„Invasion“? Geht’s auch eine Nummer kleiner?

Die rund 60.000 Flüchtlinge, vorwiegend junge Männer, die vergangene Woche die spanische Enklave Ceuta stürmten und sich in Teilen extrem daneben benahmen (Geschäfte plündern, Schlägereien), sind weitgehend wieder zürück in ihrer marokkanischen Heimat. Angeblich seien 55.000 inzwischen wieder zu Hause, behaupten die Behörden.

Die Bilder und Handyvideos aus Ceuta waren dennoch schockierend für uns alle und sorgen immer noch für aufgeregte Debatten in den sozalen Netzwerken, wobei der Wort „Invasion“ immer wiederholt wird, wohl, weil das so schön gruselig klingt.

Aber zur Wahrheit, die vielen Menschen offenkundig dabei gar nicht bewusst ist, gehört, dass nicht ein einziger dieser „Flüchtlinge“ den Boden der europäischen Staatengemeinschaft betreten hat. Ja, ja, ich weiß, rechtlich gehört Ceuta zu Spanien, aber – deshalb Enklave – der Flecken Land befindet sich jenseits des Mittelmeers auf afrikanischem Territorium.

Zwischen Ceuta und dem europäischen Kontinent liegen 17 Meilen offenes Meer. Das hätten wohl kaum 60.000 Leute schwimmend durchquert.

Ceuta ist ein Problem, und die EU und Spanien müssen konsequente Maßnahmen möglichst schnell umsetzen, damit sich das nicht wiederholt. Aber „Invasion“? Geht’s auch eine Nummer kleiner?




Entsteht in Ceuta ein neuer Migranten-Hotspot?

Mehr als 1.500 Migranten, überwiegend junge Männer, sind innerhalb einer Woche schwimmend in der an Marokko grenzende spanische Exklave Ceuta angelandet.

Angesichts der dramatischen Bilder hat Regionalpräsident Juan Jesús Vivas die Zentralregierung in Madrid aufgefordert, aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ den Notstand auszurufen und Einheiten der Streitkräfte an die Grenze zwischen Marokko und Ceuta zu verlegen.




Liebesgrüße aus Dubai: Putin lässt Telegram-Gründer Durow weltweit jagen

Russland hat den Gründer des Messengerdienstes „Telegram“, Pawel Durow, wegen des Vorwurfs der Unterstützung von Terrorismus weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Der Inlandsgeheimdienst FSB behauptet, Chats und Bots in dem Dienst nicht zu sperren, die ukrainische Geheimdienste und Terrororganisationen zur Anwerbung von Personen für Sabotageakte und Anschläge in Russland nutzten. Tatsächlich ist bekannt, dass russische Geheimdienste Telegram ebenfalls nutzen, um Ukrainer für Anschläge anzuwerben.

Russland hat das Internet für seine Bürger seit Beginn des Angriffskrieges auf das Nachbarland massiv eingeschränkt. Auch Telefonate über Telegram werden blockiert, der Dienst insgesamt gedrosselt.

Inzwischen hat sich Durow öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Auf Elon Musks Plattform X veröffentlichte Durow ein Foto, auf dem er den Mittelfinger in die Kamera steckt…

Der Telegram-Gründer hat seinen Hauptwohnsitz seit 2017 in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate).




Punkt für Frau Schunke!

Die freie Publizistin Anabel Schunke ist zweifelos eine der Scharfsinnigsten unserer Zukunft. Vorhin hat sie einen Post herausgehauen, der mir so aus der Seele spricht, dass ich den gerade hier auf diesem Blog und in unserem Forum für Sie alle 1:1 dokumentieren möchte.

Frau Schunke schreibt:

„Warum ist unter AfD-Anhängern Selbstkritik unmöglich? Man kann 20 mal etwas Positives über die AfD sagen, wenn man es dann wagt, 1 mal etwas zu kritisieren, wird man bepöbelt als gäbe es keinen Morgen. Dann ist man direkt der CDU-Wähler, der dauernd versucht, die AfD schlecht zu machen. Es wird nichts eingesehen, für alles Erklärungen und Ausreden gefunden und nur um sich geschlagen. Man hat gar keinen Bock mehr, diese Leute irgendwie zu verteidigen, weil sie mittlerweile genauso behämmert und ideologisch durchgeknallt sind, wie Anhänger der Linken und Grünen.
Das nimmt hier Sektenausmaße an. Woke von Rechts. Hier muss man nicht minder Angst haben, direkt gecancelt zu werden. Und den meisten fehlt schlicht der Intellekt, um zu erkennen, dass sie keinen Deut besser sind als diejenigen, die sie sonst den ganzen Tag genau für dieses Verhalten kritisieren.
Man darf euch und der AfD zustimmen oder soll die Fresse halten. Was ist daran jetzt besser als das, was uns von Links seit Jahren serviert wird? Dann macht mal. Aber die letzten Wähler der Mitte, die man eben noch braucht, um wirklich mal regieren zu können, die bekommt man so nicht. Die schreckt genau das zutiefst ab.“
Genau das ist meine Erfahrung. Aus der einst notwendigen neuen politischen Kraft wird zunehmend ein Fähnchenschwenker-Verein ohne Tiefgang und Selbstreflektion… Und ich bedauere das sehr.



Dazugelernt: Grüner Abgeordneter kein Wehrdienstverweigerer mehr

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, war einst Wehrdienstverweigerer. „Meine Überzeugung war und ist: Ich will keinen Menschen töten. Doch ich muss anerkennen, die Zeiten und Rahmenbedingungen, vor denen ich diese Gewissensentscheidung verantworten muss, haben sich geändert“, sagte der 44-Jährige nun in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin  „Spiegel“.

Der Unfall- und Notmediziner absolvierte im Juni eine mehrtägige Übung im Sanitätslehrregiment im bayerischen Feldkirchen und legte in Straubing öffentlich das Gelöbnis ab.

Durch den Angriffskrieg Russlands seit Februar 2022 auf die Ukraine sei ihm klar geworden: „Es kann nicht nur die Aufgabe der anderen sein, unser schützenswertes Land und unsere freie, liberale Gesellschaft zu verteidigen, wenn sie von ihren Feinden angegriffen wird.“




Freigang

Ich hatte gestern nach drei Wochen zum ersten Mal wieder „Ausgang“, d. h. nach meiner Bypass-OP durfte ich – begleitet – den Abend beim Classic Open Air auf der Berliner Gendarmenmarkt verbringen. Ich habe es genossen, möchte ich Ihnen erzählen.

Blauer Himmel, 26 Grad. Gastgeber war der herausragende Jazz-Pianist Joja Wendt, für den richtigen Sound sorgte die Big Band der Bundeswehr – in weißen Marine-Uniformen. Aus der Schweiz trat Jodok Cello auf und für HipHop und Beatbox sorgten die „Naturally 7“. Zugegeben, nicht wirklich Klassik, aber dit is Berlin.

Was ich Ihnen erzählen möchte:

Vor Konzertbeginn kamen die Veranstalter auf die Bühne, um als Gast den von uns allen verehrten Polizeigewerkschafter Rainer Wendt zu begrüßen – unter lautem Beifalls Tausender. In der Pause traf ich den früheren Berliner Innensenator und guten Freund, Frank Henkel (CDU). Gunnar Schupelius war auch da, früher Springer, jetzt NIUS.

Mitten in der deutschen Hauptstadt, die doch angeblich so sehr „failed State“ ist und in der demnächst die DDR wiederbegründet werden soll.

Vergessen Sie all das!

Mir hat der Abend gestern mehr für meine Gesundung gebracht als so manche Pille, die ich in den vergangenen Wochen einnehmen musste. Es ist noch nichts entschieden, gar nichts.




Nächste Lüge: Kai Wegner (CDU) im freien Fall

Je näher die Abgeordnetenhauswahl in Berlin rückt, umso mehr wird über Tricks und Täuschungen des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) bekannt, der im September wiedergewählt werden möchte.
„Vor 12:45 Uhr“ habe Wegner am 3. Januar „kein Telefonat geführt“, gab jetzt die Senatskanzlei auf Anfrage des „Tagesspiegels“ zu. Wegner hatte Anfang Januar beim desaströsen Stromausfall im Berliner Südwesten, bei dem 45.000 Haushalte, 2.200 Gewerbebetriebe und 100.000 Menschen direkt betroffen waren, die Öffentlichkeit nicht nur über sein Tennisspiel am ersten Tag nach dem linksradikalen Terroranschlag getäuscht. Auch Wegners Aussage, er habe an dem Vormittag unablässig mit Behörden telefoniert, um die Hilfe für die Menschen zu organisieren, entspricht nicht der Wahrheit.
Der „Tagesspiegel“ musste erst vor dem Verwaltungsgericht erstreiten, dass der Senat die Öffentlichkeit über Details informieren muss.
Die Senatskanzlei räumt nun „Fehler in der Kommunikation“ ein. In aktuellen Umfragen rangiert die bisherige Regierungspartei nur noch auf Platz 4 bei den Wählern.



„Kloppo“ mächtig sauer über Trump und Infantino

Riesenskandal bei der Fußball-Weltmeisterschaft: Nach Medienberichten soll US-Präsident Donald Trump im Anschluss an das Sechzehntelfinale der Amerikaner gegen Bosnien-Herzegowinna den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino angerufen und um eine „Überprüfung“ der Sperre für US-Torjäger Folarin Balogun gebeten haben. Der war nach einem  unabsichtlichen Tritt auf den Knöchel von Tarik Muharemovic und nach VAR-Check des Feldes verwiesen worden.
Die FIFA überprüfte – und entschied, dass Balogun im Achtelfinalspiel gegen Belgien spielen darf – eigentlich wäre er für ein Spiel gesperrt gewesen.
Der designierte deutsche Nationaltrainer und gerade MagentaTV-Kommentator Jürgen Klopp ist außer sich über die Entscheidung.  Am Rande des Achtelfinals zwischen Norwegen und Brasilien nannte Klopp den Vorgang „verrückt“ Und setzte nach: „Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel!“ Klopp heftig weiter: „Diese beiden Menschen, die beide keine Ahnung von Fußball haben, sollten gar nichts damit zu tun haben.“

Der Platzverweis des Amerikaners sei eine Tatsachenetscheidung gewesen, die gelten müsse. Klopp: „Da gibt es keine zwei Meinungen. Das ist eine Rote Karte.“




Trump wird immer peinlicher

Präsidenten, Bundeskanzler, Regierungschefs, wie immer sie bezeichnet werden, sind wie sie sind. Mann muss sie so nehmen, wie sie sind, und im Sinne der gemeinsamen Sache versuchen, das Beste daraus zu machen.

US-Präsident Donald Trump ist eine andere Kategorie

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fühlt ich jetzt gerade beleidigt durch Trump,  der in einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender La7 vom  G-7-Gipfel in Frankreich sagte, Meloni habe sie dort um ein gemeinsames Foto „angebettelt„. „Frei erfunden“, schimpfte Meloni, als sie davon erfuhr und bekannte auf X, sie sei  „fassungslos“. Meloni:  „Ich und Italien betteln nie!“

In dem Interview setze Trump sogar noch einen drauf, als er den Reportern erzählte, er habe dem Foto zugestimmt, weil er „Mitleid“ mit Meloni gehabt habe. Diese könne sich „glücklich schätzen“, dass er sich überhaupt mit ihr unterhalten habe.

Nicht zum ersten Mal brüskiert der US-Präsident damit seine engsten Verbündeten auf dem alten Kontinent, so wie er es schon mehrfach auch mit Frankreichs Emmanuel Macron und dem Briten Keir Starmer getan hat.

Meloni: „Ich weiß nicht, warum der Präsident der Vereinigten Staaten sich so gegenüber seinen eigenen Verbündeten verhält…“

Ich weiß es auch nicht, Mit unseren Gegnern Putin, XI und Kim geht er jedenfalls respektvoller um…

 




CDU-Wirtschaftsrat mit Klartext: Dann ändert doch endlich, was getan werden muss!

„Alle Frühverrentungsanreize müssen beseitigt werden!“ Knallharte Worte vom Generalsekretär des einflussreichen Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger. In einem Interview mit der Funke-Gruppe forderte er die Abschaffung gleich mehrerer rentenpolitischer Leistungen:  „Dazu gehört, kostspielige Leistungsausweitungen wie Grundrente, Mütterrente und Rente mit 63 wieder abzuschaffen und das Renteneintrittsalter perspektivisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln.“

Nur so ließe sich das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern langfristig stabilisieren, argumentiert Steiger. Und weiter: „Statt immer neuer Belastungen brauchen wir endlich eine spürbare Entlastung der Beitrags- und Steuerzahler.“

Der demogrfische Wandel stelle die Sozialversicherungen in Deutschland vor „gewaltigen Herausforderungen“.
Alles richtig, lieber Herr Steiger. Aber Ihr seid an der Regierung, Ihr stellt den Bundeskanzler. Und wer der es mit Frau Bas und den Genossen nicht durchbringen kann, dann muss man sich halt einen anderen Partner suchen. Eigentlich ganz einfach…