Steven King für ganz Arme…wirrer ARD-„Tatort“ – und niemand findet einen Lichtschalter

Ich schaue seit vielen Jahren den ARD-„Tatort“, wenn überhaupt mal, dann nur noch aus Versehen. Das war mal ganz anders früher, da war Sonntag um 20.15 Uhr fast eine „heilige Pflicht“. Man kannte die Fernseh-Kommissare wie eigene Familienmitglieder, man wurde meistens bestens unterhalten, und – vor allem – die meisten Folgen spielten sich in der realen Welt ab. Mit Handlungen, die man dem Genre „Krimi“ gedanklich zuordnen konnte.

Das ist seit Jahren vorbei

Irgendwann hatte ich, hatten wir, keine Lust mehr auf die Volkserziehungskrimis des Staatsfunks, wo schnell klar war, dass der Täter auf jeden Fall der Unternehmer oder sein gieriger kokainabhängiger Sohn, aber quasi nie der Migrant war. Und es wurde nicht bei einem Banküberfall oder aus Leidenschaft gemordet, sondern es war irgendwas mit trans- oder homosexuellen Menschen, die ihre sexuellen Präferenzen verheimlichen  mussten, weil der katholische Pfarrer im Ort sonst blablabla…Sie wissen, was ich meine! Nicht sachgerecht entsorgter klimaschädlicher Sondermüll oder Flüchtlinge, die sich verstecken müssen, weil der böse tätowierte rechte Kahlkopf abend vor dem Haus auftaucht.

Man kann das alles machen, wirklich. Künstlerische Freiheit und so. Aber wenn Sie nur noch diese Dauerberieselung erfahren, reicht es irgendwann, oder?

Gestern Abend war es mal wieder so weit

Sonntagabend, Langeweile, Netflix wenig überzeugend, warum also nicht? Mal wieder Tatort gucken.

Ich nehme es vorweg: Es war der idiotischste und zugleich langweiligste Fernsehkrimi, den man sich überhaupt nur vorstellen kann.

Und ich hätte es ahnen müssen

„Schwarzwald-Krimi“ – wie das schon klingt. Vor allem, wenn man die Region und die Mentalität da unten kennt. „Kommissarin“ Franziska Tobler und  Kollege Friedemann Berg auf Verbrecherjagd. Da braucht man keine Schlaftablette mehr.

Alles drehte sich um ein Märchen, im Tatort „Das jüngste Geißlein“, frei nach dem „Wolf und die sieben Geißlein“ der Gebrüder Grimm.

Friedemann Berg findet, eigentlich zur Zeit nicht im Dienst, ein ängstliches Mädchen, versteckt im Inneren einer Standuhr… so begann es, und mehr will ich auch nicht erzählen, weil es so unglaublich belanglos ist, wie deutsche Fernsehkrimis eben sein müssen.

Das kleine Mädchen ist jedenfalls traumatisiert und sein Stiefvater ist irgendwann erstochen worden, und dann ist auch die Mutter irgendwie tot. Alles völlig wirres Zeugs.

Und natürlich – Sie kennen das aus der Ukraine – es gab eine Vorgeschichte und einen richtigen Vater und Musikkassetten mit Märchen.

Und dann fiel der Kommissarin die Kaffeetasse aus der Hand und die Kollegen sind misstrauisch gegen den anderen Kommissar, und der ist aber der einzige, mit dem das Mädchen reden will, weil er ihr mal „Frère Jacques“ auf Deutsch vorgesungen hat. Das kannte sie aber schon, nur auf Rumänisch, was wir erst am Ende erfahren.

Können Sie mir noch folgen?

Immer ist irgendein Problem, und immer ist es dunkel im Haus, fast durchgehend. Das Mädchen ist im Haus, die Kommissarin dann auch, ihr Kollege und zwei uniformierte Beamte durchsuchen das dunkle Haus. Und niemand kommt auf den Gedanken, einfach mal das Licht anzuschalten. Und nein, es spielt nicht in Zehlendorf gestern Abend, sondern im Schwarzwald.

Effekthascherei und Gaga-Handlung, Spannung null, Witz null und Erotik gibt es in der ARD sowieso nicht.

Mein Tatort-Erlebnis gestern Abend reicht erst mal wieder für ein, zwei Jahre…

Und bitte: Zahlen Sie Ihre Gebühren pünktlich! Sonst bekommen Sie echt Ärger…

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Dieser Artikel wurde 22 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Ach, was waren das noch Zeiten, wo Zollfahnder Kressin, Hauptkommissar Trimmel oder Kommissar Haverkamp ermittelten !

    Mittlerweile schauen wir nur noch den Tatort aus Wien mit der „Bibi“ und den aus Münster, hauptsächlich wegen „der Klemm“ – aber die ist nun auch Geschichte.

    Ansonsten: Haken dran !

  2. Achim Koester Antworten

    Die Beobachtung, dass in ARD und ZDF auch die Krimis der Erziehung zum sozialistischen Gutmenschen dienen, habe ich auch schon gemacht. Täter ist immer entweder der Unternehmer, der Vermieter, niemals aber der Migrant, Schwule oder Transgender, aber auch Natur- oder Tierfilme bleiben nicht von Ideologie verschont, da dauert es keine 5 Minuten, bis der erhobene Zeigefinger Klimawandel kommt. Immer in diesem Moment schalte ich ab. Die Nachrichten im ÖR, aber auch RTL und N-TV laufen bei uns unter Gehirnwäsche, und sobald Theveßen auf dem Bildschirm erscheint, schaltet sich der von selbst ab.

  3. S v B Antworten

    Lieber noch als „Tatort schauen“ würde ich mich für die Dauer des Krimis vor die dunkle Mattscheibe setzen. Ich habe mich schon vor Jahren vermutlich Jahrzehnten vom Tatort verabschiedet. Eine einzige Folge, die aufdringlich queer und woke verfasst und gestaltet war, und es hat mir auf alle Zeit gereicht. – Dass ausgerechnet ich mich mit meiner besten Freundin Waldi vor einigen Jahren im österreichischen Heiligenblut am Großglockner an, ja in einem Tatort-Filmset wiederfinden würde, hätte ich nie geglaubt. Das langjährige Erfolgs-Duo Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser vor unseren Augen in Aktion. Der Titel der Folge lautete, wie wir von Produktionsmitarbeitern erfuhren, kurz und knapp „Baum fällt“. Aber nicht einmal dieser Zufall war es mir wert, mir Monate später den Film anzuschauen. Meine Freundin hat ihn sich später reingezogen. Aber mal „zufalls-statistisch tauchten wir im geschnittenen Endprodukt auf. Hahaha.
    Im übrigen ist mein Bedarf an „echten kriminellen Vorkommnissen“ in Deutschland und sonst wo weit mehr als nur zur Genüge gedeckt. Auf zusätzlich ersonnenen, ja peinlich zurechtgesponnen Nervenkitzel kann ich deshalb leicht verzichten. Gut vorstellbar, dass sich die jeweiligen Erfinder der Tatort-Storys mit ihren Drehbuchautoren heute weit mehr anstrengen müssen als je zuvor, um mit der Verbrechens-Realität unserer Tage auch nur ansatzweise mithalten zu können. – Mit den Jahren verkam das ehemals so gelungene und allseits geschätzte TV-Format immer spürbarer zu einer Volks-Erziehungs-Maßnahme. Wer sich sowas noch reinzieht, dem muss schon arg langweilig sein…

  4. GJ Antworten

    Den sogenannten Schwarzwaldkrimi schauen wir aus Prinzip nicht. Grottig. Ich mag die Bibi mit ihrem Heinzi. Ich mochte Deininger & Käppel, Ritter & Stark, Ball auf & Schenk, Stöver & Brockmöller und (früher) Batic & Leitmaier. Berlin mit Meret Becker läutete den Niedergang ein. Die Kommissare von Dortmund lauter kaputte Gestalten. Wo man hinsieht haben woke Themen Oberhand. Dieses Geld kann getrost eingespart werden. Wir hatten gestern einen vergnüglichen Fernsehabend. Mediathek, köstlich-hessischer Krimi aus Frankfurt/Offenbach, „Alles Verbrecher – Leiche im Keller“. So herrlich, mit Ernst Stötzner, Ulrike Krumbiegel, Oliver Stokowski und dem wunderbaren Italo-Matcho-Polizist „Marco Petrassi“. Wer eine Sternstunde mit echtem hessischen Dialekt sehen will inklusive unübertroffene Flüche von Stokowski, der MUSS das sehen. Diese Reihe der ARD wurde 2015 nach nur 2 Folgen eingestellt. Wahrscheinlich zu anti-woke, frauenfeindlich und zufiel Testosteron. DAS hätte die ARD weiterproduzieren sollen, statt den Tatort zu verhunzen.

    • H.K. Antworten

      Auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame habe ich kürzlich die DVD „Vom Winde verweht“ herausgekramt und einen mehrstündigen Kinoabend veranstaltet.

      Unglaublich – da wird doch mehrfach das „N-Wort“ verwendet !

      Dieses „rassistische Machwerk“ steht doch heute ganz sicher auf dem Index !

      ( Genau wie alle ausnahmslos sexistischen, frauenfeindlichen James-Bond-Filme. Der britische Superheld sollte endlich von einer POC-Frau dargestellt werden, am besten mit Vollbart ! … ).

      • gerd Antworten

        Da fällt mir spontan Horst Schimanski ein. Erinnert sich noch jemand?

        „Für mich ist die ganze Welt ein großer Arsch. Und die rechte Arschbacke, das sind die Amerikaner, ja. Die linke Arschbacke sind die Russen und wir hier in Europa, wir sind das Arschloch“

        Seufz….das waren noch Tatorte!

        • H.-J. Pöschl Antworten

          Schimanski war der letzte Tatortkommissar (im Westfernsehen), den ich mir angesehen habe. Danach null Interesse.
          Und ich glaube nicht, dass ich kulturell vereinsamt bin.

          • Klaus Kelle

            Meine letzten „Tatort“-Kommissare und Fälle, auf die ich mich sonntage freute waren Fritz Dellwo & Charlotte Sänger in Frankfurt. Das war immer recht düster…

            Ist aber seit 15 Jahren vorbei….

        • GJ Antworten

          An Schimanski erinnere ich mich noch gut. Mein Bruder und ich im pubertären Widerstand im stockkatholischen Elternhaus. Unsere Eltern schauten leidensfähig mit. Die Mutter still und beschämt, der Vater mühevoll beherrscht mit erhöhtem Puls und veränderter Gesichtsfarbe. Anschließend wurde diskutiert, über Verrohung der Sitten, Respekt, Würde und Anstand.Meiner Mutter fiel auf, daß Schimanski immer auf saubere Kleidung achtete, während alles andere um ihn verlotterte. Und mein Vater zählte die Minuten, bis das Wort Sch… zum ersten Mal fiel. Schimanski war bei uns sehr kommunikationsfördernd. Ähnlich wie der Wahlkampf Strauß gegen Schmidt. Mein Vater bekam damals Salz- und Pfefferstreuer geschenkt als Politikerfiguren. Strauß hatte das Pfeffer und Schmidt das Salz.

  5. H.K. Antworten

    Also, ich bin der Meinung, wir brauchen viel mehr realistische „Tatorte“, am besten mit einem komplett schwarz besetzten Polizeipräsidium oder ( besser UND ) rocktragende psychisch durchgeknallte Kommissar*/-/:/_/•/Innen, vorzugsweise schwarzhäutige, vollbärtige, nonbinäre Transfrauen, die im Laufe des Krimis wiederholt ihr Geschlecht wechseln.

    Erhöht in jedem die Spannung. Die Einschaltquote ist egal, die Zwangs-Kohle kommt so oder so.

    • Achim Koester Antworten

      @H.K.
      Was sind Sie doch für ein Rückständiger!
      Wenigstens zwei/drei Queere, Transgender und Nichtdeutsche gehören unbedingt dazu.

    • GJ Antworten

      Viel interessanter als die Einschaltquote ist die Abschaltquote. Mein Mann macht sich einen Sport daraus, den Tatort-Chat zu verfolgen. Dort findet eine Art Challenge statt, wer als erster einen Abschaltgrund findet und warum. Das ist sehr lustig. Man kann eine Art Stadt-Land-Fluß-Spiel daraus machen, mit einer Tabelle, deren Spalten die üblichen woken Elemente beschreibt. In den Zeilen finden sich die Sendeminuten und in den jeweiligen Zellen wird dann stichwortmäßig eingetragen, welcher woke Handlungsinhalt vorkam. Jeder Mitspieler führt für sich Buch, am Ende wird untereinander verglichen.

  6. GJ Antworten

    Lange vor dem Tatort-Wokeismus war die Lindenstraße DIE Erziehungsserie. Da würde nichts ausgelassen. Der schwule Flöter. Benno, der an Aids erkrankte und starb (natürlich nicht schwul, sondern über Bluttransfusion infiziert). Der Doktor, der durch Unfall in den Rollstuhl kam. Gewalt gegen Frauen. Mißbrauch von Kindern. Katholische Priester, die gegen Zölibat kämpften. Die illegale POC Mary, die in eine Scheinehe mit dem fiesen deutschen Olaf gezwungen wurde. Verführung Minderjähriger. Und jede Menge Zivilcourage der Zivilgesellschaft, Verstecken von abschiebebedrohten Migranten etc. pp. Da wurde das Gutmenschentum quasi via Drehbuch erfunden.

    • H.K. Antworten

      Da ist ja wohl das halbe Leben an mir vorbeigetaumelt …

      Daß ich das überhaupt überleben konnte …

      • GJ Antworten

        In der Tat. Ich gebe zu, daß ich einige Jahre keine Lindenstraßenfolge verpasst habe. Meine beiden Schwägerinnen waren damals total geflasht von Til Schweiger, der als Stiefsohn von Gabi Zenker sooo verknallt in die Stiefmama war. Wir sind damals sogar nach Köln gefahren zum Fanfest auf das Filmgelände, wobei ich den Filmpapa von Til Schweiger viel interessanter fand als diesen Nuschel-Til….

  7. GJ Antworten

    Vielleicht kennt noch jemand den HR-Kommissar von Hassel (Brinkmann) aus Frankfurt. Immer adrett mit Fliege und Anzug. Bei der Folge „Der Parkplatzmörder“ durften mein späterer Ehemann und ich als Komparsen mitmischen. Wir waren mit unserem Privatauto Teil einer Verfolgungsjagd am und im Kaiserlei-Kreisel. Das war total aufregend. Die legendäre Lia Wöhr in ihrer letzten Rolle. Das waren noch Zeiten.

  8. Rob Boncoeur Antworten

    Genial auf den Punkt gebracht; danke dafür. Aber wie stellen Sie sich Erotik mit Tobler / Berg genau vor (bitte nicht beschreiben!).
    Ich glaube mich zu erinnern, dass die beiden bei einem ähnlich kruden Fall schon 6 hatten. Und das war schon seeehr unerotisch

  9. Anal-Ena Krude-Blöcker Antworten

    GEZ = Gehirn Ersatz Zentrale, HDTV = Hirnfrass Delirium Totaler Verblödung.
    Die GEZ-JOSEPH-GOEBBELS-IDIOTENGLOTZE ist die schlimmste und gerfährlichste Ma$$enverblödungswaffe der Welt! Die Atombombe ist ein Kindergarten-Spielzeug dagegen.

    Hier der Beweis: https://debeste.de/upload/c07be0950cd74b793d1286b54d041af37798.png

    Georg Schramm hat recht „Die Wirtschaft braucht Vollidioten, sonst frisst keiner Gammelfleisch“!
    Georg Schramms bester Vortrag (die systematische Volksverblödung)
    https://www.youtube.com/watch?v=_ByyFE2FW3I

    Wer diese MICROWELLEN-Hirnfra$$-Ma$$enverblödungswaffe immer noch in seiner Wohnung erlaubt, zu flimmern und sein Gehirn zu lobotomieren, hat die Kontrolle über sein Leben längst den menschenverachtenden und freiheitsha$$enden Demokratiefeinden!!!

    Hier die Lösung: https://lh3.googleusercontent.com/proxy/fUbkgvdTWIs6qQ_NDtohpTQBYFVVu7d5qv7SQQywl3A1KHA-vLOYJNUS0EJBo0m0Iagajp9jfj4YLmiirhh_uR9I-DVckcloaOHxiyUf_l18iBxZgWo

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