Strategiegeplänkel: Mit welchem Schachzug kehren Deutschlands Konservative zurück auf die Bühne?

Viele, die gestern auf Friedrich Merz gesetzt haben, stehen auf dem Sprung. Was Neues beginnen, sich neu formieren, das tradierte Parteiensystem aufbrechen. Wieder einmal, wo es doch bisher seit 1949 nur zwei Mal gelungen ist, eine neu gegründete politische Kraft im System zu etablieren.

Aber wie geht das praktisch?

Ja, es gibt auch in der WerteUnion immer noch noch Stimmen, die zum Durchhalten aufrufen, dazu, Armin Laschet erstmal eine Chance zu geben, weil er wenigstens „ganz sicher“ nicht so ist und handelt wie Angela Merkel. Im Fernsehen hat der bekannte TV-Journalist Claus Strunz einen Kiesel ins Wasser geworfen, als er heute vorschlug, Friedrich Merz solle in die FDP eintreten. Das wurde von Christian Lindner prompt abgelehnt, obwohl jeder weiß, dass so ein Wirtschaftsmann und brillanter Redner den schläfrigen Laden mächtig aufpimpen könnte. Allerdings würde das augenblicklich die Frage aufwerfen warum eigentlich Christian Lindner dann FDP-Chef bleiben sollte. Oder wie Heide Simonis von der SPD es einst formulierte: „Und was wird aus mir?“

Politik ist ein ausgeklügeltes Geschäft mit Ecken und Kanten, mit Emotionen ebenso wie mit kaltem Kalkül. Einfache Lösungen gibt es dabei nur selten. Aber bleiben wir einen Moment bei der FDP, von der kaum einer ernsthaft beantworten kann, warum es sie noch gibt. Eine liberale Kräft täte Deutschland gut, aber eine liberale Kraft müsste auch als solche öffentlich wahrnehmbar zum Beispiel in einer Corona-Krise sein. Außer ab und an mal eine …nette…Bundestagsrede von Lindner findet sich da kaum etwas.

Die AfD hat sich nach einem kurzen Absturz in der Gunst ihrer Wähler von sieben Prozent jetzt wieder bei zehn Prozent stabilisiert. Da brennt bis September nichts mehr an. Aber die Partei ist unattraktiv für bürgerliche Wähler aus Union und FDP, weil sie es trotz durchaus ernsthafter Bemühungen und Fortschritte nicht schafft, sich vom übelriechenden rechtsextremen Rand zu lösen. Nun droht die Komplettüberwachung durch den Inlandsgeheimdienst, der Bestrebungen gegen die freiheitliche und demokratische Grundordnung vermutet. Und man kann heutzutage nicht ausschließen, dass auch politisches Ränkespiel dahinter steckt. Wenn man aber mal Einblick in Chatgruppen des angeblich aufgelösten „Flügels“ nehmen kann, wird einem schlecht. Da können Jörg Meuthen und seine deutliche gemäßigte Mehrheit im Bundesvorstand machen, was sie wollen. Genauso wie einst die Grünen erst mitspielen durften am Tisch, wo Entscheidungen fallen, so wird niemand mit einer AfD kooperieren, in der immer noch ein Teil der Mitglieder auf die Rückkehr von Andreas Kalbitz aus einem vorübergehenden Zeltlager hofft.

Dann gibt es noch kleine wehrhafte Dörfer, die den Galliern gleich, den übermächtigen Römern des politischen und medialen Establishments zu trotzen wagen. Die LKR, zum Beispiel, deren Name „Liberal-Konservative Reformer“ eher wie eine Kurzgeschichte anmutet denn wie ein attraktiver Parteiname. Aber die frühere Partei von Bernd Lucke, die sich Ende 2018 nach der krachend verlorenen Europawahl eigentlich auflösen wollte, bekommt jetzt unter Luckes Nachfolger Jürgen Joost (Neumünster) wieder deutlich Boden unter die Füße. Zwei Abgeordnete des Deutschen Bundestages und zwei Landtagsabgeordnete aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein – früher AfD – haben sich der bürgerlich-konservativen Partei mit ihren knapp 800 Mitgliedern angeschlossen. Weitere werden noch vor der Bundestagswahl dazustoßen, hört man aus den Reihen der LKR, die  im September auch antreten wird.

In Thüringen wagt sich die neue Gruppierung „Bürger für Thüringen“ ins Getümmel zur Landtagswahl. Spitzenkandidatin ist die erfolgreiche Unternehmerin Dr. Ute Bergner aus Jena. Sie kennt das politische Geschäft und ist absolut seriös. Auch wenn sie keine klassische Konservative ist, bietet sie den Wählern im Freistaat, die der CDU nicht mehr vertrauen und den nationalromantischen Höcke-Fans zu recht nicht trauen, einen Ausweg an.

Wohin das alles führt, weiß heute keiner. Es gibt so viele Spielzüge, so viele Stimmungen, die jetzt nicht vorhersehbar sind. Klar ist: die Basisbewegung WerteUnion in CDU und CSU könnte eine Schlüsselrolle bei der Aufstellung einer neuen politischen Kraft spielen. Könnte, wenn sie denn wollte, was aber nicht klar ist. Hinzu kommt, dass aktuell jemand die Machtfrage stellt und im Frühjahr den Bundesvorsitzenden Alexander Mitsch als Kandidat für den Vorsitz herausfordert. Viele der zwei Dutzend Mini-Parteien in Deutschland sind vor dem aktuellen Lockdown zu Sondierungsgesprächen zusammengekommen, um abzuchecken, ob es eine Zusammenarbeit geben könnte. Querdenker sind dabei, „Die Basis“, „Deutsche Mitte“, Zentrum und so weiter.

Es brodelt seit langem in den konservativen Milieus Deutschlands, seit gestern gibt es kein Halten mehr.Heute hatte ich gut 150 Leser dieses Blogs zu einer Videokonferenz. Zwei Stunden wurde intensiv diskutiert, wurden Gedanken unsortiert in den Raum geworfen. Es waren einfache Bürger dabei, aber auch Mitglieder verschiedener Parteien. Es war gut, aber erst ein Anfang. Demnächst soll es weitergehen, digital oder hoffentlich auch physisch, Spätestens am ersten Maiwochenende bei der 6. Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz.

Die CDU ist verloren, schallt es heute durch den Wald. Nur: Nicht einmal das ist sicher. Ein Bundeskanzler Armin Laschet, der durchsetzt, dass ein paar Tausend abgelehnte Asylbewerber in den Flieger gebracht und in ihr Heimatländer abgeschoben wird, der sich demonstrativ in Karnevalskostüm und beim Schützenfest zeigt und dann auch noch eine Kerze im Aaachener Dom publikumswirksam vor Fotografen entzündet, der ist ruck-zuck bei 45 Prozent. Das ist die politische Realität in Deutschland, und die ist sehr, sehr traurig.

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Dieser Artikel wurde 60 mal kommentiert

  1. Christoph Friedrich Antworten

    Merz ein „brillianter Redner“? Mir ist keine brilliante Rede von ihm bekannt, schon gar nicht, als es wirklich darauf ankam (nämlich bei seinen Kandidaturen für den Parteivorsitz). Und der soll die FDP „mächtig aufpimpen“ können? Das schafft er ja nicht einmal bei seiner eigenen Partei.

    An anderer Stelle schrieb ich bereits, was ich von Merz‘ Ablehnung einer Mitarbeit im CDU-Präsidium halte und von seinem abartigen Versuch, Minister unter Merkel zu werden. Abartig, weil
    1. für jeden verständigen Menschen klar ist, daß die Merkel ihn niemals zum Minister ernennen würde, und weil
    2. angesichts der Umstände, wie die Merkel mit Merz umging, der Versuch von Merz, in ihr Kabinett zu kommen, schlichtweg bodenlos ehrlos und schändlich ist.

    Für mich ist Merz seitdem unten durch, und es fällt mir schwer zu verstehen, wie man immer noch diese traurige Gestalt gutheißen kann.

    Und Hand aufs Herz: Für mich war Merz bis vor der Wahl von den drei Kandidaten das kleinste Übel, aber inzwischen halte ich die Wahl von Laschet als die bestmögliche Wahl unter den gegebenen Umständen. Und ich finde, daß man Laschet eine Chance geben sollte. Er ist jedenfalls viel offener als die Merkel (wozu freilich auch nicht viel gehört), und konservative Unionsmitglieder wären gut beraten, Kontakt mit ihm aufzunehmen. An anderer Stelle auf dieser Seite wurde ja auch geschrieben, daß Laschet jetzt gute Berater braucht. So ist es.

    Zu den Kerzen im Aachener Dom u.a.: Wenn Laschet beim Volk (und auch bei den Parteimitgliedern) gut ankommt, ist das doch gar nicht so schlecht. Das Volk ist auch bei uns in Deutschland arg gespalten; sollte Laschet durch seine Persönlichkeit und eine vernünftige Politik diese Spaltung(en) zumindest teilweise schließen können, wäre das durchaus gut für unser Land. Von den drei Kandidaten hat er meiner Meinung nach das mit Abstand beste Zeug dazu.

    Und sollte er wirklich als Kanzlerkandidat 45% erreichen, würde es vielleicht auch zu einer Koalition mit der FDP reichen. Weniger schlecht als eine Koalition mit den Grünen wäre das allemal.

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      Gute Berater, da gibt es einen kleinen Silberstreif. Staatskanzleichef Nathanael Liminski ist laut FAZ der Mann hinter Laschet, auf den ich große Stücke halte.

  2. Johannes Antworten

    Ich habe bereits zwei Neugründungen in den letzten sieben Jahren mit gestaltet. Eine davon ist die AfD, in der ich auch Mitglied bin.

    Eines habe ich dabei gelernt: bei allem Enthusiasmus für etwas Neues. Es braucht viele, viele, die sich sehr aktiv einbringen, die erforderlichen Strukturen aug Orts-, Kreis-, Landes-, und Bundesebene aufzubauen. Das ist das A und O. Heute kann ich sagen: das wurde bei der AfD v.a. aus Unerfahrenheit vernachlässigt und so gelangte gerade in den ersten zwei Jahren mancher in die AfD, der unappetitliche und abstoßende Ansichten in sich trägt.

    Es braucht funktioniernde und zuverlässige Prozesse, diejenigen nicht aufzunehmen, die unappetitliche und abstoßende Ansichten mitbringen und so eine Partei schwer schädigen. Die AfD strengt sich sehr an, diesen Anfängerfehler zu beheben und ist dabei auch durchaus erfolgreich. Kalbitz, Sayn-Wittgenstein, Gedeon, Pasemann, sind nur die „Prominenten“, die erfolgreich aus der Partei entfernt wurden. Aber es ist auch so, wie Sie, Herr Kelle, sagen: es gibt nach wie vor Mitglieder, die dem Ausschluss der o.g. nachtrauen. Gleichwohl stehen diese, nach allem was ich sagen kann, deutlich nicht für die Mehrheit.

    Es ist schon schwierig mit der AfD. aber m.E. nicht hoffnungslos. Selbstverschuldetes Leid, spielt dabei eine große Rolle. Eine mindest genau so große Rolle spielen aber auch viele Medien, die das Schlechte in Benehmen, Verhalten und politischer Auffassung prominent bringen und die durchaus vorhandene parlamentarische Arbeit der AfD mit Nichtberichterstattung gecancelt haben. So ist es gelungen, in der Öffentlichkeit ein schiefes Bild in der Wahrnehmung zu erzeugen.

    Diesem gerade beschriebenen Prozess wird sich jede Neugründung stellen müssen. Die meisten Medien, sind einem Zeitgeist erlegen, den man – rein beschreibend – als „links/grün“ bezeichnen kann. Viele Verlage und Redakteure und Journalisten sehen ihre Aufgaben inzwischen darin, die Öffentlichkeit über die „richtigen“ Haltungen, Meinungen und Auffassungen zu belehren. Meist in großer inhaltlicher Koinzidenz mit dem Kanzleramt.

    Jede Neugründung wird sofort und umgehend zur „Zielscheibe“ für die og. Medien UND die Parteien; bereits die Werteunion kann davon ein Lied singen (z.B. Elmar Brock, der die WU als Krebsgeschwür bezeichnete). Es braucht bei einer Neugründung daher großes persönliches Standing, solches auszuhalten. Das hat nicht jeder und viele geben auf (wie aucg in der AfD zu Anfang, in der viele Bürgerliche diesem Druck nicht standgehalten haben).

    Was tun? Es braucht eine Partei. Welche? Es muss eine sein, deren Mitglieder fest auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen. Deren Mitglieder Standing gegen die zu erwartende Welle an medialer Ablehnung und Verachtung zeigen und die das „Abwettern“. Deren Mitglieder sehr aktiv sind und bereit sind Flagge zu zeigen. Denen es gelingt schnellstens funktionierende Strukturen und Prozesse aus dem Boden zu stampfen (v.a. wegen der Aufnahme in die Partei).

    Nicht zuletzt: es müssen wirklich aus dem Stand, sehr sehr viele Mitglieder sein, damit die ernormen Arbeitspensen, bis zu BT-Wahl geleistet werden.

    • Braumüller Antworten

      @Johannes. Haben Sie herzlichen Dank für Ihren überaus aufschlussreichen und differenzierten Beitrag.
      LG

    • Christoph Friedrich Antworten

      Nur besteht bei jeder (halbwegs) erfolgreichen Neugründung eine weitere, durchaus ernste Gefahr: Pöstchenjäger.

      Die Hamburger Schill-Partei war dafür geradezu ein Musterbeispiel: Sie hätte erfolgreich sein können, aber Pöstchenjäger ruinierten sie. Und leider gibt es auch in der AfD solche Typen. Typen, die auch die AfD ruinieren können. Und zu diesen Typen zähle ich beispielsweise Meuthen.

      • Johannes Antworten

        Wäre Herr Meuthen ein „Pöstchenjäger würde er sich nicht so exponieren, wie er es tut. Denn „Pöstchenjäger“ bleiben stets in der Deckung und lieben den politischen Hinterhalt. All das erkenne ich nicht bei Herrn Meuthen – Ihre Kritik geht in´s Leere.

        • Christoph Friedrich Antworten

          Da kennen Sie Pöstchenjäger aber schlecht – sie mögen politischen Hinterhalt lieben, aber sie exponieren sich auch gerne, sonst könnten sie ja auch keine Pöstchen ergattern. In der AfD meines Heimatkreises gibt es mindestens zwei derartiger Typen.

          Und Meuthen nannte ich, weil er vor keiner Schädigung der eigenen Partei zurückschreckt, um sich dem Parteien-Etablissement anzuschleimen.

          Bitte mich nicht mißzuverstehen: Für eine Zusammenarbeit der AfD mit anderen Parteien bin auch ich, aber das darf nicht auf Kosten der eigenen Partei gehen.

          • Johannes

            Pöstchenjäger kenne ich wirklich gut 😉

            Und Herr Meuthen ist definitiv keiner, ganz davon abgesehen, dass er die Partei schädigt. Und von „anschleimen“ kann nun überhaupt keine Rede sein, es sei denn, Sie verstehen darunter das Aushandeln von politischen Kompromissen, wie es im parlamentarischen Geschäft die Regel ist.

            Es sind diejenigen, die die AfD schädigen, die sich z.B. weiterhin zu denjenigen stellen, die bereits aus der Partei ausgeschlossen wurden. Es sind diejenigen, die jeliche Etikette im parlamentarischen Benehmen missen lassen und z.B. löchrigen Mund-Nase-Schutz im Bundestag tragen. Die über das erträgliche Maß hinaus provozieren und in einem Atemzug hecheln: „Ich geb´s den „Linken“ nur so wieder, wie die mir begegnen. Die schlicht nicht begriffen haben, das Seriösität und Anstand keine Lafontain´schen Sekundärtugenden sind, sondern Ausweis gelebter Bürgerlichkeit. Ich könnte die Liste fortsetzen…

          • Johannes

            … „nicht schädigt“ …soll´s natürlich heißen.

          • Christoph Friedrich

            Meuthen ist definitiv ein Pöstchenjäger, und unter „anschleimen“ verstehe ich das, was üblicherweise unter „anschleimen“ verstanden wird.

            Und wer sich über das Tragen eines löchrigen Lappens vor Mund und Nase im Bundestag aufregt, verrät schon einiges über sich selbst. Der Roth rechtzugeben, die ihr Amt bei der Leitung der Bundestagssitzung mißbrauchte …

            Masken sind unsinnig, gerade die Alltagsmasken lassen fast alle Viren durch – da spielen Lappenlöcher auch keine Rolle.

          • Johannes

            Nun, Ihr Verständnis von „anschleimen“ scheint exakt dem zu entsprechen, was ich vermutet habe. Ansonsten hätte Sie es ja klar stellen können.

          • Christoph Friedrich

            @johannes:

            Ihre Vermutung ist, wie bei Ihnen offensichtlich üblich, falsch.

          • Johannes

            „… üblich…“

            Waren wir zwei schon ein Bier trinken, das wir uns so gut kennen? 😉

          • Christoph Friedrich

            Wie hier ein Meuthen-Fanatiker das Äffchen (Nachäffer) spielt. Mit so Typen wie Meuthen und besagtem Fanatiker ist die AfD zum Dahinvegetieren verurteilt.

        • Christoph Friedrich Antworten

          Um noch einmal auf die Schill-Partei zurückzukommen: Auch jener Pöstchenjäger, der für den Untergang der Schill-Partei hauptverantwortlich ist, exponierte sich.

          • wkrueger

            Sehr geehrter Christoph Friedrich,

            auch Menschen mit einem so sturköpfigen und destruktiven Verhalten wie Sie machen Parteien und Demokratie kaputt. Ich muss das leider so sagen, nachdem, wie Sie sich hier äußern.

            Ich finde es traurig, wie neid- und hassgetrieben Linke oft agieren. Aber überwiegend von Ärger getrieben wirken auch Sie. Und das ist kein angemessener Antrieb für eine fruchtbare politische Betätigung. Denn Wut und Ärger machen blind.

          • Christoph Friedrich

            Bin weder stur noch destruktiv noch blind. Und Meuthen ist und bleibt ein Schleimer, der für seine Schleimerei seine Partei immer wieder massiv schädigt. Es sind gerade Typen wie Meuthen, die Parteien und auch die Demokratie zerstören. Wer das nicht erkennt, sollte seinerseits seine (politsche) Sehkraft untersuchen lassen.

            Unerläßliche Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist Meinungsfreiheit. Angesichts der zunehmenden Meinungsunterdrückung hierzulande wäre es eine dankbare Aufgabe für die AfD, sich für die Meinungsfreiheit einzusetzen. Meuthen begeht mit seiner Ausschließeritis wegen Meinungsäußerungen das genaue Gegenteil (was nicht heißen soll, daß Beleidigungen geduldet werden. Beispielsweise war der Ausschluß jenes Typen mit den „Kameltreibern“ richtig).

            Wichtig für das gute Funktionieren einer Partei ist der Zusammenhalt. Meuthen begeht mit seiner Spalterei aber auch hierin das genaue Gegenteil, wobei einzuräumen ist, daß mangelnder Zusammenhalt generell ein mehr oder weniger großes Problem in der AfD ist. Aber gerade deswegen wäre gerade für die AfD ein Vorsitzender vonnöten, der die Einigung, den Zusammenhalt der Partei anstrebt und sich auch darauf versteht. Meuthen ist hierin das genaue Gegenteil.

            Vielleicht schafft das Laschet mit der CDU – mal schauen. Zumindest strebt er das an. Die Merkel war gleichsam der Meuthen der CDU, und die AKK einfach nur unfähig.

          • Christoph Friedrich

            Das mit der Schreibe sollte an andere Stelle, ist dort jetzt auch.

  3. Ketzerlehrling Antworten

    Die konservativen Kräfte, die zweifellos noch vorhanden sind, versteckt fristen sie ein heimliches Dasein, haben wenig Unterstützung in der Bevölkerung. Das macht eine Rückkehr schwierig bis unmöglich. Ausserdem sind Organisationen wie die Werteunion oder die AfD oder wer auch immer unterwandert von links. Diese Konservativen sollten zuerst einmal den Widerstand organisieren, denn so. wie es jetzt ist, diese Einzelaktionen, die bringen gar nichts, sind nur ein Zeichen von Hilf- und Machtlosigkeit. Aber die Bürger haben tatsächlich die Macht, deswegen haben diese Politdarsteller so eine Heidenangst. Nur ist dem Michel das nicht klar bzw. möchte er keinen Gebrauch davon machen. Ich verachte zwar die Deutschen für ihre Feigheit, aber in dem Falle ist es so. was kommt danach. Wieder deutsch. Den Konservativ ist genauso ein Gefängnis wie links. Rein hypothetisch, die konservativen Kräfte würden mehr Einfluss gewinnen, immer mehr an sich ziehen, den Rechtsstaat wieder einführen, aus dem Migrationspakt aussteigen, die Energiewende rückgängig machen, die persönliche Freiheit, die Individualität wäre immer noch nicht wieder da, denn damit haben die Deutschen ihre liebe Not, schon immer gehabt. Ihre Kleinkariertheit, ihr Schubladendenken, ihre Proletenhaftigkeit verhindern eine wirklich offene, selbstbewusste, konsequente, aber moderne Gesellschaft. Es ist die Mentalität, die jede Form der Weiterentwicklung bremst, verhindert, erstickt.

    • HB Antworten

      Was wäre denn eine wirklich offene, selbstbewusste, konsequente, aber moderne Gesellschaft für Sie? Klären Sie uns auf, uns kleinkarrierte, in Schubladen denkende Proleten!

    • Burt Brennholz Antworten

      …wenn ich das lese, …dann… dann fallen mir nur so Begriffe aus der Psychologie ein, wie Spiegelung und Übertragung. Ich schreibe das mal als Prolet für Sie einfach: „Letztlich kann man nur so über andere denken, wie man über sich selbst denkt“

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      In einem Beitrag der Stiftung Corona Ausschuß fielen die Begriffe „Obrigkeitshörigkeit, Untertanengeist und Mangel an Zivilcourage“.
      Ich denke, sie entsprechen tatsächlich weitgehend der Mentalität unserer Mitbürger. Sie unterliegen einem Urvertrauen in das höhere Ich des Staates und mißtrauen ihrem eigenen Ich.
      Es ist natürlich auch beschwerlich und anstrengend, aufmerksam die aktuellen Probleme zu beobachten und zu bewerten, unter anderem weil die Medien sich von objektiver Recherche und Berichterstattung verabschiedet haben.
      Es würde vielen Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen, wenn sie die Machenschaften der Politik durchschauen würden. Davor haben sie Angst und tragen so zu ihrem eigenen Untergang bei.

      • Christoph Friedrich Antworten

        Gewiß mögen viele Deutsche zur Behördenhörigkeit neigen. Aber objektive, informative Medien, bsd. Rundfunk, Fernsehen und wichtige Zeitungen, könnten erheblich weiterhelfen. Leider haben wir hierzulande weitgehend Hofpropaganda statt Berichterstattung.

  4. Christ343 Antworten

    Es gibt glücklicherweise noch (Klein-)Parteien, die gegen Multikulti und gegen Abtreibung sind. Und es gibt glücklicherweise noch (Klein-)Parteien, die für Abrüstung und gegen Atomkraft sind. Wünschenswert ist eine Regierungskoalition aus einer (christlich-)konservativen Partei und einer Öko-Partei.

  5. Querdenker Antworten

    Ich hätte noch einen anderen Gedanken und der lautet Geduld. Mein Bauchgefühl sagt mir, es ist noch zu früh für einen bürgerlich konservativen Kurswechsel. Ich sehe das wie bei einem Alkoholiker. Solange es mit zwei Aspirin und einem Schnaps irgendwie weiter geht, wird ein Alkoholiker den eingeschlagen Weg nicht verlassen. Erst wenn er ganz tief unten in der Gosse angekommen ist, gibt es eine Chance, dass er sein Leben grundsätzlich ändert. Das ist auch der einzige Zeitpunkt, an dem man dem Menschen helfen kann. Jede Hilfe im „Aspirin-wirkt-noch-Stadium“ wird verpuffen und führt nur zu Frust und Enttäuschung beim Helfer. Diese unsägliche Allianz aus medialen Mainstream und etablierten Parteien verhält sich wie der Alkoholiker. Diese Zweckgemeinschaft besäuft sich täglich mit Zeitgeist-Fusel. Kritische Stimmen und Fehlentwicklungen sind wie morgendliche Kopfschmerzen und so lange zwei Aspirin mit viel Haltung eingenommen helfen werden sie weiter saufen. Auch ist laute Kritik sehr unangenehm wenn man einen Kater hat und der Alkoholiker wird bis die Aspirin endlich wirken ein ruhiges Plätzchen suchen. Ihre Fehlentscheidungen müssen erst in einer Katastrophe enden. Bis dahin müssen wir uns noch etwas gedulden und sollten uns nicht frustriert abwenden. Jeder Alkoholiker braucht im richtigen Zeitpunkt eine helfende Hand.

  6. Hannah Müller Antworten

    Ich weiß jetzt nicht ob das so genau zu dem Artikel passt, aber was halten Sie eigentlich von der ÖDP?

    • Klaus Kelle Antworten

      Interessante Frage, Frau Müller. Ich persönlich habe den Eindruck, dass man dort mit sich selbst und der eigenen Rolle zufrieden ist und wenig Neigung verspürt, sich in eine größere Struktur zu integrieren. Allein wird das aber bundesweit nix Relevantes. Das ist auch bei der LKR so, die ich recht gut finde, oder beim Zentrum. Ein Schnellschuss jetzt hat keine Chance, davon bin ich zutiefst überzeugt. Aber auf Sicht muss etwas passieren – und zwar gemeinsam aus verschiedenen Richtungen.

    • aha Antworten

      Ich war bei der ÖDP auf einer Wahlveranstaltung mit der Agnes Becker. Außer populistischem Zeitungs-Wissen haben die nichts zu bieten.

      Dann organisieren sie ein Volksbegehren Bienensterben, obwohl in den 10 Jahren zuvor die Zahl der Bienenvölker in Bayern von 152 000 auf 180 000 gestiegen war.

      Man muss sich halt auch mal wieder ins Gespräch bringen.

  7. HB Antworten

    Strategiegeplänkel:
    Der Laschet muss erst einmal fünf Kommunalwahlen gewinnen, so wie AKK seinerzeit, ansonsten endet er wie sie. Agitation und Propaganda halt. Gelernt ist gelernt.

  8. Hartmann Antworten

    Ich war 30 Jahre Mitglied der CDU und habe in meiner Heimatstadt die AfD gegründet, bevor ich dort allerdings auch wieder ausgetreten bin. Deutschland braucht eine konservative Kraft. Das kann die CDU nicht mehr leisten. Ich verstehe die Austritte sehr gut. Ich habe schon mehrfach die Verantwortlichen der Werte Union aufgefordert, endlich klare Kante zu fahren und eine eigene Partei zu gründen. Das dauernde Gerede bringt nichts.Irgendwann wird man dann nicht mehr ernst genommen. Dieser Status ist jetzt erreicht. Es müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Noch wäre die Zeit, eine demokratische konservative Partei in Deutschland zu gründen. Einen bürgerlichen Aufbruch zu wagen.

    • Johannes Antworten

      Werter Herr Hartmann,

      mir ging es wie Ihnen; an meinem Wohnort den AfD – Kreisverband mitaufgebaut, dann 7/2015 verlassen. Und habe überlegt, was ich politisch machen soll. Bin dann 2018 wieder eingetreten, weil ich gemerkt habe, dass sich die Partei mühte, den weiter oben beschriebenen „Anfängerfehler“ bei den Aufnahmen zu korrigieren. Es ist immer noch nicht alles Gold was innerparteilich glänzt, ohne jede Frage. Und mancher Ausschluss steht sicher noch bevor. Aber: Die AfD verfügt jetzt über belastbare, gefestigte Strukturen, die zum Besten genutzt werden können. Ich sehe hier auch immer noch eine große Chance.

      Bei einer kompletten Neugründung gilt, aller Erfahrung nach dass, was ich weiter oben zum Schluss hin geschrieben habe (was Sie sicher auch kennen).

      Beste Grüße,
      Johannes

    • Thomas Drachsler Antworten

      Dann gründen Sie in Ihrer Heimatstadt doch noch einmal eine Partei. Wenn Sie so etwas schon einmal gemacht haben, dann wissen Sie ja wie‘s geht.

  9. Günther Konorza Antworten

    Die Lobhudelei Merz‘ als großartigem Wirtschaftsmann ist mir unverständlich. Er hat nie im Leben – selbständig oder angestellt – eine Firma geführt. Sogar bei Blackrock war er nur Lobbyist. Jeder Inhaber eines Kiosks versteht mehr von praktischer Wirtschaft. In Saarbrücken war er Verkehrsrichter.
    Was hat Merz – außer Jammerei über zu hohe Steuern und Abgaben – zur Wirtschaftsdiskussion beigetragen?

    Um Karrieristen aus der Politik fern zu halten, empfehle ich, Amtsinhabern ihr vorheriges Durchschnittseinkommen zu zahlen.

  10. Matthias Heidtmann Antworten

    Wenn alle CDU Mitglieder die jetzt unzufrieden sind konsequent austreten und sich
    eine neue politische Heimat suchen und sich dort einbringen würden, statt nur
    zu meckern, dann würde sich die Afd und die FDP dramatisch verändern.
    Die eine vermutlich konservativ-liberal, die andere traditionell-konservativ.
    Aber das wird vermutlich beim Gemecker bleiben

    • Johannes Antworten

      Da bin ich bei Ihnen. FDP und AfD könnten in einem ungeahnten Ausmaß von der Zuwanderung profitieren.

        • Johannes Antworten

          … da sagen sie was Wahres. Inhaltlich die AfD zu „stellen“ ist schwierig… da brauchst die „Schützenhilfe“ durch´s „Amt. Wobei ich nicht sicher bin, ob die auch wirklich kommt….

  11. Klaus Dietrchsen Antworten

    Es braucht keine neue Partei. Ich habe meine FDP. Aber wir Nationalliberalen müssen wieder lauter werden.

  12. Thomas Drachsler Antworten

    Ich finde, die „C“DU hat unbedingt noch eine letzte Chance verdient. Vielleicht sogar noch eine allerletzte und allerallerletzte. Und wenn Dr.Laschet dann noch ein paar junge Afghanen zum Flughafen fährt…..68 %. Dann haben die übelriechenden Rechtspopolisten ausgehetzt.

  13. HB Antworten

    Aha.
    „Hetzende, übel riechende Rechtspopulisten“ und „noch ein paar junge Afghanen“ publikumswirksam „zum Flughafen gebracht“…
    Schreiben Sie so für die gleiche Partei, für die Herr Kelle seine Windmühlenkämpfe ficht?

  14. Johannes Antworten

    Gerade auf Epoch Times gelesen:

    „Fast jeder Dritte würde es laut einer Umfrage begrüßen, wenn der gescheiterte CDU-Vorsitzbewerber Friedrich Merz eine eigene Partei gründen würde.

    Bei den CDU-Anhängern fällt die Unterstützung der Umfrage zufolge allerdings mit 22,5 Prozent am geringsten aus. Besonders große Sympathien für eine Friedrich-Merz-Partei gibt es demnach dagegen unter AfD-Anhängern mit einem Zustimmungswert von 65,1 Prozent. Danach folgen FDP-Anhänger mit 43,7 Prozent Zustimmung.“

    Fände ich nicht schlecht: z.B. „Team Merz“ und könnte da auch Gefallen dran finden.

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      Apropos The Epoch Times brachte am 19.1.2021 ein interessantes Interview mit H.-G. Maaßen, der ebenfalls CDU-Mitglied und in der Werteunion ist. Er schlägt vor, in großer Zahl in die CDU einzutreten und sie so zu verändern. Na denn, los!

      • Johannes Antworten

        Eintritte in die CDU wären leider nicht so schnell wirksam, wie eine Neugründung oder EIntritte in kleinere Parteien. H.G. Maaßen schätze ich übrigens sehr und auch die Personen und Ziele der WU. Nur innerhalb der CDU ist der „Machtapparat“ zu ausgeprägt um in der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit, eine Änderung zum Besseren (=konservative Rückbesinnung) zu erreichen.

        • Matthias Heidtmann Antworten

          Eintritte in die CDU würden warscheinlich von der CDU-Nomenklatura
          als Bestätigung ihrer Handlungsweisen gedeutet werden und eine
          noch stärkere Abkehr von der Basis bewirken

      • Christoph Friedrich Antworten

        Ein Problem liegt darin, daß die CDU bereits sehr viele Mitglieder hat. Es müßten also sehr viele Konservative in die CDU eintreten, um sie wieder auf Kurs zu bringen.

        Und in dieser Hinsicht war und ist die Merkel ein großes Problem. Denn einer Partei anzugehören oder einer Partei beizutreten, die eine derart schlechte Politik betreibt, fällt schon schwer, weil das geradezu einem Gutheißen dieser Politik nahekommt. Wobei das mit der schlechten Politik hauptsächlich die Bundespolitik betrifft. In vielen Kommunen sieht das schon deutlich besser mit der CDU-Politik aus. Aber die Bundespolitik ist nun einmal die auffälligste.

          • gerd

            Fakt ist, dass die Mitglieder der (C)DU an einer Leiche herumdoktern. Leute, der Patient ist tot, das bringt nix mehr!

          • Christoph Friedrich

            Nein, die CDU ist nicht tot, wenn auch schwer krank. Wie schon geschrieben, ist die CDU in der Kommunalpolitik deutlich besser aufgestellt als in der Bundespolitik, und es gibt ja auch auf höheren politischen Ebenen gute CDU-Politiker.

            Wir wissen nicht, ob und wann Deutschland von dem Corona-Virus frei wird, aber die CDU wird in einigen Monaten von Merkel frei sein. CDU-Vorsitzende ist sie ja nicht mehr, und der nächste Unions-Kanzlerkandidat wird aller Voraussicht nach entweder Laschet oder Söder sein (wobei ich einstweilen auf Laschet hoffe, Söder ist mir zu machtgierig und wechselhaft).

            Laschet wird des öfteren als Merkelmann angesehen, doch ich bin da nicht so sicher. Laschet ist vorsichtig, und Anschauungsmaterial, wie die Merkel mit Andersdenkenden umgeht, gibt es ja mehr als genug. Nun ist Laschet der Vorsitzende, und es bleibt abzuwarten, was er aus diesem Amt macht. Die Persönlichkeit, die Partei anzufeuern und (weitgehend) zu einen, hat er meiner Meinung nach. Entscheidend ist, welche Politik er führen wird.

          • gerd

            „aber die CDU wird in einigen Monaten von Merkel frei sein.“

            Guter Witz. Merkel hat Laschet erst möglich gemacht. Da wird mal schnell ihr Schosshündchen Spahn an die Front geschickt und schon funzt es in der Manier von Merkelwürden. Man sollte sich von der Mär verabschieden, dass Merkel aus eigenem Antrieb die Segeln streicht.

            “ ist die CDU in der Kommunalpolitik deutlich besser aufgestellt als in der Bundespolitik,“

            Schlechter Witz. Die thüringer Kommunalpolitiker wurden zurück gepfiffen eine demokratische Wahl für „rückgängig“ erklärt und fertig ist. So sieht das Verhältnis von Bundespolitik und Komunalpolitik in BRD 2020-21 aus. Der Gipfel der Heuchelei ist das Statement des Hosenanzugs in Richtung Trump über die Wahl in den V.S. „Man müsse das Wahlergebnis akzeptieren!“
            Das sagt jemand dem demokratische Wahlen am A….. vorbei gehen.

          • Christoph Friedrich

            „Guter Witz. Merkel hat Laschet erst möglich gemacht.“
            Falsch. Laschet hat als Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes und als Vorsitzender des stärksten Landesverbandes durchaus seine eigene Hausmacht. Und was die Wahl zum Bundesvorsitzenden betrifft, war Laschet rein von der Persönlichkeit her die bestmögliche Wahl. Die beste Bewerbungsrede hielt ja auch er.

            Und die CDU ist auf kommunaler Ebene tatsächlich besser aufgestellt als im Bund. Thüringen – das war der LANDtag, und somit ÜBER der kommunalen Ebene (zur Erinnerung: Die Kommunen sind die Landkreise, Städte und sonstigen Gemeinden). Und die Thüringer Landtagsabgeordneten stimmten ja zunächst auch für Kemmerich. Was freilich danach kam, war eine Schande für die dortigen Landtagsfraktionen von CDU und FDP.

            Bezüglich der Heuchelei von der Merkel allerdings meine uneingeschränkte Zustimmung.

  15. Diana B. Antworten

    Hallo Herr Kelle,

    sehr gern lese ich Ihre klugen Beiträge auf der Reitschuster-Seite. Allerdings haben Sie dort Ihre CDU-Mitgliedschaft u. a. mit einer Ehe oder der Treue zu einem Fußballverein verglichen und ehrlich gesagt sehe ich darin ein Problem.

    Man sollte dem Ehepartner auch in schweren Zeiten gegenüber loyal und treu sein – nur gilt das für beide. Denn Loyalität und Treue sind keine Einbahnstraßen.

    Wie treu ist ein Ehepartner, wenn er wiederholt und langjährig fremdgeht?

    Wie loyal ist dieser Partner, wenn er wesentliche Teile der eigenen Persönlichkeit des Partners nicht nur widerwillig zur Kenntnis nimmt, sondern teilweise auch regelrecht bekämpft und diffamiert, indem man sie in AfD-Nähe rückt, sich ganz offen von ihnen „abgrenzt“ wie es mit WU-Mitgliedern wie Vera Lengsfeld und Hans-Georg Maaßen passiert? Im letztgenannten Fall ist es ja nicht bei der Abgrenzung allein geblieben, als er in seiner Funktion als oberster Verfassungsschützer „nicht hilfreich“ für die neue Liebschaft war.

    Vielleicht wird es doch langsam Zeit, über eine Scheidung von der CDU nachzudenken und eine neue (Werte) Union – ggf. mit der LKR und den weiteren konservativen Kleinparteien zu gründen?

    Ihr Ehepartner, die CDU, ist schon längst bei ihrer linksgrünen Langzeit-Affäre, dem neuen Partner eingezogen.

    Statt daraus Konsequenzen zu ziehen, hoffen Sie darauf, dass dieser untreue und illoyale Partner sich besinnen und zu Ihnen zurückkehren möge.

    Das wird nicht passieren. Denn der Partner hat sich längst in eine Richtung entwickelt, dass er viel besser zum neuen als zum alten Partner passt.

    Solange Sie und Ihre WU-Kollegen jedoch statt sich selbst einen neuen Partner zu suchen auf eine Wiederbelebung einer toten Ehe hoffen, wird es nichts mit einer starken liberal-konservativen Mitte in Deutschland werden.

    Schade, sie wäre nötiger denn je.

    • Christoph Friedrich Antworten

      Die CDU ist ja nicht nur Merkel, Röttgen und AKK. Sie ist auch Klaus-Peter Willsch, Wolfgang Bosbach, Hans-Georg Maaßen und Alexander Mitsch.

      Ein Hoffnungsschimmer wurde inzwischen weiter oben genannt: Laschet könnte mit Liminski zumindest einen guten Berater haben.

      • Thomas Drachsler Antworten

        Das stimmt ! Da muss ich an Opa denken. Der sagte oft: „Junge, wir sind doch nicht wegen Hitler, Goebbels und Freisler in der Partei geblieben, sondern wegen Oskar Schindler und John Rabe !“ Passt nicht zu 100 %, aber irgendwie schon.

    • HB Antworten

      Aufgrund der sehr viel längeren Lebenszeit und der fortschreitenden Medizin halten heute Ehen auch sehr viel länger. Früher sind die Männer im Krieg und die Frauen im Kindbett gestorben. Da waren die Überlebenden auch zwei bis dreimal verheiratet.

    • Klaus Kelle Antworten

      Liebe @Diana B.,
      vielen Dank für Ihren Kommentar, das Weiterdenken mit der „linksgrünen Langzeit Affäre“ hat mir heute das erste Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich teile Ihre Auffassung zu 100% und ich bin nicht nur auf der Suche, sondern aktiv. Denn alle elf Minuten verliebt sich jemand in Deutschland in eine neue Partei…

      Einen Schönen Tag! Klaus Kelle

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