Silvester war fast ein wenig besser als in den Vorjahren

Guten Morgen im Jahr 2022!

Die vergangene Nacht verlief in weiten Teilen Deutschlands zivilisiert und unaufgeregt. Und das trotz eines Böllerverbotes, von dem sich kaum einer beeindrucken ließ. Die Deutschen haben gefeiert, sie haben sich getroffen, sie haben Raclette gegessen, Sekt getrunken und um Mitternacht geböllert.

Eine telefonische Abfrage bei einigen Freunden kreuz und quer im Land gaben mir den Eindruck, dass es in Ostdeutschland ein wenig mehr Feuerwerk gab und in Westdeutschland ein bisschen weniger, aber das ist ganz subjektiv, kann auch anders sein. In Düsseldorf war viel los in der Altstadt, in Hennef starb ein Mann (37) bei der Explosion eines selbstgebauten Böllers, ein zweiter (39) wurde schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr. In Berlin verletzten sich zwölf „teils sehr junge Menschen“ bei der Explosion eines Kugelbombe. Alles schlimm, aber auch nicht ungewöhnlich für Silvester in Deutschland, das gab es alles auch vor Corona und sogar vor dem Massenzuzug junger Männer aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und Nordafrika.

Ich finde es gut, dass wir Deutschen auch in der Krise und trotzt angespannter Stimmung im Land noch feiern können, unbeschwert sein, und auch nicht jeden von oben verordneten Unfug einfach vollziehen.

Ein Anfang ist gemacht, hoffen wir und arbeiten wir aktiv daran mit, dass 2022 ein besseres Jahr wird, als es 2021 gewesen ist…

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Dieser Artikel wurde 9 mal kommentiert

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  2. S v B Antworten

    „…sie haben Raclette gegessen…“. Um Himmels willen, wo doch das RKI ausdrücklich vor „Infektionen“ durch genau diese megabeliebte „Gesellschafts-Speise“ gewarnt hatte. So las man jedenfalls.

    Dass es in Ostdeutschland um einiges lauter und wohl auch farbiger zugegangen sein soll am Himmel, dürfte aufgrund der geografischen Nähe Polens nicht weiter verwundern. Und das alles, obwohl die Polizei doch ausdrücklich vor der Gefährlichkeit von gerade in den östlichen Nachbarländern Deutschlands erworbenen Feuerwerkskörpern gewarnt hatte. – Wow, man beherrscht sie offensichtlich doch noch, die klassische Zuwiderhandlung. Trotz aller Unkenrufe. Und das obligatorische, nach zigfachem Anschauen noch immer köstliche „Dinner for One“ dürfte wohl nur den wenigsten zum Vorbild für eine eigene (da fast zu 100% Covid-gerecht voll obrigkeitsgefällige) Neujahrsparty gereicht haben. Na also.

  3. Wolfgang Heppelmann Antworten

    — …“Ich finde es gut, dass wir Deutschen auch in der Krise und trotzt angespannter Stimmung im Land“…

    Nach der bewährten Rechtschreibung heißt es: Wir Deutsche, aber sei’s drum: Die letzten Blitzknaller hatte ich vor vielen Jahren als Schühler auf die Straße geworfen. Darum finde ich kein Interesse an dem Thema mehr. Aber seit dem ich schon zum zweiten Male Eigentmer eines reetgedekten, denkmalgeschützten Bauernhauses bin, wandere ich zu sylvester des Nachts regelmäßig etwa eine Stunde um mein Haus, um im Dach steckende Raketen rechtzeitig zu entfernen. Bei aller Freude zum Beginn des neuen Jahres wünsche ich mir von den Nachbaren ein wenig mehr Verantwotungsgefühl für das historische Erbe. Darum bleibt mir Unbeschwetes Feiern zu Sylvester durchaus jährlich vergellt. Am heftigste „böllern“ hier nach eigener Beobachtung die Mitglieder_+/?*Innen der freiwilligen Feuerwehr direkt gegenüber am Feuerwehrhäuschen!

    Bevor ich meinen Rundgang um mein Haus antrete, schalte ich kurz vor null uhr das eizige mal im Jahr den Deutschlandfunk ein, und höre mir die Nationalhymne und anschließend das Läutn der Glocken deutscher und europäischer Dome zum neuen Jahre an, vor allem den dicken Peter im kölner Dom.

    Ein frohes neues Jahr Ihnen allen,
    Wolfgang Heppelmann.

    • Alexander Droste Antworten

      Ich muss da jetzt mal laut lachen, unabhängig vom Inhalt des Geschriebenen. Warum? Da wird ein Journalist, dessen Beruf das Schreiben ist, auf Rechtschreibung verwiesen – zurecht gewiesen – in einem Letter, der vor Rechtschreibmängeln nur so kracht.

      Prost Neujahr!

      • Wolfgang Heppelmann Antworten

        Sehr geehrter Herr Droste,

        Ihre Einlassung bringt überhaupt kein Argument in der Sache. Es scheint mir lediglich ein immotionaler Ausbruch zu sein. Ihre Ausführung begreife ich als paternalistisch gegenüber des Herren Kelle, der sehr wohl im Stande sein wird, selbst stellung zu beziehen, wenn er es für nötig hält. Sie haben mir lediglich mitgeteilt daß herr Kelle stärker sei als ich.

        Im übrigen bin ich seit Jahren ein treuer Anhänger des Herren Kelle und dessen Blog.

        Wenn ich Sie stellvertretend in Erregung versetz hatte, tut es mir sehr leid. Das war nicht meine Absicht.

      • Achim Koester Antworten

        Lieber Herr Droste,
        ich bin zwar ein Rechtschreibfanatiker/Hobbygermanist und rege mich in vielen Foren über Fehler das/dass, Groß-/Kleinscheibung usw. auf, aber Herrn Heppelmann habe ich noch nie kritisiert, weil mir seine Beiträge, wie auch er selbst, sympathisch sind. Jedenfalls ist mir diese Art lieber als viele andere moralinsaure, von erzieherischem Bewusstsein getriebene Beiträge. Also, lieber Herr Heppelmann, lassen Sie sich von derartiger Kritik nicht beeindrucken, viele von uns lesen Ihre Kommentare gern.

  4. Zorn Dieter Antworten

    In Hamburgs Nordosten wurde geböllert was das Zeug hält. Man konzentrierte allerdings die knappe Ware auf die Zeit zwischen 0 und 1 Uhr. Was auch Vorteile hatte. Wo nur kam die ganze Munition her? Ein bekannter Fußballspieler mit Migrationshintergrund in meiner Nähe lies es an nichts fehlen. Ich sag mal unter 2000 Euro sind solche Raketen nicht zu haben. Grandios! Die Fahrt von der Familie meiner Tochter, wo wir zum Abendessen waren, zeigte mir beim Blick in die großen Häuser des Hamburger Bürgertums, dass 10 Personen als Kontaktbeschränkung eine reine Phantasiezahl war. So setzt sich das Bild fort, das ich bereits übers Jahr gewonnen habe: Die Bürger, ob Jung ob Alt, sagten sich vom Schwachsinn der kleinteiligen Regelungen des Laborarztes Tschentscher & seiner Mann/Frauen, aka der Hamburger Senat, los, indem sie das machten was SIE für vernünftig hielten. Die meisten Journalisten waren in Urlaub. So konnte auch weniger Schwachsinn verbreitet werden. Insgesamt ein sehr erfreulicher Jahreswechsel. Wenn nur das Wetter …

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