Das Schweigen der Gärten: Wenn sich das Bürgertum aus dem politischen Prozess verabschiedet

Das deutsche Erfolgsmodell, das seit 1949 praktisch das Fundament unserer Bundesrepublik bildete, entstand nicht – und wurde nicht gepflegt und entwickelt – durch sogenannte Bildungs-Eliten, Großindustrielle oder politische Extremisten. Träger des Wirtschaftswunders, der Demokratie und des Rechtsstaates war immer die vielgepriesene Mitte: das Bürgertum, das sich vor allem durch seine Art der Lebensführung ganz von selbst definierte, weniger über Abstammung, sondern über das Versprechen: Wer arbeitet, sich an Regeln und Gesetze hält, eine Familie gründet und Verantwortung für sein direktes Umfeld übernimmt, wird mit Stabilität belohnt. Ein Bürgertum, das sich selbst durch Tugenden wie Anstand, Moral, Ehrlichkeit, Fleiß und Pünktlichkeit manifestierte.
Als ich Anfang der 2000er Jahre für einen führenden skandinavischen Medienkonzern arbeitete und viel Kontakt mit Kollegen aus Norwegen und Schweden pflegte, wurde mir deutlich, wie man uns Deutsche vom Ausland aus betrachtet.
Klar, Respekt hatte man schon vor unserer effektiven Art, Fußball zu spielen, oder vor unseren grandiosen Autobauern. Und vor Bier mit Reinheitsgebot und dem Oktoberfest. Klar, alles fein.
Aber man machte sich auch lustig über den Mann aus der Geschäftsführung, der darauf bestand, seine Visitenkarten neu drucken zu lassen, weil das „Dr.“ vor seinem Namen fehlte.
Oder, kennen Sie den? Woran erkennt man, dass man in Deutschland ist?
Antwort: Wenn man nachts um 4 Uhr in einem kleinen Dorf an einer verlassenen Straßenkreuzung einen Einzelnen sieht, der an der Fußgängerampel steht und auf Grün wartet. Dann weiß man, dass man in Deutschland ist.
Wir sind so, wie wir sind, und ich fühle mich meistens wohl dabei
Urlaub am Meer, der gepflegte Garten, Grillen mit den Nachbarn und im Vertrauen darauf, dass die Welt von morgen für unsere Kinder wieder ein Stück besser wird.
Das Problem dabei ist, dass genau dieses Rückgrat unserer Gesellschaft seit Jahren bröckelt und zusammenzubrechen droht. Manche machen das am unerfreulichen Einfluss der sogenannten „68er“ fest, andere an Merkels fataler Fehlentscheidung 2015, alle Tore zu unserem Land sperrangelweit aufzureißen für jedermann. Beides ist richtig, aber beides springt zu kurz.
Es war die Mitte, die Extremen den Nährboden entzog, weil sie schlicht viel zu verlieren hatte. Und auch heute hat sie plötzlich wieder viel zu verlieren – auf einem, zugegeben, ganz anderen Niveau des Lebensstandards als in den 30er Jahren während der Weimarer Republik. Aber es gibt leider viele Parallelen und Vorboten, dass unser Bürgertum heute in Deutschland ähnlich kläglich versagen wird wie damals.
Das gilt auch für unsere politischen Repräsentanten
Ich habe bei jeder Bundestagswahl, bei der er auf dem Stimmzettel stand, Helmut Kohl gewählt. Ohne eine Sekunde zu zucken in der Wahlkabine. Und ich habe mich später immer wieder mal gefragt: Warum eigentlich? Denn auch da – besonders in den ersten Amtsjahren – lief ja nicht alles nur rund. Später, als die Deutsche Einheit, erkämpft auf den Straßen ostdeutscher Städte und möglich geworden durch Gorbatschow, Solidarność und Reagan, zu organisieren war, da war es leicht, für Kohl zu sein.
Das Erfolgsrezept des Mannes aus der Pfalz, geschmäht als „Birne“ und Provinzler, lässt sich in einer kleinen, absolut wahren Geschichte erzählen.
Nach einem Staatsbesuch in Deutschland befand sich Großbritanniens Premierministerin Margaret Thatcher auf dem Rückflug. Es muss Ende 1989 oder Anfang 1990 gewesen sein. Bundeskanzler Kohl hatte die „Eiserne Lady“ in seine pfälzische Heimat nach Deidesheim eingeladen, ließ dort seine Leibspeise Pfälzer Saumagen servieren und führte Thatcher anschließend durch den Dom zu Speyer.
Der glaubhaften Überlieferung nach habe Thatcher im Regierungsflieger ihre Schuhe abgestreift, sich einen Drink bringen lassen und zu ihrem Berater Charles Powell seufzend gesagt: „Mein Gott, der Mann ist so deutsch!“ („My God, that man is so German!“).
Das war nicht abwertend gemeint oder despektierlich, sondern eher eine Mischung aus Faszination und Befremden. Befremden, weil pfälzische Gemütlichkeit mit regionalem Essen ihrer britischen, steifen und bisweilen konfrontativen Art komplett widersprach.
Ich durfte das selbst einmal aus der Nähe erleben, als Bundeskanzler Kohl im März 1993 zu seinem Antrittsbesuch beim neuen Präsidenten Bill Clinton ins Weiße Haus reiste. Im Pressetross in der Kanzlermaschine hoch über dem Atlantik weckte uns Kohls damaliger Sprecher Andreas Fritzenkötter mit der guten Nachricht: Der Kanzler habe jetzt eine halbe Stunde Zeit für unsere Fragen. Der Besprechungsraum im Regierungsflieger war für vielleicht sechs Personen ausgelegt, wir waren etwa zwanzig damals. „Ist aber ein wenig eng hier, Herr Bundeskanzler“, wagte ein Kollege von ProSieben vorsichtig einzuwenden. Und Kohl zeigte auf den Teppichboden zu seinen Füßen und sagte: „Wieso, da ist doch reichlich Platz.“
Und so, ich schwöre es, setzten wir uns alle im Schneidersitz mit Kuli und Stenoblock zu Füßen des mächtigen Oggersheimers und lauschten seinen Worten.
Das war nicht anstrengend, es war großartig, informativ und unglaublich witzig. Kohl saß auf einer Art Campingstuhl zum Zusammenklappen, trug ein weißes Hemd ohne Krawatte, eine blaue Strickjacke und Hausschuhe. Unglaublich deutsch…
Mögen damals die öffentlich-rechtlichen Staatsfunker oder „Spiegel“ und „Stern“ gegeifert haben über die „Walz aus der Pfalz“ – die ganz normalen, kleinen Leute im Land konnten sich mit ihrem Helmut einfach persönlich identifizieren und nicht mit einem Oskar Lafontaine in Maßanzügen und mit einem eigenen Sternekoch zu Hause.
Aber kommen wir zum Heute
Das Gefühl der Sicherheit ist in unserem Land einem schleichenden Unbehagen gewichen.
Alles wird teurer, jeder Freiraum wird vom Staat eingenommen und geordnet, unsere Stadtbilder haben sich dank Merkel und ihren Klatschkolonnen massiv zum Unangenehmen verändert. Die Bürokratie greift bis in den Heizungskeller und den Garten. Und welcher Normalverdiener kann es sich heute in Deutschland noch leisten, ein eigenes Haus zu bauen? Sind die Renten noch sicher? Wird der Zahnarzt in Zukunft noch von der Solidargemeinschaft bezahlt?
Und linkswoke Eliten in den NGOs unserer Metropolen arbeiten an einer massiven Umgestaltung in unseren Köpfen. Die Nöte und Sorgen der „kleinen Leute“ spielen dabei keine Rolle mehr. So zieht sich unsereins ins Private zurück, schaltet die Nachrichten ab und konzentriert sich nur noch auf das eigene Erhalten des Status quo. Man geht nicht mehr zu Wahlen, und wenn, verteilt man „Denkzettel“ oder zieht mit dem roten Eddingstift einfach einen Strich über das Parteienangebot. Und wer es sich leisten kann, schafft sich eine Immobilie in der Schweiz oder in Ungarn an – im Irrglauben, dass es dort auf Dauer besser verlaufen wird.
Die Passivität der Vernünftigen ist das eigentliche Problem
Weil sie erst den Raum schafft für die Unvernünftigen, die einfache Lösungen und starke Sprüche zu bieten haben, aber sicher keine Lösungen für die zukünftigen Probleme unserer Kinder und Kindeskinder. Das Bürgertum wendet sich vom etablierten Betrieb ab und wählt aus Trotz so, wie es wählt – und das darf ihnen auch niemand streitig machen.
Aber wenn Sie im Geschichtsunterricht aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass das manchmal kein gutes Ende nimmt. Wie in der Weimarer Republik wird das Bürgertum, wird die politische Mitte heute zerrieben zwischen neuen Anbietern mit politischen Konzepten von Links- und Rechtsaußen. Nicht Umsturzwille und schwelender Hass extremistischer Zusammenschlüsse bringen eine Demokratie zu Fall, sondern dass die Bürgerlichen es zulassen.
Das liberale Bürgertum der 30er Jahre war durch die Hyperinflation von 1923 ökonomisch enteignet und psychologisch gebrochen. Es verlor den Glauben an die parlamentarische Lösung von Problemen. Dabei war das Bürgertum damals staatstragend im wahrsten Sinne des Wortes, solange es ihm wirtschaftlich gut ging. Als die Krise kam, zog es sich entweder in die politische Apathie zurück oder suchte Heil in autoritären Sehnsüchten. Man unterschätzte die Radikalen, hielt sie für „reinigende Kräfte“ oder glaubte, man könne sie irgendwie für die eigenen Interessen einbinden. Sie wissen, dass es nicht gut endete.
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich
Wir stehen nicht am Abgrund in Deutschland, auch wenn uns das vermeintlich kluger Demagogen via YouTube- und TikTok-Videos in die Köpfe zu hämmern versuchen. Und nein, der Euro wird nicht abgeschafft, die EU auch nicht und „die Amerikaner“ vergiften uns auch nicht mit ihren Chemtrails.
Aber wir lassen uns den Fortgang der Ereignisse aus den Händen nehmen – seit vielen Jahren. Und irgendwann auch unser kleines alltägliches, sehr deutsches Glück.
Deutschland heute, das ist keine Kopie von Weimar. Doch die Demokratie lebt nicht von ihren Paragraphen und Verboten, sondern von der Bereitschaft großer Teile der Bevölkerung, aktiv mitzumachen und die Kontrolle über das, was uns ausmacht, zu behalten.
Erlauben Sie mir dazu am Schluss noch einen persönlichen Gedanken!
Als dieser Blog 2013 gegründet wurde, war die politische Ausgangssituation deutlich anders. Viele von Ihnen – so wie ich – hätten damals nicht für möglich gehalten, wie sich diese Gesellschaft entwickeln würde und zu was sie heute geworden ist.
Es ist an der Zeit durchzuatmen, nachzudenken und Dinge anders zu machen!
Das gilt auch und besonders für diesen bürgerlich-konservativen Blog, der für viele von Ihnen ein Hort politischer Selbstvergewisserung ist. Denn das Bürgertum, über das ich hier schreibe, das sind ja Sie.
Es muss sich etwas ändern, auch hier. Dieser Blog muss sich neu erfinden. Endlose Debatten darüber, welche Partei jetzt aber die tollste ist – das langweilt irgendwann. Im Grunde schon lange. Mir ist egal, wen oder was Sie wählen. Mir ist wichtig, dass Sie wählen können und dass Sie es auch tun.
Vielleicht treten wir in einen Dialog darüber ein, welche Richtung dieser Blog zukünftig einschlagen soll. Vielleicht machen wir ein Portal daraus, in dem nur noch Bücher vorgestellt und diskutiert werden, die unsere Themen zum Gegenstand haben. Oder was auch immer.
Aufgeben ist keine Option. Irgendwas wird sich gravierend ändern, denn so geht es nicht weiter. Weder in Deutschland noch auf diesem Blog…
Wenn Sie mir persönlich Ihre Gedanken schreiben wollen: kelle@denken-erwuenscht.com



Asoziale, Hirnlose und der Mann vom Amt

Der Präsident des thüringischen Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, ist ein Mann, der bei anderen deutschen Sicherheitsbehörden in Deutschland nicht vorstellbar wäre. Denn viele Menschen halten Kramer selbst für einen Extremisten, einen linken Extremisten. All Vielzweckwaffe einsetzbar, überall wo es gilt, den „Kampf gegen Rechts“ voranzutreiben und dabei mit einer beeindruckenden amtliche Karriere glänzen zu können. Kramer als Verfassungsschutzchef – das ist nur in einem Bundesland möglich: Thüringen. Im Freistaat, wo selbst vom Volk abgewählte Kommunisten mit Hilfe einer anderen …von der CDU ins Amt gehievt wurde und heute dort überwintern kann. Kramer, darüber wurde verschiedentlich berichtet, pflegt enge Kontakte zur dubiosen Kahane-Stiftung der gleichnamigen früheren Stasi-Spitzelin. Alljährlich erhält diese linksextremistische Propagandamaschine Millionen Euros aus öffentlichen Haushalten, also von Ihnen und mir. Deutschland ist ein verstörendes Land geworden.Über Kramer und seine Netzwerke, die weit bis zu notorisch bekannten Politik-Rentnern in Westdeutschland reichen, die ihren trostlosen Lebensabend ebenfalls als Kämper gegen Rechts bestreiten, hat wieder mal gewarnt, und seien Sie sicher, das läuft heute und morgen im medialen Mainstream überall. Ziel aktuell: die „zunehmende Radikalisierung der Szene der Corona-Leugner“. Das ist wenig überraschend, denn die Querdenker-Szene ist agil und hat in den vergangenen beiden Pandemie-Jahren eine Menge politischer PS auf die Straße gebracht, bei Demos überall in Deutschland, besonders intensiv in Berlin und Stuttgart, aber auch München und anderswo.Und die Querdenker-Szene hält sich nur begrenzt an die staatlichen und medialen Vorgaben. Vor allem aber zeigt sie ein atemberaubendes Maß an bunter Vielfalt, die angeblich in Deutschland ja erwünscht ist. Rechte und Linke, Alte und Junge, Normalos und Abgedrehte finden sich bei den Veranstaltungen zusammen. Und wenn Sie mich fragen: auf Reichsbürger und Q-Anon-Aktivisten könnte man aus meiner Sicht verzichten. Aber, wie die Bundeskanzlerin so unnachahmlich sagte: „Jetzt sind sie nun mal da….“In Leipzig findet heute eine Querdenker-Demo statt, ein Fall für Stefan Kramer von der Sta…äh, vom Verfassungsschutz. Der sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: «Die vierte Welle, die Diskussion über Booster-Impfungen und Verschärfungen von Corona-Maßnahmen wie die Ausweitung von 2G-Regelungen können zu einem neuen Push für die Szene führen.» Ja, könnte.

Und Kramer weiter: «Wir erleben im ganzen Land Pöbeleien, Beleidigungen, tätliche Angriffe und ultraaggressives Verhalten».

Das wird jeder bestätigen, der in den Sozialen Netzwerken unterwegs ist. Aber das ist eben kein Thema von Rechts und Links, es ist ein Thema von Demokraten auf der einen Seite und Asozialen sowie Hirnlosen auf der anderen Seite. Als böser, böser Rechtspopulist erlebe selbst ich das dauernd, der ich ja nur „Systemjournalist“ bin. Ich muss mal googlen, wie oft sich Herr Kramer schon öffentlich über antifa-Übergriffe auf Andersdenkende  geäußert und gewarnt hat, etwa die Gruppe rechter Gewerkschafter, die in Stuttgart auf dem Weg zu einer Querdenker-Demo waren und von einem organisierten linksextremen SA-gleichen Schlägertrupp überfallen wurde. Einer der absolut friedlichen Demonstranten wurde von den neuen linken Nazis fast totgeprügelt, weil er sein Grundrecht in einem freien Land wahrnehmen wollte.

Ich wiederhole mich, und wenn ich Sie langweile, bitte ich um Entschuldigung! Es ist Wochenende, und Sie haben sicher Wichtigeres zu tun, als sich mit der Zerstörung unserer freiheitlichen Gesellschaft zu beschäftigen, die ich – ich bin jetzt 62, obwohl ich wie 45 aussehe – in diesem Maße noch nie selbst erlebt habe. Angriffe von Innen und Außen, Denunziation, Gewalt und Teile des Staates helfen und finanzieren das alles – mit unserem Geld übrigens, wenn ich Sie daran erinnern darf.

Wir haben im Geschichtsunterricht alle gehört, was in der Weimarer Republik passiert und was am Ende daraus entstanden ist. Linke und rechte Feinde der demokratischen Gesellschaft haben gemeinsam die einzige sinnvolle Lebensrealität der Menschen zerstört. Und das Bürgertum hat weggesehen. So wie es heute wieder wegsieht. ich mache mir ernsthafte Sorgen um die Zukunft unserer Kinder.

Entschuldigen Sie, wenn ich Sie immer mal wieder anspreche… Bitte spenden Sie für unsere Arbeit per PAYPAL hier oder durch eine Überweisung auf unser Konto bei der Berliner Sparkasse DE18 1005 0000 6015 8528 18 !




Lucke, Lindner, de Maizière: So ähnlich muss es in der Weimarer Republik angefangen haben

Nächster Skandal an der Universität Hamburg: Nachdem vor wenigen Tagen eine Vorlesung des Ökonomie-Professors Bernd Lucke von einem linken Mob mit Sprechchören und Trillerpfeifen verhindert wurde, hat es jetzt den FDP-Vorsitzenden Christan Lindner erwischt. Er wollte im November bei einer Diskussion der Liberalen Hochschulgruppe auftreten – nichts Besonderes, Lindner hatte vorher schon zahlreiche solcher Diskussionen an deutschen Universitäten absolviert. Nicht so in Hamburg. Der Direktor der Universität untersagte Lindners Auftritt ohne Bgründung.

Der FDP-Chef wandte sich jetzt in einem Brief empört an Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne): „Ich fordere Sie daher auf, mit der universitären Selbstverwaltung das Gespräch zu suchen und dafür Sorge zu tragen, dass auch die Universität Hamburg wieder zum Ort des lebendigen politischen Meinungsaustauschs werden kann.“

Wir sind gespannt auf das Antwortschreiben. Auf jeden Fall herrschen an einigen Hochschulen in Deutschland und auch außerhalb Zustände, die an die ganz miesen Zeiten der deutschen Geschichte erinnern.

In der Universitätsstadt Göttingen wurde heute Nachmittag im Rahmen des „Literaturherbst“ eine Lesung des CDU-Politikers Thomas de Maizière verhindert. 100 linksextreme Chaoten – teilweise vermummt – blockierten den Zugang zu der mit 300 Personen ausverkauften Veranstaltung. Der Veranstalter Johannes-Peter Herberhold wurde körperlich attackiert und seine Kleidung teilweise zerrissen. de Maizière musste wieder abreisen, damit die Lage nicht weiter eskaliert.

Extremisten gehen immer ungenierter auch mit Gewalt gegen Politiker aus der Mitte der Gesellschaft vor, von der AfD will ich hier gar nicht anfangen. Und das Bürgertum schweigt.

Bin ich eigentlich der Einzige, der in diesen Wochen an die Weimarer Republik denken muss? Genau so hat es auch damals angefangen…




Auch wir Bürgerlichen müssen endlich runter vom bequemen Sofa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir leben in einer Zeit, in der sich die politischen Verhältnisse spürbar verändern. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ – dieser Satz von Michail Gorbatschow bei seinem Besuch in der DDR im Oktober 1989 kommt mir in diesen Tagen immer mal wieder in den Sinn. Ein Jahr später gab es die DDR nicht mehr – und das ist auch gut so.

Seit drei Tagen in die Online-Petition der knapp 30 Publizisten und Intellektuellen um die unerschrockene Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld an den Deutschen Bundestag online. In zwei Tagen haben 20.689 Bundesbürger unterschrieben. 50.000 müssen es werden, damit sich das Hohe Haus mit diesem Anliegen beschäftigt:

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen…Die Rechtmäßigkeit an den deutschen Grenzen wieder herzustellen. Gemeinsame Erklärung 2018 Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“

Ich habe keinen Zweifel, dass wir – ich durfte bei den Erstunterzeichnern dabei sein – das Ziel erreichen werden. Aber als ich heute morgen die Zahl 20.689 las, fiel mit spontan der zweite Wahlgang ein, wo in der Regel die Beteiligung der Wähler immer deutlich schwächer ist als im ersten Wahlgang. Man hat ja seine Pflicht getan, und jetzt ist es auch mal gut.

NEIN! Ist es nicht. Mehr als 150.000 Unterzeichner hatte die ursprünliche Petition im Internet. Und jetzt geht’s zur Sache. Wo seid Ihr alle? Einmal ist keinmal! Es dauert zwei Minuten, nur zwei Minuten…

Wenn Ihnen die Intention der Erklärung 2018 gefällt, wenn Sie die Richtung unterstützen wollen, dann zeichnen Sie HIER!

Eine starke Mehrheit in Deutschland hat genug von rot-grünen Experimenten, genug vom staatlich geduldetem Rechtsbruch an unseren Grenzen, genug vom Zugriff auf die Lufthoheit über den Kinderbetten, genug von nackter Gewalt auf unseren Straßen, genug vom Gender-Schwachsinn. Wir können jetzt etwas unternehmen, wenn wir alle – das Bürgertum im klassischen Sinne – etwas tun, mehr tun! Helfen Sie mit!

Übrigens: Sie sollten sich den 8. September 2018 im Kalender notieren! 3. Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz… in Paderborn. Unser Netzwerktreffen wird eine ungewöhnliche Veranstaltung – mit großartigen Gästen, wichtigen Themen und konkreten Schritten für eine Gesellschaft, in der wir uns selbst endlich wiederfinden.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle