EU-Ursula entfernt den „Atomkraft? Nein danke!“-Aufkleber vom Kühlschrank

Spät, aber vielleicht auch noch nicht zu spät. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat beim zweiten internationalen Gipfel zur Kernenergie in Boulogne-Billancourt bei Paris eingeräumt, dass die Abkehr der Europäer von der Atomkraft ein „strategischer Fehler“ war. Das hätten sie allerdings auch schon früher wissen könnten, etwa beim Blick auf den Globus und den vielen markierten Baustellen für neue Atommeiler überall.

Jetzt will sich „Euro-Uschi“ der „weltweiten Renaissance der Kernenergie“ anschließen und neue kleine Atomreaktoren bauen lassen, die bis Anfang der 2030er Jahre einsatzbereit sein sollen.

Dazu gehört konkret, dass Vorschriften dazu grenzüberschreitend angeglichen würden, sagte die EU-Kommissionspräsidentin. Das Geschäftsmodell der modularen Reaktoren sei auf Skalierung angewiesen und die Kooperation über die europäischen Grenzen hinweg von entscheidender Bedeutung. „Der Grundgedanke ist einfach: Wenn der Einsatz einer Technik sicher ist, muss es einfach sein, sie überall in Europa einzusetzen.“

 

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Dieser Artikel wurde 25 mal kommentiert

  1. Johannes Antworten

    Weiß dass schon der Bundeskanzler ?

    Und v.a. Partei die, die ihn an der kurzen Leine führt?

    Und hat Ursula heimlich aus dem Parteiprogramm der AfD kopiert?

    Ich weiß: Fragen über Fragen 😃

      • Johannes Antworten

        Netter Versuch😉 ; die AfD braucht keinen Verband: sie denkt selbst.

        Hier der aktuelle Antrag im Bundestag:

        „ 04.03.2026
        Wirtschaft und Energie — Antrag — hib 169/2026
        AfD fordert Wiedereinstieg in die Atomkraft

        Berlin: (hib/NKI) Die AfD-Fraktion fordert, zur Atomkraft zurückzukehren und den Zubau neuer Gaskraftwerke dahingehend zu prüfen, ob diese mit den Reaktivierungsplänen für Kernkraft synchronisiert werden können. Der Antrag (21/4460) wird damit begründet, dass die Kernenergie eine international bewährte, anerkannte, technisch ausgereifte und grundlastfähige Form der Stromerzeugung darstelle, die in zahlreichen Industrienationen weiterhin genutzt, modernisiert und ausgebaut werde. Derzeit befänden sich weltweit 66 neue Kernkraftwerke im Bau.

        Eine sichere und kostengünstige Stromversorgung sei die Grundlage industrieller Wertschöpfung, wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Sicherheit in Deutschland. „Der staatlich forcierte und subventionierte Neubau von Gaskraftwerken stellt keine nachhaltige Lösung dar, sondern verschiebt bestehende Probleme in die Zukunft“, heißt es in dem Antrag. Die Bundesregierung solle „umgehend die rechtlichen Grundlagen für einen Wiedereinstieg in die Kernenergie schaffen“ und das Verbot der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung aufheben. An Standorten mit stillgelegten Kernkraftwerken solle die Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke geprüft werden. An Standorten der stillgelegten Kernkraftwerke, an denen die Wiederinbetriebnahme aus zeitlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vertretbar erscheine, solle die Errichtung neuer Kernkraftwerke und deren langfristiger Betrieb von mindestens 40 Jahren ausdrücklich und verbindlich ermöglicht werden.

        Sämtliche Planungen, Ausschreibungen und Förderprogramme für neue staatlich subventionierte Gaskraftwerke sollten überprüft und an die Reaktivierungspläne für die Kernkraft angepasst werden.

        Der Antrag wird dem Bundestag Donnerstag in erster Lesung vorgelegt.“

          • Johannes

            Finden Sie die Forderung denn unvernünftig?

          • Klaus Kelle

            Nein, ich bin völlig konform mit vielen Dingen, die die AfD fordert und in ihr Programm schreibt

        • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

          Leider wird dieser sehr vernünftige Antrag von den selbsternannten „Demokraten von ganz links bis Mitte“ abgelehnt werden, weil sie fürchten müssen, daß der Mob, den sie zur Unterstützung gegen die „gesichert Rechtsextremen“ gerufen haben, auch gegen sie aufstehen wird.

          Frei nach dem Zauberlehrling: Die Geister, die ich rief, die werd ich nun nicht los!

          Bis auf dem Gebiet Kernkraft in Deutschland ein Umdenken erfolgt, haben die Umrainer dutzende Werke in Betrieb genommen und die deutsche Regierung alle Spuren ehemaliger Werke beseitigt, denn was die Regierung macht, das macht sie richtig!

          • Achim Koester

            @Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            „denn was die Regierung macht, das macht sie richtig!“
            ich schätze Sie und Ihre Kommentare sehr, aber hier möchte ich korrigieren: „das macht sie GRÜNDLICH, denn richtig gemacht hat diese Regierung noch nicht viel.🤮🤮

      • H.K. Antworten

        Die AfD weiß nix. Alle doof.

        ( Dumm nur, daß „das Volk“, vor allem die arbeitende Bevölkerung, zunehmend „die da“ wählt …

        Wären da bloß nicht dieser Helferich, dieser Krah, dieser Curio, diese von Storch, diese Weidel, dieser Chrupalla, und dieser Dings – na … Dieser Putin … ).

        Gut, daß es die „demokratischen Parteien“ gibt – DIE wissen bescheid …

        • Johannes Antworten

          Doof sind v.a. die jubelnden Zerstörer der Atomkraftwerke- wie jüngst in Bayern 😎

          Die dürften jetzt alle ziemlich belämmert aus ihrer muffigen Wäsche schauen.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Die sind unbelehrbar, ideologisch verblendet. Da machst du nichts.

          • H.K.

            Wie doof man ( frau auch ) sein kann, sehen Sie – leider – auch an meiner hanseatischen Heimatstadt, die sich selbst vor die Dampfwalze bettet.

            Es fragt sich, wann auf der Suche nach Hamburg nur noch Pinneberg auf der Landkarte zu finden ist

            Aber egal – Hauptsache: klimaneutral !

        • Johannes Antworten

          Und die Passage aus TE bringst sicher auch für den Blogbetreibet auf den Punkt.

          „ Am Ende bleibt ein Satz, der härter ist als jede Oppositionsrede. Europas Abkehr von der Atomkraft war ein strategischer Fehler. In diesem einen Satz steckt das Eingeständnis von Milliarden- und Billionenkosten, verspielter Wettbewerbsfähigkeit und mutwillig erhöhter Verwundbarkeit. Was jahrelang als Fortschritt verkauft wurde, erscheint plötzlich als politischer Irrweg. Nicht die Kritiker müssen sich erklären. Erklären muss sich eine Machtelite, die erst Schaden anrichtet und ihn dann, wenn er unübersehbar geworden ist, mit staatsmännischer Miene nachbuchstabiert.“

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Leider ist es nicht die Machtelite, die die Suppe auslöffelt. Es ist der Steuerzahler, der Malocher, der Industriearbeiter, der kleine Mann.
            Die verantwortlichen Politiker und Ideologen lehnen sich zurück, sie haben ihr Schäfchen im Trockenen und müssen sich selten Sorge um ihre Altersversorgung machen.

          • Achim Koester

            @Johannes
            Es erscheint nicht „plötzlich“ als Irrweg. Kluge Köpfe wie Prof.Dr.Hans-Werner Sinn und Prof. Fritz Vahrenholt sagen das schon seit Jahren, nur hören will es von den Ideologen und den ihnen hörigen Politikern niemand, das ist wie mit dem „menschgemachten“ Klimawandel.

    • Achim Koester Antworten

      @Johannes
      Nein, der BK weiß es nicht, also weder Merz noch Klingbeil, denn Merz hat gestern wörtlich im TV gesagt: „Der Ausstieg ist irreversibel“. Das bedeutet wohl, dass die letzten Anlagen auch noch gesprengt werden sollen, danach die Industrieanlagen, der Rest verschwindet dann von allein.

  2. Hans-Jürgen Pöschl Antworten

    Habe gerade unseren Bundeskanzler gehört:
    „Wir haben uns zu diesem Weg ohne Kernkraft entschlossen und werden ihn auch in Zukunft konsequent weiterverfolgen.“
    Also da ist sie wieder; die klimaneutrale grüne Insel in Europa.
    Da lassen wir uns nicht von solchen rückständigen Hanseln in die Suppe spucken!
    Unverständlich nur – wo ist denn der EU-Musterschüler geblieben?
    Das erinnert mich an die DDR-Losung zur Zeit der Perestroika: „Wenn der Nachbar seine Wohnung neu tapeziert, müssen wir es ihm doch nicht nachmachen.“
    Das Zitat stammt nicht von Merkel oder Merz, sondern ….?

  3. Johannes Antworten

    In der Zeit ist aktuell zum Thema folgendes Statement zu lesen:

    „ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte zu den Äußerungen von der Leyens, es werde nicht überraschen, „wenn ich sage, dass ich persönlich die Einschätzung von Frau von der Leyen teile“. Allerdings hätten frühere Bundesregierungen entschieden, aus der Kernenergie auszusteigen, und dieser Beschluss sei irreversibel. „Ich bedaure das, aber es ist so, und wir konzentrieren uns jetzt auf die Energiepolitik, die wir haben“.“

    „Persönlich“ teilt die Einschätzung, aber leider, leider sei nichts mehr zu machen, weil eine frühere Regierung anders entschieden haben. Da sei nun aber WIRKLICH nichts zu machen.

    Der Fritze hält uns wirklich für saublöd – gell.

    Die Politik kann nahezu alles an Gesetzen rückgängig machen. SIE muss nur wollen, wie beim Heizungsgesetz 😎

    Dieser Bundeskanzler schrammt hier hart an einer öffentlichen Lüge. ER traut sich nicht, weil ihm sonst die SPD von der Stange geht.

    Mal schauen, wie lange er seine Haltung zum Schaden Deutschlands aufrecht hält.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Was für ein Bullshit aus Fritzchens Mund!
      Für mich ein unwählbarer Politiker.
      Außer dem Blogbetreiber gibt es, so scheints, keinen Foristen, der mit diesem Kanzler zufrieden ist, obwohl er die Ukraine ohne wenn und aber unterstützt und keine Idee für ein Ende des Krieges entwickelt.

      • H.K. Antworten

        Wahrscheinlich hat „der Lars“ inzwischen „dem Fritz“ vorgeschlagen, daß man sich „die Amtszeit teilen“ soll:

        Das erste Jahr ist Merz dran, das zweite übernimmt „Antifa-Lars“, das dritte dann „Maßanzug-Babsi“ und danach ist ohnehin Schicht im Schacht.

        Aber: 🤫🤫🤫🤫🤫

  4. Achim Koester Antworten

    @KK
    Leider ist es schon zu spät für eine Rückkehr, Merz hat gestern im ÖR TV deutlich gesagt:“Der Atomausstieg ist irreversibel“, und wenn ich mein Latein noch nicht ganz vergessen habe, bedeutet das „unumkehrbar“.
    Einem Kanzler, der derartige Aussagen absondert, nehme ich auch nicht ab, die Wirtschaft sanieren zu wollen. Es wäre nur logisch nach den KKW auch die Produktionsstätten der Industrie in die Luft zu sprengen, um eine Wiederinbetriebnahme ein für allemal zu verhindern.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Achim Koester,

      nichts ist irreversibel in der Politik. Und Bundestagswahlen kommen auch alle vier Jahre wieder neu… Aber jetzt ist er nunmal da.

      kk

      • Ursel Antworten

        Wenn Sie sagen, „Aber jetzt ist er nunmal da“, (der Atomsausstieg), erinnert mich das stark an Frau Merkels lapidare Aussage: „Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da“.

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