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Nichts wirklich Neues: Ich glaube nicht, dass Trump in 2024 nochmal antreten wird

Mit einem Auftritt von Ex-Präsident Donald Trump bei der Conservative Political Action Conference (C-PAC) endete gestern das Treffen konservativer Aktivisten rund um die Republikanische Partei in Orlando/Florida. Und, was soll ich sagen, es passierte nichts Unerwartetes, der Nachrichtenwert war nahe Null. Außer vielleicht, dass Trump gleich zu Beginn klarstellte, er werde keine neue konservative Partei gründen, sondern freue sich, mithelfen zu dürfen, die GOP wieder zu Erfolgen zu führen. So weit, so normal.

Der überwiegende Teil seiner Rede war dann auch der Aufzählung vermeintlicher und tatsächlicher Erfolge seiner Präsidentschaft und dem Biden-Bashing gewidmet, dessen erste vier Wochen im Oval Office die schlimmsten eines amerikanischen Präsidenten überhaupt in der amerikanischen Geschichte gewesen seien.

Doch die spannende Frage, ob der Mann mit den schlechten Manieren, der bei seiner Abwahl (!) zehn Millionen Stimmen hinzugewonnen (!) hatte, 2024 noch einmal als Präsidentschaftskandidat antreten werde, beantwortete er nicht. Ja, er kokettierte unter lautem Beifall damit, noch „ein Drittes Mal zu gewinnen“.

An dieser Stelle könnte ich den Text eigentlich beenden. Doch, weil wir hier ja quasi unter uns sind, eine Art Familie, möchte ich noch ein paar Gedanken loswerden, die mir gestern Abend und heute Morgen beim Blick in den Mainstream durch den Kopf schwirrten.

Bei einer Umfrage unter den C-PAC-Teilnehmern hatten zu Beginn der Konferenz 95 Prozent dem Plan zugestimmt, die Politik Donald Trumps auch in Zukunft weiter vorantreiben  zu wollen. „Make America great again“ und politische Deals machen als Leitlinie für die Zukunft. Kann man machen. Aber nur 67 Prozent äußerten auch den Wunsch, dies noch einmal unter einem Präsidenten Donald Trump zu tun. Das ist bemerkenswert, denn in Orlando trafen sich am Wochenende nun wirklich die Treuesten der Treuen der GOP. Da hätte man ein deutlich positiveres Ergebnis erwarten müssen. Wahrscheinlich ist auch bei vielen amerikanischen Konservativen die Stimmung nach Trumps verhalten nach der Präsidentschaftswahl im Keller. „It’s the Man…“ erzählte mir vor über einem Jahr ein amerikanischer Freund beim Mittagessen in Frankfurt. Er habe Zeit seines Lebens immer die Republikaner gewählt und finde die Politik, die Trump betreibe gut und richtig. Aber, er sei noch unsicher: „It’s the Man…“

Unser Lieblingsmagazin „Spiegel“ berichtet heute, „einige Beobachter“ hätten den Eindruck, dass die Bühnen-Dekoration in Orlando versteckt zwei „SS Runen“-artige Elemente enthalten hätten. Hätten den Eindruck… Als Medien das aufgriffen, entschuldigte sich die Hotelkette sofort unterwürfigst dafür, das nicht bemerkt zu haben. Man weiß ja nicht, was sonst passiert wäre mit dieser Hotelkette. Die Veranstalter bezeichneten die Spekulation, sie habe heimlich SS-Symbole im Saal platziert, für völligen Unfug. Ich neige zu der Auffassung, dass sie damit recht haben.

Letzter Punkt: Wurden die Präsidentschaftswahlen 2020 im großen Stil manipuliert? Wurde Donald Trump der Wahlsieg gestohlen, wie es offenbar viele C-PAC-Teilnehmer glauben? Ich halte das für ausgeschlossen. Natürlich sind Manipulationen in einem Wahllokal möglich, wenn sich die sechs Leute am Tisch einig sind, dass sie manipulieren wollen. Da in der Regel – wie in Deutschland – Leute aus konkurrierenden Lagern gemeinsam zählen, dürften solche Fälle Ausnahmen sein. Aber unmöglich ist es nicht, und so etwas wurde ja immer auch wieder aufgedeckt und anschließend korrigiert.

Tatsächlich lohnte es sich aber, diesen Teil der Trump-Rede gestern intensiv anzuhören, denn er listete Beispiel um Beispiel auf, in welchen Bundesstaaten es gravierende Unregelmäßigkeiten gegeben habe. Hunderttausende gewertete überzählige Stimmen als es registrierte Wähler gab zum Beispiel, die zumindest in zwei Bundesstaaten das Ergebnis verändert hätten, so Trump. Und überhaupt: Hatte Trump nicht im Vergleich zur Vorwahl rund zehn Millionen Stimmen hinzugewonnen – und trotzdem verloren? Gegen Joe Biden, einen älteren Herren mit einem Sohn, der fragwürdige Geldtransfers aus China erhält? Gegen Joe Biden, der immer wieder durch – vielleicht altersbedingte – Ausfälle und Verwechslungen auffiel, aber trotzdem das gewaltigste Wahlergebnis eines demokratischen Präsidenten jemals einfuhr? Der mehr Stimmen hinter sich vereinigte, als der Messias und Friedensnobelpreisträger Barack Obama? Ein bisschen seltsam wirkt das schon, wenn man einen Moment darüber nachdenkt.

Aber ich will das nicht ernsthaft in Frage stellen, denn die Wahlämter in den umkämpften Bundesstaaten, die teilweise auch von republikanischen Mehrheiten regiert werden, haben glaubhaft gemacht, dass es nicht zu wahlentscheidenden Anormalien gekommen sei. Und das amtliche Wahlergebnis wurde vom Parlament anerkannt. So what also? ich denke, die Amis sollten ihr Wahlsystem dennoch optimieren und für die zukunft transparenter machen. Und ich bin sicher, dass Trump 2024 nicht noch einmal als Präsident antreten wird…

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CDU Hessen löscht Glückwünsche an Linksextremistin: Aber warum haben sie überhaupt gratuliert?

Die Wut der Basis hat wohl selbst die Apparatschiks in der hessischen CDU überrascht. Die empörende Gratulation des Landes-Generalsekretärs Manfred Pentz an die neue Spitze der SED-Nachfolgepartei namens „Linke“ wurde heute Morgen auf der Homepage des hessischen CDU gelöscht. Darin hatte Pentz sich nicht entblödet, der neuen Linke-Chefin Janine Wissler (39), im Hauptberuf Fraktionschefin im Wiesbadener Landtag, zu gratulieren und sie als „geschliffene Rednerin und charismatische Persönlichkeit“ mit „beachtlichem Ruf“ zu preisen.

Kann man einer politischen Konkurrentin zu ihrer Wahl formell gratulieren? Muss man eine Linksextremistin derart preisen? Nun, in einer Partei, deren Kanzlerin es nicht fertigbrachte, vor vier Jahren den neugewählten amerikanischen Präsidenten zu seiner Wahl zu gratulieren, scheint heute nichts ausgeschlossen. Erst im Januar hatte Pentz schon einmal für Verärgerung gesorgt, als er die Anhänger des CDU-Politikers Friedrich Merz als „Dschihadisten“ bezeichnete. Lesen Sie hier mehr dazu…

Was ist da also los in der Partei des Kanzlers der Deutschen Einheit? Helmut Kohl wird sich im Grabe umdrehen, sicher rotiert er dort sowieso schon seit vergangenem Jahr, als seine CDU in Thüringen, den von der Bevölkerung bei der Landtwagswahl zum Teufel gejagten Bodo Ramelow von der Linken wieder ins Amt zurückbeförderte. Und ausgerechnet dieser Ramelow kritisiert heute die hessische CDU, dass sie die Glückwünsche auf der Homepage gelöscht habe… Völlig irre, was in der Union abgeht, die gerade aktuell in einer Bundes-Umfrage drei Prozent verloren hat.

Warum macht der Herr Pentz das, ist dabei eine interessante Frage. Vielleicht findet er Frau Wissler einfach nett und wollte ihr einen Gruß schicken, ohne sich etwas dabei zu denken? Das wissen wir nicht. Aber zwei solche Tabubrüche ausgerechnet in der hessichen CDU, die seit Jahrzehnten das Bollwerk der Konservativen unter Persönlichkeiten wie Alfred Dregger und Roland Koch gewesen ist? Das ist nicht normal, da steckt System dahinter.Und wir sind total  gespannt, ob Herr Pentz – so er dann noch im Amt ist – demnächst den frisch zu wählenden AfD-Bundesprechern auch huldigt, denn eigentlich lehnt die CDU ja jede Kooperation mit linker LInken und rechter AfD, wie Sie auf dem Plakat oben nochmal schön dokumentiert sehen.

Landesvorsitzender und Ministerpräsident Volker Bouffier, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU ist, galt einst auch als konservativer Knochen. Ein mächtiger Mann in der CDU bis heute. Vor Jahren bildete er eine Landesregierung mit den Grünen, und der Mann und seine Partei sind seither kaum noch wiederzuerkennen. Dort, wo einst Roland Koch einen überraschenden Wahlsieg mit einer harten Haltung in der Migrationsfrage einfuhr, folgte Volker Bouffier mit zahlreichen willfährigen Ergebenheitsadressen zur Flüchtlingspolitik Angela Merkels seit 2016. Und mit üppigen Steuerzuschüssen für Sexuelle Vielfalt-Lobbygruppen und dem „Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“. In einem CDU-Landesverband, der innerparteilich immer als „rechts“ galt, wohlgemerkt. Da kann man sich ungefähr ausmalen, was in Deutschland passieren wird, wenn nach der Bundestagswahl im September Union und Grüne eine gemeinsame Bundesregierung bilden.

Die stellvertretende Bundesvorsitzenden der konservativen WerteUnion in der CDU, Simone Baum aus NRW, ist auch in Pentz‘ Augen so eine „Merz-Dschihadistin“. Die gebürtige Thüringerin regt sich über den Schmusekurs ihrer Partei gegenüber den Nachfolgern der SED maßlos auf: „Auf der Jagd nach dem vermeintlichen Zeitgeist wird die Seele der CDU für ein paar Wählerstimmen aus dem linken Lager verhökert….“

Schlimmer als jetzt kann es nicht werden, denken manche von Ihnen? Doch, glauben Sie mir, es kann noch viel schlimmer werden…

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C-PAC-Konferenz in Orlando: Die konservativen Weichen für Amerikas Zukunft stellen

In den Vereinigten Staaten hat die alljährliche konservative C-PAC-Konferenz begonnen, in Orlando/Florida. Ich habe eben eine Viertelstunde bei Mike Pompeo, dem früheren Außenminister, reingehört. Ausgelassener Karneval war das nicht. Aber den dürften wir wohl morgen zu erwarten haben, wenn Donald Trump erstmals seit Verlassen des Weißen Hauses wieder öffentlich auftreten und eine Rede halten wird.

C-PAC, das ist der große Bruder und ein Stück weit Vorbild für meine alljährlichen Schwarmintelligenz-Konferenzen (die nächste findet vom 1. bis 3. Oktober in NRW statt). Nur, dass es bei mir nicht um Parteien geht. C-PAC ist das Hochamt für die GOP, die Grand Old Party. Auch da kommen Konservative, Libertäre und Christen zusammen, die die Republikaner als ihren politischen Arm sehen. Das ist bei mir anders. Die Leute, die aus ganz Deutschland zum Schwarm kommen, sind Bürgerliche, denen es um Rechtsstaat, Meinungsfreiheit, Sicherheit, Ökonomie und Familie geht. Aber sie sind parteipolitisch vollkommen zersplittert und, ja hoffnungslos, was die nähere Zukunft Deutschlands angeht.

Das Programm der Konferenz in Orlando, zu der wieder Tausende Anhänger der GOP angereist sind, hat einige…sagen wir…Nuancen, die linke Aktivisten im Netz nahe ans Kollabieren bringt. Etwa wenn ein Podium sich dem Thema „Der zornige Mob und die Gewalt in unseren Straßen“ widmet, womit damit nicht der würdelose Angriff aufs Kapitol gemeint ist, sondern die Ausschreitungen der sogenannten „Black Lives Matter“-Bewegung . Oder – mein persönlicher Favorit – das Panel über „Failed States“, auf dem nicht über Afghanistan, Libyen und Syrien diskutiert wird, sondern über Georgia, Nevada und Pennsylvania.

Beobachter gehen nicht davon aus, dass Trump ernsthaft in vier Jahren noch einmal einen Anlauf zur Machtübernahme im Weißen Haus starten  wird. Aber unübersehbar ist schon jetzt, dass er im Moment noch die zentrale Rolle in seiner Partei spielt und die Weichen für die Zukunft der GOP entscheidend stellen wird. Das ist auch auf der Rednerliste unübersehbar. Prominente Republikaner wie Mitt Romney, Mike Pence und Mitch McConnell sind gar nicht erst nach Orlando angereist. Sie werden wissen, warum…

Falls Sie sich noch nicht für die 6. Schwarmkonferenz im Oktober unverbindlich registriert haben, einfach eine formlose Mail mit Ihrem Vor- und Nachnamen und dem Wohnort an: kelle@denken-erwuenscht.com schicken

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„…ins Autoritäre driftenden Republik…“

„Polizisten rasen durch einen Hamburger Park, um einen Jugendlichen zu stellen, der ohne Maske Freunde umarmte. Es ist ein neuer Höhepunkt einer ins Autoritäre gedrifteten Republik – und macht Angst vor dem, was noch auf uns zukommen könnte.“

Diese beiden Sätze stammen nicht von einem „Querdenker“ oder bösen, bösen Rechtspopulisten, sondern von Ulf Poschardt, dem Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“ (Springer). „Poschi“, der zu recht den Ruf genießt, ein Liberaler zu sein, wagt Unerhörtes auszusprechen, was man von der liberalen Partei in Deutschland nur zaghaft hört.

In den vergangenen Tagen schreibe ich immer mal auf WhatsApp mit einem guten persönlichen und politischen Freund aus Bayern. Wir sind eigentlich immer einig bei den großen Themen, aber bei Corona und Lockdown tun sich Gräben auf. Ich kritisere zunehmend die Folgen der Einschränkung von Grundrechten und den erstaunlich langsam verlaufenden Ruin des Mittelstandes in Deutschland. Für ihn hat sich alles der Gesundheit unserer Bevölkerung unterzuordnen.

Nun, wir haben uns gegenseitig glaubhaft versichert, dass wir dennoch Freunde bleiben. Aber eben dachte ich spontan an ihn, als ich die deutlichen Worte eines verschwörungstheoretisch nun vollkommen unverdächtigen Journalisten aus der Hauptstadt las…

 

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Vier Wochen ist Biden im Amt und nun der erste Militärschlag: Doch die USA haben richtig gehandelt

Alle Konservativen, die ich kenne, betonen stolz, dass US-Präsident Donald Trump in seinen vier Amtsjahren nicht einen einzigen Krieg begonnen habe. Das ist in der Tat bemerkenswert für die einzige militärische Supermacht auf diesem Planeten, die in der Vergangenheit immer wieder die militärische Trumpfkarte gezogen hat, um ihre eigenen aber auch unsere westlichen Interessen durchzusetzen. Zweifellos haben unsere amerikanischen Verbündeten immer wieder auch überzogen, waren konzeptlos nach gewonnenen Kriegen, was sie denn nun mit ihren militärischen Erfolgen danach anfangen sollten.

Das Eingreifen der Vereinigten Staaten in Syrien hat die gewaltige Flüchtlingswelle 2015 ausgelöst, deren Folgen Europa und damit uns noch Jahrzehnte in vielerlei Hinsicht belasten wird. Hat es den Nahen Osten befriedet? Mitnichten. Der zweite Irakkrieg war ohne jeden Zweifel so völkerrechtswidrig wie die russische Annektion der Krim 2013. Schaut man noch weiter zurück, dann entdeckt man, dass Amerika immer wieder unmoralisch und falsch gehandelt hat. Und warum? Weil sie es konnten und bis heute können.

Aber alle, die dem Motto der linken Friedensbewegung folgend bis heute behaupten, Krieg sei nie die Lösung, halte ich entgegen: Ohne das Eingreifen der USA in den Zweiten Weltkrieg wäre Europa heute ein anderer Kontinent und insbesondere Deutschland ein anderes Land. Kein Land, in dem irgendwer von uns leben möchte, davon bin ich überzeugt. Den USA als Schutzmacht haben die Westdeutschen zu verdanken, dass wir nicht alle in einer Art DDR leben mussten. Schlimm genug, dass 16 Millionen Deutsche im Osten das fast drei Jahrzehnte ertragen mussten. Und die Amis waren 1989/1990 die erste Siegermacht des Zweiten Weltkrieges, die ohne Wenn und Aber ihre Unterstützung für den Willen des deutschen Volkes nach einer Wiedervereinigung aktiv begleitet haben.

Und zuletzt Donald Trump: In der Außen- und Sicherheitspolitik war er top, egal, was man von seinen grenzwertigen Auftritten halten mag. Die Umarmungsstrategie mit dem nordkoreanisches Steinzeitkommunisten hat wahrscheinlich ein militäriches Kräftemessen in Südostasien verhindert. Arabische Feindstaaten haben diplomatische Beziehungen mit Israel aufgenommen – auf Vermittlung von Trump. Und als ich 2019 in Israel war, sah ich großflächig plakatiert Danksagungen an Donald Trump persönlich, weil er endlich seine Botschaft nach Jerusalem verlegt hat. Und die europäischen Nato-Staaten zahlen nach Jahren endlich den lange vereinbarten Preis für das militärische Engagement der USA für unseren Schutz. Wie sagte Ronald Reagan so unnachahmlich in seiner Farewell-Adress: „Not bad at all.“

Und jetzt Joe Biden, frisch gewählter Oberbefehlshaber im Oval Office. Auf seinen Befehl hin wurden in den vergangenen Tagen Luftangriffe gegen irantreue Milizen im Osten Syriens geflogen, bei denen „mehrere Einrichtungen“ an einem Grenzübergang zerstört und einige Dutzend irantreue Kämpfer getötet wurden. Ich freue mich schon auf den pawlowschen Reflex der Amerika-Hater, die Biden jetzt geißeln werden als Kriegstreiber, der wie erwartet stört in dieser acht so friedfertigen Welt.

Doch, wenn wir genau hinschauen, sehen wir, dass der Militärschlag eine direkte und schnelle Reaktion auf  vorherige Angriffe der Schiitenmiliz Kataib Hisbollah auf US-Einrichtungen und wohl auch Soldaten verbündeter Staaten war. „Der Einsatz sendet eine klare Botschaft“, sagte John Kirby, ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die USA werden konsequent handeln, wenn sie angegriffen werden. Eine unmissverständliche Botschaft zur richtigen Zeit. Und der Iran und andere Staatschefs auf diesem Planeten werden das aufmerksam registrieren.

Journalismus ist nicht dann gut, wenn er dem Publikum nach dem Munde redet. Journalismus ist dann gut, wenn er die Dinge klar ausspricht. Bitte unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit mit Ihrer Spende über PAYPAL hier oder durch eine Überweisung auf unser Konto bei der Sparkasse Krefeld DE40 3205 0000 0000 2711 22 !




Die Aktivistinnen von „Maria 2.0“ nerven: Lasst mich einfach katholisch sein!

Ich finde, der Glaube an Gott ist etwas sehr Intimes. Der Wunsch, Gott persönlich zu erfahren, ihm zu begegnen – das ist für Atheisten etwas völlig Irreales. Für Menschen, die glauben, ja wissen, dass es irgendwo da oben einen Gott gibt, dem wir letztlich alle unsere Existenz zu verdanken haben, das kann intimer sein als Sex.

Ich will Sie nicht mit theologischen Gedanken belästigen, aber die dauerhafte Nerverei der sogenannten „Reforminitiative Maria 2.0“ lässt mir keine Wahl, als dazu etwas zu schreiben. Bei Maria 2.0 handelt es sich um eine medial aufgepimpte Aktivistinnengruppe, die die Zerstörung der katholischen Kirche in Deutschland vorantreiben und durch eine protestantisierte Larifari-Kirche à la EKD ersetzen will. Ich betone diesen kleinen aber feinen Unterschied, weil es mir nicht um die Frage Katholisch oder Evangelisch geht, sondern um die Frage: Glaubst Du oder glaubst Du nicht? Gibt es für Dich einen Gott, der alles erschaffen hat und der in unserem persönlichen Dasein existiert? Oder machst Du einfach mit beim linksgrünen Hokuspokus-Spektakel evangelischer Kirchentage mit homosexuellen Hundezüchtern und Vulven malen?

Die ersten 30 Jahre meines Lebens war ich evangelisch-reformiert. Unsere Familie war sehr Jahrhunderten durchgehend evangelisch – aber niemand nahm den Glauben wirklich ernst. Heiligabend in die Kirche, bevor es an die Geschenke und das Festmahl ging. Taufe, Konformation, Beerdigung – das war es mit der Kirche. Irgendwann heiratete ein Onkel von mir eine Katholikin, eine wunderbare Frau aus Belgien. Sie bekam zwei Kinder, die katholisch getauft wurden. Das war ungewöhnlich in unserer Sippe.

Mit meiner Konfirmation war das Thema Kirche und Glaube vorbei – total vorbei. In Diskussionen – etwa über Sexualmoral – war ich auf der anderen Seite, bestritt der Kirche jedes Recht, dazu auch nur etwas zu sagen. Das war aber nicht schlimm, weil es in der evangelischen Kirche bei uns sowieso niemanden interessierte, was man zu dem Thema dachte. Irgendwann Anfang der 90er Jahre entdeckte ich, dass es diese katholische Kirche gab, die mir fremd war, aber die mich zunehmend in den Bann zog. Die meinten das anscheinend wirklich ernst mit diesem Gott, die knieten demütig nieder in der Kirchenbank und die hatten Regeln, die für jeden Gläubigen einen persönlichen Ordnungsrahmen bildete.

Drei Jahre dauerte mein Weg, dann kam Papst Johannes Paul II zum ersten Mal nach Deutschland, und für mich brachen theologisch alle Dämme. Hätte ich damals Freunde gehabt, die Freikirchler waren, wäre ich heute wahrscheinlich ein Evangelikaler. Es geht nicht um Label, sondern um Gott, wie mir das der großartige Johannes Hartl vom Gebetshaus in Augsburg mal sagte. Und genau das ist es.

Die christlichen Kirchen sind so unglaublich vielfältig, dass jeder seinen Weg finden kann, wenn er oder sie sich aufmacht, Gott zu finden. Niemals würde ich Menschen anderer Glaubensrichtungen vorschreiben wollen, was und wie sie glauben sollen. Es ist mir wurscht. Ich liebe meine evangelischen Brüder und Schwestern, das ist doch überhaupt keine Frage.

Aber ich, Klaus Kelle, habe es mir in Jahrzehnten hart erarbeitet, zur katholischen Kirche nicht nur mit Ratio, sondern auch mit dem Herzen zu gehören. Und ich nehme für mich in Anspruch, in dieser katholischen Kirche meinen Glauben leben zu können, so wie sie ist. Mit der Feier der Heiligen Kommunion, mit einer klaren Aufgabenteilung zwischen dem, was Frauen und dem, was Männer in der Kirche Jesu leisten sollen. Was ihre Aufgaben im Dienst für unseren Herrn Jesus Christus sind.

Und wenn nun Aktivistinnenen daherkommen und Thesen an Kirchentüren heften wie einst Martin Luther, dann ist das anmaßend vor dem historischen Vorbild, aber es ist erlaubt. Und sie haben ja in manchen Punkten auch recht. Meine Kirche hat sich schuldig gemacht, sie hat vielerorts weggeschaut vor dem tausendfahcnen Leid sexuell missbrauchter Kinder und Jugendlicher. Sie hat geschwiegen, obwohl sie wusste, was hinter den Mauern von Kathedralen und Klöstern Schreckliches passierte, ja sie hat Täter sogar gedeckt. Und der Weg, den sie eingeschlagen hat, hat gerade erst begonnen, und es wird Jahre dauern, bis alle Täter ermittelt wurden. Und das, was da geschehen ist, wird gegenüber den Opfern niemals wieder gut zu machen sein. Eine Schande, eine Sünde vor Jesus Christus, wie sie kaum schlimmer sein kann. Da hilft auch nicht der Verweis, dass die meisten Missbrauchsfälle in Familien stattfinden, dass Missbrauch von Kindern und Jugendlichen auch in anderen Religionsgemeinschaften, Sportvereinen und bei den Grünen stattgefunden haben. Das ist alles ekelhaft, aber sexuelle Übergriffe von Priestern Jesu an denen, die grenzenlos vertrauten, das ist an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten. Es graust einen nur beim Gedanken daran.

Insofern haben diese Kirchenbewegungen wie Maria 2.0 recht, dass all das umfassend und ohne Rücksicht auf die beteiligten Personen aufgeklärt und zur Anklage vor weltlichen Staatsanwälten gebracht werden muss. Doch Unrecht haben diese „Reformerinnen“, wenn sie die Protestantisierung der katholischen Kirche voran treiben.

Sie wollen als Pfarrerin am Altar dienen? Sie wollen einen Dienst für die christliche Kirche leisten, aber auf Eheglück und Kinder nicht verzichten? Fein, alles ist da, gute Reise! Aber es ist nicht katholisch.

Ich gehöre zu der Kirche, in der Männer den Dienst am Altar tun und die Sakramente spenden. Ich gehöre zu den Kirche, in der sich Pfarrer freiwillig dafür entscheiden, ihr Leben Gott zu widmen und zölibatär zu leben. Was geht es die anderen an, die das selbst nicht wollen, wie diese Männer und Frauen leben wollen? Und wie ich meinen Glauben lebe und für welche Gemeinschaft ich mich entscheide? Der Dalai Lama und seine Mönche leben auch zölibatär, ohne dass sie dafür angefeindet werden. Und es gibt sogar evangelische Bruderschaften, deren Mitglieder ehelos bleiben. Freiwillig.

Niemand muss katholischer Priester oder Ordensmann werden oder Nonne. Niemand ist gezwungen, den Weg der Ehelosigkeit einzuschlagen. Aber diejenigen, die das aus freiem Willen machen, haben ein Anrecht darauf, in Ruhe gelassen zu werden. Genau so, wie ich ein Anrecht darauf habe, nicht von den sogenannten Reformbewegungen belästigt zu werden, wenn ich auf dem Weg zur Heiligen Messe bin. Die Damen von Maria 2.0 nerven einfach nur noch…

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Heute vor 78 Jahren starben die Geschwister Scholl: Manchmal ist Aufgeben keine Option

„Ich habe noch nie jemanden so sterben sehen.“

Das soll Johann Reichart nach dem Krieg gegenüber Bekannten über die Hinrichtung der Studenten Sophie Scholl gesagt haben, die heute vor 78 Jahren um 17 Uhr im Münchner Gefängnis Stadelheim zusammen mit ihrem Bruder Hans und dem Kommilitonen Christoph Probst unter dem Fallbeil starben, Reichart war der ausführende Scharfrichter, der in den Nazi-Jahren etwa 3.000 Menschen hingerichtet hat.

Die Geschwister Scholl und Probst waren Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, die sich 1942 vornehmlich aus Studentenkreisen gebildet hatte, um Widerstand gegen die Barbarei der Nationalsozialisten zu leisten – mit einfachen Mitteln. Sechs Flugblätter verschickten und verteilten sie in Tausender-Auflagen an Kommilitonen und Intellektuelle in München, nachdem sie von Bekannten über Massenerschießungen in Polen und Russland erfahren hatten. Die Aktionen wurden immer wirksamer, Kuriere fuhren in andere süddeutsche Städte und verteilten heimlich die Flugblätter, die von den Greueltaten und dem Sterben an der Ostfront berichteten. Nach der Schlacht von Stalingrad und der Kapitulation der 6. Armee verstärkten die mutigen Studenten ihren Einsatz gegen das Hitler-Regime, dem sie von Beginn an nicht einmal ablehnend gegenüber gestanden hatten.

Die Mitglieder der „Weißen Rose“ verband, dass die meisten ihrer Mitglieder gläubige Christen beider Konfessionen waren. Sie konnten ihren Glauben mit dem, was da im deutschen Namen geschah, nicht mehr in Einklang bringen.

Die Situation eskalierte am 13. Januar 1943 zur 470-Jahr-Feier der Münchner Universität. Im Kongresssaal sprach Paul Giesler, der Gauleiter von München, und es kam zu spontanen Protesten der Studenten im Auditorium. Als Giesler die Studenten als „Drückeberger“ beleidigte und vulgäre Bemerkungen zu den Studentinnen wagte, verließen viele der jungen Leute den Saal, die Mehrzahl von ihnen Soldaten in Uniform, auch Kriegversehrte befanden sich darunter. Polizeisperren wurden durchbrochen, eine Gruppe befreite bereits festgenommene Mitstudenten aus den Händen der Polizei. Ein unerhörter Vorfall, den die Nazis auf keinen Fall auf sich beruhen lassen wollten.

Das letzte Flugblatt der „Weiten Rose“ gelangte über Skandinavien sogar nach England und wurde 1943 in Hunderttausenden Exemplaren von Flugzeugen über Deutschland abgeworfen. Überschrieben war es mit „Ein deutsches Flugblatt – Manifest der Münchner Studenten“. Da lebten die tapferen Widerstandskämpfer aber schon nicht mehr.

Am 18. Februar kamen Hans und Sophie gegen 10:45 Uhr durch den Haupteingang in das Universitätsgebäude. Sie trugen einen rotbraunen Koffer und eine Aktentasche bei sich, beide gefüllt mit Flugblättern, die sie vor den  noch geschlossenen Hörsälen und in den Fluren des Unigebäudes auslegten. Eigentlich schon auf dem Weg nach draußen rannte Sophie rauf zur Brüstung im zweiten Stock und warf die verbliebenen Flyer über die Brüstung in den Lichthof der Münchener Universität. Das bemerkte der Hörsaaldiener Jakob Schmid, der Sophie ergriff und festhielt, bis die Gestapo eintraf.

Vier Tage später wurden Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst vom Volksgerichtshof unter Vorsitz des widerwärtigen eigens aus Berlin angereisten Richters Roland Freisler wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung“ zum Tod verurteilt. Das Hinrichtung erfolgte am gleichen Tag. In den dreitägigen Verhören durch die Gestapo bot man nur ihr an, ihr Leben zu verschonen, wenn sie sich öffentlich dazu bekenne, „Mitläuferin“ der „Weißen Rose“ gewesen zu sein. Sophie entschied sich für die Guillotine…

Für uns unverständlich oder? Warum haben die das gemacht, wenn sie doch wussten, dass sie damit in tödlicher Gefahr schwebten? Warum mussten die mit den Licherketten in Ost-Berlin, Leipzig und Dresden auf die Straßen gehen? Warum musste der polnische Elektriker Lech Wałęsa Massenproteste in Danzig und anderswo gegen die kommunistischen Machthaber organisieren? Warum machen Menschen sowas? Warum planten Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Canaris und andere den Sturz Hitlers, warum versuchte Claus Schenk Graf von Stauffenberg Hitler zu töten?

Ich denke, es gibt immer Augenblicke in der Geschichte, wo jemand beherzt das Heft des Handelns in die Hand nimmt ohne Rücksicht auf das eigene Leben. Weil es Zeit ist, das Richtige zu tun. Und es gibt viele Beispiele solcher Menschen überall auf der Welt. Manchmal haben sie es geschafft, manchmal sind sie gescheitert. Aber Aufgeben war für sie keine Option.

Heute verneige ich mich mit ganzem Herzen vor den tapferen Männern und Frauen der Weißen Rose und allen Widerstandskämpfern gegen jede Art von Tyrannei.

„Es lebe die Freiheit!“ (Das waren ie letzten Worte von Hans Scholl vor seiner Exekution mit der „Fallschwertmaschine“.)

 

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Verstörende Visionen vom Neuen Menschen: Sozialismus und Gedankenkontrolle haben Konjunktur

Ist es möglich, die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Staates oder – global gesehen – die Demokratie als bisher beste bekannte Staatsform zu ersetzen durch eine…sagen wir…“wissenschaftliche Diktatur“? Den Begriff hört ich vor kurzem wieder, als ist ein Interview mit dem britischen Schriftsteller Aldous Huxley anschaute, der bereits 1963 verstarb, der aber mit seinem dystopischen Roman „Brave New World“ ein Werk geschaffen hat, das – neben „1984“ von George Orwell – wirklich jeder Mensch gelesen haben sollte, der wahrnimmt, was sich um ihn herum entwickelt.

Gerade in dieser Zeit, in der in weiten Teilen der Welt mit der Begründung – manche sagen unter dem Vorwand – der Eindämmung einer lebensbedrohlichen Pandemie die Grundrechte massiv eingeschränkt werden, sollten wir uns Gedanken machen, wohin die Reise für uns alle gehen kann. Zu diesem Themenkomplex gehört auch der „Great Reset“, eine Idee, geboren beim alljährlichen Weltwirtschaftsforum (WEF), ein globaler Plan, die ökonomischen und soziale Grundstrukturen auf der Welt nachhaltig zu verändern, angeblich um „Nachhaltigkeit“ zum Wohle der Menschheit zu erreichen. WEF-Gründer Klaus Schwab behauptet in seiner inzwischen berühmten Rede dort, nach der Pandemie werde der Kapitalismus als weltprägendes System nicht mehr existieren können, weil eine massive Umverteilung  von den Reichen zu den Armen und vom Kapital zu Arbeit stattfinden werde.

Für das geneigte Publikum, das ohnehin schon lange gruseligem Schauer auf dem Rücken verspürt angesichts all der finsteren Mächte im Hintergrund, all der Bilderberger, den Rothschilds und natürlich nicht zu vergessen George Soros, klingt der „Great Reset“ wie die Bestätigung ihrer Albträume von einer neue Weltordnung. Alle Staaten, besonders natürlich die Großmächte USA und China müssten ihren Gesellschaften einer grundsätzliche Erneuerung unterziehen, denn die Covid-19-Krise beweise, dass die bestehenden Systeme nicht zukunftstauglich sind. Und würde man keinen „Great Reset“ durchziehen, sei die Veränderung der Strukturen und Systeme mit Gewalt zwingende Konsequenz daraus.

Harter Stoff, oder? Ich bin ein einfacher Junge vom Land, und wie meine Stammleser wissen, alles andere als begeistert von Verschwörungstheorien und Weltuntergangsphantasien. Für mich ist das, was da als „Great Reset“ daher kommt, nichts Neues, sondern der alte, vielfach krachend gescheiterte, Traum vom sozialistischen Paradies auf Erden. Den Menschen so machen, wie man ihn gern hätte, damit ein glückseeligmachendes System auf Erden entstehen kann. Nicht die Systeme so gestalten, das sie dem Menschen dienen, sondern den Menschen neu machen, damit er im System funktioniert. Uniformes Denken, funktionieren und wer hartnäckig nicht mitmachen will, muss raus. Ganz raus.

Werfen wir einen Blick zurück auf den kommunistischen Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin, der den Traum von einer Gesellschaft propagierte, in der jeder Mensch freiwillig alles für die Gemeinschaft gibt, was er zu leisten vermag. Und gleichzeitig nur das aus der Gemeinschaft nimmt, was er braucht. Für viele Menschen auch heute noch eine strahlende Zukunftsvision. Für mich der blanke Horror. Denn die Menschen sind nicht so, und sie sind gut beraten, wenn sie sich gegen jeden Versuch, ein solches System zu etablieren, massiv zur Wehr setzen. Denn solche Systeme sind niemals mit Freiheit und Demokratie kompatibel. Sie enden immer und immer und immer in Gewalt.

Aldous Huxley sagte in diesem Interview, das ich eingangs erwähnte, dass die Diktaturen der Zukunft die Kontrolle über die Massen ohne Gewalt erlangen würden. Der Terror werde in Zukunft ohne Gewalt auskommen, weil der Terror „relativ wirkungslos ist“, und ich empfehle Ihnen, sich mal drei Minuten Zeit zu nehmen, und dem Schriftsteller zuzuhören hier

Huxleys Meisterwerk „Brave New World“ erschien 1932 und beschreibt eine Gesellschaft, in der der Staat totale Kontrolle über seine Bürger ausübt, ihnen Vorbilder – sogenannte „Alpha-Plus-Menschen“ –  herausstellt und ihnen billige Vergnügungen, Konsum, Sex und Drogen bietet. Und alle funktionieren und spielen brav mit.

Gruselig oder? Kaum verwunderlich, dass Huxleys Roman 1933 in Deutschland von den neuen Nazi-Machthabern sofort verboten wurde.

Aber ist all das mit heute, mit dem Jahr 2021, kompatibel? Sind wir auf dem Weg dahin? Oder ist das alles eine Verschwörungstheorie, über die sich halbwegs gebildete Menschen keine Gedanken machen sollten?

Ich bin der Meinung, wir sollten das alles zumindest ernt nehmen, denn die globale Sehnsucht Hunderter Millionen Menschen nach dem sozialistischen Paradies für alle, ist verstörend. Noch nie hat das irgendwo funktioniert. Es hat die Lebensverhältnisse der Menschen nie verbessert, es artete immer in Gewaltexzesse aus, in Lagerhaft, Existenzvernichtung, Stacheldraht und Tod. Und dennoch wollen so viele Menschen daran glauben, dass es doch irgendwie funktionieren muss – koste es was es wollen. Das ist für mich nur mit einer neuen Art von Stockholm-Syndrom erklärbar.

Überhaupt nicht erklärbar ist es aber, wenn bekennende Kapitalisten wie WEF-Gründer Klaus Schwab diesen Traum propagieren, wenn eine globale Elite und ihre Stiftungen heute einer eigenen Agenda folgt, derern eigene persönliche Lebens- und Erfolgswege dem diametral widersprechen, was sie heute propagieren.

Wir leben in einer Demokratie und einem Rechtsstaat – auch heute noch. Aber die Einschläge kommen näher, viele einflussreiche Menschen arbeiten begleitetet von ideologisierten jungen Menschen am großen Ziel der besseren Welt. Und wer sollte etwas dagegen haben? Die Umwelt und die Wale schützen, das Klima und damit den Planeten retten, Menschenleben bewahren vor bakteriellen und virologischen Gefahren, kein Rassismus mehr und keine Diskriminierung von Minderheiten, bunte Vielfalt…wer könnte das nicht wollen?

Aber was, wenn der Preis für all das zu hoch ist? Wenn das Denken gelenkt wird, wenn Individuen nicht mehr zählen vor dem großen alles überstrahlendem Ziel? Wenn Gegenmeinungen und ihre Protagonisten ausgemerzt werden? Wenn Menschen mit widerborstigen Meinungen an den Rand gedrängt werden, wenn die Massenmedien ihrer wichtigsten Aufgabe nicht mehr nachkommen, unabhängig einfach die Realität abzubilden und alle Seiten eines Diskurses zu Wort kommen zu lassen? Wenn große Fernsehanstalten eine einseitge Dauerberieselung der Bevölkerung betreiben, mit der in Nachrichten und Unterhaltung alles dem großen Ziel der Volksbeglückung untergeordnet wird? Und wo die gewählte Volksvertretung, das frei gewählte Parlament, einfach ausgeschaltet und aus wichtigen Entscheidungen komplett herausgenommen wird.

So eine Entwicklung ist möglich, so eine Gefahr ist real. Und wenn Sie meinen, irgendwas davon in unserer Zeit erkannt zu haben, dann haben wir etwas gemeinsam. Deutschland und die ganze westliche Welt sind auf einem beunruhigenden Weg ins Nirwana. Schauen Sie nach China, und Sie erkennen Aldous Huxley und seine „schöne neue Welt“ ganz deutlich.

Aber es gehören immer Zwei zu einem Scheitern, das ist wie in einer Ehe. Es gibt immer zwei Seiten, die eine, die handelt, und die andere, die einen solchen Prozess tatenlos geschehen lässt. So ist das auch in der Politik und beim Kampf um die Bewahrung unserer Freiheit. Wie viele Freunde höre ich jeden Tag, die davon sprechen, endlich wieder mal in ein Restaurant gehen oder im Sommer verreisen zu wollen? Und das will ich auch, mit meinen Freunde und meiner Familie. Wir haben immer noch Hoffnung, im Sommer nach Südfrankreich fahren und im Oktober die Schwarmintelligenz erleben zu können. Beides nicht ausgeschlossen.

Aber, liebe Leserinnen und Leser, wir befinden uns in einer Epoche, in der es um viel mehr geht. Um nichts weniger als den Erhalt unserer individuellen Freiheit und die Abwehr eines neuen Großangriffs des so dramatisch gescheiterten Sozialismus-Menschenexperiments. Wie die neunköpfige Schlange Hydra in der griechischen Mythologie, der Herakles Kopf um Kopf abschlug, und jedesmal wuchsen aus den Hälsen zwei neue Köpfe. So taucht der Sozialsmus immer wieder auf in neuem Gewand aber mit einem einzigen Ziel: Den Menschen im Sinne des vermeintlich Guten so zu formen und zu lenken, dass er danach ins Gesellschaftsexperiment passt. Das ist die große Gefahr unserer Zeit.

Neben Huxley habe ich vorhin auch einen podcast mit einem Interview der Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht gehört, eine umwerfende und scharfsinnige Politikerin, die leider genau aus dem sozialistischen Denken kommt. Sie sagt:

Das Ziel einer Gesellschaft müsse vorrangig sein, dass seine Menschen in ihr gut leben können.

Nehmen wir Sarah in diesem Fall beim Wort!

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Frau Ministerin war ins Telefonieren vertieft

Die BILD-Zeitung ist die erfogreichste Tageszeitung Europas – immer noch. Wie alle Zeitungen verliert das Blatt mit den großen Buchstaben zwar an gedruckter Auflage, macht das aber mit dem Internetauftritt bild.de und gigantischen Zugriffszahlen wett. Auch weil die Macher penetrant sind, wenn es um heftige Streitthemen wie den Lockdown geht.

In Sachsen hängten sich Reporter des Blattes jetzt an Minister der Landesregierung, um zu überprüfen, wie sie selbst es mit den von ihnen dem Bürger verordneten Verhaltensregeln halten. Und sie wurden fündig – bei Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).

Dazu muss man wissen: In Sachsen herrscht seit Montag Maskenpflicht im Auto, wenn Personen aus mindestens zwei Haushalten im Fahrzeug sitzen. Das Infektionsrisiko sei dann zu hoch, meint die sächsische Landesregierung.

Vorgestern erwischten die BILD-Leute Köpping, wie sie ohne Maske aus ihrem Dienstwagen stieg (7er-BMW, wie BILD anmerkte). Und auch ihr Fahrer trug keinen Mund-Nasen-Schutz. So weit so schlecht.

Nun könnte man denken, Politiker sind halt auch nur Menschen, und wer hat noch nicht geschummelt in diesen Zeiten? Aber Köppings Ausrede ist zu köstlich: Auf Nachfrage sagte sie, sie sei sich „der Vorgaben der Corona-Schutzverordnung selbstverständlich bewusst und stehe dahinter“. Sie sei vertieft in ihre Arbeit und ein Telefonat gewesen und habe schlicht vergessen, die Maske zu tragen. Und ihre Fahrer, meine Anmerkung, war sicher auch sehr vertieft ins Autofahren.

Wir sind gespannt, wie es nun  mit Bußgeldern für die Beiden sein wird. Das kann für jeden locker ein Hunderter werden wie für normale Bürger auch.

Und wie BILD weiter ätzt – dafür liebe ich diese Zeitung – „Bei einer Besoldungsgruppe B11 und 14 702,50 Euro Ministergehalt sicher verschmerzbar.“

 




Danke, Rush! Du hast uns gezeigt, was möglich ist für konservative Publizisten