Also tot ist Epstein, aber jetzt gibt es schon die nächste Frage…
Vor ein paar Tagen habe ich mich hier festgelegt, und ich stehe auch heute zu meiner Aussage, dass ich es für wahrscheinlich halte, dass der Sexualverbrecher Jeffrey Epstein in seiner Gefängniszelle umgebracht wurde. Beweisen kann ich es natürlich nicht, aber je mehr Einblick wir alle in die vergangene Woche veröffentlichten über drei Millionen Dokumente zu dem Fall bekommen, desto sicherer ist es für mich, dass bei einer solchen monströsen Geschichte etwas nicht stimmt.
In der vergangenen Woche habe ich mich in mehreren Beiträgen auf meinem Nachrichtenportal TheGermanZ damit beschäftigt, auch mit der NIUS-Kommentierung von Julian und den seltsamen Todesfällen im Umfeld des Verbrechers Epstein.
Heute möchte ich Sie hier mit einem weiteren Fall vertraut machen, der vergangene Woche durch die Berliner Zeitung ein überregionales Publikum und viel Aufmerksamkeit gefunden hat.
In den jetzt veröffentlichten Justizdokumenten taucht plötzlich das Thema „Gefangenenaustausch“ im Fall Jeffrey Epstein auf, das schon 2019 nach seinem Tod auf einem viel gelesenen Portal für Verschwörungserzählungen veröffentlicht wurde. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mann namens Roberto Grijalva, der ohne jeden Zweifel Justizvollzugsbeamter im Metropolitan Correctional Center (MCC) war und in Epsteins Todesnacht dort Dienst gehabt hatte.
In einem anonymen Posting hatte Grijalva auf dem Portal 4chan behauptet, Epstein sei damals in den frühen Morgenstunden des 10. August 2019 in einem Rollstuhl aus seiner Zelle transportiert worden, während gleichzeitig ein nicht registrierter Transporter am Gefängnis eintraf. So sei – laut Grijalva – der Multimillionär gegen die Leiche eines anderen Mannes ausgetauscht worden. Und Epstein sei weiter am Leben.
Ich ignoriere solche Geschichten normalerweise nicht einmal
Und ich glaube auch nicht, dass Elvis Presley und Michael Jackson noch leben.
Doch ich kann auch nicht ignorieren, dass Roberto Grijalva zum Zeitpunkt von Epsteins Tod tatsächlich ein hochrangiger Justizvollzugsbeamter im Rang eines Lieutenants im MCC war. Anders als wir alle war er in unmittelbarer Nähe des Geschehens. Und Grijalva ist auch der Mann, der 2019 schon etwa eine Stunde vor der offiziellen Bekanntgabe des Todes von Epstein sein anonymes Posting auf 4chan verfasste. Also zu einem Zeitpunkt, an dem die Welt noch gar nicht wusste, dass er tot ist.
In seinem Beitrag schilderte er damals detailliert die angeblichen Wiederbelebungsversuche und den vermeintlichen Abtransport. Die Tatsache, dass Grijalva über Insider-Wissen verfügte, ist durch digitale Spuren zweifelsfrei bewiesen.
Und – das wird manchen meiner Leser jetzt empören oder zumindest enttäuschen: Durch die neu veröffentlichten Dokumente zu Epstein ist inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen, dass Jeffrey Epstein tot ist. Das FBI und das US-Justizministerium legten die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen, DNA-Abgleiche und die jetzt auch dutzende Leichenfotos vor. Die Theorie eines „Austauschs“ hält einer wissenschaftlichen Prüfung nicht stand.
Doch damit kommen wir – wie oft bei spektakulären Fällen dieser Art – gleich zur nächsten Frage: Warum hat sich ein erfahrener Lieutenant wie Grijalva mit seinen Beobachtungen nicht an Vorgesetzte, die interne Revision oder eine Ermittlungsbehörde gewandt? Wollte er sich einen „Spaß“ machen und damit seinen Job riskieren? Oder gab es einen anderen Grund, nicht den Weg eines geschützten sogenannten Whistleblowers zu gehen?
To be continued…