Lasst uns in Ruhe mit Eurer schlechten Laune! Jetzt ist Fußball und jetzt ist Deutschland…

Waren Sie gestern Abend auch raus, um das Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Gemeinschaft zu schauen? Bei einem Public Viewing? Wir natürlich! Weil wir immer wissen wollen, wie Deutschland abschneidet und sich in der Welt präsentiert, und nirgendwo beäugt man uns so intensiv wie bei einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Vorweg: Wir sind noch nicht in einem „Sommermärchen“

Wie auch, das fand damals in Deutschland statt, und alle Welt war begeistert, wie nett und sympathisch wir Volk von Jammerern und Schwurblern sein können, wenn wir Gäste haben (die sich ordentlich benehmen).

Und wie leicht es ist, Parallelen zu anderen Staaten zu ziehen, wenn die in der Fremde unterwegs sind.

Vor zwei Jahren waren die Schotten, war die „Tartan Army“ zu Gast in Deutschland. Und es waren tolle Gäste, die in Schottenröcken (Kilts) zu Tausenden friedlich und stimmgewaltig durch unsere Städte zogen und mit ihren Dudelsäcken und ihren leidenschaftlichen Gesängen überall große Volksfeste feierten, wo sie auftauchten. Die BILD titelte, dass Münchner Bierhäuser schließen mussten, weil die Schotten alle Vorräte leergesoffen hatten.

Und, was soll ich sagen: Das Gleiche jetzt in Boston!

Lokale Brauereien wie die Boston Beer Co. meldeten, dass die Schotten innerhalb weniger Tage viermal so viel Bier getrunken haben, wie sonst am gesamten US-Feiertagswochenende zum 4. Juli vorrätig ist. Pubs im Zentrum der Stadt (wie das bekannte Hennessy’s oder die The White Bull Tavern) mussten Notlieferungen anfordern. Am Abend nach dem ersten Sieg war in vielen Kneipen schlichtweg jede Biermarke ausverkauft.

Ach, ich liebe diese großen friedlichen Sportturniere auf der Weltbühne – friedlich und multikulti, wie es sein könnte.

Am Nachmittag waren wir im Norden Berlins zu einem Straßenfest, um uns einzustimmen. Eine Bühne mit einem Elvis-Imitator, Rostbratwurst und Pommes Majo mit frischen Zwiebeln drüber. War das eigentlich früher auch so, dass mehr Stände da standen, wo für Thermomix und „Häusliche Pflege“ geworben wird, als für Lebkuchenherzen?

Der Deutsche braucht eine Weile Anlauf, bis er in die Ekstase gleitet

Das bemerkten wir dann gegen 22 Uhr, als wir uns im Biergarten einer Kneipe in Reinickendorf mit 200 Landsleuten wiederfanden, die fast alle Deutschland-Trikots trugen oder – die Damen – wenigstens schwarz-rot-goldene Haarkränze. Kristallweizen bestellt und los geht’s!

Als im allgemeinen Gequatsche auf dem Großbildschirm die deutsche Nationalhymne begann, nahm kaum einer Notiz davon, nur in der ersten Stuhlreihe stand ein einzelner Mann auf. Einer!

So stand ich auch auf, rechte Hand aufs Herz: „…fü-ür das deu-eutsche Vaterland…“. Rechts erhoben sich drei Frauen, links an einem Stehtisch entdeckte ich den CDU-Politiker gleichen Namens mit dem Deutschland-Trikot und dem Schriftzug „Dregger“, der sowieso schon stand und begann, zu singen. Jetzt standen alle, und bei „lasst uns alle strehe-ben“ sangen alle, zunehmend lauter werdend. Ich bin sicher, nach der Vorrunde stehen beim Public Viewing in Deutschland alle und singen ab der ersten Sekunde inbrünstig mit.

Haben sie uns ja auch ausgetrieben, stolz auf unser Land und unsere Farben zu sein. Ich bin es jedenfalls immer.

Das Spiel, die meisten von Ihnen werden es wissen, lief über weite Strecken eher zäh. Es war nicht schlecht, aber es war auch kein Spaziergang.

Und nach dem Ausscheiden unserer Nationalmannschaft bei den Turnieren in Russland und Katar wächst die Anspannung deutscher Fußballfreunde, wenn die Mitte der zweiten Halbzeit fast erreicht ist und der Gegner von der Elfenbeinküste immer noch 1:0 führt.

In der 68. Minute erlöste Deniz Undav die deutsche Fußballnation mit dem wichtigen 1:1, in der Nachspielzeit legte er noch einen nach – aus, aus, aus… das Spiel ist aus. Deutschland ist … im Sechzehntelfinale.

„Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt“, soll der altchinesische Laotse im sechsten Jahrhundert vor Christus gesagt haben. Es gibt aber irgendwie kein Kurzvideo davon. Schauen wir also nach, und da isses:

Im 64. Kapitel des Buchs von Tao Te King heißt es: „Eine Reise von tausend Meilen beginnt unter deinen Füßen.“ Das muss es also sein. Wer auch immer – richtig ist es auf jeden Fall.

Als wir gegen ein Uhr nach Hause kamen, zogen junge Menschen singend durch unseren Stadtteil, Trikots an, schwarz-rot-goldene Fahnen schwenkend. Das wird den Grünen und Linken nicht gefallen, ebenso wie die Bilder heute Morgen im Fernsehen von Autokorsos vergangene Nacht auf dem Kurfürstendamm.

Ich verspreche Ihnen: Das ist erst der Anfang

Die Zahl der Fahnen an Hauswänden und Autos ist exponentiell gestiegen. Wir haben auch geflaggt, natürlich. Jetzt ist Fußball und jetzt ist Deutschland.

Ob das den Miesmachern in den sozialen Netzwerken gefällt, die uns jeden Tag wissen lassen, dass sie aber nicht gucken und hoffen, dass Deutschland verliert, weil – bitte ankreuzen – der falsche Trainer, Spieler mit falscher Hautfarbe, Spieler, die beten, oder was sonst noch. Setzt euch in den Keller und schaut alte „Lindenstraßen“-Folgen auf YouTube! Und lasst uns in Ruhe mit eurem Gemecker!




Die Linke? Braucht kein Mensch!

Der frühere thüringische Ministerpräsident und jetzige Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) will die deutsche Nationalhymne und unsere schwarz-rot-goldene Nationalflagge zur Disposition stellen. Er kenne viele Ostdeutsche, die „die Nationalhymne aus vielerlei Gründen nicht mitsingen“.

Nun, ich wohne in Ostdeutschland, und bei mir in der Nachbarschaft haben viele Leute schwarz-rot-goldene Fahnen vor dem Haus wehen. So schlimm kann es mit der Ablehnung dann wohl doch nicht sein.

Also ich, zum Beispiel, kenne viele Deutsche in Ost und West, die auch die weitere parlamentarische Existenz der SED-Nachfolgepartei Linke kaum noch ertragen können. Ja, manche sogar Herrn Ramelow nicht mehr. Und ganz sicher viele TikTok-Heidi (Reichinnek) nicht. Wollen wir vielleicht mal eine Volksabstimmung anschieben, ob die Linke aufgelöst werden sollte? Oder wenigstens umbenannt? Meine Stimme für Auflösung hätte eine solche Initiative ganz sicher.

Ramelows Vorstoß ist natürlich nicht dummer Aktivismus, sozusagen die eigene parlamentarische Daseinsberechtigung nachweisen. Da gäbe es genug zu tun angesichts der Entwicklung in Deutschland. Aber bei Themen wie Migration und Sicherheit, Entbürokratisierung und Steuererleichterungen für Bürger und Unternehmen ist die Linke ein Totalausfall.

Stattdessen ist sie eine destruktive Kraft, die die Grundfesten unseres Landes schleifen will.
Wenn ich darüber nachdenke, ist sie die mit Abstand destruktivste Partei im Bundestag, auch wenn Gregor Gysi ein schlagfertiger Debattenredner und TikTok-Heidi eine lustige….ja, TikTok-Heidi ist.
Die Linke will unsere Gesellschaft zerstören. Sie will die Grundlagen unseres Wohlstandes – die Soziale Marktwirtschaft – durch Einführung des Sozialismus zerstören. Natürlich dieses Mal ganz, ganz anders, klar. Ohne Mauer und Schießbefehl, bloß mit der gleichen blöden Ideologie. Sie macht mit islamischen Israelhassern rum. Sie will die Deutsche Bahn verstaatlichen, die allerdings bereits zu 100% dem Staat gehört. Sie will Immobilienkonzerne verstaatlichen, kungelt mit Antifa-Idioten, und während ein täglicher russischer Raketenhagel auf ukrainische Städte niedergeht, fordert die Linke, man müsse jetzt aber auch mal auf Putin zugehen und Verständnis für seine Interessen zeigen.

Vor allem aber ist die Linke ganz vorn dabei, wenn es darum geht, die Gesellschaft, unsere Gesellschaft, in ihrem Fundament zu zerstören. Die traditionellen Familien, das westliche Bündnis und die nationalen Symbole der deutschen Souveränität.

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das Deutsche Vaterland

Klar, dass diese peinliche Sozialistentruppe damit ein Problem hat. Aber wir, die große Mehrheit der Deutschen haben das nicht.

Ihr Lieben, Augen auf an der Wahlurne!

Im Februar 2025 haben 4.356.532 Wähler in freier, gleicher und geheimer Wahl die SED-Nachfolgepartei gewählt, die natürlich – zwinker, zwinker – heute gaaaaanz anders ist. 8,8 Prozent, fast ein Verdoppelung. Weil Heidi so lustige Videos einstellt, wenn sie keine Migräne hat.

Politik ist ein ernstes Geschäft. Wir alle müssten viel mehr tun, als wir tun, um das, was uns immer noch lieb ist an Deutschland zu erhalten“

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Klaus Kelle

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So wirbt man ganz gewiss nicht für mehr Toleranz

Der Christopher Street Day (CSD) wird weltweit in den urbanen Zentren von der Homosexuellen-Community und in Zeiten von GenderGaga auch von den Protagonisten der sogenannten queer-Szene zelebriert. Der englische Begriff „queer“ beschreibt dabei etwas, das von der Norm abweicht.

Die Geschichte des CSD geht auf ein Ereignis zurück, das sich im Juni 1969 in der Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village ereignete. Nach polizeilichen Razzien in Schwulenbars kam es zu tagelangen Straßenschlachten – ein Aufstand der Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür.

In Deutschland konkurrieren die CSDs in Köln und Berlin heute darum, wer den meisten Zulauf hat. Hunderttausende sind es jedesmal sicher, eher ein buntes Happening, das an den früheren Love-Parades“ erinnert als an eine politische Manifestation.

2020 – im 30. Jahr der deutschen  Einheit wagte das Vorbereitungskomittee in Köln etwas Unerhörtes. Das Motto sollte „Einigkeit und Recht und Freiheit“ heißen, also so wie der Titel der deutschen Nationalhymne. Das Lied der Deutschen, wie unsereins das nennt. Als die Entscheidung bekannt wurde, drehte die linke Szene komplett durch. Shitstorm, eine Flut an Protestbriefen und Boykottdrohungen ergoss sich über die Organisatoren, die erwartungsgemäß sofort einbrachen und das Motto in „Für Menschenrechte“ änderten. Würde mich nicht wundern, wenn demnächst noch irgendwas mit Klima und CO2 drangehängt würde.

Was sind das für Leute, die so ein gestörtes Verhältnis zu ihrem eigenen Land haben, das gerade dieser Community mehr Freiheit bietet als die weitaus meisten Länder dieser Welt? Man kann diese Schwachsinnsentscheidung nur noch als erbärmliches Trauerspiel von Köln bezeichnen. Akzeptanz in der gesamten Bevölkerung bringen solche Aktionen sicher nicht.

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Wenn sie nicht singen wollen – schade! Aber sie müssen es nicht…

Morgen Abend beginnt die Fußball-Europameisterschaft. Frankreich tritt gegen Rumänien an, und wir hoffen wohl gemeinsam, dass es keinen Terroranschlag geben wird und dem sportlichen Wettstreit an sich gehuldigt werden kann. Wenn ich so im Internet lese, was Landsleute von mir zur bevorstehenden EM schreiben, stockt mir der Atem. „Nicht meine Mannschaft“ lese ich da über einem durchgestrichenen Poster mit den deutschen Spielern. „Ich freue mich über jede Niederlage der Deutschen“ schreibt ein Deutscher, der ansonsten das Abendland verteidigen will und der Meinung ist, dass man viel häufiger die schwarz-rot-goldene Fahne unseres Landes raushängen sollte. Und Herr Gauland von der AfD vermutet, dass es Deutsche gibt, die Herrn Boateng zwar gern Tore schießen sehen, aber nicht neben ihm wohnen wollen. Das hat – um das klarzustellen – nicht etwa Herr Gauland als eigene Meinung gesagt, sondern man darf sogar annehmen, dass ihm zwei Journalisten in eine Falle gelockt haben, um der AfD zu schaden.

Warum soll also ein Herr Boateng nicht für Deutschland spielen? In Deutschland geboren, Mutter Deutsche, in Deutschland aufgewachsen, deutsche Staatsbürgerschaft, und Christ ist er auch. Warum um alles in der Welt sollte man neben einem solchen Mann nicht wohnen wollen? Wegen seiner Hautfarbe? Blöder geht es ja wohl nicht. Und Herr Özil wurde in Gelsenkirchen geboren, zweifellos in Deutschland. Er war kürzlich in Mekka, wohin ja viele Muslime einmal in ihrem Leben reisen. Warum auch nicht? Darf ein deutscher Nationalspieler nicht freitags anderswo beten als ich sonntags? Oder gar nicht? Nehmen nicht gerade viele Leute Anstoß an einem Fußballspieler, der Muslim ist, die sonst aber sagen, Religion sei Privatsache? Özil wird auf wikipedia zitiert: „Ich habe in meinem Leben mehr Zeit in Spanien als in der Türkei verbracht – bin ich dann ein deutsch-türkischer Spanier oder ein spanischer Deutsch-Türke? Ich will als Fußballer gemessen werden – und Fußball ist international, das hat nichts mit den Wurzeln der Familie zu tun.“ Für mich klingt das logisch.

Bleibt noch das Singen…. Ich gebe zu, ich habe mich auch schon häufiger geärgert, wenn einzelne unserer Nationalspieler bei der Hymne unseres Landes nicht mitgesungen haben. Warum tun sie das nicht? Sie treten unter dem Namen und der Fahne unseres Landes an, sie haben den Bundesadler auf dem Trikot (oder hatten…), sie werden umjubelt von Deutschen, Kinder sammeln Bilder von ihnen und stehen lange an, um einen Schriftzug des Idols auf das eigene Fan-Trikot zu bekommen. Warum also nicht Respekt denjenigen Menschen zeigen, in deren Namen sie ins Turnier ziehen? Ich verstehe es nicht, und ich würde mich freuen, wenn alle Spieler unserer deutschen Mannschaft „Einigkeit und Recht und Freiheit…“ in den französischen Abendhimmel schmettern. Aber sie müssen es nicht. Sie müssen die Hymne nicht singen, keine feuchten Augen bekommen, ja nicht einmal bei Xavier Naidoo mitsingen, bevor die Kanzlerin in die Umkleidekabine schlendert. Es ist ihr Ding. Wenn sie es nur für Geld machen, ist das in Ordnung. So ist das in einer freien Gesellschaft.