Die Uhr tickt: Die Union hat nicht mehr viel Zeit, mit der AfD ins Gespräch zu kommen

Umfragen sind stets nur eine Momentaufnahme, die eine aktuelle Stimmungslage spiegelt. Ganz sicher sind sie keine sicheren Vorhersagen, und Umfragen sind oftmals auch ein Mittel zur politischen Stimmungsmache. Manche von Ihnen werden das Buch „Die Schweigespirale“ der einstigen Frau Noelle-Neumann kennen, die 1947 zusammen mit ihrem Ehemann das renommierte Allensbacher Institut gründete, das für die Bundeskanzler Konrad Adenauer und Helmut Kohl zum wichtigsten Instrument wurde, die Stimmungslage der Deutschen im Blick zu behalten.

Noelle-Neumann vertritt in ihrem Buch „Die Schweigespirale“ die These, dass in sozialen Kontexten Einzelne dazu neigen, ihre eigenen Meinungen zurückzuhalten, wenn diese von der öffentlichen Meinung abweichen.

Dies führt zu einer Spirale des Schweigens, in der sich die dominierende Meinung weiter verstärkt und Minderheitsmeinungen zunehmend ignoriert werden. Oder, wie ich es formulieren würde: Wahlplakate und Autoaufkleber überzeugen nicht einen einzigen Wähler, aber dafür sind sie auch nicht da. Trotzdem sind sie für Wahlkampagnen eminent wichtig. Denn sie verstärken den subjektiven Eindruck Unentschlossener zu wissen, wer im Wahlkampf dominiert und spürbar vorn liegt. Und viele Menschen, die nicht so richtig wissen, wen sie wählen sollen, schließen sich dann den vermeintlich zukünftigen Siegern an. Wer will schon „Loser“ sein?

Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verliert die AfD laut einer Umfrage leicht an Zustimmung, ist aber weiterhin mit Abstand die stärkste Kraft. Die zweifellos dort deutlich rechte Partei kommt in der Wählergunst aktuell auf 39 Prozent, wie das Meinungsforschungsinstitut INSA für „Nius“ ermittelte. Die CDU erreicht danach 26 Prozent.

Dahinter folgen Linke mit elf Prozent und die SPD mit acht Prozent. Das BSW erreicht sechs, die Grünen drei und die FDP zwei Prozent. Die sonstigen Parteien kommen auf 5 Prozent. Eine Mehrheit ohne die AfD wäre für die CDU rechnerisch nur noch in einem Vierer-Bündnis mit SPD, BSW und der Linken möglich.

Würde die CDU das machen, wäre das mehr als Verrat an ihren Wählern

Denn es gibt einen einstimmig gefassten Beschluss eines Bundesparteitages, nachdem die CDU weder mit der AfD noch mit der SED/Linken in welcher Form auch immer kooperiert. Dumm nur, dass AfD und Linke jetzt derart stark geworden sind. Gut möglich, dass im September, dann aber auch in Thüringen, Brandenburg und Sachsen gleiche Konstellationen entstehen. Regierungsbildungen auf Landesebene, ohne dass die traditionellen Volksparteien CDU und SPD überhaupt noch im Spiel sind. Von Grünen und FDP ganz zu schweigen, deren parlamentarisches Überleben in Ostdeutschland mehr als gefährdet ist.

Und wissen Sie, was das Erstaunliche ist?

Die Union und die Sozis weigern sich, sich überhaupt ohne Schaum vor dem Mund mit dem Thema zu beschäftigen.

Ich habe mich in den vergangenen Wochen mit Politikern der Union, mit Lobbyisten, Wirtschaftsleuten, Partei-Beratern unterhalten. Und ALLE, wirklich ausnahmslos alle, wissen, dass die Lage genau so ist, wie ich sie hier beschreibe. Und im Vier-Augen-Gespräch stimmen mir alle zu, dass diese Situation der Doofheit der traditionellen Parteien geschuldet ist. Man kann nicht ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland und die Hälfte der Ostdeutschen dauerhaft vom politischen Mitwirkungsprozess ausschließen. Das sehen auch diejenigen so, die nachher meinen Artikel böse verdammen und als völlig falsch brandmarken werden. Obwohl sie genau wissen, dass so die Lage ist.

Es ist jetzt müßig, die Gründe für die Lage noch groß zu würdigen.

Nur kurz: Als die AfD 2013 an den Start ging, war nichts an der Partei bedenklich rechts. Eine Professorenpartei von intelligenten bürgerlichen Leuten, Professoren, Mittelständlern, die nicht wollten, dass wir die Renten und Schulden der Griechen bezahlen müssen.

Ein mehr als berechtigtes Anliegen. „Mit denen reden wir nicht“, soll Bundes-„Angie“ Merkel damals gesagt haben. Ein kapitaler Fehler. Noch einer.

Nach der Euro-Staatsschuldenkrise lag die AfD in Umfragen bundesweit bei 3,5 Prozent. Und dann startete Merkel mit ihrer selbstherrlichen Grenzöffnung – begleitet von rauschendem Beifall des Funktionskörpers – ihr einzigartiges Konjunkturprogramm für die AfD.

Hätte die Union spätestens ab 2017 mit der AfD gesprochen, mit Realpolitikern, die politische Landkarte in Deutschland sähe heute fundamental anders aus.

Selbst viel später, als die AfD Wahlerfolg um Wahlerfolg einfuhr, versemmelte es das Adenauer-Haus, mit dem eigenen konservativen „Gallischen Dorf“, der WerteUnion um Hans-Georg Maaßen, einen Dialog aufzubauen. Irgendwas tun, um den vielen konservativ und wirtschaftsliberal gesinnten Bürgern ein Angebot zu machen, das sie bei der Stange hält. Unglaublich, dass die Union kein Problem damit hat, mit Sozis, Grünen und sogar Linken zu dealen, nur mit den eigenen Treuesten der Treuen nicht. Die waren plötzlich alle „rechtsextrem“, denen man Parteiausschlussverfahren an den Hals hängte. Man fragt sich wirklich, was all die hochbezahlten Spindoktoren im Adenauer-Haus beruflich machen.

Aber nun sind sie nunmal da

Viele von Ihnen kennen meine Haltung zu dem Thema. Die AfD ist eine starke politische Kraft geworden, die zwar unmittelbar in den Ländern und im Bund nichts zu entscheiden hat, die aber immer mächtiger wird. Wenn man in Berlin nicht mit ihnen spricht, dann reden ihre Top-Leute halt in Washington und Moskau mit den Mächtigen. Und die machen alle Türen weit auf. Und nun glauben irgendwelche Low-Performer, man könne die Partei verbieten? Ernsthaft?

Für mich persönlich ist die AfD, wie sie sich in der Russland-Frage zu unterwerfen bereit ist, nicht wählbar. Wir sind Deutschland und Europa, wir sind der Westen. Aber bei Migration, innerer Sicherheit, Familie gibt es mehr Schnittmengen mit der Union als mit allen anderen Parteien. Aber die CDU-Führung – und übrigens auch die CSU – blenden das Thema völlig aus. Und werden sich zum Jahresende wahrscheinlich vor die Situation gestellt sehen, dass da im Bundesrat plötzlich ein oder zwei Bundesländer von AfD-geführten Landesregierungen vertreten werden. Und die stimmen dann auch zu zahlreichen Bundesgesetzen mit ab. Und dann? Brandmauer?

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Dieser Artikel wurde 32 mal kommentiert

  1. EH Antworten

    Ich glaube ja, die Schweigespirale ist wirklich gut geeignet, gegenwärtige gesellschaftliche und politische Zustände zu beschreiben. Die eine Seite ist immer lauter und emsiger als die andere.

    Es gibt „Demos gegen Rechts“, aber keine/kaum „Demos gegen Links“. Wer die Demos gegen Rechts nicht zielführend findet, ärgert sich still im eigenen Wohnzimmer und konzentriert sich auf die Wahlurne, läuft aber nicht mit selbst gemalten Plakaten durch die City.

    Das größte Problem der Union ist m. E. derzeit, dass nicht alle internen Lager gleich laut sind. Das macht es (Mainstream-)Medien dann auch einfach, die Debatte um Daniel Günthers Zensur-Aussagen einseitig zu kommentieren. Der Widerspruch der Andersdenkenden hält sich in Grenzen.

    Was das AfD-Verbotsverfahren angeht, werden wir vermutlich (nein, sicherlich) in wenigen Monaten ein starkes mediales Aufleben der Debatte registrieren. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte GFF, nach meinem Eindruck bislang wenig beachtet, sitzt ja gerade zusammen mit den Organisationen Campact, Volksverpetzer, innn.it, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV), Postmigrantischer Jurist*innenbund, FragDenStaat und Bleibt stabil an einem 900.000-Euro-(geplant: 1-Million-Euro-)Gutachten zu einem AfD-Verbot. Das soll so ganz nebenbei auch gleich noch die Zulässigkeit AfD-kritischer Tätigkeiten gemeinnütziger oder öffentlich geförderter Organisationen beweisen und „könnte zur Grundlage eines Verbotsantrags [vor dem BVerfG] gemacht werden … Es würde die Erstellung eines Antrags sicherlich beschleunigen, weil wir zusammen mit FragDenStaat eine große Belegdatenbank zur Verfügung stellen und sehr viel juristische Vorarbeit geleistet haben werden.“ Auch hier gilt: Ein Gegengutachten, das juristisch erläutert, warum die AfD eher nicht verboten werden könne/solle, und das im Einzelnen auf Argumente des Verfassungsschutzes eingeht, ist – meines Wissens – nicht in Sicht. Dies erleichtert fraglos eine einseitige Debatte. So gesehen ist Elisabeth Noelle-Neumann überall.

  2. Johannes Antworten

    Die Unionsspitze hat sich von den werteorientierten, konservativen (oder auch rechten 😉 ) Wählern unter Merkel politisch verabschiedet. Man sieht es z.B. an Wüst und Günther, die auch in einer SPD Karriere gemacht hätten.

    Der klassische Konservatismus ist – von oben verordnet – innerhalb der Union tot. Darum erstaunt es mich überhaupt nicht, das die Union mit allen politisch linken Parteien (incl. Tolerierung durch die Linke) paktiert.

    Denn: sie hat inzwischen – von oben verordnet – einen klar verordneten Linksdrall – aus Überzeugung der jeweiligen Unionsprotagonisten (Beispiele s.o.).

    Und die Parteistrukturen sorgen schon dafür, dass nur das „passende“ Personal nach oben durchdringt, was übrigens auch -aber in umgekehrter Weise bei der AfD der Fall ist; dort haben inzwischen eher in der politischen Mitte Stehende große Schwierigkeiten nach oben durchzudringen.

    Es ist eine verfahrene Situation. Wir dürfen gespannt sein, was dem Komplex aus Regierung, linken Parteien, NGOs, Medien und Teilen der Jusiz in den kommenden Monaten noch alles einfällt um die „Brandmauer“ zu verstärken. In Rheinland-Pfalz geht es da inzwischen zu, wie in einem Tollhaus. Hier sind im März Wahlen und es werden gerade antidemokratische Maschen gegen AfD-Kandidaten fahren.

  3. Angelika Antworten

    Die CDU wird mit allen anderen Parteien koalieren. Inklusive der Linkspartei. Oder sich von denen dulden lassen. Was auf der Gleiche herauskommt.
    Und im letzten Augenblick vor der Wahl schreckt ein entscheidender Teil der Wähler doch davor zurück, die AfD zu wählen. D.h. die AfD wird nirgends mitregieren.
    Die Frage ist: Wie entwickelt sich die Wirtschaft? Z.B. in Baden-Württemberg. Wie lange reicht das Geld noch? Und was passiert, wenn das Geld nicht mehr reicht?

  4. H.K. Antworten

    Für mich gehört dieser Artikel zweifellos zu den sehr guten, die ich an anderer Stelle heute meinte.

    Der Union schwimmen die Felle davon, sie sieht es, steht aber daneben und schaut zu – so lange, bis das Ganze den Wasserfall hinunter verschwunden ist.

    Etwas erstaunt bin ich angesichts der Aussage „ Manche von Ihnen werden das Buch „Die Schweigespirale“ der einstigen Frau Noelle-Neumann kennen …“.

    Angesichts der Zustände in diesem Land könnte man auf die Idee kommen, die Dame hätte von ihrem Recht, das Geschlecht zu wechseln, posthum Gebrauch gemacht …

    Für mich eine „Grande Dame“, die fehlt – wie so mancher Andere auch.

  5. Sobiech Christoph Antworten

    „Denn es gibt einen einstimmig gefassten Beschluss eines Bundesparteitages, nachdem die CDU weder mit der AfD noch mit der SED/Linken in welcher Form auch immer kooperiert.“

    Die CDU koaliert in Mecklenburg ganz offen mit den Linken indem sie sich von diesen 1x in Monat ihr Programm genehmigen lässt nach der kriecherischen Frage was denn die Linken gerne hätten.
    Genauso werden sie es in zb. Sachen-Anhalt machen wenn der AFD auch nur 0,1% zu alleiniger absoluter Mehrheit fehlen.
    Aber die Union ist mittelfristig, nicht mal langfristig eh tot, die Umfrage aus Sachen-Anhalt belegt es mal wieder, dort führt die AFD in allen altersgruppen, teilweise sehr deutlich vor der CDU ausser bei der aussterbenden ü70 Wahlgruppe.

    Ich denke * ihre * Bekannten in der Union haben das auch schon realisiert und wollen einfach noch so viel es geht für sich selbst herausschlagen in den letzten paar Jahren die der Union noch bleiben um Ämter zu besetzen.

      • Sobiech Christoph Antworten

        Naja sie schreiben selbst : Ich habe mich in den vergangenen Wochen mit Politikern der Union, mit Lobbyisten, Wirtschaftsleuten, Partei-Beratern unterhalten. Und ALLE, wirklich ausnahmslos alle, wissen, dass die Lage genau so ist, wie ich sie hier beschreibe. Und im Vier-Augen-Gespräch stimmen mir alle zu, dass diese Situation der Doofheit der traditionellen Parteien geschuldet ist.

        Ich vermute sie kennen diese Leute , das meinte ich mit ihren Bekannten. Diese leute stimmen ihnen in stillen zu und somit ist ihnen auch klar das die Union in ca. 10 Jahren, wenn die masse der jetzgen ü70 Wähler weggestorben ist irgendwo da sein wird wo sie in Osten jetzt schon ist. Aber statt das Ruder herumzureissen nehmen sie es hin und wollen halt in diesen ca. 10 Jahren noch für sich herausholen was geht.

        Das ist eine Konstruktionsfehler unseres Wahlsystems, man hätte absolut niemals die Zweitstimme erschaffen, in Theorie soll es Fachleute in die Politik bringen in der Praksis bringt sie arschkriecher in die Politik deren einzige loyalität kurzfristig demjenigen gilt der gerade die aussichtreichen Listenplätze vergibt und die sich somit nimals gegen so jemand stellen werden selbst wenn er erkennbar langfristig zu nachteil von ihnen handelt.

        • Klaus Kelle Antworten

          @Sobiech Christoph,

          ja, da stimme ich Ihnen weitgehend zu. Den Untergang der Union sehe ich allerdings überhaupt nicht, vielleicht einen weiteren Niedergang auf 20 Prozent. Ich kenne in meinem Umfeld auch Leute, die AfD wählen, um größtmöglichen Schrecken zu verbreiten, aber die liebend gerne zurückkehren würden zur CDU, wenn die endlich wieder zu früheren Zeiten zurückkehrten würde – sprich: vor Merkel-Zeiten, und ich bin sehr enttäuscht, dass Merz & Co. nicht die Kraft dazu zu haben scheinen.

          Beim Wahlsystem stimme ich im Grundsatz auch zu, aber nicht so radikal, dass ich ein reines Mehrheitswahlrecht fordern würde. Aber die Gewichtung sollte anders sein: 3/4 per Direktmandat, und wer einen Wahlkreis gewinnt, der MUSS drin sein. Und 1/4 über Liste, damit die Parteien ihre besten Köpfe sicher drin haben. Das würde auch in den Parteien den Druck massiv erhöhen, nur die Guten aufzustellen und nicht eine „Beutegemeinschaft“ mit durchzuziehen und gut zu versorgen.

          Klaus Kelle

  6. H.K. Antworten

    Dieses Land wird ohne „die da“ nicht ansatzweise wieder auf die Spur kommen.

    Dummerweise hat von „denen“ keiner auch nur die geringste Ahnung vom Regieren.
    Und dazu kommt im „Ernstfall“, daß sie viel zu wenig Personal haben, um alle notwendigen Stellen entsprechend zu besetzen.

    Und genau das MUSS sie, da es in sämtlichen Ministerien, Behörden, Ämtern reichlich Anhänger der „demokratischen Parteien“ gibt, die, wenn sie nicht ersetzt werden, konsequent kontraproduktiv handeln werden.

    Darüberhinaus sehe ich die Gefahr, daß eine AfD-Regierung, die plötzlich nicht mehr Opposition ist, nicht mehr nur kritisieren kann, sondern handeln muß – und das EFFEKTIV und schnell.

  7. Achim Koester Antworten

    Die CDU hat angeblich auch eine Brandmauer gegenüber der SED, aber wenn es gegen die AfD geht, ist ihr das egal. So jemanden kann ich nicht wählen.

    • H.K. Antworten

      Wenn NRW ein Musterbeispiel für Schwarz-Grün sein soll, dann weiß ich es nicht.

      Soeben wird gemeldet

      „ Grüner Parteiflügel setzt sich durch: Vom CDU-Antrag zur Herabsetzung der Klimaziele ist nichts mehr übrig“.

      Quelle: NIUS, 27.01.2026

      Die Union opfert alles, wirklich alles – nur um an der Macht zu bleiben. Von dem ehemals konservativen Markenkern ist nichts mehr übrig.

      Und mit ihrer Diskussion um Teilzeitarbeit und Beschimpfung der Arbeitnehmer als „faul“ tut sie sich auch keinen Gefallen.

      „Die da“ können sich zurücklehnen, nachdem sie Nachschub an Popcorn geholt haben …

      • Johannes Antworten

        Die Union ist inzwischen personell mehrheitlich der mit konservativem Anstrich versehene Flügel der politischen Linken in Deutschland.

        Anders kann ich die Verantwortungs-Verweigerungshaltung der Union nicht mehr verstehen.

        • H.K. Antworten

          Die Union hat sich mit ihrer Brandmauer einseitig selbst umzingelt und kommt da genauso wenig raus we Daniel Günther und Markus Lanz aus ihrer Causa Nius.

          Ich frage mich auch seit Längerem, wer bei der CDU eigentlich für „Öffentlichkeit und Kommunikation“ zuständig ist und was diese Leute beruflich machen.

  8. gerd Antworten

    Der Vorhang ist längst gefallen. Wer soll denn in der Union mit der AfD reden? Gibt es da überhaupt fähige Leute die das könnten, ohne es bei einem Gespräch unter vier Augen zu belassen? Wenn man jemanden 10 Jahre sagt wie hässlich er ist, kann man ihn nicht mehr schönsaufen. Ich sehe da nicht einen der das glaubwürdig machen könnte.
    Wie es kommen kann und wohl auch kommen wird, zeigen unsere Nachbarn in den Niederlanden. Dort gewinnt G. Wilders (in etwa der Maximilian Krah der Niederländer) haushoch die vorletzte Regierungswahl, verzichtet auf sein Amt als Premier. weil sonst die Hütte brennt, versucht dann mit seiner Fraktion die illegale Migration zu beenden und verlässt entnervt die Regierungskoalition, weil er mit dem Aufräumen der Steine, die man ihm in den Weg legt, nicht mehr nachkommt. Nun gab es vor drei Monaten Neuwahlen die von irgendeinem Nobody im Slimfitanzug knapp gewonnen wurde und der jetzt u.a. mit der CDA (vergleichbar mit der CDU) eine Minderheitsregierung geschmiedet hat. Wer saß nicht am Verhandlungstisch? Richtig, G. Wilders, war ja auch nur die zweitstärkste Kraft. Momentan bricht seine Partei in alle Einzelteile, allein 7 PVVler haben die Fraktion verlassen, und dürfte sich für die nächsten hundert Jahre erledigt haben.
    Wenn die CDU wirklich Butter bei den Fischen serviert und Gespräche mit der AfD führt, dann brennt unsere Republik. Das dürfte auch ein Thema bei manchen Vieraugengesprächen sein.

    • H.K. Antworten

      Da wird wieder der Unterschied zwischen „Demokratie“ und „unserer Demokratie“ deutlich …

  9. H.K. Antworten

    Interessant:

    „ Wahlrecht: Weil Umfragen schlechter werden, könnten Union und SPD den Bundestag wieder aufblähen“

    Quelle: Nius, 28.01.2026

  10. H.K. Antworten

    Armin Laschet gehört auch zu denen, die noch immer nicht begriffen haben, was die Uhr geschlagen hat.

    „AfD-Politiker dürfen nicht in Bundestags-Club“.

    Quelle: Bild online, 28.01.2026

    Laschet ist da der Vorsitzende.

    Das Demokratieverständnis scheint bei so manchem Unionspolitiker nicht nachhaltig verankert, sondern eher schwankend zu sein, insbesondere, wenn es um von „SteuernInnenzahlern“ finanzierte Einrichtungen geht.

    Aber vielleicht sind das bei Herrn Laschet ja auch nachhaltige Folgen seiner Verfolgungsfahrt im vergangenen Jahr in Aachen …

  11. Sarnersee Antworten

    Es gibt in diesem Land nicht wenige Menschen, die in einem bürgerlichen,  konservativem Umfeld aufwuchsen, das geprägt war durch überdurchschnittlichen Wohlstand, der florierenden mittelständischen, klug geführten Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie zahlreichen Handwerksbetrieben der jeweiligen Region zu verdanken war. Später erkannten diese Menschen, auch durch verbrachte Zeit in weniger bürgerlichen und konservativen Lebenswelten, die zumeist auch noch von der Wirtschaftskraft eben dieser bürgerlichen konservativen Regionen versorgt wurden, die Vorteile ihrer alten Heimat und ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Diese Menschen wählten überzeugt Union oder FDP. Es sind heute noch genau die Menschen, die fleißig, gewissenhaft, ehrlich, gut ausgebildet die tragenden Säulen dieses Landes bilden. Es sind die Menschen, die die errungenen Werte gegen jeden Versuch ihrer ideologisch motivierten Auslöschung verteidigen wollen. Nur mittels dieser Menschen, bzw. deren bewahrter Haltung kann dieses Land wieder gesunden.
    Doch wen sollen diese Menschen wählen?
    Mit großem Abstand zählt die Mehrheit der Menschen in meinem Umfeld zu dieser Gruppe der „aufrichtigen Konservativen“.
    Sie sind gescheit genug zu wissen, dass sie eine AfD wegen ihren außenpolitischen Positionen und fehlender Abgrenzung zu völkischen Ideen nicht wählen können. Auch die Union ist für sie v.a. nach dem Täuschungsmanöver von Friedrich Merz, der aus Feigheit vor linksgrünen Medien selbstgewählten Geiselhaft unter die Knute von Rot/Grün sowie der Aussicht auf die virulente Möglichkeit, künftig zumindest auf Landesebene mit den SED-Nachfolgern zu koalieren, nicht mehr wählbar, denn man würde doch linke Politik bekommen. Die Werteunion als kurzzeitig aufflammende Hoffnung für diese Menschen hat sich selbst auf dümmlichste Weise aus dem Spiel genommen. Die FDP ist soweit weg von einem Wiedereinzug in die Parlamente, dass ihre Wahl eine geradezu verschenkte Stimme sein würde. Selbes gilt für andere Kleinstparteien. Das Land hat ein Riesenproblem, wenn es für die tragenden Säulen des Landes keine Partei mehr gibt, der sie ihr Vertrauen schenken, auf der sie ihre Hoffnung auf Besserung setzen können. Es ist eine echte Katastrophe, wenn genau diese verdienstvollen Menschen vom politischen Gestaltungsprozess ausgeschlossen sind. Hier könnte man durchaus auf den Gedanken konmen, dass dieses nicht zufällig passiert, sondern diese Situation ganz bewusst mit viel exzellent getarnter List herbeigeführt wurde, weil sie der von links-ideologisch „Mächten“ gewollten Auslöschung unserer christlichen Kultur äußerst dienlich ist. Ich bin überzeugt, dass es auch genau dieser Beweggrund ist, warum Donald Trump von diesen „Mächten“, die eines ihrer Gesichter hierzulande durch die linksgrünen Medien zeigen, so dermaßen undifferenziert angefeindet wird. Trump ist neben dem Papst wohl der größte und zugleich mächtigste Verfechter der christlichen Kultur.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Sarnersee,

      Nur mittels dieser Menschen, bzw. deren bewahrter Haltung kann dieses Land wieder gesunden.

      Genau das meine ich mit bürgerlich. Mein Zielpublikum sind nicht „Rechte“ oder „Linke“, ich will mein Land zurück.

      Und ich engagiere mich für die Menschen, die morgens aufstehen und zur Arbeit gehen, die ihren Kindern ein ordentliches Frühstück machen, bevor die das Haus verlassen, um zur Schule zu gehen. Für die Menschen, die etwas leisten, vielleicht eine kleine Firma gründen, sich engagiern im Förderverein des Kindergartens, die (wenigstens) regelmäßig sonntags einen Gottesdienst besuchen und so weiter. Für die engagiere ich mich politisch und ich will, dass Meinungsfreiheit nicht eingschränkt wird, dass der Rechtsstaat durchgesetzt wird und dass der Staat sich darüberhinaus weitgehend aus unserem persönlichen Alltag zurückzieht.

      Ob Herr Merz, Frau Weidel oder Lars Klingbeil das durchsetzt, ist mir völlig egal, wenn es nur endlich jemand macht…

      Klaus Kelle

  12. H.K. Antworten

    Bundestag, heute.

    Thema: „Clankriminalität“.

    Das Abgeordnetseiende Koçak von der Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei schreit bei seiner Rede „Allerta, allerta, Antifaschista !“

    Und Unionsvizepräsidentin Lindholz ?

    Sagt keinen Ton dazu. Nicht EIN Wort – auch nicht dazu, daß er völlig am Thema vorbeiredet …

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Erneut ein unglaublicher Vorgang, der bei mir Ärger und Verachtung hervorruft.

      Ein weiterer Skandal ist die Terminierung von Bundestagssitzungen zur gleichen Zeit wie Abstimmungen im Europarat.

      Im Europarat wird heute über die Resolution zum Verbot von Konversionstherapien abgestimmt.
      Die Europarat-Abgeordneten aus Deutschland nehmen diesen wichtigen Termin jedoch nicht wahr, weil zur gleichen Zeit in Berlin im Bundestag über vermeintlich andere wichtige Projekte abgestimmt wird.
      Wie mir ein Büromitarbeiter eines CDU-Abgeordneten mitteilte, ist diese Termindopplung nicht selten. Die Bundestagspräsidentin wurde um Abhilfe gebeten. Geändert hat sich bis jetzt nichts.

      Und wieder steht der Bürger mit offenen Mund da und wundert sich…

      • H.K. Antworten

        Immer wieder werden wichtige Tagesordnungspunkte ( meist von „denen da“ eingebracht ) zu Vielen auf den Nägeln brennenden Themen – bewußt – auf den Abend, möglichst spät, gelegt.

        Dem interessierten Bürger und GEZ-Gebühren zahlenden Zuschauer zeigt z.B. der von diesen GEZ-Geldern finanzierte ÖRR-Sender „Phoenix“ i.d.R. aber nichts davon.

        Überpünktlich gegen spätestens 17:45 beendet „Phoenix“ seine Übertragung aus dem Bundestag und sendet irgend einen Quark.

        ( Die bei „Phoenix“ teils merkwürdigen, tendentiösen Kommentare zu Rednern und deren Redeinhalten erwähne ich nur am Rande … ).

        Selbstverständlich kann man ( frau auch ) bei youtube die Bundestagsdebatte komplett verfolgen – aber dann können wir „Phoenix“ auch gleich einstellen. Braucht kein Mensch. Und spart Geld.

  13. Querdenker Antworten

    So wie ich die CDU wahrnehme bewahrheitet sich die Redewendung „Hopfen und Malz verloren“. Alle Bemühungen sind zwecklos, alle Mühe ist vergebens und jegliche Hoffnung auf Erfolg oder Besserung ist verloren. Die CDU steckt in einer selbst verursachten und aussichtslosen Situation, in der ihr nicht mehr zu helfen ist. Bildlich gesprochen, sitzen wir alle in einem Auto, das mit 100 km/h auf eine massive Betonwand zu rast. Die CDU sitzt auf dem Fahrersitz und reagiert nicht. Keine Vollbremsung, kein herumreißen des Lenkrades, allenfalls minimale Reaktionen wie hupen oder die Scheibe wischen. Wir als Insassen können versuchen einen Sitz mit Airbag zu ergattern, den Sicherheitsgurt straffen und die vom Flugzeug bekannte „Brace Position“ einnehmen, in der Hoffnung den Aufprall halbwegs unbeschadet zu überstehen.

    • H.K. Antworten

      Immer und immer wieder kommt einem der Satz von Christian Lindner bei seiner letzten Rede im Bundestag in den Sinn:

      „SIE hier vorne: WER sind Sie und WAS haben Sie mit Friedrich Merz gemacht ?!“

      Wer nach knapp einem Jahr Merz noch darauf hofft, der würde das Land wieder auf den „rechten“ Kurs bringen, lügt sich selbst etwas in die Tasche.

  14. H.K. Antworten

    Es ist schon absurd:

    Im Bundestag geht es um Konrad Adenauer.

    Der Abgeordnete von „denen da“, Dr. Alexander Gaulandt, lobt Adenauer ausdrücklich, weil der 1955 die deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion zurückgeholt hatte.

    Beifall bei „denen da“ – kein Beifall in der Unionsfraktion. Keine Hand rührt sich.

    Kindergarten …

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