Braun, Güler und Schön: Das Dream-Team für die CDU von morgen

Helge Braun, der letzte Kanzleramtminister und Kofferträger der Bundeskanzlerin Angela Merkel kandidiert für den CDU-Vorsitz. Man fragt sich unwillkürlich: Warum eigentlich? Er war teil des Systems Merkel, das die CDU zu einer mitleiderregenden Veranstaltung heruntergewirtschaftet hat. Inhaltlich bis zur Unkenntlichleit entkernt, personell das allerletzte Aufgebot.

Die CDU ist sowas von am Boden nach der Bundestagswahl, so weit runter wie nie seit ihrer Gründung. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, als überkonfessionelle Partei auf der Basis des christlichen Menschenbildes, prägte sie über Jahrzehnte die Politik in Deutschland und das durchaus mit großem Erfolg auch bei den Wählern. Doch dann kam Frau Merkel.

Und, ich hatte das Thema schon einmal in einem Text gestreift, ich verstehe bis heute nicht, wie diese unscheinbare Frau aus der Uckermark eine derartige politische Karriere hinlegen konnte. Klar, nach der Einheit wurde sie schnell zu „Kohls Mädchen“, vielleicht kann man das sogar noch erklären mit der CDU-Denke – Frau, Wissenschaftlerin, Ossi -, dass die Partei nach der Einheit „so eine“ brauche. So wie zum Beispiel Claudia Nolte aus – Frau, Jung, Ossi. Aber dass Merkel, die nie in die CDU eingetreten ist, sondern über den Umweg Demokratischer Aufbruch reinkam, die Gorbatschow bewunderte, in Moskau studierte und ein Umfeld namens Ibrahim Böhme, Wolfgang Schnur und Lothar de Maizière hatte, von denen man sagt, dass sie Informelle Mitarbeiter (IM) der Stasi waren. Alle wurden als IM geführt und über Angela Merkel gibt es in den Stasi-Akten kein einziges Blatt, und sei es noch so unbedeutend. Und „IM Erika“ gibt es auch nicht. Hängt vielleicht auch bei diesem Thema irgendwie alles mit allem zusammen? Wie konnte Angela Merkel aus einem SED-freundlichen evangelischen Pastorenhaushalt ruckzuck an die Spitze der rheinisch-katholisch geprägten CDU und ins Kanzleramt kommen. Ein spannendes Thema für Historiker.

Und nun also Helge Braun als die Zukunfthoffnung der Union. Seinen Bundestagswahlkreis in Gießen hat er verloren bei der Bundestagswahl, Serap Güler hat ihren in Leverkusen gegen Karl Lauterbach auch verloren ebenso wie Nadine Schön, die ihren Wahlkreis wie die beiden Teamkollegen verlor und Leiterin der Programm- und Strukturabteilung im Konrad-Adenauer-Haus werden soll. Ein super Angebot, oder? Mit dieser Besetzung kommt die Union sicher wieder auf die Beine.

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Dieser Artikel wurde 4 mal kommentiert

  1. gerd Antworten

    Achtung Satire!
    Ich frage mich wie ein Herr Braun, bei seinem Eigengewicht jemals einen Koffer schleppen konnte.

  2. H.K. Antworten

    Man ( frau und divers auch ) fragt sich unwillkürlich – nicht erst seit Neuestem – welche Leichen all die Unionsgranden im Keller unter Verschluß halten, daß sich ALLE ( fast ) ohne Ausnahme von „Kohls Mädchen“, von der er selbst einmal gesagt haben soll „Die kann nicht mal mit Messer und Gabel essen“, dermaßen haben einschüchtern lassen, daß sie alles mit sich und diesem Land haben machen lassen, ohne ein einziges Mal wirklich und nachhaltig aufzumucken.

    Und zu just dieser Frage passt dann der Punkt „Stasi“ wie die berühmte Faust aufs Auge.

  3. Annette Schubert Antworten

    Einfach mal den SED-Bezug weglassen. Merkel wurde ausgewählt – young leader ship – weil sie eine Opportunistin ist. Sie wollte am Katzentisch der Macht sitzen und hat es geschafft. Es bedarf nicht irgendeiner Sozialisierung welcher Art auch immer. oder sind Söder, Habeck, Maas, Baerbock etc. alle in der SED gewesen???? Die DDR und die SED waren sicher nicht der Hort der Demokratie, aber die Entwicklungen jetzt haben sicher nichts mit denen zu tun.

  4. Franz Reinatz Antworten

    Die CDU ist eine Partei von Losern und da ist es konsequent, wenn sie auch von solchen „geführt“ wird. Sehe ich jetzt kein Problem drin, wenn dieses Kleeblatt „Teamverantwortung“ übernähme. Würde wider Erwarten doch Herr Merz den Parteivorsitz ergattern, wäre halt ein Kneifer Chef der Resterampe. Hat lange Tradition in dem Laden.

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