Wie bekommen wir die bürgerliche Mitte wieder stark?

Die Diskussionen unmittelbar nach den Wahlerfolgen der SED/Linke in Berlin und der AfD in Mecklenburg-Vorpommern greifen viel zu kurz.

Ja, ich bin auch der Meinung, dass Friedrich Merz sowohl als CDU-Vorsitzender als auch als deutscher Bundeskanzler nicht mehr zu halten ist. Auch wenn laue Unterstützungsbekundungen der Ministerpräsidenten und des Präsidiums verbreitet werden. Niemand nimmt das ernst, alle wissen, dass Clara von Nathusius mit ihrer Analyse zu 100 Prozent richtig liegt, wenn sie sagt, mit Friedrich Merz als Frontmann ist in Deutschland keine Wahl für die Union mehr zu gewinnen. Die Frau sei eine „CDU-Influencerin“, lese ich – unglaublich, was es heute alles für Berufe gibt…

Einer meiner „all time“ besten Freunde, der gestern beruflich im Kalifat Berlin weilte, aber in Großbritannien lebt, lud mich in ein italienisches Restaurant zu einem Kalbsschnitzel und einem Warsteiner ein. Wir waren – wenn Sie sich hier auskennen – Chausseestraße, nahe Bernauer Straße, fußläufig von der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) – da ist zwar buntes Leben, aber da sind auch überall Baustellen, auf denen niemand arbeitet, Müllecken und verschleiertes Volk. „Erinnert mich an Beirut“, sagt mein Freund und weiter: „Aber bei uns in London sieht es ja auch so aus …“

In dieser Analyse sind wir uns alle einig

Doch zur Wahrheit gehört eben auch, dass wir, die lange zurecht als bürgerliche Mitte der Gesellschaft bezeichnet wurden, das alles zugelassen haben. Dir bürgerliche Mitte versagt immer, wird immer zerrieben zwischen kämpferischen Rändern.

Die Mehrheitsgesellschaft, die Deutschland nach dem Krieg zu einem lebens-, ja liebenswerten und starken Land gemacht hat, sie hat sich dieses Land aus den Händen reißen lassen. Ein schleichender Prozess über ungefähr drei Jahrzehnte.

Und wenn ich von bürgerlicher Mitte rede, dann meine ich damit nicht nur CDU/CSU und die FDP.

Zur bürgerlichen Mitte in Deutschland gehörte nach 1945 unbedingt und zu 100 Prozent die SPD dazu, die in diesen Tagen in Berlin darum ringt, dem linken Machtimpuls zu folgen oder das Richtige zu tun.

Die große Partei Kurt Schumachers, Carlo Schmids und Erich Ollenhauers, der Bundeskanzler Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder – ja, die haben ihren Job gut gemacht, manchmal brillant.

Mit dem Godesberger Programm von 1959 legte die SPD den Grundstein, Volkspartei zu werden

„Wohin sind wir bloß gekommen, dass Konservative wie wir heute hoffen und beten, dass die Grünen und Sozis jetzt in Berlin das Richtige tun und einer offen sozialistischen und staatszersetzenden Partei den Griff nach der Macht in der deutschen Hauptstadt verwehren“, fragt beim Freund von der britischen Insel. 61 Prozent der jungen Frauen in Berlin unter 25 Jahren haben am Sonntag für die SED/Linke gestimmt, 33 Prozent für die Grünen. Clankriminelle und Hamas-Freunde feiern auf der Wahlparty der möglicherweise zukünftigen Regierungspartei in Berlin mit – ist euch eigentlich klar, was hier gerade passiert?

Und die Mitte?

Die FDP pulverisiert sich selbst, die CDU ist im freien Fall und faselt vom „Herbst der Reformen“, der jetzt aber echt kommen wird. Und die SPD weiß nicht mehr, ob sie Judenfeindlichkeit und Clankriminalität wirklich noch ablehnt, wenn Pöstchen und Dienstwagen locken.

Zeit meines Lebens ist mein politischer Kompass unverändert geblieben

Ich bin Mitte-Rechts, unbedingter Verfechter der traditionellen Familie, von Recht und Gesetz, des Schutzes des Lebens vom natürlichen Anfang bis zum natürlichen Ende, des westlichen Bündnisses, der Marktwirtschaft und der Pressefreiheit. Und der Freiheit überhaupt – die ist wichtiger als alles andere. Unfreie Länder gibt es mehr als genug auf diesem Planeten.

Wenn es Ihnen hier nicht gefällt – Sie haben die Auswahl, auch ohne dass Ihnen jemand beim Versuch, Ihr Land zu verlassen, in den Rücken schießt. So wie einst in der DDR, die ja nach Ansicht mancher „das bessere Deutschland“ gewesen sein soll.

Deutschland ist in eine beängstigende Schieflage gerutscht

Ich verstehe, warum so viele Menschen die Schnauze voll haben und in Scharen zu Linken und AfD laufen. Weil sie sich nicht mehr zu helfen wissen, weil ihr Lebensalltag immer schwieriger zu bewältigen wird, weil bisherige Gewissheiten heute nicht mehr zu gelten scheinen. Vor allem aber: Weil sie den Wortstanzen, diesem Gelaber des politischen Spitzenpersonals nicht mehr glauben, ja, dieses Gerede vom Herbst der Reformen nicht mehr ertragen können und wollen.

Deutschland braucht ein neues Angebot – Antworten auf die Fragen, die offen auf dem Tisch liegen, und andere, frische Köpfe.

Friedrich Merz hatte seine Chance. Ich habe Anfang 2025 CDU gewählt, hauptsächlich, weil ich geglaubt habe, dass Friedrich Merz es besser machen wird als Merkel und Scholz.

Aber – bis auf einige internationale Auftritte – macht er es schlechter. Deutlich schlechter. Und wenn er jetzt ersetzt werden sollte durch Daniel Günther oder Hendrik Wüst – glauben Sie mir, ich würde mich für Merz entscheiden. Da weiß man wenigstens, dass es schlecht wird, aber noch schlechter geht eben auch immer…

Ich wiederhole mich, aber ich will es wieder und wieder sagen

Die Brandmauer muss weg. CDU/CSU müssen sich von dieser SPD in der Bundesregierung trennen und eine Minderheitsregierung versuchen. Wenn sie die Hose voll haben und nicht den Schneid dazu, wird der Remmo-Clan 2029 die dann neue Bundesregierung mitfeiern und jüdische Mitbürger dieses bunte Deutschland in Scharen verlassen.

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Dieser Artikel wurde 28 mal kommentiert

  1. Sobiech Christoph Antworten

    Hmm, ich denke diese mystische * Mitte * hat sich auf absehbare Zeit, damit meine ich ein paar Generationen erledigt. Da das Land am arsch ist sind wieder harte Entscheidungen gefragt, das kann die kompromiss und wischwasch Mitte nicht leisten. Das erleben wir in Buchstäblich jeden westlichen Land der Welt.

    Es scheint so das es diese Mitte nur geben kann wenn alles weitgehend läuft und es für die allermeisten genug von allem gibt. Dann aber werden von dieser Mitte selbsternannte Weltverbesserer produziert die das funktionierende unbedingt meinen verbessern zu müssen und irgendwelche * ungerechtigkeiten * in in und ausland zu beseitigen.

    Das Ergebnis ist dann unweigerlich….das was wir dann heute haben.
    Das sind dann wieder die harten Zeiten und harte Männer die gefragt sind/an die macht kommen und versuchen das ganze wieder ins lot zu bringen mit mehr oder weniger Erfolg.

    Gesichtlich betrachtet ist es nämlich gar nicht so wichtig was für ein System herrscht sondern nur das die mehrheit ist darin einig ist das dieses System es wert ist das man dafür einsteht und seine Ziele verfolgt, wenn das der fall ist wird das ganze Spektrum quasi nebenbei in Ordnung und am laufen gehalten.
    Bis dann die korruption einsetzt und das System nach und nach zerstört.
    Und es dann durch ein neues ersetzt wird, wie auch immer dieser ausschaut.

    In Deutschland passierte die zerstörung bereits, beginnend wohl in den 70´er und wenn man nicht in einer traumwelt lebt muss man erkennen das die selbsternannten Parteien der Mitte es nicht schaffen werden darauf eine Antwort zu geben und somit ihre vernichtung unabwendbar ist. Kommt nur noch darauf an wie sehr sie dabei zappeln und extra schaden anrichten.

    Wenn es irgendwann besser wird kann es wieder beginnen aber ich bezweifle das es einer von uns hier noch erleben wird.

    Wäre zwar schön wenn es nicht so wäre aber ich wüsste keinen Beispiel der Welt wo es nicht so gekommen wäre.

  2. Gerd Franken Antworten

    Die bürgerliche Mitte, so wie Sie die beschreiben, mitte-Rechts, unbedingte Verfechter der traditionellen Familie, von Recht und Gesetz, des Schutzes des Lebens vom natürlichen Anfang bis zum natürlichen Ende, des westlichen Bündnisses, der Marktwirtschaft und der Pressefreiheit….existiert nicht mehr. Die Reste davon leben z.T. in Seniorenheimen oder verbringen die Winter in Spanien. Das hat sich in 10 Jahren erledigt.
    In der Realität sieht diese bürgerlich Mitte wie folgt aus: Menschen die auf Smartphones starren. Junge und alte Bildschirmzombies die durch die Fussgängerzonen taumeln ohne zu wissen wo sie sich gerade befinden. Das ist eine leicht zu steuernde Masse, der feuchte Traum aller Geheimdienste und Tyrannen.

    • Martin Ludwig Antworten

      @Gerd Franken: Sehe ich ganz ähnlich! Das Konzept „Halt du sie dumm, – ich halt‘ sie arm!“ war früher aufgeteilt zwischen Kirche und Staat. Aktuell braucht es dafür allerdings keine Kirche mehr, weil der Staat beide Aufgaben übernommen hat und diesen sehr eifrig nach kommt.
      Das letzte verbleibende Bisschen „Bürgerliche Mitte“ hat schlicht keine Zeit und keine Kraft mehr, sich gegen die ständigen Angriffe zur Wehr zu setzen. Zu den üblichen Demo-Zeiten sind diese Menschen auf Arbeit oder kümmern sich um ihre Familie… und die 2 Tage Wochenende werden gebraucht um die Arbeiten um das Haus zu erledigen, zu denen man unter der Woche nicht kommt und ggf. mal etwas Kraft zu tanken.
      Der Staat hat dafür gesorgt, dass es mindestens 1,5 Einkommen braucht um mit Kindern über die Runden zu kommen. Daraus resultiert, dass der Staat die „Bildungshoheit“ über unsere Kinder erlangt hat, die er großzügiger Weise versorgt, während die Eltern zu knapp 60 % für den Staat arbeiten.
      In der Schule bekommen die Kids dann jeden Tag etwas über sexuelle Selbstbestimmung und über die schöne bunte vielfalt in Deutschland erzählt. Daneben erklärt man ihnen, dass Deutschland ja bereits zwei Mal „aufbegehrt“ hat und das Resultat jedes Mal ein Weltkrieg mit ganz viel Elend war – was sich natürlich niemals wiederholen darf.

      Die wenigen Kids die das System durchschauen, stellen dann ganz schnell fest, dass wer aufbegehrt ganz schnell Mundtot gemacht wird und das Ergebnis ist eine Generation, die sich ausschließlich um sich selbst sorgt und in weiten Teilen keinen Bock darauf hat, einen sinnvollen Beitrag zu diesem kranken System zu leisten oder für diejenigen arbeiten zu gehen, die ihnen diese Zukunftsaussichten beschert haben.
      Ich versteh die Kids. Ich hab selbst keine Lust mehr jedes Jahr bis 13. Juli oder darüber hinaus nur für diesen Staat und das Sozialsystem zu arbeiten, während in den Fußgängerzonen die Empfänger in der Sonne Sitzen und in der Blüte ihres Lebens mit einem Lächeln im Gesicht Kaffee schlürfen.

      Ich sage meinen Kids täglich, dass sie auswandern sollen um eine lebenswerte Zukunft für sich und ihre Kids zu haben…

      • Gerd Franken Antworten

        Die Anzugträger in der demokratischen Mitte haben es ja versaut. Dann doch lieber Jogginghosenträger die abliefern.

      • Sobiech Christoph Antworten

        Siehe Gerd, fakt ist man kann es gar nicht schlechter machen als ihre Mitte. Selbst nichtstun wäre vermutlich besser für Deutschland als was die * Mitte * da abliefert.

    • S v B Antworten

      @Gerd Franken

      Danke. -Die Fußgängerzonen präsentieren sich genau so befremdlich wie Sie es schildern. Um dies zu bezeugen, muss man nicht erst in eine deutsche Mittel- oder Großstadt fahren. Kleinstädt, mitunter sogar Dörfer, bieten ähnliche Bilder im Kleinformat. Selbst unsere Ohren reisen tagtäglich um die halbe Welt. Der Augenschein bestätigt das zunehmende Gefühl von Fremdheit im eigenen Land. Die Hoffnung auf Vertrautes wird dadurch immer seltener aufkeimen. – Und wenn man dann noch liest oder hört, dass das Ergebnis der PISA-Studie für Deutschland hundsmiserabel, also schlechter denn je zuvor, ausgefallen ist, und dass ein erstaunlich hoher Prozentsatz aller Auszubildenden über psychische Probleme im Zusammenhang mit ihrer Ausbildung (einer Lehre) berichten, wird deutlich, wie sehr sich dieses Land und seine Menschen bereits verändert haben. Und das offenbar nicht hin zum Besseren. – Früher unterwarf sich ein Großteil der Gesellschaft dem weithin bekannten, doch erst einmal wenig ermutigenden Sprichwort „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Wieviele begabte und tüchtige Handwerker sind trotz – oder gerade wegen? – dieser profunden Erfahrung in ihrem Fach zu unverzichtbaren, stets gerne gesehenen, mitunter gar sehnlichst erwarteten, Stützen unserer Lebensführung avanciert. Darunter Elektriker, Bäcker, Metzger, Maurer, Zimmerer, Tischler, Maler, KfZ-Mechaniker oder Anlagenmechaniker für SHK, also der Fachmann für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik (früher Gas-, Wasser- und Heizungsinstallateur genannt) – um nur ein paar zu nennen. Wenn es all diese sachkundigen, fleißigen Männer (und Frauen!) nicht gäbe, würden wir zu mancher Gelegenheit alt aussehen, echt alt. – Hoch lebe also das deutsche Handwerk mit seinem enormen Ausbildungs-Potenzial! Übrigens… um Deutschlands uraltes, doch keinesfalls antiquiertes, bewährtes Ausbildungssystem im Handwerk (Lehre mit Berufsschule, Gesellenzeit, Meisterschule, Meisterbrief , Ausbildungseignung etc.) beneidet uns die halbe Welt. Es wäre kurzsichtig, die strengen Regeln der Ausbildungsgänge im Handwerk durch ungerechtfertigte Rücksichtnahme, einen erhöhten Bedarf oder gar Mitleid zu lockern. Der traditionell hohen Standard handwerklicherArbeit im Lande kann nicht hoch genug geschätzt werden. Es gilt, diesen auch zukünftig zu erhalten. Abgesenkte Erwartungen hingegen würden sich über kurz oder lang zu einer Art von Systemerkrankung im Handwerk ausweiten. – Nicht auszudenken!

  3. Der_Michi Antworten

    Ich wohne in einem gentrifizierten Großstadtviertel, in dem seit Jahren genau die bürgerliche Mitte (also die von heute, nicht die von vor vierzig Jahren) jeweils in einem ihrer geerbten Gründerzeithäuser mit vielen verschiedenfarbigen Mülleimern im Hof und dem dicken Verbrenner-SUV mit „Verkehrswende jetzt!“-Aufkleber auf dem Kofferraum wohnt.
    Nachdem man sein Gemüse im Bio-Halal-Supermarkt eingekauft hat, fährt man zur Demo, um ein Zeichen zu setzen. Man skandiert fröhlich mit den anderen Teilnehmern „From the river to the sea“ und „Hamas, Hamas, J**** ins G**“, um ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit in der Welt zu setzen. Danach fährt man wieder nach Hause und hängt neben die Regenbogenfahne ein „Kein Veedel für Rassismus“-Transparent ins Fenster.
    Bei der nächsten Wahl bekommt statt der inzwischen arg spießig und altmodisch gewordenen Grünen die Linke die Stimme, weil die sich NOCH mehr für die Gerechtigkeit in der Welt einsetzen.
    Wer oder was „Remmo“ ist, wissen diese Leute nicht, da es in ihren „Trusted Flagger“-Medien nicht thematisiert wird. Auch in den Online-Ausgaben von „Hartaberillnerberger“ wird das nicht verhandelt. Und um ehrlich zu sein, es interessierte sie auch nicht, wenn sie es wüssten.
    Dass die jüdischen Mitbürger in Scharen das Land verlassen, ist diesen Leuten (wenn auch nur nach dem vierten Glas fair gehandeltem Rotwein hinter vorgehaltener Hand) ganz recht (siehe oben).

      • Der_Michi Antworten

        Ja, ich bin Kölner. Als ich vor 30 Jahren in dieses Viertel gezogen bin, herrschte hier noch Vielfalt. Heute kann sich kein Ausländer mehr die Miete leisten. Kein Veedel für Rassismus…
        P. S. Die CDU hat hier seit jeher einstellige Ergebnisse.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      NIUS berichtet heute, daß sich die ehemalige Bundeskanzlerin mit 2 gepanzerten Limousinen zum 700m entfernten Bäcker fahren lässt, um Brötchen einzukaufen.
      Außerdem stehen ihr 9 (in Worten neun) Mitarbeiter zur Verfügung, um weiter die Märchen ihrer gelungenen Kanzlerschaft zu verbreiten.
      Mit Angela Merkel begann der Abstieg der CDU, der sich immer mehr beschleunigt.

  4. Johannes Antworten

    Die alte Heimat der bürgerlichen Mitte, die Union (und gerne auch frühere SPD), hat sich – ausgehend von den oberen, abgeschotteten Führungszirkeln -von dem was Bürgertum einst ausmache Schritt für Schritt entfernt. Und steht heute schlicht etwas ratlos und verwirrt NEBEN dem Bürgertum. DIE verstehen unsere Ideen und Ziele nicht (mehr), darum müssen wir dass dem Bürgertum NUR besser ERKLÄREN.

    Die bürgerliche Mitte hat sich daher wohl mehrheitlich auf den Weg gemacht und sich eine neue Heimat gesucht.

    Jetzt sind Union und SPD entsetzt, dass die bürgerliche Mitte schaut, ob sie in der AfD eine neue Heimat findet.

    Abhilfe soll nun noch besseres ERKLÄREN der neuen Positionen von UNION und SPD schaffen. Das Problem: mit Erklären ist es vorbei, angesichts der Riesenprobleme. Und hier erinnere ich wieder an den klarsichtigen Horst Seehofer, der bereits 2018, die Migrstion als Mutter aller Probleme bezeichnete. Und die bürgerliche Mitte sieht dass wohl auch so!

    Die bürgerliche Mitte IST bereits stark. Sie findet in UNION und SPD nur keine adäquate Vertretung ihrer Positionen (mehr). Die bürgerliche Mitte ist nicht laut und tönend. Sie ist eher still. Aber nicht dumm. Von der Politik wird das übrigens leider manchmal gleichgesetzt.

    Die bürgerliche Mitte checkt jetzt die AfD. Die ist nun gefordert, zu zeigen, ob sie dauerhaft eine Heimat für die bürgerliche Mitte sein kann.

    Wollen UNION und SPD wieder mehrheitlich Heimat der bürgerlichen Mitte werden, müssen sie lediglich auf ihre früheren Positionen zurückkehren UND entsprechend HANDELN.

    Denn: es hat sich AUSERKLÄRT.

  5. H.K. Antworten

    „Die Mitte“ ist ein ebenso irriger Begriff wie „die demokratischen Parteien“.

    Wer bzw. was sich so alles in der „Mitte“ tummelt, müßte sich gegenseitig auf den Füßen stehen.

    Und wer oder was sich so alles selbst zur „Mitte“ erklärt, sollte einmal darüber nachdenken, daß es in der Horizontalen „Links, Mitte, Rechts“ gibt.

    Das war bereits im allerersten Bundestag deutlich zu sehen. Links saßen die KPD und rechts daneben die SPD, rechts von denen die Union, rechts davon die FDP und ganz rechts die anderen „rechten Parteien“ wie die DKP ( damals stand das „K“ noch für „konservativ“.

    In der MITTE verlief die Trennlinie zwischen Linken und Kommunisten einerseits und Union, FDP und rechten Kleinparteien andererseits.

    Aber heute erklären sich ja auch Parteien selbst nicht nur zur „politischen Mitte“, sondern sie entscheiden auch selbst, daß sie „demokratische Parteien“ sind – und in ihren Augen spielt es dabei keinerlei Rolle, ob eine Partei heutzutage in einer freien, demokratischen Wahl in ein Parlament gewählt wurde, oder nicht.

    Es spielt ebenfalls keine Rolle, was der Wähler will. Egal, wie das Wahlergebnis aussieht: Man weigert sich als „demokratische Partei“ stur, mit anderen, ebenfalls demokratisch gewählten Parteien, überhaupt zu sprechen. Das gilt selbst bzw. erst recht, wenn „die Anderen“ die Wahlsieger sind. Auch der Abstand zwischen Wahlsieger und Wahlverlierern spielt da keine Rolle.

    Der Wahlverlierer glaubt tatsächlich, ER habe den Regierungsauftrag.

    So etwas nennt man schlicht „Ignorieren des Wählerwillens“.

    Und als sei das alles nicht genug, entscheiden die Wahlverlierer sogar, den Wahlsieger von parlamentarischen Ämtern, Ausschußvorsitzen und sogar von Informationen auszuschließen.

    DAS nennen sie dann „Verteidigung UNSERER Demokratie“.

    Und dieses Ignorieren des Willens des Souveräns führt dann bei der nächsten Wahl dazu, daß dieser Souverän bestimmte „Volksparteien“ gar nicht mehr im Parlament vertreten sehen will.

    „NEIN, wie konnte DAS denn nur passieren ?!“

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Wenn die CDU mit Merz so weiter macht wie bisher, bekommt Wüst bei der Landtagswahl die wohlverdiente Klatsche.

      • H.K. Antworten

        Die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ berichtet heute, die CDU in NRW habe in einem Jahr 10 % eingebüßt – ZEHN.

        Bis zur Landtagswahl sind es noch sieben Monate – da fließt noch viel Wasser den Rhein ( und die Ruhr ) hinunter …

  6. Sarnersee Antworten

    Ein Gedanke zu MV mit Zahlen der Landtagswahlen:

    AfD 38,2 + CDU 4,9 + FDP: 1 + Summe liberal-konservativer Parteien (Team Freiheit/Freie Wähler/WLD/Bündnis C/dieBasis) großzügig abgeschätzt 2,2%. In der Summe: 46,3%.

    SPD 35,5 + Die Linke 6,5 + Grüne 5,7 + BSW 4,8 + Summe Kleinstparteien 1,2. In der Summe 53,7.

    Das ist zwar knapp, aber eine eindeutige Mehrheit der pol. Linke. Dass die Mehrheit in MV den Polilitikwechsel möchte, wie immer wieder von der AfD kolportiert wird, ist sachlich falsch. Das ist bitter, aber Fakt. Eine knappe Mehrheit der Bürger in MV wollen Links. Das hätten die ehemaligen Unionswähler, die taktisch links gewählt haben, wissen können. Ich möchte den SPD-Wählern dort keine Einfalt unterstellen, d.h. allein die kokette (aber eben listreiche) Manuela Schwesig vorm geistigen Auge in der Wahlkabine gehabt zu haben. Aber in MV ist die SPD und CDU jeweils eine Anomalität. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  7. Gerd Franken Antworten

    @Sarnersee

    In Ihrer Aufzählung, danke dafür, verortnen sie die CDU ins liberal-konservative Lager. Woher nehmen Sie diese Gewissheit? Ich persönlich sehe die Union im aktuell Zustand spätestens nach 2015 eher bei den Linken und die FDP genauso. Das mache ich u.a. auch daran fest, dass diese beiden Parteien, während des Coronawahnsinns, die unsäglichen Maßnahmen unisono mit Rotgrünlinks abgesegnet haben.

    • Klaus Kelle Antworten

      Kann man da bei der Eintrittserklärung ankreuzen, wenn man nicht zu den Putin-Schleimern und dem „freundlichen Gesicht des NS“ gehören möchte?

      • Gerd Franken Antworten

        @Teide

        Ich bin bereits eingetreten…

        @Klaus

        Nur halb originell, was mich dazu anregt mal nachzufragen, ob man bei Eintritt in die CDU ankreuzen kann, ob man ein notorischer Lügner sein muss oder auch mal die Wahrheit sagen darf.

  8. u e Antworten

    zunächst… Mitte ist wer ? Frage als alter liberaler konservativer weißer Mann dessen Ansichten und Ansprüche sich seit Jahrzehnten nicht geändert haben jetzt aber voll rechts sind?
    Antwort auf die Frage: gar nicht
    warum? weil die Basis fehlt, der Ersatz für FDP… Bündnis Deutschland, Werte Union, Team Freiheit, wir Bürger ( ex lkr) , die Konservativen ( gibt’s die noch?) , jemand vergessen? ach ja die “ Handwerkerpartei“ .Da will ich von einem charismatischen Anführer, gerne auch Anführerin gar nicht reden.
    Ich verstehe auch Kubicki nicht…
    Redet in der Mietwohnung Hochburg Berlin von Eigentum am Einfamilienhaus.
    Ich habe es aufgegeben…

  9. Lupo A Antworten

    Um die Titelfrage zu beantworten:

    Alle öffentlich-rechtlichen Medien entweder komplett umkrempeln oder abschaffen. Unvoreingenommene, offene und ehrliche Information statt allabentlich in die Hirne geträufeltes ideologisches Gift!

    Dann wird sich auch wieder ein gemeinsames Gefühl für das, was wirklich nötig ist und im gemeinsamen Interesse liegt, herausbilden. Ich fürchte, solange die öffentlich rechtlichen Dreckschleudern aktiv sind, wird sich nichts bewegen lassen.

    • H.K. Antworten

      Die Öffentlich Rechtlichen sollten in ihrer bisherigen Form bleiben.

      Mit einer Einschränkung:

      Die Zwangsgebühren werden in Abos umgewandelt. Wer ARD, ZDF & Co sehen möchte, bucht die Sender und wer nicht, der nicht. So wie bei Netflix, Disney oder sonstwas.

      Ganz einfach.

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