Katherina Reiche kämpft um das ordnungspolitische Erbe der Union

In der aktuellen Krise, die Deutschland durch die Verwerfungen im Iran und die daraus resultierende Explosion der Energiepreise fest im Griff hat, zeigt sich ein tiefer Riss innerhalb der Bundesregierung. Doch es ist nicht nur der erwartbare Streit zwischen den Koalitionspartnern Union und SPD. Es ist ein Riss, der mitten durch das Selbstverständnis der CDU selbst geht. Auf der einen Seite steht Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die stoisch das vorträgt, was einmal zu den Markenzeichen von CDU und CSU gehörte.

Auf der anderen Seite agiert Bundeskanzler Friedrich Merz, wie einer, der selbst einst als ordnungspolitischer Überzeugungstäter galt, und nun – vorsichtig formuliert – mit den Sachzwängen seiner Koalition im Dauerclinch liegt.

Frau Reiche hat in den vergangenen Tagen etwas getan, was in der modernen Berliner Politik selten geworden ist: Sie hat einfach das Richtige getan. Während die SPD unter Lars Klingbeil reflexhaft nach der „Übergewinnsteuer“ und einem staatlichen „Spritpreisdeckel“ ruft, bleibt Reiche bei den Fakten. Ihre Analyse ist so simpel wie bestechend: Marktpreise haben eine Lenkungswirkung. Wer sie künstlich deckelt, bekämpft das Symptom, aber zerstört den ganzen Mechanismus, der über Jahrzehnte gut funktioniert hat.

Reiche handelt so nicht aus mangelnder Empathie für die Pendler oder den Mittelstand, wie es ihr die linke Opposition unterstellt.

Im Gegenteil: Sie handelt im Bewusstsein für das langfristige Wohl unseres Landes. Ein Staat, der beginnt, willkürlich „Übergewinne“ zu definieren und Preise festzuschreiben, verlässt den Boden der Sozialen Marktwirtschaft. Punkt!

Reiche hat offenkundig erkannt, dass der Standort Deutschland in einer angespannten Weltlage Verlässlichkeit und Investitionssicherheit unbedingt braucht, und ganz sicher keine Effekthascherei. Reiches deutliche Absage an die „Pflasterpolitik“ der SPD ist ein Dienst am Allgemeinwohl, denn es sind die Steuerzahler, die langfristig die Schulden, die heute aufgenommen werden, zurückzahlen.

Umso enttäuschender wirkt die „Performance“ des Bundeskanzlers

Friedrich Merz ist mit seiner Partei angetreten, Wirtschaftspolitik wieder in den Mittelpunkt des Profils der CDU zu rücken. Und sein CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte die Parole ausgegeben „einfach machen“, wenn wir den Lebensalltag der Menschen spürbar verbessern, wenn wir die Massenmigration stoppen, dann klappt’s auch wieder an der Wahlurne und nebenbei kriegt man die AfD kleiner. Aber Pustekuchen…

Merz wirkt in diesen Tagen seltsam blass, und er scheint den Erhalt seiner Regierung mit der SPD, die sich erkennbar auf ihr politisches Ende zubewegt, über jede ordnungspolitische Vernunft zu stellen. Der Mann, der sich mit seiner katastrophalen „Brandmauer“-Strategie gegenüber der AfD um jede eigene Option bringt, könnte an der Energiefrage ernsthaft ins Straucheln geraten. Und Lowperformer wie Lars Klingbeil und Bärbel Bas ziehen den Kanzler von der CDU am Nasenring durch die Manege. Ein echtes Trauerspiel…

Friedrich Merz, der früher keine Gelegenheit ausließ, die ökonomische Inkompetenz der Sozialdemokraten zu geißeln, ist nun nur noch Moderator einer Politik, die er besser kennen sollte und einst konsequent abgelehnt hat

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Der Streit um Pendlerpauschale und Tankrabatt ist ja auch nur die Spitze des Eisbergs. Reiches Vorschlag, die Entlastung über das Steuersystem (Pendlerpauschale) zu regeln, ist klassische Ordnungspolitik: Die Hilfe kommt dort an, wo die Belastung entsteht, ohne den Marktpreis zu verzerren. Die SPD hingegen will das Geld – wie immer – einfach mit der Gießkanne verteilen und gleichzeitig Unternehmen drangsalieren, die im globalen Wettbewerb bestehen müssen.

Dass Merz aber in diesem Moment seine eigene Ministerin nicht stützt, sondern sie für ihren „Tonfall“ kritisiert, ist mehr als irritierend. Es geht nämlich nicht um den Ton, es geht um die ganze Richtung. Es geht darum, der Bevölkerubng aufzuzeigen, dass diese Regierung einen Plan für Deutschland hat, der über die nächsten Landtagswahl hinausreicht. Und nicht nur darum, einen Schreibtsich im Bundeskanzleramt irgendwie zu sichern.

In der Geschichte der Bundesrepublik waren es oft die unbequemen Wirtschaftsminister, die das Land stabil auf Kurs hielten. Ein Vergleich von Frau Reiche mit dem großen Ludwig Erhard ist dabei sicher deutlich zu hoch gegriffen. Aber für den Erhalt des freien Marktes zu streiten, das ist unbdingt der Weg in die richtige Richtung. Ein Land, das in der Krise seine Prinzipien aufgibt, verliert mehr als nur Geld; es verliert seine Zukunft.

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Dieser Artikel wurde 83 mal kommentiert

  1. Johannes Antworten

    Merz ist ein Gefangener und Getriebener der „Brandmauer“. Er wird eher Frau Reiche opfern, als das er zum Wohle Deutschlands handelt, was daran erkennen lässt, dass er seine Ministerin erst jüngst öffentlich maßregelte.

    Sein Statement in TE nachzulesen: „Der Bundeskanzler ist befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch (mit Klingbeil; meine Hinzufügung) und mahnt Ministerin Reiche zur Zurückhaltung“.

    Merz steht nicht (mehr) für Ordnungspolitik. er steht auch nicht für innenpolitische Machtpolitik zum Wohle Deutschlands.

    Frau Reiche wird sich leider, leider nicht durchsetzen; denn dann wäre der sensible Lars den Tränen nahe und die Koalition Geschichte. Denn der sensible Lars weiß wie Machtpolitik gegenüber dem Koalitionspartner durchzusetzen ist.

    Es ist schade um Frau Reiche – aber mit diesem Kanzler ist ordnungspolitisch kein Blumentopf zu gewinnen.

    • gerd Antworten

      Bei Frau Reiche ist die Realität angekommen. Wenn das bei Herr Merz passiert ist es sein politisches Ende.

    • S v B Antworten

      Vorstellbar, dass Frau Reiche, wenn dies noch länger so weitergeht, zurücktritt. Auf einer schwammigen Basis lässt sich zwischen Kanzler und Minister(in) einfach nicht produktiv arbeiten. Schon gar nicht, wenn aus der roten Ecke dauernd dazwischengefunkt wird, und diesbezüglich keine Hoffnung auf Unterlassung besteht. Frau Reiche ist klug. Sie dürfte bei „dem Spielchen“ noch eine Weile mitmachen (wegen des von ihr geleisteten Eides, sprich aus Verantwortung für ihre Aufgabe) aber letztlich dann doch die Reißleine ziehen. Demütigungen im Amt, vor allem, wenn diese sich wiederholen sollten, muss sie nicht hinnehmen. Sorgen um ihre berufliche Zukunft, also um eine Anschlusstätigkeit, müsste Frau Reiche sich wohl kaum machen.

  2. H.K. Antworten

    Wie zu lesen ist, fordert ein Teil der Union die „Auswechselung“ ihrer eigenen Wirtschaftsministerin.

    Merz KANN es einfach nicht.

    Wer geglaubt hatte, er würde noch auf die richtige Spur, die er ja selbst definiert und vorgegeben hatte, finden, sieht sich nun eines Besseren belehrt.

    Merz hat NULL Führungskompetenz.
    Er lässt sich aufgrund seiner vorsätzlich und mit vollständig abstruser Scheuklappenpolitik gebauten „Brandmauer“ vom deutlich kleineren Koalitionspartner nicht nur wie der „Ochs’ am Nasenring“durch die Manege führen, er lässt sich auch ohne jegliche Konsequenzen von der SPD wie ein kleiner Junge vor versammelter Öffentlichkeit widersprechen.

    Merz KANN keine Wirtschaft.

    Er KANN keine Führung, von der er gerne redet. „Die Bundesregierung hat UNTER MEINER FÜHRUNG …“ – wer immer wieder so redet, hat es nötig.

    Jeder, der das bereits im vergangenen Jahr sagte, wurde dafür übelst gescholten.

    Merz KANN nichts. Er benimmt sich wie ein Elefant im Porzellanladen, mit dem Unterschied, daß der jedoch ein Rückgrat hat. Beim geringsten lauen Gegenlüftchen knickt er wie ein Strohhalm ein.

    Die Pressekonferenz nach der Osterpause, in der er NICHTS Wesentliches zu verkünden hatte, geriet in allen Medien zum Desaster.

    Nun rüffelt er ÖFFENTLICH seine eigene Wirtschaftsministerin.

    Bemerkenswert, daß die Berichterstattung gestern abend sich deutlich auf Seiten Klingbeils stellte.

    Reiche habe „eine rote Linie überschritten“.

    Sorry, liebe Moderatoren und Kommentatoren der Tagesthemen: Die „rote Linie“ wurde in der Tat überschritten – aber nicht von der Wirtschaftsministerin, sondern von der „Bullshit“-SPD, die keine Gelegenheit auslässt, dem Kanzler der Regierung, der sie selbst angehört, immer wieder mit Anlauf und Hurra links und rechts ( vor allem links ) eins reinzuhauen, wie gestern Abend Dirk Wiese.

    Meine Prognose:

    Katherina Reiche ist nicht blöd. Sie lässt sich ganz sicher nicht ÖFFENTLICH von einem Kanzler, der weder über Wirtschafts- noch Führungskompetenz – von „Richtlinienkompetenz“ ganz zu schweigen – verfügt, vorführen.

    Ich könnte mir vorstellen, daß sie – auch angesichts der Forderung von Teilen der Union, sie auszutauschen – in der kommenden Woche die Reißleine zieht und damit das Ende dieser von Anfang an unterm keinem guten Stern stehenden Koalition einläutet.

    Dann ist der Weg frei für Rot-Grün-Rot.

    Leider begreift Merz es aber auch dann noch immer nicht, wie „gut fürs Land“ seine Brandmauer ist.

    Er wird nur bedauern, seine Wagenschlüssel abgeben zu müssen.

    • S v B Antworten

      Ich hoffe, Ihr Bademantel hängt griffbereit… 😉
      Übrigens… was haben Sie eigentlich gegen Rot-Grün-Rot? Soooviel gezielter und konsequenter können DIE Land und Wirtschaft doch wohl auch nicht gegen die Wand fahren. Ach ja, es hilft nur noch Galgenhumor, um nicht gänzlich zu verzweifeln.

      • H.K. Antworten

        Sie können mir glauben:

        Nichts wäre mir lieber, als daß ich mit meiner ein Jahr alten Prognose völlig daneben gelegen hätte.

        Und nichts liegt mir ferner als zu trompeten „seht Ihr, ich habe es ja gleich gesagt !“

        Das Problem, und da haben Sie zweifellos recht, ist die Frage: WER bitte KANN es denn dann ??

        Wer oder was käme nach Reiche ? Linnemann ?

        Neuwahlen wird wohl jede. „demokratische Partei“ scheuen wie der Teufel das Weihwasser.

        Dabei würde mit großer Wahrscheinlichkeit ein mehr als deutlicher Zuwachs für „die da“ und zwangsläufig ein Absturz für zumindest die SPD, wenn nicht auch für Union und Grüne, herauskommen.

        Also: Nach derzeitigem Stand ( 08.04.2026, INSA ):

        Union: 25%
        SPD 13
        Grüne 12
        Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei 10,5
        „die da“ 26 ( !! )
        und der Rest fällt unter den Tisch.

        Würde bedeuten:

        Rot-Grün-Rot würde bei 35,5 liegen, die Union stünde aufgrund ihrer nach wie vor erklärten Brandmauer allein da mit 25, die Schwefelpartei läge als stärkste Partei bei 26. % und könnten sogar eine Blau-Schwarze Regierung bilden.

        Regieren würden aber trotzdem Kommunisten und Sozialisten zusammen mit grüner Chaospartei, weil die CDU zu bl – äääh: uneinsichtig ist, ihre Haltung zu ändern.

        Gute Nacht, Deutschland und damit: Gute Nacht, Europa.

        • Klaus Kelle Antworten

          Regieren würden aber trotzdem Kommunisten und Sozialisten zusammen mit grüner Chaospartei, weil die CDU zu bl – äääh: uneinsichtig ist, ihre Haltung zu ändern.

          Falsch! Weil die AfD zu blöde ist, sich realpolitisch so aufzustellen, dass man mit ihr Kooperationen eingehen könnte. Aber niemand wird irgendwas mit Putins 5. Kolonne machen. Ich schreibe das seit Jahren und wie man sieht: auch damit habe ich recht, wie so oft.

          • H.K.

            Stimmt.

            Ich habe völlig übersehen, daß die Aussage „mit IHNEN DA NIEMALS !“ ja von der AfD stammt …

            Aber egal: Friedrich Merz ist über kurz oder lang nicht mehr Bundeskanzler. Zusätzlich sorgt er dafür, daß Klingbeil oder Bas das demnächst sein werden.

          • H.K.

            Sie wollen mich aber nun nicht ernsthaft zum Lügen anstiften, oder ?!

          • S v B

            @KK

            „Weil die AfD zu blöde ist, sich realpolitisch so aufzustellen dass man mir ihr Kooperationen eingehen könnte.“

            Nenn‘ es Kooperationen, wenn Du willst; meist würde es jedoch das Eingehen auf Kompromisse bedeuten, zu allermeist wohl vorgegeben von den „demokratischen Parteien im Bundestag“. Aber würde es nicht auch bedeuten, dass die AfD wohl immer wieder dazu bereit sein müsste, „ihr Fähnlein nach dem Wind zu hängen“? Und dies am Ende nur, um endlich „salonfähig“ zu werden, sprich noch ein Stück näher an die Fleischtöpfe zu gelangen? Ein deutliches Profil und das unbeirrbare Festhalten an einer bewährten Einstellung dürften vielen Wählern inzwischen um einiges willkommener sein als das verwirrende, dem Wähler unverständliche Gemauschel – nenn‘ es Hü-Hott – der vergangenen Jahre, Monate und Tage. Ende offen. Bei vielen Wählern, wenn nicht gar den meisten, dürfte der Wunsch, ja die Sehnsucht nach mehr Prinzipientreue in der Politik gerade zuletzt deutlich angewachsen sein. Auch und gerade Friedrich Merz‘ schier unfassbarer Wankelmut (der sich dem Wähler schon kurz nach der Wahl in seinem erschreckenden Ausmaß präsentierte) hat diesem Wunsch wohl nochmals Impetus verliehen. Schon Angela Merkel neigte dazu, Entscheidungen „kurzfristig zu revidieren“, sprich eine als durchaus gefestigt wahrgenommene Haltung bzw. Entscheidung mitunter einfach über den Haufen zu werfen. Zack! Dies selbst im Falle einer Wahlmehrheit (Kemmerich). Prinzipientreue scheint seither – peu à peu – zu einer Art Fremdwort verkommen zu sein. Ein unrühmlicher Prozess, der noch länger andauern könnte, wenn an ihrem Erhalt nicht unermüdlich gearbeitet wird. Es dürfte also verständlich sein, wenn der Ruf gerade nach der „Rettung“ dieses bewährten, aber fast schon verloren geglaubten gesellschaftlichen Gutes allmählich lauter wird.

          • Johannes

            @KK:

            Es würde m.E, bereits ausreichen, würde Merz sich trauen den „Minderheitsregierung- Knüppel“ zu zeigen.

            Bin auf der einen Seite bei Ihnen: aktuell ist die AfD noch nicht koalitionsfähig. Auf der der anderen Seite: ließe die Union die Bereitschaft durchblicken sich tolerieren zu lassen (vom wem übrigens auch immer) hätte der sensible Lars ein Riesenproblem und wäre gewiss kompromissbereiter.

            Klar würde Lars, seine SPD und die Grünen dann direkt ihre NGO aktivieren und Demos gegen die Union auffahren, wie sie das Land noch nicht gesehen hat. Für diesen (Erpressungs)Fall sollte der Kanzler dann mit Hilfe seiner Richtlinienkompetenz direkt alle Gelder für diese NGO stoppen(so möglich) oder ankündigen, dies schnellstens zu tun. Parallel wird angekündigt, ALLe NGO hinsichtlich ihrer Gemeinnützigkeit streng zu prüfen 😎

            Denke, so bekäme man die Trupps schnell von der Strasse und der Kanzler könnte wieder Politik für Deutschland machen.

          • Johannes

            Ja, H.K. Ich weiß, ein schöner Traum; aber von etwas muss die Hoffnung ja leben…

          • H.K.

            „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

            Ich weiß.

            Und ich freue mich, wenn jemand noch Hoffnung hat. Ich fürchte nämlich, wir haben den „Point-of-no-return“ bereits überschritten, nicht nur in Deutschland, sondern in nahezu ganz Europa.

            Polen gibt – nich – Grund zur Hoffnung.

            In Ungarn wird das ab morgen auch nicht mehr der Fall sein.

          • H.K.

            „Polen gibt – NOCH – Grund zur Hoffnung“ sollte es heißen.

          • S v B

            @Johannes

            Wer hätte sich je vorstellen können, dass es einmal solch verzwickter, ja abenteuerlicher Gedankengänge bedürfen würde wie der Ihren, werter Johannes? All dies würde nötig, um zwar einen immer noch unsicheren, doch vielleicht gangbaren Ausweg aus Deutschlands hoch komplexen politischen Problematiken (Parteipolitik, Verteidigungspolitik, Wirtschaftspolitik, Verkehrspolitik, Sicherheitspolitik, Sozialpolitik, Weltpolitik, you name it) zu finden; in der vagen Hoffnung, der allgegenwärtigen Misere letztlich ein Ende zu setzen. Eine vielschichtige Mammut-Aufgabe, gerade auch eingedenk eines gigantischen Nachholbedarfs. – Unwillkürlich ertappt man sich bei der Frage, wie sich wohl andere Staatslenker (Kanzler Kohl, Schröder oder Schmidt) in vergleichbarer Lage verhalten hätten. Eine hoch spekulative Frage, auf die eine Antwort zu finden illusorisch ist.

  3. S v B Antworten

    @KK

    Lieber Klaus, ich entsinne mich noch zu gut, welche große Stücke Du auf Friedrich Merz gehalten hast, gerade hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Kompetenz und der daraus angeblich abzuleitenden Fähigkeiten, das Land wirtschaftlich wieder zu ertüchtigen. Weil er, der studierte Jurist, schließlich mal im Aufsichtsrat von Back Rock tätig war. Ich konnte mich Deinen Erklärungen, Deinen Hoffnungen, ja Deiner Euphorie in Erwartung eines Kanzlers Merz bekanntlich nie anschließen. Bereits in den ersten Tagen seiner Kanzlerschaft hat er dann wohl auch das Gros seiner Wähler bitter enttäuscht. Einen Funken Hoffnung nährte in mir einzig die Tatsache, dass eine Wirtschaftsexpertin wie Katharina Reiche das Wirtschaftsministerium übernehmen durfte. Für mich tatsächlich der einzige Lichtblick, den das Merz-Kabinett zu bieten hat. Und nun verdonnert Merz gerade Frau Reiche zu Zurückhaltung, ja zu Schweigen und Untätigkeit. Was Merz, Deutschlands „Kanzler der Wirtschaftskompetenz und des politisch internationalen Zuschnitts“ den Bürgern des Landes an Analysen und Lösungen für die sich ständig verstärkende wirtschaftliche Misere vorträgt, spottet allmählich jeder Beschreibung. Er wird seiner wichtigen, zukunftsbestimmenden Aufgabe nicht gerecht. Merz kann es nicht. Er kann – oder vielleicht mag? – sich gegen die mächtige links(-grüne) Lobby in Kabinett und Politik einfach nicht zur Wehr setzen. Quod erat praevidendum. Und selbst die früheste Erkenntnis all dessen nützt nun wohl auch nichts mehr. Quo vadis, Bundesrepublik Deutschland? Selten war diese Frage aktueller denn heute.

      • H.K. Antworten

        Daß ich DAS noch erleben darf …

        Die Erkenntnis, daß er nicht nur Wirtschaft nicht kann, kommt auch noch …

          • H.K.

            Leider mit einem gehörigen Wermutstropfen verbunden.

            Ich fürchte, den Allermeisten ist noch nicht wirklich bewußt, was die Uhr geschlagen hat.

            Sie snd an Muttis „Knackepunkt“ noch nicht angekommen.

          • S v B

            Wirklich? Nur mit EINEM – wenn auch gehörigen – WermutsTROPFEN?
            Na, ich weiß nicht…

          • H.K.

            Wenn der Bundeskanzler all das umgesetzt oder zumindest in Angriff genommen hätte, so, wie von ihm vor der Wahl vollmundig und Viele überzeugend angekündigt, wäre die Welt oder zumindest dieses Land ein anderes.

      • gerd Antworten

        Für die Wirtschaft hat Merz doch ein eigenes Ministerium. Soll er sich doch da einen Rat holen.

        😉

        • S v B Antworten

          @gerd

          Glücklicherweise haben Sie noch das Emoji gesetzt…

          Und im übrigen – eine Regierung Merz benötigt kein Wirtschaftsministerium. Nicht umsonst wurde der Kanzler jahrelang als Wirtschaftsfachmann gehandelt. Sollte das alles plötzlich nicht mehr wahr sein? ich bitte Sie. 😉

          • H.K.

            Vielleicht könnte er als Anschlußverwendung junge Piloten bei der Luftwaffe ausbilden !

            „ CDU-Chef über den Wolken

            Merz’ Flug im Kampfjet kostete mehr als 100.000 Euro

            CDU-Chef Friedrich Merz ließ sich im Eurofighter ablichten und durfte die Maschine als Hobbypilot zeitweise lenken. Die Linke spricht von »Rechtsbruch und Sicherheitsrisiko«. Sie will den Bundesrechnungshof einschalten.“
            12.07.2024, Der Spiegel

  4. Querdenker Antworten

    Für das derzeitige Handeln, besser gesagt Nicht-Handeln, finde ich in unserer Sprache einfach keine Bezeichnung. Die Begriffe Trauerspiel, Tragödie und Drama sind unzutreffend und können das politische Schauspiel nicht einmal ansatzweise beschreiben.

    NIUS hatte in den letzten Tagen 100 € Tankgutscheine vergeben. Um mitzumachen, sollten die Teilnehmer in einem kurzen Video verraten, warum Ihnen der Tankgutschein besonders guttun würde. Die wenigen Videos, die ich gesehen habe, warfen einen schönen Blick auf die Nöte der Bevölkerung und zeigten gleichzeitig die Weltfremdheit der politischen Diskussion. Für die Bundesregierung und deren Parteien zählt nur noch ihr Machtapparat und nicht das Wohl der Bürger. Sie betrachten den Staat mit seinen Funktionen nicht mehr als ihre Beute, er ist bereits ihre Beute.

    Ich werde jetzt in die Kirche gehen und dort eine Kerze aufstellen. Mit der Kerze verbinde ich den Wunsch, dass einige Politiker als Buße für die verweigerte Staatsführung ihren Amtseid 1.000-mal handschriftlich abschreiben. Selbstverständlich mit einer schönen sauberen Handschrift, wie im frühen Mittelalter die Bibel abgeschrieben wurde und ohne Rechtschreibfehler.

    • H.K. Antworten

      Ich fürchte, Sie müßten schon den gesamten Opferkerzenständer erleuchten – EINE Kerze wird nicht reichen …

    • Klaus Kelle Antworten

      NIUS hatte in den letzten Tagen 100 € Tankgutscheine vergeben. Um mitzumachen, sollten die Teilnehmer in einem kurzen Video verraten, warum Ihnen der Tankgutschein besonders guttun würde.

      Typisch BILD-Aktion, Julian hat bei den Besten gelernt…

      • S v B Antworten

        Eine schöne, menschliche Idee. Eine Geste des Mitgefühls.
        NIUS hat bereits einige Empfänger seiner Tankgutscheine selbst zu Wort kommen lassen. Die Unterstützung schien mir in jedem einzelnen Falle angebracht. Vorbildlich und super gemacht, Julian Reichelt und Team! Danke!

        • Harald Antworten

          Wenn ich richtig informiert bin, dann lief die Aktion für 3 Tage mit 20 Gutscheinen pro Tag. Also wurden insgesamt rd. 60 Gutscheine vergeben.

          Stimmt. Eine Geste des Mitgefühls. Für 0,00012% der deutschen Autofahrer. Dafür musste man ein Video einreichen und nur die „besten“ sprich für NIUS passendsten erhielten den Tankgutschein.

          Wie heißt es so schön? Wenn etwas umsonst ist, bist Du das Produkt.

          • S v B

            Den letzten Satz Ihres Kommentars kenne ich. Allerdings eher im Zusammenhang mit der Nutzung von WhatsApp für so gut wie kostenlose, endlos lange Telefonate mit aller Welt. – Gehen Sie bitte nicht allzu hart mit Julian Reichelt ins Gericht. Ich selbst finde, wenigstens ETWAS zu geben ist immer noch besser als GAR NICHS rauszurücken. Jeder von uns könnte es Reichelt ichon morgen gleichtun, z. B. einem sozial benachteiligten Menschen oder auch Menschen im Dienst anderer, hilfsbedürftiger Menschen unerwartet unter die Arme zu greifen, sprich, ihnen eine Freude zu bereiten. Tankgutscheine dürften an jeder Tankstelle zu erwerben sein. Auch an Backshop-Gutscheine z.. B. dürfte unschwer zu kommen sein. Dennoch sollte es jedem selbst überlassen sein, ob und in wieweit er helfen mag oder auch nicht. Also alles bitte auf freiwilliger Basis. – Dennoch, helfen macht allermeist Freude, und zwar viel Freude. Ob finanziell oder auch mit Rat und Tat. Probieren Sie’s doch einfach mal aus…

    • Elena Antworten

      „NIUS hatte in den letzten Tagen 100 € Tankgutscheine vergeben.“

      An Großzügigkeit kaum zu überbieten vom milliardenschweren NIUS Förderer Gotthardt. Solche Lösungen braucht das Land.

      • H.K. Antworten

        Stimmt.

        Ohne eine solche Aktion ginge es den Menschen und dem ganzen Land deutlich besser …

  5. Harald Antworten

    Ich fürchte, wir alle sind das Problem. Der Virus des Nanny-Staats, der dem Bürger alle Probleme löst und höheren Kosten abnimmt, kursiert mittlerweile längst auch in konservativen Kreisen.

    Energiesteuer und CO2-Abgabe (zusammen aktuell ca. 0,65€/Liter, unabhängig vom Rohölpreis) sind das eine. Den Grund für die aktuell stark gestiegenen Spritpreise aber ist ein ganz anderer und wir kennen wir alle. Er hat nichts mit der Regierung zu tun. Zumindest nicht mit unserer.

    Worüber reden wir? In der Spitze zahlte man 80ct mehr pro Liter Diesel als vor Kriegsbeginn. Bei 1200km/Monat macht das einen Mehrpreis von rund 2€ pro Tag. Und schon ist das Heulen groß und der Ruf nach dem Staat laut, er möge doch bitte etwas dagegen tun. Und alle stimmen ein. Besonders laut rufen die Linken und die AfD. Die einen wollen die Übergewinnsteuer abschöpfen, die anderen die CO2-Abgabe aussetzen. Letztere macht zwar nur rd. 18ct/Liter aus, aber sei’s drum. Der stets von allen beschworene mündige Bürger war auf einmal gar nicht mehr mündig um mit dieser zweifellos unschönen aber nun nicht wirklich existenzbedrohlichen Situation umzugehen.

    Statt dessen kommen alt bekannte Leiern, je nach politischer Stoßrichtung. Für die einen sind die bösen Mineralölkonzerne Schuld, für anderen die Klimakirche. Dabei ist das Grundproblem das gleiche wie bei den ersten Ölkrisen vor 50 Jahren. Moderne Industriegesellschaften hängen am Tropf der Fossilen wie der Junkie an der Nadel. Und die Dealer des schwarzen Goldes stimmen ihre Preise im weltweit größten Kartell, der OPEC, sorgsam ab. Auf dass der Dollar oder Rubel rollt. In Länder, in denen die wenigstens freiwillig Urlaub machen. Aus gutem Grund. Es gibt Staaten, mit denen will man möglichst wenig zu tun haben. Schon gar nicht persönlich.

    Ich weiß nicht, wie viele Weckrufe wir noch brauchen, um uns so schnell wie möglich unabhängig zu machen vom schwarzen Gold.

    • gerd Antworten

      „Ich weiß nicht, wie viele Weckrufe wir noch brauchen, um uns so schnell wie möglich unabhängig zu machen vom schwarzen Gold.“

      @Harald
      Wissen Sie eigentlich wieviel Erdöl in der Tastatur stecken, mit dem Sie diesen Kommentar verfasst haben? Oder benutzen Sie einen PC aus nachwachsenden Rohstoffen?

      • H.K. Antworten

        Wie, sind Sie etwa nach vier Wochen noch immer nicht wegen der hohen Spritpreise auf einen chicen € 50.000-Tesla umgestiegen ??

        Wärmepumpe ist wohl auch noch nicht eingebaut …

        Ts, ts, ts …

        • gerd Antworten

          Ein Tesla besteht zu einem erheblichen Teil aus Kunststoffen. Da ist nur wenig bis gar nichts aus nachwachsenden Rohstoffen verbaut. Ein Tesla ist ein Erdölprodukt mit einer Batterie. Selbst das Kunstleder wird in der petrochemischen Industrie hergestellt.

          • H.K.

            Jetzt machen Sie aber vielen Tesla-Eignern ihr gutes und klimarettendes Gefühl zunichte …

            Ich bin sicher, da meinen viele, ihr e-Auto bestünde zum allergrößten Teil aus nachwachsenden Naturprodukten …

          • gerd

            @H.K.

            Ein Holzlenkrad wird im Tesla nicht verbaut. Das bekommen sie mit Aufpreis aber bei Mercedes in Kombination mit dem Topdieselmotor 3,0-Liter-Reihensechszylinder.

          • S v B

            Vielleicht sollten wir uns endlich mit der Tatsache abfinden, dass wir, nach Stein-, Bronze- und Eisenzeit, längst in der Kunststoffzeit angekommen sind. Sollte es irgendwann einmal zu einer Rückentwicklung kommen, würden uns über kurz oder lang das Eisen, die Bronze (sprich ihre Komponenten) und letztendlich wohl auch die Steine ausgehen. Schreckensruf aus Winterthur: der drohende Steinmangel gefährdet nicht nur dies und das, sondern unsere Zivilisation! 😉 😟

      • Harald Antworten

        @gerd

        Ia, weiß ich. In der Tastatur meines PCs (konservativ geschätzt ca. 200g Kunststoff) stecken ca. 300g Rohöl. Ein supersparsamer Kleinwagen käme damit rd. 6km weit. Weniger als 20% dessen, was Deutsche im Durchschnitt pro Tag mit dem PKW zurücklegen.

        Den PC hoffe ich 5 Jahre nutzen zu können.

        Merken Sie was?

        Natürlich werden wir bis auf weiteres auf Rohöl angewiesen sein. Nicht nur für Kunststoffe. Es wäre aber sinnvoll, bei der mit Abstand größten Masse (>60%), für die das weltweite Rohöl verbraucht wird – Treibstoffe; einmal genutzt, dann weg – auf Alternativen zu setzen. Das wird unsere Abhängigkeit massiv verkleinern.

        • S v B Antworten

          @Harald

          „Den PC hoffe ich fünf Jahre nutzen zu können“. Nur?
          Sehnse, mein Apfel-PC ist schon erheblich(!) älter und funktioniert immer noch. einwandfrei. Mit der Bekanntgabe des wahrscheinlichen oder nur eventuellen Verfallsdatums Ihres Gerätes outen Sie sich zumindest als potenziell aktives Mitglied der Rohöl-Räuber–Community. Pfui. 😉

          Was den zukünftigen Ersatz für Treibstoffe angeht, setze ich voll auf Wissenschaft und Forschung, auf die menschliche Neugier und seinen Erfindungsreichtum. Ob der Antrieb von Kraftfahrzeugen, Flugzeugen und/oder Maschinen aller Arten letztlich doch in der Elektrizität ihre Zukunft finden werden, könnte wohl möglich sein, steht zur Zeit aber dennoch in den Sternen. Schließlich warten noch einige elementare physikalische Probleme einer praktikablen Lösung. Wie und womit sich der Mensch in hundert oder noch mehr Jahren fortbewegen wird, ist heute noch gar nicht absehbar.

          • Harald

            @ S v B

            „Wie und womit sich der Mensch in hundert oder noch mehr Jahren fortbewegen wird, ist heute noch gar nicht absehbar.“

            Bei PKWs dürfte das klar sein. Und nicht erst in hundert oder noch mehr Jahren.

            Zulassungszahlen März 2026: Von 294.000 neu zugelassenen PKWs waren fast 71.000 reine E-Autos. Fast ein Viertel und ein Plus von 66%.

            Ich bin mal gespannt, wie die Zahlen für die kommenden Monate aussehen, wenn der aktuelle Spritpreisschock eventuell greift.

            Und nein. Ich fahre noch nicht elektrisch. Mein 6 Jahre alter Verbrenner ist noch topfit. Aber falls der mal in die Jahre kommt, wird der neue ein Stromer sein.

          • S v B

            Solange nur ein Viertel aller Autos elektrisch unterwegs sind, mag es ja noch gehen (die meisten davon dürften nach wie vor Firmenwagen sein, wie Sie wohl auch schon gemerkt haben. Aber selbst dann sollte man nicht müde werden, zu fragen, woher der Strom aus den Ladesäulen denn stammt. Auch mein nächstes Automobil wird garantiert noch kein Stromer sein.Denn nichts widerstrebt mir mehr, als mir bezüglich der „Klimafreundlichkeit“ eines Elektroautos unablässig „in die Tasche lügen zu müssen. Wind und Solar sind unzuverlässige Stromquellen und werden es immer bleiben. Umweltfreundlich sind sie zudem auch nicht gerade. Die Speichermöglichkeiten für Strom sind, ums nonchalant auszudrücken, sehr begrenzt. Insbesondere, wenn man die Stromleitungen selbst als solche nicht beanspruchen kann (wie Frau Baerbock dies allen Ernstes einmal vorschlug). Ohnehin wird der Bedarf an Strom zukünftig noch weiter steigen, und zwar kräftig. – Vielleicht sollte man Frau Baerbock oder einen ihrer grünen Gesinnungsgenossen diesbezüglich doch noch mal konsultieren.
            Übrigens… würde mir schon allein das Wissen um einen massiven Akku, der von mir ständig und nur Zentimeter unter dem Fußraum mitgeschleppt werden muss, total widerstreben. Wenn ich daran denke, dass noch vor zwei Jahrzehnten die sgn. Baubiologie empfahl, über Nacht möglichst sämtliche Leitungen im Schlafbereich „abzuschalten“, um negative Auswirkungen auf Schlafqualität und Gesundheit zu vermeiden, kann ich mich über das Schweigen dieser „Lämmer“ in Bezug auf E-Mobilität nur noch wundern.

        • Frank Steinwender Antworten

          @ Harald,

          Die Überlegung klingt zunächst schlüssig, funktioniert so aber nicht.
          Man bekommt aus einer bestimmten Menge Rohöl, einen Teil Schmieröle, einen Teil Diesel, einen Teil Benzin, einen Teil Poly-alpha-Olefine usw. heraus.
          Sie können nicht 60% weniger Rohöl einkaufen und aus diesem Öl ausschließlich das produzieren, was Sie am liebsten haben.
          Dann behalten Sie jede Menge nutzlosen Schlonz übrig und haben viel zuwenig von den gewünschten Produkten.

          Möglicherweise findt jemand mal eine Methode, das zu ändern. Eventuell ein Soziologe aus einem Land, welches seine chemische Industrie abwickelt.

  6. Angelika Antworten

    Naja. Eine Erhöhung der Pendlerpauschale ist für Pendler von Vorteil. Aber der Effekt ist erst im nächsten Jahr sichtbar. Und wie hoch er dann wird, weiß man auch nicht vorher. Die hohen Benzinausgaben jetzt sieht man aber.
    Da ist eine (wie auch immer erreichte) Senkung der Benzinpreise sofort und für jeden sichtbar wirksamer. Außerdem wirken sich die höheren Dieselpreise auf alle Preise aus. Was man z.B. beim Einkauf im Supermarkt merkt. Und wenn dann die Benzinpreise in unseren Nachbarländern deutlich geringer sind, kommt das auch nicht gut bei den Wählern an.
    Deshalb halte ich eine Senkung der Treibstoffpreise (wie auch immer erreicht) für sinnvoller. Wie in Italien, Tschechien, etc.

    • Elena Antworten

      Ich sehe das nicht so negativ!
      Seit einem Jahr ist, dank Merz, Reiche und Söder wieder „Technologieoffenheit“ möglich. „Hocheffiziente Verbrenner“ werden wohl somit nicht mehr lange auf sich warten lassen.
      Bis dahin muss ich leider mit meinem E-Auto klar kommen.

  7. Achim Koester Antworten

    Gerade in NIUS gelesen:
    Die Wirtschafts“Weise“ Schnitzer behauptet, die meisten Menschen könnten sich die hohen Spritpreise leisten. Das zeigt, wie abgehoben. arrogant und realitätsfern diese Leute sind. Aber mit €20.000 im Monat geht es ja.

    • Harald Antworten

      Ich habe es oben schon mal dargelegt. Sehr konservativ gerechnet machte das für einen Vielfahrer mit einem großen Diesel-PKW in der Spitze rd. 2€ pro Tag aus. Für den Fahrer eines Oberklassediesels war das sicherlich locker zu stemmen.

      Aktuell liegt der Dieselpreis 50ct höher als vor Kriegsbeginn. Bei einem Mittelklassediesel und im Schnitt 1000km Fahrleistung pro Monat macht es aktuell noch 1€ mehr pro Tag aus. Nicht schön aber nun alles andere existenzbedrohlich auch wenn man keine €20.000 im Monat verdient.

      • H.K. Antworten

        Kaufen Sie selbst im Supermarkt ein oder lassen Sie einkaufen ?

        Schon mal die Preise seit Beginn des Krieges beobachtet ?

        • Harald Antworten

          Ich lasse liefern. Von Feinkost-Käfer 🤭

          Naaa…im Ernst. Klar kaufe ich selber ein und habe noch kaum Preiserhöhungen bei Lebensmitteln seit Kriegsbeginn beobachtet. Aber ich rechne damit, alleine schon wegen steigenden Düngerpreisen.

          Und was sollte der Staat dagegen tun?

          • H.K.

            „Und was sollte der Staat dagegen tun?“

            Äääh – wie wär’s, damit anzufangen, nicht alles und jedes doppelt und dreifach zu besteuern und nicht Abermilliarden für Unsinn in die ganze Welt zu verschleudern ?

            Wir haben kein Einnahmenproblem, wir haben ein AUSGABEN-Problem.

            Sagt übrigens Friedrich Merz.

          • Harald

            @ H.K.

            Ja, wir haben ein Ausgabenproblem. Von mir aus kann man die rd. 10Mrd Entwicklungshilfe noch weiter kürzen. Der Etat ist schon seit über 10 Jahren der kleinste im Bundeshaushalt und ist seit 2023 ja noch um weitere 20% gekürzt worden.

            Sie wissen, was der größte Posten ist, mit Abstand? Kleiner Tipp: Werden 2026 knapp 130Mrd Euro sein!

          • H.K.

            Es geht nicht darum, z.B. „DIE Entwicklungshilfe“ pauschal zu streichen.

            Es geht mir darum, nicht nur das deutsche SteuerInnenzahlergeld nicht in alle Welt zu verplempern, sondern diese Ausgaben kritisch zu hinterfragen – und vor allem: zu kontrollieren.

            Es kann nicht sein, daß wir Entwicklungshilfe an Länder leisten, die zum Mond fliegen, U-Bahnen in Indien und nichtexistierende Hühnerställe in China leisten – von den berühmten „Radwegen in Peru“ ganz zu schweigen – und NIEMAND kontrolliert das und NIEMAND wird für Mißbrauch oder Fehlzahlungen zur Verantwortung gezogen.

            Solange hierzulande Brücken einstürzen, Schuldächer herunterfallen und vor allem solange Rentnernde kopfüber nach Pfandflaschen suchen müssen, um über die Runden zu kommen, sollte nicht ein einziger nicht dreimal begründeter Cent dieses Land verlassen.

          • Harald

            Da bin ich ganz bei Ihnen! Kein Cent mehr an China und Ihre anderen Beispiele.

            Man sollte aber so ehrlich sein, dass dies wirklich „Peanuts“ gegenüber den staatlichen Ausgaben sind bzw. waren, die wir uns aktuell hier in Deutschland „leisten“, Jahr für Jahr steigend.

          • H.K.

            Wenn es sich bei Allem nur um „Peanuts“ handelt, kann ja alles bleiben, wie es ist.

            Kindergeld ins Ausland sind auch lediglich 528 Mio.

            Wenn ich es mir recht überlege, könnte von lediglich EINER Mio sicher zumindest eine Schule instand gesetzt werden.

            Und dann wären da ja noch die völlig versicherungsfremden Leistungen – zusätzlich zu dem verplemperten Steuergeld …

            Aber das sind sicher auch alles nur „Peanuts“ …

          • Harald

            Neee. Soll nicht alles so bleiben, wie es ist. Im Gegenteil. Schrieb ich ja bereits.

            Ich warne nur davor, das zu überschätzen. Da sind sich Rechte wie Linke leider recht ähnlich. Die einen wollen keinen Cent mehr für das Ausland, die anderen wollen Millionäre und Milliardäre noch stärker besteuern.

            Taugt für Wählerfang, ist aber viel zu wenig zur Sanierung der Staatsfinanzen oder Gegenfinanzierung von Steuersenkungen für steigende Spritpreise, weil ein paar Irre im Golf zündeln und 20% der weltweiten Ölförderung lahmlegen.

            Ich habe nichts dagegen, auf die Regierung zu schimpfen. Tue ich auch regelmäßig. Aber für die jüngste massive Spritpreisexplosion kann sie nun einfach mal gar nichts. Die Sprit-spezifischen Umlagen (Energiesteuer und CO2) blieben konstant pro Liter, nur die abschließende Mehrwertsteuer legt noch etwas drauf. Bei aktuell rd. 50ct mehr pro Liter als vor Kriegsbeginn macht das etwas mehr als 9ct aus.

          • H.K.

            „ Ich habe nichts dagegen, auf die Regierung zu schimpfen. Tue ich auch regelmäßig. Aber für die jüngste massive Spritpreisexplosion kann sie nun einfach mal gar nichts. Die Sprit-spezifischen Umlagen (Energiesteuer und CO2) blieben konstant pro Liter, nur die abschließende Mehrwertsteuer legt noch etwas drauf.“

            Ja, die „Zusatzkosten“ beim Tanken, immerhin mehr als die Hälfte ( ! ) des Literpreises, waren bereits VOR dem Krieg zu hoch.

            Jeder soll sparen – nur nicht die Regierung ?

            Kommunisten und Sozialisten konnten – ebenso wie Grün*/-/:/_/•/Innen – schon immer gut das Geld anderer Leute ausgeben.
            Leider gehört die CDU inzwischen auch dazu.

            Was das ( lange diskutierte, aber noch immer nicht beschlossene ) Maßnahmenpaket zur Entlastung der Bürger angeht:

            Selbstverständlich kann man einem unter Atemnot leidenden Menschen sagen „nächste Woche gibt es Sauerstoff !“ – in der Hoffnung, daß er dann noch lebt.

            Wer mit gepanzerten Luxuslimousinen, die er nicht selbst betanken, bezahlen, geschweige denn selbst waschen muß, mit Blaulicht und Tatütata durch die Gegend chauffiert wird, versteht selbstverständlich nicht, wie es einem Arbeitnehmer geht, der jeden Tag lange Strecken zur Arbeit und wieder nach Hause zurücklegen und ohne Frage selbst bezahlen muß.

            Allein schon die Tatsache, daß der Energiekrisengipfel in der Villa Borsig auch heute OHNE die Wirtschaftsministerin stattfindet, zeigt, wie weltfremd unsere Regierung ist.

          • Nobby

            @Harald

            Tja, was soll der Staat da nur machen?
            Wir reden aber vom gleichen Staat, der sonst unendlich erfinderisch ist, wenn der an Ihre Geldbörse will und der sich gerade an den Preisen an der Tankstelle eine goldene Nase verdient (das könnte vielleicht ein Grund sein, warum er da nichts tut… nur ´mal so)?
            Das es geht und man etwas tun kann – wenn man denn will – sieht man in ganz Europa. Nur der schnarchnasige deutsche Michel murrt ein kleines bisschen… und zahlt trotzdem (was soll der Staat da auch tun, gelle).
            Es geht auch ganz anders… schauen Sie ´mal rüber zu unseren westlichen Nachbarn nach Irland (nachzulesen z.B. bei Tichys Einblick oder auch direkt z.B. in der „Irish Times“). Sowas würde ich mir bei uns auch wünschen.
            Es geht, wenn man will. Der deutsche Staat will aber nicht. Solange der Bürger denen nicht „Feuer unter`m Hintern“ macht werden wir weiter zahlen und Sie fragen sich, was denn der Staat tun soll!
            Na ja…

          • Harald

            @ H.K.

            Mit Verlaub, aber so langsam werden Sie unsachlich.

            Den Mammutanteil an Spritabgaben gibt es schon seit Jahrzehnten. Hieß früher Mineralöl-, heute Energiesteuer. Die ist de facto gleich geblieben pro Liter. Seit Jahrzehnten.

            Gerade hier profitiert der in der aktuellen Krise am Weltmarkt sich besonders verteuernde Diesel gegenüber Benzin seit Jahrzehnten: 47 vs. 65ct/Liter. Das ist übrigens schon seit jeher so, wegen Güterverkehr und Landwirtschaft.

            Was soll das, jetzt, wo der Diesel- und etwas niedriger auch der Benzinnettopreis auf Grund des Kriegs am Weltmarkt so massiv angezogen hat, das Fass aufzumachen, der Staat sei Schuld an den hohen Spritpreisen? Sie schreiben doch selber, dass das schon immer so war.

            Warum erwarten wir immer, dass der Staat marktbedingte Preisschwankungen abfedert? Ja, man könnte die Energiesteuer senken. Wollte man auf Vorkriegsniveau, müsste sie komplett gestrichen werden, und dann fehlten ca. 35Mrd. Und dann ist keine Garantie, dass das auch beim Autofahrer ankommt. Siehe die reduzierte Gastro-Steuer.

            Es ginge also auf linke Tasche-rechte Tasche aus. Möglicherweise dann auf eine Steuer, die man durch das eigene Verhalten sehr viel weniger beeinflussen kann.

            Wie ich schon oben schrieb, machten die Mehrkosten in der Spitzenpreiszeit rd. 2€ pro Tag aus, aktuell eher 1€. Das ehrlichste wäre, das durch eine höhere Pendlerpauschale auszugleichen, also für jene, die wirklich auf’s Auto angewiesen sind.

            Wobei wir eh mal abwarten sollten. Wenn jetzt Trump droht, die Straße von Hormus zu blockieren (muss man sich mal vorstellen 🤪), dürften wir sehr bald über ganz andere Spritpreise reden.

          • Harald

            Nööö, war sogar noch unsachlicher.

            Weil Ihre Phantasiepreisentwicklungen (Diesel pro Liter in Flensburg von €1,50 auf €2,25 gestiegen und in Bad Reichenhall von €2,25 auf €1,50 gefallen) gibt es einfach nicht!

            Ich habe die Spritpreise hier vor Ort (Rhein-Main Gebiet) selber per App auf dem Radar, und das, was ich oben schrieb entspricht genau dem!

          • H.K.

            Mooooment mal !

            Ich hatte geschrieben

            „ Ja, die „Zusatzkosten“ beim Tanken, immerhin mehr als die Hälfte ( ! ) des Literpreises, waren bereits VOR dem Krieg zu hoch.“

            Was macht „Harald“ daraus ?

            „Was soll das, jetzt, wo der Diesel- und etwas niedriger auch der Benzinnettopreis auf Grund des Kriegs am Weltmarkt so massiv angezogen hat, das Fass aufzumachen, der Staat sei Schuld an den hohen Spritpreisen? Sie schreiben doch selber, dass das schon immer so war.“

            Dann schauen wir doch mal:

            Wenn wir einfach mal Dr. Google fragen, erhalten wir diese Informationen ( ohne Gewähr für die Korrektheit ):

            * „Energiesteuer (ehemals Mineralölsteuer): Dies ist ein fester Betrag pro Liter. Sie beträgt für Benzin 65,45 Cent und für Diesel 47,04 Cent pro Liter.

            * Im Jahr 2000 begann die Einführung der Ökosteuer, die den Spritpreis deutlich erhöhte, wodurch auch die darauf erhobene Mehrwertsteuer anstieg.

            * CO₂-Abgabe: Seit 2021 wird klimaschädliches CO₂ bepreist, was den Spritpreis erhöht. 2025 lag der Preis bei 55 Euro pro Tonne, für 2026 ist eine Versteigerung im Preiskorridor von 55 bis 65 Euro festgelegt. Die CO₂-Abgabe macht etwa 17-19 Cent pro Liter aus.

            * Mehrwertsteuer (19 %): Die Mehrwertsteuer wird auf den Nettopreis, inklusive der Energiesteuer und der CO₂-Abgabe, erhoben.

            * Beitrag an den Erdölbevorratungsverband: Ein geringer Betrag, um die staatliche Bevorratung von Erdöl zu finanzieren.

            * Deckungsbeitrag (Vertrieb, Transport, Tankstelle): Kosten für den Transport, die Verwaltung, den Betrieb der Tankstellen, Personal, Marketing und Gewinnmargen der Mineralölkonzerne.

            Zusammenfassend: Der Staat profitiert durch Energiesteuer, CO₂-Abgabe und die darauf erhobene Mehrwertsteuer maßgeblich von hohen Spritpreisen.“

            ———————

            Wie Sie sicher erkennen, trifft es nicht zu „dass das schon immer so war“:

            Die CO2-Abgabe wird seit 2021 erhoben und die MwSt wurde zum 01.01.2007 von 16 auf 19 % erhöht.

            Bis zum 30.06.1993 betrug sie 14 % und ab dem 01.04.1998 16 %.

            Ihren Vorwurf „Mit Verlaub, aber so langsam werden Sie unsachlich“ wollen Sie vielleicht noch einmal überdenken.

          • H.K.

            Der guten Ordnung und der Sachlichkeit halber:

            Entwicklung der Mehrwertsteuersätze
            Jahr Steuersatz (regulär)
            01’1968 10 %
            07’1968 11 %
            01’1978 12 %
            07’1979 13 %
            07’1983 14 %
            01’1993 15 %
            04’1998 16 %
            01’2007 19 %
            07’2020 16 %
            01’2021 19 %

      • Achim Koester Antworten

        @Harald
        Vor dem Irankrieg pendelte der Dieselpreis um €1,52, heute liegt er bei €2,29
        Auch ohne Taschenrechner komme ich da nicht auf 50 Cent.
        Berufspendler mit nur 1000 km/mtl sind eher die Ausnahme.

        • Harald Antworten

          @ Achim Koester

          Statista listet als letzte Wochenerhebung am 24. Februar, 4 Tage vor den Israelischen und US-Amerikanischen Angriffen auf den Iran, einen Dieseldurchschnittspreis von 1,74€.

          Dieselpreise heute hier in meiner Umgebung: 2,23€.

          Macht einen Unterschied von 49ct.

          Und 1000km/Monat (12.000km pro Jahr) sind der übliche Durchschnitt, den deutsche Autofahrer zurücklegen. Merkt man auch, wenn man auf Vergleichsbörsen eine neue Autoversicherung sucht. Default werden immer 12.000p/a vorgeschlagen.

          • H.K.

            Statistisch hat ein Mensch, der mit dem Allerwertesten auf der heißen Herdplatte sitzt und die Füße im Eiswasser hat, durchschnittlich genau die richtige „normale“ Temperatur.

            Probieren Sie‘s aus !

          • H.K.

            Wenn „ein Mann“ mit 10 Millionen € auf dem Konto abends durch die Düsseldorfer Kö spaziert, sich Schaufenster ansieht, und dabei auf einen Obdachlosen, dem außer den getragenen Klamotten nichts gehört, trifft, der sich vor der Kälte auf dem Eingangsrost beim Kaufhof wärmt, so treffen durchschnittlich zwei Millionäre, jeder € 5 Mio schwer, aufeinander.

            So verständlich für Sie ?

            😉

            Im Ernst:

            Wenn der Diesel pro Liter in Flensburg von € 1,50 auf € 2,25 STEIGT und in Bad Reichenhall von € 2,25 auf € 1,50 FÄLLT, ist er statistisch und im Durchschnitt weder teurer noch billiger geworden.

            Komisch, daß die Autofahrer sich in Flensburg ärgern und die in Bad Reichenhall sich freuen.

            War das sachlich genug ?

          • Harald

            @ H.K.

            Siehe oben, leider an der falschen Stelle gepostet. Gerne nochmal hier.

            Nööö, das war sogar noch unsachlicher.

            Weil Ihre Phantasiepreisentwicklungen (Diesel pro Liter in Flensburg von €1,50 auf €2,25 gestiegen und in Bad Reichenhall von €2,25 auf €1,50 gefallen) gibt es einfach nicht!

            Ich habe die Spritpreise hier vor Ort (Rhein-Main Gebiet) selber per App auf dem Radar, und das, was ich oben schrieb entspricht genau dem!

          • S v B

            @H.K.

            Guten Morgen um 0 Uhr 40!
            Wie in grenznahen Gebieten Deutschlands üblich, werden die Reichenhaller wohl erst mal einen kurzen Abstecher nach Österreich machen, um die dortigen Spritpreise in Augenschein zu nehmen.
            Was den Reichenhaller Tankstellen meist zum Nachteil gereicht. Im Gegenzug sind die Lebensmittelpreise in Österreich höher als in Deutschland, was den österreichischen Lebensmittelgeschäften in Grenznähe und oft noch weit darüber hinaus zum Nachteil gereicht. Ähnliches dürfte sich in der einen oder anderen Form in vielen, wenn nicht allen grenznahen Regionen Europas abspielen. Was meinen Sie – würden dieser eklatante konsumatorische Missstand nicht doch für ein „auf ganzer Linie vereintes“ Europa sprechen? 😉

  8. H.K. Antworten

    Bemerkenswert scheint mir die Tatsache, daß sich zum „Energiekrisengipfel“ die Parteichef*/-/:/_/•/Innen der Regierung in der Villa Borsig treffen.

    Es kracht zwischen Reiche und Klingbeil, der Kanzler grätscht dazwischen, weist seine CDU-Wirtschaftsministerin zurecht und dann treffen sich Merz, Klingbeil und Bas ( und Söder ? ) zum Krisengipfel – ohne Reiche.

    Merkwürdiges Führungsvethalten.

      • H.K. Antworten

        Ich hatte ja fest erwartet, daß Katherina Reiche zumindest HEUTE an den Beratungen auf dem „Energiekrisengipfel“ teilnimmt.

        Aber offenbar ist in dieser Expertenrunde eher die Arbeitsministerin, der Finanzminister, der bayrische Ministerpräsident und der CDU-Generalsekretär an Stelle der Wirtschaftsministerin erforderlich.

        BRAUCHEN wir überhaupt eine/n Wirtschaftsminister*/-/:/_/•/In ??

        Vielleicht könnte man ( frau auch, es sowieso ) darüber nachdenken, das gesamte Ministerium abzuschaffen – was DA an Geld gespart würde !

        Es würde mich wundern, wenn Katherina Reiche sich neben dem öffentlichen Rüffel des Kanzlers auch diesen Affront gefallen ließe …

  9. Sarnersee Antworten

    Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die Union der Juniorpartner in der Koalition ist, die de facto Machtverhältnisse mindestens reziprok proportional zum Wahlergebnis sind, spätestens mit diesem öffentlichen Verrat an dem kompetentesten Kabinettsmitglied ist er erbracht. Und den entschuldigt auch ein mögliches pathologisch zwanghaftes Verhalten des Kanzlers nicht. Eine solche Diagnose würde ihm ohnehin die Eignung zum Regierungschef sofort absprechen.
    Wie schon einige Kommentatoren hier zuvor prognostizierten, denke ich ebenfalls, dass Frau Reiche längst erkannt hat, dass es in der Regierungsarbeit nicht zuerst um Kompetenz geht, sondern allein um Haltung. Und nach Merz’scher Lesart bedeutet das eine zunehmend linkslastiger werdende „Sozialdemokratisierung“ der Union nicht zu behindern, um die Koalition unbedingt zu retten und auch in Zukunft nach links stets anschlussfähig zu bleiben.
    Wenn aber das Tafelsilber ureigenster Kompetenzen in Wirtschaftspolitik aus Gründen feiger Anbiederung an sozialistische Planwirtschaft von ihrem Partei-Vorsitzenden verscherbelt wird, dazu sie von ihm noch in aller Öffentlichkeit für ihre konsequente Markentreue gemaßregelt wird, wird für Frau Reiche eine rote Linie überschritten sein.
    Für seine „Schere im Kopf“ namens „Brandmauer“ verkauft Friedrich Merz entgegen seinen Ankündigungen Union und das Land. Es ist völlig unverständlich, dass er nicht erkennt oder erkenn will, dass ihm selbst der traditionelle Unionswähler das nicht mehr verzeihen wird.

    • H.K. Antworten

      … als ob der „Bericht aus Berlin“ ( läuft gerade im ZDF ) bei Ihnen abgeschrieben hätte …

      19:17

  10. H.K. Antworten

    Sorry: „Fehler vom Amt !“

    Wer wissen möchte, von wem wir da regiert werden, dem sei die Sendung „Berlin direkt“, die soeben um 19:10 im ZDF lief, empfohlen.

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