Kontrollverlust am Radio-Mikrofon
Gestern mit demAuto in Berlin unterwegs hatte ich mal wieder etwas zu lachen. Ich lache viel und gern, bsonders, wenn Medien sich nach Kräften bemühen, ihre Nutzer zu erziehen für die strahlende links-woke Zukunft.
Dazu müssen Sie wissen, dass ich Musik besonders mag, die jetzt nicht bevorzugt für Konservative und Katholiken gemacht wurde.
Rap und Hip-Hop zum Beispiel, und deshalb höre ich in Berlin seit 30 Jahren vorzugsweise den Sender „Kiss FM“, ein Privatradio, das vorwiegend diese Musik und Gewinnspiele zu bieten hat, aber auch viel Interaktion mit seinen Hörern betreibt.
Da gibt es dann immer ein Thema, und dann rufen die Leute an – vorwiegend junge Menschen, wie ich ja auch – und sagen dann ihre Meinung zum Thema des Tages.
Und gestern war ein schönes Thema
„Würdet Ihr Frauen einen Mann (immerhin) zum Partner haben wollen, der weniger verdient als ihr selbst?“
Das war sehr heiter bei blauem Himmel und verstopften Hauptstadt-Straßen.
Denn die Hörerinnen wollten so gar nicht das sagen, was die beiden Moderator*innen, oder wie das gerade heißt, offensichtlich hören wollten.
„Also nein, das kommt für mich nicht in Frage“, bekannte eine frische und junge Hörerin am Telefon entwaffnend. Gleichberechtigung schön und gut, aber sie wolle einen Mann haben, zu dem sie aufschaut, der was leistet und auch das Geld nach Hause bringt.
„Aber findest du es nicht auch gut, wenn Frauen erfolgreich sind?“, wollte der Moderator wissen. Klar fände sie das gut, aber trotzdem… Also wir seien irgendwie ja alle gleich, aber der Mann, das müsse schon derjenige sein, der den Ton in einer Beziehung angibt. „Und wenn du mehr verdienst als er, aber total verliebt bist?“ Nee, wenn er weniger erfolgreich sei, dann würde das für sie nicht funktionieren.
Der Moderator bemühte sich redlich, die Gender-Nummer irgendwie durchzusetzen, als seine Co-Moderatorin sich plötzlich meldete und erzählte, sie habe gerade mit ihrer besten Freundin gesimst und die sei auch der Meinung, der männliche Partner müsse mehr Geld nach Hause bringen in einer Partnerschaft.
Ich verschluckte mich und musste husten, so witzig waren die verzweifelten Bemühungen, irgendwie den Gendermythos am Mikrofon durchzusetzen gegen ganz normale, entwaffnend freundliche Mädels, die es auch in Berlin noch gibt.
Eine Buchautorin schrieb vor einigen Jahren mal: „Wir Frauen wollen Männer, die liebevoll zu uns sind und Verständnis haben für unsere kleinen Macken, die den Müll raustragen und viel Zeit mit den Kindern verbringen. Aber am Ende des Tages wollen wir alle einen Kerl …“
Amen!
Ihnen allen eine schöne Rest-Woche!