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Aufbegehren gegen das „System“: Es ist nicht links, es ist nicht rechts. Es ist.

Sie, meine Leserinnen und Leser, wissen, dass ich die Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen von Anfang an befürwortet habe. Demokratie, Rechtsstaat und Freiheit gelten in Deutschland auch dann, wenn gerade Pandemie ist. Oder sollten wenigstens gelten…

Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, beklagt heute, dass sich die lautstarke Kritik am „System“ nicht mehr nur auf die Corona-Maßnahmen beziehen und dass die klassischen Links- und Rechtskategorien längst nicht mehr anwendbar sind für das, was in Deutschland gerade passiert.

Vielleicht sollte das auch mal jemand den Herrschaften von Rot-Grün-Schwarz-Gelb sagen, die das noch gar nicht bemerkt zu haben scheinen. Die Proteste gegen Corona sind nicht rechts und sie sind nicht links. Sie sind.

Und tatsächlich ist die Vermengung in Ostdeutschland deutlich sichtbarer, wo die alten Pegida-Parolen auch bei Corona-Protesten gerufen werden. Haldenwang dazu: «Ob das jetzt Corona ist oder die Flüchtlingspolitik. Oder auch die Flutkatastrophe: Da hat man teilweise die gleichen Leute gesehen, die versuchten, den Eindruck zu vermitteln, der Staat versage und tue nichts für die Menschen», sagte Haldenwang.

Und dass dieser Staat nichts für die Leute tut, kann man wirklich nicht sagen. Das Problem ist: Der Staat tut in manchen Bereichen offenkundig das Falsche, und bietet dadurch eine Projektionsfläche für alle, die unzufrieden sind.

Was neu ist: Die Radikalität der Proteste scheint zuzunehmen, sowohl im Netz als auch auf den Straßen, wo Angriffe und Beleidigungen auf die Polizei und Sicherheitskräfte zunehmen, die teilweise als «Söldner» und «Mörder des Systems» diffamiert und beleidigt werden.

Zumindest ich bin da nicht mehr dabei, weil ich als bürgerlicher Konservativer an die Notwendigkeit der rechtsstaatlichen Ordnung in unserem Land glaube und sie verteidigen will.

Ich finde, „das System“ nämlich gut. Nur, was die politischen Eliten daraus machen, ist ganz schlecht. Das hängt zusammen mit den Auswahlprozessen des Führungspersonals in den Parteien, das hängt zusammen mit dem Fehlen einer starken Opposition im Bundestag seit vielen Jahren, das hängt zusammen mit den angepassten Mainstreammedien, die ihre Aufgabe der Kontrolle der Regierenden nicht mehr wahrnehmen.

Und dann entsteht daraus ein explosives Gemisch, das dauerhafte Staatsverdrossenheit, auch Hass gegen „die da oben“, zementiert. Wir sind nicht so weit wie in der Weimarer Republik, es steht auch kein zweites 1989 unmittelbar bevor und die Entwicklung einer neuen Variante des Terrorismus wie in den 70er Jahren.

Aber was die beschriebenen aktuellen Entwicklungen als gemeinsamen Nenner eint, ist das totale Versagen des Bürgertums, der so genannten Mitte. Wo finden diese Leute statt? Wo stehen sie auf im Bundestag? Wo gehen Sie auf die Straßen und sprechen mit den wütenden Demonstranten? Es gibt da eine unzufriedene Masse Bürger. Und es gibt Rattenfänger von Links- und Rechtsaußen. Und sonst? Da gibt es nichts…

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Telegram abschalten? Auf keinen Fall, denn Meinungsvielfalt ist unverzichtbar

Bundesinnenministerin Nancy Faeser lässt prüfen, ob man den Messengerdienst Telegram abschalten müsse. Der Dienst, der angeblich in Dubai residiert, dort aber allenfalls eine Briefkastenadresse sein eigen nennt, gebe Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremisten eine Plattform, sagen Kritiker. Und in der Tat tummelt sich neben vielen ganz normalen Menschen auf Telegram ein – nennen wir es – buntes Völkchen, mit dem nicht jeder etwas zu tun haben möchte.

Das Organisiseren von Netzwerken und Demonstrationen ist dabei vielleicht ein Problem für Frau Faeser, gegen deren Bundesregierung und Corona-Maßnahmen viel demonstriert wird derzeit. Für normale Leute, wie Sie und mich, gehört das zur Demokratie dazu, dass man sich organisiert, um mit friedlichen Mitteln politische Veränderungen zu bewirken.

Aber Mordpläne gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer, die vor einigen Tagen bekannt wurden, gehören ganz sicher nicht zum demokratischen Prozess. Attilla Hildmann sicher auch nicht, der inzwischen sogar von Telegram selbst gesperrt wurde, obwohl er dort mit 100.000 Followern eine mächtige Community hinter sich hatte. Und unsereins fragt sich: warum eigentlich?

Hildmann habe den Kanal vor einigen Monaten immer wieder genutzt, um dort zum Mord an Juden aufzurufen, und habe behauptet unter anderem „der Jude“ wolle mit Corona-Impfungen Deutsche und ihre Kinder töten. Zudem verlinkte er auf einen rechtsextremen Waffenhändler. Der „stern“ berichtete über diese Dinge, und nein, bei sowas möchte ich nicht dabei sein.

Und ein militanter Aktivist namens Max Mustermann wird anderswo zitiert, der auf Telegram beschreibt, was man gegen „Impfteams in Wohngegenden“ tun könne, die von Tür zu Tür gingen.  Zum Beispiel die heimische Mikrowelle umbauen, um mittels Strahlung Geräte auszuschalten – wörtlich: „je näher die Leute kommen, desto heißer wird’s dann“.

Trotz solcher Wirrköpfe – man darf nicht Hunderttausende oder gar Millionen ganz normaler Bürger wegen einem kleinen Rand an Vollidioten ihrer Grundrechte berauben. Genauso wie man nicht die Anwesenheit einer radikalen Minderheit bei einer Demonstration zum Anlass nehmen darf, die ganze Veranstaltung abzubrechen. Der Artikel 5 unseres Grundgesetzes garantiert eines der wichtigsten Grundrechte überhaupt: das auf Meinungsfreiheit. Und wer Netzwerke nutzt, um Meinungen zu verbreiten und zu diskutieren, der tut nichts Unrechtes. Genau so wie ein demokratischer Staat Sender wie RT nicht schließen darf, wenn auch Sender aus anderen Ländern ausstrahlen dürfen.

Und klar wird RT zu 100 Prozent vom Kreml bezahlt und sendet in Deutschland Propaganda. So wie die Deutsche Welle zu 100 Prozent von unserer Bundesregierung bezahlt wird und in Russland sendet. Wer Freiheit will, muss Vielfalt einfach aushalten. Sonst funktioniert das nicht. Und wer zu Gewalt oder zur Revolution aufruft, den muss man identifizieren und rausnehmen und vor Gericht stellen, aber nicht eine große Gruppe Menschen unter Generalverdacht stellen.

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Wenn Kinder Kinder ermorden….

Ein 16-jähriges Mädchen ist in Memmingerberg in der Nähe eines Flughafens mit mehreren Messerstichen ermordet worden – wohl von einem gleichaltrigen Mädchen und einem 25-jährigen Mann. Warum, das wissen die Ermittler nicht oder sie wollen es nicht öffentlich sagen.

In Aschersleben (Sachsen-Anhalt) wurde Anfang Novenber eine 14-Jährige umgebracht, vermutlich von einem gleichaltrigen Jungen aus dem «persönlichen Umfeld» des Opfers.

In Heidelberg steht derzeit ein 14-Jähriger vor Gericht, weil er im Februar im baden-württembergischen Sinsheim einen 13 Jahre alten Jungen von hinten drei Mal mit einem Messer in den Rücken gestochen hat. Motiv könnte Eifersucht sein, es ging wohl um eine Zwölfjährige.

Im Oktober wurde eine 14 Jahre alte Schülerin in München tot in ihrem Bett gefunden.Die Polizei geht davon aus, dass ein 17-jähriger Freund des Opfers der Täter ist, der sie mit einem Stich in die Brust umbrachte.

Wohlgemerkt: wir reden von wenigen Wochen und wir reden von Deutschland. Was läuft hier schief in einer Gesellschaft, die so viel auf ihre Friedfertigkeit und Toleranz hält?




Ein Mann für gewisse Interviews

Im hessischen Idar-Oberstein hat ein 49-jähriger Mann einen 20-jährigen Verkäufer in einer Aral-Tankstelle erschossen. Weil der ihn mehrfach ermahnt hatte, zum Schutz vor Corona eine Maske zu tragen. Kann man sich gar nicht ausdenken, passiert aber in dieser immer irrer werdenden Gesellschaft.

Thema aus Rheinland-Pfalz, deutsches Thema – und Journalisten sind frei, zu entscheiden, mit wem sie ein Interview führen wollen.

Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) hat sich für Stephan Kramer entschieden, den Präsidenten des thüringischen Verfassungsschutzes. Thüringen? Was haben die damit zu tun, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Die Antwort ergibt sich von selbst, wenn Sie anschauen, wer Stephan Kramer ist.

Kramer wurde im November 2015 Präsident des Amtes für Verfassungsschutz in Thüringen. Eigentlich muss der Präsident als Voraussetzung die Befähigung zum Richteramt haben. Hat er aber nicht, doch das Amt als Verfassungsschutzchef bekam er dennoch. Es gibt ja diesen legendären Ermessenspielraum.

Stephan Kramer, der öffentlich Kritik am thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke geäußert hatte, war gleichzeitig verantwortlich für die Einstufung der Partei als „Prüffall“. Bald darauf wurde Medien eine Mail des damaligen Referatsleiters für Rechtsextremismus zugespielt, in der dieser schreibt, dass bei der Einstufung der AfD als Prüffall das fachlich zuständige Referat für Rechtsextremismus auf ausdrückliche Weisung Kramers übergangen worden sein soll.

Kramer, der zuvor auch schon Mitglied von FDP und CDU war, wurde im April 2020 als Direktkandidat der SPD im Wahlkreis 192 (Ilmkreis/Landkreis Gotha) für die Bundestagswahl aufgestellt. Die Kandidatur gab er auf, nachdem die AfD massiv kritisiert hatte, dass ein Bundestagskandidat einer anderen Partei einen Mitbewerber als „Prüffall“ einstufen konnte.

Wenn es um Hans-Georg Maaßen geht, den konservativen CDU-Kandidaten im Wahlkreis 196, (Schmalkalden), läuft Kramer zu Hochform auf. Der verwende „antisemitischer Stereotype“ und „doppeldeutige Begriffe“. Abgeordnete von CDU und AfD forderten daraufhin die sofortige Entlassung Kramers wegen fehlender politische Neutralität. Natürlich erfolgte keine Entlassung.

Stephan Kramer sitzt im Stuftungsrat der linksradikalen „Antonio Amadeu Stiftung“, die mit Steuermillionen üppig für den sogenannten „Kampf gegen rechts“ ausgestattet wird. Auch findet man ihn im Zusammenhang mit der grünen Heinrich-Böll-Stiftung.

Ein parteineutraler Spitzenbeamter sieht anders aus.




Und jetzt die Delta-Variante: Wird der Corona-Ausnahmezustand nie mehr verschwinden?

Wahrscheinlich geht es den meisten von Ihnen so wie mir uns meiner Familie. Wir finden einfach nicht mehr durch bei dem Trommelfeuer sich oft widersprechender Corona-Nachrichten. Das Größte war im vergangenen Jahr nach dem ersten Lockdown, als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte, nach dem heutigen Wissensstand wäre ein so umfangreicher Lockdown gar nicht notwendig gewesen. Wenige Wochen später ordneten die Bundesregierung und die ominöse Länderrunde einen noch viel härteren Lockdown an. Und dann noch einen und noch eine Verlängerung und noch eine. Unsere Kinder mussten jeden Tag sechs Stunden mit Maske im Unterricht sitzen, und wenn Pause ist, mit Maske auf dem Schulhof rumlaufen – im Freien.

Es ist klar, dass sich die Corona-Lage entspannt, wenn Sommer ist, wenn es warm wird und die Leute viel mehr draußen herumlaufen. Und bald ist Bundestagswahl, da wollen die Regierungsparteien die Wähler mit Strandkörben auf Norderney und Usedom bespaßen, damit sie am 26. September gut gelaunt zu den Wahlurnen strömen.

Aber jetzt kommen Frank Montgomery und Karl Lauterbach um die Ecke und warnen vor der nächsten Apokalypse: der Delta-Variante Die wütent besonders in Großbritannien, und da ist es schon wieder vorbei mit den Lockerungen. Das kann, das wird wahrscheinlich auch bei uns passieren.

Haben also diejenigen recht, die uns seit Monaten vor dieser Entwicklung warnen? Hört das nie wieder auf? Sind wir trotz Impfungen immer noch nicht sicher?

In meinem Umfeld ist inzwischen nahezu jeder mindestens einmal geimpft. Wirklich nahezu jeder. Vor den Impfstationen bilden sich lange Schlangen. Freunde erzählen mir, es piekst einmal, der Oberarm schmerzt zwei, drei Stunden ein wenig, nicht mehr als bei anderen Impfungen auch. Andere berichten, nach Biontech habe es nach der zweiten Impfung abends Kopfschmerzen und bei einem Schüttelfrost gegeben. Und das war es dann auch. Die „Berichte“ von Tausenden Impftoten finden sich fast ausschließlich auf irgendwelchen Portalen, von denen zumindest ich vorher noch nie etwas gehört haben. Aber da sagt man uns, man dürfe auf keinen Fall dem RKI vertrauen und der Mainstream-Presse schon gar nicht.

Sie wissen, beim letzten Punkt bin ich durchaus ansprechbar, beim Mainstream würde ich grundsätzlich auch erstmal zur Vorsicht raten!

Aber was mache ich jetzt? Meine langjährige Hausärztin sagt, ich soll mich unbedingt impfen lassen. Herzinfarkt gehabt, 62 Jahre alt – sicher ist sicher. Lieber Biontech als AstraZeneca. Sie impft seit Wochen jeden Tag, was die Spitzen hergeben, auch vor ihrer Praxis jeden Tag eine Menschenschlange, wie früher, wenn es in der DDR Südfrüchte im Laden gab. Hatten Sie schon einen Notfall, frage ich, oder schwere Nebenwirkungen oder gar einen Todesfall? Null, Arm schmerzt, manchmal Kopfschmerzen oder Schüttelfrost. That’s ist!

Im August wollen wir das erste Mal seit drei Jahren wieder in den Sommerurlaub fahren. Kroatien ist das Ziel, da waren wir noch nie. Ich hab da über die kubanische Tabak-Mafia einen neuen Freund, der alles für uns organisiert – Ferienhaus, Barbecue, Wein…and in the evening, we’ll have some cigarz, Klaus… Bin gespannt.

Wir alle, Sie und ich, wollen, dass das endlich aufhört mit Corona. Bevor es wieder Herbst wird und das nächste Virus auftaucht. Aber, ganz ehrlich, für mich fühlt sich das nicht an, als sei es schon vorbei…oder irgendwann überhaupt vorbei.

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Das Kabinett des Schreckens: Welche Fachleute uns demnächst regieren

Betrachten wir das zukünftige politische Spitzenpersonal in Deutschland genauer , dann…ja, dann, wird einem Angst und Bange. Das grüne Kanzler_*Innen-Duo Baerbock und Habeck haben ja schon mehrfach verstörende Einblicke in ihre Nichtkenntnis der Situation im Lande offenbart. Doch jetzt zeichnet sich mit der neuen Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow ein neuer Stern am deutschen Politiker-Himmel ab.

Bei Markus Lanz saß sie gerade, um – als denkbare „nächste Bundeskanzlerin oder Finanzministerin“ – ihr Steuerkonzept vorzustellen. Lanz kann manchmal so fies sein. Es wurde ein Desaster, das mich aber an ein weiteres Interview der Linksaußen letztens erinnerte, in dem sie sich zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr äußerte. Die wolle sie als Linke natürlich beenden verkündete sie, wusste aber auf Nachfrage nicht, wo unsere Soldaten auf der Welt derzeit überhaupt im Einsatz sind, wo es Kampfeinsätze gibt, wo humanitäre Missionen stattfinden. Sie wusste im Grunde…nix.

So geht es vielen Leuten, das Problem hier ist aber, dass es inzwischen dank der unterirdischen Low-Performance von CDU und CSU gut sein kann, dass Frau Hennig-Wellsow und die Klimaexperten Baerbock und Habeck zusammen ein Kabinett bilden, wo am Tisch – sozusagen der Höhepunkt – noch Saskia Esken Platz nimmt. Und die werden dann Deutschland nach vorn bringen. Oder so…




Maria 2.0 gescheitert: Gründerinnen treten aus katholischer Kirche aus

Die Gründerinnen der Initiative „Maria 2.0“, die aus der katholischen Kirche die evangelische Kirche 2.0 machen wollten, sind gescheitert. Elisabeth Kötter und Andrea Voß-Frick erklärten gestern ihren Austritt aus der Katholischen Kirche, und ich begrüße das sehr. Nicht, weil ich frauenfeindlich wäre oder etwas gegen Reformdiskussionen in der Kirche habe, sonden weil ich anerkenne, dass die beiden konsequent handeln.

„Jetzt reicht es!“ haben sie ihrer früheren Kirche noch trotzig hinterhergerufen. Und ja, liebe Frau Kötter und liebe Frau Voß-Frick, vielen von uns reicht es schon lange mit den immer gleichen Debatten, mit dem immer gleichen weinerlichen Unterton, mit dem immer gleichen verstaubten Vorhaltungen, die insbesondere die Katholische Kirche in Deutschland seit Jahrzehnten plagen.

Es sei unmöglich, „die Machtstrukturen zu ändern“ haben sie noch erklärt. Das ist eine gute Nachricht am Morgen. Denn wer in „Machtstrukturen“ denkt, der hat Jesus Christus definitiv nicht verstanden.

Ich hoffe, Elisabeth Kötter und Andrea Voß-Frick werden ihren Weg finden, vielleicht zu den evangelischen Brüdern und Schwestern, bei denen alles, was „Maria 2.0“ fordert, ja Alltag ist. Man muss ja nicht katholisch sein. Aber man darf es. Und das ist gut so.

 




Tutti Frutti mit Zwangsgebühren – Öffentlich-Rechtliche Grundversorgung an Orgasmen

Leser meines Blogs wissen, dass ich eine Schwäche fürs Radiohören im Auto habe. Und das nicht nur wegen der Verkehrshinweise, sondern auch wegen der Musik. Trotz menschheitsbeglückender Klima-Migrations-Corona-Dauerberieselung gestehe ich, dass ich meistens 1Live höre, die Jugendwelle des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Denn da gefällt mir die Musik gut. Aber weil wir gerade bei Verkehrshinweisen sind… auf dem Weg zum Hotel heute um Mitternacht wurde ich da Zeuge eine Expert_*Innen-Diskussion über die Frage, wie Frauen ihren „Beckenboden“ trainieren können, um leichter zum Orgasmus zu kommen. Eine der Damen schilderte lebhaft, welche Übungen sie dafür ausübe und dass es oft sehr hilfreich sei, wenn sie einen ihrer Finger in ihre Vagina stecke.

Gut, wieder was gelernt, aber ich erzähle Ihnen diese kleine Episode, weil ich heute Mittag um ca. 14.30 Uhr, als ich ins Auto einstieg, um loszufahren, auch 1Live hörte. Da ging es um die Frage, was Frauen tun können, damit ihre Klitoris besser durchblutet werde, was – Sie ahnen es – gut für den danach anzustrebenden Orgasmus sei.

Ich kann mir denken, das solche Fragen für einen Teil der geneigten Hörerschaft relevant sein mögen, und ich finde es auch gut, wenn darüber gesprochen wird. Und ich freue mich besonders für die beiden Expertinnen, die sich gegenseitig Tipps geben, wie sie ihre sexuellen Verklemmungen in den Griff bekommen. Sicher freuen sich die beiden sogar schon sehr auf das erste Mal. Aber um was in der Welt müssen wir alle das mit Zwangsgebühren bezahlen? Ich bin sicher, die Männer und Frauen, die 1946 den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Deutschland begründeten, hatten einen anderen Programmzweck im Auge als den weiblichen Orgasmus wahrscheinlicher zu machen und als dieses Selbstverwirklichungspalaver, mit dem sie uns nicht nur am späten Abend, sondern inzwischen auch tagsüber belästigen…




GASTSPIEL DIETRICH KANTEL: Welche Ökos stört es, dass massenweise Tiere sterben?

Zehntausende Vögel, hunderttausende Fledermäuse und Milliarden Insekten sterben durch Windkraftanlagen in Deutschland. Jedes Jahr. Infraschall, von den immer größeren Flügeldurchmessern der Windräder, führt immer häufiger zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Erkrankungen bei Menschen. Das Entsorgungsproblem der Flügel aus Verbundwerkstoffen ausgedienter Windkraftanlagen ist ungelöst. Für das Fundament jeder heute in Standardgröße errichteten Windkraftanlage werden 1500 Kubikmeter Beton mit 180 Tonnen Stahl im Boden versenkt. Macht zusammen 3500 Tonnen Stahlbeton im Acker- oder Waldboden versenkt. Welchen Umweltklimaschützenden stört das schon: Sieht man ja nicht. Wer solche Aspekte offen problematisiert, wird in Deutschland als sogenannter Klimaleugner verfolgt, gehatet, geshitstormed.

In Deutschland beherrscht eine unheilige Allianz aus Windkraftindustrie, Windkraftlobby, Ökostrominvestoren, weiten Kreisen der Politik, Umweltverbänden und Medien den öffentlichen Diskurs – soweit ein solcher überhaupt noch stattfindet. Windkraft, Windkraft über alles, so tönt es und mutet an wie die vierte Strophe zum Deutschlandlied. Kritik an der umweltzerstörerischen Verspargelung der Landschaft wird in den Medien weitgehend unterdrückt. Bejubelt wird dagegen jedes neu errichtete Windrad. Die sogenannten Umweltverbände und -initiativen spielen bei den Themen Verschandelung historischer Landschaften, Zerstörung von Wäldern und der Massentötung im Tierreich eine erstaunlich bigotte Rolle. Wer könnte schon berichten, Höhenkletterer von GreenPeace hätten Monster-Windräder über deutschen Waldgebieten blockiert, weil diese dort nachtaktive Greifvögel schreddern ? Wer könnte schon berichten, die Deutsche Umwelthilfe habe vor einem Verwaltungsgericht gegen Windkraftanlagen im Brut- und Verbreitungsgebiet gefährdeter Rotmilane oder dem Großen Abendsegler, einer geschützten Fledermaus geklagt? Wurde jemals substantiell darüber berichtet, sogenannte Aktivisten von „Ende Gelände“, von „Extinction Rebellion“ oder der Freitags Erweckungsbewegung „F4F“ seien für den Schutz der durch Windkraftanlagen bedrohten Tierarten auf die Straße gegangen ? Fehlanzeige.

Verlogene Tierschützer

Werden überschüssige männliche Küken vergast, Schweine oder Hühner nicht artgerecht gehalten, werden Straßenköter oder streunende Katzen in Rumänien oder auf Malle zu wenig geliebt oder werden Tiere nur zur Pelzgewinnung gehalten: Da sind sie zur Stelle. WWF, Peta, Pfotenhilfe Ungarn, Deutschland sagt Nein zum Tiermorden e.V. oder wie sie kaum unzählbar alle heißen. Beim Thema des grausamen Abschlachtens von Fluggetier durch Windräder herrscht, bis auf wenige Ausnahmen, in deutschen Landen dröhnendes Stillschweigen.

Erstaunlich. Denn bei der Windkrafterzeugung geht es durchaus grausam zu. Beispiel Mäusebussard. Er fliegt auf Beutejagd bevorzugt in einer Höhe von 70 bis 100 Metern. Das ist genau in der Höhe der rotierenden Blätter der meistverbauten Windkraftanlagen. Er fixiert den Blick auf den Boden und übersieht dadurch die Rotorenblätter. Die sind an ihren Außenflächen haifischartig gezähnt, um den ärodymanischen Widerstand zu minimieren und so die Rotationsgeschwindigkeit zu optimieren. Die Reaktionsmöglichkeit des Vogels hält damit nicht Schritt. Den Rotmilan trifft es ähnlich. Auch er fixiert im Flug den Boden. Den im Außenradius mit einer Geschwindigkeit von rund 400 km/h rotierenden Flügeln vermag er nicht rechtzeitig auszuweichen. Ergebnis: Kopf ab, Flügel ab oder gleich gänzlich Fricassee.

Grausames Abschlachten

Noch schlimmer ergeht es Fledermäusen. Diese eleganten, dank ihres natürlichen Sonars geschickten Nachtflieger schaffen es sogar den mit Hochgeschwindigkeit rotierenden Propellern auszuweichen. Jedoch erzeugen die Rotoren in ihrem eigen erzeugten Windschatten einen massiven Unterdruck. Der ist für die ausgewichenen kleinen Flugkünstler nicht erkennbar. Der Unterdruck zerreißt ihnen die kleinen Lungen und die Tiere verrecken jämmerlich. Massenhaft. Wer empört sich ?

Die mittlerweile erkennbaren Opferzahlen unter den Tieren führen dazu, dass sich nach vielen Jahren endlich einmal kritische Berichterstattung regte. Die Opferzahlen im Tierreich sind so erschreckend, dass sich endlich auch mal GEO der Problematik annahm. Immerhin rang man sich dort zu der sanften Fragestellung zur Windkraft durch „Gut für´s Klima, schlecht für die Natur?“ Das war im August 2019. Seither herrscht wieder weitgehende Ignoranz.
Die in GEO und auch in weiteren Fachpublikationen kurz resümierten Opferzahlen an Beispieltierarten sind nicht anders als dramatisch zu nennen: 3.600 Rotmilane. 10.000 Mäusebussarde. 250.000 Fledermäuse. Jedes Jahr. Die vormalige Population von mehreren hunderttausend Zeisigen geschreddert auf geschätzt nur noch 10.000. Abermilliarden von Fluginsekten: Vernichtet. Jedes Jahr. Da erhält der Blick auf das Insektensterben einen gänzlich anderen Blickwinkel, als dass man die bösen Landwirte und den Einsatz von Glyphosat allein verantwortlich machen kann. Das ist jedoch das Scheuklappennarrativ ökologisch bewegter, von der wirklichen Natur und von den Notwendigkeiten landwirtschaftlicher Erzeugung entfremdeter Großstadtbürger: Kenntnisfrei und selbstgefällig.

Eine Kanzlerin und ihr Wendehals

Die noch amtierende Bundeskanzlerin, die sich in der Vergangenheit auch in umwelt- und energiepolitischen Fragen wiederholt als beliebig wendehälsisch erwies, hat sich diesem Aspekt der von ihr massiv gestützten sogenannten „Energiewende“ in 16 langen Kanzlerjahren im Ergebnis völlig verschlossen. Windkraft förderte sie auf Teufel komm raus. Und das, obwohl sie noch im Jahr 2003, damals Oppositionsführerin im Deutschen Bundestag, die rot-grüne Bundesregierung wie folgt angriff:
„ Die Regierung setzt alles daran, ganze Märkte ins Ausland zu drängen. Ob Pharma-Industrie, Genforschung oder Kernenergie – viele Zukunftsbranchen werden aus Deutschland vergrault. Ich frage mich ernsthaft, womit sollen wir in Deutschland zukünftig unser Geld verdienen? VIELLEICHT ALLEIN MIT UNRENTABLER WINDENERGIE?“

Dieser Beitrag erschien vor zwei Tagen erstmals bei TheGermanZ

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„Freut Euch doch, so funktioniert Demokratie! Julia trotzt dem Gendersprech im Staatsfunk

Eine Volontärin des Bayerischen Rundfunks hat in den deutschen Staatssendeanstalten für eine Menge Rumoren und Ärger gesorgt. In der vergangenen Woche hatte sie die Protagonisten einiger Öffentlich-Rechtlicher Anstalten kritisiert, die in Moderationen, Nachrichtensendungen und Talkshows Gender-Sprech verwenden. Julia Ruhs – so der Name der Auszubildenden – beklagte dort, dass „krampfhaft“ verwendete Genderbegriffe“ und „all die Sternchen, Doppelpunkte und Unterstriche gegen ihr „Sprachgefühl“ verstießen. Und sie legte im Medienmagazin „Meedia“ gleich nochmal nach und sagte: „Normalerweise wird Sprache ja nicht komplizierter, wenn sie sich wandelt, sondern vereinfacht sich eher. Beim Gendern ist das Gegenteil der Fall.“ Da hat Julia recht.

Die Retourkutsche folgte auf dem Fuße, wie die Junge Freiheit jetzt berichtete. Ein Autor der Frankfurter Rundschau hatte die junge Kollegin frontal angegriffen und geschrieben, Ruhs‘ Aussagen seien „ein schönes Beispiel für schädlichen Journalismus“. Und Tagesspiegel-Redakteur Matthias Meisner assistierte beim Bashen: „DER Volontär vom Bayerischen Rundfunk hat angerufen: Er will DER 50er Jahre zurück haben.“

Julia Ruhs blieb locker und souverän. Die öffentliche Replik der Stipendiatin der Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung: „Ihr müßt meine Meinung nicht für ‘gut’ oder ‘richtig’ befinden, sondern sie tolerieren. Sie ist ein Beitrag zur Meinungsvielfalt (und übrigens klar gekennzeichnet als journalistischer Kommentar). Freut euch doch – so funktioniert Demokratie.“