Meine Mutter lebte genau das Leben, das sie leben wollte

Nun also wieder Muttertag – und das absolut zurecht. Anders als beim Frauentag oder Tag der Arbeit oder dem Internationalen Vollkornbrottag, geht es hier um etwas Essentielles: unsere Mütter.

Und eine Mutter hat jeder von uns, das ist sicher

Wussten Sie, dass auch heute noch rund 70 Prozent aller in Deutschland aufwachsenden Kinder dies nicht nur bei ihren „Erzeugern“ tun, sondern in einer Familie, in der die Eltern auch miteinander verheiratet sind? Eine erstaunliche Zahl, finde ich. Die traditionelle Ehe, für Großstädter: die Zweierbeziehung aus einem Mann und einer Frau – ist auch nach Tausenden Jahren immer noch das Erfolgsmodell schlechtin für ein gedeihliches Zusammenleben. Und, wenn Sie zu Hause eine Bibel im Regal stehen haben, wischen Sie den Staub ab und lesen Sie nach bei Epheser 5, 25-28:

„So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.““

Da steht im Grunde alles drin, was man wissen muss, oder wie der Amerikaner sagt: „Happy wife, happy life!“

Jeder von uns Älteren hat Erinnerungen an die eigene Kindheit und die eigene Mutter. Die dafür sorgte, dass wir morgens vor der Schule ein anständiges Frühstück bekamen und neben einem Käsebrot auch noch ein Milky Way-Schokoriegel im Brotbeutel lag. Und ich erinnere mich an das beherzte Eingreifen der Mama, wenn Papa mal wieder zu streng mit dem kleinen Klaus war. Und überhaupt: neun Monate ein Kind im Bauch herumzutragen – auch kein Zuckerschlecken.

Was Mütter leisten auf dieser Welt, das ist einzigartig. Es ist oft anstrengend, es wird oft viel zu wenig geschätzt, aber es ist die wichtigste Aufgabe auf dieser Welt. Statt einmal im Jahr einen Blumenstrauß für Mama auf den Tisch zu stellen, sollten wir jeden Tag des Jahres Muttertag feiern.

Deshalb kann ich übrigens auch das Gejaule über die angebliche Geringschätzung von Frauen in der (katholischen) Kirche nicht mehr hören. Die Aufgabenteilung ist klar: Die Frau, das ist diejenige, die das Leben weiterträgt. Die Rolle des Mannes ist es, den Glauben durch die Zeit zu tragen. Klare Aufgabenteilung, aber kein Stück Geringschätzung. Warum auch, wenn Sie an alle die vielen prägenden und großartigen Frauen in der Geschichte der Christenheit denken.

Bevor ich begonnen habe, an diesem Text zu schreiben, habe ich nochmal über meine Mutter Waltraud nachgedacht, die 93 Jahre alt wurde. Eine Hausfrau und Mutter Zeit ihres Lebens. Der Alptraum für all die aufgeregten Damen aus der Feminismus-Industrie. Essen kochen, Wäsche waschen, Hausaufgaben ihres Sonnes kontrollieren – im Sommer mit Mann und Klaus nach Norderney oder Cornwall, im Winter auch mal nach Österreich zum Wandern. Ich glaube, meine Mutter war glücklich mit Ihrem Leben. Sie wollte nicht in einen Konzernaufsichtsrat oder Fußball-Nationalspielerin werden. Sie wollte genau das Leben, was sie lebte: Hausfrau und Mutter.

Und mein Vater und ich waren und sind so unglaublich glücklich, diese Frau und Mutter gehabt zu haben, ohne die wir unser Leben in Geborgenheit und voller Verrauen aufeinander nie hätten leben können.

Danke für alles, Mama!

 

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Dieser Artikel wurde 7 mal kommentiert

  1. S v B Antworten

    Dem Artikel gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Schlimm nur, dass sich MS-Medien, Lehranstalten wie Schulen und Universitäten, aber auch Politik UND Kirchen krampfhaft bemühen, das traditionelle Mutterbild immer mehr zu entwerten, es mitunter regelrecht in den Schmutz zu ziehen. Überzogene Tik-Tok-Videos über das Leben so genannter Trad-Wives (Traditional Wives) befeuern die Bemühungen der „offiziellen“ Mutterbild-Demontierer noch zusätzlich – obwohl sie angeblich bzw. eigentlich ganz anderes im Sinne führen. Aber besagte Clips bzw. Videos sind in ihrer Darstellung des Alltags von Hausfrauen und Müttern meist unfassbar überzeichnet, bisweilen verfallen sie regelrecht der Albernheit. Wohl keine moderne Hausfrau und Mutter dürfte sich deshalb in den Protagonistinnen dieser Filmchen wieder erkennen. Kein Wunder also, dass sich Wokismus, Feminismus, MS-Medien und die anderen Üblichen mit Elan, Spott und Häme über das Leben der Trad-Wives hermachen. Nicht einfach wegzudiskutieren ist allerdings der oft ins Feld geführte Einwand, dass unter den Bedingungen einer Trad-Ehe und -Mutterschaft auf Full-Time-Basis wenigstens einigermaßen sichergestellt sein sollte, dass Frauen und Müttern auch auf lange Sicht zumindest keine allzu spürbaren Nachteile aus ihrer sich gegebenenfalls über etliche Jahre hinziehenden, traditionellen Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter erwachsen; will heißen, am besten gar keine. Eine Garantie, dass dem nicht so sein wird, gibt es für besagte Frauen allerdings nicht. Vielleicht NOCH nicht – wer weiß?

  2. H.K. Antworten

    „Dieser Artikel wurde 3 mal kommentiert“ – und EINER ist jetzt noch da ??

    🫢

    • Günther M. Antworten

      Also, ich muß es einmal sagen:
      Ich bin hier genauso Gast wie jeder Andere, und so versuche ich mich auch zu benehmen.
      Manchmal stimmt meine Ansicht zu einem Thema mit der des Hausherrn oder einem Mitkommentator überein, manchmal nicht.
      Aber ich muß mich schon fragen, warum Sie hier jeden, wirklich JEDEN Artikel oder jede Bemerkung des Blogbetreibers versuchen, entweder lächerlich zu machen oder ab absurdum zu führen.
      Wenn der Artikel die Erinnerungen von Klaus Kelle an seine Mutter und seine Kindheit widerspiegelt, WAS bitte gibt es daran nun wieder herumzunölen?
      Wenn Ihre Erinnerungen an Ihre Frau Mutter andere sind, seien sie besser oder schlechter, können Sie das hier sicherlich auch kundtun, wenn Sie mögen. Und wenn Sie nicht mögen, lassen Sie es halt.
      Aber wenn Ihnen hier nichts und niemand wirklich passt, warum vertrödeln Sie hier Ihre Zeit mit Lesen und „Dummkommentieren“?
      Und nun kommen Sie bloß nicht wieder mit Ihrem „Bloghausmeister-Spruch.
      Falls es Sie interessiert: Herr Kelle und meine Wenigkeit kennen sich nicht einmal persönlich.
      Just my two cents.

      Erneuter Angriff auf meine Lachmuskulatur, Groschen gefallen?

      • H.K. Antworten

        Wenn Sie hier MEINEN Text zitieren, machen Sie das bitte entsprechend kenntlich !

        Groschen gefallen ?

        Oder raschelt es nur …

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