62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC): Es gibt keine regelbasierte Weltordnung mehr – und wie jetzt weiter?

„Under Destruction“ – so lautet das Motto der 62. Münchner Sicherheitskonferenz, die morgen im noblen „Bayerischen Hof“ von Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnet wird. „Under Destruction“ – das bedeutet so viel wie „im Prozess der Zerstörung“, ein Motto, das nichts Gutes verheißt. Denn offensichtlich ist, dass die regelbasierte Ordnung auf der Welt ins Wanken geraten ist. Der russische Angriff auf die Ukraine ist dabei ein Menetekel, ein unheilvolles Vorzeichen, aber bei Weitem nicht das einzige.

Vielleicht ist es deshalb ein gutes Zeichen, dass ausgerechnet in einer Zeit maximaler transatlantischer Spannungen die USA die größte Delegation ihrer Geschichte an die Isar schicken. Das macht man nicht, wenn man mit den Europäern nichts mehr zu tun haben will oder sie als Bündnispartner nicht ernst nimmt. Angeführt wird diese Machtdemonstration von Außenminister Marco Rubio, der – anders als Vizepräsident JD Vance im vergangenen Jahr – sein Augenmerk wohl auf die außenpolitischen Verwirrungen und globalen Herausforderungen richten wird. Was wir Europäer allerdings nicht erwarten dürfen, sind von ihm diplomatische Freundlichkeiten.

Rubio kommt nicht als Bittsteller, sondern wird den Europäern in München unmissverständlich klarmachen, dass die Zeiten der vielen Sicherheits-„Trittbrettfahrer“ auf Kosten der Vereinigten Staaten endgültig vorbei sind. Das ist nicht neu, das hat Präsident Donald Trump schon 2017 bei Beginn seiner ersten Amtszeit unmissverständlich klargemacht. Und die meisten Europäer haben das verstanden und begonnen, deutlich aufzurüsten für die eigene Sicherheit.

Der „Munich Security Report 2026“ liefert dabei die analytische Steilvorlage für das kommende Wochenende. Das Dokument liest sich wie die Bestandsaufnahme nach einem Erdbeben. Während die vergangenen Konferenzen in München der Versuch waren, irgendwie noch Brücken zu bauen, geht es heute darum, inmitten der Trümmer der weltweiten Sicherheitslage neue Pflöcke einzuschlagen.

Gerade hat die NATO ihr neues Kommando „Arctic Sentry“ in Betrieb genommen. Gut möglich, dass die Arktis demnächst Frontlinie im Kampf der Machtblöcke sein wird. Und die „Tech Strategy Initiative“ soll klären, wie die Welt mit KI-Waffensystemen umgeht, die schneller entscheiden, als jeder General es kann. Der „Terminator“ lässt grüßen …

Und – ganz wichtig – was folgt politisch aus der starken ökonomischen Abhängigkeit der Europäer von China?

Inmitten der zu erwartenden hitzigen Debatten über diese Fragen schmerzt die kurzfristige Absage des kanadischen Premierministers Mark Carney. Der sagte seine Reise nach München nach der Schießerei an einer Schule mit zehn Toten verständlicherweise ab. Aber gerade Carney hatte erst beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos weltweit für Aufsehen gesorgt mit einer Rede, in der er die alte regelbasierte Weltordnung für „tot“ erklärte und seinen selbstbewussten Plan für eine Strategie der Mittelmächte ohne US-amerikanische Hegemonie vortrug. Kanada, Japan und die Europäer müssten ihr Schicksal endlich in die eigenen Hände nehmen.

Mehr als 1.000 Teilnehmer, darunter 60 Staatschefs, dürfen sich in München nicht auf feierliche Communiqués und harmonische Kaminabende freuen. Das Wochenende der Sicherheitskonferenz wird ein heikler Drahtseilakt, in dem einerseits der Westen Geschlossenheit und Stärke gegenüber Russland und China zeigen muss, ohne dabei aber den Graben zwischen den europäischen Partnern und dem mächtigen Verbündeten in Washington tiefer aufzureißen.

Ob das Modell der alten Weltordnung danach eine Renaissance erlebt oder die Welt von morgen ganz neu gedacht und errichtet wird – davon werden wir in den kommenden drei Tagen eine Menge erfahren.

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Dieser Artikel wurde 42 mal kommentiert

  1. GJ Antworten

    Hat nicht Herr Merz jüngst bei den Saudis von regelbasierten Ordnung gesprochen, die dort vorhanden sei? Herr Özdemir heiratet, Boris Palmer hält die Traurede, Stuttgart ist pleite, die Grünen schlagen Frau Merkel als künftige Bundespräsidentin vor und Papa, Mama und der große Bruder übernehmen die Führerscheinausbildung, ohne daß in irgendeiner Weise die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird. Das Geld wird dann weniger in Fahrschulen getragen und mehr in Karosseriewerkstätten und Anwaltskanzleien. Unser aller Kfz-Versicherungen werden dann sicher auch billiger.
    Alles bestens.

    Alles bestens.

  2. Angelika Antworten

    „Es gibt keine regelbasierte Weltordnung mehr“:
    Früher gab es die Pax Romana. Rom war so stark, dass Rom entschied, wer Krieg führen durfte und wer nicht. Das war die regelbasierte Weltordnung dieser Zeit.
    In Europa der Neuzeit gab es immer wieder kontrollierte Kriege. Dabei wurden Gebiete verschoben. Schlesien kam an Preußen. Elsass und Lothringen an Frankreich. … Sobald aber eine Macht zu stark wurde, haben sich alle anderen gegen ihn verbündet. Das war die regelbasierte Weltordnung dieser Zeit.
    Zur Zeit des Kalten Krieges war die Welt zwischen USA und Sowjetunion aufgeteilt. Und keiner mischte sich zu stark in die andere Seite ein.
    In der Zukunft werden China und USA DIE beiden großen Player sein. Andere wie Russland, Türkei, Indien, Brasilien, … sind Regionalmächte, die auch ihre Macht ausweiten werden. Aber im Grunde entscheiden die USA und China wie die regelbasierte Weltordnung der Zukunft aussieht. Alle anderen haben dabei relativ wenig mitzureden.
    Die größte Gefahr ist: Es gibt die etablierte Macht USA und die neue Macht China, die auch einen Platz an der Sonne will. Taiwan reicht da niemals.

    • Klaus Kelle Antworten

      Und es gibt noch die Möglichkeit, eines wirklich starken und vereinten Kerneuropas. Ohne Uschi und Orban, mit Merz, Rutte und Stubb ist das möglich

      • S v B Antworten

        Nur kärgliche drei Namen und dann von einem „wirklich starken und vereinten Kerneuropa“ sprechen? So ganz ohne Ungarn? Donnerwetter, aber mir scheint dies eine – arg bescheidene – Illusion zu sein. Regelbasierte Weltordnung? Na sowas. Ging ich bisher doch allen Ernstes davon aus, dass es sich bei dieser, neben der ebenfalls viel zitierten, erfolgreichen feministischen Außenpolitik, um einen weiteren genialen, ja patentverdächtigen Einfall unserer tragischerweise an die UN verlorenen Star-Diplomatin Annalena B. handeln könnte. Kerneuropa? Welche Länder hat man darunter zu verstehen? Und… wo sollen denn dann die vielen anderen Länder „unterkommen“? Und… was passiert mit der stattlichen Anzahl der Länder, die sich Hoffnungen auf einen EU-Beitritt machen? April, April? Oder doch WürstchenSchnappen? – Was ich mir ganz konkret unter Kerneuropa vorzustellen habe, weiß ich nicht. Beschämend? Halt – vielleicht eine Wiedergeburt der alten EG/EWG? Tut mir leid, aber Dein Vorschlag, Deine Vision, so wohlmeinend sie auch sein mag, scheint mir doch allzu spontan und unausgegoren. Überzeugen vermag sie mich jedenfalls nicht. Der Traum, sich ein starkes Europa quasi als cis-atlantische Kopie der USA oder gar Chinas(!) herbeizuwünschen, mag zwar für manchen „etwas haben“, aber er wird – jedenfalls auf überschaubare Zeit – nicht wahr werden. Wenn überhaupt jemals. –

        • S v B Antworten

          Und noch was… „Uschi und Orban“ in einem Atemzug zu nennen, also zwei höchst unterschiedliche Persönlichkeiten virtuell in einen Sack zu stopfen – darauf muss man erst mal kommen.

          • H.K.

            Warum auf den Regierungschef des Landes, das 2015 ff. die Grenze nach bzw. von Süden gesichert hat, nicht nur zum eigenen, sondern wesentlich zu unseren Gunsten, eingeprügelt wird, kann wohl keiner der „Prügler“ schlüssig beantworten.

            Allerdings ist die „wohlwollende Nähe“ Orbans zu Putin zumindest ab und zu sagen wir: „erstaunlich“.

            Angesichts des „Dankes“ der EU an Ungarn aber auch wieder kein Wunder.

          • S v B

            @H.K.
            Ob Urban sich vielleicht nur für die Zeit nach dem Ukraine-Krieg „rüstet“, während Brüssel-Europa sich eher auf einen Kalten Krieg 2.0 einzustellen scheint? Bitte – nicht schon wieder!!! Höchst wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige im Lande, die von dem jahrzehntelang währenden KK 1.0, gewissermaßen der Erstausgabe des Kalten Krieges, die Nase gründlich voll hatte. Deswegen raffe ich mich dazu auf, diesbezüglich mein letztes Quäntchen Hoffnung tatsächlich auf die Restvernunft des Westens, speziell auf die der EU, zu setzen. Drücken Sie mir, drücken Sie uns, nein, drücken Sie ganz Europa bitte beide Daumen!

          • H.K.

            Hm …

            Da ich ja hier – nach Meinung des Hausherrn – „wie üblich“ nur „Gelaber“ und „dummes Zeug“ verbreite und bei allem „völlig ahnungslos“ bin, bin ich mir nicht sicher, ob Sie wirklich ausgerechnet auf MEIN Daumendrücken setzen sollten.

            Im Übrigen bekommt das Kürzel „KK“ nach Ihrem Kommentar eine völlig neue Bedeutung …

          • Klaus Kelle

            Haben Sie schon einen Link für uns, aus dem hervorgeht, dass 90 Prozent der Soldaten der Litauen-Brigade gar nicht da sind?

          • H.K.

            „Wer Ohren hat, der höre,
            wer Augen hat, der lese !“

            Kleiner Tip:

            Mittelwarm – aber Sie sind nach gut einer Stunde ziemlich nah dran. Sie kennen sich ja hier aus …

            Sie schaffen das !

      • Steve Acker Antworten

        Orban ist die Stimme des gesunden Menschenverstandes in Europa.
        Die Eu-Granden arbeiten mit Nachdruck daran Europa und die Länder maximal zu zerstören und in den Abgrund zu reiten.
        Orban ist der einzige der sich dagegen wehrt. Deswegen hassen ihn alle.
        Und ausgerechnet ihn wollen Sie weg haben `?

        • Klaus Kelle Antworten

          @Steve Acker,

          nicht ausgerechnet IHN. Ich war mal ein seh großer Orban-Fan. Da er jetzt aber andauernd versucht, EU-Entscheidungen pro Ukraine zu blockieren und zu verzögern, gefällt mir nicht. So kann man die EU nicht handlungsfähig halten.

          Für die EU ebenso wie für die NATO muss das Einstimmigkeitsprinzip abgeschafft werden. Aber da das einstimmig beschlossen werden müsste, wissen wir, wie es ausgeht…

          Deshalb ist der Weg der „Koalition der Willigen“ leider…alternativlos…

          kk

          • H.K.

            In der gestrigen n-tv-Umfrage kam heraus, daß 51% der Teilgenommenhabenden für einen EU-Beitritt der Ukraine votierten, 49% dagegen.

            Die Befürworter müssen vermutlich trotzdem ihren Geldbeutel nicht locker machen, da die EU-Mitgliedsstaaten m.W. einstimmig für den Beitritt eines Kandidatenden stimmen müssen.

            Da nützt dann auch die „Koalition der Willigen“ nichts. Es sei denn, der eine oder andere wird gebeten, bei der Abstimmung doch mal kurz den Raum zu verlassen …

          • Steve Acker

            Wenn die Eu die Ukraine jetzt aufnimmt, auch noch im Schnellverfahren, wie es offenbar Uschi vorschwebt, schaufelt sie sich ihr eigenes Grab.
            Das wird die EU zerreissen.

            Die „Hilfen“ sind in Wirklichkeit keine Hilfen, sondern reiten die Ukraine immer mehr ins Verderben, und andere Länder mit, die
            zb. ihre Wirtschaft dafür zerstören.
            Orban hat das verstanden und leistet da Widerstand.
            Auch Trump hat das verstanden , dass das zu nichts führt und hat wie zu lesen war 99% der Zuwendungen gestoppt und versucht diesen Krieg zu beenden. Die Europäer grätschen immer wieder dazwischen, zb. indem sie wollen das Truppen aus Nato-ländern die Friedenssicherung machen.

            Kamala Harris hat, als sie noch im Amt war, gesagt. das was die Amis in der Ukraine tun, geschehe aus US Interessen und nicht aus Nächstenliebe.
            Also nix mit „Hilfe“.

            Eine Koalition der „willigen “ hat schon mal viel Unheil angerichtet.
            habe große Befürchtung dass das wieder geschehen wird.

          • Klaus Kelle

            Die EU wird die Ukraine jetzt nicht aufnehmen.

            Und ohne die Hilfe der Amis und der Europäer gäbe es die Ukraine gar nicht mehr.

            Ich will nicht in der Nachbarschaft von Staaten leben. die mit Krieg und Gewalt ihre Grenzen ausweiten wollen. Und ich will nicht, dass wir tatenlos zuschauen, wie Hunderttausende hingemetzelt werden für einen größenwahnsinnigen Idioten im Kreml.

          • H.K.

            @ Steve Acker

            Wie zu erfahren ist, fehlen selbst den in Aufstellung befindlichen deutschen Kampfverbänden in Litauen rund NEUNZIG Prozent der benötigten Soldaten …

            Freiwillig gehen offenbar die Wenigsten Richtung Osten. Bleibt spannend, wann die Ersten dorthin befohlen werden.

            ( Und so wird es auch mit unserer „Freiwilligen-Armee“ werden … ).

          • Klaus Kelle

            @Steve Acker,

            ich muss in Ihren kleinen Plausch mit @H.K kurz reingrätschen, weil es mir peinlich ist, wenn er vollkommen ahnungslos hier herumschwurbelt und versucht, für Verwirrung zu sorgen.

            Wenn er schreibt „wie zu erfahren ist“, dann bedeutet das im Wesentlichen nur wieder, dass er keine Ahnung von der Materie hat oder sich über militärische Fakten aus der „Gala“ informiert, deren Nutzung er nach eigenem Bekunden auch nicht bezahlt. 90 Prozent der benötigten Soldaten fehlen also, hat @H.K. „gehört“.

            Nur kurz also zu den Fakten, bevor wir ins Wochenende starten:

            In Litauen sind Stand heute rund 1.700 bis 1.800 Bundeswehrangehörige dauerhaft im Einsatz. Bis zum Ende dieses Jahres wird auf rund 2.000 Soldaten aufgestockt, alles genau so wie geplant. Die Stationierung erfolgt im Rahmen des Aufbaus der Panzerbrigade 45, die bis Ende 2027 ihre volle Stärke von rund 4.800 bis 5.000 Soldaten erreicht.

            Entscheidend ist bei all dem die „multinationale Battlegroup“, die den Kern des Kampfverbandes bildet. Die „Multinational Battlegroup Lithuania“ ist vollständig einsatzfähig und wurde Anfang Februar als erster voll einsatzbereiter Kampftruppenverband in die Panzerbrigade 45 eingegliedert.

            Eine weitere Bw-Kampfgruppe für Litauen existiert auch bereits, ist aber noch in Deutschland zur Vorbreiung auf den Einsatz.

            So viel zum Thema „wie man hört…“

            Schönes Wochenende!

            Klaus Kelle

          • Steve Acker

            Heute auf welt.de
            „Zu wenige Soldaten wollen freiwillig nach Litauen – „Dann muss man das befehlen“

            „Für die erste Auslands-Brigade der Bundeswehr in Litauen haben sich zu wenige Soldaten gemeldet. „Wenn es freiwillig nicht geht, muss man das befehlen. Das läuft doch bei der Bundeswehr so, oder?“, sagt Sicherheitsexperte Nico Lange.“

          • Steve Acker

            Die Amis und die Europäer haben die ukraine erst in diese Situation gebracht, indem sie animiert haben in die Nato zu kommen.

            Die Ukraine hat 20 Jahre in Frieden mit Russland gelebt, hatte umfangreiche Wirtschaftsbeziehungen. sie war neutral gemäß ihrer Gründungsurkunde.
            Bis sie dann meinte, bzw. sich animieren liess , in die Nato zu wollen .
            dazu wurde dann ein Putsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung eingefädelt.
            Minsk 2 nur unterschrieben um zeit zu gewinnen, die Vereinbarungen von Istanbul dank b. johnson ausgeschlagen.

            man sieht was es der Ukraine gebracht hat.

            Lindsay Graham hat mal gesagt. Das ist optimal für die UsA. Russland wird geschwächt und kein amerikanisches Blut fließt.

            Die Ukraine war nie in ihrer Existenz gefährdet.
            allerdings, inzwischen, wenn das so weiterläuft, könnte es passieren.

          • H.K.

            @ Steve Acker

            Da sich Mancher nur und ausschließlich bei „( Mein ) Denken erwünscht“ informiert, weiß er dann auch wirklich über alles bescheid.

            Insbesondere, er ist 1981 „18 Monate lang Wehrpflichtiger“ gewesen – DANN ist er wirklich Experte. Er kommt zwar an den Verteidigungsoberexperten Thomas Wiegold nicht heran ( wie lange hat der noch gleich „gedient“ ? ), aber immerhin …

          • H.K.

            @ Klaus Kelle

            Meine Güte, Sie sind wirklich zu bedauern …

            Lauter Kollegen zu haben, die ALLE keine Ahnung haben, muß wirklich schmerzen …

            Nur mal ein paar der „Ahnungslosen“:

            – [ ] „Viel zu wenige Freiwillige für die Litauen-Brigade“ – Der Spiegel, 12.02.2026

            – [ ] „Nato-Projekt in Gefahr – Bundeswehr fehlen Soldaten für Litauen“ – Bild, 12.02.2026

            – [ ] „Schutz der Nato-Ostflanke
            Freiwilligenmangel bei Bundeswehr-Brigade? Litauen wendet sich an Merz“ – n-tv, 13.02.2026

            – [ ] „Trotz attraktiver Zulagen: Bundeswehr findet offenbar deutlich zu wenig Freiwillige für Litauen-Brigade“ – Tagesspiegel, 13.02.2026

            – [ ] „Der Litauen-Brigade fehlt es offenbar an Soldaten“ – t-online, 13.02.2026

            – [ ] „Zu wenige Soldaten wollen freiwillig nach Litauen – nun plant die Bundeswehr diese Maßnahmen“ – WELT, 12.02.2026

            Vielleicht sollten die sich alle mal HIER informieren …

            Aber kann ja mal passieren – am Freitag, den dreizehnten …

          • Klaus Kelle

            Das übliche Gelaber von Ihnen…

            Dass noch Soldaten fehlen wissen wir alle, es geht um Ihre Aussage:

            Wie zu erfahren ist, fehlen selbst den in Aufstellung befindlichen deutschen Kampfverbänden in Litauen rund NEUNZIG Prozent der benötigten Soldaten …

            So, dann mal los mit den Links zu diesem Bullshit! Wo genau steht, dass 1800 con 4000 zehn Prozent sind?

          • H.K.

            Vielleicht lesen Sie einfach mal das „Gelaber“ Ihrer Kollegen von der „Zeitung mit den vier Buchstaben“:

            „ Beim Panzerbataillon 203 aus Augustdorf sollen 414 Soldaten nach Litauen gehen. Gemeldet haben sich 197.
            Beim Panzergrenadierbataillon 122 sind 640 Dienstposten vorgesehen, beworben haben sich nur 181 Soldaten.
            Für die neuen Hauptkräfte der Brigade – Artillerie, Aufklärer, Pioniere und Unterstützungstrupps – werden noch 1971 Freiwillige gesucht.
            Laut einem auf den 26. Januar datierten Papier meldeten sich davon bislang 209 Soldaten, also rund 10 Prozent“.

            Damit Sie sich nicht zu schwer mit dem Suchen tun: Das Zitat stammt aus dem Artikel

            „ – [ ] „Nato-Projekt in Gefahr – Bundeswehr fehlen Soldaten für Litauen“ – Bild, 12.02.2026.

            Müssen ziemliche Idioten sein bei „Bild“ …

          • H.K.

            Aber Sie haben mich natürlich – wie meistens – erwischt:

            Die Aussage, es fehlten rund 90 % der benötigten Soldaten, ist – so sorry – völlig falsch.

            Es fehlen nur 89,3962 Prozent …

            Mea culpa …

            ( Das hat man(n) davon, wenn man sich auf die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ verlässt … ).

          • S v B

            Ein „echtes Beispiel“ aus meinem Bekanntenkreis…

            Freiwillig nach Litauen? Ich kenne eine sehr nette junge Familie (Vater, Mutter, beide gut in den Dreißigern, und. zwei Kinder, eines noch im Kindergarten, das zweite besucht die Grundschule), in der die Frage „auf nach Litauen oder nicht?“ ernsthaft über die Fortdauer der Ehe, also der Familie, entscheiden würde. Der Mann und Vater (Berufssoldat) hätte absolut nichts dagegen, würde sogar sehr gerne für einige Zeit nach Litauen gehen, aber die Frau und Mutter der Kinder zieht partout nicht mit. In der Vergangenheit sei die Familie im Zusammenhang mit dem Beruf des Mannes bereits mehrfach umgezogen. Jetzt habe man sich endlich an einem Wohnort in jeder Beziehung gut eingelebt. Insbesondere die Kinder sollen nicht schon wieder aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen werden. Ich habe übrigens jeden Grund anzunehmen, dass die Ankündigung, ja die Drohung der Frau, sich von ihrem Mann, dem Vater ihrer Kinder, zu trennen, ja die Scheidung einzureichen, falls er sich tatsächlich für längere Zeit (soweit ich mich entsinne, war von 2 Jahren die Rede) gen Osten aufmachen würde, bitterernst gemeint, also authentisch ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dies auch in etlichen andren Familien so sein könnte. Viele, vielleicht sogar die meisten Frauen sind wohl heute nicht mehr so recht gewillt, die Veränderungen, ja die „Zumutungen“, die eine Partnerschaft oder Ehe mit einem Bundeswehrangehörigen letztlich mit sich bringen kann, klag- und widerstandslos mitzutragen. Viel, wohl zu viel, hat sich diesbezüglich in den vergangenen Jahrzehnten verändert.

          • Klaus Kelle

            Liebe @S v B,

            das ist eine deutsche Gschichte, eine sehr deutsche…

            Wenn ich Berufssoldat bin, dann gehört dazu, dass ich jederzeit hingeschickt werden kann, wohin mich die Bundesrepublik Deutschland schickt. Ich bin sehr für die Ehe und für Kinder und Elternzeit. Aber Soldat ist kein Beruf wie Kassierin bei Rewe an der Kasse oder am Schalter der Postbank.

            Jetzt habe man sich endlich an einem Wohnort in jeder Beziehung gut eingelebt. Insbesondere die Kinder sollen nicht schon wieder aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen werden.

            Na, da müssen wir mal mit Putin sprechen, ob er mit dem Angriff aufs Baltikum noch warten kann, bis die Kinder Deiner Bekannten volljährig sind und dann sowieso irgendwohin ziehen…

            Ja, wahrscheinlich ist das in etlichen Familien so, da gebe ich Dir recht. Aber genau das ist das Problem mit unserer Pussy-Gesellschaft. Wir alle haben uns lustig gemacht hier – ich glaube Du auch – als die Bundeswehr Kampfanzüge für Schwangere angeschafft hat.

            Die „meisten Frauen sind nicht mehr gewillt“??? Mal schauen wie gewillt sie sind, wenn Drohnen und Raketen auf ihr Wohnhaus zurasen, wo man sich doch gerade so gut eingelebt hat….

            Das alte gemütliche grün-woke Deutschland ist vorbei. Es ist verdammt ernst da draußen, und wir reden darüber, ob es WLAN im Schützengraben gibt…

            Klaus

          • S v B

            Lieber Klaus, vielleicht hast Du sogar recht mit Dienen Einwänden? Dennoch, Deine recht impulsiv anmutende Schelte an die junge Familie dröhnt mir allzu martialisch, ja fast schon zynisch in meine „erschreckend pazifistisch“ getunte Ohren. Wie hättest Du Dich, als junger, verantwortungsvoller Familienvater, in vergleichbarer Lage gefühlt bzw. verhalten? “ – Stand nicht zu lesen, dass sich an die zweihunderttausend(!) ukrainische Männer in wehrfähigem Alter in Deutschland aufhalten; eine nicht benannte Anzahl von ihnen wohl mit „kernfamiliärem Anhang“. Hier, weitab von ihrem Heimatland, weitab vom blutigen Kriegsgeschehen, lebt es sich sicher, warm und auskömmlich. Sie alle haben haben das Leben, ihr Überleben und zumindest ihre physische Unversehrtheit gewählt. Wirklich verdenken kann man es all jenen wohl kaum. – Schon aufgrund dieses Sachverhalts dürfte manch deutsche „Bundeswehr-Familie“ – was den „Allzeit-Bereitschaftsdienst“ im fernen Litauen angeht – ins Grübeln verfallen. Aber auch dafür sollte man Verständnis haben. Ich hab’s, im Gegensatz zu Dir.

          • Klaus Kelle

            Liebe @S v B

            ich verstehe die Feigheit der Leute, aber ich billige sie nicht. Wer möchte schon gern in einen Krieg ziehen?

            Auch die Ukrainer – die Familienangehörigen, die um ihre toten Lieben trauern, die verschleppten Kleinkinder, die vergewaltigten Frauen – sie alle hatten sich gut eingerichtet in ihrer Nachbarschaft, bevor Putin den Angriffsbefehl gab.

            Aber darüber sprechen wir hier ja nicht, sondern über Selenskyjs angebliche Schwarzgeldkonten, über SUV-Fahrten zum Amt wegen Bürgergeld und über die jungen Vaterlandsverräter, die sich abgesetzt haben.

            Und das ist es, was mich hier stört: Kaum einer der Stamm-Foristen ist bis heute in der Lage, Putin und seinen Drecksstaat klar als diejenigen zu benennen, die persönlich die Schuld an bisher 1,3 Millionen Opfern trägt. Leider höre ich auch von Dir wenig davon, aber das Schicksal der Soldatenfrauen, die nicht umziehen wollen, das treibt Dich um…“

            Klaus

          • S v B

            @KK

            Lieber Klaus, erwartest Du jetzt allen Ernstes, dass Deine Foristen möglichst ausnahmslos auf Deine Meinung einschwenken? Ein solches Ansinnen verschlägt mir die Sprache. Beim Thema Ukraine hat sich, wie zumindest mir scheint, Deine Einstellung und – insbesondere – Deine Diktion zunehmend in eine Richtung bewegt, die ich für mich nicht akzeptieren, ja kaum nachvollziehen kann. Rigides Schwarz-Weiß-Denken sowie eine offensichtlich von starken Impulsen gelenkte Diktion sind noch nie meine Sache gewesen. Die Menschen sind, denken und urteilen nun einmal verschieden. Gerade dies macht den Austausch von Meinungen lebendig. Lebendig, nicht zornerfüllt. Vielleicht sollte bzw. werde ich mich deshalb für eine Weile oder auch ganz aus der Diskussion um den Themenkomplex Ukraine herausnehmen. Dann würden, bzw. werden Dir zumindest meine unliebsamen Beiträge zukünftig nicht mehr die Zornesröte ins Gesicht treiben. – Nix für ungut, lieber Klaus, aber so sehe ich es.

  3. Martin Ludwig Antworten

    Jörg Lau hat genau zu diesem Thema einen wunderbaren Artikel verfasst, der den Nagel aus deutscher Sicht auf den Kopf trifft. Vll. ist der Hausherr so frei, den entsprechenden Artikel hier zu verlinken – auch wenn die Auffassung von Herrn Lau, die ich vollumfänglich teile, nicht mit den Ausführungen des Blogbetreibers übereinstimmen.

    https://internationalepolitik.de/system/files/article_pdfs/IP_04-2020_Lau_Phrasen.pdf

    Insbesondere das verächtlich machen von Orban stößt mir regelmäßig sauer auf. Was genau hat Ungarn denn falsch gemacht? Es hat sich gegen Merkels Alleingang und auf seiten von Recht und Gesetz gestellt! Jeder der Ungarn als europäischen „Failed State“ betrachtet, anstatt die Leistung Orbans zu würdigen, hat bis heute nichts verstanden.
    Für diese Personengruppe kommt mit Sicherheit auch der Vorschlag gelegen, dass die Mutti der Nation jetzt zum Dank Bundespräsidentin werden soll, anstatt eine lebenslange Haftstrafe im Hochsicherheitstrakt abzusitzen. Selbstverständlich wird die Dame bis zu ihrer Wahl noch mit ein paar zusätzlichen Orden und Ehrendoktortiteln behangen – schließlich war Volksverrat bereits in Ihrer Heimat, der DDR, ungefähr so hoch angesehen wie eine Olympische Goldmedaille im Jahr 2026.

    • S v B Antworten

      @Martin Ludwig

      Klasse Link, vielen Dank fürs Teilen! – Klare, besonnene und kritische Worte, die Herr Lau da von sich gibt. So oder so ähnlich habe ich diese sehr spezielle, oft idealistische, ja vermeintlich altruistische Art der Regelbasierten Weltordnung Made in Germany bisher auch eingeschätzt. Es tut gut, wenn man aus „mutigen Munde“ Bestätigung erfährt. – Das deutsche Schulmeister-Gebahren auf internationalem Parkett hat mich schon länger irritiert, ja mitunter echt wütend gemacht. Ob DIE ZEIT allerdings auch weiterhin solch erfrischende, ungewohnt offene und nur spärlich verbrämte Kritik zu publizieren gewillt sein wird, bleibt abzuwarten. Ein Anfang ist schon mal gemacht.

      • Martin Ludwig Antworten

        @S v B
        der Artikel stammt aus April 2020 – heute würde die Zeit diesen vermutlich so nichtmehr abdrucken. Kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Werden wir jetzt auch wieder schön vor Augen geführt bekommen, wenn Trump wirklich schafft die Klimareligion in den USA ein für alle mal zu beenden. Die NASA hat hierzu kürzlich Daten veröffentlicht, welche die gern zitierte „die Wissenschaft“ ganz schön alt aussehen lassen.
        CO2 ist demnach zwar tatsächlich ein Treibhausgas, der Mensch und dessen Einfluss jedoch bei weitem nicht so groß wie angenommen. Im Ergebniss stellt die NASA schließlich fest, dass die Erde aktuell einen der niedrigsten CO2 Werte seit ihrem bestehen aufweist und dies der Tatsache geschuldet ist, dass wir uns am Ende einer kleinen Eiszeit befinden.
        In der Konsequenz haben die Grünflächen der Erde in den letzten Jahren um eine Gesamtfläche zugenommen, die 2 x die Größe der USA aufweisen. Außerdem gibt es KEINEN messbaren Anstieg bei Extremwetterlagen und Wetterkatastrophen.
        Ich würde bereits jetzt wetten, dass Deutschland hiervon völlig unbeirrt bleiben wird und auch weiterhin seinen Wohlstand und die Industrie zum angeblichen Wohle des Weltklimas opfern wird. Die Deutschen Medien werden beständig auf Trump, die NASA und die Republikaner eindreschen und die Bevölkerung auf zusätzliche Maßnahmen einschärfen um den Ausfall der USA zu kompensieren.

        • Achim Koester Antworten

          @Martin Ludwig
          Nicht einmal Donald Trump wird es schaffen „die Klimareligion abzuschaffen“, denn die speist sich nicht aus rationalen Gründen, sondern aus ideologischen, und dagegen kämpfen Götter selbst vergebens, wie schon die alten Griechen wussten. Ich biete Ihnen eine Wette an: Wenn es der Wissenschaft gelingen sollte, den schlüssigen Gegenbeweis zur Klimaideologie zu führen, aus der Mainstream-Presse oder dem ÖRR würden wir es nie erfahren.

        • S v B Antworten

          @Martin Ludwig
          Erst auf den zweiten Blick ist mir heute auch aufgefallen, dass der Artikel überaltert ist. Au weh. Welch schmerzliche Desillusion. Nun ja, in direktem Anschluss an die Covid-Jahre hat die Agenda des Great Reset die Weltlage ja auch komplett verändert. Kritische Stimmen – selbst aus der Wissenschaft – interessieren Politik und Medien kaum noch. Sind sie doch längst voll auf DIE Wissenschaft eingeschworen. Fehlt eigentlich nur noch das jüngst so populäre Possessivpronomen „unsere“. – Dennoch interessant, dass selbst in der Politik allmählich Stimmen vernehmbar werden, welche auf die Einsicht hindeuten, dass für ein zumindest hinlängliches Gedeihen eines Staatswesens und seiner Bevölkerung eine gesunde, möglichst aber florierende Wirtschaft unabdingbar ist. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Einsicht durchsetzt und eine Kurskorrektur der Vernunft noch rechtzeitig Früchte trägt. – Eines Tages wird man eine plausible Antwort finden müssen auf die Frage, wie Politik und Wirtschaft, quasi Hand in Hand, und anscheinend ohne jeden Gedanken an mögliche, vielleicht verheerende Konsequenzen, einen solch fatalen Irrweg einschlagen konnten.

  4. Querdenker Antworten

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Bedeutungsverlust der „regelbasierte Weltordnung“ eine Katastrophe oder einen Segen sehe. Die Grundidee eines internationalen Systems, das auf dem Völkerrecht, gemeinsamen Normen und multilateralen Institutionen (UN, WTO, WHO) die zwischenstaatlichen Beziehungen ordnet, ist gut gemeint. Aber was sich an vielen Stellen daraus entwickelt hat, ist nicht gut gemacht. Mit anderen Worten, hier gilt wie so oft, das Gegenteil von gut ist gut-gemeint.

    Die regelbasierte Weltordnung ist nach 1945 auf Basis einer westlichen Dominanz (USA und Europa) entstanden. Diese westlich dominierte Konstruktion zeigt an vielen Stellen Überheblichkeit und Doppelmoral, indem sie eigene Interessen als universelle Regeln tarnt und sich wie ein Herrenmensch benommen hat. Die regelbasierte Ordnung sollte ein Gegensatz zum „Recht des Stärkeren“ sein, aber war und ist die Funktion der USA als Weltpolizei nichts anderes als das Recht des Stärkeren. Wer nicht spurt, lernte die US-Armee kennen (Beispielsweise Irakkrieg).

    Nun bewegt sich die Welt weg von der westlichen Dominanz und neue Akteure (China, Russland) wollen die Ordnung umgestalten. Auf der einen Seite kann eine gleichberechtigte Umgestaltung auf Augenhöhe, eine gute Weiterentwicklung und Segen für die Menschheit sein. Auf der anderen Seite birgt die Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit auch die Gefahr der Übererfüllung und es könnte eine EU-Armee entstehen, die die vakante Weltpolizei-Funktion einnimmt. Wer dann die moralischen Vorstellungen der EU nicht entspricht, lernt die EU-Armee kennen, das wäre eine katastrophale Entwicklung.

  5. H.K. Antworten

    Hoffentlich ist keiner der Teilnehmer an der Münchner Sicherheitskonferenz abergläubisch – schließlich ist morgen Freitag, der 13. …

    Es verwundert nicht, daß weder POTUS noch sein Vize nach München kommt.

    Gerade in den USA wird zweifellos beobachtet, was für ein durcheinander gackernder Hühnerhaufen die EU ist.

    Nachdem uns Vance im vergangenen Jahr den Marsch geblasen hat, wird er angesichts der Tatsache, daß er eher von allen Seiten niedergemacht wurde statt daß sich etwas Wesentliches in seinem Sinn getan hätte, wohl weniger Drive haben, es nochmals zu tun.

    Wer ernsthaft glaubt, Europa könne „auch die Amis“, soll gerne weiterträumen, sich aber nicht wundern, sollte es über kurz oder lang ein böses Erwachen geben.

    • H.K. Antworten

      grrrrrr …

      „Wer ernsthaft glaubt, Europa könne „auch OHNE die Amis“, soll gerne weiterträumen, sich aber nicht wundern, sollte es über kurz oder lang ein böses Erwachen geben“

      sollte es selbstverständlich heißen …

  6. H.K. Antworten

    Wenn ich bei der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ auf der ( online ) Titelseite lese

    „Münchner Sicherheitskonferenz

    Merz kontert J.D. Vance

    Kanzler wendet sich in großer Rede auf Englisch an die Amerikaner“

    bin ich deutlich beeindruckt.

    Insbesondere deshalb, weil ich bei „Denken erwünscht“ ( HIER werden Sie geholfen ! ) gelesen habe, der The Donald-Vize käme gar nicht nach München.

    Ist der nun doch da ?

    Oder hat unser aller Kanzler in der Zeit Berlitz-Nachhilfe in Englisch genommen und antwortet auf J.D.‘s Rede vom 14. Februar schon am Freitag, den 13. Februar, wenn auch ein Jahr später ?

    Fragen über Fragen …

    • S v B Antworten

      @H.K.

      Nein, JD ist nicht da. Vermutlich, weil er im vergangenen Jahr schon alles gesagt hatte, was ihm am Herzen lag. Und dem gab es offenbar nichts mehr hinzuzufügen.

      Habe die Rede von Merz in voller Länge auf YouTube verfolgt, brauche aber noch etwas Zeit, um sie für mich zu analysieren und end-zu-bewerten. – Extrem verärgert war ich ob der Tatsache, dass sich der ZDF-Moderator nicht entblödete, zu seinen Zuschauern in übergriffigem „Duz-Ton“ zu sprechen. Wer gibt diesen Leuten eigentlich das Recht, sich ihrem Publikum dermaßen distanzlos, ja kumpelhaft anzubiedern? Wohin kann man sich als TV-Zwangs-Kunde eigentlich wenden, wenn er man sich solches Gebaren verbitten will? Wer als Zuschauer unbedingt geduzt werden will, findet sicher genügend andere Formate, die seinen Wunsch nach zwischenmenschlicher Nähe gerne entgegenkommen.

      • H.K. Antworten

        Was mich ganz wesentlich irritiert, ist das völlig ungerechtfertigte Selbstbewusstsein der Europäer, insbesondere von uns Deutschen.

        Da will sich Europa von den Amerikanern „emanzieren“, sich „unabhängig machen“ und glaubt tatsächlich, auf eigenen Füßen stehen zu können.

        Der deutsche Kanzler tönt gen Rußland, an Putin gerichtet „WIR sind BEREIT !!“

        Ein Verteidigungspolitiker der Union, Oberst a.D. und MdB, schwafelt von „wir müssen den Krieg nach Rußland tragen“. Er will russische Kommandozentralen, ja Ministerien ( die alle in Moskau liegen ), „zerstören“. Im Geschichtsunterricht hat der Mann mutmaßlich gefehlt – gänzlich.

        In unserer Blauäugigkeit haben wir unsere Wehrpflicht abgeschafft. Nicht de iure, aber de facto.

        Kasernen wurden abgerissen oder zu Wohnraum umgebaut. Kreiswehrersatzämter etc. geschlossen, Bunker und Schutzräume zugeschüttet oder sonstwie funktionsuntüchtig gemacht.

        Sämtliches Personal bzgl. Musterung, Einberufung etc. wurde entlassen.

        Wir haben nach Jahrzehnten des Redens und Diskutierens keine „europäische Armee“ und somit auch keine europäische Kommandostruktur.

        Die EU ist ein gackernder Hühnerhaufen, der nichts, aber auch gar nichts Vernünftiges auf die Reihe bekommt.

        Einheitliche Migrationsregeln ? Fehlanzeige.
        Wir schaffen es nicht einmal, Schwerstkriminelle aus dem Land zu werfen. Aber wir schaffen es, solchen Menschen und ihren Kindern, EINER Familie, innerhalb von 23 Jahren insgesamt über € 2.000.000 zu überweisen – netto.

        Nicht einmal eine einheitliche Sommerzeit bekommt diese EU geregelt.

        Die Krümmung von Gurken und Bananen und sonstigen kropfartig überflüssigen Firlefanz, DAS kann die EU.

        Wenn Deutschland irgendeine Industrie fördern will, müssen wir das Bürokratiemonster EU fragen.

        Und DIESES Europa will sich mit Rußland anlegen ?

        Die, die am lautesten schreien, „wir müssen die Ukraine unterstützen, so lange es nötig ist, bis zum letzten Tag ,“ sind genau die, die selbst niemals gen Osten marschieren würden. Und wenn sie gefragt werden, ob sie ihre eigenen Söhne und Töchter schon freiwillig gemeldet haben, dann ist das „unverschämt“.

        „Hannemann, geh DU voran“.

        Die, die am lautesten schreien und selbst nie an die Front gehen würden, WAS tun die denn selbst, außer zu lamentieren ?

        Was glauben wir denn, was passiert, wenn unsere „jungen Männer“, die nie auch nur annähernd gelernt haben, was „Disziplin“ bedeutet, auf irgend einem Kasernenhof stehen und die ersten Kommandos ertönen ?

        „Wie jetzt, „rääächts um !“ ? Ich will aber jetzt nicht um machen, ich bin Antifa !“
        „Die Stiefel drücken ! Ich will meine Sneakers !“

        „Waaas ? Frühstück um seeeeechs Uhr ? Ich will meine Birchermüsli, aber um 10 !“

        „Wie bitte ? Abendessen um 17 Uhr ? Zapfenstreich um 22 Uhr ? Meine Netflixserie kommt immer erst um 1 ! Und ich will da meine veganen Kartoffelchips !“

        Und bei der ersten Übung, irgendwo in der Pläne, „wie jetzt ? Essen aus sonem Blechpott ? Dann auch noch Erbsensuppe ?! Nee, ich bestell den Pizzadienst ! Warum geht denn hier das WLAN nicht ?!?!“

        Und wenn ich heute in der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ lese

        „Von zehn Ukrainern besiegt

        NATO-Kommandeur: „Wir sind am Arsch““

        dann sollten wir uns besser mehr als zurückhalten und es uns mit den bösen Amis wohl eher nicht verderben.

        WIR sind NICHT bereit. Schon gar nicht „kriegstüchtig. Nicht einmal „verteidigungsfähig“ – aber wir retten die Ukraine und due ganze Welt …

        • Steve Acker Antworten

          Ich bin eigentlich froh dass die europäischen armeen weitgehend “ abgewickelt “ wurden.
          Die jeweiligen Regierungen fahren ihre Länder an die wand, und da ist ein Krieg ein gutes Ablenkungsmanöver.
          Daher auch all die großen Sprüche der europäischen Politiker.
          Im Gegensatz zum kalten Krieg, geht es heute nicht um Verteidigungsfähigkeit. es wird ausdrücklich betont dass wir kriegstüchtig werden müssen.
          Daher kann ich auch sehr wohl verstehen, dass Bundeswehrangehörige keine Lust auf solche Auslandseinsätze haben.
          Auch wenn ich sehe wie richtig übel manche bundeswehrleute in der Corona-zeit und danach behandelt wurden.

          Daher bin ich froh dass die Armeen in Mitteleuropa jahrzehnteweit von „kriegstüchtigkeit“ entfernt sind. Denn sonst würde hier noch viel mehr Kriegstreiberei passieren

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Das Gerede von „Kriegstüchtigkeit“, in das vor einigen Tagen sogar die Gesundheitsministerin einstimmte, besorgt und verärgert mich.
            Reicht „verteidigungsbereit“ nicht aus? Geht es darum, mit der „Kriegstüchtigkeit“ die Wirtschaft durch Waffen- statt Autoproduktion anzuschieben?

            Die Rede des Bundeskanzlers auf der Münchner Sicherheitskonferenz war düster und bedrückend. Er konzentrierte sich darauf, auf J.D. Vance zu antworten. Da hatte er ja ein Jahr Zeit dazu.
            Wann setzt er sich mit der Rede des amerikanischen Außenministers auseinander? Nächstes Jahr?

            Daß die Lage in Europa und besonders in Deutschland katastrophal ist, weiß die Bevölkerung. Daß die Bürger den sog. Altparteien nicht mehr viel zutraut, sieht man an den Wahlvoraussagen.
            Das alles bewegt den Kanzler nicht. Er faselt von einer Führungsrolle Deutschlands, von Aufrüstung und Krieg mit Rußland.
            Ein Desaster!

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