Was höre ich denn da in den Nachrichten? Das böse Bayern der angeblichen Rechtspopulisten und Orban-Freunde hat bisher 15.000 Flüchtlinge mehr aufgenommen, als es nach dem Verteilungsschlüssel des Bundes müsste – und steht damit (wieder einmal) an der Spitze. Und das hippe von einem grünen Ministerpräsidenten regierte Baden-Württemberg hat bisher nicht einmal das Soll erfüllt. Es ist immer wieder schön, den Unterschied zwischen Mainstream-Gequatsche und Realität zu betrachten. Wenn ein verantwortlicher Politiker in Deutschland alles Recht hat, den Willkommens-Taumel der Kanzlerin zu kritisieren, dann Ministerpräsident Horst Seehofer. Niemand kann Bayern vorwerfen, dass es sich seiner gesamtstaatlichen Pflicht entziehen würde.

image_pdfimage_print

Dieser Artikel wurde 16 mal kommentiert

  1. Andreas Antworten

    Tja, passt ja auch zu den Berichten, dass die schönen grünen Kieze so frei von Menschen mit Migrationsdingens sind, dass selbst fiese Bösmenschen Tränen in die Augen bekämen.

    Bigotterie ist eben auch und vor allem links.

  2. Thomas Albat Antworten

    Es ist für mich auch immer wieder interessant, da wird auf Bayern herumgehackt, aber bei denen klappt die Organisation. Wenn ich mir dann Berlin anschaue ( arm aber sexy ) ,da müssen die Migranten tagelang ohne essen und trinken vor dem Amt schlange stehen. Kretschmann hat doch allen ernstes gefordert, Migranten im Osten anzusiedeln. Wie stellt er sich das vor ( Brandenburg nur Syrer, Thüringen nur Iraker usw ?) Und was sollen die da arbeiten ? Gott sei dank, gibt es Frau Merkel, die ist schuld an der Miesere .

  3. Thomas Albat Antworten

    Wenn ich mit Talkshows anschaue ( sind ziemlich viel in letzter Zeit ),ist die CSU immer der Buhmann, Die fordern dies und das ,wollen Regeln und Pflichten für die Migranten aufstellen. Das kommt bei bestimmten Politkern und Lobbyisten nicht gut an. Der Kommentar sollte ein Statement für Bayern sein, wie gut die das machen.

  4. Chapeau Antworten

    Auf der Webseite der Stadt München wird übrigens vorbildlich über das Thema Flüchtlinge informiert. Die Grünen in Baden-Württemberg könne das offenbar
    nicht. Ich sag nur: Wasser predigen und Wein saufen.

  5. S v B Antworten

    Beider haben völlig Recht, Herr Kelle und Herr Albat. Ich selbst wohne in Oberbayern, sogar in der Nähe von Salzburg im bayerisch-österreichischen Grenzbereich, wo bekanntermaßen zeitweise echt “der Bär steppt”, und wo man durchaus die eine oder andere Auswirkung des Flüchtlingsstroms zu spüren bekommt, z. B. in Form von Grenzkontrollen, Verkehrsstaus, etc.

    Man muss wirklich anerkennen, dass sich Bayern von Anfang an sehr ins Zeug gelegt hat, was die Flüchtlingskrise angeht, und dies nach wie vor noch tut. In jedem noch so kleinen Kaff (sorry, ich wir haben hier natürlich keine Käffer, sondern ausnehmend hübsche, gepflegte, oberbayerisch geprägte Dörfer und Weiler) finden sich inzwischen Flüchtlingsunterkünfte. Seltsamerweise konnte ich bislang in Baden-Württemberg noch nicht sehr viel in dieser Richtung beobachten. Meine Schwester wohnt in einem Dorf am Oberrhein, in welchem es schon seit vielen Jahren mehrere “aufgelassene” Gasthäuser gibt. Diese entsprechen natürlich nicht mehr dem neuesten Chic, aber wenn man Flüchtlinge inzwischen in Zeltstädten oder ehemaligen Getränkemärkten unterbringt, und wenn man, dem Vernehmen nach, schon über Zwangsanmietungen von Privatwohnungen nachgedacht hat, könnte im giftgrünen Ländle doch auch mal an die Anmietung alter Gasthäuser im ländlichen Bereich angemacht werden. Da will allerdings dann wohl nicht so gerne ran. Hier im traditionell eher konservativen, ländlichen Oberbayern ist dies, wie gesagt, schon längst Usus. Es wurde ja schon öfter der Verdacht geäußert, dass es mit der Willkommenskultur der “grünen Wählerschaft” nicht allzu weit her sein soll, wenn diese ihnen zu nahe an den Pelz rückt. Also, Ihr grünen Männlein und Weiblein: Schluss jetzt mit dem Bayern-Bashing!

    PS: Lustig: das Korrekturprogramm moniert den Begriff “Willkommenskultur”. Na, das wird sich aber ändern müssen, falls dieses Wort zum Wort des Jahres 2015 gekürt werden sollte. Was nicht auszuschließen ist.

  6. Tina Hansen Antworten

    Kleines Erlebnis, gerade eben, nicht in Bayern oder Baden-Württemberg, sondern in einem Schnellbus in Hamburg-Altona.
    Ich bin in Eile, dränge mich mit Koffer, Reisetasche und Jacke hinten rein. Busfahrer, freundlich-neutral: “Die Dame mit dem roten Schal bitte nach vorne kommen und die Fahrkarte vorzeigen.”
    Ich gehe nach vorne, zeige vor, setze mich direkt hinter den Fahrer.
    Fünf Minuten später.
    Bus hält. Hinten steigt ein eine junge Frau offensichtlich muslimischen Glaubens. Der Busfahrer, freundlich-neutral: “Die Dame mit dem Kopftuch bitte nach vorne kommen!”
    Die Dame kommt nach vorne. Kein Fahrschein.
    Der Busfahrer: “Können Sie nachlösen?”
    Kopfschütteln.
    Busfahrer: “Dann müssten Sie jetzt an der nächsten Station aussteigen.”
    Frau: “Ja, sicher.”
    Sie steigt aus.
    Zwei junge Frauen offensichtlich nicht-muslmischen Glaubens stürmen herbei, die eine davon mit wut-zitternden Händen das Smartphone im Anschlag: “Das haben Sie zum letzten Mal gemacht! Es ist die falsche Zeit, um Frauen aus dem Bus zu schmeißen, weil sie ein Kopftuch tragen.”
    Busfahrer, lauter: “Ich habe sie sogar noch mit genommen! Die hätte eigentlich 40 Euro…”
    Die beiden jungen Frauen: “Das erfährt Ihr Arbeitgeber!”
    Der Busfahrer, sich zu mir umdrehend, ruhig und abgeklärt: “Können Sie bezeugen, dass ich die Dame nicht wegen des Kopftuches rausgeworfen habe?”
    Ich: “Ja, klar.”
    Busfahrer reicht mir einen Zettel und Kuli für meine Adresse.

    Ach Abendland…

  7. Hans-Peter Mayr Antworten

    Hallo Herr Kelle,
    Sie haben wieder mal den Finger auf die Wunde gelegt. Deutschland ist in der Flüchtlingsfrage gespalten, und Politiker müssen eben mit gespaltener Zunge sprechen, wenn sie Realitäten aus ideologischen oder pseudo-humanistischen Gründen negieren. Zu sagen, dass Asyl keine Grenzen kennt, ignoriert die Menschen, die Grenzen als Schutz ihrer Heimat (Identität) betrachten. – Vielleicht sollte man die sog. Flüchtlinge noch differenzierter sehen: wer von ihnen ist in seiner Heimat wirklich unmittelbar in seiner Existenz bedroht, welche sind eigentlich Auswanderer, die ihre Existenz freiwillig aufgeben wegen einer besseren Existenz in Deutschland? Wie gehen andere Länder mit Einwanderern um? Und wieviel Islam verträgt Deutschland, ohne seine Identität aufzugeben?

    • Joachim W Antworten

      Leider gibt es eine Menge Leute, die sich nicht um deutsche Identität scheren und es auch lautstark proklamieren.

  8. St.Ex Antworten

    Mir geht das Ganze auf den Keks. Nein nicht die Armen und Hilfsbedürftigen, deren sollen ja auch unter den Flüchtlingen sein, sondern der Umgang der Deutschen mit dem Problem.
    Als Problem sehe ich nicht nur Bürgerkrieg, Armut, Mord und Totschlag im Herkunftsland, sondern auch die Völkerwanderung und die Eingemeindung im sicheren Deutschland. Wenn da die gutmeinden “Zahnbürstenspender” nur nicht an der Realität vorbei denken und handeln.

    • Tina Hansen Antworten

      Ich habe um den heißen Brei herumgeredet. Mit meiner langen Bus-Story wollte ich eigentlich nur diese Worte sagen: Mir geht das Ganze auf den Keks.
      Danke für die Zusammenfassung!

      • St.Ex Antworten

        Sehr geehrte Frau Hansen,
        Sie, der Busfahrer und sicherlich auch ich schwimmen gegen den “Mainstrem”, damit macht man sich unbeliebt. Der Busfahrer wird zu seinem Vorgestzten zitiert und selbst wenn man ihm kein “Vergehen” vorwerfen kann, wird der Chef im beim Hinausgehen noch ein “nicht das ich noch einmal über sie derartiges hören muß” sagen. Was wird der Busfahrer also zukünftig machen, erpaßt sich an und hat seine Ruhe. Nur Zahnbürsten wird er auch nicht spenden. Er wird warten bis sich der Wind dreht und hofft das es kein Sturm wird.
        Nacht Deutschland!

  9. Günter Antworten

    Ich habe an Frau Merkel einen Brief geschrieben, mit Kopie an alle Bundestagsabgeordneten. Von keinem habe ich eine Antwort erhalten.
    Hier ist er:

    Die Flüchtlingsproblematik

    Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
    ich vertraue Ihnen. Wenn Sie zu den vielen Problemen, welche der Zustrom der Flüchtlinge bringt, sagen: “Wir machen das”, dann werden diese sicher auch einfach gelöst werden, selbst wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie das gehen könnte.
    Der normale Bürger kann nur nachdenken. Die Politiker müssen aber vordenken; sie müssen Probleme erkennen und Lösungsmöglichkeiten anbieten, bevor diese richtig aufgetreten sind.
    Erklären Sie bitte dem deutschen Volke, zu dessem Wohle Sie arbeiten, wie Sie geschworen haben, wie Sie folgendes Problem lösen:
    Herr Gabriel rechnet damit, und dies tun inzwischen auch viele andere, dass dieses Jahr eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen.
    Der Zustrom wird aber nicht am 31.12.2015 aufhören, sondern ab 01.01.2016 geht es ja weiter, wenn alles so bleibt wie es ist. Damit die neuen Flüchtlinge Platz haben, müssen die nicht anerkannten Asylsuchenden möglichst schnell Deutschland wieder verlassen.
    Sehr hoch gerechnet wird die Anerkennungsquote maximal bei 30% liegen. Dies bedeutet, dass
    700.000 Menschen ausreisen müssen, möglichst in den ersten drei Monaten des Jahres 2016.
    Es müssen also im Durchschnitt jeden Tag 7.777 Personen aus Deutschland ausreisen.
    Wie werden Sie dies machen, bzw. machen lassen?
    Sagen Sie dies bitte dem deutschen Volke, wenn Sie zum Tag der Deutschen Einheit sprechen oder in der Bundestagssitzung am 02.10.2015.
    Mein Vorschlag:
    Lassen Sie noch heute (30.09.2015) die Grenzen schließen. Dabei soll auch die Bundeswehr eingesetzt werden. Ich empfehle, dass dazu auch die 850 Soldaten aus Afghanistan sofort abgezogen werden und hier mit Rat und Tat helfen.
    Dann können die Anträge auf Asyl direkt an der Grenze geprüft und entschieden werden.
    Auch den Leuten, welche nicht aufgenommen werden können, wird so viel Ärger und Zeitverlust erspart.
    Ich wünsche Ihnen und dem deutschen Volke viel Erfolg bei der Lösung dieser Probleme.
    Mit herzlichen Grüßen

    • Friedrich Albrecht Antworten

      Ich kann Ihnen nur zustimmen bzw. dieses Schreiben mit unterzeichnen.

      Mit Gruß Friedrich Albrecht

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.