Das Schweigen der Gärten: Wenn sich das Bürgertum aus dem politischen Prozess verabschiedet
Das deutsche Erfolgsmodell, das seit 1949 praktisch das Fundament unserer Bundesrepublik bildete, entstand nicht – und wurde nicht gepflegt und entwickelt – durch sogenannte Bildungs-Eliten, Großindustrielle oder politische Extremisten. Träger des Wirtschaftswunders, der Demokratie und des Rechtsstaates war immer die vielgepriesene Mitte: das Bürgertum, das sich vor allem durch seine Art der Lebensführung ganz von selbst definierte, weniger über Abstammung, sondern über das Versprechen: Wer arbeitet, sich an Regeln und Gesetze hält, eine Familie gründet und Verantwortung für sein direktes Umfeld übernimmt, wird mit Stabilität belohnt. Ein Bürgertum, das sich selbst durch Tugenden wie Anstand, Moral, Ehrlichkeit, Fleiß und Pünktlichkeit manifestierte.
Als ich Anfang der 2000er Jahre für einen führenden skandinavischen Medienkonzern arbeitete und viel Kontakt mit Kollegen aus Norwegen und Schweden pflegte, wurde mir deutlich, wie man uns Deutsche vom Ausland aus betrachtet.
Klar, Respekt hatte man schon vor unserer effektiven Art, Fußball zu spielen, oder vor unseren grandiosen Autobauern. Und vor Bier mit Reinheitsgebot und dem Oktoberfest. Klar, alles fein.
Aber man machte sich auch lustig über den Mann aus der Geschäftsführung, der darauf bestand, seine Visitenkarten neu drucken zu lassen, weil das „Dr.“ vor seinem Namen fehlte.
Oder, kennen Sie den? Woran erkennt man, dass man in Deutschland ist?
Antwort: Wenn man nachts um 4 Uhr in einem kleinen Dorf an einer verlassenen Straßenkreuzung einen Einzelnen sieht, der an der Fußgängerampel steht und auf Grün wartet. Dann weiß man, dass man in Deutschland ist.
Wir sind so, wie wir sind, und ich fühle mich meistens wohl dabei
Urlaub am Meer, der gepflegte Garten, Grillen mit den Nachbarn und im Vertrauen darauf, dass die Welt von morgen für unsere Kinder wieder ein Stück besser wird.
Das Problem dabei ist, dass genau dieses Rückgrat unserer Gesellschaft seit Jahren bröckelt und zusammenzubrechen droht. Manche machen das am unerfreulichen Einfluss der sogenannten „68er“ fest, andere an Merkels fataler Fehlentscheidung 2015, alle Tore zu unserem Land sperrangelweit aufzureißen für jedermann. Beides ist richtig, aber beides springt zu kurz.
Es war die Mitte, die Extremen den Nährboden entzog, weil sie schlicht viel zu verlieren hatte. Und auch heute hat sie plötzlich wieder viel zu verlieren – auf einem, zugegeben, ganz anderen Niveau des Lebensstandards als in den 30er Jahren während der Weimarer Republik. Aber es gibt leider viele Parallelen und Vorboten, dass unser Bürgertum heute in Deutschland ähnlich kläglich versagen wird wie damals.
Das gilt auch für unsere politischen Repräsentanten
Ich habe bei jeder Bundestagswahl, bei der er auf dem Stimmzettel stand, Helmut Kohl gewählt. Ohne eine Sekunde zu zucken in der Wahlkabine. Und ich habe mich später immer wieder mal gefragt: Warum eigentlich? Denn auch da – besonders in den ersten Amtsjahren – lief ja nicht alles nur rund. Später, als die Deutsche Einheit, erkämpft auf den Straßen ostdeutscher Städte und möglich geworden durch Gorbatschow, Solidarność und Reagan, zu organisieren war, da war es leicht, für Kohl zu sein.
Das Erfolgsrezept des Mannes aus der Pfalz, geschmäht als „Birne“ und Provinzler, lässt sich in einer kleinen, absolut wahren Geschichte erzählen.
Nach einem Staatsbesuch in Deutschland befand sich Großbritanniens Premierministerin Margaret Thatcher auf dem Rückflug. Es muss Ende 1989 oder Anfang 1990 gewesen sein. Bundeskanzler Kohl hatte die „Eiserne Lady“ in seine pfälzische Heimat nach Deidesheim eingeladen, ließ dort seine Leibspeise Pfälzer Saumagen servieren und führte Thatcher anschließend durch den Dom zu Speyer.
Der glaubhaften Überlieferung nach habe Thatcher im Regierungsflieger ihre Schuhe abgestreift, sich einen Drink bringen lassen und zu ihrem Berater Charles Powell seufzend gesagt: „Mein Gott, der Mann ist so deutsch!“ („My God, that man is so German!“).
Das war nicht abwertend gemeint oder despektierlich, sondern eher eine Mischung aus Faszination und Befremden. Befremden, weil pfälzische Gemütlichkeit mit regionalem Essen ihrer britischen, steifen und bisweilen konfrontativen Art komplett widersprach.
Ich durfte das selbst einmal aus der Nähe erleben, als Bundeskanzler Kohl im März 1993 zu seinem Antrittsbesuch beim neuen Präsidenten Bill Clinton ins Weiße Haus reiste. Im Pressetross in der Kanzlermaschine hoch über dem Atlantik weckte uns Kohls damaliger Sprecher Andreas Fritzenkötter mit der guten Nachricht: Der Kanzler habe jetzt eine halbe Stunde Zeit für unsere Fragen. Der Besprechungsraum im Regierungsflieger war für vielleicht sechs Personen ausgelegt, wir waren etwa zwanzig damals. „Ist aber ein wenig eng hier, Herr Bundeskanzler“, wagte ein Kollege von ProSieben vorsichtig einzuwenden. Und Kohl zeigte auf den Teppichboden zu seinen Füßen und sagte: „Wieso, da ist doch reichlich Platz.“
Und so, ich schwöre es, setzten wir uns alle im Schneidersitz mit Kuli und Stenoblock zu Füßen des mächtigen Oggersheimers und lauschten seinen Worten.
Das war nicht anstrengend, es war großartig, informativ und unglaublich witzig. Kohl saß auf einer Art Campingstuhl zum Zusammenklappen, trug ein weißes Hemd ohne Krawatte, eine blaue Strickjacke und Hausschuhe. Unglaublich deutsch…
Mögen damals die öffentlich-rechtlichen Staatsfunker oder „Spiegel“ und „Stern“ gegeifert haben über die „Walz aus der Pfalz“ – die ganz normalen, kleinen Leute im Land konnten sich mit ihrem Helmut einfach persönlich identifizieren und nicht mit einem Oskar Lafontaine in Maßanzügen und mit einem eigenen Sternekoch zu Hause.
Aber kommen wir zum Heute
Das Gefühl der Sicherheit ist in unserem Land einem schleichenden Unbehagen gewichen.
Alles wird teurer, jeder Freiraum wird vom Staat eingenommen und geordnet, unsere Stadtbilder haben sich dank Merkel und ihren Klatschkolonnen massiv zum Unangenehmen verändert. Die Bürokratie greift bis in den Heizungskeller und den Garten. Und welcher Normalverdiener kann es sich heute in Deutschland noch leisten, ein eigenes Haus zu bauen? Sind die Renten noch sicher? Wird der Zahnarzt in Zukunft noch von der Solidargemeinschaft bezahlt?
Und linkswoke Eliten in den NGOs unserer Metropolen arbeiten an einer massiven Umgestaltung in unseren Köpfen. Die Nöte und Sorgen der „kleinen Leute“ spielen dabei keine Rolle mehr. So zieht sich unsereins ins Private zurück, schaltet die Nachrichten ab und konzentriert sich nur noch auf das eigene Erhalten des Status quo. Man geht nicht mehr zu Wahlen, und wenn, verteilt man „Denkzettel“ oder zieht mit dem roten Eddingstift einfach einen Strich über das Parteienangebot. Und wer es sich leisten kann, schafft sich eine Immobilie in der Schweiz oder in Ungarn an – im Irrglauben, dass es dort auf Dauer besser verlaufen wird.
Die Passivität der Vernünftigen ist das eigentliche Problem
Weil sie erst den Raum schafft für die Unvernünftigen, die einfache Lösungen und starke Sprüche zu bieten haben, aber sicher keine Lösungen für die zukünftigen Probleme unserer Kinder und Kindeskinder. Das Bürgertum wendet sich vom etablierten Betrieb ab und wählt aus Trotz so, wie es wählt – und das darf ihnen auch niemand streitig machen.
Aber wenn Sie im Geschichtsunterricht aufgepasst haben, dann wissen Sie, dass das manchmal kein gutes Ende nimmt. Wie in der Weimarer Republik wird das Bürgertum, wird die politische Mitte heute zerrieben zwischen neuen Anbietern mit politischen Konzepten von Links- und Rechtsaußen. Nicht Umsturzwille und schwelender Hass extremistischer Zusammenschlüsse bringen eine Demokratie zu Fall, sondern dass die Bürgerlichen es zulassen.
Das liberale Bürgertum der 30er Jahre war durch die Hyperinflation von 1923 ökonomisch enteignet und psychologisch gebrochen. Es verlor den Glauben an die parlamentarische Lösung von Problemen. Dabei war das Bürgertum damals staatstragend im wahrsten Sinne des Wortes, solange es ihm wirtschaftlich gut ging. Als die Krise kam, zog es sich entweder in die politische Apathie zurück oder suchte Heil in autoritären Sehnsüchten. Man unterschätzte die Radikalen, hielt sie für „reinigende Kräfte“ oder glaubte, man könne sie irgendwie für die eigenen Interessen einbinden. Sie wissen, dass es nicht gut endete.
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich
Wir stehen nicht am Abgrund in Deutschland, auch wenn uns das vermeintlich kluger Demagogen via YouTube- und TikTok-Videos in die Köpfe zu hämmern versuchen. Und nein, der Euro wird nicht abgeschafft, die EU auch nicht und „die Amerikaner“ vergiften uns auch nicht mit ihren Chemtrails.
Aber wir lassen uns den Fortgang der Ereignisse aus den Händen nehmen – seit vielen Jahren. Und irgendwann auch unser kleines alltägliches, sehr deutsches Glück.
Deutschland heute, das ist keine Kopie von Weimar. Doch die Demokratie lebt nicht von ihren Paragraphen und Verboten, sondern von der Bereitschaft großer Teile der Bevölkerung, aktiv mitzumachen und die Kontrolle über das, was uns ausmacht, zu behalten.
Erlauben Sie mir dazu am Schluss noch einen persönlichen Gedanken!
Als dieser Blog 2013 gegründet wurde, war die politische Ausgangssituation deutlich anders. Viele von Ihnen – so wie ich – hätten damals nicht für möglich gehalten, wie sich diese Gesellschaft entwickeln würde und zu was sie heute geworden ist.
Es ist an der Zeit durchzuatmen, nachzudenken und Dinge anders zu machen!
Das gilt auch und besonders für diesen bürgerlich-konservativen Blog, der für viele von Ihnen ein Hort politischer Selbstvergewisserung ist. Denn das Bürgertum, über das ich hier schreibe, das sind ja Sie.
Es muss sich etwas ändern, auch hier. Dieser Blog muss sich neu erfinden. Endlose Debatten darüber, welche Partei jetzt aber die tollste ist – das langweilt irgendwann. Im Grunde schon lange. Mir ist egal, wen oder was Sie wählen. Mir ist wichtig, dass Sie wählen können und dass Sie es auch tun.
Vielleicht treten wir in einen Dialog darüber ein, welche Richtung dieser Blog zukünftig einschlagen soll. Vielleicht machen wir ein Portal daraus, in dem nur noch Bücher vorgestellt und diskutiert werden, die unsere Themen zum Gegenstand haben. Oder was auch immer.
Aufgeben ist keine Option. Irgendwas wird sich gravierend ändern, denn so geht es nicht weiter. Weder in Deutschland noch auf diesem Blog…
Wenn Sie mir persönlich Ihre Gedanken schreiben wollen: kelle@denken-erwuenscht.com



Zitat: „Die Passivität der Vernünftigen ist das eigentliche Problem.“
Und die hat meines Erachtens ein klein bisschen mit Elisabeth Noelle-Neumanns Schweigespirale zu tun. Entfernt – wohl bemerkt. Noelle-Neumann hat ja richtig erkannt, dass die Bereitschaft vieler Menschen, sich öffentlich zu ihrer Meinung zu bekennen, von der Einschätzung des „Meinungsklimas“ abhängt. Widerspricht die eigene Meinung der als vorherrschend betrachteten Meinung, so gibt es Hemmungen, sie zu äußern, man ist also STILL und PASSIV.
Das sogenannte Bürgertum ist heutzutage auch in Teilen eher STILL und PASSIV, aber – These – nicht, weil es wirklich glaubt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung eine andere Meinung hat als man selber, das Meinungsklima einem total widerspricht. Sondern eher – pragmatisch betrachtet –, weil das Bürgertum glaubt/gut erkannt hat, dass eine qualifizierte Minderheit Andersdenkender 1. per Verfügungsmacht über Steuergeld und 2. politische Artikulationsmöglichkeiten wirksamer darin ist, sich durchzusetzen. Was soll der Einzelne tun, wenn er der Auffassung ist, dass viele Politikeranzeigen nicht in Ordnung sind, Meldestellen übertrieben, Medienberichte über den „Pinocchio“-Fall herzlich überflüssig?
Passivität hat etwas mit Ohnmachtsgefühlen zu tun. Der Blogger Hadmut Danisch hat vor Kurzem (12.02.) einen Beitrag überschrieben: „Müde. Ich bin so müde. So schrecklich müde. …Objektiv muss ich feststellen, dass es mir nicht mehr gut geht. Ich bin erschöpft … Man ist zu einem großen Teil seiner Zeit nur noch damit beschäftigt, mit diesem Staat beschäftigt zu sein …“
Die Frage ist natürlich – und da bin ich auch eher unkreativ –, wie Passivität und Erschöpfung im gemeinten Bürgertum zu überwinden sind. Antwort Nr. 1 (zentral): Eigentlich bräuchte man eine feste gesellschaftliche Institution, die sozusagen die Passiven und Erschöpften sammelt und stark macht. So wie auf der Gegenseite der rigorose „Kampf gegen rechts“ unstrittig ein großes identitätsstiftendes Sammelbecken vor allem linksgrün orientierter, migrationsfreundlicher Bürger darstellt. Da wirken 1. Demos und 2. NGOs aller Arten und 3. Parteien als Institutionalisierung, Verkörperung von Stärke. Das fehlt auf der anderen Seite etwas, denn die Union (ganz ohne Partei-Namen geht es nicht) fällt in dieser Rolle m. E. längst aus. Inwieweit die AfD hier einspringen kann, bin ich nicht so sicher. Allein schon die starke Anfeindung von außen (Ruf nach AfD-Verbotsverfahren) nimmt ihr die Möglichkeit, wirkmächtig zu sein.
Die von dir beschriebene „Passivität der Vernünftigen“ hat einen Grund, lieber Klaus. Wir leben mitlerweile in einem Land, in dem Rentner verfolgt werden, wenn sie den Lügenkanzler als Pinocchio bezeichnen.
Wir dürfen unser Zigeunerschnitzel nichtmehr im Restaurant bestellen oder ein Mohrenkopfbrötchen in der Mittagspause beim Kiosk kaufen.
Wir dürfen nicht Mitglied bei der AfD sein, wenn wir eine Waffenbesitzkarte haben oder Beamter in einer Schlüsselposition sind.
Wir dürfen nichts gegen Antisemitisten sagen, weil der Islam nunmal zu Deutschland gehört.
Wir düfen Stellen nicht danach besetzen, wer der geeignetste Bewerber ist.
Wir dürfen Wahlprogramme und -listen nichtmehr so erstellen, wie es Parteien selbst für richtig erhalten.
Wir dürfen Menschen nichtmehr mit ihrem Geburtsnamen ansprechen oder gar als Mann bezeichnen, gleichwohl sie offensichtlich genau das sind.
Wir dürfen uns auf Weihnachtsmärkten und Dorffesten nichtmehr sicher fühlen und wir dürfen nicht auf die Straße, wenn die Politik uns rechtswidrig in einen Lockdown schickt.
Wir düfen Mieter nicht aus unserem Eigentum werfen, wenn sie keine Miete bezahlen.
Wir dürfen nicht die Heizung verbauen die wir gerne haben wollen.
Wir dürfen nicht das Auto fahren, dass für uns am sinnvollsten wäre.
Wir dürfen unser Leben nichtmehr so leben, wir wir es als verantwortungsbewusste, selbstbestimmte Menschen gerne möchten.
Was wir aber dürfen ist Steuern, Gebühren und Abgaben zahlen, Arbeiten bis zum Umfallen und die Fre**e halten. Wir dürfen als Kartoffel bezeichnet werden, bekommen jedoch Strafen, wenn wir andere Nationen diffamieren.
Wir düfen Menschen mit der „falschen Gesinnung“ sozial und wirtschaftlich zerstören, machen uns aber Strafbar, wenn wir das Gleiche in die andere Richtung tun.
Wir dürfen den Staatsfunk zwangsfinanzieren und die Propaganda der Gutmenschen von früh bis spät über uns ergehen lassen.
Wir dürfen unsere Freiheit stück für stück opfern und wir dürfen am Tag des Renteneintritts plötzlich und unerwartet versterben.
Die von dir beschriebene Mittelschicht wird systematisch unterdrückt, ausgebeutet und zerstört. Dieser Staat hat in seinen Kernaufgaben versagt. Wir können gerne über Bücher diskutieren. Beginnen wir mit dem Buch „Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“
Ich gebe dir recht, wir müssen uns neu erfinden. Dafür muss aber der gesamte alte Filz entworren oder entfernt werden. Dieses Projekt gelingt nicht, so lange diejenigen an der Macht sind, die genau diese Zustände zu verantworten haben oder von ihnen partizipieren.
Wir brauchen keine weiteren Belehrungen oder Worthülzen sondern echte Macher, die sich nicht davor scheuen wirklich alles in Frage zu stellen, was in diesem Land schief läuft.
So oder so ähnlich muss es am Ende der Weimarer Republik geklungen haben. Den Ausgang kennen wir, doch was wären die Alternativen gewesen?
Richtig auf den Punkt gebracht!
Der Staat hat uns mit Gesetzen umzingelt. Er hat die Deutungshoheit an sich gerissen und in der Corona-Krise erprobt, wie er die Bevölkerung seinem Narrativ unterwirft.
Diejenigen, die sich der Propaganda und Manipulation entzogen haben, wurden ausgegrenzt, ihres Postens enthoben, diffamiert, enteignet, vor Gericht gezerrt und nach den Vorgaben der Politik verurteilt.
Eine Aufarbeitung der Corona-Zeit wird blockiert, einer der größten Übeltäter, der ehemalige Gesundheitsminister, wird demnächst mit der Leitung der WHO belohnt.
Diese Strategie der herrschenden Politiker ist voll aufgegangen, sie zermürbt ihre Gegner.
Ein gutes Beispiel ist gerade wieder zu besichtigen: Das ZDF manipuliert mit einem KI-Video und einem falschen Filmbeitrag (fast zeitgleich sendet die Tagesschau ebenfalls ein gefälschtes Video), der Skandal wird von NIUS aufgedeckt, aber der Bundestag beschwört die Notwendigkeit des ÖRR mit der Behauptung, die Sozialen Medien würden Desinformation, der ÖRR gute Information liefern.
Es ist zum Verzweifeln!
Volle Zustimmung, sehr geehrter Herr Ludwig! Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich noch beisteuern: Ich habe, in den Jahren 2010 bis 2019, ca. 5000 Kommentare zu den täglichen Artikeln in der FAZ abgegeben. Da herrschte ein wahrlich offenes und lebendiges Diskussionsklima. Gegensätzliche Standpunkte wurden, ohne Schaum vor dem Mund, ausdiskutiert. Die Qualität der Beiträge war außerordentlich hoch. Man konnte oft noch etwas lernen! Und heute? Ein gelenkter Debattenraum, in dem nur noch die offiziellen Narrative zugelassen werden. So schaffte die Politik, im Gleichschritt mit den Medien, die Bürgerbeteiligung systematisch ab. Zurück bleibt das Gefühl, es nutzt eh nichts. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.
Manchmal ist öffentliches Schweigen klüger; auf das Handeln kommt es ganz entscheidend an. Insbesondere wenn man schon markiert ist und auf das Lebensumfeld eingewirkt wird. Und da gibt es die Wahlen, die Demos, die Konferenzen (leider kein Schwarm, kein Hambach usw. mehr), viele andere Möglichkeiten seine Privatsphäre zu wahren und trotzdem zur/m konstruktiven Meinungsabgabe/-austausch zu kommen. Darauf kommt es ganz entscheidend an, durch Bildung einer klugen Bürgergesellschaft den intellektuellen Kontakt zu halten, seine seelische Gesundheit zu bewahren (siehe Frau Schunke ganz aktuell) und sich zu rüsten. Leider geht damals wie heute mitunter ein Bruch auch durch die Familie …..
Zu Ostzonenzeiten vor dem Umzug nach BY haben wir Waldspaziergänge mit der ganzen Kinderschar, die extra laut uns umkreisen durften, gemacht. Letzteres hat aber nicht ganz geklappt, da es immer eine schlechte Seele gibt, Aber soweit sind wir wohl noch nicht (ganz).
Ich glaube nicht, dass die Passivität der Vernünftigen das deutsche Problem richtig beschreibt. Ich sehe vielmehr ein Problem in der totalen Obrigkeitshörigkeit und fehlenden Risikobereitschaft. Ich habe hier bereits geschrieben, dass ich im Rheinland lebe. Bin aber auch gebürtiger Rheinländer, habe einen Vater aus dem Rheinland und eine in Frankreich geborene Mutter. Damit neige ich mehr zum französischen Umgang mit Regeln, die in Frankreich oft als verhandelbare Richtlinien verstanden werde. Während in Deutschland Regeln immer als fest und unumstößlich gelten.
Aus dieser Warte beobachte ein grundsätzliches deutsches Problem sowohl in der großen Politik als auch im täglichen Leben, immer fehlt der Mensch, der in einer kritischen Situation eine beherzte Notfallentscheidung trifft und auch verantwortet. Als in der vergangenen Woche ein heftiger Wintereinbruch den Flughafen München lahmlegte, gab es neben Verspätungen und gestrichen Flügen auch fünf Maschinen, die startbereit mit ihren Passagieren die Nacht auf dem Vorfeld verbrachten. In der Entschuldigung hat man mit Regelungen begründet warum es keine Starterlaubnis, keine Parkmöglichkeiten am Terminal und keine Busse gab. Ehrlicherweise gab es keinen Menschen, der eine beherzte Notfallentscheidung getroffen und verantwortet hat.
Das gleiche Dilemma beobachte ich in der nationalen Politik. Eigentlich gibt es 5–6 große Baustellen, bei denen nur noch die Kettensäge hilft. Aber was ich höre ist, das geht nicht wegen §08 der EU-Vereinbarung 15. Ich sehe allerdings nur eine Ausrede und in der Regierung fehlt der Mensch, der eine SMS nach Brüssel mit dem Inhalt sendet „die EU-Vereinbarung 15 betrachten wir ab sofort als eine unverbindliche Richtlinie“. Bei den 5–6 Baustellen geht es mal wegen einer EU-Vereinbarung, dann wegen einer UNO Konvention, dem Koalitionsvertrag, dem Grundgesetz, Absprachen mit NGOs, oder der Menschenrechtskonvention nicht. Oder ganz schrecklich, es geht nicht, weil die Falschen zustimmen und der Antifa Aufstand droht. Letztendlich setzt man am Wildwuchs nicht die Kettensäge an, sondern knipst mit der Nagelschere drei Blätter ab und hofft der Wildwuchs möge dadurch von alleine absterben.
Ob im täglichen Leben oder bei den großen nationalen Baustellen befürchtete ich, dass es noch sehr viel schlimmer kommen muss, bevor es ausreichend viele Menschen gibt, die kurz vor dem Abgrund eine beherzte Notfallentscheidung für sich und für die Gesellschaft treffen. Leider geht es zu vielen Menschen noch zu gut und es fehlt ihnen der notwendige Druck und die Verzweiflung. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir, wenn es so weit ist, in der ganzen Republik „wir sind das Volk“ rufen werden. Am Ende erwarte ich eher einen DDR-artigen Zusammenbruch und weniger ein Ende wie bei der Weimarer Republik.
Solange die Bürgerlichen nur klagen und als Zukunftsvorstellungen nur Vergangenes anbieten (es war besser vor 2015, es war besser vor 1998, es war besser vor ….) werden sie bestenfalls nur die Verdrossenen gewinnen. Es fehlt eine Zukunftsvision. Wie wollen wir 2050 leben? Jede Antwort, die nicht nur die Negation des Heute formuliert und einigermaßen optimistisch ist, wird gewinnen. An dieser Antwort fehlt es in Deutschland heute. Trump hat mit seinem MAGA-Slogan wenigstens die Zukunftsvision formuliert, ob zukunftsträchtig oder nicht, ist nicht zu wissen, aber darauf kommt es heute nicht an.
Wenn der Blog Zukunft haben will und Zukunft mit gestalten will, muss er Antworten formulieren.
Die Linksliberalen haben gezeigt, dass sie keine Antworten haben, sie sind die Zukunftsverlierer. Die Bürgerlichen? Wenn sie weiter den Linksliberalen hinterherlaufen, werden sie auch zu den Verlierern gehören.
@Elena
Dett fielma uff… wie der Berliner sagen würde.
Was Sie zum Thema schreiben, mag ja alles seine Richtigkeit haben. Allerdings ist mir in der Vergangenheit schon mehrfach aufgefallen, dass gerade Sie in einer ganz gewissen, m. E. sehr wichtigen, Hinsicht nach wie vor auf auf der Stelle treten und partout nicht bereit scheinen, sich auch nur einen Schritt voran zu bewegen. Sie ahnen, was ich meine…
Das Originalzitat ist von Ihnen:
„Mich dünkt, ich (Sie) steh‘n auf dem Schlauch…“
Schauen Sie mal genau hin, wem Sie hier antworten.
@Günther M.
War den ganzen Tag unterwegs und habe meinen Fehler erst jetzt bemerkt. Die Verwechslung ist mir so was von peinlich; das können Sie mir glauben. Meine Entschuldigungsbitte ist schon an Eva rausgegangen. Bleibt zu hoffen, dass Ihr Weg bisher bar jeder Schläuche war, auf die Sie hätten treten können, und dass dies auch fürderhin, sprich auf der Zielgeraden, so bleiben wird. 😉
@Eva,
Wenn der Blog Zukunft haben will und Zukunft mit gestalten will, muss er Antworten formulieren.
Warum? Die Politik muss Antworten anbieten, NGOs meinetwegen. Aber ein Blog muss nur ein offenes Forum, eine Plattform zur diskussion sein.
kk
Versuchen Sie doch mal die Zukunft Ihres Blogs wie dieser „Mitbewerber“ zu gestalten:
„Der Kommentarbereich ist nur für Abonnenten zugänglich.
Werden Sie Teil unserer Community und diskutieren Sie mit.“
– Dann wissen Sie innerhalb eines Monats, ob Ihr Angebot eine entsprechende Annahme erfährt!
@Eva
Für die sträflich unachtsame Namensverwechslung bitte ich Sie in aller Form um Verzeihung. Mein Kommentar war für eine andere Foristin gedacht. Hilft es, wenn ich Ihnen Besserung verspreche? Ich hoffe es sehr. Soll auch nicht wieder vorkommen. Versprochen!
„siegreich sein
wird die Sache der sehenden
die einäugigen
haben sie in die hand genommen
die macht ergriffen
und den blinden zum könig gemacht
an der abgeriegelten grenze stehn
blindekuhspielende polizisten
zuweilen erhaschen sie einen augenarzt
nach dem gefahndet wird
wegen staatsgefährdender umtriebe.“
(Hans Magnus Enzensberger)
Danke Herr Kelle.
Eine Reflexion in eine Zeit, in der Lebensfreude noch echt war, einen soliden Sockel hatte und Hoffnung aussichtsreich war. Ein Schlüssel für einen realistischen Ausblick ist die Psychologie des Menschen. Der eine „Rand“ mit Machtanspruch (siehe unten) arbeitet menschenverachtend mit zwei Urinstinkten: Angst und Eitelkeit. Er schürt Angst, um ihn zu einem Tun zu zwingen, mit dem er sich besser als andere fühlen kann und stellt dieses Tun dann zur Schau. Es ist eine andere Macht, die derzeit Regie über Wohl und Wehe unseres Miteinanders führt. Die Lösungen sind alle(!), wirklich alle entwickelt, liegen auf dem Tisch, sind ausgesprochen. Doch deren Umsetzung wird mit größter Macht verhindert. An Menschen guten Willens, die grundsätzlich auch für Entbehrungen bereit sind, wenn begründete, echte Aussicht auf langfristige Besserung besteht, fehlt es nicht. Die andere Macht kann in Schranken gewiesen werden. Das ist belegt. Es muss nur das Spielfeld oder die Bühne gewechselt werden. Und das liegt allein an uns. Hier aber ist der Widerstand am größten.
Der Mensch wird nicht durch Nachdenken lernen. Dieser edelste Weg wurde versperrt, selbst- und fremdverschuldet. Auch Gutes und Bewährtes nachzuahmen, der bequemere Weg, schafft der Eitle nicht. Um Konfuzius zu komplettieren, bleibt also nur der dritte Weg: der unbekleidete Allerwerteste auf die heisse Herdplatte. Es muss weh tun, richtig weh tun. Es gibt keinen anderen Weg. Die heute noch sehr Jungen werden es richten. Die Sehnsucht nach neuer Gemeinschaft, eines neuen hass- und hetzefreien Miteinanders wird Kräfte wecken. Auch bei den Mitbürgern muslimischen Glaubens, die leise beginnen Fragen zu stellen. Beide(!) Ränder haben keine Zukunft. Der eine Rand, der sich heute selbst nicht als solcher sieht, wird dann als der gefährlichere, weil viel einflussreicher, überführt werden. Man wird in der Rückschau auf die letzten 100 Jahre zweimal ein Dunkeldeutschland sehen.
Heute ist es wieder dunkel geworden.
Aufrichtigen Konservativen, Menschen, die fleißig, gewissenhaft, ehrlich, gut ausgebildet, morgens Tag für Tag noch früh, auf dem Land wohnend auch sehr früh aufstehen, die von dieser Haltung überzeugt die tragenden Säulen dieses Landes bilden, wird die Teilhabe an der politischen Mitgestaltung immer mehr genommen. Es sind die Menschen, die die errungenen Werte gegen jeden Versuch ihrer ideologisch motivierten Auslöschung verteidigen wollen. Genau diese Menschen, die, so bin ich überzeugt, immer noch in der Mehrheit in unserem Land sind, können bei größeren Wahlen nur noch Übel unter den chancenreichen Parteien wählen. Das ständige, mit jeder Wahl von Neuem abgenötigte Abwägen, welche Partei das geringere unter den Übel ist, macht mürbe, verzweifelt, hoffnungslos.
Dann die ständige subtile Gängelung, wo der Begriff Indoktrination treffender wäre. Man muss nicht nur linke Ideale und alle ihre Ausgeburten tolerieren, nein, das reicht den linken Demagogen nicht. Man muss sie beklatschen und deren Ideale übernehmen. Erst dann werden sie Ruhe geben. Ihr treffsicherster Pfeil im Köcher ist das Triggern der bereits genannten Urinstinkte. In den ersten 20er Jahre des dritten Jahrtausends will jeder der nackte Kaiser sein, aber zugleich ein neuer Kaiser, der seine Nacktheit nämlich nicht mehr sieht, weil es seinen Bewunderern, nun selbst nackte Kaiser, ebenso ergeht. In unsere Gesellschaft wuchern die nackten Kaiser. Und die, die die Nackedeis sehen, so wie sie wirklich sind, sind der Feind, mit dem zu machen alles erlaubt ist, um ihn zu vernichten.
@Querdenker spricht den „fehlenden A…. in der Hose“ an. Ohja! Konfirmismus ist hier beinahe schon Staatsräson und scheint an alle gesellschaftlichen Entitäten verordnet. Von wem? Der Mut fehlt dem Michel West. Nebenan ist das ganz anders, besonders beim großen Nachbarn im Westen gibt’s den Gegenentwurf, die Marianne, die auch die Couragierten im Osten beflügelte.
Dennoch, alles Windhauch. Alles vergeht im Wind. Wir können weitere Trainingseinheiten in Empörung vorm Screen oder Resignation im Wellnesshotel buchen. Eine fortschreitende Islamisierung Europas ist nicht aufzuhalten. Die biologischen Naturgesetze machen das. Die Religionsführer wollen das. Das Christentum kann sich nicht wehren. Es ist quasi nicht existent, da die Scham der Gläubigen noch größer ist als ihr Mut zum Bekenntnis. Könnte sich das Christentum wehren, dürfte es das nicht. Der Hass auf das Christentum der Mächtigen in Europa erscheint schier grenzenlos, ist gerade im direkten Vergleich zum Islam völlig irrational. Ich erwähnte die Psychologie eingangs. Exkulpation ist Zwang, Trieb, der solche Blüten treibt.
Die entgleiste Gesellschaft kann in Europa nur durch eine Renaissance des Christentums wieder aufs Gleis gesetzt werden und ihre Reise fortsetzen. Es bedarf einer Neuevangelisierung des ganzen Kontinents. Gott schreibt bekanntlich auch auf krummen Zeilen gerade. Nicht auszuschließen, dass die Schüler im Jahre 2126 lernen, dass Menschen in großer Zahl das Christentum im Europa der späteteren zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts wieder zu blühendem Leben erweckten, die noch als Muslime geboren wurden.
Bis dahin empfehle ich für das ganz persönliche Leben: Antizyklisches Verhalten! Mich hat diese Maxime und eine gesunde Wachsamkeit bisher ganz gut durch’s Leben getragen, man könnte es auch metaphorisch „gutbürgerliches Flussaufwärts- Schwimmen“ nennen. Kräftigt Körper und Geist, den Willen auch.
@Sarnersee und andere hier,
ich habe zu danken für Ihre ausführlichen und gut durchdachten Beiträge. Einige von Ihnen haben nach meinem Beitrag den Ball ja aufgegriffen und grundsätzlich Gedanken in die Runde geworfen, die mal über die Frage hinausgehen, welcher Politiker unfähig und welche Partei ganz toll ist.
Es geht, denke ich, ums Grundsätzliche: Welche Gesellschaft wollen wir unseren Kindern und Enkeln hinterlassen? Diese, so wie sie sich seit – sagen wir – zehn Jahren fehlentwickelt, ganz sicher nicht.
Ich hoffe, dass es uns gelingt, diesen Meinungsaustausch noch breiter zu führen, immer mehr Bürgerliche anzusprechen, damit sie sagen, wie sie die Zukunft sehen und sich die Zukunft wünschen.
Aufrichtigen Konservativen, Menschen, die fleißig, gewissenhaft, ehrlich, gut ausgebildet, morgens Tag für Tag noch früh, auf dem Land wohnend auch sehr früh aufstehen, die von dieser Haltung überzeugt die tragenden Säulen dieses Landes bilden, wird die Teilhabe an der politischen Mitgestaltung immer mehr genommen.
Das ist für mich einer der Kernsätze in Ihrem Beitrag – und der Appell zu einer Rechristianisierung natürlich. Genau so sehe ich das auch.
Ich engagiere mich weder für die Gender-Irren, Sozialisten und woken Schwurbler, noch für völkische Fahnenschwinger, die ihren Wunsch nach Unterwerfung unter einen starken Mann, der sagt, wo es langgeht, kaum noch im Zaum halten können und denen der Speichel vor Vorfreude aus den Mundwinkeln rinnt.
Ich will mein Deutschland zurück.
Nicht Biedermeier, nicht Mutti am Herd, nicht Stockschläge für aufsässige Grundschüler – sondern eine offene, freie Gesellschaft, in der weder der Staat noch mediale Volkserziehungsanstalten die Kontrolle über unser Denken und Tun lenken können. Wer da mitmachen will, ist zumindest mir herzlich willkommen.
Klaus Kelle
„Die entgleiste Gesellschaft kann in Europa nur durch eine Renaissance des Christentums wieder aufs Gleis gesetzt werden und ihre Reise fortsetzen.“
Das Christentum in Europa ist geschmackloses Salz. Es wird zurecht von den Menschen weggeworfen und zertreten.
@gerd,
nicht „zurecht“, sondern infolge tragischster Unkenntnis und mangels wirkmächtiger Erfahrungen.
„Fake-News“ verbreiteten schon die Herolde der Herrscher und fanden rasante Verbreitung seit Gutenberg und Luther. Sie reklamieren für sich gut informiert zu sein, weil Sie zweigleisig unterwegs sind. Sie nutzen Leitmedien UND „alternative“ Medien. So mache ich es auch. Und wir beide wissen, welche Medien über die Realität glaubwürdiger berichten und weniger mit den eigenen Gesinnungen kommentieren. Wie heute die pol. Rechte und die Konservativen schlechtgeredet werden, so taten es die Vordenker atheistischer Ideologien spätestens seit der Aufklärung mit dem Christentum, hierzulande im Kulturkampf Bismarcks den ersten Höhepunkt erreichend. Es fällt durchaus auf, dass unter den AfD-Sympathisanten ebenso viele sehr abschätzig über das Christentum denken wie es bei den Grünen der Fall ist. Hier gibt es eine wirkmächtige geistige Allianz, ohne dass beide Seiten das beabsichtigen würden. Wären Sie bzgl. Christentum ähnlich „alternativ“ informiert, hätten Sie den Kommentar so nicht verfasst. Dass das Salz der Christen in Europa schal geworden ist, ist richtig. Und das muss sich wieder ändern! Hier ist es einmal umgekehrt Afrika, von dessen Glaubenspraxis wir lernen können.
„Wären Sie bzgl. Christentum ähnlich „alternativ“ informiert, hätten Sie den Kommentar so nicht verfasst.“
Was Jesus über das Salz der Erde gesagt hat bedarf nicht eines Kommentars meinerseits. Ein Christentum welches sich vom Stifter derart entfernt hat wie in der Gegenwart braucht kein Mensch. Das kann man aus den Worten Jesu deutlich ablesen und heraus hören. Man muss nur die Ohren auf Empfang stellen.
@Gerd
Mathematik bleibt wahr, auch wenn der Mathematiklehrer selbst nie in die Tiefen seiner Disziplin vorgedrungen ist, dazu ein schlechter Pädagoge ist, die Schüler deshalb schlechte Noten nachhause tragen, der Schüler-Blog laut über ihn herziehen lässt, dieses Fach bei den Schülern erstaunlicherweise so gar nicht gemocht wird. Die Mathematik deshalb umzuschreiben wäre töricht, wäre selbstredend gegen die Natur gerichtet. Mit der „Mathematik“ Jesu, den Lehren Jesu als seinem Vermächtnis, dem „Christentum“, verhält es sich ebenso. Die „Gemeinde“, die Kirche, ist mitnichten ein Jesus-Christus-Gedächtnisverein, auch wenn man formal wie in einen Verein ein- und wieder austreten kann. Die Menschen, die bisher der „Mathematik Jesu“ nie begegnet sind, sie ergo nie erlernt und ergründet haben, können deshalb zwangsläufig nur in dieser Kategorie sozialer Gebilde denken. Sein Vermächtnis ist die fortwährende, mystische Vergegenwärtigung Seines Erlösungswerks, um wirkmächtig jedem einzelnen Menschen zu ermöglichen, seine im Schöpfungswerk, also von Anbeginn bereits vorgesehene, eigentliche Bestimmung zu erkennen. Der Mensch kann sich dem gänzlich verschließen. Die Freiheit hat er. Weil er so in Mode gekommen ist, aber der Begriff des „Deals“ hilft hier tatsächlich dem eigenen Vorstellungsvermögen: als das geheimnisvolle Ungute jenseitige Realität wurde und Teilhabe am Diesseits beanspruchte, muss es zum „Deal“ gekommen sein. Die Freiheit des Menschen als der Krönung des Schöpfungswerks soll ihm gestatten, Gutes von Ungutem unterscheiden und sich bis zu seinem letzten Atemzug entscheiden zu können, zwischen schnellem Erhalt diesseitiger Freuden oder geduldigem Warten auf jenseitigen Lohn. Es ist und bleibt ein Geheimnis, das zu ergründen jedem Menschen freisteht. Geistreiche taten es schon immer und nicht wenige schrieben ihre jeweiligen Erkenntnisse und Erlebnisse ihrer Gedankenreisen für die Nachwelt mit jeweils hohem Überzeugungspotenzial auf. An Entscheidungsgrundlage fehlt es in dieser alles entscheidenden Frage also ganz bestimmt nicht.
@Sarnersee
Einiges habe ich verstanden anderes nicht. Die entscheidende Frage ist wie man das Salz wieder salzig machen kann. Erhellendes finden wir in der heutigen Kurzlesung der Laudes:
„Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen! Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns Recht hat, spricht der Herr. “ (Jes 1, 16-18)
Auf die heutige Zeit gebracht:
Hört auf eure ungeborenen Kinder umzubringen. Hört auf zusätzliche Geschlechter herbei zu schwafeln. Schafft in eurem Haus die Ordnung die ihr in anderen Häusern schaffen wollt. Jagt den Menschen keine Angst ein mit Klimadedöns und Pandemieschrecken. Erhebt keine Steuern auf die Luft. Erzählt den Menschen vor der Wahl keine Lügen. Zwingt niemanden zu irgendetwas usw….
@Gerd,
geht doch! Genauso!
Entsponnen hat sich meine „Intervention“ ja an Ihrem „zurecht“ (dass es – das Christentum – von den Menschen weggeworfen und zertreten wird).
Sie rechtfertigen quasi die „Entsorgung“ mit den heutigen Missständen, die allein durch die Abkehr des MENSCHEN vom Evangelium verursacht wurden, einschließlich und insbesondere der Geistlichkeit, die sich ja immer mehr als woke Alternativ-Politiker verstehen wollen. Aber eben nicht alle. „Kehrt um und glaubt an das Evangelium“ ist eine zentrale Weisung Jesu, die er am Beginn seines öffentlichen Wirkens gibt (Mk 1,15). Zu Achermittwoch, zu Beginn der österlichen Bußzeit, hört der katholische Gläubige sie persönlich vom Geistlichen, wenn er ihm Asche auf sein Haupt streut oder ihm ein Kreuz aus Asche auf die Stirn zeichnet und den Menschen damit an seine Vergänglichkeit, seine Sterblichkeit, letztlich die Begrenztheit des Lebens erinnert: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“. „Kehr um und glaub an das Evangelium“. Es ist der Aufruf zur Buße und zum Glauben, zu Umkehr und Neuanfang. Die Bereitschaft zur inneren Wandlung und den Wunsch, das Leben neu auf Gott auszurichten, soll geweckt werden. Und vor allem die Hoffnung. Denn trotz der Mahnung an die Vergänglichkeit, den Tod , steht am Ende der österlichen Bußzeit das Osterfest, der Sieg über das Sterben durch die Auferstehung.
Diese Perspektive ist die wirksamste Kraft, die durch dieses irdische Jammertal schreiten lässt. Die „Entsorgung“ des Christentums, selbst wenn es schal geworden ist, wäre allein Kapitulation vor der Macht des Unguten. Es ist die Hoffnung, die den Menschen trägt. Die zu beachtenden Spielregeln sind nicht schwer einzuhalten. Das größte Hindernis ist der eigene Stolz. Der ist zentraler Gegenstand des „Deals“, von dem ich zuvor schrieb.
Einen gesegneten zweiten Fastensonntag „Reminiscere“! „Lass Deine Huld über uns walten, o Herr!“
Das wünsche ich Ihnen ebenfalls!
@Sarnersee
Im Ernst – vielleicht fehlt unserem Land ja eine Persönlichkeit wie Charlie Kirk, um das Ruder wieder rumzuwerfen, bzw. die Kompassnadel der Gesellschaft neu zu justieren? Allerdings könnte, bzw. wird, dies zu einer weiteren Vertiefung der gesellschaftlichen Spaltung führen. Den endgültigen Beweis dafür lieferte der Mörder Charlie Kirks. Wie man’s auch macht, man macht es falsch. Bisweilen hat es (für mich) fast den Anschein, als könnten – langfristig geschätzt – mehr Menschen zum Islam übertreten als zum überzeugend gelebten Christentum zurückzukehren. Dessen verinnerlichtes, glaubhaftes, sprich erfolgreiches, Revival ist – für mich jedenfalls – noch nicht abzusehen. In „modernen“ Stadtgesellschaften schon gar nicht. Wie sich Deutschlands „bunte“, vielschichtige, zudem stets „multikultureller“ werdende Gesellschaft letztlich entwickeln wird, ist kaum, eher gar nicht, vorauszusehen. Diesbezügliche Wunschvorstellungen, – so verständlich sie vielleicht sein mögen – dürften schon aufgrund der nicht wirklich steuerbaren Eigendynamik der gesellschaftlichen – also gerade auch der religiösen bzw. ethischen – Weichenstellungen (in einem erklärten Einwanderungsland wie Deutschland) bestenfalls spekulativer Natur sein. Ob nicht darin zumindest ein Teil der wachsenden Verunsicherung konservativ ausgerichteter Bevölkerungskreise zu sehen sein könnte?
@S v B
Es ist richtig, was Sie schreiben. Die fortschreitende Islamisierung – insbesondere wird sie durch die Jungen forciert werden (die Alten sind in der Mehrheit längst ähnlich säkularisiert wie die „Christen“) – wird unsere Gesellschaft weiter verändern. Sie werden eines nicht fernen Tages in der Mehrzahl sein. In Wien bilden die Schüler muslimischen Bekenntnisses an Volks-, Mittel- und Sonderschulen bereits mit deutlichem Vorsprung die größte Religionsgruppe. Ich hätte in meinen Zeilen den Konjunktiv nutzen oder deutlicher herausstellen sollen. Ja, es sind in der Tat Wunschvorstellungen.
Ich bin aber tatsächlich davon überzeugt, dass Gott auch auf krummen Linien gerade schreiben kann und Überraschungen für uns bereit hält. Er wartet allerdings auf unser aus freien Stücken entschiedenes Zutun. Genauso aber bin ich überzeugt, dass es keine Neuauflage einer durchaus auch verklärten „guten, alten Zeit“ geben wird. Es wird anders, wie auch immer, sehr anders. Hochspannung garantiert.
„ … In Wien bilden die Schüler muslimischen Bekenntnisses an Volks-, Mittel- und Sonderschulen bereits mit deutlichem Vorsprung die größte Religionsgruppe. …“
In Deutschland entscheiden deutsche Gerichte, daß ganze Straßen mehrmals in der Woche über Stunden durch die Polizei abgesperrt werden müssen, damit dort Muslime beten und ihre „Religionsfreiheit“ einfordern und ausleben dürfen auf offener Straße.
In Berlin werden islamische geflüchtete Regisseure preisgekrönt, dürfen vor laufenden internationalen Kameras das Land beschimpfen, das sie von deutschem Steuergeld bezahlt.
Und ? Reaktion ? Proteste, außer daß der deutsche Umweltminister ( was macht der eigentlich auf der Berlinale ? Weimer vertreten ? Oder die CO2-Konzentration messen ? ) den Saal verlässt ?
Äußerungen der christlichen Kirchen ?
Es kommt einfach nichts – außer „Vulvenmalen“, synodaler Weg und Regenbogenlappen am Kirchenportal.
Wir lassen uns auf der Nase herumtanzen, stehen staunend klatschend daneben und bezahlen diesen Irrsinn auch noch.
Und dann wundern wir uns, daß wir nicht schleichend und klammheimlich, sondern unverhohlen und für jeden sichtbar „übernommen“ werden ???
Und unser Kanzler wundert sich, daß er von dem Schlag gegen den Iran aus der Presse erfährt, wo er doch die Welt rettet und geradezu unverzichtbar ist.
Wahrscheinlich liest er The Donald diese Woche in Washington die Leviten, nachdem er, Starmer und Macron ( was sagen eigentlich due „restlichen“ zwei Dutzend europäischen Länder ? ) kurz nach den Pressemeldungen erklärt haben „ WIR haben damit nichts zu tun !“ …
Deutsche Land haben fertig …
Und da gab es einen Philosophen vor rund 100 Jahren, der hat das alles schon gesehen und prophezeit. Er hat beschrieben, was geschieht und was nötig wäre, um das Deutschtum an sich zu bewahren. Er hat dem Christentum zu neuem Leben verholfen, indem er die okkulten Hintergründe öffentlich gemacht hat. Dieser Philosoph hat den Menschen in den Mittelpunkt des Diskurses gestellt und Pädagogik, Medizin, Ernährung, Landwirtschaft, Chemie, Physik und Technologie darum herum gebildet, anstatt für all das den Menschen zum Mittel und Zweck zu degradieren, was heute „normal“ ist. Dieser Philosoph hat die „Kernpunkte der sozialen Frage“ formuliert und eine Gesellschaftspolitik entworfen, welche die höchsten Staatsbediensteten von damals zur Kenntnis nehmen durften. Das Militär hat das abgelehnt. Dieser Philosoph hat eine „Philosophie der Freiheit“ verfasst, die er als sein zentrales Werk betrachtete. Er begründete die Erkenntniswissenschaft und verhalf einer Naturbetrachtung nach Goethe zu allgemeiner Beachtung. Dem Materialismus gab er eine Absage und forderte eine christliche Spiritualität abseits der kirchlichen Dogmen, welche allzu korrupt geworden sind. In über 3000 Vorträgen hat er beinahe ein neues Zeitalter begründet, in dem das Deutschtum zur neuen Blüte hätte gedeihen können. Die Kräfte, die ihn damals schon bekämpft haben, sind heute die selben. Und es sind eben die Kräfte, über die man sich hier beklagt.
Wissen Sie, warum Deutschland untergeht? Weil es seine Bestimmung ist. Der Deutsche will von alledem nichts wissen. Deswegen ist es seine Bestimmung. Kaum ein Denker der Neuzeit wurde derart verunglimpft, verspottet und verkannt, wie eben jener Philosoph.
Na dann lasst die Einwanderer mal machen. Die haben ihren Plan. Die Deutschen wandern aus und werden andernorts assimiliert und hören dort auf deutsch zu sein. Alle, die hier ausharren, werden „entdeutscht“ – beizeiten gewaltsam.
Nachsatz: Es sind ausgerechnet die Russen, welche die Bedeutung der Anthroposophie erkannt haben. Ihre Zeit wird kommen.
@Alexander Droste,
Sie bewerben hier wohl die Anthroposophie Rudolph Steiners und seine Waldorfpädagogik. Sie ist mit dem Evangelium Jesu und der christlichen Offenbarung unvereinbar!
Stichpunkte:
esoterisches Menschenbild, Glauben an Selbsterlösung, Reinkarnation und Karma, Gnosis und Geheimwissen, Pantheismus, Jesus Christus als inkarnierter „Sonnengeist“ und „kosmisches Prinzip“, grundverschiedenes Verständnis der Offenbarung u.v.a.m..
In Lk 21,8 heisst es: „Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!“
Lieber Sarnersee,
seit vielen Jahrhunderten sind die Postulate der Katholischen Kirche nicht mit den Lehren Christi vereinbar. Und in unserer Zeit biedern sich die Kirchen an den Satanskult des Mainstreams an.
Heuchelei und Bigotterie sind Wesenskern sowohl der Obrigkeit wie ihrer Anhänger.
Jesus sagte: Ich werde euch den Geist der Wahrheit senden und er wird euch frei machen. Das Konzil von Nicea hat seinerzeit den Geist abgeschafft. Somit besteht seitdem der Mensch nur noch aus Körper und Seele ohne Geist. Damit wurde dem Mensch sein Menschsein abgesprochen. Denn der Mensch ist von Gott als sein Ebenbild erschaffen worden als Schöpferwesen. Das ist ohne Geist undenkbar.
Wie erklären Sie sich außerdem, dass es zahlreiche Menschen gibt, die sich an ein Leben in einer anderen Person zu einer anderen Zeit an einem bestimmten Ort erinnern? Überprüft!
Ich erwidere Ihren Einwand damit, dass die Anthroposophie die Wiederentdeckung des Geistes ist (wörtlich „Weisheit des Menschen“) und wenn es schwer fällt, der Beginn wahres gelebtes Christentum.