Was vor 2022 im Donbass wirklich geschah – und was nicht

Wie bei jeder Ehekrise, so gibt es auch bei Konflikten zwischen oder innerhalb von Staaten meistens zwei Seiten zu berücksichtigen. Das gilt natürlich auch für die Ukraine und die Donbass-Region. Dort lebten vor Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 sechseinhalb Millionen Menschen, davon waren fast 40 Prozent ethnische Russen. Es gab damals auch noch kleinere Volksgruppen von Griechen, Belarussen und Tataren, die aber für diese Betrachtung unerheblich sind.

Bis zum Jahr 2014 war Russisch die dominierende Alltags-, Wirtschafts- und Mediensprache im Donbass. Die Region verfügte über ein dichtes Netz an russischsprachigen Schulen, Zeitungen und lokalen TV-Sendern. Und, wichtig: Noch zwei Jahre vorher hatte die Regierung in Kiew unter Viktor Janukowytsch ein Gesetz verabschieden lassen, das Russisch als regionale Amtssprache in Gebieten mit hohem russischsprachigen Anteil anerkannte.

Alles änderte sich im Jahr 2014, als Janukowytschs vom Volk gestürzt wurde und sich mit seiner Familie nach Russland absetzte.

Denn schon im Februar 2014 entschied das ukrainische Parlament, dieses Sprachengesetz von 2012 aufzuheben. Übergangspräsident Turtschynow hatte wohl so eine Ahnung, was nun passieren könnte und legte sein Veto ein. Aber es gab nur eine kurz Verzögerung, bevor Russisch als Amtssprache wieder abgeschafft wurde. Und die Spannungen in der Bevölkerung nahmen sofort deutlich zu.

Betrachten wir es mal ganz unaufgeregt

Wenn in einem Landesteil der Ukraine 60 Prozent Ukrainer und 40 Prozent Russn leben – vereinfacht – dann muss man die Amtssprache nicht ändern, weil ein kleinerer Teil der Bevölkerung das fordert, oder?

Die „Kellesche Lösung“ wäre gewesen, zwei Amtssprachen zu belassen – Ukrainisch und Russisch. Das ist doch sowieso dasselbe, werden nun einige Leser denken, aber mitnichten ist das dasselbe.

Russisch und Ukrainisch sind zwar beide ostslawische Sprachen, unterscheiden sich jedoch deutlich stärker, als viele annehmen. Es gibt zwar ähnlich geschriebene Wörter, die aber eine ganz andere Bedeutung haben, und unterschiedliche spezifische Buchstaben.

Warum also nicht einfach zwei Amtssprachen zulassen?

Das funktioniert doch nicht, werden jetzt einige von Ihnen denken. Aber Irrtum, es funktioniert sehr gut. Schauen Sie mal nach Belgien, die haben sogar drei offizielle Amtssprachen: Niederländisch, Französisch und Deutsch.

Doch Amtssprach hin oder her – auf gar keinen Fall rechtfertigt ein solcher Streit zwischen Volksgruppen einen großflächigen Angriffskrieg, der bis heute Hunderttausende Menschen das Leben gekostet hat.

Ja, aber Selenskyj hat doch…

Ich kann es echt nicht mehr hören. Selenskyj und die Ukraine haben gar nichts. Internationale Organisationen wie die UN, die OSZE und der Internationale Gerichtshof (IGH) haben bis heute keinerlei Beweise für einen Völkermord oder eine systematische Vernichtung russischstämmiger Menschen im Donbass durch den ukrainischen Staat gefunden. Nichts, null!

Die immer wieder genannten 14.000 Toten bis 2022 resultierten ausschließlich aus Kampfhandlungen zwischen von Russland mit schweren Waffen unterstützten „Separatisten“ und der nach Ausbruch der Kampfhandlungen gegen die Zentralregierung in Kiew. Und die Opfer starben auf beiden Seiten in den Kämpfen.

Es gab keine staatliche Verfolgung oder physische Bedrohung der russischsprachigen Bevölkerung vor 2014. Was es gab, waren tatsächliche Sorgen der ethnischen Russen im Donbass um Sprachrechte und Identität. Und was es bis heute gibt, ist die russische Desinformationskampagne im Westen, um Putins völlig unnötigen und idiotischen Krieg gegen das Brudervolk irgendwie zu rechtfertigen.

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Dieser Artikel wurde 56 mal kommentiert

  1. Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

    „Wie bei jeder Ehekrise, so gibt es auch bei Konflikten zwischen oder innerhalb von Staaten meistens zwei Seiten zu berücksichtigen.“

    Wollen Sie allen Ernstes behaupten, die Abschaffung der Amtssprache Russisch sei der alleinige Auslöser für den Angriffskrieg Putins gewesen?

    • Klaus Kelle Antworten

      Nein, aber um sich diese Frage selbst beantworten zu können, müssten Sie meinen Text lesen, verehrte Frau @Dr. Königs-Albrecht

      Da steht auch über die gewalttätigen Ausinandersetzungen etwas drin.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Ach, Herr Kelle, Sie wissen hoffentlich, daß es einen langen Vorlauf gab. Wir haben über etliche Punkte schon oft mit Ihnen gerungen. Sie weisen alles von sich, das können Sie auch weiter tun. Aber es sieht so aus, als ob Sie hier keinen von der absoluten Unschuld der Ukraine und den USA überzeugen können.

        Generell sollte man versuchen, eine so schwierige Lage nicht mit Emotionen sondern mit kühlem Kopf zu beurteilen.

        • Johannes Antworten

          Bin bei Ihnen werte Frau Dr. Hildegard Königs-Albrecht.

          Der Blogbetreiber hat seine Meinung, die Mehrheit der Foristen hier – aus guten Gründen – eine andere.

        • GerdRau Antworten

          Das ist schon fast spassig, wie Sie Herrn Kelle etwas vorwerfen was Sie selbst tun. Ich habe schon öfter erwähnt das es einen Russen gibt der nach wie vor steif und fest behauptet mit seinen Männer den Krieg in der Ostukraine losgetreten zu haben. Sie sollten sich mal von Boris Bondarew „Im Ministerium der Lügen“ duchlesen, wirft ein ganz anders Bild auf den Ukrainekrieg. Ehrlich gesagt kann ich diesen albernen Quatsch das die Ukraine selber schuld ist das Sie angegriffen wurden nicht mehr hören und das die Amerikaner an allem Schuld sind was auf dieser Welt passiert ist der allergrösste Blödsinn.

  2. Achim Koester Antworten

    „ Niederländisch, Französisch und Deutsch.“
    Einspruch Euer Ehren, sagen Sie nie einem Flamen, er spreche niederländisch, flämisch und niederländisch sind sehr verschieden.

  3. S v B Antworten

    Jeder bastelt sich eben eine eigene Wahrheit zusammen. Bei Herrn Kelle liest man’s so (siehe oben), und woanders so, in jedem Falle jedoch entschieden detaillierter. Als Georg Restle vom WDR vor Jahren sein – wohl für immer im journalistischen All verschwundenes – leidenschaftliches TV-Plädoyer an den Westen richtete, zeichnete er ein ganz anderes Bild von den Verhältnissen im Donbass. Längst schon liest sich Herrn Restles Geschichte jedoch grundlegend anders. Und überhaupt… es gäbe bezüglich weiterer, gravierender Umstände, die letztlich (nicht wenige würden wohl von „in letzter Konsequenz“ sprechen) zu dem vermaledeiten, nimmer enden wollenden, Krieg geführt haben, etliches zu ergänzen. Ohne Nennung all dieser Umstände bleibt das Bild unvollständig. So auch Herrn Kelles‘. Er hat sich die ihm passenden Teile sorgsam herausgepickt, alle anderen Aspekte jedoch außen vor gelassen. Deren Berücksichtigung ist für ein vollständiges Bild, gar für eine eigene, möglichst ausgewogene Urteilsbildung allerdings unverzichtbar. NB: Soweit ich mich entsinne, sprach Georg Restle seinerzeit tatsächlich von der Bombardierung russischer(!) Wohngebiete durch ukrainische Kräfte. Und nicht umgekehrt. Also wie nun…?

    • H.K. Antworten

      Wenn bei den Medien jemand recht hat, dann ganz bestimmt Georg Restle.

      Der Mann könnte aufgrund seiner Glaubwürdigkeit und seiner Objektivität der geistige Vater von Hanns Joachim Friedrichs sein.

      Ääähemmm …

      • S v B Antworten

        Na klar doch. Den nach dem unvergessenen, wunderbaren Hajo Friedrichs benannten, renommiertesten aller deutschen Journalisten-Preise hat der Mann bestimmt schon vor Jahren eingesteckt.

          • Klaus Kelle

            Guter Kommentar, von russischen Terrormilizen, russischem Mord und Foltern, spricht Restee. Das würde ich ja mal gern von Chrupalla hören solche Sätze. Ach nee, halt, Putin hat ihm ja nix getan…

          • S v B

            Genau diesen Kommentar meinte ich. Haben Sie herzlichen Dank für den Link. Ich werde ihn mir abspeichern, damit ich ihn nicht wieder aus den Augen verliere.

          • Klaus Kelle

            Darin wird von russischen Mördern mit schweren Waffen und russischen Folterungen gesprochen. Hoffentlich überhörst Du das nicht wieder….

          • S v B

            @KK

            Ähm… die mindestens ebenso massiven Schuldzuweisungen Restles an die Machthaber in Kiew (und an Europa) – hast Du diese den Lesern nur versehentlich oder gar absichtlich „unterschlagen“?

          • Klaus Kelle

            @S v B,

            ich weiß, dass ein beträchtlicher Teil meiner Leser ohnehin Kreml-Geütze – darf ich das so schreiben, oder bist du dane betroffen, liebe S? – liest. Ich bleibe weiter in der realen Welt.

            Klaus

          • S v B

            @KK

            Kreml-Grütze? Ich? Wo gibt’s denn diese zu lesen…? Erbitte Deinen Tipp. Wieso sollte ich mich betroffen fühlen?

    • Klaus Kelle Antworten

      @S v B,

      So auch Herrn Kelles‘. Er hat sich die ihm passenden Teile sorgsam herausgepickt, alle anderen Aspekte jedoch außen vor gelassen.

      Ich finde diese Bewertung von Dir nicht fair. Also dann Butter bei die Fische…

      Welche anderen Aspekte? Genz konkret bitte! Was hat der schlimme Herr Kelle wieder nicht erwähnt?

      • S v B Antworten

        Fast schon ermüdend, immer wieder auf die die unselige Vorgeschichte des – tragischerweise – nimmer enden wollenden kriegerischen Konflikts zu verweisen. Von heute auf morgen kam das alles bekanntlich nicht. Das sage ich, obwohl auch ich kein Putin-Fan bin (was Du, wie ich Dich kenne, mir im nächsten Schritt nur allzu gerne unterstellen würdest).

        Aber nix für ungut. Ich wünsche Dir und Deinen Lieben einen entspannten, friedlichen und besinnlichen 4. Adventssonntag.

        • Klaus Kelle Antworten

          @S v B,

          einen gesegneten 4. Advent wünsche ich Dir und Deinen Lieben natürlich auch!

          Aber ich unterstelle Dir und den meisten anderen Menschen auch nichts. Die Ukraine-Thmatik ist infach zu 100% klar in Bezug auf die Frage, wer Schuld an dem Leid und Wahnsinni trägt. Es ist ganz einfach, niemand hat die Russen dort eingeladen, zu töten und zu vergewaltigen. Das Land wehrt sich seit bald vier Jahren gegen das scheinbar übermächtige Russland, das eben doch nur eine Regionalmacht ist, wie sich inzwischen gezeigt hat.

          Da jetzt zu sagen, Merz ist irgendwie schuld oder Selenskyj – dass der es wagt, sich zu wehren – und die EU und Amerika und die Bio-Labore und das Casino auf Zypern. Ganz ehrlich, ich kann diesen Schwachsinn nicht mehr hören. Und wenn die gleichen Leute – nicht Du – dann kein Wort über Putin verlieren, dann geht mir die Galle über. Aber es gibt ja auch heute noch Leute, die meinen, Hitler habe selbst von der Konzentrationslagern und Gaskammern nichts gewusst. Wahrscheinlich waren das alles Fake News von der ARD…

          Schönen Abend!

          Klaus

  4. gerd Antworten

    „..haben bis heute keinerlei Beweise..“

    Das mit den „Beweisen“ ist so eine Sache. Sieht man ja, off Toppic, an der aktuellen Diskussion in verschiedenen Enquete-Kommissionen, die sich mit der Aufarbeitung des Corona-Maßnahmen-Terrors beschäftigen. Da setzt sich z.B. ein Herr Spahn vor eine Kommision und behauptet, niemals von einer Pandemie der Ungeimpften gesprochen zu haben und wehrt sich vehement gegen die, daraus resultierende richtige Schlussfolgerung, dass er damit gegen Ungeimpfte gehetzt hat. Da liegen die Beweise auf den Tisch, Videos aus der BPK, und der Beschuldigte behauptet steif und fest, dass bis heute keine Beweise vorliegen.

    • H.K. Antworten

      Videos, Videos …

      Beweise, Beweise …

      Alles FAKE und KI-generiert !

      ( Genau wie bei den angeblichen früheren Aussagen von Friedrich Merz. In seiner ersten ( und letzten ) Neujahrsansprache wird er wahrscheinlich auch sagen, daß er „Muttis“ Politik in der Migration ebenso wie in der Atomenergie für „schon immer alternativlos“ gehalten und beschrieben hat. )

  5. Teide Antworten

    Eine etwas andere Sichtweise.

    „Die Ukraine „erklärt feierlich ihre Absicht, ein dauerhaft neutraler Staat zu werden, der sich keinen Militärbündnissen anschließt“. So steht es in der Erklärung zur staatlichen Souveränität der Ukraine vom 16. Juli 1990. Wir wissen heute, was aus diesem hehren Versprechen geworden ist und dass der Westen maßgeblich an seinem Bruch beteiligt ist… 14.000 Zivilisten, ukrainische Staatsbürger, fanden den Tod wegen des brutalen Beschusses in und um Donezk. Da musste Russland eingreifen, um das wahllose Morden zu beenden. Nein, das ist kein Angriffskrieg, es ist eine Rettungsaktion.“(anderwelt)

    https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20252/reparationen-fuer-die-ukraine-und-die-logischen-konsequenzen/

    • Klaus Kelle Antworten

      „14.000 Zivilisten, ukrainische Staatsbürger, fanden den Tod wegen des brutalen Beschusses in und um Donezk. Da musste Russland eingreifen, um das wahllose Morden zu beenden. Nein, das ist kein Angriffskrieg, es ist eine Rettungsaktion.“(anderwelt)“

      @Teide,

      Genau wegen solchem Schwachsinn habe ich den Beitrag geschrieben. Warum sollten die Ukrainer einfach so grundlos 14.000 Russn be- und erschießen, mit denen sie vorher weitgehend problemlos zusammengelebt haben? Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

      Die Vereinten Nationen (UN) haben bis zum großem Kriegsausbruch im Donbass im Februar 2022 14.400 Tote bei Kampfhandlungen zwischen ukrainischer Armee und schwer bewaffneten russischen Separatisten gezählt:

      Zivilisten: ca. 3.404 (auf beiden Seiten der Frontlinie).
      Ukrainische Streitkräfte: ca. 4.400 Gefallene.
      Pro-russische Kämpfer / Separatisten: ca. 6.500 Gefallene.

      Bei KÄMPFEN, nicht weil die Ukraine die armen friedlichen Separatisten beschossen haben….

      Erlauben Sie mir noch eine Anmerkung zu Ihrer „Quelle“…

      Das von Ihnen zitierte Portal verbreitet häufig russische Narrative, die der offiziellen russischen Position entsprechen, insbesondere in Bezug auf den Ukraine-Krieg, die NATO und die Energiepolitik.

      Es ist – so weit ich weiß – nicht belegt, aber vieles spricht dafür, dass AnderweltOnline existiert, um pro-russische Standpunkte in der deutschen Öffentlichkeit zu verbreiten.

      Der Betreiber Peter Haisenko tritt wiederkehrend in russischen Staatsmedien als „deutscher Experte“ auf, um Positionen zu stützen, die westliche Institutionen oder Berichterstattungen zu kritisieren. Aus meiner Sicht ist das Portal ein Instrument der russischen hybriden Kriegsführung, ob aus Moskau finanziert oder aus Doofheit, weiß ich nicht. Aber allein seine Behauptung bzgl. des Abschusses vom Flug MH17 ist nichts als russische Desinfomation.

      Ich hoffe, ich langweile Sie nicht, aber vergessen Sie anderweltonline einfach!

      Klaus Kelle

    • GerdRau Antworten

      Putin hat auch für die Unantastbarkeit der Ukraine unterschrieben, als die die Atomwaffen abgegeben haben. Aber anscheinend muss sich Putin nicht an Verträge halten. Wenn die Zerstörung eines Landes eine Rettungsaktion sein soll, dann geht es mir wie dem Herrn Kelle, angesicht von so einem Schwachsinn geht einem die Galle über.

      • Steve Acker Antworten

        „Putin hat auch für die Unantastbarkeit der Ukraine unterschrieben, als die die Atomwaffen abgegeben haben“
        Hat er bestimmt nicht gemacht. Er war damals Vizebürgermeister von Sankt Petersburg.
        Ausserdem waren es sowjetische Waffen, keine ukrainischen.
        Es waren die Amis die drauf gedrängt haben dass die nach Russland gehen sollten.
        Man ging davon aus, dass die Ukraine gemäß ihrer Unabhängigkeitserklärung neutral bliebe. Als die Ukraine sich nicht mehr dran hielt und in die Nato drängte , und Selensky auf der Siko 22 schwadronierte dass sie bald Atomwaffen haben werde, ging es nach der massiven Erhöhung des Beschusses des Donbas zum Krieg.

        Die Ukraine hat , neutral, 25 Jahre im Frieden mit Russland gelebt.
        Als sie meinte, unbedingt in die Nato rein zu müssen , hat es ihr den Krieg gebracht.

        • Klaus Kelle Antworten

          @Steve Acker,

          das ist nicht wahr. Die Ukraine hat 2008 eine Mitglidschaft in der NATO beantragt. Das wurde auf dem NATO-Gipfel in Bukarest vor allem aufgrund des Widerstands europäischer Schwergewichte wie Deutschland und Frankreich abgelehnt.

          Hauptgrund für die Ablehnung war die Rücksichtnahme auf Russland: Deutschland (Merkel) und Frankreich befürchteten, dass ein NATO-Beitritt der Ukraine die Beziehungen zu Russland massiv destabilisieren und als Provokation aufgefasst würde. Russland hatte schon damals den Beitritt als existenzielle Bedrohung eingestuft.

          Aber wir wissen ja, das Russland eine ganz eigene Art hat, sich für freundliche Gesten zu bedanken…

        • GerdRau Antworten

          Erstmal danke für den Hinweis, da war ich auf dem falschen Dampfer.
          Wenn jemand sich für etwas entscheidet, dann sollte doch der freie Wille zählen, und wenn die in die Nato wollen, sollten die sich nicht nach dem Nachbarn richten müssen. Wenn Ihnen ihr Nachbar vorschreiben will was Sie zu tun und zu lassen haben dann, denke ich, würden Sie sich das ja auch nicht gefallen lassen. Für mich ging der Krieg nicht damit los, das die Ukraine in die Nato wollte, sondern mit der Annexion der Krim.
          Da gerade die Osterweiterung der NATO immer als Argument herangezogen wird, Gorbatschow hat mehrfach geäußert das darüber nicht verhandelt wurde und der war immerhin dabei.

          • Günther M.

            Ein Kommentator schreibt am 27.07.2022 …
            Die Krim:
            war von 1921- 1945 eine „Autonome Sowjetrepublik“
            1945 – wird der Status „Autonome Sowjetrepublik“ entzogen und in Oblast umgewandelt. (kein Bestandteil der Ukraine)
            1954 – per Erlass an die „Ukrainische Sowjetrepublik“ übergeben!
            Beteiligte:
            Nikita Chrustschow (Ukrainer), erster Sekretär der KPDSU.
            Kliment Jefremowitsch Woroschilow, Vorsitzender des Obersten Sowjets (Ukrainer)
            Leonid Kyrychenko (Ukrainer), erster Sekretär des ZK der kommunistischen Partei der Ukraine.
            Pawel Titow Erster Sekretär der kommunistischen Partei der Krim protestiert gegen diese (Schenkung?, Annexion ?) und wird durch Dmitri Poljanski (Ukrainer) ersetzt.
            20. JANUAR 1991 – KRIM REFERENDUM NR.1
            93 % der Krimbewohner sprechen sich für die „Wiederbegründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim (ASSK) als Subjekt der UdSSR und Teilnehmer des Unionsvertrages“ aus.
            Zwischen 1991 & 2014 – ständige Versuche der Ukraine, den Status der Krim zu verändern.
            16. März März 2014 – Krim Referendum Nr.2
            Für die Arbeit beim Referendum sind 135 Beobachter aus 23 Ländern registriert.
            Das offizielle Endergebnis des Referendums lautet 96,77% für den Anschluss an Russland bei einer Wahlbeteiligung von 83,1%.
            März 2021 – WOLODYMYR SELENSKYJ gibt den Auftrag an die Regierung und an die Streitkräfte, einen Aktionsplan für die „Wiedereingliederung der Krim in die Ukraine“ zu erarbeiten.
            01.02.2022 – WOLODYMYR SELENSKYJ unterzeichnet ein Dekret, das vorsieht, die ukrainische Armee, die aktuell ca. 250.000 Soldaten umfasst, in den nächsten drei Jahren auf 361.000 aufzustocken.

            25.05.2022 – Lyudmila Denisova, Menschenrechtsbeauftragte des Ukrainischen Parlaments wird entlassen, nachdem das ganze Ausmaß ihres Lügennetzes aus sexuellen Gräuelgeschichten bekannt geworden ist.
            * Das „Vergewaltigungsgefasel des Blogbetreibers ist sattsam bekannt!

            ÜBRIGENS:
            „Der Internationale Gerichtshof hat am 22. Juli 2010 ein Rechtsgutachten zum Kosovo veröffentlicht und kam zu dem Ergebnis, dass eine einseitige Unabhängigkeitserklärung NICHT gegen das Völkerrecht verstößt“.

  6. Querdenker Antworten

    Ich denke, die Welt ist nicht so einfach, wie hier beschrieben wurde. Vor drei Jahren beim Rückflug von Tel Aviv nach Frankfurt saß eine Ärztin aus der Ukraine neben meiner Frau und mir in einer Sitzplatzreihe. In den vier Flugstunden erzählte sie uns ihre Geschichte. Sie gehört zur russischen Minderheit aus der Ostukraine und hatte bis 2014 an der Universität in Kiew als Fachärztin gearbeitet. Sie schilderte, wie nach den Unruhen auf dem Maidan die systematische Diskriminierung der russischen Bevölkerung begann. Sie verlor selber ihren Arbeitsplatz und musste fliehen, jetzt lebt und arbeitet sie im Rheinland. Ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und Unterdrückung erinnern stark an das beste Deutschland aller Zeiten. Formal haben wir noch Meinungsfreiheit, aber wenn jemand hier die falsche Meinung vertritt, Corona oder den Klimawandel leugnet oder sich zur AfD bekennt – kann er seinen Job verlieren, eine morgendliche Hausdurchsuchung erleben oder sogar in für viele Monate in Untersuchungshaft landen. Selbstverständlich werden im besten Deutschland aller Zeiten internationale Organisationen wie die UN, die OSZE und der Internationale Gerichtshof keinerlei Beweise für eine systematische Einschränkung der Grundrechte finden. Nach 2014 wurde in der Ukraine der russischen Minderheit mit vergleichbaren Methoden das Leben erschwert, und das Fehlen einer zweiten Amtssprache war ganz gewiss nicht die einzige Form der Unterdrückung.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Querdenker,

      und? Rechtfertig irgend etwas, das diese Ärztin aus der Ukraine Ihnen erzählt hat, einen Krig mit Hunderttausenden Toten zu beginnen?

      Klaus Kelle

      • Steve Acker Antworten

        Mitte Februar, hat die Ukraine den Beschuss des Donbass massiv erhöht.
        Es gibt entsprechende Dokumentationen der OSZE.
        Aber wahrscheinlcih werden Sie das auch wieder leugnen.

        Damals sagte Biden : am Mittwoch könnte Russland angreifen. Wusste dann wohl genau warum.
        Ich war damals schockiert über Bidens Aussage, und fragte mich warum nicht last-minute -Diplomatie wenigstens versucht würde.

    • Steve Acker Antworten

      Querdenker

      interessante Infos.
      Entlarvt die Mär dass der Maidan ach so vom Streben nach Demokratie und Freiheit getrieben gewesen sei.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Die USA sollen den Maidan mit 50 000 000 Dollar unterstützt haben. Warum? Weil sie ein Interesse an einem Machtwechsel hatten.
        Ähnlich lief es mit dem sog. Arabischen Frühling.

        • Klaus Kelle Antworten

          Die USA haben im Zeitraum von 1991 bis 2013 ungfähr 5 Milliarden Dollar investiert. Das Geld floss über Organisationen wie USAID, ein Programm zur Förderung von Demokratie, freien Wahlen, Korruptionsbekämpfung und wirtschaftlicher Modernisierung.

          Die inzwischen dank Kreml-Dsinformationskampagnen global bekannte US-Diplomatin Victoria Nuland hat in unzähligen Interviews klargestellt, dass diese Mittel NICHT zur Finanzierung der Proteste auf dem Maidan gedient haben.

          Erst NACH dem Sturz von Präsident Janukowytsch und dem Beginn der russischen Intervention auf der Krim im Februar/März 2014 leisteten die USA dann direkte staatliche Finanzhilfen.

          Die Geschichte, der Maidan sei von den Amis arrangiert worden, ist so, als wolle man behaupten, die CIA habe den beim Volk total populären Erich Honecker gestürzt 1989…ich bin sicher, einige glauben das heute auch… 🙂

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Das kann man glauben oder nicht.
            Zum Engagement der USA stellt sich mir die Frage: cui bono?
            Ich weiß es nicht. Wissen Sie es?

          • Klaus Kelle

            Die Frage gebe ich gern zurück, liebe Frau @Dr. Königs-Albrecht,

            welche Quellen haben Sie, außer dem Kreml-Bot Schmalz-Krone, um die „Vorgeschichte“ des Ukraine-Krieges beurteilen zu können?

            Ich lese viele verschiedene Quellen, besonders internationale (BBC, CNN, russische und ukrainische Kriegsblogger), um mir eine Meinung dazu zu bilden. Weiß ich sicher, dass ich recht habe? Natürlich nicht.

            In diesem Fall ist die grundsätzliche Beurteilung allerdings besonders einfach. Jeder kann es sehen. Russland (Putin) hat diesen Krieg begonnen, in dem bisher Hunderttausende gefallen sind. Putin hat sich ein wenig verschätzt in der Frage, wie sein Brudervolk und die westlichen Staaten darauf reagieren werden.

            Nachdem es all die Scholzes und Macrons von Beginn an versucht haben, den Wahnsinn telefonisch und diplomatisch zu beenden, ist nun seit einem Jahr Donald Trump am Werk, inzwischen sichtlich genervt davon, dass sein und unser Freund Wladimir weder sein noch unser Freund ist.

            Verhandlungen in Dohan, Friedensgespräche, Gipfeltreffen – was die alles aufstellen, oder? Und Putins einzige Antwort: Raketen, Dronen und Gewalt. Und die Ankündigung, er wolle alles, auch das, was seine jämmerliche Armee noch immer nicht besetzt hat.

            Echt wahr: Während ich das hier schreibe, ploppt rechts auf dem Bildschirm auf: „EILMELDUNG+++Putin greift die Ukraine mit Hyperschallraketen an+++“

            DAS ist die Realität…

            Und wir hier diskutieren, dass sich die Ukaine mal nicht so anstellen soll, und dass Präsident Selenskyj ein Spielcasino auf Zypern gekauft hat (die bekloppteste Geschichte überhaupt, aber sie wird geglaubt) und die „Vorgeschichte“ und Friedrich Merz und de Taurus, der abr tatsächlich immer noch nicht geliefert wurde… Das alles ist „Bullshit“. Russland bombardiert und mordet – das ist Fakt. Und wenn es eine echte „Vorgeschichte“ gäbe – diese russische Blutorgie ist durch NICHTS zu rechtfertigen. Menschenleben, auch die eigenen russischen, sind dem Mann im Kreml und seinen Helfern vollkommn egal.

            Alle andere ist Prosa.

            Herzliche Grüße

            Klaus Kelle

            Klaus Kelle

  7. S v B Antworten

    @Querdenker

    „Ich denke, die Welt ist nicht so einfach, wie hier beschreiben wurde.“

    Sagte ich’s doch – Herr Kelle bricht ein verteufelt vielschichtiges Problem runter auf die einfache Formel „Ukraine gut, Russland böse“. Ohne selbst die kleinste Korrektur bzw. Ausnahme zuzulassen. Seinen Standpunkt hat er gleich zu Anfang des Krieges bezogen und verharrt auf diesem bis heute. Ohne die geringste Veränderung aufgrund von Erkenntnissen zuzulassen. Immer wieder pocht er auf die simpel gestrickte Einteilung Schwarz gegen Weiß , mit erstaunliche Sturheit und nicht selten in einem Tonfall, der andere mitunter ratlos zurück lässt, ja bisweilen regelrecht abstoßen kann. Vor allem, wenn man weiß, dass Herr Kelle in Fachkreisen einen hohen Bekanntheitsgrad genießt und als (hier hoppelt er wieder, der alte Hase, lieber Klaus 😉 erfahrener alter Hase im politisch-journalistischen Geschäft gilt. Selbst mancher Kollege könnte sich, ebenso wie man selbst, über seine Haltung und den oft unangemessen scharfen Tonfall wundern. Nein, so einfach ist Politik wirklich nicht; und Geopolitik schon gar nicht.

    PS: Wie würde wohl ein Hajo Friedrichs, wenn er denn noch unter uns weilte, die Lage beurteilen? Oder auch ein Peter Scholl-Latour? Diese Leute gehen Deutschland in Zeiten wie diesen ganz besonders ab. Wie sie sich wohl positionieren würden? Wir wissen es nicht. Ob man es vielleicht erahnen könnte…?

    Gerade auch in diesem Zusammenhang empfehle ich die Lektüre des ungeheuer klugen Werkes „The Great Delusion, Liberal Dreams and International Realities“ von John J. Mearsheimer, einem – inzwischen vielleicht schon emeritierten? – Professor for Politics an der University of Chicago.

    • gerd Antworten

      Eigentlich ist die Geschichte rund um den Ukraine Krieg auf diesem Blog längst durch. Seid der illegalen Öffnung unserer Grenzen und dem Coronawahnsinn informiere ich mich bei fast jedem Thema ausserhalb des Mainstreams, selbst den Wetterbericht lasse ich aussen vor. Wenn jemand die „Show der 100“ gesehen hat und immer noch daran glaubt, dass die ÖR noch irgendeine relevante Rolle in der Berichterstattung, zu welchem Thema auch immer spielt, dann hat er die Kontrolle über seinen Medienkonsum verloren.

      • S v B Antworten

        @gerd

        Als langjährige TV-Verweigerin habe ich bei der genannten Sendung zweimal reingeschaut. Dass ein ÖR-Medium eine solche Sendung überhaupt für nötig befindet, spricht für sich. Wie artig die Leute doch jeweils von einer Seite zur anderen glitten. Oder aber Mittwegs verharrten. Für mich ist das Format an Peinlichkeit nicht zu übertreffen. Albernheiten im Minutenrhythmus. Die unsägliche Pappfigur des Kanzlers, wie für den Kinderfasching zurechtgemacht, und dann noch „Schlandi“! Schlandi! Vielleicht steht dieser (Unglücks-)Rabe ja wirklich als Sinnbild für das heutige Deutschland? Oder soll dieses pechschwarze, zerrupfte, alkoholisiert wirkende Federwesen am Ende gar für den deutschen Bundesadler stehen? Die zweimal knappen halben Sendungen, durch die ich mich gequält habe, glichen einem Kindergarten für Erwachsene. Oberpeinlich. Selbst Herr Zamperoni ist sich anscheinend für nichts mehr zu schade. Unfassbar. – Wie lautet noch gleich ein berühmtes, ewig gültiges Bibelwort: „An ihren Taten sollt Ihr sie messen“ – was mit Spielchen findet sich dort nicht.

        • Steve Acker Antworten

          habe im youtube einen kurzen Ausschnitt von der letzten Folge die 100 gesehen. Ein dunkelhäutiger Mann erklärt einer Lehrerin den Hintergrund von „Mohrenapotheken“. Stammt aus früheren Zeit als die Mauren in Sachen Heilkunst führend waren.
          Er sagte auch , dass er kein Problem hat, mit den oft verwendeten Begriff für Schaumküsse.
          Die Lehrerin war fast am Heulen und drehte sich weg.

          • H.K.

            War das nicht die kurzfrisurige Dame, die nur knapp dem doppelten Herzkasper entronnen ist und such aus Dankbarkeit einen halben Liter Freudentränen im Studio vergoss ?

          • S v B

            So wie ich Schwarzafrikaner kenne (und ich habe durch einen längeren Aufenthalt im südlichen Afrika „so einige“ kennengelernt) lachen die sich über derlei rein weiße Befindlichkeiten schlapp. Prinzipiell haben Afrikaner einen robusten Humor. Auch und gerade, wenn’s um sie selbst geht. Da kommen ihnen dämliche Konstrukte wie zahllose woke zum Zwecke der Belustigung gerade recht. Mit gesunden Menschenverstand und dem dazugehörigen Selbstwertgefühl schwebt der afrikanische Durchschnittsbürger weit über solch albernen „verbalen Verhütungsmaßnahmen“. Recht hat er.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Wenn der Corona-Wahnsinn ein Gutes hatte, dann war es die Erkenntnis, daß man weder den Politikern noch den Medien trauen kann. Man muß alles hinterfragen und alternative Quellen suchen.

  8. Tina.Hansen Antworten

    In der Hoffnung, hier mal etwas Wesentliches zum Ukraine-Thema beizutragen, empfehle ich den heutigen Podcast mit Ronzheimer und Augstein. Komplett unterschiedliche Standpunkte in gegenseitigem Respekt ausgetauscht – top! Findet man bei youtube auch ohne Link.

    • Tina.Hansen Antworten

      Sie können schreiben und senden, was Sie wollen. Klaus Kelle hat sich in 4 Jahren nie auf eine echte Debatte eingelassen. Wird er auch weiter nicht tun.

      • Klaus Kelle Antworten

        @Tina.Hansen,

        „echte Debatte“ über was?

        Über den Hintergrund des „Portals“ infosperber und wer es warum finanziert? Glauben Sie auch alles, weil es ja „im Internet“ gestanden hat?

        kk

  9. Tina.Hansen Antworten

    Das Thema ist auserzählt. Alle haben ihre Ansichten ausgedrückt

    Ein frohes Weìhnachtsfest für alle hier

  10. Sarnersee Antworten

    Habe bis vor wenigen Jahren über drei Jahrzehnte auf sehr hohem intellektuellem Niveau über jeweils längere Zeiten mit den verschiedensten, über den gesamten Globus verteilten Nationalitäten zusammengearbeitet. Ostasiaten fielen dadurch auf, dass sie niemals müde wurden, keine Pausen zu brauchen schienen, pfeilschnell Ergebnisse lieferten, aber das Entwickeln von stringenten, wasserdichten Lösungen für sicherheitsrelevante Anforderungen nicht ihr Ding war. Logisches Denken war ein anderes. Die andere Nationalität, die auffiel, waren Russen, ungetaufte. Das ist ganz wichtig. Falsch, opportunistisch, stets den persönlichen Vorteil suchend, insbesondere monetär, mitunter faul, grob, selten freundlich. Mit allen Nationalitäten wuchs über die Zeit ein Miteinander, aus dem auch Freundschaften hätten werden können, manche wurden es auch. Niemals doch mit Russen, es sei denn sie waren bekennende Christen. Allerdings: es war nur ein einziger, den ich kennenlernte. Und dieser war in der Tat ein sehr freundlicher, höflicher und hilfsbereiter Mensch, sogar demütig. Do ganz anders wie all seine anderen ungetauften Landsmänne. Diese waren einem stets fremd, fast schon unheimlich, vermieden konsequent jede noch so kleine Tendenz zu einer möglich aufkommenden Nahbarkeit. Sie hatten keinerlei Interesse an freundschaftlichen Kontakten mit Menschen, die im Westen sozialisiert wurden. Schon gar nicht nach getaner Arbeit. Das „Miteinander“ beschränkte sich ausschließlich auf das Geschäft. Die exakt selben Erfahrungen machten viele vor und nach mir. Die vielen, vielen US-Amerikanern, den ich begegnen durfte, waren immer die genaue Antipode zum Russen. Die politischen Kräfte hierzulande, die die USA verteufeln und gleichzeitig den Russen Verständnis entgegenbringen, dürften wohl auch Sympathien für den Marxismus hegen. Anders dürfte man diese widersprüchliche Wahrnehmung nicht erklären können.

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