Zum Abgang von Sebastian Kurz
«Es war mir eine große Ehre, der Republik zehn Jahre lang gedient zu haben!»
(Sebastian Kurz, 2. Dezember 2021)Ja, lieber Sebastian Kurz, uns war es auch eine Ehre, noch einmal einen bürgerlich Konservativen erlebt zu haben, der allen gezeigt hat, wie es funktioniert.Aus dem Nichts eine heruntergewirtschaftete ÖVP übernommen, die damals selbst gegenüber der Merkel-CDU nur noch als Trümmerhaufen zu bezeichnen war. Inhaltlich ein Witz, keine Konturen, keine Überzeugungen und vor allem keine Köpfe, die das Wahlvolk mitreißen konnten

Kurz übernahm, und nach eineinhalb Jahren war alles gut. Mit Abstand stärkste Partei, persönlich beliebt bei der Bevölkerung, Bundeskanzler, kommunikativ, sympathisch, Typ Schwiegersohn, ein brillanter Redner.

Und nun dieser Scherbenhaufen.

Rücktritt, Abtritt, jetzt auch Platzhalter Schallenberg weg. Man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, dass demnächst auch die ÖVP weg sein wird von der Kommandobrücke der Alpenrepublik und die rot-grüne Trostlosigkeit zurückkehrt.
Am Abend meldete die dpa, dass eine Umfrage ergeben habe, dass Kurz, der Superstar von gestern, kaum noch Rückhalt in der ÖVP habe. So ist das Geschäft, erbarmungslos mit den Verlierern, auch wenn sie gestern noch umjubelte Gewinner waren.
Mir fiel vorhin ein Gespräch mit einem früheren Bundesvorstandsmitglied der Jungen Union (JU) ein, der Kurz persönlich kennt. Er erzählte mir damals, dass früher bei Treffen der christdemokratischen Jugendorganisationen niemand so recht etwas mit Kurz zu tun haben wollte, wenn es abends zum Bier an die Theken ging. „Der Ösi“ galt als schlacksiger Langweiler. Später hat er es ihnen allen gezeigt, wie es läuft.
Der Absturz begann im Mai dieses Jahres, als die Staatsanwaltschaft in Wien Ermittlungen gegen Kurz einleitete. Er habe frisierte Umfragen kaufen und dafür mehr als eine Million Steuergelder ausgegeben lassen, um seine Karriere zu fördern. Macht man nicht. Ist aber auch nicht ungewöhnlich.
Ich kenne aus meinem Berufsleben ein paar Berater von Top-Politikern. Da gibt es den Typus des schmierigen Abzockers, der sich wichtig macht und viel Rotwein trinkt. Aber da gibt es auch wirklich exzellente Jungs, die nicht Politikwissenschaften studiert haben, sondern das Leben. Die wissen, wie die Leute ticken und wie man erfolgreich Strippen zieht.
Als die Kurz-Affäre aufploppte im Frühjahr telefonierte ich mit einem, der inzwischen ein richtig enger Freund von mir ist. Wir sprachen über die Causa Kurz, und irgendwann sagte er: Klaus, hast Du jemals eine politische Umfrage gesehen, die nicht manipuliert war? Ich konnte ihm keine nennen. Der exakte Inhalt der Fragen, die Formulierung, der Zeitpunkt der Umfrage – alles hängt mit allem zusammen. Und viele hochbezahlte Leute arbeiten gerade vor Wahlen intensiv daran, Umfragen perfekt zu platzieren, damit sie maximale Wirkung für den Kandidaten und seine Partei entfalten.
Man darf sich nur nicht erwischen lassen. Nicht der Plan, nicht die Tat führen zum Untergang. Sondern nur, erwischt worden zu sein. That’s the Game.
Ich habe Sebastian Kurz einmal live erlebt beim Frühjahrsempfang der CDU in Erfurt. Der damalige Chef der Freistaat-Union, Mike Mohring, und Kurz kennen sich, und der Österreicher folgte einer Einladung vor der Landstagswahl in Thüringen. Ich akkreditierte mich als Journalist und fuhr fünf Stunden mit dem Auto, um Kurz zu erleben. Und ich habe es genossen, das können sie mir glauben.
Einzug der Gladiatoren, 4000 Parteifreunde auf den Tischen und ein souveränder und charmanter Ösi, der aber so gar nichts von einem Langweiler hatte. Zwei Stunden mal wieder die gute alte Zeit, als Kundgebungen von Strauß und Kohl in großen Hallen den Auftritten von Popstars glichen. Aber vorbei. In Österreich wie in Deutschland.
In den vergangenen drei Jahren habe ich mich intensiv darum bemüht, das bürgerliche Lager in Deutschland vom Sofa zu jagen, Netzwerke zu bilden und Leute zusammenzubringen, die sich eigentlich nicht treffen und austauschen sollten. Aber für was?
Ich kenne so viele gute bürgerliche Politiker, aber keinen, der das Ruder in Deutschland herumreißen könnte. Nicht einen. Sie sind schwarz und blau, gelb und orange, und alle eint, dass sie sich selbst im Weg stehen. Und dass es weit und breit keinen Sebastian Kurz in Deutschand gibt. Und auf Österreichs politischen Bühnen  nun auch nicht mehr.

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Dieser Artikel wurde 35 mal kommentiert

  1. Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

    Lange Zeit war ich glühende Anhängerin von Sebastian Kurz. Das hat sich mit der Corona-Krise massiv geändert.

    Denn bei den Recherchen zu den Hintergründen der Krise zeigte sich, daß Herr Kurz zu den Young Leaders von Klaus Schwab gehört, daß er skrupellos die Menschen mit horrenden Corona-Todeszahlen in Panik trieb, daß er voll und ganz der Agenda zum Umbruch unserer Gesellschaft, dem Great Reset folgt.

    Inzwischen sieht es so aus, als ob das kleine Österreich mit seinem smarten, jugendlichen Kanzler zum Vorreiter in der Corona-Agenda erwählt wurde. Kurz hat schon vor Wochen die allgemeine Impfpflicht verkündet und das Land damit weiter in die Spaltung getrieben. Merkel und Scholz ziehen jetzt nach.

    Daß Sebastian Kurz krankhaft ehrgeizig ist, hat ihm wohl den Hals gebrochen; wobei die gekauften Umfragen sicher nichts Außergewöhnliches sind, haben wir doch „angefütterte“ Medien und der Politik angepasste Richter in Deutschland. Politik ist und bleibt ein schmutziges Geschäft, bei dem einen wie Kurz irgendwann deutlich sichtbar, bei der anderen wie … subtil und versteckt.

    Ich kann nur hoffen, daß die Österreicher auch jetzt Vorreiter für uns lahme Deutsche sind, indem sie demonstrieren, streiken und das Land zur Not lahm legen, um die Demokratie zu retten. Vielleicht werden dann auch bei uns mehr Leute wach und fragen sich, was eigentlich abgeht in deutschen Landen.

    • .TS. Antworten

      Kurz wurde mir aufgrund seines Verhaltens bei dem dubios inszenierten Ibiza-Skandal suspekt – damals wurde sehr schnell der Ballast gewordene Koalitionspartner durch einen völlig anders tickenden ausgetauscht.

      Das hat doch sehr an die hiesige Merkel erinnert die von gescheitertem Multikulti und sicherer deutscher Atomkraft plötzlich nichts mehr wissen wollte:
      Die ersten paar Jahre ihrer Amtszeit waren nach den beiden Vorgängern erfreulich pragmatisch, aber dann gings mit den dubiosen Vorgängen um „ihre“ Bundespräsidenten, der „Wunschkoalition“ und der unnötig vorzeitigen Wegbeförderung eines gewählten Landespräsidenten zugunsten eines nicht gewählten Möchtegernfürsten rapide in eine faale Richtung.

  2. gerd Antworten

    „Und ich habe es genossen, das können sie mir glauben.“

    Ich glaube Ihnen das gerne Herr Kelle. Allerdings sei mir hier die Frage erlaubt, wie in aller Welt es jemand für möglich halten konnte, dass ein 31 jähriger Schönling ein ganzes Volk regieren soll. Keine Erfahrung, keine Lebensweisheit, nur etwas Pomade und eine gut sitzende Frisur sollen die Grundvoraussetzungen sein, um den Bürgern eines Landes zu dienen? Eine Schar von Speichelleckern und Fußabtretern die auf den Tischen stehen und ihrem Adonis zujubeln, können genau was erreichen? Wenn jemand seine Umfragewerte frisiert und dieses geschönte Ergebnis mit Steuergeldern bezahlt, mag das ja in der Politikerkaste gang und gebe sein, es bleibt allerdings ein Verbrechen der übelsten Sorte und reiht diese Politiker in den Rang eines Drogenbarons alla Escobar, Guzman oder Gallardo ein. Ein hinkender Vergleich? Dann erinnern wir uns doch an die Aussage von Kurz: Ihr werdet alle sterben, wenn ihr nicht tut was ich sage! Man muss nicht umbedingt mit einem Sturmgewehr seine Forderungen durchsetzen, das kann man auch subtiler machen. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Sie landen im Knast oder tauchen unter.

    • Ruth Antworten

      Bei allem Respekt lieber Herr Gerd, mir war der 31 jährige Kurz, der Ihrem Geschmack nach ein Schönling sein soll, lieber, als eine Frau Merkel, die beim erklingen der eigenen Nationalhymne das große Zitterlein bekommt und ihr Land und die Partei, die sie aufgenommen hat, heruntergewirtschaftet hat. Die natürlich nach eigener Aussage keinerlei Fehler macht, sich dafür lieber zum Abschluss, noch selbst mit roten Rosen schmücken will.

      • gerd Antworten

        Liebe Ruth,

        es geht bei Politiker nicht um Geschmäcker, sondern um die Fähigkeit ihren Job zu machen für den sie gewählt werden. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Schönlinge und zitternde Menschen beim Abspielen der Nationalhymnen, wenn sie darüber hinaus vernünftige Politik machen sei ihnen das unbenommen. Wenn allerdings ein Jüngling nicht nur die Haare sondern auch Umfragen frisiert, dann hat er in der Politik nichts verloren. Das gleiche gilt natürlich auch für Merkel; die Parteisoldaten die eine informelle Mitarbeiterin der Stasi zur Kanzlerin gewählt haben, sollten sich damals und heute schämen und das große Zittern bekommen.

        • H.K. Antworten

          Lieber Gerd,

          DER war gut !

          „ … die Parteisoldaten die eine informelle Mitarbeiterin der Stasi zur Kanzlerin gewählt haben, sollten sich damals und heute schämen und das große Zittern bekommen.“

          Das würde ja voraussetzen, daß diese Herr- ( und Dam-)schaften wüßten, wie DAS geht !

          Die erzählen uns, was und wie es ihnen in den Kram passt, ohne auch nur ansatzweise rot zu werden, und das gilt dann drei Tage später nicht mehr, sondern dann kommt etwas Neues, das uns mit der gleichen Inbrunst der Überzeugung als einzige und alternativlose Wahrheit verkauft wird.

          Und das Ergebnis sieht man ( frau auch ) ja deutlich:

          „Mutti“ ist mit weitem Abstand die „beliebteste Politikerin Deutschlands“.

          Und genau das Volk, das – angeblich – so abgestimmt hat, wählt auch diejenigen, die Deutschland als „mieses Stück Sch….“ sehen und damit „gar nichts anfangen können“.

          Aber diejenige, die das Deutschlandfähnchen nach gewonnener Wahl angewidert „entsorgte“, war nun 16 Jahre lang Regierungschefin dieses Landes.

          • gerd

            „Das würde ja voraussetzen, daß diese Herr- ( und Dam-)schaften wüßten, wie DAS geht !“

            Wie wäre es mal mit der Wahrheit? Lügen haben ja, wie wir alle wissen, kurze Beine. (Kurz(e) Beine…Kopfkino nach Österreich..)
            Nun denn, diese Herr -und Damschaften kriechen momentan nur noch auf Stümpfen durch die Gegend. Letztendlich werden sie in ihren selbst ausgehobenen Gruben fallen.

  3. Ketzerlehrling Antworten

    Nicht nur Kurz ist zurückgetreten, Schallenberg und der Finanzminister gleich mit. Alle mit mehr oder weniger glaubhaften Erklärungen. Was geht vor bei den Nachbarn. Wird damit versucht, einen Riesenskandal unter Verschluss zu halten, oder will man nur Schadensbegrenzung betreiben, in der Hoffnung, dass das, was noch kommt, dann milder ausfällt, oder betrachtet wird. Auf jeden Fall ist es nicht langweilig im Gegensatz zu dem ´weltfremden Geschwafel der Hampelkoalition und deren Verkommenheit.

    • gerd Antworten

      @Ketzerlehring

      Im günstigsten Fall ist das der Anfang vom Ende der gefakten Pandemie. In Deutschland sind noch einige Nagetiere auf dem sinkenden Schiff und fressen alles was ihnen in die Quere kommt. Die haben fertig und das wissen sie auch. Es sind soviele rote Linien überschritten, dass selbst ein gutes Diner mit den Verfassungsrichtern dem Untergang nicht mehr aufhalten kann. Merkel geht mit „Fröhlichkeit in ihrem Herzen.“ Na dann……..lasst das Orchester während des Untergangs spielen, solange sie noch Luft bekommen.

    • G. Ruchowski Antworten

      Mit Schallenberg und Blümel wurden lose Enden abgeschnitten. Wie üblich, wenn jemand auffliegt und eine ganze Bande mit sich zu reißen droht.

    • Gerhard Janovsky Antworten

      Sehr geehrter Herr Kelle!
      Als Österreicher kann ich Ihnen versichern, dass Kurz nach wie vor in der Bevölkerung sehr beliebt ist. Das werden Sie in den Medien nicht lesen oder hören, denn die sind genauso links wie in Deutschland.
      Ebenso wie die „Korruptionsstaatsanwaltschaft“, die aus nichts eine fadenscheinige Anklage zaubert, um einen erfolgreichen Konservativen jahrelang in einen Prozess zu verwickeln, der mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch endet.
      Wen die Linken auf demokratischen Weg nicht besiegen können, der wird halt mit Intrigen und Anklagen zugedeckt.
      Siehe Polen, siehe Orban, siehe Salvini, und jetzt auch Kurz.

      • H.K. Antworten

        Ich kenne Menschen, die wegen „dem Basti“ das Land verlassen wollten.

        Nein, nicht Österreicher.

        Deutsche – nach Österreich …

  4. Freichrist343 Antworten

    Die Corona-Politik in Österreich ist völlig verfehlt. Man kann nur hoffen, dass Stefan Brandner (AfD) vor das Verfassungsgericht zieht, falls in Deutschland eine Impfpflicht beschlossen wird. Ein umfassender Wandel bietet die einzige Rettung. Bitte googeln: Manifest Natura Christiana

    • Ruth Antworten

      Vor welches Verfassungsgericht? Dem CDU Parteifreund Merkels, mit dem sie sogar zusammen auf Wahlplakaten groß erklärte „Gemeinsam erfolgreich“ sein zu wollen. Man trifft sich ja heute noch gern zum privaten Abendessen.
      Was für ein Urteil erwarten sie also von so einem Verfassungsgericht?

      Aktuell hat man ja gesehen, wie das Verfassungsgericht tickt, die Klage der FDP wegen absurden Corona Regeln wurde abgeschmettert.

      • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

        Gestern durfte der Günstling der Kanzlerin natürlich auf prominentem Platz dem Großen Zapfenstreich lauschen und seine Mäzenin verabschieden.

        Ich kann gar nicht sagen, wie mich das anwidert, wenn Merkel dann von Fröhlichkeit im Herzen und Bewahrung der Demokratie schwafelt. Das hat mich sogar meinen Schlaf gekostet. Abgeregt habe ich mich erst wieder, als ich eine Mail an die Dame geschickt habe, in der ich deutlich gemacht habe, daß sie durch ihre Politik meine Achtung verloren hat.

          • Luzi Ferase

            Nooo, die Stasi verwendet Topdatenverarbeitungssysteme – hier Kerblochkartei (für bisher Nichtbetroffene: das ist der tatsächliche Name).

  5. gerd Antworten

    Der Witz des Tages:
    „Unsere Demokratie lebt von der Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung und zur Selbstkorrektur.“
    A. Merkel beim großen Zapfenstreich. Im Hintergrund lodern die Fackeln…..Kopfkino.
    Das mag ja für UNSERE Demokratie stimmen, für die Demokratie der A. Merkel trifft es mit Sicherheit nicht zu.

  6. Zorn Dieter Antworten

    Was mich total überrascht ist, dass ich bis jetzt noch keine stichhaltige Begründung für die Rücktritte gelesen habe. Was geht hier vor? Ich finde keine Erklärung…

  7. Ruth Antworten

    Ich finde es korrekt, wenn ein Politiker, der solchen Vorwürfen ausgesetzt ist, zurück tritt. Leider haben unsere Politiker keinerlei Anstand: Spahn sitzt immer noch auf seinem Posten, noch. Von der Leyen wurde sogar in die EU befördert und kann dort weiter Steuergelder verschleudern.

    In Österreich laufen nun die Prozesse und wer weiss, was dabei noch alles raus kommt. Bei Strache hat man ja auch eifrig nachgeholfen, ihn los zu werden. Da wurde manipuliert und Fallen gestellt, und er war auch einfältig genug, hineinzutreten.

    Ich mochte Herrn Kurz auf der politischen Bühne und hatte schon die ganze Zeit damit gerechnet, dass wieder einmal ein plötzlicher Autounfall oder ein anderer Skandal autaucht, um ihn los zu werden.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Meiner Meinung nach ist Kurz nicht nur ein Blender sondern ein gelehriger Schüler von Klaus Schwab. Möglicherweise wurde dem Young Leader inzwischen das Wohlwollen entzogen, weil seine Anordnungen zu großen Unruhen in der Bevölkerung geführt haben.
      Da ticken die Nachbarn noch ein bißchen anders als die tumben Deutschen.

  8. H.K. Antworten

    „Mutti“ konnte „den Basti“ noch nie leiden.

    Sein Rücktritt unmittelbar am Tage ihres Abschieds ? Ein besseres „Geschenk“ konnte ihr niemand machen.

    Ich möchte nicht wissen, wer da alles seine Finger im Spiel hatte.

    ( Ach ja, apropos Zapfenstreich: Schon peinlich und bisher einmalig ( m.W. ), daß jemand es vorzieht, im Sessel den militärischen Abschied von der Bundeswehr „über such ergehen zu lassen“.
    Und dann auch noch sitzen zu bleiben, wenn die Truppe ausmarschiert …

    Aber wer „noch nicht mal mit Messer und Gabel essen“ kann …

    Vielleicht war das auch der Grund für das grottige Kommandieren des Kommandeurs Wachbataillon … ).

    • aha Antworten

      Die wird krank sein und nicht lange stehen können. Bin mal gespannt was bei der gesundheitlich noch kommt. Die Zitteranfälle werden wohl schon einen medizinischen Hintergrund gehabt haben. Oder hätte sie lieber Weißwein trinken sollen!

      Es ist schon ein alter Wunsch von mir über den Gesundheitszustand meiner politischen Vertreter informiert zu werden.

      Über Biden wurde neulich ein Attest veröffentlicht. So gehört sich das.

      • H.K. Antworten

        Ich bin mir da nicht so sicher.

        Schon merkwürdig, daß „Mutti“ bei Befragung der Bundesregierung im Parlament eine Stunde und länger im Stehen die Fragen – ohne Pult ! – beantworten kann, aber bei der Nationalhymne, die nun nicht wirklich eine Stunde dauert, zittern und sitzen muß.

        Aber, was weiß ich als „alter weißer Mann“ schon …

  9. Alexander Droste Antworten

    Aktuell:
    „Kurz, Schallenberg, Blümel – und jetzt auch Faßmann! Der Bildungsminister schmeißt seinen Posten ebenfalls hin, auf eigenen Wunsch, wie es heißt.“

    Quelle: Heute . AT

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Ich hätte nichts dagegen, wenn wir das kopieren würden.

      Leider nur Wunschdenken und das Tableau der Ersatzkräfte macht auch wenig Hoffnung auf einen Neuanfang.

    • H.K. Antworten

      Ach, bei den Vorsitzenden der SPD ist das doch schon so.

      Und die CDU ist auf dem besten Wege …

      Schauen wir mal, wie die Halbwehrtzeit von „uns‘Olaf“ wird …

      • Hildegard Dr. Dr. Königs-Albrecht Antworten

        Uns Olaf hat eigentlich so viel Dreck am Stecken, daß er gar nicht als Bundeskanzler antreten dürfte. Bei sämtlichen Finanzskandalen ist er beteiligt.

        Es ist bezeichnend, in welcher Verfassung die Bundesrepublik ist, daß das alles kein Thema ist und jegliche Aufklärung unterlassen wird.

        Aber auch hier nichts Neues unter der Sonne: hatte nicht UvdL auch einiges zu verbergen, glücklicherweise die elektronischen Mittel von Spuren gereinigt und dann das Gedächtnis verloren?

        • S v B Antworten

          Allzu große Erwartungen in einen längeren Bestand unserer sich soeben formierenden Regierung hege ich eher nicht. Es ist schon ein seltsamer Verein, der gerade im Begriff ist, sich zu organisieren. Kaum einem der Anwärter auf ein höheres Amt (z. B. dem eines Ministers) traue ich zu, dass er/sie auch nur annähernd der jeweiligen Aufgabe gerecht wird und zufrieden stellende, der Sache – und somit auch dem Land – dienliche, Ergebnisse erreichen wird. Vorerst handelt es sich allerdings noch um ein Bauchgefühl. Also warten wir’s ab. Zunächst muss das Land da durch. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kein Entrinnen mehr. Parallel sollte, nein muss, die Entwicklungen in jedem Falle sehr aufmerksam und kritisch begleitet werden. Das ist doch schon mal was, oder?

        • H.K. Antworten

          Ach, ob Scholz, Müller, Giffey, egal wen man nennt, ob von SPD, CDU oder FDP:
          Ich glaube niemandem mehr etwas.

          Sie haben ALLE gelogen, ihr Wort gebrochen, betrogen.

          Und DAS ist unsere Elite ???

          Mir fällt in dem Zusammenhang ein Wahlkampf-Auftritt Gerhard Schröders von vor ein paar Jahren ein.

          Da sagte er in Rostock „Die Arbeitslosigkeit ist das größte Problem dieses Landes !
          Und, Genossinnen und Genossen, wir werden dafür sorgen, daß das auch so bleibt !“

          Und das Volk jubelte …

  10. S v B Antworten

    Das man sich selbst in fortgeschrittenem Alter, mit einem gewichtigen Sack an Lebenserfahrung im Gepäck, doch noch so irren kann …! Komisch nur, dass eine gute österreichische Bekannte schon vor Jahren immer wieder unkte, dass sie in Kurz keinerlei Vertrauen habe, dass „irgendwas“ mit diesem Mann nicht stimme. In vielen Gesprächen klaffte unsere jeweilige Einschätzung des jugendlichen Kanzlers auseinander. Und nun hat die kluge Frau doch noch recht behalten. Ich fass‘ es nicht!! Nehammer? Mal schauen, was der sich vielleicht noch alles „leisten“ könnte. Nun fällt mir, jen- und diesseits der deutsch-österreichischen Grenze wirklich niemand mehr ein, der in mir noch einen letzten Funken der Hoffnung aufkeimen lassen könnte. Zum Weglaufen, das alles. Anscheinend finden sich keine „Guten“ mehr in der Politik. Und weil man davon ausgehen darf, dass Politiker im Grunde die Gesellschaft abbilden, welcher sie entstammen, präsentiert sich die Lage noch um einiges frustrierender. Aber, was soll’s? Wir müssen da durch. Und unsere lieben Nachbarn auch. Weiter geht’s, hüben wie drüben!

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