.

      • Martin Heine Antworten

        Sehr geehrter Uwe aus DO,

        man muss kein Freund der AfD sein,allein schon wegen einigen Personen in dieser Partei. Die AfD als rechtsradikal zu bezeichnen finde ich aber nicht in Ordnung, ich sehe die AfD als rechtskonservativ wie es die CDU vor ca.15 Jahren einmal war. Das ist genau die Lücke die Merkel mit ihrem Linksrutsch gerissen hat.
        Mit einer echten Opposition im Bundestag wäre z.B. eine Abstimmung zum NetzDG-Gesetz mit nur 34 Abgeordneten, wie erst kürzlich geschehen, nicht möglich gewesen.
        Gruß
        Martin Heine

        • S v B Antworten

          Ich stimme Ihnen voll zu, Herr Heine. Übrigens ist mir nie zuvor die Wahlentscheidung so leicht gefallen. Ich wähle die CDU/CSU, die ich einmal kannte. Alles klar?

  3. Tina Hansen Antworten

    Num wird erst mal Frau Merkel wieder Kanzlerin
    Mit meiner Stimme, mit Ihrer Stimme, lieber Herr Kelle. Und dann schauen wir mal

    • S v B Antworten

      Ihre Worte klingen ja alles andere als hoffnungsfroh, liebe Tina Hansen. Angesichts Ihrer Wahlentscheidung will ich dennoch gerne hoffen, dass Ihnen, Herrn Kelle sowie vielen Millionen weiterer CDU/CSU-Wähler im Verlauf der dann vierten Merkelschen Kanzlerschaft manch herbe Enttäuschung erspart bleiben möge.

      Schönes, hoffentlich etwas kühleres, Wochenende und herzlichen Gruß!

      • Klaus Kelle Antworten

        Liebe S v B, nur mal zur Klarstellung: Ich bin Mitglied der CDU, weil das seit vielen Jahren meine politische Heimat ist. Aber denken ist erwünscht, wie Sie wissen, und ich werde Frau Merkel im September aus oft genannten Grünen nicht wählen…. Schönen Sonntag noch!

      • Tina Hansen Antworten

        Liebe SvB, tatsächlich bin ich alles andere als hoffnungsfroh, dabei auf herbe Enttäuschungen gefasst. Sowohl bei der Europawahl als auch bei den Kommunalwahlen hier in Niedersachsen habe ich zuletzt Afd gewählt. Allein das Schreckgespenst R2G beeinflusst meine Wahlentscheidung im Bund. Unglücklich bin ich damit, tief zerrissen

  4. Alexander Droste Antworten

    Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
    Und CDU im Bundestag bedeutet Merkel zur Kanzlerin, bedeutet „es gibt keine Obergrenze“, bedeutet weitere Kriegstreiberei gegen Russland und vieles mehr, was ich nicht gutheißen kann.
    AfD? Ist das Selbe mit Abstrichen. Deutsche Mitte ist die Partei, die als einzige Ethik im Programm hat. Sie steht jetzt auf der Liste in 10 Bundesländern.

      • Alexander Droste Antworten

        Nun ja, 30% wäre für den Anfang gewiss zu viel. Aber es wäre schön, wenn deren Anliegen in der Öffentlichkeit Beachtung bekämen. Es gibt viele Tatsachen, die hierzulande bewusst verschwiegen werden. Die Ethik besteht als erstes darin, die weggelassenen Fakten aufzutischen. Ansonsten gäbe es einige Neuerungen, über die teilweise bereits in anderen Parteien diskutiert werden, und andere, die revolutionär wären, ohne dass irgendwer einen Nachteil davon hätte, im Gegenteil, es gäbe unzählige Win-Win-Situationen. Die Welt könnte liberaler, sozialer, freundlicher und produktiver werden, allein aus der Situation heraus, dass Wettbewerb nicht mehr mit Verdrängung zu tun hätte sondern mit kooperativer Entwicklung der Menschheit bis ins kleinste Glied.

        Wenn ich jetzt z.B. sage, es gäbe mehr Respekt gegenüber anderen Nationen und Toleranz gegen deren Vorstellungen einer Gesellschaftsordnung, so gibt es gewiss den Einwand, dass andere Nationen nicht so freundlich und gerecht wären. Stimmt. Aber mit guten Beispiel voran gehend kann es Schule machen, Nachahmer finden. Was spräche dagegen, dass auch Obdachlose ein Obdach finden und ein würdiges Dasein bekommen, wie es ihnen das Grundgesetz verspricht? Was spräche dagegen, dass man auch mit Regenten wie Putin oder Assad in einen solchen Dialog kommt, dass gegenseitiges Vertrauen aufkommt und konstruktive Kritik angenommen werden kann. Ich bin mir nicht sicher, dass unsere derzeitige Politik, unsere Regierung unter Merkel respektvoll und konstruktiv ist. Noch weniger traue ich das unserem Verbündeten auf der anderen Seite des großen Teiches zu.

        Verschenkt ist jede Stimme an solche Regierungen, die mit Doppelzüngigkeit redet und mit Doppelmoral handelt, so wie es die Bundesregierung ganz offensichtlich tut. Sonst gäbe es diese Diskussionen hier im Blog nicht.

        • S v B Antworten

          Herr Droste, Sie schildern geradezu paradiesische Zustände. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Welt nicht in Ihrem Sinne tickt.

          Wenn ich bedenke, wie mühsam es bisweilen alleine schon für mich ist, meinem selbstverordneten „Think big“ im persönlichen Umfeld so gerecht als möglich zu werden. Unter „meinem“ Think big verstehe ich: möglichst achtsam mit sich und anderen umzugehen, angemessene Harmonie zu leben und zu fördern, ohne dabei ethische Grundsätze über Bord zu werfen, um Verständnis bemüht zu sein, zu Vergebung bereit zu sein, kurzum, sich letztlich selbst das Geschenk zu machen, welches darin besteht, dass man allmorgendlich ohne Scham oder Groll seinem Spiegelbild gegenüber treten kann. Wie sollte das alles in einem größeren, ja schließlich weltumspannenden, Kontext funktionieren?
          Da heißt es dann wohl, sich auf das Mögliche zu beschränken. Leider.

        • Alexander Droste Antworten

          Gut Ding will Weile haben. Der Wille des Menschen ist sein Himmelreich. Bildung ist der Schlüssel und Transparenz der entscheidungstragenden Gremien. Bis eine selbsttragende Ordnung funktioniert, braucht es gewiss entschlossenes Handeln. Rigides Durchgreifen wird dann akzeptiert, wenn es angekündigt wird und gerecht nach Gesetz durchgeführt wird. Die Menschenbenötigen Klarheit und Führung durch Vorbild. Das alles erfüllt die Politik nicht mehr glaubwürdig, was mehr als deutlich ist.

          Das Paradies finden wir nur und ausschließlich in uns selber. Das habe ich als Christ verinnerlicht. Wenn ich mit mir im Reinen bin, dann auch mit meiner Umwelt. Aber solche Philosophien verstehen nur wenige. Die Erwartung ist, dass der Andere mein Paradies zu sein hat.

          Politik ist nicht dazu da Paradiese zu schaffen, sondern es den Menschen zu ermöglichen, sie in sich zu finden. Überhaupt soll der Staat alles ermöglichen, was den Menschen nützt und er hat die Schwächen vor den Starken zu schützen, wenn es die Starken nicht können, großherzig zu sein. Politik hat Ordnung zu schaffen und nicht Chaos. Unsere Eliten können es nicht.

    • S v B Antworten

      Die von Ihnen favorisierte Kleinstpartei sowie Ihre ethische Gesinnung in allen Ehren, lieber Herr Droste, aber gerade bei dieser so enorm wichtigen, zukunftsweisenden Wahl (die mitunter sogar als Schicksalswahl bezeichnet wird), sollten Sie Ihre Stimme nicht nutzlos verschenken. Bitte, bitte!

      Übrigens bin ich mir sehr sicher, dass den meisten – wenn nicht allen – der hier am Blog Teilnehmenden das Thema Ethik ebenso am Herzen liegt wie Ihnen. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass jeweils doch die im gewünschten Sinne am wirkmächtigsten erscheinende Option gewählt wird, die dann im politischen Alltag auch etwas bewegen kann. Gewiss gehört auch die Deutsche Mitte – wie eine Vielzahl anderer – noch nicht in dieses bunte Parteien-Bouquet. Auch für die Deutsche Mitte ist die Zeit wohl noch nicht gekommen.

      Lieben Gruß, S v B

  5. Tina Hansen Antworten

    Lieber Herr Droste, neulich dachte ich an Sie, als ich in der Innenstadt von Hannover einen Stand Ihrer Partei sah. Auch ich fürchte, dass es sich um verschenkte Stimmen handelt. Lieben Gruß!

      • S v B Antworten

        Eben gerade nicht, Herr Droste. Das Wahlvolk nach vier langen Jahren endlich einmal wieder Gelegenheit, selbst seine Alternativen zu wählen. Da wäre es ein eklatanter Fehler, wenn wir Wähler uns, trotz der festen Absicht, der gefühlt ewigen Merkelschen Alternativlosigkeit endlich ein Ende zu bereiten, bei dieser BT-Wahl „ver-wahlzetteln“ würden. Will heißen, dass die konservative „außerparlamentarische Opposition“ zur fragwürdigen Politik der vergangenen Jahre gut daran täte, ihre Stimmen in nur einer Partei zu bündeln, welche eine akzeptable konservativ ausgerichtete Politik vertritt. Die in Vorwahlzeiten oft plötzlich aus dem Boden schießenden Wendehälse in den Altparteien können mich dabei nicht beeindrucken. Nach – viel zu – vielen links-grün gefärbten Jahren sehen sich immer größere Teile der Wählerschaft einfach nur wieder nach einer konservativen politische Heimat. Ist dieser Wunsch nicht verständlich?

        • S v B Antworten

          Korr.: 1. … Das Wahlvolk HAT nach vier langen Jahren…
          2. ….gefärbten Jahren SEHNEN sich immer größere…
          SORRY!

          • Tina Hansen

            Liebe SvB, Sie wissen, wie sehr ich Sie schätze. Und ich verstehe auch Ihre Wahlentscheidung. Aber die Afd ist eben auch die Partei eines Hoecke. – Ein Bekannter von mir, Oberstleutnant a.D., ein sensibler Konservativer, trat in die Afd ein und nach vier Wochen Arbeit an der Basis entsetzt wieder aus. Ich wünsche mir weiterhin die alte Union zurück. Was nur tun?

  6. Uwe Hoffmann Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,
    leider verkennen Sie noch den sozialisierenden Effekt des edelkommunistischen Vaterhaus (Erfinder der ´Christen im Sozialismus`), der aktivbraven Jungpionier- und Thälmannpionierkindheit, des aktiven FDJ-Funktionnärsdaseins, der Nachwuchs- und später Resevekaderkarriere auf unserer Frau Dr. (DDR). Sie ist wie sie ist! Dass sie im Dezember 89 sich mit Herrn RA (DDR) Schnurr (dieser zufällig ein IM) zusammengetan hat, spricht doch für sie.

    Meine Großmutter sagte immer, sie erkenne ihre Schweine am Gang. Und ich erkenne meine Ex-Funktionäre nicht nur an ihrer Sprachunbeholfenheit. Ich habe diese Menschen ab Mai 1970 (!) als ´Staatsfeind´im Detail studieren dürfen.

    Solange die CDU sich nicht eine neue Führungsspitze aufbaut, geht das Drama Deutschland der 2010er Jahre weiter. Und unser bayrischer Bettvorleger sollte auch auf den Speicher abgelegt werden – wir haben hier einige sehr vernünftig denkende Herren (und Damen), aber derzeit ist lautes Denken karriereschädlich, schmerzhaft, teurer und ggf. auch gefährlich.

  7. Uwe Hoffmann Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,
    leider verkennen Sie noch den sozialisierenden Effekt des edelkommunistischen Vaterhaus (Erfinder der ´Christen im Sozialismus`), der aktivbraven Jungpionier- und Thälmannpionierkindheit, des aktiven FDJ-Funktionnärsdaseins, der Nachwuchs- und später Resevekaderkarriere auf unsere Frau Dr. (DDR). Sie ist wie sie ist! Dass sie im Dezember 89 sich mit Herrn RA (DDR) Schnurr (dieser zufällig ein IM) zusammengetan hat, spricht doch für sie.

    Meine Großmutter sagte immer, sie erkenne ihre Schweine am Gang. Und ich erkenne meine Ex-Funktionäre nicht nur an ihrer Sprachunbeholfenheit. Ich habe diese Menschen ab Mai 1970 (!) als ´Staatsfeind´im Detail studieren dürfen.

    Solange die CDU sich nicht eine neue Führungsspitze aufbaut, geht das Drama Deutschland der 2010er Jahre weiter. Und unser bayrischer Bettvorleger sollte auch auf den Speicher abgelegt werden – wir haben hier einige sehr vernünftig denkende Herren (und Damen), aber derzeit ist lautes Denken karriereschädlich, schmerzhaft, teuer und ggf. auch gefährlich.

    • S v B Antworten

      Vielleicht wollen die vielen von Merkel politisch und teilweise auch existenziell Abhängigen das alles nur nicht wahrnehmen bzw. -haben. Ein ungutes Gefühl hat sich gewiss längst schon des einen oder anderen CDU/CSUlers bemächtigt – immerhin gibt es ja so manchen kluge Kopf unter ihnen -, aber keiner traut sich, die unverkennbaren Zusammenhänge, die Sie hier so gut verdeutlichen, einmal öffentlich zu thematisieren. Das Duckmäusertum in unserer politischen Landschaft ist inzwischen unerträglich geworden. Ein Hineingrätschen am 24. September scheint unumgänglich.

    • Uwe Hoffmann Antworten

      Ich bitte um Entschuldigung bezüglich der Tippfehler, aber als fast Blinder sehe ich den Bildschirm wie durch Schlierenglas. Da passiert solches leider.

      • S v B Antworten

        Ihr Text ist doch völlig in Ordnung, Herr Hoffmann; formal wie auch inhaltlich, will ich meinen. Danke!

  8. Wolfgang Andreas Antworten

    Lieber Herr Kelle,

    die Siege der CDU sind doch nur deshalb zustande gekommen, weil man den totalen Linksrutsch mit Rot-Rot-Grün befürchtete und Konservative sie zähneknirschend wählten. Die linksgeschobene CDU hat sich mitte- rechts (!) heimatlos gemacht, was ihr das Genick brechen könnte! Die SED-Nachfolger sind mit Hilfe der Presse hoffähig gemacht und a l l e etablierten Parteien hauen auf der AFD herum – offenkundig zur Sicherung ihrer Pöstchen. Der CDU/CSU kann man nur mit Bertolt Brecht zurufen: Die dümmsten Kälber suchen sich ihre Schlächter selber!

  9. S v B Antworten

    @Tina Hansen

    Was tun? Vermutlich muss man den Damen und Herrn der CDU/CSU einfach mal einen ordentlichen Schrecken einjagen, damit sie endlich wieder in die gute alte rechte Mitte rücken, also genau dorthin, wo sie der konservative Wähler jahrzehntelang zuverlässig verorten konnte.

    Ich denke, dass diese Wahl für längere Zeit die letzte Möglichkeit darstellt, den schon überfälligen heilsamen Schockeffekt auszulösen. Sollte dies nicht gelingen, scheinen – mir jedenfalls – Hopfen und Malz in diesem Land auf lange Zeit – wenn nicht gar endgültig – verloren.

    Mit meiner Wahlentscheidung hoffe ich, dazu beitragen zu können (wenn auch noch so wenig), dass die CDU/CSU letztlich wieder die (liberal-)konservative Politik macht, für die sie einmal stand. Die konservativen Kreise der beiden Schwesterparteien sind doch inzwischen völlig verstummt. Das sollte man ihnen nicht einfach so durchgehen lassen. Ich jedenfalls werde dies nicht tun.
    Lieben Gruß!

  10. Otto Normalverbraucher Antworten

    Leider werden wir wohl bei der Wahl erleben müssen, dass die von Frau Merkel entkernte und nun in Richtung linkspopulismus bewegende CDU wieder die Kanzlerin stellen wird. Dies wird so passieren, egal in welcher Koalition. Hauptsache ihre Macht ist gesichert. Ich bin nicht der Meinung, dass die Wahl einer alternativen Partei eine verschenkte Stimme ist, vielmehr ist es das Wesen der Demokratie. Und jede Stimme, die nicht für Merkel und ihre Vasallen bei SPD, CSU, FDP oder Grüne landet, ist ein Gewinn für dieses Land. Merkel hat dieses Land auf den Weg zum nächsten Untergang gebracht. Diesmal ohne Krieg mit der Infiltration kulturfremder Invasoren in die Sozialsysteme. Das wird dieses Land in kurze Zeit ruinieren. Gut das meine Zeit nur noch begrenzt ist und ich keine Kinder habe. Um die würde ich mir große Sorgen machen.

    • Tina Hansen Antworten

      Natürlich wird Frau Merkel wieder Kanzlerin. Und sie ist mir ehrlich gesagt immer noch lieber als Schulz. Aber wenn man eine konservative Opposition im Parlament möchte, die Stimme besitzt, sollte man nicht auf Kleinstparteien ausweichen. Angst vor der Zukunft habe ich übrigens auch mit Blick auf das völlig chaotische Verhalten eines gewissen Herrn in Washington. Die politische Lage insgesamt ist ernst, sehr ernst. Ein bisschen mehr „Germany first“ könnte uns tatsächlich nicht schaden.

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