Wenn nichts mehr hilft, müssen „Beobachter“ ran
In den WDR 2-Nachrichten um 21 Uhr ging es heute um den Parteichef-Gipfel der Koalitionsparteien zur Flüchtlingskrise. Die Meldung endete mit dem schönen Satz „Nach Ansicht von Beobachtern konnte die CSU am wenigsten durchsetzen.“ Klasse, oder? Das ist mal seriöser Journalismus. „Beobachter“ waren also einer „Ansicht“. Wer diese Beobachter waren, bleibt im Dunkeln. War es die WDR-Nachrichtenredaktion? Oder die SPD-Pressestelle? Wir werden es wohl ebenso wenig erfahren wie die Fakten, die diese geheimen Beobachter zu ihrer Ansicht gebracht haben. Vielleicht war ja auch nur der Wunsch Vater des Gedankens, das Bestreben, der CSU unbedingt noch einen mitzugeben, damit die Leute bloß nicht auf den Gedanken kommen, dass die Bayern mit ihrer Kritik an der aktuellen Flüchtlingspolitik richtig liegen könnten.
Der „Experte“ ist in letzter Zeit ebenfalls zum allgegenwärtigen Begleiter des Journalismus geworden. Und wie beim „Beobachter“ ist auch dort zu BEOBACHTEN, dass zumeist das eigene Weltbild propagiert bzw. oftmals reiner Lobbyismus betrieben wird.
Sehr geehrter Herr Kelle,
Ihr Kommentar trifft es auf den Punkt genau, aber das ist der Journalismus in den ÖR-Sendern.
der WDR ist immer parteipolitisch gewesen und wird sich nicht ändern, allen Beteuerungen zu trotz.
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Das ist mir auch aufgefallen, weil ich mir sicher bin, dass ohne das Agieren der CSU das naive „Wir schaffen das“ weiterhin allein bestimmend gewesen wäre.
Nur der WDR mag das nicht:-)