Jetzt wäre eine gute Zeit, um sich auf die wichtigste Reise Ihres Lebens zu begeben

Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber gestern hat die Karwoche mit dem Palmsonntag begonnen. Für gläubige Christen sind diese Tage spirituell die wichtigsten im ganzen Jahr.

Der Palmsonntag erinnert an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem. In vielen Kirchen weltweit werden Palmzweige geweiht und Prozessionen abgehalten. Am Gründonnerstag gedenken wir Christen dann des letzten Abendmahls. Am Karfreitag herrscht eine düstere Grundstimmung. Es ist der Todestag Jesu, ein stiller Tag ohne Glockengeläut, an dem der Kreuzigung des Herrn gedacht wird. Und dann folgt die Osternacht mit dem bombastischen Fest der Auferstehung Christi.

Selbst wenn Sie persönlich kein gläubiger Mensch sind, sollten Sie wissen: Wenn diese Geschichte wirklich wahr ist, dann ist es die größte und wichtigste Geschichte seit Anbeginn der Menschheit.

Und Sie sollten wissen, dass die Lehre Jesu für uns alle – Sie und mich – entscheidende Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesellschaft bis heute hat. Ob Sie das wollen oder nicht.

Denn die Lehre, dass jeder Mensch ein Abbild Gottes ist (Imago Dei), legte den Grundstein für das Konzept universell geltender Menschenrechte. Das Gebot der Nächstenliebe weist uns an, zu helfen, wo immer Menschen in Not sind. Oder auch mal ganz praktisch: Es waren die Klöster im Mittelalter, die zu Zentren der Bildung wurden. Sie bewahrten das Wissen der Antike und gründeten sogar die ersten Universitäten (Bologna, Paris). Das moderne Krankenhauswesen hat seine Wurzeln in der christlichen Klostermedizin und den Hospitälern des Mittelalters, die Kranke kostenlos versorgten. Und so weiter. Die christliche Kirche besteht nicht ohne Grund seit über 2.000 Jahren.

Nebenbei: Die gern erzählte Geschichte von den Mönchen, die angeblich das Bier erfunden haben, stimmt nicht. Aber es waren Mönche, die im Mittelalter daraus dieses wunderbare Getränk entwickelten, indem sie den Hopfen entdeckten und diese eigentlich ungenießbare Kräutermischung beifügten. Mönche fanden nämlich heraus, dass Hopfen das Bier konserviert. Dadurch konnte es gelagert und über weite Strecken transportiert werden. Und ganz wichtig: Erst der Hopfen verlieh dem Bier seine typische herbe Note und klärte die Flüssigkeit, wodurch es ansehnlicher wurde. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der christliche Glaube und die Kirche – das ist viel mehr als ein paar Leute, die einem vermeintlichen Aberglauben folgen. Das muss man wissen in einer Zeit, in der in unserer Gesellschaft Bürgerinitiativen gegen das Glockenläuten am Sonntagmorgen und gegen das Tanzverbot am Karfreitag mobilisieren. Diese Gesellschaft ist wirklich intellektuell und moralisch auf der untersten Stufe der geistigen Nahrungskette angekommen.
Ich erzähle Ihnen das heute wieder einmal, weil ich Sie für dieses Thema sensibilisieren möchte.

Denn wir reden so oft über die vielen, die ausgetreten sind

Aber wir reden selten über die, die weiterhin dabei sind: 19,8 Millionen Katholiken, 17,9 Millionen EKD-Protestanten, 3,5 Mio. Orthodoxe, 500.000 Freikirchler und etwa 100.000 andere wie die Altkatholiken gibt es in Deutschland. Das ist eine ganze Menge. Und wer heute noch in der Kirche ist – trotz der furchtbaren Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, trotz leider vieler links-grüner Spinnereien in den EKD-Kirchen –, der denkt sich etwas dabei. Und damit meine ich nicht nur die, die aus Gewohnheit jeden Sonntag zur Kirche schlurfen oder drin bleiben, damit sie festliche Eheschließungen, Taufen und Begräbnisse bekommen.

Ich schreibe immer mal wieder darüber, um denen, die noch nicht genau wissen wohin, Mut zu machen. Auch mit meiner eigenen Geschichte.

Ich stamme aus dem reformatorischen Fürstentum Lippe in Nordrhein-Westfalen, durch und durch evangelisch. Mein „Glaube“ bestand darin, dass meine Eltern und ich jedes Jahr am Heiligabend vor der Bescherung in den Gottesdienst unserer kleinen Gemeinde in Holzhausen-Sylbach gingen. Sozusagen Tradition oder, wenn Sie so wollen, Weihnachtsfolklore.

Dann kamen zwei Jahre Konfirmationsunterricht und die Konfirmation selbst mit Feier und vielen Umschlägen mit Geld darin. Und damit war das Thema Christentum für mich durch.

Ich glaubte nicht an einen Gott, lebte nicht wirklich christlich – welcher junge Mann, der das weibliche Geschlecht entdeckt, macht das denn? In meiner Selbstwahrnehmung war ich Atheist. Manchmal, wenn das Thema beim Bier abends aufkam – selten –, argumentierte ich energisch und selbstgewiss, dass das doch alles nur Quatsch sei.

Ich habe mich geirrt

Weil ich mich irgendwann, 15 Jahre später, aus einem banalen Grund plötzlich mit dem Thema Glaube und Kirche konfrontiert sah. Das ist eine lange Geschichte, die hier zu weit führen würde. Aber zusammengefasst: Wenn man sich darauf einlässt, zu glauben und Christ zu sein, kommen Sie niemals in Ihrem irdischen Leben an ein Ende. Klingt merkwürdig? Ist es aber nicht.

Ich wurde damals nach vier Jahren Lernen und Prüfen katholisch, und ich dachte: Jetzt bin ich da. Was ich überhaupt nicht begriff, ist, dass dieser Moment nicht das Ziel ist, sondern nur der erste Schritt auf einer langen Reise durch das eigene Leben. Es dauerte damals noch gut 30 Jahre, bis ich beschloss, mich nun komplett auf das alles einzulassen. Und ich schwöre: Von diesem Moment an fügte sich plötzlich alles in einer erstaunlichen Klarheit und Logik zusammen.

Glaube ich heute an Gott? Nein!

Ich weiß heute, dass es ihn (oder „etwas“) gibt. Ohne jeden Zweifel.

Vor einigen Jahren gab es einmal eine kurze Situation, als ich morgens im Hausflur meine Jacke anzog, um zur Sonntagsmesse zu fahren. Unsere jüngste Tochter kam aus der Küche vorbei und sagte zu mir: „Papa, musst du schon wieder in die Kirche?“ Und ich nahm mir die Zeit, ihr darauf ausführlich zu antworten, obwohl ich eigentlich los musste.

Dass ich nämlich überhaupt nichts „muss“ und niemand mich maßregeln oder gar bestrafen würde, wenn ich jetzt meine Jacke wieder ausziehe und mir noch ein Marmeladenbrot schmiere. Und dass ich in die Kirche will, weil es mir, wenn ich dort hineingehe und den Gottesdienst feiere, anschließend besser geht als vorher.

Ich bin nicht sicher, ob unsere Prinzessin das damals verstanden hat. Ich hoffe sehr, dass sie diesen flüchtigen Moment heute noch genauso lebendig in Erinnerung hat wie ich selbst.

Die Ostertage sind in meiner Erinnerung fast immer schöne Sonnentage gewesen. Suchen Sie mit den Kindern bunt bemalte Eier im Garten, genießen Sie das Frühstück mit Ihren Lieben und natürlich: Schmeißen Sie am Sonntagnachmittag den Grill an und nutzen Sie die Zeit mit Familie, Freunden und Nachbarn! Aber bitte vergessen Sie nicht, um was es eigentlich geht an diesen Tagen: Das vielleicht wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit…

Ihnen allen eine schöne Karwoche!




Ostern ist wie der Lackmustest: Nichts gegen bunte Eier, aber hier geht’s um was ganz Anderes…

Wie ist das Osterfest, das wichtigste aller christlichen Feste, auf den Hasen gekommen? Und wieso die bunten Eier? Die landläufigen Erklärungen klingen etwas künstlich: Die Eier als Symbol für das Leben, mit Vorbildern schon im alten Ägypten? Und die Hasen mit ihrem zugewandten Fortpflanzungsverhalten…? Alles irgendwie positiv und lebensbejahend, oder? Nun ja; etwas banal auch. Da haben wir noch Glück gehabt, dass nicht Heuschrecken oder andere, noch reproduktivere Symbol-Tierchen gewählt wurden. So sympathisch Hasen auf der Wiese und bunte Eier auf dem Tisch auch sind, das lenkt nur davon ab, worum es am Osterfest geht, und was vielen Zeitgenossen leicht zu viel wird: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

Das gibt’s ja gar nicht…?

Ist so etwas wie die Auferstehung von den Toten nicht ganz und gar unvereinbar mit unserem modernen wissenschaftlichen Weltbild? Das denkt in Deutschland sicher eine satte Mehrheit der Leute, selbst solche, die noch Wert darauf legen, Christen genannt zu werden. Aber das stolze Heranziehen unseres wissenschaftlichen Erkenntnisstandes ist eine ahistorische und – mit Verlaub – etwas hochmütige Einstellung. In Wirklichkeit messen wir heute wie vor 2000 Jahren anhand ganz ähnlicher Kriterien, und die haben wenig oder nichts mit dem tatsächlichen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung zu tun. Den meisten Leuten, auch Wissenschaftlern, reicht es zu fragen: Kann ich mir das vorstellen? Passt das zu meinen gewohnten Plausibilitäten? Ja, oder nein? Insofern hat sich seit dem ersten Jahrhundert gar nicht so viel geändert.

Was Paulus schon wusste

Schon der Apostel Paulus musste das seinerzeit erfahren, als er vor den Athenern redete (Apg. 17, 16-34). Das waren aufgeschlossene Leute, sie gehörten zu den klügsten ihrer Zeit, aufgeklärt und immer interessiert an Neuem, auch in religiösen Dingen. Anfangs lief es ganz gut, aber als er anfing von der Auferstehung der Toten zu reden, war das für seine Zuhörer schnell zu viel: „Darüber wollen wir dich ein anderes Mal hören“; was höflich ausgedrückt war und heißen sollte: Also das geht uns jetzt doch zu weit.

Es muss Paulus geschmerzt haben, denn er war ja nun definitiv von der Seite der gebildeten Ungläubigen gekommen und hatte die transzendente Realität des auferstandenen Jesus Christus quasi „auf die harte Tour“ gelernt. Er sah, dass die Leute sich selbst im Weg standen, dass sie sozusagen Schuppen auf den Augen hatten. Offenbar gab ihm das aber eine besondere Hartnäckigkeit und eine überzeugende Ausstrahlung, denn später war er sehr erfolgreich mit seiner Predigt unter den Griechen.

Echtheitstest für Jesus-Bilder

Wir sind heute alle ein wenig wie die Athener damals. Das ist übrigens auch der Grund, warum die meisten Leute Weihnachten für das wichtigste christliche Fest halten, und nicht Ostern. Als mehr oder weniger säkularisierter Zeitgenosse kann man sich mit der – notfalls etwas verschlankten – Weihnachtsgeschichte noch irgendwie arrangieren. Dieser Jesus war ja doch ein ganz netter Kerl, und jeder macht sich seinen eigenen Reim darauf. Der eine sieht da einen Friedensapostel, der andere einen Revolutionär. Mal wird er als Prediger höchster moralischer Ansprüche, mal als alles verstehender Liberaler dargestellt.

Die selbstgemachten Jesusbilder sind so zahlreich, wie die gesellschaftlichen und theologischen Moden. Und jeder findet einen vermeintlichen Anknüpfungspunkt irgendwo im Neuen Testament. Zum Schwur kommt es aber dann am Osterfest; das ist der endgültige Lackmustest für alle Jesusbilder. Zu Ostern erweist sich, ob sie echt christlich sind, oder „fake“.

Worum es wirklich geht

Der schon erwähnte Apostel Paulus sagt es wie es ist: Ohne die Auferstehung Jesu wäre der ganze christliche Glaube hinfällig: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos.“ (1 Kor 15, 14). Das ist an Deutlichkeit nicht zu übertreffen und es muss vielen Leuten laut in den Ohren klingen, die sich mit einem „entmythologisierten“, modern anmutenden, quasi entschärften Kulturchristentum zufrieden geben. Aber all das, was das Christentum an kulturellen und wissenschaftlichen Voraussetzungen unserer Welt von heute gebracht hat, das gibt es nicht ohne jenes unglaubliche Osterereignis.

Dieser Jesus ist ausweislich des Zeugnisses des Neuen Testaments vom Tode auferstanden. Aber nicht so wie eine wiederbelebte Leiche, nicht so wie er selbst den Lazarus und andere ins Leben zurückgeholt hat; die sind dann ja später doch gestorben. Nein, seine Auferstehung transzendiert das rein Biologische, schlägt eine Brücke zum Absoluten.

Was „auferstanden“ bedeutet

Die Berichte der Evangelien stimmen auf faszinierende Weise überein: Dieser Auferstandene ist echt lebendig, obwohl er echt tot war. Aber lebendig auf eine ganz neue Art: Seine engsten Freunde erkennen ihn nicht sofort; dann aber, wenn er sie anspricht, doch klar und deutlich. Er ist leibhaftig da, isst sogar mit ihnen. Aber dann ist er plötzlich ihren Blicken – und ihrem Zugriff – entzogen. Er ist auf einer höheren Ebene, transzendiert im ursprünglichen Wortsinne die kontingente Welt.

Es war diese Erfahrung, die aus furchtsamen, enttäuschten und verzweifelten Jüngern, die weggelaufen waren und glaubten, mit dem Tod des Meisters sei alles zu Ende, alles umsonst, alles vorbei, mit einem Schlag unerschrockene Bekenner, frohgemute Verkünder, begeisterte und gläubige Christen gemacht hat.

Warum uns das betrifft

Ein beeindruckender Befund, in der Tat. Aber das ist doch nur die halbe Wahrheit. Denn was wäre diese Auferstehung wert, wenn sie nur ein außergewöhnliches Ereignis vor zwei Jahrtausenden gewesen wäre, etwas Unerhörtes, das aber nur diesen einen Mann betraf? Mit anderen Worten: was ginge uns das an? Es zeigt sich, dass der Glaube an die Auferstehung Christi nicht zu haben ist ohne den Glauben an seine göttliche Natur. Denn das ist es, was alle Christen aller Konfessionen zu allen Zeiten am Osterfest feiern: dass der Mensch gewordene Gott durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen uns Menschen erlöst hat.

1700 Jahre Konzil von Nicäa…

Jesus ist „wahrer Mensch und wahrer Gott“ – das ist die Formel, auf die es das Konzil von Nicäa gebracht hat. In diesem Jahr feiern wir das eintausendsiebenhundertjährige Jubiläum dieses wichtigsten aller Konzilien. Auch im Jahr des Heils 325 konnte man schon ziemlich klar denken, auch Dinge, die aus den Plausibilitätsstrukturen unseres Alltagsverständnisses weit herausragen.

…und Schrödingers Katze

Das erinnert ein wenig an das physikalische Denken unserer Zeit, das auch ohne Alltags-Plausibilität auskommen muss – zum Beispiel, wenn es dort um den Teilchen- und Wellencharakter des Lichtes geht, um Quantenphysik oder um Schrödingers Katze. Auch dabei geht es um Zusammenhänge, die eigentlich „unmöglich“ scheinen, und die wir aus der Hand der Physiker doch dankend akzeptieren. Logisches, präzises Denken führt aus der begrenzten Sicht des unmittelbar Anschaulichen weit hinaus.

Und die Leute konnten damals eben auch schon äußerst logisch denken und unterscheiden, bei allem was ihrer Erkenntnis zugänglich war. Aber natürlich kam ihnen noch der Heilige Geist zu Hilfe (was nicht heißen soll, dass er Wissenschaftlern unseres Zeitalters nicht beistünde).

Die gute Nachricht weitergeben

Wie war das noch mit den Hasen und Ostereiern? Egal! Die schaden ja nicht, erfreuen jedenfalls viele Kinderherzen, und das ist ein Wert an sich. Aber vergessen wir nicht, worum es bei diesem Hochfest eigentlich geht. Und geben wir es an unsere Kinder weiter, nicht nur die Ostereier. Es ist ein schönes Geschenk, und es gibt auch ein gutes Gefühl: einfach anzunehmen, was uns hier gegeben wird, ganz ohne unser Zutun, nicht weniger als die endgültige Überwindung von Leiden und Tod.

In diesem Sinne: Frohe und gesegnete Ostern!

Martin Eberts




Facebook-Zensur: Herabgestuft von „unserer Technologie“

Zahlreiche Leser meiner Online-Portale TheGermanZ und KELLE haben mir vergangene Nacht Screenshots geschickt, in denen ihnen Facebook mitteilt, dass der von mir gepostete Artikel zum Beginn der Karwoche und der Bedeutung des Osterfestes in der Sichtbarkeit herabgestuft worden sei. Nachzulesen übrigens hier

Als Begründung heißt es:

„Unsere Technologie hat gezeigt, dass dieser Beitrag anderen Beiträgen ähnelt, die gegen unsere Gemeinschaftsstandards zu Gewaltdarstellende und drastische Inhalte verstoßen.“

Das muss man erstmal sacken lassen, oder?

Wenn Sie über die Kreuzigung Jesu und das Osterfest schreiben, werden sie bei Facebook „herabgestuft“.

Ich meine, es ist ja nicht „unsere Technologie“, es ist ja ein Mensch oder eine Gruppe Menschen, der „unsere Technologie“ so programmiert, dass das wichtigste Fest der Christenheit und die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu, die weltweit Milliarden Menschen bewegt, Grund ist, „herabgestuft“ zu werden.

Das Schlimmste ist dabei, dass man solche Unverschämtheiten inzwischen mit einem Achselzucken abtut. Man kann ja sowieso nichts ändern…

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Gesegnete Ostertage Ihnen und Ihren Familien!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute beginnen die Ostertage, das wichtigste Fest der Christen auf der Welt. Fußwaschung und letztes Abendmahl, der Leidensweg Jesu, der schändliche „Prozess“ vorm römischen Statthalter, die Kreuzigung und drei Tage später die Auferstehung. Was für eine gewaltige Geschichte ist das, oder?

Und wie interessenlos sind so viele Menschen in unseren satten Wohlstandsgesellschaften an dieser Geschichte?

Wir sind ja krankenversichert und legalisieren Sterbehilfe, und wenn ein Kind unterwegs ist und ungelegen kommt? Dann weg damit! Ein Beratungsschein ist einfach zu bekommen.

Glauben Sie, was Sie wollen! Oder glauben Sie nicht! Ihre freie Entscheidung.

Für mich und unsere Familie ist dieses Fest im Verlauf des Jahres jedenfalls extrem wichtig.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Ostertage, ob Sie Eier suchen, den Grill anwerfen oder in einen Gottesdienst gehen!

Ihr Klaus Kelle

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Gesegnete Ostern! Bleiben Sie mutig!

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Leserinnen und Leser,

sehen wir es positiv, es gibt Dinge, die finden noch statt, selbst wenn Corona ist. Ostern zum Beispiel. Manche in unserer Berliner Nomenklatura wollten selbst das Fest des Leidens und der Auferstehung Jesu Christi nur digital zulassen. Doch da hat dann selbst der Schnarchladen der katholischen Amtskirche in Deutschland aufgemuckt.

Und so „dürfen“ Kelles heute Abend in einer Kirche am Niederrhein im Kreis von immerhin 60 erlaubten Teilnehmern die Osternacht feiern. Ganz stimmungsvoll natürlich mit Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionssprühgeräten und Teilnehmerlisten, die vorher auszufüllen sind. Nächstes Jahr werden wir dann wohl in irgendeinem muffigen Keller sitzen müssen, heimlich, drei Mal an der Holztür klopfen, um eingelassen zu werden, Kerzen, auf leere Weinflaschen gesteckt, so wie unsere Glaubensbrüder und -schwestern in der römischen Untergrundkirche in China. Da ist es sogar noch gefährlicher, wenn man beim Beten erwischt wird. Noch.

Das neue Jahr hat ansonsten recht gut begonnen. Meine neue Online-Tageszeitung TheGermanZ  ist stark abgehoben mit über einer Million Aufrufen im ersten Monat. Und wir alle im Team hungern nach noch viel mehr. Aus der Politik bekommen wir jetzt auch Signale, dass bei normalem Impfverlauf unser alljährliches Schwarmintelligenztreffen Anfang Oktober in NRW wird stattfinden können. (1. bis 3. Oktober). Könnte alles also noch schlimmer sein. Aber  vieles ist schon schlimm in unserem Deutschland 2021.

Ich danke Ihnen allen ganz persönlich für Ihre ungebrochene Unterstützung und für Ihre Treue zu diesem Blog, der seit nun schon acht Jahren eine wichtige Rolle unter den alternativen Medien in Deutschland spielt. Klar, wenn meine Texte noch stärker in den Sozialen Netzwerken geteilt würde, und wenn das Spendenaufkommen etwas größer wäre, dann wäre das hilfreich, aber ich will nicht jammern. Schon gar nicht an einem Tag wie heute.

Passen Sie gut auf sich und Ihre Liebsten auf! Lassen Sie sich nicht entmutigen!

Gesegnete Ostern!

Ihr Klaus Kelle




Deutschland schafft sich ab…auch in Bayern

Eine Betreuungseinrichtung für Kinder hat jetzt den Eltern mitgeteilt, dass man in diesem Jahr nicht das christliche Osterfest feiern werde, sondern den irischen Nationalheiligen St. Patrick. Ausgerechnet in Bayern.

Den guten Patrick zu feiern, kann ein durchaus ehrenwertes Anliegen sein, hätte die Leitung der Einrichtung nicht noch mitgeteilt, Zitat: „Damit die gewohnte Ostereiersuche nicht komplett ausfällt, werden wir stattdessen nach Goldschätzen der Kobolde suchen.“

In einem bayerischen Kindergarten wird bewusst Ostern nicht gefeiert? Von einer Einrichtung der AWO, des Wohlfahrtsverbandes in der Tradition der SPD? Wie heißt noch der Buchtitel? Deutschland schafft sich ab…