GASTSPIEL DIETRICH KANTEL: Die Skandale der Frau von der Leyen

Die Klatschpresse kennt den Begriff der Skandalnudel. Diese Titulierung findet in der Berichterstattung aus der Welt der Politik eher wenig bis keine Verwendung. Ganz oben in der Rangliste und Top-Favoritin für die Verleihung eines Skandalnudelpreises wäre die deutsche Christdemokratin Ursula von der Leyen. Nur ist die bekanntlich nicht im Show-Geschäft tätig sondern in der Politik. Zurzeit: Präsidentin der Europäischen Kommission.

Zuvor war die gelernte Ärztin, Mutter von sieben Kindern, die sich nie einer Direktwahl für ein politisches Mandat stellte, Landesministerin für Soziales und Gesundheit in Niedersachsen. Kaum im Amt, strich sie dort erstmal das Landesblindengeld. Solchermaßen verdient gemacht, ging es weiter steil aufwärts: Bundesfamilienministerin, dann Bundessozialministerin, dann Bundesverteidigungsministerin. Jeweils von Merkels Gnaden. Förderlich war, dass sie dem berüchtigten Girls-Club der Kanzlerin angehörte. Da war (fast) alles möglich.

Auch für das Amt der Bundespräsidentin hatte Frau Merkel sie erst vorgesehen, sich dann, die angeblich immer alles vom Ende her Denkende, aber eines anderen besonnen. Entschädigt wurde Frau von der Leyen, kurz „vdL“, dann schließlich durch einen Macron-Merkel-Deal: Sie, die vor den Wahlen zum Europaparlament dafür nie zur Debatte stand, wurde in einem Ämtergeschacher zur EC-Präsidentin bestellt. Dafür ließ Merkel den eigentlich dafür europaweit Designierten deutschen CSU-Mann Weber kurzerhand über die politische Klinge springen. Weber trägt diese Schmach bis heute mit erstaunlicher Servilität.

Green Deal – aber Business-Jet für 55 Luftkilometer

In ihrer Amtszeit als Bundesverteigungsministerin reüssierte vdL wie folgt: Eine von militärischen Belangen, wie sie selber auch, gänzlich unbeleckte Unternehmensberaterin berief sie zur Staatssekretärin. Die, wie auch einer der Söhne der vdL, gehörten praktischerweise demselben Beratungskonzern an. Ab dann explodierte die Vergabe von Aufträgen aus dem Verteidigungsministerium an externe Berater, darunter auch an dasjenige, in dem besagter vdL-Sohn wirkte, in einen satten dreistelligen Millionenbereich.

Derweil flogen in den deutschen Streitkräften unter vdL Kampfjets nicht, U-Boote konnten nicht tauchen, Panzer nicht schießen. Dafür sorgten Ministerin und Staatssekretärin aber erst einmal für Fernseher und Kühlschränke in den Soldatenstuben, wurden Kindergartenplätze in den Kasernen geschaffen und Kampfanzüge für schwangere Soldatinnen (!) in Auftrag gegeben. Bei noch ungeklärten Sachverhalten über eventuelle politisch radikale Vorkommnisse, fiel die Ministerin ihrer Truppe vorschnell aber Effekt heischend öffentlich in den Rücken und konstatierte der Bundeswehr pauschal ein „Haltungsproblem“.

Zugfahren ist was für die anderen

Auch als EC-Präsidentin setzte vdL sogleich fort, worauf sie sich besonders versteht: Die Vergabe von Berateraufträgen an Externe im hohen dreistelligen Millionenbereich. Dem Vernehmen nach laufen deswegen interne Untersuchungen der Rechnungsprüfer in Brüssel.

Nun ist gerade wieder so eine delikate Verhaltensweise der Frau von der Leyen bekannt geworden: Während die EU-Kommission im Rahmen des von ihrer Präsidentin angekündigten Milliarden schweren „Green Deal“ das „Jahr der Schiene“ ausgerufen hatte, scherte die Green-Dealerin sich nicht an ihre eigenen Verkündungen. Nach einem Wien-Besuch im Juni dieses Jahres reiste von der Leyen zu einem Folgetermin in die nur 60 Straßenkilometer entfernte slowakischen Hauptstadt Bratislawa. Nicht mit dem Zug, nicht mit dem PKW. Ein Privatjet musste her. Für 55 Kilometer Luftlinie.

Auf rund 60 Straßenkilometer kam die Präsidentin dennoch, wie die österreichische „Kronen Zeitung“ berichtet: Mit den Transfers zwischen den jeweiligen Flughäfen und Innenstädten. Begründung für den extremen Kurzstreckenflug: Termindruck. Das dürfte jedoch keiner sachgemäßen Überprüfung standhalten. Zählt man den zeitlichen Aufwand für die Fahrten in den Innenstädten nach und von den jeweiligen Flughäfen zusammen und addiert dazu die effektive Flugdauer einschließlich der Start- und Landezeiten wäre eine vergleichbare Zug- oder Autofahrt deutlich kürzer gekommen.

Der Clou, an Unverfrorenheit kaum zu überbieten: Der Termin in der slowakischen Hauptstadt diente der Bekanntgabe des Aufbaufonds der Milliarden schweren Corona-Hilfen. Dieser Fond setzt zuvorderst auf klimafreundliche Investitionen. Derweil wurde bekannt, dass vdL in ihrer bisherigen EU-Amtszeit möglicherweise bis zu 50 solcher Extremkurzflüge mit Privat-Jets unternommen haben soll.

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Dieser Artikel wurde 23 mal kommentiert

  1. Ketzerlehrling Antworten

    Sie ist eine typische Frau. Mehr muss man dazu nicht sagen. Viele Männer finden das chic, Frauen finden das stark, ich finde diese Parasitin zum Kotzen. Eine starke Frau ist etwas anderes, eine richtige Frau auch. Das zählt man nicht in der Anzahl ihrer Kinder.

  2. GJ Antworten

    Gute Mädchen kommen in den Himmel, schlechte (via Bilderberger) überall hin, vielleicht auch vor Gericht…

    • H.K. Antworten

      ????????????

      Entschuldigung, daß ich lachen muß …

      In diesem Land werden Wahlen „rückgängig“ gemacht, es werden Ministerpräsidenten und Verfassungsrichter*/-:/_/Innen der Mauerschützenpartei mit Hilfe der CDU ins Amt gehievt, Corona-„Versprechen“ am laufenden Band gebrochen, 50-, 60-jährige Demonstranten von der deutschen Polizei zu Boden geschubst, durch die Gegend geschleudert, wie Schwerverbrecher abgeführt, um Drogendealer ( mit „Mirgrationshintergrund“ ) werden in Parks „Kreise“ gemalt, um ihr „Revier“ zu kennzeichnen, in Europa wird unser Geld von einer Kommissionspräsidentin, die niemals kandidiert hat, verschleudert.

      Parteifunktionäre der CDU rufen öffentlich auf, bestimmte „Parteifreunde“ nicht zu wählen und als Dank werden sie in „Kompetenz-Teams“ berufen.

      Andere schwurbeln von Koalitionen mit der Mauerschützenpartei und regieren ein Bundesland.
      Wieder andere verkünden öffentlich, „böse Ungeimpfte“ würden in „seinem“ ( ? ) Bundesland demnächst nicht mehr in Krankenhäusern versorgt, nur noch ain anderen Ländern“.

      Über ALL DAS regt sich ( fast ) niemand*/-/:/_/In auf und die Propaganda von ARF und ZED ( oder so ähnlich ) klatscht lautstark Beifall, unliebsame Journalisten werden unter fadenscheinigen Gründen „entsorgt“.

      WER bitte sollte da wen „vor Gericht“ stellen ?

      Dieses Land hat so fertig, fertiger geht gar nicht mehr.

      • GJ Antworten

        Lachen ist gesund, zumal an trüben Novembertagen. Mein diesbezüglicher Nebensatz war ironischen Charakters. Die Ursula wird sich vielleicht gedacht haben, daß es in Zügen zu unsicher ist. Hat man ja erst heute wieder im ICE zwischen Regensburg und Nürnberg gesehen. Während sich eine Heerschar um die traumatisierten Zuggäste kümmern muß können sich derweil wieder zahlreiche Politiker ihren Entzetzungsritualen hingeben und Ursula fliegt weiter.

        • H.K. Antworten

          Liebe GJ,

          ich habe keinesfalls über Sie gelacht und mir war schon klar, daß Ihre Bemerkung sarkastisch gemeint war.

          Es ging mir darum, zu bestätigen, was Deutschland und Europa und diesen „Führenden“ für ein Irrenhaus ist.

          Zum ICE-„Event“:

          Ich frage mich immer,
          a) wenn ein EINZELNER Täter vorhanden ist, wie jedesmal dieses „Großaufgebot“ an Polizei zustande kommt bzw. was EINE Streifenwagen-Besatzung eigentlich noch zu tun im Stande ist und
          b) wie schnell es jedesmal möglich ist, wie in diesem Fall zu berichten „Nach BILD-Infos handelt es sich um den 27-jährigen Syrer Abdalrahman A. Er soll psychisch auffällig gewesen sein, im Zug auch um Hilfe gerufen haben. Er soll 2014 nach Deutschland eingereist und anerkannter Flüchtling gewesen sein.“

          Täter mit Migrationshintergrund sind offenbar GRUNDSÄTZLICH „psychisch gestört“.

          Oder aber „der Mann“, wie einige Zeitungen berichten, hat die Ausrufung des „Jahres der Schiene“ von Uschi vdL etwas zu wörtlich genommen …

          • GJ

            Wir verstehen uns schon richtig, werter H.K. Ich habe gelesen, die vielen Polizeieinheiten waren ohnehin in der Nähe wegen eines Einsatzes Richtung Fußballspiel. Da sind sie schnell „abgebogen“ zum Zug. Daß die Zeitung mit den 4 Buchstaben immer gleich solche Details raushaut/raushauen kann, ist für mich nur mit bedenklich undichten, geldempfänglichen Stellen erklärbar.

          • H.K.

            Gerade das update zur ICE-Attacke verfolgt:

            „Über das Motiv des Täters ist noch nichts bekannt“.

            „Die Ermittler schließen einen terroristischen Anschlag aus“.

            Na, dann ist doch alles gut. Und die zwei Schwerletzten sollen sich mal nicht so anstellen – wo es doch nicht mal ein „terroristischer Anschlag“ war …

      • Stefferl Antworten

        Also es war wohl weniger eine Koalition, als vielmehr eine Kopulation mit der Mauerschützenpartei. Ja, so intim ist das Verhältnis der CDU zur SED. Und da wundert sich noch ernsthaft jemand über das schlechte Wahlergebnis der CDU?

  3. B. Minzenmay Antworten

    Ist schon in Ordnung. Der Wegweiser geht doch auch nicht den Weg, den er weist.
    Übrigens: ob die 25.000 offiziellen Teilnehmer pp. , davon 400 mit dem Privatjet, wohl alle klimaneutral nach Glasgow gelangt sind?

    • H.K. Antworten

      Zumindest Greta & Co sowie die gestern im heute journal groß und breit gezeigte Dame aus Simbabwe sind alle zu Fuß oder mit nem „knallroten Gummiboot“ angereist.

      Klimaneutral, versteht sich.

  4. Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

    Ursula von der Leyen hat nicht nur auf allen Politikfeldern, auf denen sie tätig war, durch absolute Inkompetenz geglänzt, sie verfolgt auch stur und unbarmherzig den eingeschlagenen Kurs der gegenwärtigen Europapolitik.
    Dabei ist bisher leider nicht ersichtlich, durch ob und wenn ja, durch wen sie gesteuert wird.
    Die Installation dieser Frau an die Spitze der EU als Überrumpelungscou unserer Noch-Kanzlerin war eine absolute Unverschämtheit.
    Als ehemalige Familienministerin tut vdL alles, um Familien zu zerstören.
    Als gelernte Ärztin verrät sie in der Corona-Krise sämtliche medizinische Grundlagen.
    Ich verachte diese Frau!

  5. alfred Antworten

    vdL ist KEINE gelernte Ärztin: Sie ist eine gescheiterte Assistenzärztin, die ihre Fachraztausbild ung „geschmissen“ hat – also Versagen auch da!

    • GJ Antworten

      Facharztausbildung geschmissen? Da wäre ich etwas vorsichtig. Immerhin hat die Frau 7 Kinder. Ist mir ohnehin rätselhaft, wie das alles zusammen gegangen sein soll. Wahrscheinlich hat sie ihre Familie wie eine Firma organisiert mit zig Angestellten, Nannies, Au-Pairs.

      • H.K. Antworten

        Könnte da bereits die später mit Aufträgen in dreistelliger Mio-Höhe bedachte Unternehmensberatung ihre Finger im Spiel – ach nein, was denke ich da bloß …

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Da befindet sich vdL ja in bester Gesellschaft.

      Unter den Beratern der Noch-Kanzlerin sind noch etliche Mediziner, deren Qualifikation Fragen aufwirft:
      Lauterbach, der sich in Harvard „aufgehalten“ hat,
      Drosten, dessen Doktorarbeit nur nach langem Suchen aufzufinden war,
      Braun, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat,
      Wieler, der sich vielleicht mit Katzen und Hunden auskennt, aber nicht mit Menschen,
      Mertens, der sich dem Druck der Politik beugt,
      und und und …

      • H.K. Antworten

        „ Braun, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat,“

        Naja, immerhin durfte der Herr Professor aus dem Kanzleramt im Kanzleramt die Kanzleramts-Mutti persönlich impfen.

        Oder sollte das etwa wie bei Günter Jauch nur ein „Fototermin“ – ach nein, das KANN ja gar nicht.

        Oder doch ??

  6. Horst Dettweiler Antworten

    Ist vdL zu verurteilen ? Oder nicht eher das System einer, nicht nur aber besonders dank Murksel, aus dem Ruder gelaufenen Demokratie, die nach gut 70 Jahren wieder in abgehobenen grossdeutschen Wahnvorstellungen dem Untergang entgehen marschiert. Auch wenn Paraden und Horst-Wessel-Lied heute öffentlich-rechtlich intoniert werden ?

  7. Wolfgang Andreas Antworten

    Ich wundere mich immer über Euch,

    liebe Mitblogger, die Ihr ständig ein Gejammer in Frageform von Euch gebt: über antidemokratische Deals, Gesetzesbrüche am laufenden Band, schlimmes Personal-Agieren, Klüngel in Millionenhöhe, pardon, dreistelliger.., schlimm, was in unserem einst wunderbaren Staat inzwischen möglich ist, Steuergeldverplemperei in die ganze Welt, damit man nach dem Abtritt immer noch die „beliebteste Frau Europas“ ist …und keiner von Euch Jammerern kommt einmal auf die Idee zu fragen warum klappt das eigentlich so ? –
    Die Lösung ist einfach und besteht aus drei Zeichen: F&F (Füttern und Feuern). Mit den deutschen inzwischen herangezüchteten Materialisten kannst du alles machen, als da sind: Minister, Ministeriale, Zuträger, Delegierte, Parteisoldaten, A-kriecher, Wahlvolk uvam! Wer nicht spurt wird gefeuert, wer spurt, wird mit Mammon zugepumpt. Die Beweisfrage an den Wähler läßt nicht lange auf sich warten: Geht es Euch schlecht´er? Die Kanzlerin – heißt es – denkt immer vom Ende her. Richtig! Aber nicht nach ihrem Rücktritt…
    Denn, wie schreibt Busch im Max und Moritz? „WEHE, WEHE, WENN ICH AUF DAS ENDE SEHE!“

  8. Wolfgang Bensch Antworten

    Vermutlich gehört ein Jet einfach zum Image in dieser „Klasse“ bedeutsamer politischer Personen und ist zudem geeignet, unvorhergesehenen volkstümlichen Kontakten elegant auszuweichen … die Limousine zum Transfer wartet bereits im Vorfeld … „ich bin Jet-Setter“ … das unterstreicht meine Bedeutung … Röschen nannte man sie bereits früh.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen

  9. Achim Koester Antworten

    Der große Führer Mao Tse Tung fuhr stattdessen in einem luxuriösen Sonderzug, und der gesamte übrige Zugverkehr stand still, solange Mao unterwegs war. Gut, dass Frau vdL nicht auch noch auf diese Idee gekommen ist.
    Ihre Geldverschwendung ist weit größer als die von Andreas Scheuer, aber sie muss sich nicht rechtfertigen, liegt wohl an der Frauenquote (früher nannte man das „Peter Effekt“).

  10. Freichrist343 Antworten

    Nötig sind Subsidiarität und eine öko-konservative Politik. Zudem muss das Christentum erneuert werden. Siehe dazu: Manifest Natura Christiana (bitte mit Ecosia suchen).

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