Gefallen für Deutschland: Drei tote Soldaten, und kaum einen kümmert es

Gut 1.500 Bundeswehrsoldaten haben heute in mehreren Gruppen in den Sozialen Netzwerken ihrer in Afghanistan gefallenen Kameraden vom Karfreitagsgefecht 2010 gedacht. Von anderen Gedenkfeiern in Deutschland ist mir nichts bekannt. Bundespräsident und Bundeskanzlerin werden heute keine Fernsehansprachen an das 82-Millionen-Volk halten und ARD-“Brennpunkte” gibt es wohl nur, wenn die Bundeswehr ihr GenderGaga ausweitet. Es ist eine Schande, wie unser Land die jungen Männern und Frauen behandelt, die für uns alle oftmals Leib und Leben riskieren. Der fehlende Respekt der etablierten Politik und das Desinteresse in der Bevölkerung an denen, die unserem Land dienen, und an denen, die für unser Land gestorben sind, ist beschämend und macht wütend.

Am 2. April 2010 gerieten Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf in einen Hinterhalt der Taliban. Stabsgefreiter Robert Hartert wird von feindlichen Kugeln schwer verwundet. Im Feldlager erliegt er später seinen schweren Verletzungen. Beim Versuch, aus dem Hinterhalt auszubrechen, gerät das Fahrzeug von Hauptfeldwebel Nils Bruns und Hauptgefreitem Martin Augustyniak in eine Sprengfalle. Beide sterben vor Ort. Die eingeschlossenen Fallschirmjäger kämpfen mit acht Schwerverletzten ums nackte Überleben. Ganze neun Stunden lang.

Eine amerikanische Hubschrauberbesatzung, die zufällig Zeuge der dramtischen Ereignisse wird, kommt den Deutschen zur Hilfe. Obwohl er von seinen Vorgesetzten den Befehl zum Abbruch erhält, landet Captain Jason La Cross, lädt Tote und Verwundete ein. Und das ganze vier Mal. Ein Begleithubschrauber feuert derweil in die Stellungen der Taliban, um die zu beschäftigen.

Für die radikalen Islamisten wird das Karfreitagsgefecht trotz hoher Verluste zum internationalen Propaganda-Erfolg, für die Bundeswehr markiert es den Auftakt des blutigsten Jahres in ihrer Geschichte.

Auch vor dem 2. April 2010 gab es Anschläge auf die Bundeswehr in Afghanistan, auch vorher starben deutsche Soldaten dort. Aber erst seit dem 2. April 2010 haben wir Deutschen begriffen, jedenfalls die, die nicht in einer rosaroten Peacenick-Welt leben und meinen, man könnte zum Sterben bereite Fanatiker mit Sonnenblumen und Sozialarbeit zum Einlenken bewegen, dass wir uns im Krieg befinden. Im Krieg am Hindukusch, irgendwo am anderen Ende der Welt.

Ich habe heute mit einem Soldaten gesprochen, der mehrmals in Bundeswehr-Uniform im Einsatz dort gewesen ist. Auch er gehörte zu den insgesamt 500 Soldaten, die damals an dem blutigen Karfreitag dort im Einsatz waren. “Wir haben dort keine Chance, die Briten haben es nicht geschafft, die Russen nicht und wir werden es auch nicht schaffen.” Afghanistan ist ein Land, das unbeherrschbar ist, erzählt er. Und von der Clan-Mentalität dort. “Wissen Sie, es geht in Afghanistan nur um Geld, und um nichts anderes. Freiheit, westliche Werte – vergessen Sie es!”

Der Offizier erzählt mir, wie es dort in den Familien läuft. “Wenn da drei Söhne sind, dann schicken die Eltern den einen zur Polizei, den anderen zur afghanischen Armee und den dritten zu den Taliban. Einer wird dann später zu den Gewinnern gehören.”

Von den Ausbildungsbemühungen der westlichen Bündnispartner und der Bundeswehr im Norden Afghanistans, hält mein Gesprächspartner wenig. Es gebe kaum noch Leute, die zu den Streitkräften gehen wollen, und wenn, dann nur gegen viel Geld. Er erzählt von einer afghanischen Kompanie, die er mit augebildet hatte. Als er Jahre später wieder dorthin kam, lebte keiner der jungen Männer mehr, die er mit ausgebildet hatte. Nicht einer.

“Es wird sich nichts ändern”, ist der Soldat sich sicher: “Wenn wir zehn Schulen gebaut haben, dann sind heute neun davon wieder geschlossen.”

Am 2. April 2010 starben deutsche Soldaten nicht durch einen Selbstmordanschlag oder eine Sprengfalle, sondern sie fielen im Kampf mit islamistischen Fanatikern, in einem Krieg, von dem manche denken, er habe am 11. September 2001 mit den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon in den USA begonnen. Aber in Wirklichkeit begann das alles schon viel früher.

Das Karfreitagsgefecht veränderte den Blick der Deutschen auf ihre Armee. Vielen wurden an diesem Tag beim Anschauen der Fernsehnachrichten erst bewusst, dass die Bundeswehr nicht eine Art uniformiertes Technisches Hilfswerk (THW) ist, dessen einziger Zweck das Brunnenbauen und das Stapeln von Sandsäcken gegen Hochwasser ist. Sondern dass unsere Söhne und Töchter, die dort dienen, jederzeit bereit sein müssen, im Ernstfall ihr Leben aufs Spiel zu setzen, gegen Feinde, von welcher Seite sie auch kommen mögen.

Heute, während ich das hier schreibe und wir den Dauerlockdown leid sind, hat die Bundeswehr noch immer 1.300 Soldaten am Hindukusch, als Teil der NATO-Mission „Resolute Support“. Der Deutsche Bundestag hat das Mandat gerade erst verlängert.

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Dieser Artikel wurde 24 mal kommentiert

  1. Ketzerlehrling Antworten

    Wenn diese Soldaten im Zuge der Verteidigung afghanische Pluderhosen getötet haben, dann würden Bundestag, Merkel und der Grüßaugust eine Gedenkfeier abhalten, für die. Man suggeriert dem Blödmichel in jeder Situation, dass er zu einer minderwerten Rasse und verbrecherischen Ethnie gehört und alle anderen besser sind als er. Das dürfte doch den meisten Deutschen bekannt vorkommen. Zumindest der Generation der Babyboomer, die diese Mätzchen schon im Elternhaus genießen durften. Leider hat das Erfolg gehabt und leider haben die Deutschen offenbar keine andere Möglichkeit, mit ihren negativen Gefühlen ihren Landsleuten gegenüber umzugehen bzw. diese auszuleben.

    • Holger Wölfel Antworten

      Hab es postum Auszeichnungen für diese Helden? Bundesverdienstkreuz z.B. wie die 3 ,,Helden” vom Reichstag?

  2. WF Beck Antworten

    Wann ging es in einem islamischen Staat um was anderes als Macht und Unterwerfung. Die Gewalt wird dort mit der Muttermilch eingezogen. Die Kameraden werden dort für eine Mission eingesetzt, die immer an der Mentalität der dort lebenden Menschen scheitern wird. Viele junge Deutsche gehen zur BW ohne zu wissen was sie erwartet. Nach dem Auslandseinsatz kommen sie traumatisiert nach Hause. Gezeichnet für den Rest ihres Lebens.

  3. Der Zeitzeuge Antworten

    Von den 114 im Ausland getöteten Bundeswehr Soldaten, die auf Befehl der deutschen Bundesregierung die dort regierenden, krankhaft macht- und geldgierigen sowie überwiegend korrupten Despoten beschützen mussten und immer noch müssen, sind 59 in Afghanistan gestorben und da sie dort nicht von Corona-Viren, sondern von einheimischen Widerstandskämpfern ermordet wurden gibt es für den Bundespräsidenten und die Bundeskanzlerin auch keinen Grund zu einer Gedenkfeier, bei der Herr Steinmeier und Frau Merkel die von ihnen regierte deutsche Bevölkerung daran erinnern, dass 114 Angehörige der Bundeswehr auf ihren Befehl in ausländischen Bürgerkriegen getötet wurden. Über die finanzielle Versorgung der Hinterbliebenen dürften Herr Steinmeier und Frau Merkel kein Wort verlieren, denn wenn sie das täten, würde aus der Gedenkfeier eine Trauerfeier. Abschließend noch ein Kompliment an Herrn Kelle, weil er anscheinend der einzige Betreiber einer Website ist, auf der dieses Thema publiziert wird.

  4. H.K. Antworten

    „Das ist Stasi, Nordkorea – Elitesoldaten beschweren sich über Verhörmethoden des MAD“

    Wen das Thema, wie mit unseren Soldaten umgegangen wird, interessiert, kann heute den o.a. Artikel bei focus online finden.

    „Beschwerdebriefe an das Verteidigungsministerium blieben unbeantwortet“.

    Da fragt sich dann, WO IST EIGENTLICH FRAU HÖGEL ?

    Die Junx, ( ach ja, seit 2021 gibt es auch Frauen beim Kommando Spezialkräfte … ), die für unsere Sicherheit sorgen, ihren Kopf und alles, was daran hängt, für uns hinhalten, werden z.T. wie Schwerverbrecher behandelt. Durch die eigenen „Kameraden“ vom MAD.

    Wieweit sind wir gekommen ?

    Wo bleibt der Aufschrei ?

    Wenn z.B. britische Soldaten von Auslandseinsätzen zurückkommen, gibt es „home coming parades“. Die Regimenter ziehen mit Tschingderassasa durch ihren Stationierungsort, bis vors Rathaus, werden von Tausenden Einwohnern beklatscht und begrüßt, vom Bürgermeister empfangen etc etc etc.

    Und bei uns ?

    Da werden sie von ihren Lieben am Flughafen abgeholt und verschwinden sang- und klanglos in ihren Privatautos, um ja bloß nicht aufzufallen.

    Aber „Damen“ wie Frau Hennig-Wellsow wollen ja sogar „alle Kampfeinsätze abschaffen“ – ohne irgendeinen Schimmer, wo welche Soldaten im Namen des Deutschen Bundestages was und wie tun …

    • Der Zeitzeuge Antworten

      Die überwiegend patriotisch gesinnten Angehörigen des “KSK” werden von unserer volksfeindlichen Regierung als Gefahr angesehen und deshalb wird die Elitetruppe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Juni 2021 aufgelöst und dann gibt es niemanden mehr, der sich im Bedarfsfall für das deutsche Volk einsetzt.

      • H.K. Antworten

        Nachdem bereits gegen den Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, ermittelt wird, könnte es durchaus passieren, daß Deutschland demnächst nur noch von THW und Freiwilliger Feuerwehr „umsorgt“ wird.

        Daß Herr Putin zig tausende Soldaten Richtung Ukraine in Marsch gesetzt hat ?

        Egal.

        Deutschland verlegte die 1. Panzerdivision daher schon mal von Hannover Richtung Westen, nach Oldenburg.

        Wahrscheinlich sind eher Angriffe aus Richtung Frankreich und Belgien zu erwarten.

        Weibliche Logik von UvdL und AKK …

  5. fussel52 Antworten

    Es hat sich nichts geändert !

    Unseren Toten
    Wind,
    kommst du nach Osten in Steppe und Sumpf
    und weiter zum Wolgastrand,
    so grüß unsre Toten dort, Helden im fernen Land.
    Sag,
    In der Heimat da blüht jetzt der erste Mohn,
    und die Stare im Apfelbaum brüten schon.
    Kräftig und hoch steht im Felde der junge Klee,
    und die Lerchen steigen und singen wie eh und je.
    Wind, sag es den Toten, sag es behutsam und leis;
    Wind, vergiß es nicht, sie liebten Deutschland so heiß
    Sterne,
    seht ihr im Norden das eisige Land
    und spürt ihr sein tiefes Weh.
    So grüß unsre Toten dort, die Helden in Nordlands Schnee.
    Sagt,
    in der Heimat, da spielt jetzt so manches Kind,
    und in goldene Haare greift leiser Wind.
    Korn steht im Felde und duftet im ersten blüht,
    und die liebe Erde steht leuchtend im Maiengrün.
    Sterne, sagt es den Toten, sie ruhen in Nordlands Eis;
    Sterne, vergeßt es nicht, sie leibten Deutschland so heiß.
    Sonne,
    kommst du nach Westen zum Dünenrand
    und weiter zum grauen Meer.
    So grüß unsere Toten dort, die Helden vom deutschen Heer.
    Sag,
    In der Heimat beginnt jetzt die schönste Zeit,
    wo in schattigen Wäldern der Kuckuck schreit.
    Trollblumen leuchten und Löwenzahnflocken wehn,
    und in hellen Farben die Wiesen in Blüte stehen.
    Sonne, sag es den Toten, sie ruhen in Düne und Meer;
    Sonne, vergiß es nicht, sie liebten Deutschland so sehr.
    Mond,
    kommst du nach Libyen, und siehst den Nil
    und Afrikas heißes Land.
    So grüß unsre Toten dort, die Helden im Wüstensand. Sag,
    daß zu Hause noch immer der Brunnen klingt,
    der von uralten, traulichen Dingen singt,
    Pfingstrosen stehen am sonnigen Gartenzaun,
    Mond, sag es den Toten, die Wüste ist stumm und leer;
    Mond, vergiß es nicht, sie liebten Deutschland so sehr.

    Eines nur, Mond und liebes Sonnenlicht,
    eines, eines nur sagt unsren Toten nicht,
    verschweigt es tief, Sterne und leiser Wind,
    sagt ihnen nicht, daß wir verraten sind.

    Ursel Peters

    Aber was will von AKK, von der Leyen, usw erwarten ??????

    • Der Zeitzeuge Antworten

      Kompliment, ein emotionsintensives, auf Tatsachen basierendes Gedicht, passt perfekt zu diesem Artikel, wünsche Ihnen schöne Ostertage.

    • Achim Koester Antworten

      Danke für dieses hoch emotionale Gedicht, das uns den Irrsinn der ewigen Kriege deutlich vor Augen führt. Ich habe daraufhin nach Informationen über Ursel Peter gesucht und bei Wikipedia folgenden Satz gefunden:”Sie publizierte vorwiegend in rechtsextremistischen Verlagen.” Muss man mehr dazu sagen?

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      Danke, für diese wunderbaren Worte, die mir die Tränen in die Augen treiben.

      Tränen der Trauer um diese noch jungen Menschen, die in einen aussichtslosen Kampf geschickt werden. Aber auch Tränen der Wut über unsere empathielosen Politiker, die sich nur dann “trauernd” vor Kameras zeigen oder ein Kerzchen ins Fenster stellen, wenn sie sich einen Prestigegewinn versprechen.
      Was für ein unfähiger und würdeloser Haufen, von dem wir regiert werden.

  6. GJ Antworten

    Ich erinnere mich daran, daß es im April 2010 eine Trauerfeier für die drei Gefallenen gab, bei der Herr von Guttenberg sprach und Frau Merkel teilnahm. Ich erinnere mich an einen sehr emotionalen Besuch des Marinedenkmals Laboe vor einigen Jahren sowie des Militärmuseums in Dresden. Mein Mann, der selbst 8 Jahre gedient hat in Zeiten des NATO-Doppelbeschlußes, erzählte mir dabei erstmals von den angstvollen Nachtwachen am Kasernenzaun und daß sie in diesen Jahren oft nicht wußten, ob Ernstfall oder Übung. Während er und seine Kammeraden damals die amerikanischen Raketen bewachen mußten – wir kannten uns noch nicht-, war ich eine von 300000, die von diversen Organisationen nach Bonn in den Hofgarten gekarrt wurden. Das war damals in der KSJ Pflicht, gegen die Amies zu demonstrieren. Ich erinnere mich auch, daß wir am Gymnasium einen einzigen Lehrer hatten, der gedient hatte und uns vermitteln wollte, was die Bundeswehr für das Land leistet. Er wurde als reaktionär ausgegrenzt. Immerhin haben wir mit ihm die Starkenburgkaserne besucht, ohne daß es von GEW oder Antifa verhindert wurde. Beruflich habe ich etliche Chefs erlebt, die abgehauen sind, wenn es unbequem wurde. Von denen war keiner beim Bund. Heute habe ich einen Chef, der ein 12-Ender war, 2x in Afghanistan und auch im Kosovo. Der hat Eier in der Hose und stellt sich wie ein Schrank vor meine Kollegen und mich, auch körperlich, wenn es eng wird. Ich weiß das sehr zu schätzen und denke oft an die Soldatinnen und Soldaten, die ihren Dienst für uns alle tun. Ich schäme mich, wenn bei der Marine in Wilhelmshaven die Musikkapelle eingespart wird und beim Aus- oder Einlaufen zu oder von Auslandseinsätzen Musik vom Band gespielt wird. Ein Schande. Als die Kaserne dichtgemacht wurde, in der mein Mann gedient hat – mit großem Zapfenstreich – sind wir gemeinsam dort gewesen. Da blieb auch bei den Männern kaum ein Auge trocken. Wie die am Hindukusch und anderswo verreckt sind, wird übrigens im Militärmuseum Dresden schonungslos filmisch gezeigt. Da werden einem die Ausmaße klar, und daß das nichts zu tun hat mit den Kunduzbesuchen von Flintenuschi. Die Truppe hat meinen größten Respekt. Ich danke den mutigen Amerikanern, die unsere in der Falle sitzenden Soldaten und Soldatinnen sowie die Toten am 2.4.2010 da rausgeholt haben und ich danke Ihnen, werter Herr Kelle, daß Sie mit diesem Artikel den Jahrestag in Erinnerung gebracht haben. Politiker wie die respektlose linke Blumen-vor-die-Füße-Schmeißerin werden hoffentlich niemals in Regierungsverantwortung kommen. Deren Auftritt bei Markus Lanz sei jedermann zur Abschreckung empfohlen.

    • H.K. Antworten

      Liebe GJ,

      „… Ich schäme mich, wenn bei der Marine in Wilhelmshaven die Musikkapelle eingespart wird und beim Aus- oder Einlaufen zu oder von Auslandseinsätzen Musik vom Band gespielt wird.…“

      Ich muß Ihnen da halbwegs zustimmen.

      Als die Tausensassa*/:/-/_/in der CDU „IBUK“ ( Inhaber*/:/-/_/in der Befehls- und Kommandogewalt ) wurde, schaffte sie das „Marinemusikkorps Nordsee“ ab.

      Dieses Marinemusikkorps hat – genau wie das „MMK Ostsee“ nicht nur die Aufgabe, hier und da mal öffentlichkeitswirksam „herumzutrompeten“, wesentlich soll es nicht nur die Marine in der Öffentlichkeit repräsentieren, sondern vor allem Schiffe, die in den Einsatz gehen bzw. zurückkommen, zu verabschieden und zu empfangen.

      Wenn ein Schiff der Marine in See geht, ist das etwas anderes als bei Heer und Luftwaffe, wo es mittlerweile auch, aber nicht nur monatelange Auslandseinsätze gibt. Die Familien und Freunde der Marinesoldaten kommen z.T. weit her, um „dabeizusein“.

      Nach der ersatzlosen Auflösung des Marinemusikkorps Nordsee wurden die Schiffe auch verabschiedet.
      Teils durch eine örtliche Polizeikapelle, so die denn Zeit hatte, oder durch ein Luftwaffen- oder Heeresmusikkorps, das ein paar hundert Kilometer herangekarrt wurde, sich anschließend in den Bus setzte und wieder abfuhr. Und, falls niemand „verfügbar“ war, halt nicht.

      Ich habe mir seinerzeit erlaubt, zu fragen, was passiert, wenn Frau Ministerin z.B. mit dem Großen Zapfenstreich verabschiedet wird und es keine Musikkorps mehr gibt, ob dann im Bendlerblock ein DJ „auflegt“ oder ob man den Blockflötenchor einer nahegelegenen Grundschule anheuern würde.
      Außerdem erinnerte ich an Konrad Adenauers Aussage „Verjesst mir de Musik nich“.

      Daraufhin bekam ich sogar eine Antwort. Ich bräuchte mir da keinerlei Sorgen zu machen, für die Musik ist gesorgt.

      Trotzdem wurde das Musikkorps aufgelöst, die Leute entlassen.

      Inzwischen hat man gemerkt, daß das wohl doch keine so gute Idee war.

      Seit dem 01.10.2019 gibt es ( wieder ) ein zweites Marinemusikkorps, das nun in Wilhelmshaven stationiert ist.
      Gut, ein bißchen Schwund ist immer.
      Hier müßten nun neue Musiker gesucht und ausgebildet werden.

      Zumindest sind sie jetzt da.

      Mit dem Ausland, z.B. Großbritannien, dürfen wir uns nicht vergleichen.
      Wenn in London nur die „Band of Her Majesty‘s Royal Marines“ aufmarschiert, erblassen sämtliche deutschen Musikkorps vor Neid. Nicht nur wegen der Uniformen.

      Aber schließlich hat Deutschland ja auch „den Krieg verloren“ …

      • GJ Antworten

        Werter H.K., in der Tat, ich habe das jetzt nachgelesen, wurde in Wilhelmshaven in 2019 ein neues Musikkorps ins Leben gerufen. Mit 22 Musikern. Bescheiden, aber immerhin. Unter Corona dürfte das Unterfangen, bis 2021 die geplante adäquate Größe zu erreichen, kaum realisierbar sein. Immerhin sehe ich seit Wochen regelmäßig das Heeresmusikkorps Kassel. Zumindest den dazugehörigen Bus, der Soldatinnen und Soldaten an die Coronafront fährt. Es ist nichts mehr so, wie es war und es fühlt sich für mich an, als wäre es unrettbar verloren. Es ist Ostersonntag und es sollte überall Hoffnung und Freude sein. Ich wünsche Ihnen allen ein hoffnungsspendendes Osterfest.

        • H.K. Antworten

          Es macht ja Sinn, ein HEERESmusikkorps zu einer MARINE-Veranstaltung zu fahren.

          350 km pro Strecke.

          Fragt sich, WELCHEN Sinn das macht …
          SO kriegen die den Tag auch rum …

  7. Angelika Antworten

    Hat Schäuble nicht vor kurzem gesagt, dass die Deutschen sofort auf ihre Armee verzichten würden. Frankreich müsste nur vorangehen, dann könnte es eine europäische Armee geben.
    Der erste Teil der Aussage ist absolut richtig.
    Die BRD besteht aus wirtschaftliche Geschäftsinteressen und grünem Pseudo-Moralismus. Sonst ist da nichts da. Das Land schwebt auch geschichtlich im luftleeren Raum. Man weiß, Hitler und so waren böse. Aber sonst? Den typischen BRD-Trottel würde ich als “Man weiß gar nicht, was man wählen soll.” bei den Gebildeteren und als “Party, Alter” bei den Ungebildeteren kennzeichnen.
    Das Land liegt da wie eine fette Beute. Es muss nur jemand kommen, der aggressiv und frech genug ist, sie sich zu schnappen.

    • GJ Antworten

      “aggressiv und frech genug, sie sich zu schnappen” – Genau das erlebe ich Tag für Tag, spätestens seit 2015. Wenn Dr. Maaßen tatsächlich in Thüringen kandidiert, dann ist das ein Stück Hoffnung.

    • H.K. Antworten

      Deutschland liegt nicht nur da wie eine fette Beute,

      Wir ermuntern auch noch JEDEN, hierher zu kommen und sich zu bedienen.

      Und wer dann noch nicht will, den RETTEN UND HOLEN wir !
      Und wenn er dann hier ist, holen wir seine Großfamilie.

      Irrsinn, dein Name ist Deutschland – Merkel-Deutschland …

  8. Wach Antworten

    Starben nicht “für Deutschland”, sondern für Mächtige u. Reiche, indem sie feige ein armes Land überfielen. Kehren sie rück, jammern sie auch noch. So sind sie halt, Teilnehmer an einem kriminellen Krieg. Erfolglos seit 17 Jahren, zudem. Wenn sie lesen könnten, sähen sie sich die Geschichte dieses Landes an, zögen ihre Schlüsse. Von den vielen anderen Ländern, in die sie einfielen/fallen, nicht zu schreiben. Als Afghanin würde ich jedem Ausländersoldat die Birne weg schießen, sprengen.

    • J.B. Antworten

      Wieder jemand, der nicht verstanden hat, daß Deutschland seine Demokratie am Hindukusch verteidigen muß, oder so ähnlich…

    • H.K. Antworten

      „ … Als Afghanin würde ich jedem Ausländersoldat die Birne weg schießen, sprengen.“

      Völlig richtig und verständlich.

      Dann doch lieber unter Talibanherrschaft vollverschleiert nicht lesen und schreiben lernen, keine Musik, kein Lachen, keinerlei Rechte, keine Schulen, keine Brunnen, bei Verfehlung gegen die Familienehre gesteinigt oder ein zackiger Kehlenschnitt.

      Und was an Schulen, Brunnen oder sonstigem überflüssigem Westmist gebaut wurde, wird wieder mit ein paar Handgranaten platt gemacht.

      Zurück in die Steinzeit !

      Irgendwie so, als würden Soldaten des Westens nach Afrika gehen, die Leute in Boote setzen, aufs Meer treiben, ein wenig schippern lassen, um sie dann zu „retten“ .

      Dafür muß wirklich nicht EIN Bundeswehrsoldat sterben …

      • HB Antworten

        Die Taliban wurden von den USA rekrutiert, damit sie die Russen rausschiessen, die in der Nord-Allianz gegen die Islamisierung dieses ehedem fortschrittlichen Landes Afghanistan gekämpft hatten.
        Die Taliban, aus dem Süden des Landes kommend, ungebildet und brutal, aber bestens ausgerüstet, ohne jegliche Verwaltungserfahrung, haben dieses Land aus russischer Hand befreit und in die Hände des Islam gelegt. Mit allen Folgen, vor allem für Frauen: Witwen wurde das Arbeiten verboten, mit der sie die Familie hätten ernähren können, Frauen wurde das Studieren verboten und sie wurden in die Verschleierung gezwungen (das geht ganz leicht und schnell, da braucht es nur ein paar Säureattentate, s. Iran), etc. etc.

        • H.K. Antworten

          Das Land kommt einfach nicht voran, wenn wir meinen, wir müßten ihm eine Demokratie nach unseren Vorstellungen „schenken“, die es einfach nicht will.

          Ein wenig bin ich erinnert an „und willst du nicht mein Bruder sein, …“

          • HB

            Welches muslimische Land ohne Bodenschätze oder Öl kommt voran? Marktwirtschaft und Technik gab es halt vor 1.400 Jahren noch nicht, darum steht davon auch nichts in der Scharia. Und alles andere ist nicht erlaubt. Noch nicht einmal Monarchie. Darum müssen die Scheichs auch so kuschen…

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