GASTSPIEL ALEXANDER HEIN: Was Schrödingers Katze mit dem Impfen zu tun hat

Kennen Sie Schrödingers Katze? Nein? Sie werden staunen: Sie ist tot. Und, sie ist auch lebendig. Glauben Sie nicht? Ich muss gestehen, mir fällt dieser Zusammenfall gedanklich und rational ebenfalls schwer, besonders weil ich Katzen wirklich mag.

Für diejenigen, die es noch nicht kennen: Schrödingers Katze ist ein Gedankenmodell aus der Quantenphysik. Hier geht es um den unvorhersehbaren Verfall atomarer Teilchen. Der österreichische Physiker Erwin Schrödinger skizzierte dieses etwas masochistische Modell im Jahr 1935. Ich bin kein Quantenphysiker und kann den Kern dieses Modells an dieser Stelle lediglich anreißen.

Sie müssen sich also einen geschlossenen Raum vorstellen. Er enthält radioaktives Material, einen Detektor, einen Hammer, eine giftige Substanz in einem verschlossenen Behälter sowie eine Katze – daher auch der Name des Gedankenexperiments. Von außen ist dabei nicht einsehbar, was im Innern passiert. Wir wissen nur, dass das radioaktive Material irgendwann zerfällt und der Detektor darauf reagieren wird. Daran gekoppelt ist der Hammer, der beim Anschlagen des Detektors auf den Behälter mit der giftigen Substanz fällt, ihn zerschlägt und die giftige Substanz als Aerosol freisetzt. Das wiederum hätte den Tod der Katze zur Folge.

Wann das passiert, wissen wir wegen der Unvorhersehbarkeit beim atomaren Zerfall nicht, weil die Außenwelt vom System in dem Raum ausgeschlossen ist. Damit können wir nur einen gedanklichen Schwebezustand annehmen, nämlich, dass die Katze tot und lebendig ist. Die Messbarkeit des Experiments ist erst dann möglich, wenn der Raum geöffnet wird. Erst dann kann der Zustand der Katze festgelegt werden.

Warum erzähle ich Ihnen das und was hat dieses Gedankenexperiment mit dem Impfen zu tun? Ich kann Ihnen versichern, es hat nichts damit zu tun. Jedoch ist es eine vortreffliche Analogie, um sich Gedanken über die überaus polarisierenden Betrachtungsweisen zum Impfen insbesondere mit mRNA-Wirkstoffen zu machen. Ich betone, dass diese Betrachtungsweise rein subjektiv ist.

Ich bin kein Arzt oder Virologe, sehe mich jedoch sehr wohl in der Lage, mich differenziert mit verschiedenen Aspekten und Positionen auseinanderzusetzen. Warum mache ich das? Meine erste Stunde im Fach Philosophie in der 11. Klasse, die damit auch die beste war, zeigte mir den kritisch-rationalistischen Ansatz von Karl Popper auf. Kurz gefasst: Rational denken, Fachwissen, Expertise – ja unbedingt! Aber man sollte dabei immer im Hinterkopf behalten: Es kann auch anders kommen – trotz Rationalität.

Der liebe Gott hat sich mit unserem Gehirn schon etwas geniales ausgedacht. Dennoch ist es begrenzt und neigt auch bei ausgeprägter Ratio, also dem Verstand, zu Lücken – eklatanten Lücken. Aber keine Sorge: Das ist absolut menschlich. Fehleinschätzungen sind gerade bei Unvorhersehbarkeit denkbar und sollten deshalb immer als unbekannte Variable einkalkuliert werden. Sie auszuklammern, wäre hingegen ignorant und von der Wertung her als arrogant einzustufen. Deswegen bleibt uns bei Schrödingers Gedankenexperiment zunächst auch nicht anderes übrig, als keine der beiden Annahmen „tot“ oder „lebendig“ von vornherein auszuschließen, auch wenn es auf den ersten Blick irrational wirkt.

Wagen wir also an dieser Stelle die Analogie. Impfen oder nicht impfen, das ist aktuell eine der meistgestellten Fragen. Es sprechen aus wissenschaftlicher Sicht, aus subjektiver Sicht und auch aus der Sicht gesellschaftlicher Verantwortung Argumente sowohl für das Impfen, als auch gegen das Impfen – dabei beziehe ich mich jedoch nicht auf verschwörungstheoretische Ansätze beider Positionen, sondern auf durchaus fundierte Erkenntnisse, mit denen ich mich in den letzten Monaten befasst habe. Ob für oder wider, muss jedoch jeder selbst entscheiden. Das soll hier allerdings nicht Grundlage der Betrachtung sein.

Der eigentliche Kern meiner Betrachtung ist das Vertrauen insbesondere in Wirkstoffe, die ihre Wirkung auf Basis von mRNA entfalten sollen. Jeder, der im Biologieunterricht bei Thema Genetik aufgepasst hat, weiß, dass die RNA bei genetischen Prozessen eine höchst sensible Rolle spielt. Ja, es wird uns versichert, dass der mRNA-Wirkstoff sicher sei. Ich kann das weder bestätigen, noch verneinen, weil ich kein Wissenschaftler bin. Skeptisch macht mich als kritisch-rational Denkender die verabsolutierende Annahme sehr wohl, dass der Wirkstoff hinsichtlich seines genetisch wirksamen Potentials unschädlich sei. Bisher konnte mir auch noch niemand genau erklären, warum der Fingerzeig auf diese gedankliche Lücke, auch wenn es auch nur ein kleines, jedoch entscheidendes My ist, unangebracht oder gar unberechtigt wäre. Hier stehen wir also vor dem besagten geschlossenen Raum, den Schrödinger in seinem Experiment skizziert. Wir wissen, was innerhalb dieses Raumes passieren kann oder was eben nicht passieren kann. Dabei müssen wir beide Möglichkeiten gleichzeitig in Betracht ziehen, solange wir keinen Zugriff auf den Raum haben. Diesen haben wir auch nicht, sondern erst dann, wenn wir evidente Studien zu Langzeitfolgen haben. Dabei betonte ich ausdrücklich noch mal: Lang-Zeit-Folgen. Es ist hier rational recht eindeutig, dass entsprechende gefestigte Ergebnisse noch nicht vorliegen können. Nun ist es aber so, um noch einmal auf unsere tot-lebendige Katze zurückzukommen, dass Menschen gerade bei diesem Experiment dazu neigen, sich vorzugsweise das niedliche Kätzchen lebendig, anstatt tot vorzustellen. So ist es wohl auch bei der Wirksamkeit und der bedenkenlosen Verabreichung der mRNA-Impfstoffe. Die Annahme einer bedenkenlosen Wirksamkeit ohne mögliche genetische Querschläger ist, genau wie das lebende Kätzchen, die Vorzugsvariante vieler, weil es ihnen rational erscheint oder weil sie daran glauben wollen. Psychologisch auch nachvollziehbar. Auch ich würde prinzipiell die schönere gedankliche Denkweise annehmen.

 

Letztlich sehen wir aber, die Analogie zwischen unvorhersehbarer Quantenphysik und der Genetik, die ja dem mRNA-Wirkstoff zugrund liegt, ist keineswegs weit hergeholt. Was in dem geschlossenen Raum passiert, wissen wir auf absehbare Zeit definitiv nicht. Die Impfungen können wirken, müssen sie aber nicht. Sie können nachteilige Langzeitfolgen haben, müssen sie aber nicht. Dieser Schwebezustand wird voraussichtlich eine Weile noch so anhalten. Dann werden wir sehen, wie das Gedankenexperiment ausgeht.

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Dieser Artikel wurde 22 mal kommentiert

  1. Zorn Dieter Antworten

    Das ist eines meiner Lieblingsthemen seit Jahrzehnten, Schrödingers Katze. Es geht darum, dass die Beobachtung eines Experiments (oder der Realität, denn „die“ Realität gibt es nicht, es gibt nur ihre, meine und noch 8,5 Mrd. Realitäten) das Experiment selber verändert. Solange die Katze im Kasten ist, findet keine Beobachtung der Realität innerhalb des Kastens statt, die Quanten sind im Schwebezustand und haben für den Beobachter (und das ist der Einzige der zählt, nur er kann einen Zustand feststellen) keinen Zustand angenommen. Erst wenn der Deckel gelüftet wird, manifestiert sich eine Wirklichkeit. Die Katze kann tot oder lebendig sein. Für das Impfen heißt das: Nichts genaues wissen wir. Der Deckel ist noch zu. Es gibt nur eine Vielzahl widersprechender Fakten und Theorien. Eine allgemein akzeptierte Theorie hat sich noch nicht herausgebildet. Obwohl Politiker & Medien so tun. Heißt für den Einzelnen eigentlich: Solange der Deckel noch zu ist, ist das Wissen um die Impfung / den Zustand der Katze noch null. Also, keine Entscheidung, keine Impfung. Jede davon abweichende Entscheidung ist eine Spekulation auf die Zukunft. Die der Einzelne natürlich eingehen kann, jedoch in einer Demokratie, nicht der Staat den Einzelnen vorschreiben kann.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      „…eine Spekulation für die Zukunft. Die der Einzelne natürlich eingehen kann, jedoch in einer Demokratie, nicht der Staat den Einzelnen vorschreiben kann.“

      Sehr richtig, aber genau das wird demnächst im Bundestag beschlossen werden. Damit wird der demokratische Rechtsstaat nicht zum ersten Mal massiv beschädigt, damit werden die Grundrechte der Bürger verletzt.
      Und es sieht nicht so aus, als ob die Verfassungsrichter auch nur einen Gedanken auf dieses Unrecht verschwenden werden. Sie haben sich schon zum Büttel der Politik machen lassen.

      Was wollen wir dagegen tun?

      • Zorn Dieter Antworten

        Wir können nichts tun. Nur stoisch dem Schauspiel zusehen. So wie seit 3000 Jahren. Stoiker wie Seneca mussten dem wahnsinnigen Agieren eines Nero, dessen Hauslehrer und oberster Beamter er gewesen war, stoisch zusehen. Um am Ende den angebotenen Giftkelch zu leeren. Vernunft ist nur bei den Wenigen. Die Masse ist tumb. Also, stoisch aushalten. Gegenwehr ist nicht möglich. Wohin wollen Sie fliehen in Zeiten der Globalisierung des Wahnsinns? Schiller konnte nach Mannheim gehen, Heine nach Paris, die Brüder Mann nach Amerika. Wohin wollen wir gehen?

        • H.K. Antworten

          Herr Zorn,

          ich fürchte, Sie haben Recht.

          Und wenn das so ist, sollten wir uns einmal die Frage stellen, mit welcher Berechtigung der Generation unserer Eltern und Großeltern der Vorwurf zu machen ist “ Wie konntet ihr nur“ und „Warum habt ihr bloß nichts getan ?“

          Die Gefahr, heutzutage standrechtlich erschossen zu werden, erscheint mir ein klein wenig geringer, als vor 80 Jahren.

        • S v B Antworten

          Ach, wäre es nicht wunderbar, wenn man auch heute noch einfach „irgendwo hin aufbrechen“ könnte? Schon seit einer Weile billigt die strikte Aufteilung der Welt dem Einzelnen kaum noch Freiheiten zu (Ausnahmen finden sich in unserem Asylrecht). Für jeden Libertären muss dieses Gefühl des ohnmächtigen Verharren-Müssens im Grunde den Albtraum schlechthin bedeuten. Und nun sollen wohl auch noch die kärglichen Überreste des Libertären, die – bewusst oder unbewusst – noch in jedem von uns stecken dürften, endgültig ausgemerzt werden. Dies scheinen allmählich nicht mehr nur die aufmüpfigen und bisweilen gar als „Schädlinge“ am Gemeinwesen verteufelten Opponenten der Impfpflicht zu spüren, sondern wir alle.

          • H.K.

            Tja, unsere Ex-Basti-Untertanen dürfen wohl ab morgen, falls ungeimpft, mit „Impfanreizen“ von € 3.600 rechnen.

            Das läßt sich unsere neue Ampelregierung sicher nicht bieten.

            3.6 ? WER BIETET MEHR ?!

          • S v B

            Leider lehrt die Erfahrung, dass mit dem schmerzhaften Griff in seine Geldbörse beim Bürger fast alles – wenn nicht gar alles – durchzusetzen ist. Deshalb ist nun dieser Weg eingeschlagen worden. Nun können sich tatsächlich nur noch diejenigen wehren, bei denen es auf ein paar Tausende hin oder her nicht ankommt. Leider dürften dies nur sehr (sehr!) wenige sein. – Als hochinteressant, nein in höchstem Maße „fragwürdig“, empfinde ich die Tatsache, dass die Impfverweigerung quasi in den Tatbestand einer kriminellen Handlung erhoben wird. Auf welche sonstigen Handlungen der Zivilbevölkerung stehen Geldstrafen (oder zumindest Bußgelder)? Seitens der Machthabenden prescht man in dieser Angelegenheit erstaunlich selbstsicher nach vorne. Ob sich das dereinst nicht einmal rechen könnte…?

  2. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Sie, Liebe Hildegard Königs-Albrecht Dr,

    haben es auf den Punkt gebracht: In dem, daß der Bundestag, mit Hilfe des Bundesrates, und der neuen Haldenwang-staatssicherheits-behörde ab jetzt jedem alles vorschreiben kann, wird der Bundestag zu einer kriminellen Vereinigung gegen das eigene Volk. Es ist jetzt die Zeit gekommen, da sich das Volk von seinen Tyrannen zurecht entledigen muß. Selbst das Grundgesetz enthält einen solchen Passus. Der Moment, da wir uns von den Unterdrückern befreien müssen, rückt näher.

    Wird Brutus Auferstehen?

    Dank wird er, wie im alten Rom, nicht bekommen. Aber die Demokratie würde sich möglicherweise erholen können.

    Wir sind es, die das Gesindel aus Berlin vertreiben müssen. Kein anderer. Aber Michel rückt seine Nachtmützte nach dem Genuß von ARD und ZDF zurecht, und legt sich eingelullt schlafen.

    Gute Nacht!

    • H.K. Antworten

      „ … Aber Michel rückt seine Nachtmützte nach dem Genuß von ARD und ZDF zurecht, und legt sich eingelullt schlafen.…“

      KANN er doch auch !

      Schließlich gibt es ein unabhängiges, über jeden erdenklichen Zweifel erhabenes Bundesverfassungsgericht, dessen ebenso unabhängige, objektive, parteilose wie politisch ungebundene Richter*/:/-/_/Innen selbstlos und jederzeit für das Wohl dieses unseres Volkes entscheiden.

      Schließlich und endlich sind alle diese Jurist*/:/-/_/Innen durch Wissen, Können, Fleiß und Fähigkeiten ins Amt gekommen und nicht etwa – wie z.B. in Amerika – durch Parteiengeklüngel, Handauflegen oder gar persönliche Intervention des Regierungschefs, der sich die ihm genehmen Personen auf dem jeweiligen Schemel plaziert.

  3. Angelika Antworten

    Als Laie würde ich sagen:
    Wenn jemand über 80 ist, ist Impfen sinnvoll. Wenn jemand über 60 ist und diese Vorerkrankungen hat, wohl auch.
    Wenn jemand unter 30 ist und diese Vorerkrankungen nicht hat, ist Impfen Schwachsinn. Für alle dazwischen ist die Grenze fließend.
    Im Grunde sind die armen Schweine die jungen gesunden. Ihnen macht Corona nichts aus, aber sie werden in Mithaftung genommen. Und witzigerweise sind diese Jungen ja oft linksgrün und damit für Lockdowns und Zwangsimpfung.
    Wirklich witzig finde ich ja, wenn Linksgrüne von ihrer eigenen Blase gefressen werden. Wie aktuell dieser schöne ZDF-Philosoph.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Es wird weiterhin gelogen, betrogen und verschleiert.

      Warum ist die heutige Sitzung des Corona Ausschuss kurz nach Beginn von Youtube gelöscht worden?
      Warum wurde dem Ausschuss zum wiederholten Mal das Konto gekündigt?

      Warum kann Reitschuster nicht mehr an der Bundespressekonferenz teilnehmen und mußte den Kanal wechseln?

      Warum wissen die EU-Abgeordneten bis heute nicht, was in dem Vertrag steht, den sie verabschiedet haben?

      Warum wird der Totimpfstoff nicht zugelassen?

      Warum wird in den Medien ständig behauptet, es lägen fast nur Ungeimpfte auf den Intensivstationen, während der Präsident der DIVI, Marx, zugibt, daß er gar keine Zahlen dazu hat?

      Warum wird behauptet die Mutante Omicron sei besonders ansteckend und gefährlich, obwohl man das nach wenigen Tagen gar nicht beurteilen kann?

      Ich könnte noch hundert weitere Fragen stellen…

      • H.K. Antworten

        Wie die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ heute schreibt, sind etwa 50 % der Corona-Intensivpatienten Migranten. Das sagt aber ansonsten niemand.

        Der Chefarzt der Lungenabtlg. eines Hamburger Krankenhauses spricht davon, daß 30-40 % „kein Wort Deutsch verstehen“.

        Würde jemand davon reden, daß Menschen hierher kommen, kein Wort Deutsch reden, keinen Cent in die Krankenkassen einzahlen, aber 50 % der Intensivbetten belegen und ganz Deutschland dafür wieder kurz vor dem Lockdown, shut down oder wie auch immer man es nennen möchte, steht – wie würde das wohl „eingeordnet“ ?

        Aber gut, daß das ja auch niemand tut …

        • H.K. Antworten

          Der Artikel „Warum viele Migranten auf der Intensivstation liegen“ ist VOR der Bezahlschranke frei lesbar.

          Dort erfährt der geneigte Leser auch

          „ Die meisten Kliniken wollen sich nicht öffentlich zu dem Thema äußern. Wie kürzlich bei „Markus Lanz“ im ZDF zur Sprache kam, gibt es laut dem Moderator offenbar eine Furcht darüber zu reden, womöglich aus Angst, als rassistisch zu gelten. Aber anonym kann man einiges erfahren.“

          Soweit zum Thema der Rede von Frau Merkel anläßlich ihres Zapfenstreiches „Vertrauen ist das Wichtigste in der Politik“.

          • S v B

            „Vertrauen ist das Wichtigste in der Politik“. Ja, und „Fröhlichkeit des Herzens“, lieber H.K. Gerade Letztgenannte habe zumindest ich jedoch bei Frau Merkel in all den Jahren nicht wirklich feststellen können. Sie etwa? Na ja, vielleicht hab‘ ich auch einfach nicht gut genug hingeschaut. – Wenn ich mich allerdings an die schier unfassbare Szene mit dem von Merkel am Wahlabend 2013 angewidert weggeschleuderten Deutschland-Fähnchen erinnere, muss ich, so leid es mir tut, die ihr erwiesene Ehre eines Zapfenstreichs doch „etwas“ (eigentlich erheblich) in Frage stellen.

          • H.K.

            Liebe SvB,

            wenn meine Chefin zuhause derartige Sprüche wie den von „Mutti“ hört, pflegt sie in der Regel zu sagen „Ich lache laut und silberhell“.

            Bei mir kommt es dagegen meist zu ruckartigen, krampfgeschüttelten Schenkelklopfern und Lach-Kiefersperren …

  4. Ketzerlehrling Antworten

    Glauben wollen ist eines, die Realität etwas anderes. Ich glaube an die Realität und den gesunden Menschenverstand sowie ein gesundes Verhältnis zu sich. Aber wer für eine Bratwurst seine Gesundheit aufs Spiel setzt, hat seine Entscheidung getroffen.

  5. Querdenker Antworten

    Als Physiker mit Schwerpunkt theoretischer Quantenmechanik hätte ich jetzt nicht gerade an Schrödingers Katze gedacht. Ich neige mehr zu einem geflügelten Wort antiken Ursprungs „Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Wir machen es den Rädelsführern in Politik und obrigkeitshöriger Medien zu leicht mit markigen Sprüchen, wie man so schön sagt, klare Kante zu zeigen und alle Zweifel gedankenlos vom Tisch zu wischen. Es ist erschreckend eine exzellente Beschreibung in dem antiken Buch die „Apologie des Sokrates“ zu finden. „Beim Weggehen aber sagte ich zu mir: Verglichen mit diesem Menschen bin ich doch weiser. Wahrscheinlich weiß ja keiner von uns beiden etwas Rechtes; aber dieser glaubt, etwas zu wissen, obwohl er es nicht weiß; ich dagegen weiß zwar auch nichts, glaube aber auch nicht etwas zu wissen. Um diesen kleinen Unterschied bin ich also offenbar weiser, dass ich eben das, was ich nicht weiß, auch nicht zu wissen glaube.“

    Für die Rädelsführer in Politik und obrigkeitshöriger Medien, denen diese Überlegungen zu kompliziert sind, hätte ich noch eine Chefredakteur- und Ministertaugliche Alternative. Wir kennen den Spruch: „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“. Wenn die ‚Rädelsführer von der klaren Kante‘ einfach eine Nacht über ihre Aussage schlafen würden. Wenn sie dann am Ende der Nacht in einem Albtraum sich vorstellen, sie haben sich geirrt und es treten unerwartete Langzeitschäden der mRNA Impfstoffe auf. Daraufhin müssten sie in dem Albtraum vor den Augen der Opfer ihre Hand für einige Minuten in die Glut eines Kaminfeuers halten. Solch ein Albtraum können ihnen helfen zu erkennen, dass sie eben das, was sie nicht wissen, auch nicht zu wissen glauben.

  6. .TS. Antworten

    Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Schrödingers Katze und der Schaden-Nutzen-Bewertung von (pharmazeutischen) Substanzen:
    Bei Schrödingers Katze wird ein mikroskopisches Ereignis quantenmechanischer Natur (sprich: Zufallsereignis mit bestimmter Wahrscheinlichkeit) mit einer makroskopischen Auswirkung verknüpft. Solange man nicht nachschaut wird somit gedanklich die stochastische Natur im Mikrokosmos auf den Makrokosmos projiziert in dem sie in der Realität statistisch praktisch völlig untergeht. Für einen einzelnen Versuch ist das wie ein Lotteriespiel (ähnlich wie Risiko oder Krankheitsvermeidung für einen einzelnen Impfling), wenn man das Experiment aber millionenfach wiederholt nähert sich der Anteil der überlebenden Katzen wieder der statistischen Wahrscheinlichkeit an, und – hier ist der fundamentale Unterschied – diese ist hochgradig genau vorab bekannt.

    Das Schadens-Nutzen-Verhältnis eines neuartigen Pharmaprodukt ist hingegen weitgehend unbekannt, und unterliegt, anders als physikalische Prozesse in einer klar fixierten Umgebung, einer weitaus größeren Zahl an Einflußfaktoren (praktisch jeder Mensch hat eigene abweichende genetische Ausstattung, andere Vorschäden oder Schwächen, körperliche und immunologische Resistenz, Lebenswandel, psychische Verfassung die sich stark physisch auswirkt,…): Daher ist es unabdingbar neue Pharmazeutika und Therapien langfristig zu beobachten, nachzuanalysieren und auch mit anderen Mitteln bzw. Verfahren zu vergleichen. Genau das wird aber nicht gemacht, stattdessen wird einfach eine hochradige Schutzwirkung politisch und medial behauptet die in dieser Form nicht einmal in den ursprünglichen Studien der Hersteller extrapoliert wird und von der aktuellen Entwicklung geradezu konterkariert wird.

    Der Schaden ist enorm – was hier langfristig an Vertrauen in Institutionen und Wissenschaft verloren geht wird uns noch deutlich teurer zu stehen kommen als alle bisherigen Covid19-bezogenen Schäden (egal ob durch Erkrankungen oder Kllateralschäden der Gegenmaßnahmen) zusammen.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Wie lange wird es wohl dauern, bis die große Mehrheit der Zeitgenossen aufwacht und die Realität zur Kenntnis nimmt?

      Bei der letzten Verführung der Deutschen mußte das Ende von außen herbeigeführt werden. Diesmal gibt es kein „außen“. Die ganze Welt läßt sich von einigen Multis und den von ihnen abhängigen Institutionen und ihren irregeleiteten Followern in die Unfreiheit steuern. Ein Ende des Schlamassels kann nur von den Menschen selbst erreicht werden. Dazu bedürfte es keiner Revolution, sondern nur der Solidarität. Mit Demonstrationen, Streiks, Mißachtung der sinnlosen Maßnahmen und der Verweigerung einer Zwangsimpfung sowie einer Impfschleife könnte man viel erreichen.

      • .TS. Antworten

        Was ist denn eine „Impfschleife“?

        Wichtig ist daß möglichst vielen bewußt wird daß es an ihrem eigenen Verhalten liegt ob sich etwas ändert, wenn jeder nur selber willig mitläuft und hofft daß andere für ihn die Kohlen aus dem Feuer retten verlieren am Ende alle. Der Verlust an Zusammenhalt (Familie, Religion, Nachbarschaft, Gemeinwesen,…) rächt sich nun bitter – was zuvor als bequeme moderne individualisierte Gesellschaft erschien entpuppt sich nun als schwache isolierte Gesellschaft. Die Spaltung die massiv vorangetrieben wird verläuft letztlich an Bruchlinien die wir alle selber zugelassen haben.

  7. Petersen Antworten

    Bei Schrödingers (Gedanken-)Experiment ist am Ende des Zerfallprozesses die Katze mit Sicherheit tot.

  8. Michael Stips Antworten

    Zu wenig Zeit momentan alles zu lesen, aber kurzer Einblick legt nahe: hier kommunizieren noch einige „Übriggebliebene“, denen noch ein Begriff ist.
    (Wollte dieses Feld nicht leer lassen, während ich den Newsletter aktiviere.)
    Grüße!

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