Verdi-Streik im dutschen Glätte-Chaos
In Berlin können Fußgänger so langsam wieder ihre Häuser zum Einkaufen verlassen oder um mit U- und S-Bahn zur Arbeit zu fahren.
Aber halt, geht ja auch nicht!
Denn heute ruft die Gewerkschaft Verdi zum bundesweiten Streik auf – bei weiterhin zehn Grad minus und mehr.
Der öffentliche Nahverkehr steht fast vollständig still. In der Hauptstadt bleiben die gelben Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in den Depots.
Die Wut an den verwaisten Haltestellen ist greifbar. Es ist nicht nur der übliche Ärger über ausfallende Züge – es ist das Gefühl der Rücksichtslosigkeit. „Es ist schlichtweg unverantwortlich, ausgerechnet bei dieser gefährlichen Glätte Millionen Menschen die einzige sichere Transportmöglichkeit zu nehmen“, schimpft ein Pendler am Bahnhof Frankfurter Allee, der nun versucht, sich zu Fuß durch den Matsch zu kämpfen.
Diese Wut trifft auch berechtigte Anliegen der Gewerkschaft.
Denn während Verdi-Chef Frank Werneke betont, dass die Beschäftigten „unter einem enormen Druck stehen“ und die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssten, kippt die öffentliche Stimmung. Ein Arbeitskampf lebt in einer Demokratie auch von der moralischen Unterstützung der Bevölkerung. Wenn Schulkinder bei Minusgraden kilometerweite Wege im Eis riskieren müssen, weil die Gewerkschaft das „Wegerisiko“ der Bürger als Hebel nutzt, schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung rapide.



Als Opernfan lässt mir die kulturelle Aneignung Guiseppe Verdis die Haare zu Berge stehen. M.W. ist der Begriff aus der Verkürzung von „Vereinigte Dienstleistungen“ entstanden und müsste (phonetisch) Ferdi ausgesprochen werden, analog dem bekannten Humoristen Karl Valentin, der einmal richtigstellte: „Man sagt ja auch nicht Water oder Wogel.
Eine fahrt aus meinem Heimatort zum Hauptbahnhof und zurück kostet mich mit dem Stadtbus zwischenzeitig 9,80 €. Die Fahrzeit beträgt aufgrund der Fülle der Haltestellen und der vielen Umwege ca. 35 min. Will ich dann mit der Straßenbahn weiter in die Stadt, kommen die Warte- und Fahrzeiten noch dazu.
Auf dem Weg befindet sich außerdem eine alte Kaserne, die zwischenzeitig als Ankerzentrum für „Geflüchtete Menschen“ umfunktioniert wurde. Entsprechend kann sich jeder selbst ausmalen, wie Bunt die Gesellschaft in diesem Bus ist.
Mit dem Auto brauche ich für die 12 km ca. 10 min. und ich muss mich nicht mit den auswüchsen unserer Links-Grünen-Willkommenskultur auseinandersetzen.
Fazit: der ÖPNV ist für mich gestorben und ich bedauere sehr, dass meine Kinder auf dem Schulweg mit diesem „Gschwaddl“ in Berührung kommen.
Gewerkschaften halte ich ebenfalls für politische Vorfeldorganisationen und gehören abgeschafft. Mein Gehalt und meine Arbeitsbedingungen könnte ich selbst weit besser aushandeln, als diese Idioten.
Berlin schießt jedoch einmal mehr den Vogel völlig ab. Die Straßen- und U-Bahnen stehen nämlich nicht wie beschrieben verwaist im Hangar, weil sonst die Schienen und Oberleitungen vereisen würden. Sie fahren… aber sie halten nicht an und öffnen die Türen nicht.
@Martin
Der von Ihnen beschriebene Zustand ist typisch für das gesamte Berlin, das auf bürokratischen Hochtouren im Leerlauf dreht.
Dem kann ich voll zustimmen, lieber Herr Ludwig. In den letzten Jahren bin ich mehrfach zusammengerasselt mit Verdi-Vertretern, wenn sie mich – als Beamtin – angegangen haben, weil ich mich nicht an ihren Warnstreiks beteiligt habe. Ich wurde gehindert, in die
Tiefgarage einzufahren, beschimpft und genötigt. Was mich aber mehr ärgerte war die zunehmende Tendenz, daß sich Verdi ständig dafür einsetzte, gegen Abschiebungen, gegen AFD und für mehr Flüchtlinge zu demonstrieren. Dadurch machte sich bei mir das Gefühl breit, Verdi kämpft gegen mich und meine Überzeugungen. Ähnlich die Gewerkschaft GEW. Mit den Öffis fahre ich praktisch nicht mehr, wobei das weniger am Fahrpreis liegt, sondern am Unwohlsein, das damit einhergeht. Und den Zeitverlust plus Gefährdungslage.