Korruption im Staatsfunk? Was kommt noch nach Schlesinger und Rossbach?

Direkt nach der Schlesinger-Affäre beim RBB brodelt es nun in Hamburg beim NDR. Wenn die junge Tochter der NDR-Direktorin Sabine Rossbach eine der beim Staatsfunk höchst begehrten Festanstellungen erhält, und die ältere Tochter jahrelang ihre PR-Kunden in NDR-Programmen platzieren konnte, dann hat das mehr als ein Gschmäckle. Dann riecht das nach Korruption.

Und die ältere Tochter von Rossbach ist auch nicht das einzige Familienmitglied, das beim NDR ordentlich Geld verdient. Auch der Ehemann der Funkhauschefin, Dieter Petereit, wurde vom Sender mit einem üppigen Beratervertrag versehen. Für die Regionalwelle Niedersachsen arbeitet Petereit seit 2018 als „Musikberater“ und erhält dafür bis zu 50.000 Euro im Jahr, wie die BILD herausfand. Und das, obwohl es da auch noch einen gut bezahlten Musikchef gibt. Was machen die alle da?

Interessantes Detail auch noch: Die Inhaberin der genannten PR-Agentur, Anna Hesse, also eine der Töchter der Funkhaus-Chefin Sabine Rossbach, hieß früher Anna Rossbach-Hesse. Bevor sie nach Hamburg zog, legte sie ihren Nachnamen ab. Gefiel ihr wohl nicht mehr…

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Dieser Artikel wurde 5 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Ist etwa jemand überrascht?

    Vetternwirtschaft kostet nun mal. Wir bezahlen brav. Und an die Fleischtöpfe kommen auch nur diejenigen, die die richtige Gesinnung haben.

    • S v B Antworten

      Wenn nur lange und intensiv genug gebuddelt würde, kämen garantiert noch viele weitere unschöne Details ans Licht.

      Der hehre Anspruch der ÖRR, einen Bildungsauftrag zu erfüllen, gerät durch derlei schändliches Gebaren nachgerade zur Farce.

      Aber… schließlich goutieren es auch Frösche nicht, wenn sich jemand anschickt, ihr paradiesisches Feuchtbiotop, also ihren Sumpf, trocken zu legen.

  2. Nordlicht Antworten

    Vetternwirtschaft unter Frauen …. Basenwirtschaft oder neudeutsch VetterInnen-Wirtschaft?

  3. H.K. Antworten

    Gab es da nicht mal schlaue Ratschläge, wie man(n) die ÖR ordentlich ärgern kann, wenn man die GEZ-Gebühren regelmäßig überweist, statt einziehen zu lassen ?

    Am besten mal 1 Cent zuwenig, mal 1 zuviel. Irgendwie so, wenn ich mich recht erinnere …

  4. gerd Antworten

    Irgendwie müssen die zwangseingetriebenen 8,4 Milliarden Euro jährlich untergebracht werden. Wenn ich vor einer solch gigantischen Summe stehen würde, wäre die Versuchung mal etwas abzuzwacken nicht gering.

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