Trump, Bolsonaro, Orban, Morawiecki – keine Lieblinge deutscher Mainstream-Schreiber
In den deutschen Mainstream-Medien hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro die Rolle des amerikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump als Watschenmann eingenommen – wider Willen, wenn er überhaupt davon Kenntnis nimmt. Heute Morgen meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa), ein Richter habe angeordnet, dass gegen den Präsidenten Bolsonaro wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie ermittelt werden solle. Globaler Skandal oder?Wenn das der Maßstab ist, dann müsste seit zwei Jahren gegen Merkel, Spahn, Stieler, Drosten, Lauterbach und viele andere ermittelt werden, weil es dauernd Falschaussagen gab, wie man dem Virus erfolgreich begegnen könne. Gerade hat das Bundesverfassungsgericht mit einem Handstreich 330 Klagen von Bürgern gegen die Corona-Maßnahmen in Deutschland vom Tisch gewischt. Ermittelt wurde bei einem Abendessen im Bundeskanzleramt, wie man hört.

Anders formuliert: Würde ich jetzt hier bei der Polizeiwache im Ort eine Anzeige gegen Angela Merkel erstatten wegen Missachtung des Amtseides oder Fake News, dann würde erst einmal „ermittelt“. Und dann eingestellt, wie wir alle wissen. Aber Ermittlungen sagen erst einmal nichts aus über die tatsächliche Relevanz eines Vorwurfs.

Würden brasilianische Zeitungen über meine Anzeige gegen Frau Merkel berichten? Könnte man ja machen, aber ich hoffe nicht, weil es lächerlich wäre. Wie bei Trump, wie bei Orban, wie bei Morawiecki, so wird jetzt Bolsonaro im deutschen Mainstream platt runtergeschrieben. Aber das ist Nonsens.

Bolsonaro hat – wie die anderen genannten – nur eine andere politische Agenda, als es die selbsternannten Edelfedern in den Hauptstadtredaktionen gerne hätten, im so genannten linken Juste Milieu. Freunde von mir, die viel in Brasilien sind, erzählen mir, dass der Präsident dort in der Bevölkerung weiter großen Rückhalt genießt und als beliebt und volkstümlich wahrgenommen wird. Etwa, wenn er zuletzt an der Spitze von zehntausenden Bikern bei einer Motorrad-Demo mitfährt. Nur, auf diese Bilder warten sie in der ARD-Tagesschau vergeblich….

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Dieser Artikel wurde 3 mal kommentiert

  1. Matthias Leder Antworten

    Ein ausgezeichneter Artikel, der den Sachverhalt auf den Punkt bringt. Wenn man dann noch weiß, daß das brasilianische Verfassungsgericht STF vor allem aus Leuten besteht, die von Lula und Dilma Rouseff (also den beiden letzten sozialistischen Präsidenten) ernannt wurden, wundert einen gar nichts mehr.

  2. H.K. Antworten

    Dumme Frage eines dummen Mannes am Rande an die Expert*/:/-/_/Innen:

    Werden nicht in Amerika die Richter gewählt ?

    Einige ja, einige nein, oder wie funktioniert das da ?

    Wenn ich richtig informiert bin, hat doch Hr. Trump diverse „oberste Richter“ ernannt, oder ?

    Dieses Geklüngel in Deutschland, daß der Präsident des Bundesverfassungsgerichts und seine Crew bei „Mutti“ Kohlrouladen aus der Uckermark o.ä. essen und darüber berichtet wird, dürfte ja nur die Spitze des Eisbergs sein.

    Es bleibt die Frage, welches grundlegende Geklüngel völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit noch stattfindet.
    Daß die ÖR-Sender nicht darüber berichten, versteht sich wohl von selbst.

  3. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Nichts aus der DDR gelernt? Verfassungsgericht und Staatssicherhaldenwanginstitut sollten umgehend gegen die Anzeigenerstatter ermitteln, denn sie stören das öffendliche Wohlfühl-sicherheitsempfinden der Bür… nein Einwohner, denn Bürger haben Bürgerrechte,- verzeihung – hatten Bürgerrechte. Und wieso Verfassungsgericht:? Wir haben keine Verfassung, denn Deutschland ist nicht voll souverän, und steht seit 1945 unter alliierter Kuratell. Deswegen auch die zwei plus vier-verhandlungen zur Deutschen Einigung!

    Haldenwang ist eben doch nur zweite Wahl, – ach, was sage ich – Fünfte Wahl. Sonst wüßte der untalentierte Mielkenachvolger, wie man mit renitenten Anzeigenerstattern, Querulanten und anderen Staatsfeinden umzugehen hätte.

    Und das Bolsonari so ist, wie er ist, kommt bestimmt davon, das Südamerika so viele Nazis aufgenommen hatte. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit, den Kampf gegen Reeeeeeeeechts zu intensivieren, vor allem in Brasilien. Alleine schaffen die das nicht!

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