GASTSPIEL DIETRICH KANTEL: Welche Ökos stört es, dass massenweise Tiere sterben?

Zehntausende Vögel, hunderttausende Fledermäuse und Milliarden Insekten sterben durch Windkraftanlagen in Deutschland. Jedes Jahr. Infraschall, von den immer größeren Flügeldurchmessern der Windräder, führt immer häufiger zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Erkrankungen bei Menschen. Das Entsorgungsproblem der Flügel aus Verbundwerkstoffen ausgedienter Windkraftanlagen ist ungelöst. Für das Fundament jeder heute in Standardgröße errichteten Windkraftanlage werden 1500 Kubikmeter Beton mit 180 Tonnen Stahl im Boden versenkt. Macht zusammen 3500 Tonnen Stahlbeton im Acker- oder Waldboden versenkt. Welchen Umweltklimaschützenden stört das schon: Sieht man ja nicht. Wer solche Aspekte offen problematisiert, wird in Deutschland als sogenannter Klimaleugner verfolgt, gehatet, geshitstormed.

In Deutschland beherrscht eine unheilige Allianz aus Windkraftindustrie, Windkraftlobby, Ökostrominvestoren, weiten Kreisen der Politik, Umweltverbänden und Medien den öffentlichen Diskurs – soweit ein solcher überhaupt noch stattfindet. Windkraft, Windkraft über alles, so tönt es und mutet an wie die vierte Strophe zum Deutschlandlied. Kritik an der umweltzerstörerischen Verspargelung der Landschaft wird in den Medien weitgehend unterdrückt. Bejubelt wird dagegen jedes neu errichtete Windrad. Die sogenannten Umweltverbände und -initiativen spielen bei den Themen Verschandelung historischer Landschaften, Zerstörung von Wäldern und der Massentötung im Tierreich eine erstaunlich bigotte Rolle. Wer könnte schon berichten, Höhenkletterer von GreenPeace hätten Monster-Windräder über deutschen Waldgebieten blockiert, weil diese dort nachtaktive Greifvögel schreddern ? Wer könnte schon berichten, die Deutsche Umwelthilfe habe vor einem Verwaltungsgericht gegen Windkraftanlagen im Brut- und Verbreitungsgebiet gefährdeter Rotmilane oder dem Großen Abendsegler, einer geschützten Fledermaus geklagt? Wurde jemals substantiell darüber berichtet, sogenannte Aktivisten von „Ende Gelände“, von „Extinction Rebellion“ oder der Freitags Erweckungsbewegung „F4F“ seien für den Schutz der durch Windkraftanlagen bedrohten Tierarten auf die Straße gegangen ? Fehlanzeige.

Verlogene Tierschützer

Werden überschüssige männliche Küken vergast, Schweine oder Hühner nicht artgerecht gehalten, werden Straßenköter oder streunende Katzen in Rumänien oder auf Malle zu wenig geliebt oder werden Tiere nur zur Pelzgewinnung gehalten: Da sind sie zur Stelle. WWF, Peta, Pfotenhilfe Ungarn, Deutschland sagt Nein zum Tiermorden e.V. oder wie sie kaum unzählbar alle heißen. Beim Thema des grausamen Abschlachtens von Fluggetier durch Windräder herrscht, bis auf wenige Ausnahmen, in deutschen Landen dröhnendes Stillschweigen.

Erstaunlich. Denn bei der Windkrafterzeugung geht es durchaus grausam zu. Beispiel Mäusebussard. Er fliegt auf Beutejagd bevorzugt in einer Höhe von 70 bis 100 Metern. Das ist genau in der Höhe der rotierenden Blätter der meistverbauten Windkraftanlagen. Er fixiert den Blick auf den Boden und übersieht dadurch die Rotorenblätter. Die sind an ihren Außenflächen haifischartig gezähnt, um den ärodymanischen Widerstand zu minimieren und so die Rotationsgeschwindigkeit zu optimieren. Die Reaktionsmöglichkeit des Vogels hält damit nicht Schritt. Den Rotmilan trifft es ähnlich. Auch er fixiert im Flug den Boden. Den im Außenradius mit einer Geschwindigkeit von rund 400 km/h rotierenden Flügeln vermag er nicht rechtzeitig auszuweichen. Ergebnis: Kopf ab, Flügel ab oder gleich gänzlich Fricassee.

Grausames Abschlachten

Noch schlimmer ergeht es Fledermäusen. Diese eleganten, dank ihres natürlichen Sonars geschickten Nachtflieger schaffen es sogar den mit Hochgeschwindigkeit rotierenden Propellern auszuweichen. Jedoch erzeugen die Rotoren in ihrem eigen erzeugten Windschatten einen massiven Unterdruck. Der ist für die ausgewichenen kleinen Flugkünstler nicht erkennbar. Der Unterdruck zerreißt ihnen die kleinen Lungen und die Tiere verrecken jämmerlich. Massenhaft. Wer empört sich ?

Die mittlerweile erkennbaren Opferzahlen unter den Tieren führen dazu, dass sich nach vielen Jahren endlich einmal kritische Berichterstattung regte. Die Opferzahlen im Tierreich sind so erschreckend, dass sich endlich auch mal GEO der Problematik annahm. Immerhin rang man sich dort zu der sanften Fragestellung zur Windkraft durch „Gut für´s Klima, schlecht für die Natur?“ Das war im August 2019. Seither herrscht wieder weitgehende Ignoranz.
Die in GEO und auch in weiteren Fachpublikationen kurz resümierten Opferzahlen an Beispieltierarten sind nicht anders als dramatisch zu nennen: 3.600 Rotmilane. 10.000 Mäusebussarde. 250.000 Fledermäuse. Jedes Jahr. Die vormalige Population von mehreren hunderttausend Zeisigen geschreddert auf geschätzt nur noch 10.000. Abermilliarden von Fluginsekten: Vernichtet. Jedes Jahr. Da erhält der Blick auf das Insektensterben einen gänzlich anderen Blickwinkel, als dass man die bösen Landwirte und den Einsatz von Glyphosat allein verantwortlich machen kann. Das ist jedoch das Scheuklappennarrativ ökologisch bewegter, von der wirklichen Natur und von den Notwendigkeiten landwirtschaftlicher Erzeugung entfremdeter Großstadtbürger: Kenntnisfrei und selbstgefällig.

Eine Kanzlerin und ihr Wendehals

Die noch amtierende Bundeskanzlerin, die sich in der Vergangenheit auch in umwelt- und energiepolitischen Fragen wiederholt als beliebig wendehälsisch erwies, hat sich diesem Aspekt der von ihr massiv gestützten sogenannten „Energiewende“ in 16 langen Kanzlerjahren im Ergebnis völlig verschlossen. Windkraft förderte sie auf Teufel komm raus. Und das, obwohl sie noch im Jahr 2003, damals Oppositionsführerin im Deutschen Bundestag, die rot-grüne Bundesregierung wie folgt angriff:
„ Die Regierung setzt alles daran, ganze Märkte ins Ausland zu drängen. Ob Pharma-Industrie, Genforschung oder Kernenergie – viele Zukunftsbranchen werden aus Deutschland vergrault. Ich frage mich ernsthaft, womit sollen wir in Deutschland zukünftig unser Geld verdienen? VIELLEICHT ALLEIN MIT UNRENTABLER WINDENERGIE?“

Dieser Beitrag erschien vor zwei Tagen erstmals bei TheGermanZ

Unsere Arbeit mit diesem Blog wird AUSSCHLIESSLICH mit den Spenden unserer Leser finanziert. Bitte unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit mit Ihrer Spende über PAYPAL hier oder durch eine Überweisung auf unser Konto bei der Sparkasse Krefeld DE40 3205 0000 0000 2711 22 !

image_pdfimage_print

Dieser Artikel wurde 13 mal kommentiert

  1. Der Zeitzeuge Antworten

    Sehr guter Tatsachenbericht, der aber leider nichts verändert, die Wahnidee, dass sich das Klima positiv verändert, wenn Deutschland die weltweite Luftverschmutzung um 2% reduziert und dafür im Gegenzug CO² freie Atomkraftwerke eliminiert, die zu einer gesicherten Stromversorgung beitragen, wird auch weiterhin Bestand haben.

    In der Zeit, in der in Deutschland ein AKW ohne CO² Ausstoß abgebaut wird, werden in China 5 neue Kohlekraftwerke in Betrieb genommen, in anderem EU Staaten werden neue AKW gebaut und nur in Deutschland wird aufgrund des zukünftigen Wählerpotenzials entschieden, die gesamte Stromerzeugung auf witterungsabhängige Windmühlen zu verlagern, in Verbindung mit der Umstellung auf E-Fahrzeuge kann dies nur in einem Chaos enden.

    • HB Antworten

      …und wenn das nicht reicht, holen wir den überteuerten Atomstrom aus Frankreich oder Tschechien. So what?

  2. H.K. Antworten

    Hallo Herr Kelle,

    Ihr Artikel gehört nicht in diesen ( kleinen, aber feinen ) Blog.

    Er gehört zumindest in den Focus, besser in die Zeitung mit den vier Buchstaben …

    Ich ergänze noch:

    Diese Schreddermaschinen töten nicht nur Flugtiere, sondern, verankert im Meeresboden, in den sie mit unvorstellbarer Kraft mit unzähligen „Schlägen“ gerammt werden, auch Wale und sonstige Meerestiere aller Art.

    Die durch diesen Vorgang entstehenden Geräusche bringen m.W. den Orientierungssinn vieler Meeresbewohner völlig durcheinander.

    Leider stellt KEIN Journalist von ARD oder ZDF Frau Baerbeck oder Herrn Habock mal entsprechende Fragen …

    Aber sicher ist es so, wie die „Umwelt-, Klima- und Waldschützer“ vom Hambacher Forst, als sie dem Bauern die Felder zertrampelten, sagten:

    „Egal. Man muß halt das Große, Ganze sehen …“

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      Was erwarten Sie denn noch von den Medien, und auch noch von den öffentlich rechtlichen? Da kommt nichts, gar nichts. Sie scheinen alle abhängig von Sponsoren und versagen gerade in diesen Corona-Zeiten total.

  3. Lars Antworten

    Klar, dass die von Naturschützern beworbenen Windkraftanlagen dann doch nicht der Heilsbringer für Natur und Umwelt ist, stößt bitter auf.

    Aber, es ist auch klar, dass Kohle, Öl und Gas nicht ewig da sein werden. Und zum Großteil eine Abhängigkeit vom Ausland mit sich bringen.
    Woher soll die Energie kommen in 100 Jahren? Von der Atomenergie hoffentlich nicht. Denn zum einen ist diese teuer wenn die tatsächliche Endlagerung mit in den Preis gerechnet wird. Zum anderen, denken Sie an die weniger zivilisierten Länder (politisch). Wer Atomenergie beherrscht hat quasi alles da an know how für die Bombe…. vom einlagern und der Strahlenbelastung mal abgesehen.
    Weltweit müssen alternative Konzepte entwickelt werden.

    Es ist wichtig auf die im Artikel beschriebenen Probleme hinzuweisen. Nur so kommt es zu Optimierungen. (Warnsignale die die Tiere wahrnehmen, beispielsweise).

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      Inzwischen gibt es Neuentwicklungen auf dem Sektor der Energiegewinnung durch die Kernkraft. In China wird intensiv auf diesem Gebiet geforscht. Und Bill Gates sprach in seinem Interview mit der Maischberger auch davon. Diese neuen Kernkraftwerke sollen so gut wie keinen Müll produzieren und den Abbau von Atomwaffen fördern. Aber Frau Merkel hat in Deutschland dafür gesorgt, daß wir demnächst bei „Dunkelflaute“ entweder den Atomstrom aus den alten Kernkraftwerken in Frankreich kaufen oder ein Kerzchen anzünden werden.
      Und die Grünen toppen das Ganze, wenn wir bei Sonnenschein und Wind nicht wissen, wohin mit dem Strom. Wir müssen dann Geld drauflegen, um ihn in einem Nachbarland loszuwerden.

      • H.K. Antworten

        „ … Und die Grünen toppen das Ganze, wenn wir bei Sonnenschein und Wind nicht wissen, wohin mit dem Strom. Wir müssen dann Geld drauflegen, um ihn in einem Nachbarland loszuwerden.“

        Quatsch.

        Der überzählige Strom wird doch in den Leitungen, also Kabeln, gespeichert !

        Haben Sie denn von unserer Kobolt-Expertin NICHTS gelernt ?!

  4. aha Antworten

    Falls sich jemand mal weiter in das Thema vertiefen möchte:

    Es gibt auch die Meinung, dass die Windräder für die Dürren verantwortlich sind. Eine Frau aus den neuen Bundesländern sagte vor 6..7 Jahren zu mir:

    „Westlich von meinem Heimatort wurden 40 Windräder aufgestellt. Seitdem regnet es da nicht mehr!“

    Als Seehofer in Bayern die 10H – Regelung einführte wusste er vermutlich schon von der Problematik. Öffentlich sagen kann er das nicht, deswegen legt er andere Steine in den Weg.

    • John Brunswick Antworten

      Habe ich mich hier in der norddeutschen Tiefebene auch schon des öfteren gefragt. Immerhin entziehen Windkraftanlagen dem Wind Energie, das ist ja ihr einziger Zweck. Und wenn man sich die Verteilung der offshore Windparks in der Deutschen Bucht anschaut und sich die Größe dieser Anlagen vor Augen hält, kann man nicht umhin sich einzugestehen, dass diese Anlagen garantiert einen großen Einfluss auf das Wetter haben.

      • aha Antworten

        Bei uns hier ist ein Fels, der die Bäume in der Umgebung ca. 90 m überragt, bei den Bauern seit jeher als Wetterscheide bekannt. Oder des stauen sich Wolken. Und die meinen man könne das ganze Land mit solchen Ungetümen vollstellen.
        Wir haben die Tendenz zu 0 Wind oder Sturm. Ab einer bestimmten Windstärke müssen die ihre Windräder ausschalten und dann kann der Sturm durch.
        Man braucht sich doch nur die Wetterbilder im MoMa anzuschauen. Überwiegend südwestliche Luftströmung. Wenn man den Winden aus Richtung Atlantik oder Nordsee Druck heraus nimmt, kann eben trockene heiße Luft aus Afrika leichter nach Europa vordringen. Deswegen erwärmt sich auch Europa schneller als der Rest der Welt. Und deshalb taut die Arktis schneller ab als die Antarktis.
        Die Wolken aus Westen bzw. Nordwest werden vor der Festlandküste noch Nordost abgelenkt. Vor jedem Windrad bildet sich nämlich ein Stau.
        Wenn die Welt wärmer wird verdampft mehr Wasser aus den div. Oberflächen und das kommt dann als Regen wieder herunter. Deswegen wäre eigentlich mehr Regen zu erwarten.
        Standwetterlagen werden auch durch Windräder gefördert, weil der Wind dann fehlt um die Wolken weiter zu blasen.

  5. Alexander Droste Antworten

    Es ist ein Dilemma. Einerseits wird versichert, dass durch die Abgase von Verkehr, Hausbrand, Industrie und Energieerzeugung das Erdklima derart aufgeheizt wird, dass die Erde zu einer Hölle für die Menschen wird und vielen Arten von Tieren, Pflanzen und anderen Organismen das Aussterben besiegelt. Ich glaube das zwar nicht, eher das Gegenteil, aber das bleibt meine Meinung. Andererseits sollen die Menschen allüberall auf der Welt in Wohlstand, Sicherheit und Frieden leben können. Das ruft bei mir unweigerlich leichtes Hüsteln hervor.

    Deswegen müssen wir ja alternative Energien fördern. Und da ist ja der Wind und die Sonne, die uns unendlich Energie fast kostenlos liefern. Wie kostenlos das ist, können wir auf unserer Stromrechnung sehen. Nur so können wir das Klima retten. Dass ausgerechnet diejenigen, die jahrzehntelang den größten Profit aus der Naturzerstörung und Ausbeutung menschlicher Leistungen geschlagen haben, das fordern, sei mal so ganz nebenbei erwähnt. Es geht ja schließlich ums Abgreifen von Subventionen und neue Geldquellen, also doppelt abgesahnt gewissermaßen.

    Da kann man ja nicht einfach Rücksicht nehmen auf ein paar Bussarde, Milane, Weihen oder Schwarzstörche. Die sind nicht systemrelevant. Wir müssen schließlich die Welt retten. Wie das passieren soll, kann man im jüngsten Programm, oder Strategiepapier oder wie man das nennt, von den Grünen lesen. Am wichtigsten ist natürlich die Verdrängung des Verbrenner-Automobils. Das war schon immer am wichtigsten. Direkt danach kommt das böse Atom und schließlich die dreckige Braunkohle. Krieg kann man schließlich nicht reglementieren und Strom für mein Laptop, Handy, E-Auto kommt bei mir sowieso aus der Steckdose. Und der wird im Netz gespeichert, ist alles genau ausgerechnet, hat Frau Bärbock gesagt. Und die weiß das, die ist bei der richtigen Partei.

    Dass grüne Politik nichts als programmatischer Kollateralschaden auf allen Ebenen ist, ist hier wohl eine Binsenweisheit. Daher rennt man mit diesem Aufsatz hier offene Türen ein. Am besten ist der tatsächlich da untergebracht, wo er richtig Aufruhr erzeugt: Bei der Bild, der SZ, der FAZ, beim ZDF oder der ARD. Aber da sind die Leute irgendwie dumm. Die verstehen das nicht. Da ist alles so schön Regenbogen. Und wer da stört, ist ganz klar Nazi.

  6. Ketzerlehrling Antworten

    Keinen. Wer braucht schon Vögel, oder Insekten? Man arbeitet an Robotern, die das Bestäuben übernehmen. Warum nicht auch das Zwitschern der Vögel?

  7. WF Beck Antworten

    Die Wahrheit die niemand hören will. Sie haben in dem Artikel den Baroschlag vergessen. Allein die Höhe Geschwindigkeit der Rotoren erzeugt ein Druckwelle die so hoch ist, dass den Vögeln die Lungen platzen. Insekten zerreißt es regelrecht. Ziel dieser kranken dummen Hirne ist 140 000 WKA. Zu installieren. FlächenVerbrauch 150 000 m2 Kilometer. Wir haben Platz. Gesamte Fläche von Dummland 360 000 m2 Kilometer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.