EU-Ursula entfernt den „Atomkraft? Nein danke!“-Aufkleber vom Kühlschrank
Spät, aber vielleicht auch noch nicht zu spät. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat beim zweiten internationalen Gipfel zur Kernenergie in Boulogne-Billancourt bei Paris eingeräumt, dass die Abkehr der Europäer von der Atomkraft ein „strategischer Fehler“ war. Das hätten sie allerdings auch schon früher wissen könnten, etwa beim Blick auf den Globus und den vielen markierten Baustellen für neue Atommeiler überall.
Jetzt will sich „Euro-Uschi“ der „weltweiten Renaissance der Kernenergie“ anschließen und neue kleine Atomreaktoren bauen lassen, die bis Anfang der 2030er Jahre einsatzbereit sein sollen.
Dazu gehört konkret, dass Vorschriften dazu grenzüberschreitend angeglichen würden, sagte die EU-Kommissionspräsidentin. Das Geschäftsmodell der modularen Reaktoren sei auf Skalierung angewiesen und die Kooperation über die europäischen Grenzen hinweg von entscheidender Bedeutung. „Der Grundgedanke ist einfach: Wenn der Einsatz einer Technik sicher ist, muss es einfach sein, sie überall in Europa einzusetzen.“