„Timmy“, der Wal: Schwimm endlich weiter!

Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist, aber mir geht die Story mit dem gestrandeten Buckelwal in der Ostsee inzwischen wirklich auf die Nerven.

Ja, ich weiß, Tiergeschichten bringen Abverkäufe und Quoten, das habe ich schon früh in meinem Journalistenleben gelernt. Und gleichzeitig bedauert, dass positive Kindergeschichten nicht annähernd so viele Abverkäufe und gute Quoten bringen. Das allerdings ist nicht die Schuld der bösen Medien, sondern die der Konsumenten.

Während der 13-jährige Junge in Hamburg, der von einem jungen Syrer abgestochen wurde, nicht mehr in Lebensgefahr schwebt, und der 28-Jährige, der in der Düsseldorfer Altstadt wohl ins Koma geprügelt wurde und dessen Handy dann in der Nähe eines Flüchtlingsheims in Mönchengladbach geortet wurde, NICHT die Titelseiten und Nachrichten beherrschen, wissen wir alles über Wal „Timmy“. Und wir entgehen dem ja auch nicht. WELT TV, n-tv, ARD und ZDF – der Buckelwal ist omnipräsent.

Mal ist er verschwunden, mal ist er gerettet, dann steht sein Tod unmittelbar bevor. An manchen Tagen verzweifle ich an meinem Berufsstand…

Und nicht mal hier lasse ich das Thema weg…




Halbtot an der „Kö“: Was passierte Hector L. in der Düsseldorfer Altstadt?

Hector L. war am Freitagabend in der Düsseldorfer Altstadt mit Freunden feiern. So viel weiß man sicher. Doch als seine Eltern am nächsten Morgen feststellten, dass der 27-Jährige nicht nach Hause gekommen ist, machten sie sich Sorgen und informierten die Polizei. Die stellte schnell fest, dass der junge Rheinberger mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus der Rhein-Metropole gebracht worden war und im Koma lag.

Zwei Passanten hatten Hector L. am Samstagmorgen zwischen zwei und drei Uhr auf Höhe der Hausnummer 21 an der Königsallee („Kö“) entdeckt und den Rettungsdienst verständigt. Die Verletzungen des Mannes hätten nicht so dramatisch ausgesehen, sodass die Rettungskräfte zunächst von einem Sturz ausgingen. Doch die Ärzte im Krankenhaus stellten ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, einen Schädelbruch und eine Hirnschwellung fest. Nach Angaben seiner Lebensgefährtin ringt Hector in diesen Stunden immer noch um sein Leben.

Die Polizei hält erstmal alles für möglich, vom Sturz bis zu einer Straftat. Zunächst würden jetzt Überwachungskameras in der Altstadt gecheckt und seine Freunde befragt.

Der aus meiner Sicht entscheidende Aspekt wird von der „Rheinischen Post“ (RP) erst am Schluss des Artikels erwähnt. Journalisten, die ihren Job beherrschen oder wenigstens ernstnehmen, hätten die Geschichte damit begonnen…

Als nämlich Hector L. am Samstagmorgen nicht nach Hause kam und telefonisch nicht erreichbar war, nutzten die Angehörigen offenbar eine vorinstallierte Ortungsfunktion (wie „Mein iPhone suchen“), auf die sie Zugriff hatten. Und die Familie ortete Hectors Gerät – in unmittelbarer Nähe zu einer Asylbewerberunterkunft in Mönchengladbach. Beim schwerverletzt aufgefundenen Hector fehlten in Düsseldorf sein Handy, das Portemonnaie, seine Uhr und sein Schlüssel. Zumindest wissen wir jetzt, wo das Handy abgeblieben ist.

Wenn ich die Polizei wäre, ich würde dort auch mal nachschauen… für die Rheinische Post nur ein Randaspekt im vorletzten Absatz kurz erwähnt.




15-jähriger Syrer sticht zu – Junge (13) in Lebensgefahr

Am Tag, an dem der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa beim Bundeskanzler sitzt, um über die Rücknahme Hunderttausender seiner Landsleute zu sprechen, ist es wieder passiert. Im Hamburger Stadtteil Flottbek wurde heute Mittag ein 13-Jähriger durch mehreren Messerstiche lebensgefährlich verletzt.  Wie so oft vorher versuchten die Behörden, die Herkunft der beiden 15-jährigen Täter vor der Öffentlichkeit zu verschleiern.

Inzwischen wissen wir: Der Messerstecher ist ein Syrer, die Staatsbürgerschaft des anderen Täters ist noch ungeklärt.

Das Opfer schwebt weiter in Lebensgefahr.




Das „schönste Gesicht des Sozialismus“: Wie hätten wir uns an Katis Stelle verhalten?

Gestern Abend habe ich mir zweieinhalb Stunden lang auf HR eine Dokumentation über die Sportikone „Kati“ Witt angeschaut. Und es war keine Sekunde langweilig. Wenn Sie wissen, dass ich unsere Staatssendeanstalten für überflüssig halte und kaum einmal auch nur fünf Minuten in deren Programme reinschalte, und wenn Sie dann noch wissen, wie sehr ich den Sozialismus sowjetischer und damit DDR-Prägung verabscheue, dann verstehen Sie, wie sehr mich gleichzeitig das Leben dieser Frau Witt auch fesselt.

Denn Katarina ist die erfolgreichste Eiskunstläuferin der Geschichte und eine der bekanntesten deutschen Sportikonen weltweit. Im sozialistischen Teil Deutschlands legte sie eine beispiellose Karriere mit spektakulären Erfolgen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften hin. Bring‘ uns die Goldmedaille von Olympia, dann darfst du Kohle im kapitalistischen Ausland machen, hatten ihr die SED-Staatsbonzen versprochen – und Kati lieferte, und die DDR-Staatsspitze hielt ihr Wort.

Allerdings – es gibt ja immer ein paar Vorbehaltsklauseln bei solchen Leuten – 80 Prozent ihrer (Devisen-) Einnahmen auf weltweiten Tourneen mussten nach Ost-Berlin fließen, nur ein Fünftel durfte die Chemnitzerin behalten. Und ja, ich weiß, damals noch Karl-Marx-Stadt.

Sie alle kennen die beeindruckende Geschichte vom „schönsten Gesicht des Sozialismus“ (TIME Magazine)– ich natürlich auch.

Und ich weiß, dass sportlicher Erfolg auch politisch ist: das Ankuscheln an die Mächtigen, die einen fördern, das Hofieren. Das ist in Diktaturen etwas anderes als in freien Gesellschaften, dennoch funktioniert es ähnlich, im Westen nur subtiler. Denken Sie an die Besuche von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Umkleidekabine der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Die Doku gestern beschäftigt mich noch heute

Nicht der sportliche Erfolg, der bei Witt unzweifelhaft gigantisch war, wie übrigens auch bei Claudia Pechstein. Das waren Ausnahmesportler, die das ramponierte Mauersystem namens DDR immer wieder weltweit zum Glänzen brachten. Aber wie weit passt man sich den Mächtigen und dem System an? Es gibt viele Beispiele in der Geschichte, auch in Deutschland, wenn Sie an die späteren Debatten über Leni Riefenstahl und Heinz Rühmann denken.

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Als die Mauer fiel, war Kati Witt plötzlich nicht mehr der Liebling der Massen, zumindest der jungen Ostdeutschen. Unvergessen das Pfeifkonzert beim Open-Air-„Friedenskonzert“ in Weißensee. Wenn der Wind sich dreht, dann pfeift er den einstigen umjubelten Lieblingen plötzlich auch mal eiskalt ins Gesicht.

Mir hat die Dokumentation gestern sehr gefallen – Staatsfunk hin oder her. Eine begeisternde Sportlerin, und sympathisch ist sie auch. Und wenn man mit 18 olympisches Gold nach Hause bringt und mit Honecker Sekt auf den Sozialismus trinken muss … was hätten wir damals in ihrer Situation getan?“

 

 




Jetzt wäre eine gute Zeit, um sich auf die wichtigste Reise Ihres Lebens zu begeben

Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber gestern hat die Karwoche mit dem Palmsonntag begonnen. Für gläubige Christen sind diese Tage spirituell die wichtigsten im ganzen Jahr.

Der Palmsonntag erinnert an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem. In vielen Kirchen weltweit werden Palmzweige geweiht und Prozessionen abgehalten. Am Gründonnerstag gedenken wir Christen dann des letzten Abendmahls. Am Karfreitag herrscht eine düstere Grundstimmung. Es ist der Todestag Jesu, ein stiller Tag ohne Glockengeläut, an dem der Kreuzigung des Herrn gedacht wird. Und dann folgt die Osternacht mit dem bombastischen Fest der Auferstehung Christi.

Selbst wenn Sie persönlich kein gläubiger Mensch sind, sollten Sie wissen: Wenn diese Geschichte wirklich wahr ist, dann ist es die größte und wichtigste Geschichte seit Anbeginn der Menschheit.

Und Sie sollten wissen, dass die Lehre Jesu für uns alle – Sie und mich – entscheidende Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesellschaft bis heute hat. Ob Sie das wollen oder nicht.

Denn die Lehre, dass jeder Mensch ein Abbild Gottes ist (Imago Dei), legte den Grundstein für das Konzept universell geltender Menschenrechte. Das Gebot der Nächstenliebe weist uns an, zu helfen, wo immer Menschen in Not sind. Oder auch mal ganz praktisch: Es waren die Klöster im Mittelalter, die zu Zentren der Bildung wurden. Sie bewahrten das Wissen der Antike und gründeten sogar die ersten Universitäten (Bologna, Paris). Das moderne Krankenhauswesen hat seine Wurzeln in der christlichen Klostermedizin und den Hospitälern des Mittelalters, die Kranke kostenlos versorgten. Und so weiter. Die christliche Kirche besteht nicht ohne Grund seit über 2.000 Jahren.

Nebenbei: Die gern erzählte Geschichte von den Mönchen, die angeblich das Bier erfunden haben, stimmt nicht. Aber es waren Mönche, die im Mittelalter daraus dieses wunderbare Getränk entwickelten, indem sie den Hopfen entdeckten und diese eigentlich ungenießbare Kräutermischung beifügten. Mönche fanden nämlich heraus, dass Hopfen das Bier konserviert. Dadurch konnte es gelagert und über weite Strecken transportiert werden. Und ganz wichtig: Erst der Hopfen verlieh dem Bier seine typische herbe Note und klärte die Flüssigkeit, wodurch es ansehnlicher wurde. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der christliche Glaube und die Kirche – das ist viel mehr als ein paar Leute, die einem vermeintlichen Aberglauben folgen. Das muss man wissen in einer Zeit, in der in unserer Gesellschaft Bürgerinitiativen gegen das Glockenläuten am Sonntagmorgen und gegen das Tanzverbot am Karfreitag mobilisieren. Diese Gesellschaft ist wirklich intellektuell und moralisch auf der untersten Stufe der geistigen Nahrungskette angekommen.
Ich erzähle Ihnen das heute wieder einmal, weil ich Sie für dieses Thema sensibilisieren möchte.

Denn wir reden so oft über die vielen, die ausgetreten sind

Aber wir reden selten über die, die weiterhin dabei sind: 19,8 Millionen Katholiken, 17,9 Millionen EKD-Protestanten, 3,5 Mio. Orthodoxe, 500.000 Freikirchler und etwa 100.000 andere wie die Altkatholiken gibt es in Deutschland. Das ist eine ganze Menge. Und wer heute noch in der Kirche ist – trotz der furchtbaren Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, trotz leider vieler links-grüner Spinnereien in den EKD-Kirchen –, der denkt sich etwas dabei. Und damit meine ich nicht nur die, die aus Gewohnheit jeden Sonntag zur Kirche schlurfen oder drin bleiben, damit sie festliche Eheschließungen, Taufen und Begräbnisse bekommen.

Ich schreibe immer mal wieder darüber, um denen, die noch nicht genau wissen wohin, Mut zu machen. Auch mit meiner eigenen Geschichte.

Ich stamme aus dem reformatorischen Fürstentum Lippe in Nordrhein-Westfalen, durch und durch evangelisch. Mein „Glaube“ bestand darin, dass meine Eltern und ich jedes Jahr am Heiligabend vor der Bescherung in den Gottesdienst unserer kleinen Gemeinde in Holzhausen-Sylbach gingen. Sozusagen Tradition oder, wenn Sie so wollen, Weihnachtsfolklore.

Dann kamen zwei Jahre Konfirmationsunterricht und die Konfirmation selbst mit Feier und vielen Umschlägen mit Geld darin. Und damit war das Thema Christentum für mich durch.

Ich glaubte nicht an einen Gott, lebte nicht wirklich christlich – welcher junge Mann, der das weibliche Geschlecht entdeckt, macht das denn? In meiner Selbstwahrnehmung war ich Atheist. Manchmal, wenn das Thema beim Bier abends aufkam – selten –, argumentierte ich energisch und selbstgewiss, dass das doch alles nur Quatsch sei.

Ich habe mich geirrt

Weil ich mich irgendwann, 15 Jahre später, aus einem banalen Grund plötzlich mit dem Thema Glaube und Kirche konfrontiert sah. Das ist eine lange Geschichte, die hier zu weit führen würde. Aber zusammengefasst: Wenn man sich darauf einlässt, zu glauben und Christ zu sein, kommen Sie niemals in Ihrem irdischen Leben an ein Ende. Klingt merkwürdig? Ist es aber nicht.

Ich wurde damals nach vier Jahren Lernen und Prüfen katholisch, und ich dachte: Jetzt bin ich da. Was ich überhaupt nicht begriff, ist, dass dieser Moment nicht das Ziel ist, sondern nur der erste Schritt auf einer langen Reise durch das eigene Leben. Es dauerte damals noch gut 30 Jahre, bis ich beschloss, mich nun komplett auf das alles einzulassen. Und ich schwöre: Von diesem Moment an fügte sich plötzlich alles in einer erstaunlichen Klarheit und Logik zusammen.

Glaube ich heute an Gott? Nein!

Ich weiß heute, dass es ihn (oder „etwas“) gibt. Ohne jeden Zweifel.

Vor einigen Jahren gab es einmal eine kurze Situation, als ich morgens im Hausflur meine Jacke anzog, um zur Sonntagsmesse zu fahren. Unsere jüngste Tochter kam aus der Küche vorbei und sagte zu mir: „Papa, musst du schon wieder in die Kirche?“ Und ich nahm mir die Zeit, ihr darauf ausführlich zu antworten, obwohl ich eigentlich los musste.

Dass ich nämlich überhaupt nichts „muss“ und niemand mich maßregeln oder gar bestrafen würde, wenn ich jetzt meine Jacke wieder ausziehe und mir noch ein Marmeladenbrot schmiere. Und dass ich in die Kirche will, weil es mir, wenn ich dort hineingehe und den Gottesdienst feiere, anschließend besser geht als vorher.

Ich bin nicht sicher, ob unsere Prinzessin das damals verstanden hat. Ich hoffe sehr, dass sie diesen flüchtigen Moment heute noch genauso lebendig in Erinnerung hat wie ich selbst.

Die Ostertage sind in meiner Erinnerung fast immer schöne Sonnentage gewesen. Suchen Sie mit den Kindern bunt bemalte Eier im Garten, genießen Sie das Frühstück mit Ihren Lieben und natürlich: Schmeißen Sie am Sonntagnachmittag den Grill an und nutzen Sie die Zeit mit Familie, Freunden und Nachbarn! Aber bitte vergessen Sie nicht, um was es eigentlich geht an diesen Tagen: Das vielleicht wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit…

Ihnen allen eine schöne Karwoche!




Fußball und Identität: Wenn Anpfiff ist, stößt der deutsche Selbsthass an seine Grenzen

In einem Testspiel gestern Abend hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Schweiz mit 4:3 besiegt. Und während man sich in der ach so überkritischen Blase über Antonio Rüdiger aufregt, wofür es allen Grund gibt, erstaunt es selbst mich als Fußballfan, wie sehr die Vorfreude auf die WM im Sommer steigt. Wer sich auf Fußball, verbunden mit dem Singen der Nationalhymne und dem Schwenken schwarz-rot-goldener Fahnen freut, für den ist der Fall Rüdiger nur ein ärgerlicher, aber im Grunde belangloser Nebeneffekt.

Für die „Hater“, die jede Form von überschwänglichem Patriotismus anekelt, sind Fußball-Weltmeisterschaften und Public Viewing der absolute Horror.

Deutschlandfahnen an Autos und Hauswänden, selbst beim Brötchenholen morgens überall Jungs und Mädchen aller Altersgruppen im Deutschland-Trikot. Ganz ehrlich: Ich genieße das sehr. Und ich will, dass WIR gut spielen, kämpfen und gewinnen!

Fußball ist identitätsstiftend für uns Deutsche

Weil seit Jahrzehnten die ganze Welt die deutsche Art, Fußball zu spielen, oftmals hasst, aber gleichzeitig irgendwie auch bewundert. Es ist nicht immer schön anzusehen, es hat nicht immer diese Leichtigkeit, die man Südamerikanern nachsagt, aber wie oft hat die Welt zusehen müssen, wie gnadenlos effektiv Deutschland im Fußball sein kann, wenn es drauf ankommt und sich alle auf das Turnier konzentrieren und sich nicht von Regenbogen-Armbinden und ähnlichem Schwachsinn ablenken lassen.

Ausdauer, Zusammenhalt, Disziplin und Kampfgeist – das macht uns aus, jedenfalls nach der reinen Lehre. Und das nicht nur im Sport. Es gab Zeiten, da funktionierte unsere ganze Gesellschaft so: in der Wirtschaft, an den Schulen und in den Vereinen. Woran erkennt man, dass man in Deutschland ist? Das fragte mich mal ein schwedischer Kollege in einer Redaktion. Die Antwort: Wenn man sieht, wie nachts um 4 Uhr einer in einem Bergdorf in Bayern an der Fußgängerampel steht und auf Grün wartet.

Man lacht darüber als Ausländer und gleichzeitig denkt man: Warum sind die so?

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In Zeiten politischer Polarisierung oder wirtschaftlicher Unsicherheit wirken große internationale Sportereignisse als großes Bindemittel. Und ich wünschte mir, es wäre auch außerhalb einzelner Ereignisse so.

Aber das darf man ja nicht, auch 81 Jahre danach noch nicht. Patriotismus soll „bäh“ bleiben, das wollen Linke, Grüne und Mainstreammedien für alle Zeiten zementieren. Bisher leider mit Erfolg. Am besten erkennt man das am 3. Oktober. Auch da sollten nach meiner Ansicht überall unsere Fahnen an den Häusern hängen, aber irgendwie trauen sich die Meisten das wohl nur dann, wenn Sport ist.

Und was mich lange Zeit verstört hat, ist, dass sich selbst als Patrioten verstehende Bürger dem Selbsthass auf das eigene Land fügen – aber aus ganz anderen Gründen. Nicht wenige Rechte und Konservative wollen, dass Deutschland verliert. Weil Deutschland insgsamt eben eben nicht so ist, wie sie – und ich auch – es sich oft wünschen würden.

Aber ein freies Land ist deshalb ein freies Land, weil Menschen frei entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten wollen.

Ich komme damit klar, wenn Leute anders leben, als ich selbst es für richtig halte – solange sie mir nicht aufzwingen wollen, es so zu tun, wie nur sie es wollen. Aber dass sich Menschen, die in Deutschland leben, freuen, wenn Deutschland scheitert – das ist einfach krank.

In den kommenden Monaten, achten Sie bitte darauf, werden sich besonders in den rechten Milieus wieder viele Stimmen zu Wort melden, die inständig ihrer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass Deutschland im Juni in der Vorrunde ausscheidet.

Und wenn Sie genau hinschauen: Das sind die gleichen Leute, die geradezu in fiebriger Erregung darauf warten und hoffen, dass uns das Öl oder Gas ausgeht und dass der Euro, am besten ganz Europa, zugrunde geht.

Wie oft ich jeden Tag irgendwo in den (a)sozialen Netzwerken vom kurz bevorstehenden Untergang lese, ist sagenhaft. Manchmal muss ich wirklich lachen. Denn Deutschland geht gar nicht unter. Und den Euro, der angeblich seit 2008 jedes Jahr – jetzt aber ganz sicher – abgeschafft wird, den gibt es auch in 30 Jahren noch.

Und – Antonio Rüdiger hin oder her – Deutschland ist weltweit eine große Nummer mit vier Weltmeister- und drei Europameistertiteln. Und das ist ja nicht alles. Basketball-Europameister wurde Deutschland im vergangenen Jahr. Im Februar gewannen unsere Handball-Männer die Vize-Europameisterschaft. Das ist alles gar nicht schlecht.

Freitags gehe ich manchmal zu einer Runde „alter weißer Männer“ (keiner jünger als 50) in eine Gaststätte hier im Ort, sage ich mal. Es ist Berlin, aber es ist am Stadtrand, also nicht im urbanen Irrsinn von Mitte, Prenzlauer Berg oder Neukölln.

Bevor der Kellner die Bestellung aufgenommen hatte, war unser Thema schon die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer. Wichtigster Aspekt: Wo gucken wir hier zusammen die Spiele? Denn die Anstoßzeiten sind aufgrund der Zeitverschiebung für uns in Deutschland nicht so günstig. Aber wir gucken natürlich alle trotzdem.

Vorgestern hatte mich einer unserer Söhne angerufen, um mir zu erzählen, dass er darüber nachdenkt, sich für die WM eines der neuen Deutschland-Trikots zu kaufen, das ihm optisch sehr gefällt. Ich antwortete, ich werde mein altes anziehen, aber wichtig wäre, wenn er zu einem der Spiele nach Berlin kommt und wir dann zusammen irgendwo mit ein paar Hundert anderen schauen. Wie plakatierte die AfD vor der vergangenen Bundestagswahl doch noch? „Deutschland, aber normal!“ Genau das wünsche ich mir wieder: ein normales Deutschland!




Anderswo ist auch nicht alles Gold, was glänzt: Warum so viele Auswanderer nach fünf Jahren wieder hier sind

Spielen Sie auch mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen? Vielleicht sogar für immer? In unseren eher konservativen und wirtschaftsliberalen Milieus ist das seit einigen Jahren ein Dauerthema.

Einzelne Bekannte von mir haben den Schritt sogar inzwischen vollzogen, und wenn sie alle Möbel auf dem Umzugswagen verstaut und alle Koffer gepackt haben, dann verabschieden sie sich oft wortreich und voller Enthusiasmus und Vorfreude auf ihr vermeintlich sorgenfreies und glückliches neues Leben.

Tja, Reisende soll man nicht aufhalten, heißt es ja immer gern. Und, ganz ehrlich, ich habe mir solche Gedanken auch schon gemacht, wenn wieder neue Horrorzahlen über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland veröffentlicht werden. Und wenn ich sehe und höre, wie viele Irre in diesem Land unterwegs sind, ein Messer immer griffbereit unter der Jacke. Und dann die Verwahrlosung und Vermüllung in den Großstädten und was es für asoziale Menschen gibt.

Ja, es gibt schon Gründe auszuwandern

Die meisten Deutschen, die den Schritt wagen – kein Witz – ziehen übrigens nicht ins Silicon Valley nach Kalifornien oder auch, wie so gern erzählt wird, nach Ungarn. Sie ziehen in die Schweiz und nach Österreich.

Über 323.600 Deutsche lebten Anfang 2024 in der Schweiz: Alpenpanorama und Käsefondue, ähnlicher Sprachklang, hohe Löhne (aber auch Kosten) und natürlich die Nähe zu Deutschland. So ähnlich ist alles in Österreich, wo 232.700 Deutsche mit Stand 2024 eine neue Heimat gefunden haben.

Das wichtigste Fernziel außerhalb Europas sind natürlich die USA. In Europa sind noch Spanien und Frankreich besonders beliebt zum Auswandern.

Aber dass es jetzt alle aus politischen Gründen nach Ungarn ziehen würde, ist ein Märchen. Und nach Russland wandert überhaupt niemand aus, besonders nicht die Putin-Fans, die es ja in manchen Teilen Deutschlands reichlich gibt, von denen aber – ich bedauere das außerordentlich – niemand wirklich seine Sachen packt und abhaut, sondern hier lieber schimpfend, aber gut und gerne lebt.

Es lohnt sich bei solchem Gerede vom Auswandern – so wie übrigens bei allen Themen – immer mal ein bisschen genauer hinzuschauen.

Wir hören ja jeden Tag, wie viele gut ausgebildete Leistungsträger Deutschland den Rücken kehren. Und wir beklagen, wie viele ungebildete und auch unwillige Menschen aus Shithole-Countrys hier einreisen. Das hat alles einen wahren Kern.

Aber zur Wahrheit gehört auch…

Und das sind offizielle Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Im Jahr 2024 verließen 270.000 Deutsche unser Land. Aber im gleichen Jahr kehrten auch 190.000 Deutsche, die einige Jahre vorher „ausgewandert“ waren, wieder zurück. Deutschland verlor also nicht 270.000 gut ausgebildete Fachkräfte, sondern maximal netto 80.000. Das ist auch viel, aber es relativiert unseren Blick auf das Phänomen Auswanderung doch erheblich.

Für viele Auswanderer aus Deutschland ist dieser Schritt nicht final, sondern eine temporäre Lebensphase. Ein sehr hoher Anteil der deutschen Auswanderer ist nämlich nach maximal fünf Jahren wieder zurück in Deutschland.

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Ihre praktischen Erfahrungen in der Fremde – auch wenn es nur innerhalb Europas oder gar dem deutschen Sprachraum war – zeigen nämlich, dass anderswo auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Über die Gründe für die Rückkehr gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die auf den Erfahrungen von Rückkehrern basieren. Das können zwischenmenschliche Gründe sein, etwa der Wunsch, wieder näher bei Eltern oder Großeltern in der Heimat zu leben oder kranke Angehörige zu pflegen. Das kann der Abschluss eines Studiums oder eines zeitlich begrenzten beruflichen Projektes sein. Und – das wird sehr häufig genannt – wenn man Kinder bekommen und eine Familie gründen will oder wenn der Lebensabend naht, dann ziehen viele Deutsche gern wieder in die Heimat zurück und erfreuen sich daran, in einem Land mit einem weltweit geschätzten Sozial- und Gesundheitssystem leben zu dürfen.

Kein Mensch käme auf den Gedanken, nicht zurück nach Deutschland zu kommen, weil hier die AfD so stark ist oder weil Friedrich Merz Bundeskanzler ist. Das sind alles absurde Horrorgeschichten.

Als ich damals darüber nachdachte, ob ich nicht auch anderswo meine letzten Lebensjahre verbringen könnte als hier, waren meine drei Sehnsuchtsländer die USA, Portugal und Kroatien.

Fantastische Menschen, tolles Wetter und ein Lebensgefühl, das so ganz anders ist als das in Deutschland. Entspannter die Leute, mehr Lebensqualität, mehr Freiheit, fantastisches Essen. Ja, ich könnte überall dort leben und sicher auch noch in einigen anderen Ländern wie Italien, Griechenland oder irgendwo in Skandinavien. Aber ich bin nun mal Deutscher, und ja, irgendwie liebe ich mein Land mit all seinen Brüchen und Behäbigkeiten und seinen Traditionen und Hundehaltern und Gartenzwergen und samstags Auto waschen.

Es ist einfach meine Heimat. Und weit weg von meinen Kindern und meinen Enkeln leben – das schließe ich für mich definitiv aus.




Christdemokratische Politikerin verurteilt: Sie hält Homosexualität für eine „Entwicklungsstörung“

Dr. Päivi Räsänen ist langjährige Abgeordnete der kleinen Christdemokratischen Partei in Finnland (seit 1995), war zwischen 2011 und 2015 sogar finnische Innenministerin und elf Jahre lang auch Vorsitzende ihrer Partei. Am Dienstag wurde sie nach einem langjährigen Rechtsstreit vom Obersten Gerichtshof wegen „Aufstachelung“ gegen eine Menschengruppe verurteilt. Räsänen, gelernte Ärztin, hatte auf ihrer Internetseite 2019 und 2020 behauptet, es sei „wissenschaftlich erwiesen“, dass Homosexualität eine Entwicklungsstörung darstelle. Dafür wurde sie jetzt zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt.
In dem Urteil, das mit 3 gegen 2 Stimmen fiel, urteilten die Richter: „Der Oberste Gerichtshof ist der Ansicht, dass … Räsänen verstanden haben muss, dass beispielsweise die Behauptung, Homosexualität sei eine Störung der psychosexuellen Entwicklung, angesichts des vorherrschenden medizinischen Verständnisses eine falsche Aussage ist.“
Die Politikerin nannte die Entscheidung einen „Schock“ und sagte gegenüber Medienvertretern, sie lasse prüfen, ob sie gegen das Urteil beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Berufung einlegen sollte.
Ville Tavio, Minister für Außenhandel und Entwicklung von der „Partei der Finnen“ und selbst gläubiger Christ, sagte: „Das Gesetz zur Aufstachelung gegen eine Gruppe sollte geändert werden.“
Der Oberste Gerichtshof sprach Dr. Räsänen von einer weiteren Anklage frei, die auf einem Bild eines Bibelzitats beruhte, das homosexuelle Beziehungen verurteilte und das sie 2019 in einem Social-Media-Beitrag geteilt hatte.
Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben Dr. Räsänen inzwischen zu einer Anhörung vor dem Justizausschuss in Washington eingeladen. Thema des Hearings: „Europas Bedrohung für die amerikanische Rede- und Innovationsfreiheit“.



„Deepfake-Porno“: Ist Christian Ulmen vielleicht nur Kollateralschaden für eine gut orchestrierte Kampagne gegen „toxische Männlichkeit“?

Um das gleich klarzustellen: Wenn die Schauspielerin Collien Ulmen-Fernandes ihren Ex-Mann Christian Ulmen wegen der Erstellung von KI-generierten „Deepfake“-Pornos anzeigt, dann ist das keine Lappalie. Es ist ein schwerwiegender Vorwurf, ein Straftatbestand und wäre an Verrat und Niedertracht, die leider auch in Ehen vorkommen, kaum zu überbieten.

Doch wer die Dynamik der vrgangenen Tage aufmerksam im Auge hatte, reibt sich irgendwann die Augen:

Passiert die rasante Abfolge von Veröffentlichung, Empörung, Demonstrationen und politischem Handeln eigentlich zufällig so, wie sie passiert?

Wenn Sie sich intensiv mit dem sogenannten „Geheimtreffen von Potsdam“ beschäftigt haben, dann verstehen Sie wahrscheinlich, was ich meine. Veröffentlichung – Skandal – politische Aktion – und dann auch gleich noch ein fertiges Theaterstück dazu. Nehmen Sie es mir nicht übel: Das stinkt zum Himmel.

Und der aktuelle Fall Fernandes/Ulmen auch

Auf mich wirkt das alles wie eine bestens vorbereitete und durch ein Zusammenspiel feministischer Aktivisten und Politik orchestrierte Kampagne, die Christian Ulmen als „Watschnmann“ für ein größeres politisches Ziel ausnutzt.

Und nochmal: Falls er wirklich KI-generierte Pornofilmchen mit Gesicht und Körper seiner Frau, Mutter seiner gemeinsamen Tochter, produziert und in Umlauf gebracht hat, dann gibt es nichts zu entschuldigen.

Das wäre ekelhaft und niederträchtig – und vielleicht ist es das ja auch.

Aber Freunde: Auch für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung in einem Rechtsstaat. So wie sie auch für Wetter-Präsentator Jörg Kachelmann und ProSieben-Moderator Andreas Türck hätte gelten sollen. Beide wurden zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt, und dennoch wurden beide öffentlich medial hingerichtet.

Schauen wir uns das aktuelle Drama also genauer an

Alles begann mit der offiziellen Trennung des angeblichen „Vorzeigepaars“ Ende 2025. Was folgte, war kein stilles Auseinandergehen, sondern ein medialer Paukenschlag im März.

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Christian Ulmen, ein liberaler Feingeist, sieht sich plötzlich mit Vorwürfen konfrontiert, die seine Existenz bedrohen. Unschuldsvermutung? Schön und gut, aber wir leben – ob wir wollen oder nicht – im digitalen Zeitalter. Sexueller Missbrauch, Herabwürdigung einer Persönlichkeit – das kommt jeden Tag vor und überall. Nur in diesem Fall handelt es sich halt um Prominente, was der ganzen Geschichte eine andere Dynamik verleiht.

Denn Collien Fernandes ist mit „Schauspielerin“ zu kurz erklärt. Sie war eine erfolgreiche VIVA-Moderatorin, schrieb mehrere Bücher und spielt seit 2021 die „Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado“ auf dem „Traumschiff“.

Halten Sie mich für einen Verschwörungstheoretiker, aber auf mich wirken der Skandal und die folgenden Ereignisse wirklich so, als liefe alles nach einem ausgeklügelten Drehbuch ab. So, als hätten viele einfach nur auf den Startschuss gewartet, um dann aktiv in das Geschehen mit einzusteigen.

Nur 24 Stunden nach den ersten Berichten meldeten sich (linke) Politiker empört zu Wort. Es folgten Demonstrationen am Brandenburger Tor, professionell organisiert. Im Radio und selbst in den VOX-Nachrichten morgens im Fernsehen wurde nicht nur in einem Verkehrshinweis von Störungen „aufgrund einer Demonstration“ berichtet, wie das üblich ist, sondern es wurde ausführlich erzählt, welche Demo warum und wo stattfindet – so, als wollte man die Zuhörer und Zuschauer beschwören: Geht unbedingt hin!

Das halten Sie für überinterpretiert?

Dann nennen Sie mir nur ein Beispiel, wo in den Mainstreammedien bei einer Demo gegen Abtreibung oder Massenmigration in den Nachrichten vorher der Grund dieses „Aufzugs“ mitgenannt wurde!

Man kennt das aus dem „MeToo“-Kontext: Ein prominentes Einzelschicksal wird skandalisiert und dann politisch ausgenutzt. Das war beim „Fall Brüderle“ so und das war beim angeblichen „Geheimtreffen von Potsdam“ so. Und jetzt ist es mit Frau Fernandes auch so.

Nur zwei Tage (!), nachdem dieser Fall bundesweit die Schlagzeilen beherrschte, legte die SPD einen fertigen Gesetzentwurf für den Bundestag vor. Sportlich, oder? Normalerweise dauert so etwas Monate. Nein, nein, das hatten wir zufällig schon in Vorbereitung, heißt es jetzt von den Sozialdemokraten. Ja, Zufälle gibt es…

Aber Zufälle gibt es in der Politik eben nur selten. Es ist legitim zu fragen, ob hier feministische und woke Allianzen gewirkt haben mit dem Ziel, das gern gesungene Lied von der „toxischen Männlichkeit“ wachzuhalten und zu instrumentalisieren. Eine Strategie, bei der das Private nicht mehr nur politisch ist, sondern als Waffe politischer Pressure-Groups eingesetzt wird. Und wenn Christian Ulmen am Ende eines Prozesses doch freigesprochen würde? Das Bild, das medial und politisch von ihm gezeichnet wurde, bleibt dauerhaft bestehen. Als eine Art Kollateralschaden für die Strategie einer Femi-Industrie und ihre politischen Büchsenspanner in den Parlamenten.




Pfeift auf die „Brandmauer“! Bürgerliche und Rechte setzten im EU-Parlament schärfere Migrationsregeln durch

Endlich! Endlich hat sich die Mehrheit der Europaabgeordneten der bürgerlich-konservativen und der rechten Parteien aufgerafft, das Richtige zu tun.

„Lass die Köter kläffen, die Karawane zieht weiter“, so ähnlich hätte sich Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) heute wohl zum Ergebnis in Brüssel geäußert. Die Mehrheit stimmte vorhin im Europaparlament für eine Rückführungsverordnung, die sogenannte „Abschiebezentren“ in Ländern außerhalb der EU erlaubt. Ursprünglich ein Gesetzentwurf der EVP-Fraktion, der auch CDU und CSU angehören.

Deren Fraktionschef Manfred Weber hatte bereits in einem Interview im vergangenen Dezember gesagt: „Wir werden uns durch niemanden aufhalten lassen, um illegale Migration zu stoppen!“

Als jüngst bekannt wurde, dass es im Europäischen Parlament „auf Referentenebene“ eine „Koordination“ des weiteren Vorgehens zwischen Mitarbeitern der Union und der AfD gegeben hatte, hyperventilierten sogleich das Konrad-Adenauer-Haus und das Kanzleramt.

Denn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lässt keine Gelegenheit aus, seine harte Ablehnung der AfD zu betonen und die „Brandmauer“ nach rechts immer höher zu ziehen.

Aber Fakt ist: Trotz des stürmischen Gegenwindes aus Berlin und einem Trommelfeuer der Mainstream-Medien verabredeten sich Vertreter der EVP – darunter neben der Union auch die österreichische ÖVP – über eine geheime Messenger-Gruppe und trafen sich mit Vertretern der AfD und Abgeordneten der anderen rechten Fraktionen.

Neben Abschiebezentren in Drittstaaten wurden vorhin auch härtere Strafen für abgelehnte Asylbewerber beschlossen, die sich weigern, die EU zu verlassen – von Einreiseverboten bis zur Inhaftierung.

In der emotionalen Debatte stellte EVP-Fraktionschef Manfred Weber noch einmal klar, dass die EU zwar grundsätzlich hilfsbereit sei, doch die Akzeptanz der Bevölkerung bleibe nur dann bestehen, wenn Personen ohne Bleiberecht „konsequent zurückgewiesen werden“. Und Lena Düpont (innenpolitische Sprecherin der EVP) ergänzte: „Die aktuelle Durchsetzungsquote von Rückführungsentscheidungen ist schlichtweg inakzeptabel.“

Viele Bürger in den EU-Staaten dürften nun aufatmen, dass sich Brüssel endlich entschieden hat, konsequent einen Kurs einzuschlagen, der seit Jahren überfällig ist.

Dass Grüne und Rote, die Treiber der Massenmigration in Europa, „not amused“ sind, ist nachvollziehbar.

Birgit Sippel, innenpolitische Sprecherin der sozialistischen Fraktion, schimpfte, mit dem Gesetzentwurf würden abgelehnte Asylbewerber „de facto mit verurteilten Straftätern“ gleichgesetzt. Die EVP habe zudem mit der Zusammenarbeit mit der AfD einen „Tabubruch begangen“.

Und das ist richtig. Wir sollten auch in Deutschland damit beginnen, den Willen der Mehrheit der Wähler durchzusetzen, statt uns von politischen Minderheiten am Nasenring durch die Manege ziehen zu lassen.