Russlands Friedensbemühungen
…sind ein schlechter Witz, ja geradzu eine Verhöhnung der Ukraine und aller Staaten, die sich um ein Ende des Tötens dort ernsthaft bemühen.
Jetzt schlägt Russland vor, eine internationale Übergangsverwaltung unter Verantwortung der UN für die Ukraine einzurichten. Dann sei man „bereit, mit den USA, Europa und anderen Ländern“ über eine Lösung zu sprechen, sagte der russische Vize-Außenminister Galusin gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
Tolle Idee, oder?
Ich finde, wir sollten Russland unter UN-Verwaltung stellen und Putin in eine Zelle in Den Haag sperren, bevor verhandelt wird. Liefert endlich „Taurus“ an die ukrainischen Streitkräfte! Sonst begreifen die es nicht im Kreml…



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Wir wollen aber nicht albern werden, oder?
Wem das Fell juckt und wer Krieg mit Rußland will, an dem Deutschland direkt beteiligt ist, der sollte nicht nur sagen, DASS er Krieg will, sondern sich bitte umgehend freiwillig melden.
Und wer meint, daß Deutschland „kriegstüchtig“ ist, der soll weiterträumen …
Wie an anderer Stelle im Blog dem Hausherrn bereits schriftlich angekündigt – zu diesem Themenkomplex meinerseits kein Kommentar mehr, da schonender für unser beider angeknackste „Pumpen“… 😉
Sie haben zweifellos recht: Wenn keinerlei Argumente und Fakten ( mehr ? ) zählen, sind Hopfen und ( Gehirn-) Schmalz verloren.
Man könnte sich auch mit der Haustür unterhalten …
Einfache Frage, wie stellen Sie sich die militärische Niederlage einer Atommacht vor, ohne dass Kiew, Berlin und, und, und für nächsten Jahrzehnte unbewohnbar sind. Dabei ist es egal welche Waffen an die Ukraine geliefert werden und wie weit die Bundeswehr aufgerüstet wird. Zweite Frage wie will man die Atommacht Russland unter UN-Verwaltung stellen und Putin in eine Zelle in Den Haag sperren, ohne dass Kiew, Berlin und, und, und für nächsten Jahre unbewohnbar sind. Als Rheinländer ist mir schon klar, dass man/frau in Preußen an Rosenmontag zum Lachen in den Keller geht. Aber dass die Keller-Witze in Preußen dermaßen schlecht sind, hätte ich nicht gedacht – Alaaf.
Heist das weil es eine Atommacht ist kann es sich Länder nehmen nach Gutdünken? Wer einen Atomkrieg anfängt weiß das die Welt stirbt, nicht nur der Westen.
Als mich in der Schule einer auf dem Kieker hatte, hat er paar aus Maul gekriegt und sich gebessert.
Und zur zweiten Frage, es gibt auch viele Russen die den Krieg mit der Ukraine nicht wollten.
„ Als mich in der Schule einer auf dem Kieker hatte, hat er paar aus Maul gekriegt und sich gebessert.“
KANN man(n) machen – solange klar ist, daß der Bube zuhause weder einen großen Bruder noch eine Bulldogge hat …
Falls doch, sollte man seeehr schnell sein …
der in der Schule war Ihnen offenbar unterlegen.
Was hätten Sie gemacht, wenn der viel stärker als Sie gewesen wäre, und womöglich noch Unterstützung von Spiessgesellen?
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Zur Politik:. ja es regiert das Faustrecht des Stärkeren . Wenn die Amis beschliessen ein Land zu überfallen zb. Irak 2003, kann sie auch keiner davon abhalten.
Dass sie nichts anektieren hat mehr geographische und praktische Gründe,
wobei, bei Grönland doch Bestrebungen zu existieren scheinen
Wenn man jemand in die Enge treibt, muss man damit rechnen, dass er gege benenfalls seine letzten Mittel rausholt, und die sind nunmal bei Russland beträchtlich.
Im kalten Krieg wurden daher tunlichst direkte Konfrontationen mit den Atommächten vermieden.
Hier meinte der westen dass nicht mehr beachten zu müssen,
Die Ukrainer baden das jetzt aus , mit fürchterlichem leid.
kann ich ihnen sagen, ich hätte es versucht, wahrscheinlich auf die Fresse gekriegt und noch mal versucht. Ich war kleiner und jünger, der war mir nicht unterlegen. Es kann doch nicht sein das der mit dem grössten Maul alles kriegt. Kann sein das das schwierig wird, kann sein das man mal aufs Maul kriegt, aber dann müssen sich die schwächeren halt zusammen tun um das Grossmaul aufzuhalten.
Mathematische Frage:
Auf einer Oberleitung sitzen 12 Tauben.
Ein Jäger schießt eine davon ab.
Wieviele sitzen anschließend noch auf der Oberleitung ?
Ja, auch wenn es schmerzt, das heißt es. Ich erwarte, nachdem die erste Atombombe explodiert ist, werden aus reinem Egoismus die diplomatischen Verbindungen zwischen Moskau, Washington, Paris und London so lange rotieren bis eine weitere Eskalation gestoppt ist. Dumm nur für das Ziel der ersten Bombe.
Jetzt will offenbar auch Polen „die Bombe“.
Ob die Welt dadurch wirklich sicherer würde ?
Es käme über kurz oder lang die Frage, WER entscheidet, welches Land Atomwaffen haben darf und wer nicht.
Heutzutage könnte es passieren, daß der Gegner ein Messerchen in der Tasche hat und Sie auf der Intensivstation oder im Leichenschauhaus landen.
Es ist wie bei dem Autounfall, bei dem Sie schwer verletzt oder tot wären, aber Sie hätten Vorfahrt gehabt!
Heutzutage könnte der „Gegner“ ein Messerchen in der Tasche haben und Sie würden auf der Intensivstation aufwachen oder im Leichenschauhaus liegen.
Es erinnert mich an den Autofahrer, der sich nicht die Vorfahrt nehmen liess, aber leider schwer verletzt wurde und starb. Er hat sein Recht gewahrt!
Sorry, aus Versehen zweimal identisch kommentiert.
@Querdenker
Berlin ist doch schon jetzt unbewohnbar, es kann also nur besser werden.
Ironie aus-
Mal kurz nachgefragt:
WER bitte sollte denn Putin aus dem Kreml holen und nach Den Haag in eine Zelle bringen ?
1. ?
2. ?
3. ?
EIN Name reicht schon …
Trump wird es schon mal nicht sein.
Vielleicht der „WIR sind BEREIT!“-Töner ?
Ein neuer BND-Boss muß ja schließlich auch Gelegenheit bekommen, zu zeigen, was er kann …
@HK
Klaus Kelle, wer sonst? ;-).
Sorry, aber das musste ich, nichtachtend meines guten Vorsatzes, einfach mal loswerden.
NEIN – wie konnte ich DAS jetzt nur nicht als Erstes im Kopf haben …
Da fällt mir ein:
Es ließe sich durchaus ökonomisch verbinden:
Zuerst gen Osten, die Ukraine verteidigen, dann weiter in den Kreml, direkt in Putins Home Office, unverzüglich in den Schwitzkasten mit ihm und dann ab nach Brüssel in eine ausgekühlte Zelle !
Spart in jedem Fall Reisekosten.
Im Gegensatz zu Deutschlands Elite macht der Böse vom Kreml Politik für sein Land. Es gibt dort sehr viel positive Entwicklung, habe ich mir zeigen lassen. Und beim Thema mit der Ukraine geht es für Russland um nichts weniger als deren Mitgliedschaft in der NATO. Jeder, der sich ein klein wenig mit Russland beschäftigt, kommt zu dem Schluss, dass dieser Angriff auf die Ukraine weniger der Ukraine galt, sondern mehr um die Entwaffnung geheimer Umtriebe der Nato ging. Selbst Frau Bundeskanzler a.D. hat es frei heraus zugegeben. Dieser Krieg ist unser Krieg gegen Russland und wir verheizen mit Hinterlist die Ukrainischen jungen Männer (und die Russischen außerdem). Alles, was Russland unternimmt, ist Reaktion auf das, was vom Wertewesten kommt. Selenski ist ein Schauspieler, Absahner und Räuberhauptmann, dem wir mit Inbrunst seine Beute noch hinterher schmeißen. Eine Einigung mit Russland wäre vor vier Jahren noch eine Kleinigkeit gewesen, ein Verwaltungsakt. Jetzt geht es nicht nur für die Ukraine um alles. Auch wir sind bald fällig.
Also für mich jedenfalls ist glaubwürdig, was ein Jeffrey Sachs, eine Frau Professor Krone-Schmalz oder ein Journalist alla Patrik Baab darüber weiß.
Nicht Russland ist der Aggressor, sondern der moralisch so unantastbare Wertewesten. Und weil sich die so hoch überlegene Deutsche Regierung so abgrundtief friedlich gebärdet, steht gemäß UNO-Charta (Feindstaatenklausel, sie ist nicht mehr obsolet) Deutschlands Existenz auf dem Spiel, wo jede der Siegermächte des WWII das Recht hat, Deutschland militärisch zur Räson zu bringen bzw. den 2+4-Vertrag aufzukündigen.
Bei weiterer Eskalation zwischen dem Wertewesten und Russland sowie dessen Verbündeten wird Deutschland zur Zielscheibe. Strategisch durchgespielt ist das bereits. Das darf man gerne mal in Betracht ziehen. Und weil ja schon so viel Prophezeites geschehen ist, wird das Weitere auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Viel Vergnügen, sag ich mal. Irlmaier lässt grüßen.
Ist das alles eine Rechtfertigung dafür, in seinem Nachbarland Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Wohnhäuser und bei unter -20° Heizinfrastruktur zu zerstören, von verschleppten Kindern, vergewaltigten Frauen und ermordeten Zivilisten gar nicht zu reden ?
Merkwürdig, daß der Präsidentenpalast nicht Kiew m.W. bisher nicht getriffen wurde, dafür aber batterieweise zivile Wohnhäuser.
Warum trifft Krieg immer, ausnahmslos, die „kleinen Leute“ ?
Ginge es „gerecht“ zu, würden sich Putin und Selensky in einem Boxring gegenseitig so lange aufs Antlitz klatschen, bis beide genug haben.
Meinetwegen könnten sie auch Schach spielen.
Nein, es ist natürlich keine Rechtfertigung.
Aber soll das bedeuten, daß es nur um das Recht geht und die Vernunft außen vor bleibt?=
Meine generelle Meinung zu Krieg, zu JEDEM Krieg, dürfte vielleicht inzwischen bekannt sein.
Wer Krieg will, konkret ihn „nach Rußland tragen“, oder aufh sonstwo hin, hat keine Ahnung, was er da sagt.
Und, wie schon mehrfach geäußert, all die, die dem Krieg das Wort reden, wissen genau, daß sie selbst niemals daran teilnehmen – außer lautstark vom Sofa aus.
Wie so oft gilt auch hier „Hannemann, geh DU voran“ …
@H.K.
„… du hast die größten Stiefel an.“
Erinnert mich zumindest in Teilen an Michael Moores seinerzeit heiß diskutierte Dokumentation „Fahrenheit 9/11“ (2004). Von wegen Sofa und so…
Putin fühlte sich in die Enge getrieben. Deshalb hat er diesen Krieg begonnen. Der Westen zeigte sich unfähig, den Gegner einzuschätzen.
Nach 4 Jahren Krieg wird Putin seine Ziele nicht aufgeben.
Wenn Europa, Deutschland die Ukraine das nicht einsehen wollen, wird der Krieg weitergehen, es sei denn Trump spricht ein Machtwort.
Wollte The Donald den Krieg dort nicht „binnen eines Tages beenden“ ? Oder so ähnlich …
Ich fürchte, sie spielen alle ihre Spielchen – wie üblich auf Kosten der „kleinen Leute“ …
Meinem bescheidenen Eindruck nach wollen weder die Staatslenker in Moskau noch in Kiew diesen Krieg beenden. Die Verhandlungen werden geführt, weil Trump das so will. Deprimierend.
Jede Woche verkündet der Schlächter vom Kreml seine Bereitschaft zu verhandeln. Er allerdings stellt die Bedingungen zur Beilegung des Konflikts. Wegen der moralischen Überlegenheit des „Wertewestens“ werden alle seine Angebote oder sonstige Gespräche in den Wind geschossen und lieber weiter Menschenmaterial verheizt. Derweil frieren wir schon mal und vertreiben unsere Industrie aus Solidarität mit dem Räuberhauptmann und Schlächter vom Maidan als Oberhaupt eines weder militärisch noch wirtschaftlich irgendwie in Verbindung stehenden Landes, der ständig vom kriegsgeilen Wertewesten zum Weitermachen angepeitscht wird. Der Wertewesten ist dabei so edel, dass er nicht selber schlachtet, er lässt schlachten.
Bis 1992 war die Ukraine noch eine Provinz des Sowjetreiches.
Dieser Krieg ist ein Verbrechen, wie jeder Krieg. Es geht wie immer um viel Macht und den Gott Mammon, was sonst? Für Russland angeblich auch die nationale Sicherheit. Bezahlen tun das die armen Teufel von hüben und drüben inklusive Unsereins – mit Wohlstand, Gesundheit und Leben. Und nach wie vor bin ich überzeugt, dass unsere „Eliten“ die Treiber sind. Sie treiben nicht nur einen unfairen Krieg an, sondern direkt auch sich selbst und uns in den Ruin (außer die Aktionäre von Rheinmetall et al., perverseste Blüte des Ganzen: „Friedensangst“ ).
Zu einer solch ausweglosen Situation kann man in einem Camp innerhalb des weithin bekannten Krüger Nationalparks eine gleichermaßen beeindruckende wie bedrückende Bronze-Skulptur bewundern, die der Künstler zweifellos einem tragischen, aber natürlichen Geschehen nachempfunden hat: zwei prächtige, starke und ehemals stolze Kuduböcke hatten im Verlaufe ihres Kampfes um Dominanz ihr langes, mehrfach spiralförmig gedrehtes Gehörn dermaßen unglücklich ineinander verhakt, dass es für beide kein Entrinnen aus der aussichtslosen und letztlich tödlichen Lage mehr gab. Beide waren dem Tode geweiht. Dabei dürfte sich der Todeskampf der Tiere über lange und qualvolle Stunden – vielleicht sogar Tage – hingezogen haben. – Immer wieder hat mich dieses Symbol der totalen Aussichtslosigkeit einer kämpferischen Auseinandersetzung um jeden Preis zutiefst beeindruckt, ja meine Einstellung gegenüber einem trotzigen, unnachgiebigen Beharren auf einem Sieg über den Gegner entscheidend verändert. Dennoch ist mir wohl bewusst, dass ein oft als tiefe Schmach empfundenes Nachgeben dem Naturell nicht eben vieler männlicher Lebewesen entspricht. Und man kann annehmen, dass dem auch genau so sein soll. Die Evolution hat dies in die Mehrzahl männlicher Säugetiere gewissermaßen „hineingemendelt“. Mit einer kurzfristigen Veränderung der Sachlage dürfte deshalb nicht zu rechnen sein.
Vielleicht sollte der eine oder die andere doch noch mal „Im Westen nichts Neues“ aus den staubigen Ecken des Bücherschranks hervorziehen und dieses Mal auch wirklich lesen.
Ich bin es mittlerweile wirklich leid.
Keiner begreift, daß es so nicht weitergehen kann und daß immer mehr Menschen sterben. Völlig sinnlos.
Ob diese Menschen nun Ukrainer, Russen, Nordkoreaner sind oder von sonstwo kommen: Sie sterben völlig sinnlos, während die „Herrscher“ in ihren warmen Büros oder Häusern oder Palästen sitzen und zwischendurch von einer Konferenz zur nächsten und damit von einer Präsidentensuite in die nächste, von einem Luxushotel ins nächste, juckeln.
Es erschließt sich mir auch nicht, warum sich „die Willigen“ gefühlt dreimal die Woche irgendwo auf der Welt, meist davos schön ist, treffen müssen, um das bereits zehnmal Durchgekaute nochmals zu bekakeln.
Wenn niemand bereit ist, auch nur einen Millimeter nachzugeben, wird dieser sinnlose Krieg noch bis 2036 dauern und damit wesentlich länger als der II. Weltkrieg.
Und auch dann ist Rußland nicht „weg“, genausowenig wie die Ukraine – es sei denn, irgend ein Durchgeknallter drückt den ganz großen roten Knopf.
Wenn ich höre, daß Deutschland und inzwischen auch Polen lautstark über eigene Atombomben nachdenken, können wir nur hoffen, daß Leute wie die Kiesewetters dieser Welt niemals auch nur in die Nähe des berühmten Koffers kommen.
Und bei Merz bin ich auch nicht wirklich beruhigt. Wer schon Taurus-se an die Ukraine liefern wollte, sich im Amt dann aber anders entscheidet, kann auch diese Entscheidung wieder umdrehen.
Und würden diese Langstreckenwaffen an die Ukraine geliefert, unter Auflagen, was, wenn u.U. gar nicht mal Selensky, sondern irgend ein Kommandeur vor Ort ein paar dieser Dinger gen Kreml schickt ?
Reicht es dann, zu sagen „sorry, nur ein Irrtum ! War nicht so gemeint!“ ?
The Donald weiß schon, warum er zögert und nicht mit der Faust auf den Tisch haut.
Putin kann sich nicht leisten, vor Chi oder Trump sein Gesicht zu verlieren.
Ich sage es nochmals: Selbst, wenn 95% der russischen Atomwaffen Schrott sind, möchte ich nicht erleben, was passiert, wenn die intakten 5% irgendwo in Westeuropa, mit großer Wahrscheinlichkeit – zumindest auch – in Ger-money, einschlagen.
Darüberhinaus bleibt die Frage, wer oder was NACH Putin kommt. Wird es BESSER – oder womöglich noch wesentlich SCHLECHTER ?
Mir scheint, die Sache mit dem „face losing“ haben wir im Westen noch immer nicht wirklich begriffen.
Wieviele junge Soldaten, wieviele Zivilisten müssen noch sinnlos sterben ??
@H.K.
Furchtbar. Dabei wäre eine andauernde Waffenruhe im Grunde das Einfachste auf der Welt. Lässt man auf beiden Seiten die Waffen schweigen, herrscht sofort und automatisch Ruhe, Waffenruhe. So kurz oder lange man WILL. Dies nur für den Fall, dass die Befehlshaber der beiden Kriegsparteien im Osten Europas inzwischen vergessen haben sollten, was unter dem Begriff Waffenruhe zu verstehen ist. Dessen eingedenk, habe ich in bereits den ersten Tage und Wochen nach Kriegsbeginn in meiner Verzweiflung fast alle meiner Kommentare mit einem leidenschaftlichen „TRUCE NOW !!!“ beendet. Hilf Himmel, so schwer, so unmöglich kann dies doch gar nicht sein!
Aber nun ein – geografisch weit hergeholtes – Beispiel, das in einer verfahrenen Situation wie der gegenwärtigen vielleicht eine etwas andere, doch vielleicht nicht von jedem ganz ernst zu nehmende, Perspektive bieten könnte.
Selbst ein Umstieg auf das archaisch anmutende sgn. Ritual Warfare würde schon für Erleichterung sorgen. Hierbei handelt es sich um eine von Clan- und Stammesgesellschaften u. a. im Hochland des westlichen Teils der Insel Neuguinea bis in die erste Hälfte des 20sten Jahrhunderts praktizierte Form der kämpferischen Auseinandersetzung. Diese vollzog sich nach strikten Regeln, welche die letztlich wohl willkommene Folge hatten, dass sich die Anzahl der Opfer, also der Verletzen oder gar Toten in Grenzen hielt. Ein kluger, vielleicht vorausschauender Aspekt angesichts der relativ geringen Bevölkerungsdichte der Insel in früherer Zeit. Das Geschehen selbst entsprach einem traditionellen, vermutlich uralten Ritual mit unumstößlichen Regeln, welche z. B. immer wieder Erholungspausen für die Kämpfer einschlossen. Anfang und Ende eines Kampftages waren vorbestimmt, will heißen, dass man das „Schlachtfeld“ noch vor Einbruch der Dunkelheit verließ. Vom Gegner völlig unbehelligt, verbrachte der müde Kämpfer Abend und Nacht in seiner urigen Heimstatt, um sich, falls nötig und befohlen, zur vereinbarten Tageszeit wieder auf dem Kampfplatz einzufinden. So geschah es jedenfalls im westlichen Teil der Insel, dem Teil, der seit 1963 zu Indonesien gehört.
Zumindest dort werden interessierten Besuchern der entlegenen Region gegen Entgelt zwar unblutige, dennoch mitunter fast furchterregende Nachstellungen des ursprünglichen Kampfgeschehens dargeboten. Diese Darbietungen sind gleichermaßen beeindruckend und lehrreich. Völlig unerwartet konfrontieren sie den interessierten Fremden aus der „Ersten Welt“ mit einer beachtlichen, bewundernswerten, ja eindeutig humaneren(!) – Variante von Kriegsdisziplin; einer Disziplin, die in anderen Teilen der Welt wohl nur ein verständnisloses Kopfschütteln, eine amüsierte Bemerkung oder gar ein genervtes Grinsen hervorrufen dürfte.
Trotz und alledem lasse ich nichts unversucht und bitte ein weiteres Mal inständig um TRUCE NOW!!! Dafür, dass ein Waffenstillstand unter vernünftigen und – vor allem – disziplinierten Gegnern ohne weiteres und zu jeder Zeit möglich ist, gibt es schließlich zahl- und zeitlose Beispiele selbst aus den entlegensten Ecken der Welt.
“ … Dafür, dass ein Waffenstillstand unter vernünftigen und – vor allem – disziplinierten Gegnern ohne weiteres und zu jeder Zeit möglich ist …“
Leider setzt Ihre Forderung VERNUNFT voraus.
Aber solange man nicht persönlich, höchstselbst, betroffen ist, dürfte die Vernunft vor der Tür bleiben, fürchte ich.