Trump wird immer peinlicher

Präsidenten, Bundeskanzler, Regierungschefs, wie immer sie bezeichnet werden, sind wie sie sind. Mann muss sie so nehmen, wie sie sind, und im Sinne der gemeinsamen Sache versuchen, das Beste daraus zu machen.

US-Präsident Donald Trump ist eine andere Kategorie

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fühlt ich jetzt gerade beleidigt durch Trump,  der in einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender La7 vom  G-7-Gipfel in Frankreich sagte, Meloni habe sie dort um ein gemeinsames Foto „angebettelt„. „Frei erfunden“, schimpfte Meloni, als sie davon erfuhr und bekannte auf X, sie sei  „fassungslos“. Meloni:  „Ich und Italien betteln nie!“

In dem Interview setze Trump sogar noch einen drauf, als er den Reportern erzählte, er habe dem Foto zugestimmt, weil er „Mitleid“ mit Meloni gehabt habe. Diese könne sich „glücklich schätzen“, dass er sich überhaupt mit ihr unterhalten habe.

Nicht zum ersten Mal brüskiert der US-Präsident damit seine engsten Verbündeten auf dem alten Kontinent, so wie er es schon mehrfach auch mit Frankreichs Emmanuel Macron und dem Briten Keir Starmer getan hat.

Meloni: „Ich weiß nicht, warum der Präsident der Vereinigten Staaten sich so gegenüber seinen eigenen Verbündeten verhält…“

Ich weiß es auch nicht, Mit unseren Gegnern Putin, XI und Kim geht er jedenfalls respektvoller um…

 




CDU-Wirtschaftsrat mit Klartext: Dann ändert doch endlich, was getan werden muss!

„Alle Frühverrentungsanreize müssen beseitigt werden!“ Knallharte Worte vom Generalsekretär des einflussreichen Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger. In einem Interview mit der Funke-Gruppe forderte er die Abschaffung gleich mehrerer rentenpolitischer Leistungen:  „Dazu gehört, kostspielige Leistungsausweitungen wie Grundrente, Mütterrente und Rente mit 63 wieder abzuschaffen und das Renteneintrittsalter perspektivisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln.“

Nur so ließe sich das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern langfristig stabilisieren, argumentiert Steiger. Und weiter: „Statt immer neuer Belastungen brauchen wir endlich eine spürbare Entlastung der Beitrags- und Steuerzahler.“

Der demogrfische Wandel stelle die Sozialversicherungen in Deutschland vor „gewaltigen Herausforderungen“.
Alles richtig, lieber Herr Steiger. Aber Ihr seid an der Regierung, Ihr stellt den Bundeskanzler. Und wer der es mit Frau Bas und den Genossen nicht durchbringen kann, dann muss man sich halt einen anderen Partner suchen. Eigentlich ganz einfach…



Warum hat Herr Laue bis heute keinen Hausausweis für den Bundestag?

Seitdem der aktuelle (21.) Deutsche Bundestag seine Arbeit am 25. März vergangenen Jahres aufgenommen hat, wurde acht Mitarbeitern von AfD-Abgeordneten der Hausausweis des Reichstag und damit der Zugang zu den Büros, Sitzungssälen und auch zum hauseigenen Computersystem verweigert. Zuletzt traf es Tobias Laue aus Mülheim an der Ruhr. Er ist dort Kommunalpolitiker, sitzt im Stadtrat und arbeitet für den Dortmunder Bundestagsabgeordneten Peter Bohnhof Doch Laue wird bis heute ein Hausausweis von der Bundestagsverwaltung verweigert. Warum, das weiß er selbst nicht genau.

Vermutlich hängt es damit zusammen, dass er als junger Mann eine Zeit lang des Motorradclubs „Bandidos“ in Bochum war und dass es einen Strafprozess wegen angeblicher häuslicher Gewalt gegen ihn gab, der aber mit einer Einstellung und ohne Verurteilung endete. Doch dazu später…

<strong>Auch eine parlamentarische Demokratie muss Werkzeuge haben, ihre Feinde rauszuhalten</strong>

Das kann nicht ernsthaft bestritten werden, wenn man die deutsche Geschichte kennt und weiß, welche Feinde von Rechts- und Linksaußen die demokratischen Institutionen zerstören und das verhasste „System“ abschaffen wollen. Extremistischen Bodensatz hat es immer und wird es immer geben.

Es sind (uns) nicht alle abgelehnten Personen bekannt. Bei einem weiß man, dass er ein – so die Bundestagsverwaltung – »bedenkliches Maß an Sorglosigkeit« im Umgang mit einem »russischen Einflussagenten« gezeigt habe. Klar, will man nicht nur keine Abgeordneten im Parlament haben, die das miese Spiel fremder uns feindlich gesonnener Mächte spielen und sich dafür auch noch von uns üppig bezahlen lassen. Natürlich will man keine Abgeordneten mit Sympathie für die antifa, die Hamas oder völkisches Geschwurbel im Parlament haben. Aber wenn sie gewählt werden vom Volk, dann kann man es nicht verhindern. Bei den Angestellten schon.

 Tobias Laue ist der jüngste Fall in dieser Reihe

Und um uns ein Bild von ihm zu machen, trafen wir uns zu einem ausführlichen Gespräch. Nicht nur über die Entscheidung der Bundestagsverwaltung, sondern auch über sein Leben, seinen beruflichen Werdegang und falsche und richtige Entscheidungen, die er als junger Mann getroffen hat. Und, das vorweg, es hat mich ratlos zurückgelassen, warum man Herrn Laue einen Hausausweis verweigert.

1989, im Jahr, in dem die Mauer fiel, kam Laue in Mülheim an der Ruhr zur Welt. 173.761 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2025), 30.038 besitzen keinen deutschen Pass, haben einen Migrationshintergrund (19%). Mülheim ist die einzige Großstadt des Reviers, die mehr Wald- und Grünflächen als Verkehrs- und Siedlungsflächen besitzt, und zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität direkt am Fluss aus. Hier ist der historische Stammsitz der Unternehmensgruppe Aldi Süd und die Konzernzentrale des Handelsriesen Tengelmann. Außerdem beherbergt die Stadt zwei renommierte Forschungseinrichtungen: das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung und das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion.

„Ich wuchs wohlbehütet und absolut bürgerlich auf„, erinnert sich Tobi Laue und erzählt von seinen Großeltern, die in Magdeburg/DDR lebten und kurz vor dem Mauerbau 1961 rübermachten in den Westen.

Für Politik hat er sich schon als Junge interessiert, wollte nach dem Abi In der Filmindustrie oder als Mediengestalter arbeiten“, so wie heute Jugendliche irgendwas mit „Games“ machen wollen, bevor sie die Normalität einholt. Laue wird Kaufmann, arbeitet dann zunächst für das Rote Kreuz, bevor er das Thema Sicherheit für sich entdeckt. 2018 gründete er sein eigenes kleines Security-Unternehmen.

Damals war er schon lange Mitglied der Jungen Union (JU), sogar während er Bandido war, der jungen Truppe der CDU, doch wie bei so vielen anderen: mit Angela Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik war die Union für ihn durch. Folgerichtig trat er 2018 in die AfD ein, die „alles vertritt, was die CDU mal vertreten hat“.

In seiner Freizeit war Tobias Laue viel mit seinem Motorrad unterwegs, und als er einmal mit seiner Maschine am Wochenende bei einem Oberliga-Fußballspiel vorbeischaute kam er ins Gespräch mit einem anderen Mann, der ebenfalls Biker war. Der erzählte, dass er Mitglied beim „Bandidos“-Motorradclub in Oberhausen sei und ludt Laue auf ein Bier ins Clubhaus ein. Und so begann die „Rocker-Geschichte“. Laue kaufte sich eine Harley, wurde „Prospect“ (Anwärter) und Member (Mitglied), wechselte dann irgendwann nach Bochum, wo er „Sekretär“ wurde. Der Club ist wie ein Verein aufgebaut auch hier gibt es einen Vorstand.

Er fuhr Motorrad, organisierte für den Club Stadtteilfeste in Bochum. Den Erlös der bei ca. 1500 Besuchern zusammen kam, wollten sie an ein Kinderheim in Bochum spenden, das das Geld ablehnte. Dann boten sie es dem Tierheim an, die gern annahmen.

Es ist wichtig, das alles zu erzählen, um zu verstehen, weshalb sich ein 20-Jähriger Motorrad-Begeisterter bei so einer Gruppe anschließt. „Natürlich waren auch Hitzköpfe dabei“, erzählt Laue und erinnert sich auch, dass es zu Auseinandersetzungen kam, nachdem in der Motorradszene zunehmend „Migranten aufgenommen wurden“ und die Clubs die Kontrolle über Teile der Mitgliedschaft verlor.

Als seine Frau erst ein, dann ein zweites Kind bekam, verschoben sich die Prioritäten im Leben des jungen Mannes. „Das war ein schleichender Prozess“, sagt er, nicht „mehr das, was es war“. Die Szene habe sich „langsam immer negativer entwickelt“. So trat Laue aus, noch bevor er zur AfD kam.

Austreten bei den Bandidos?

Ist das überhaupt möglich aus einem Männerbund fürs Leben und so? „Austreten kannst Du immer“, widerspricht Laue energisch.

Probleme gebe es nur, wenn einer in der Gruppe bei anderen Mitgliedern oder in der Clubkasse noch Schulden hat. Dann müsse das „Glatt gemacht werden“. Aber er hatte keine Schulden.

An dieser Stelle könnte die Geschichte enden, aber nicht, wenn man beschließt, Mitglied der AfD und kommunal ein bekanntes Gesicht der Partei zu werden.

Ein Parteikollege, der den Vorstandsposten von Laue haben wollte, bekam ein Foto in die Hände von Laue mit „Bandidos-Kutte“ und „stach das zur WAZ durch“, der regionalen Tageszeitung. Und die – alte SPD-Regionalzeitung – veröffentlichte das mit wahrscheinlich großem Vergnügen. Seine Partei stand hinter Laue und wenn man in seinem Stadt- aber auch im Landesverband herumhört, niemand ist auch im vertraulichen Gespräch willig, irgendetwas Schlechtes über den Mann zu sagen.

So bekam er den Job beim Bundestagsabgeordneten Bohnhof als Referent für Social Media-Aktivitäten. Um ein Laptop des Bundestages dafür und Zugang zum Computersystem zu bekommen, beantragten sie im Sommer vergangenes Jahres den Hausausweis, auch um Besuchergruppen des Abgeordneten in Berlin begleiten zu können.

Doch dann – „Shit happens“ – ploppte ein neues Problem auf

Denn Tobias Laue wollte sich 2022 von seiner Lebensgefährtin trennen. „Du kennst manchmal Menschen erst dann richtig, wenn Du sie kennst“, erzählt er freimütig.

Als er ihr mitteilte, dass er die Beziehung beenden wolle, ging es heftig rund in seinem Haus, wo beide zusammen lebten. „Ich wurde physisch von ihr attackiert“, erinnert er sich. Und die Frau habe ihm gedroht, wenn er sie verlasse, dann zeige sie ihn an. Und das machte sie: Strafanzeige im Jahr 2022.

Obwohl sie ihn auch geschlagen habe, habe er nie mit Gewalt reagiert: „Ich schlage keine Frau“.  Bei einer dieser Auseinandersetzungen (seine einstige Liebe warf ihm einen Konservendose an den Kopf) rief seine Partnerin die Polizei, ein Streifenwagen rückte aus und sprach am nächsten Tag gegenüber Laue ein Betretungsverbot für zwei Wochen aus. Laue: „Das Haus gehört mir, und ich darf nicht rein. Das ist alles irre.“

Das Strafverfahren, mehrfach vertagte man sich, wurde schließlich eingestellt. Ein Gericht verfügte, dass sie das Haus verlassen muss und er wieder dort wohnt. Laues polizeiliches Führungszeugnis zeigt bis heute nicht einen einzigen Eintrag hat.

Einen erneuten Antrag werden sie wohl nicht stellen, denn die Bundestagsverwaltung kann nach eigenem Ermessen entscheiden, wem sie einen Ausweis gibt oder verweigert. Es gibt keine objektivierbaren Regeln dafür in der Hausordnung.

Bevor wir uns verabschieden eine letzte Frage: Hat irgendwer aus der Bundestagsverwaltung mal das persönliche Gespräch gesucht und Laue wenigstens angerufen. Er lacht auf, niemand habe es auch nur versucht…




Russischer Angriff auf ein Gotteshaus in Kiew

Er redet gern von Frieden und von Verhandlungen, die man jetzt – kreuzen Sie bitte an – a) mit Washinton, b) mit Brüssel, c) mit Selenskyj unbedingt führen müsse. Und immer, wenn Russlands Präsident, ein international mit Haftbefehl gesuchter Kriegsverbrecher, seine nächste „Friedensinitiative“ ankündigt, folgt darauf ein massiver militärischer Angriff mit Drohnen und Raketen gegen Wohnhäuser und kritische Infrastruktur.

Ziel dieser Angriffe ist nicht als nackter Terror gegen die Bevölkerung

Denn deren Widerstand will Putin brechen.

So auch in der vergangenen Nacht, als Russland die Hauptstadt der Ukraine mit 60 Raketen und Marschflugkörpern angriff, darunter die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew.

Bilder der Schäden am jahrhundertealten Höhlenkloster zeigen Flammen auf dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Das Kloster wurde um 1050 im historischen Kiewer Reich gegründet. Es gilt als der älteste und heiligste Klosterkomplex der Region, von dem aus sich das Christentum in der gesamten Kiewer Rus verbreitete.

Für Ukrainer ist die Anlage ein unersetzliches Zeugnis ihrer Jahrhunderte alten Staatlichkeit, Kultur und Geschichte. Der riesige Komplex umfasst unterirdische Höhlen mit Reliquien, den berühmten Lawra-Großglockenturm und die wiederaufgebaute Kathedrale.

In der jüngeren Geschichte steht das Kloster im Zentrum der Trennung der ukrainischen von der russisch-orthodoxen Kirche. Der ukrainische Staat übernahm schrittweise die Kontrolle über Teile des Areals, um den Einfluss des Moskauer Patriarchats zu verringern.

Wenn Sie also mal wieder PR-Fotos von Putin im Netz finden, wie er ehrfürchtig dreinschauend in einer orthodoxen Kirche ein Kerzlein entzündet – lassen Sie sich nicht täuschen! Auch das ist genauso verlogen wie alles andere, was in dieser Zeit aus dem Kreml kommt…

 




Gut, dass sich Sport-Prominente „outen“ – als Jünger in der Nachfolge von Jesus Christus

Felix Nmecha ist ein Gewinn – für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und für uns alle. Gestern schoss er das erste Tor gegen Curacao und legte so den Grundstein für den fulminenten 7:1-Sieg im ersten Vorrundenspiel der WM.
Nach dem Abpfiff trifft sich Nmecha mit seinem Teamkollegen Jonathan Tah und drei Spielern in den blauen Trikots des Gegners Curacao, die Köpfe gesenkt. Was machen die denn da, so wird mancher Fußballfan vor dem Bildschirm gedacht haben. Weil man das so selten sieht in Deutschland. Die Sportler beteten nämlich gemeinsam.

„Wir sind im Spiel Gegner. Nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder“, erklärte Nmecha dann gegenüber der ARD. Der Profi von Borussia Dortmund weiter: „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird. Deswegen sind wir zusammengekommen und haben zusammen gebetet.“

Fußballprofis, die zu Gott beten, das gibt es in Deutschland nur höchst selten auf dem Rasen zu sehen.

Dann schon eher, wenn Mannschaften aus muslimischen Ländern die Gegner sind, die auf dem Rasen knien, um zu Allah zu beten. Und unser Nationalspieler Antonio Rüdiger empörte deutsche Fans im März 2024, als er zu Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan ein Foto auf Instagram postete, das ihn im weißen Gewand auf einem Gebetsteppich zeigt. Dabei streckte er den Zeigefinger der rechten Hand nach oben und schrieb dazu: „Möge der Allmächtige unser Fasten und unsere Gebete annehmen“. Da war echt was los.

Aber sogleich finden sich in unserer Gesellschaft Verteidiger, die um Verständnis und Toleranz für den Muslim werben.

Eine Toleranz, die gläubige oder – wie das heute heißt „praktizierende Christen“ in unserer rot-grün-woken Gesellschaft nicht erwarten dürfen.
Gläubige Christen, kennen die Bibel
Sie kennen Levitikus 18,22 und 20,13, wo Geschlechtsverkehr zwischen Männern als „Gräuel“ bezeichnet und unter Strafe gestellt wird.
Und sie wissen, dass die Geschichte von Sodam und Gomorra aus der Genesis 19 direkt mit sexuellen Ausschweifungen unter Männern zusammenhängen soll.
Im Römerbrief (1,26-27) benennt der Apostel Paulus gleichgeschlechtliches Verhalten von Frauen und Männern als Folge der Abkehr der Menschheit von Gott. Und im Korinther- und Timotheusbrief (1. Kor 6,9–10 / 1. Tim 1,9–10) gibt es sogenannte „Lasterkataloge“, in denen griechische Begriffe wie malakoi und arsenokoitai auftauchen, die „Knabenschänder“ oder „Homosexuelle“ übersetzt werden.

Also: In der Heiligen Schrift der Christenheit sind homosexuelle Handlungen Verstößte gegen das Naturrecht, meistens aber Sünde.

Nmecha als strenggläubiger, konservativer Evangelikaler weiß das und sagt,  jeder Ruhm und jeder Sieg gebührt Jesus Christus.

Glauben Sie mir, diese Treue zum Christentum gefällt mir nicht nur, sie beeindruckt mich.

Doch der Dortmunder geriet wegen seiner weltanschaulichen Überzeugugen schon oft in die Kritik der modernen Gutmenschen-Blase.

Etwa als er  2023 in seiner Instagram-Story ein Video des konservativen US-Autors Matt Walsh postete. Dieser war mit einem Dokumentarfilm mit dem Titel „What is a woman“ (Was ist eine Frau) bekannt geworden, der sich kritisch mit GenderGaga und Transgender auseinandersetzt.

Nmecha postete einen Ausschnitt, in dem Walsh einen Vater kritisiert, dessen Trans-Kind sein Coming-out hatte. Walsh warf dem Vater vor, mit seinem transgeschlechtlichen Kind tugendhaft wirken zu wollen. Nmecha schrieb dazu damals laut Medienberichten: „Wenn wir nicht sehen, was daran falsch ist.“

Im Juni des Jahres teilte er bei Instagram ein Bild, in dem das Wort „Pride“ mit dem linksgesellschaftlichen Kontext der LGBTQ-Szene mit dem Teufel in Verbindung brachte.

So etwas bringt einem Prominenten keine Freunde beim politischen Juste Milieu, wo jeder Fußballprofi, der sich mit seiner Homoseualität „outet“ öffentlich in den Medien gefeiert wird.

Gut, dass es auch die andere Seite gibt und dass sie den Mut hat, sich als Jünger Jesu zu „outen“.




„Jugendliche“ wieder

Am Samstagabend haben vier „Jugendliche“ in Halle (Sachsen-Anhalt) vier junge Mädchen (13, 14)  in einer Wohnung in Halle vergewaltigt. Zwei der Opfer wurden stationär im Krankenhaus behandelt, zwei ambulant.

Drei strafmündige Verdächtige wurden festgenommen und befanden sich in Gewahrsam, wahrscheinlich sind sie inzwischen wieder raus.

Die Polizei spricht von „einem schweren Sexualdelikt zum Nachteil mehrerer Mädchen“. Mehr wurde nicht bekanntgegeben. Zu den Tätern: „Jugendliche“, wobei man dann immer sofort weiß, um wad für Jugendliche es sind handelt, wenn nicht mehr dazu geschrieben steht

Die „Jugendlichen“ sind Gäste aus Mali und Portugal.




GASTSPIEL PATRICK ZÄUNER: 13 Euro Eintritt für den Kölner Dom?

Der Kölner Dom und ihm folgend wohl auch andere Kirchen werden für den Besuch außerhalb von Messzeiten Eintritt verlangen. Für den Dom sind Preise von bis zu 13 EUR im Gespräch. Die Gier der Kirchenfunktionäre scheint keine Grenzen zu kennen.

Ich empfinde es immer schon als ein Übel, wenn man Kirchen zu Museen degradiert und Eintritt verlangt. Auch wenn das vielerorts üblich ist, so widerspricht es doch meinem religiösen Empfinden, dem tiefen Wunsch, einen Ort der Nähe Gottes aufzusuchen, um im Schatten des Tabernakels mit Blick auf das Ewige Licht mein Herz öffnen zu können.

Die kunst- und kulturhistorischen Schätze, die für vielen den Reiz eines Kirchenbesuchs ausmachen, wurden von vielen Generationen tiefgläubiger Christen unter großen Mühen und mit der Bereitschaft, einen großen Teil ihres oft kargen Einkommens zur höheren Ehre Gottes abzugeben, geschaffen. Sie sind nicht museal, sondern werden von Christen nach wie vor als Teil ihres religiösen Lebens benötigt.

Wer in eine Kirche geht, um sich die Schätze aus Wertschätzung der menschlichen Leistung anzusehen, der hat nicht verstanden, worum es geht. Alles, was in der Kirche Wert hat, soll zu Christus führen. Es soll eine Vorstellung des Himmlischen Jerusalems ermöglichen, katechetisch Szenen aus der Heiligen Schrift und den uns vorangegangen Heiligen erläutern und somit im Glauben stärken.

Wer für den Erhalt dieser Dinge Eintritt verlangt, offenbart damit eine Glaubensferne, wie man sie eigentlich nur von Atheisten her kennt. Das Anliegen, auch Menschen ohne und mit anderem Glauben an die Frohe Botschaft, das Evangelium, heranführen zu wollen, ist nicht gegeben. Man reduziert die Gottesbegegnung auf Zeiten, an denen man seine als Liturgie getarnten Polit-Propagandashows aufführt, zu der die Messen und sonstigen „Gottes“dienste heute regelmäßig verkommen.

Es ist an sich schon ein Unding, Kirchen nicht den ganzen Tag über für Publikumsverkehr geöffnet zu haben. Zwar verstehe ich, dass man die Gotteshäuser vor Vandalismus schützen möchte, aber wenn ich auf einer Wanderung an einer Kirche vorbeikomme, möchte ich kurz reinschauen, ein kleines Gebet verrichten, evtl. eine Kerze anzünden. Die Gitter unter der Empore, wie man sie oft im süddeutschen Raum hat, sehe ich da als möglichen Kompromiss, aber ein völliges Schließen lässt am Sinn des Erhaltes eines solchen Ortes grundsätzlich zweifeln.

Wir sind kein esoterischer Club, der sich mit seinem Geheimwissen abschottet und hin und wieder (sei es über Beziehungen oder für Bezahlung) ein Fenster öffnet. Für Christen gibt es den klaren Auftrag, das Heil zu verkünden und gerade in der heutigen Zeit, wo selbst Kirchgänger kaum mehr Glaubenswissen haben, wäre das eine grundsätzliche Notwendigkeit.

Stattdessen sperren wir die Kirchen für Arme! Wer sich in der heutigen Zeit selbst die einfache Lebenshaltung, immer weniger leisten kann, der soll nun für eine Familie 50 EUR Eintritt in den Dom zu Köln ausgeben? Man bekommt den Eindruck, dass die Stuhlkreischristen, die Verwalter und Veruntreuer im kirchlichen Verkündigungsdienst in erster Linie Strategien zur Fernhaltung von Menschen im Sinn haben, soweit sie nicht direkt vermarktet werden können – sei es ideell oder finanziell.

Was Christus von Geschäften im Tempel gehalten hat, sollten sie aber dennoch vage in Erinnerung halten. Dies zu ignorieren zeigt entweder von völliger Unkenntnis der eigenen Lehre oder aber es zeugt von dem Bewusstsein, sich nicht an sie halten zu müssen. So oder so: Als Vertreter und Verkündiger des Glaubens sind solche Menschen bestenfalls eine Fehlbesetzung.

Der Text von Patrrick Zäuner erschien erstmals hier

 




„Bürgerdialog“ mit Kanzler Merz – nah bei den Menschen geht anders

Ich habe in den vergangenen Monaten mehrfach an dieser Stelle ehrlich bekundet, wie fassungslos ich über die „Performance“ der Regierung des Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU) bin.

Über das Kabinett – mit Ausnahme vielleicht von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) – aber besonders über den Kanzler aus dem wirklich schönen Sauerland. Und ich habe öffentlich bekannt – trotz Wahlgeheimnis –, dass ich bei Bundestagswahlen seit 2009 nicht mehr die CDU gewählt habe, obwohl ich seit meiner Jugend überzeugter und damals auch engagierter Christdemokrat bin. Aber der schleichenden Zerstörung meiner Partei und meines Landes durch Frau Merkel einfach zusehen? No way…

Als Merz dann im dritten Anlauf CDU-Chef wurde, flammte bei mir – wie bei vielen Freunden und Bekannten – die Hoffnung auf, wir könnten die verlässliche und strukturierte Volkspartei der Mitte mit liberalen, konservativen und sozialen Grundbausteinen doch noch wieder zurückbekommen.

Es sollte sich als Irrtum herausstellen…

Ich habe am 23. Februar vergangenen Jahres nach 16 Jahren bei einer Bundestagswahl erstmals wieder die CDU angekreuzt, zwei Kreuze auf dem Stimmzettel hinter der Union, so wie ich es vorher jahrzehntelang gemacht hatte.

Aber ich hätte schon bald darauf wissen können, dass das ein Missverständnis, ein echter Fehler war, als Merz zwei Anläufe brauchte, um im Deutschen Bundestag zum Kanzler gewählt zu werden.

Ja, ich hätte es wissen können

Schon bei seiner ersten Kandidatur als Parteichef, wo man in weiten Teilen der CDU bereit war, Merz zu wählen, aber nicht wusste, wie man mit ihm dran sein würde.

Ein guter Freund, Funktionär aus der Nord-CDU und kein Freund des Ministerpräsidenten Günther in Schleswig-Holstein, erzählte mir von Gesprächen mit CDU-Politikern an der Küste, die die Merz-Ideen gut finden und sogar begeistert von seinen Redeauftritten waren, aber sagten: „Der spricht nicht mit uns…“

Gerade die Funktionärsebene, die Abgeordneten, sie alle wollen bei einer neuen Führung frei nach Heide Simonis (SPD) wissen: Was wird dann aus mir?

Und da kommt nichts

Friedrich Merz ist ein guter Rhetoriker, aber ein erschütternd schlechter Kommunikator.

Helmut Kohl war brillant. Der rief selbst, als er Bundeskanzler war, morgens erst einmal Kreisvorsitzende seiner CDU an, um ihnen persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. Phantastisch! Selbst Frau Merkel, die ich inzwischen verachte für das, was sie der Partei Adenauers und Kohls angetan hat und noch mehr unserem Land mit ihrer irren Flüchtlingspolitik, wusste, wie Macht funktioniert und Volksnähe („Äntschie“). Auch von ihr gibt es viele Geschichten in der CDU, wo sie sich um kleine Dinge bemüht hat, wo sie persönlichen Kontakt suchte und auch half.

Aber Friedrich Merz kann das nicht

Er hat kein Gespür für die Leute. Er ist keiner, den man umarmen oder mit dem man in der Kneipe ein Bier trinken möchte, so wie das der legendäre frühere NRW-Ministerpräsident Johannes Rau von der SPD machte.

Auch als Ministerpräsident ging der meistens jede Woche in seine Stammkneipe „Richter in der Beek“ in Wuppertal, meistens mittwochs und sonntags, um als Privatmann mit Freunden dort Skat zu spielen und Bier zu trinken. Ein Ministerpräsident zum Anfassen, auf jeden Fall zum Ansprechen. Einer aus dem Volk.

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Selbst als Rau Bundespräsident war, ging er gelegentlich in Berlin raus zum Skatspielen.

Und jemand aus seinem direkten Umfeld erzählte mir mal, wie akribisch seine Besuche zum Beispiel in Betrieben vorbereitet wurden.

Da machte der MP irgendwo im Ruhrgebiet eine Runde durch den Betrieb, blieb beim Schweißer oder Werkzeugmacher stehen, um die Hand zu schütteln, und sagte dann so was wie: „Freut mich, Sie wiederzusehen. Wie macht sich denn Ihr Sohn Felix, Matheunterricht läuft? Und hat er noch ein Brüderchen bekommen?“ Da fallen die Leute fast in Ohnmacht: Der Ministerpräsident fragt nach meinem Sohn und weiß sogar noch dessen Namen! Das vergessen Menschen das ganze Leben nicht. Das ist so wie vorgestern beim Papstbesuch in Madrid, wo der Heilige Vater zahlreiche Babys gereicht bekam, um sie zu segnen. One Moment in Time, sang die große Whitney Houston einst…

Und Friedrich Merz?

Der steigt im blauen Designeranzug mit James-Bond-Sonnenbrille in sein Privatflugzeug. Verstehen Sie mich nicht falsch, das kann er machen. Aber „nah bei den Menschen“ – das funktioniert anders.

So wie ja auch Berlins Regierender Bürgermeister – leider auch ein CDU-Politiker – den Matchball zur Wiederwahl im September versemmelt hat, als er beim Stromausfall von 50.000 Haushalten im Südwesten seiner Stadt – wo übrigens ein großer Teil seiner Stammwählerschaft wohnt – nicht gleich am ersten Tag vor Ort war, heißen Tee an die Feuerwehrleute verteilte und Hilfszusagen für die Bürger machte, sondern Tennis spielen ging und das auch erst noch verschwieg.

Es ist atemberaubend für jemanden, der sich wie ich seit Jahrzehnten mit politischer Kommunikation und Kampagnen beschäftigt, das beobachten zu müssen.

Und damit kommen wir noch kurz nach Salzwedel in Sachsen-Anhalt, wo Anfang September möglicherweise einer von der AfD zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wird.

Gut, dass Merz da zum „Bürgerdialog“ fährt, um gute Stimmung zu verbreiten

Im Kulturhaus Salzwedel hatten sich 250 Bürger versammelt, um mit dem Regierungschef zu diskutieren und auch ihre Alltagssorgen und Nöte vorzutragen. Vor laufenden Kameras erzählte Silvia Dronsch (53) aus Suhlendorf davon, wie sie im Frühjahr 2025 von ihren Ärzten die Diagnose (schwarzer) Hautkrebs im Endstadium IV erhalten habe und nun auf die Operation der befallenen Lymphknoten warte. Sie schilderte, dass sie sich nicht einmal mehr ihre eigene Beerdigung leisten könne, und kritisierte die Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem sowie die gleichzeitig diskutierten Pläne, die Politikerbezüge zu erhöhen.

Und wie reagiert der Bundeskanzler?

Der wies die Vorwürfe der Frau schroff zurück, warf ihr vor, falsche Behauptungen aufzustellen, und forderte sie auf, diese „nicht einfach ungeprüft zu wiederholen“. Merz: „Zu keinem Zeitpunkt ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben.“

Das kann er klarstellen, und es ist sogar richtig, aber es war sein Tonfall, mit dem er Frau Dronsch öffentlich abbügelte, der bundesweit für Empörung sorgte.

Eine schwer kranke Frau, die sich sorgt, ob sie ihre eigene Beerdigung noch bezahlen kann, schroff und belehrend abzukanzeln – was ist das für ein Mensch?

Will man so jemanden, der unfähig zu demonstrativem Mitgefühl ist, der Empathie, so er sie empfindet, nicht zeigen kann? Bundeskanzler der Herzen wird Friedrich Merz ganz sicher nicht mehr.

Was würde also ein Berater, ein Pressesprecher, ein Spindoctor dem Kanzler nach diesem Desaster raten?

Ich zum Beispiel hätte gesagt: Ruf die Frau an und entschuldige Dich für den blamablen Auftritt!

Andere hätten die Wagenkolonne mit Merz direkt auf die A2 in Marsch gesetzt, um mit ein paar Blumen – und meinetwegen Fotografen – an ihrer Haustür zu klingeln, sich zu entschuldigen und zu fragen, was er persönlich tun kann, um zu helfen und ihre Lage zu verbessern.

Doch mitnichten

Stattdessen bekam Frau Dronsch im Juni einen Brief aus dem Kanzleramt. Ein Mitarbeiter übermittelte ein Schreiben, das der Krebspatientin „Kraft“ und „Zuversicht“ für ihren weiteren Lebensweg wünschte. Beigelegt war eine Autogrammkarte von Friedrich Merz, auf der er handschriftlich die Widmung „Alles Gute“ hinterlassen hatte.

In diesem Land passieren Dinge, die kann man sich gar nicht vorstellen.

Der „Vorfall“ erinnert an das Jahr 2004 (Hinweis: Im Original stand fälschlich 2024), als Merz, damals einfacher Bundestagsabgeordneter, sein Dienst-Notebook an einem Berliner Taxistand liegen ließ.

Der damals obdachlose Enrico J. fand das Gerät, auf dem sich hochsensible Daten der Bundesregierung und der CDU befanden, auch die private Telefonnummer von Angela Merkel.

Statt das Notebook auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, verhielt sich der Mann ehrlich und gab es ordnungsgemäß beim Bundesgrenzschutz am Bahnhof ab. Als Kontaktadresse hinterließ er die eines Obdachlosenheims.
Vier Wochen später erhielt der Finder ein Paket. Darin befand sich kein Finderlohn in bar, sondern ein von Merz handsigniertes Exemplar seines eigenen Buches über das Ende der Wohlstandsillusion.




Warum mag uns die Welt nicht mehr? Deutschland scheitert krachend bei der Kandidatur zum UN-Sicherheitsrat

Wir werden in den nächsten Tagen mal schauen, was die Analysten und Beobachter als Gründe herausfiltern, weshalb Deutschland wieder einmal gescheitert ist. Aber ich habe so eine Ahnung.

Deutschland stand international mal für die besten Autos auf der Welt, für Maschinenbau, für Oktoberfest und Spitzenfußball. Heute sind wir immer noch eine Wirtschaftsmacht, aber im Abwärtsstrudel. Und natürlich Weltmeister im Moralisieren.

Deutschland ist jedenfalls heute mit seiner Kandidatur für einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen krachend gescheitert. Bei der Abstimmung im Hochhaus am Hudson River in New York verlor die Bundesrepublik gegen Portugal und Österreich schon im ersten Wahlgang.

Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, einst grüne Außenministerin, verkündete das Ergebnis:

Deutschland: 104 Stimmen
Österreich: 131 Stimmen
Portugal: 134 Stimmen

Um in das prestigeträchtige Gremium einzuziehen, hätten wir 127 Stimmen gebraucht.

Ob Frau Baerbock, als sie das Ergebnis verkündete, wohl kurz darüber reflektiert hat, dass auch ihre Amtszeit als Bundesaußenministerin im unseligen Ampel-Kabinett Anteil am Scheitern gehabt haben könnte?

Wir werden es nie erfahren.

Die Bundesregierung – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), aber auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) – haben auf der Weltbühne wieder einmal eine derbe Klatsche kassiert.

Dabei war die Bundesrepublik Deutschland früher insgesamt schon sechsmal als nichtständiges Mitglied im großen Friedensgremium dabei. Noch nie zuvor waren wir bei einer Kandidatur gescheitert – aber heute.

Die Regierung in Berlin hat keine Fortune, werden Kritiker jetzt sagen. Hatte der Bundeskanzler bei Amtsantritt doch versprochen, Deutschland werde eine stärkere Rolle auf der europäischen, aber auch auf der Weltbühne spielen. Und der Sicherheitsrat könnte eine wichtige Rolle beispielsweise bei der Suche nach Lösungen im Ukraine-Krieg oder für die Zukunft im Gazastreifen spielen.

Nur in diesem Gremium können Beschlüsse mit völkerrechtlich bindender Wirkung für die UN-Mitgliedstaaten gefasst werden. Es kann Sanktionen verhängen, Waffenembargos beschließen, Friedenstruppen losschicken und militärische Einsätze legitimieren.

Aber Deutschlands Haltung im Nahost-Konflikt mit seiner klaren Politik pro Israel und im Ukraine-Krieg mit der eindeutigen Unterstützung des von Russland angegriffenen Landes dürfte Stimmen der Araber und der verbliebenen Russland-Kombattanten gekostet haben.

Dem arroganten, aber zahnlosen Tiger Deutschland mal eine Maulschelle verpassen, das dürfte in manchen Länder-Delegationen eine starke Antriebskraft gewesen sein.

Ganz sicher aber werden sich die Kritiker in Deutschland jetzt laut zu Wort melden. Denn immerhin überweist die Bundesrepublik jährlich zwischen 4,4 und 5,1 Milliarden Euro an die UN. Damit sind wir nach den USA der zweitgrößte Beitragszahler überhaupt. Aber zu melden haben wir wenig, und nun mag man uns auch nicht mehr…




„Hart aber fair“: Gut gemeint gestern, aber wieder zu feige, einen von der AfD einzuladen

Als Stammleser wissen Sie, dass ich mich von den öffentlich-rechtlichen Palaverrunden schon vor Jahren weitgehend verabschiedet habe. Manchmal höre oder lese ich danach, dass es etwas Spektakuläres gab, dann schaue ich in der entsprechenden Mediathek nach. Aber freiwillig? No way …

Anders gestern, als ich beim Zappen am späteren Abend zufällig in eine Sonderform von „Hart aber fair“ rutschte … und tatsächlich hängen blieb.

„Was hält Deutschland noch zusammen?“, so das Thema in den sogenannten „ARD-Dialogwochen“, und neben Politikern kamen offenbar dieses Mal nicht ausgesuchte rot-grüne Stichwortgeber, sondern ernsthaft verärgerte Bürger zu Wort.

Was verbindet uns Deutsche eigentlich noch?

Das ist eine gute, ja zentrale Frage, denn selbst in einem konservativen Biotop wie diesem Blog fällt es heute oft schwer, das noch zu erkennen.

Wie viel schwerer ist es dann erst draußen unter den 84 Millionen Bewohnern Deutschlands?

Nehmen uns die da oben überhaupt noch ernst?

Wissen Politiker in Berlin, weiß der Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) überhaupt, woran seine Mitbürger im Alltag fast verzweifeln? Und versteht er, warum er seit Wochen auf dem letzten Platz im allwöchentlichen Politiker-Ranking steht?

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Er und die anderen wissen das, aber sie haben wenige Möglichkeiten, schnell Gravierendes zu verändern, behauptete der frühere SPD-Chef und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, der so langsam zu meinem Lieblings-Sozi avanciert.

Und er erzählte, wie sich die Versammlungen in seinem SPD-Ortsverein verändert haben über die Jahre. Früher, sagte er, da saßen da 150 Leute in einem rauchgeschwängerten Hinterzimmer. Da war die Verkäuferin dabei und der Facharbeiter und Menschen aus der ganzen Breite dieses Landes und redeten sich über Themen aus ihrem Alltag die Köpfe heiß. Heute hocken da eine Handvoll Leute, die nicht einmal ansatzweise den Querschnitt in Deutschland repräsentieren und über die Straße von Hormuz debattieren.

Das kann man machen, denn – auch da haben Gabriel und die frühere Grünen-Chefin Ricarda Lang recht – alles hängt mit allem zusammen.

Wenn der US-Präsident beschließt, den Iran anzugreifen, dann ist das ein ganz praktisches Problem für den Transportunternehmer in Bocholt, der seine Autos morgens tanken und viel mehr dafür bezahlen muss, als er geplant hatte. Trump fragt Deutschland nicht, kein Politiker in Berlin trägt die Schuld daran, aber wir alle müssen unsere Autos tanken können.

Doch die deutschen Politiker bekommen natürlich zurecht auch ihr Fett weg.

Wenn Friedrich Merz im Wahlkampf eine Schuldenbremse verspricht und dann Milliarden rausballert für vermeintlich gute Zwecke, das Geld aber dann dort gar nicht ankommt, dann ist das Betrug am Wähler. Sowas macht man einfach nicht. Doch sie haben es gemacht.

Ich muss zugeben, dass auch Ricarda Lang gar keinen schlechten Eindruck machte in der Runde, sogar davon sprach, dass man in der praktischen Politik immer auch als Grüne bereit sein müsse, Kompromisse zu machen. Auch sie wusste von Besucherinnen ihrer Bürgersprechstunden zu erzählen, wo man ihr sagte, man würde ja gerne die Grünen wählen…aber…

Warum konnte die AfD so stark werden und wird sogar noch immer stärker?

Das beherrschte das letzte Drittel der TV-Runde gestern. Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt vielleicht nur noch bis zum 6. September, bekräftigte das Nein seiner Partei zu jeder Zusammenarbeit mit der AfD. Aber auch er bestritt nicht, dass die Stimmung schlecht sei und die AfD enormen Zulauf verzeichnet.

Genau an diesem Punkt wurde ganz klar, warum die AfD immer stärker und auch gute Sendeformate im Staatsfunk immer unbeliebter werden.

Warum sitzt in einer solchen Runde nicht wenigstens ein einziger Vertreter der derzeit mit Abstand stärksten politischen Partei in Deutschland? Warum reden Sie alle über die AfD, aber niemand hat den Arsch in der Hose, sich direkt, hart aber fair mit der Partei auseinanderzusetzen?