Wagenknecht rein, Höcke raus – das wäre mal spannend…

Sarah Wagenknecht ist die faszinierendste Politikerin, die es derzeit ein Deutschland gibt. Sozialistin, Star der Linken, die aber – weil Linke – gar keine Stars haben wollen. Und ungewöhnlich attraktiv natürlich, was jeder weiß, aber niemand aussprechen darf, weil das sexistisch und frauenfeindlich sein soll. Warum, das weiß ich nicht. Wenn ein Mann eine attraktive Frau attraktiv nennt, dann müssen Sie das bitte unbedingt bei der Blockwa…bei der Gleichstellungsbeauftragten im Rathaus melden, die veranlasst dann alles Weitere.

Nein, ganz ehrlich, ich mag Politiker und Politikerinnen, die selbst denken und sich nicht gemütlich in der Fraktionsdisziplin ihrer Partei einrichten. Frau Wagenknecht kritisiert die Corona-Politik und sie stellt zu recht fest, dass die irre merkelsche Flüchtlingspolitik unserem Land massiven Schaden bis heute bereitet und dass wir nicht alle Probleme der Welt lösen könnten, selbst wenn wir es wollten. Da ist doch wahr, auch wenn sie den Sozialismus immer noch für eine gute Sache hält.

Ich meine, das meinen gar nicht wenige AfDler in Ostdeutschland ja auch. Einfach „patriotisch“ davorschreiben und uns auf „die deutsche Scholle“ zurückziehen, dann noch Amis weg und Bündnis mit Putin – dann haben wir es wieder so schön wie früher im SED-Staat, oder?

Weil Sarah das mit dem Impfen partout nicht nachvollziehen will, haben jetzt Linke-Vorstandsmitglied Maximilian Becker und Parteivize Martina Renner der unbequemen Genossin nahegelegt, doch zur AfD rüberzumachen. Ein bestechender Gedanke – Höcke raus, Wagenknecht rein, bisschen Osten, bisschen Sozialismus – das könnte zumindest in den östlichen Bundesländern ein Erfolgsmodell sein.

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Dieser Artikel wurde 6 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Gute Idee, dann Höcke zu den Linken, das gibt eine Gaudi.
    Im Ernst, ich habe mir einige ihrer Reden angehört, sie hat da einen YouTube-Kanal. Ich habe kommentiert, dass ich von ihren liberalen Statements nichts abkaufe, solange sie Mitglied dieser ehemaligen SED ist.

  2. Josef Till Antworten

    Es ist unstrittig, Frau Wagenknecht sticht insgesamt wohltuend aus der politischen Elite heraus. Allein dadurch dass sie, im Gegensatz zu vielen bildungsfernen linksgrünen Mandatsträgern, einen Berufsabschluss hat, der zudem nicht erlogen oder gefälscht ist, sie nicht korrupt und nicht kriminell ist. Dabei darf bitte nicht vergessen werden, sie ist bekennendes Mitglied der SED, die heute lediglich anders heißt. Also einer Partei, die bis vor wenigen Jahren die Methoden der NSDAP angewendet hat, um ihre politischen Interessen durchzusetzen, die einem Geheimdienst befahl, perfider als die GESTAPO zu agieren. Sie war Mitglied dieser Partei, als diese 1989 begann Pläne umzusetzen, 90 000 Menschen in KZ zu deportieren. Aber ja, man muss mit der Zeit gehen Höcke, Wagenknecht oder auch meine verstorbene Oma auf die Posten, sie können es vielfach nicht schlechter machen. Nicht-, bestenfalls schlecht regiert sind wir schon. Warum nicht, zwei Scharfmacher, die jene beiden Diktaturen auf deutschem Boden verharmlosen, an der Seite z. B. einer Justizministerin, die skandierte: „Advent Advent ein Bulle brennt“. Das sollte in Zeiten, in denen kürzlich turnusmäßig eine STASI-IM der ARD vorstand, kein Problem sein. Frau Wagenknecht hat nie revidiert, dass ein Diktator, der mit Hitler in einem Atemzug genannt werden kann/muss, eines ihrer Vorbilder ist. Womöglich ist das alles nicht schlimm in Zeiten, in denen Touristen aus aller Welt Beifall klatschen, wenn in Berlin Grenzsoldaten zum Spaß patrouillieren oder Genossen von Frau Wagenknecht denkende, gar anders denkende Menschen im 21 Jahrhundert, nicht erschießen, aber in KZ deportieren wollen.

  3. H.K. Antworten

    Selbst wenn Höcke die Partei verlassen würde, die anderen würden mit ihr nicht anders umgehen als bisher.

    Wenn der ( noch ) Vorsitzende Armin Laschet vor der Wahl verkündet „Keine Zusammenarbeit mit den Linken, keine Zusammenarbeit mit der AfD – mit DENEN reden wir noch nicht mal“, so spricht er offensichtlich,über den Bundestag. Und da sitzt kein Höcke.

    Die Bundesländer oder Kommunalparlamente kann er nicht gemeint haben. Dort wird offen mit den Linken ( wie in Meck Pomm ) eine Juristin der Mauerschützenpartei zur Verfassungsrichtierin gewählt. Alles kein Problem.

    Beispiele gint es genügend, wo die CDU diesbezüglich wortbrüchigmist – oder man könnte auch sagen: wo sie offen und ungeniert lügt.

    Die Tricksereien in Sachen Alterspräsident, Vize und nun die Beschränkungen der Redezeit – alles im höchsten deutschen Parlament – lassen die Verzweiflung erkennen oder besser: die Angst vor dieser von Millionen gewähltenmOppositionspartei.

    Man kann ja durchaus sagen „Mit DENEN nicht“ – aber dann doch wohl erst recht nicht mit der Mauerschützenpartei.

    Oder müssen wir lernen, daß „links“ eben „très chic“ ist und damit „in“, „en vogue“ oder „gesellschaftlich akzeptiert“ und jeder, der „Recht und Ordnung“ und „Einhaltung der Gesetze“ fordert, nun mal „rechts“ und damit „nazi“ und somit „bäääh“ und Schmuddelkind ist, mit dem man(n) nicht spielt ?

    Ich sagte es lange vor der Wahl:
    Diese Arroganz „mit denen reden wir nicht mal“ wird der CDU noch vor die Füße fallen und ganz sauer aufstoßen.

    Nun hat sie den Salat – schneller, als erwartet.

    • H.K. Antworten

      P.S.:

      Wer einmal nachrechnet, könnte darauf kommen, daß auch im Bundestag die Vizepräsidentin der Mauerschützenpartei von der CDU/CSU-Fraktion MITgewählt worden sein muß – nicht zum ersten Mal …

      Soviel zu „Keine Zusammenarbeit mit der Linken“.

      „Frau Präsidentin, meine Damen und Herren …“.

  4. Konrad Kugler Antworten

    Welche Gefahr geht von der AfD und besonders von Höcke aus? Gibt es über Höcke überhaupt eine saubere Information?
    Zu Putin. Wer hat die beiden Uwe (NSU???) erschossen? Ich sehe die irre Einkreisung Rußlands durch Nato und Westen. Wenn das so weiter geht, dann wird das noch eintreffen, was die Seherin von Fatima sagte: „Rußland wird den Westen überfallen“. Mit Hochgeschwindigkeitspanzern über die Autobahnen, die in wenigen Stunden in Frankfurt sind. Der Irlmaier sagte, die Roten kommen übern (Bayrischen) Wald . Die nennt man so.
    Erwartet wer, daß die Bundeswehr auch nur die geringste Chance hat?

    • H.K. Antworten

      Die „Zeitung mit den vier Buchstaben“ berichtete gestern über die Möglichkeit der russischen Armee, mal eben die Ukraine zu besetzen.
      Eine gemeinsame Übung mit den Truppen des netten Herrn Lukaschenko gibt es bereits.

      Vor einigen Jahren unkte man noch, wenn die Russen Deutschland angreifen wollten, würden sie das sinnvollerweise ab Freitag mittag tun, da dann die gesamte Bundeswehr auf der „Nato-Rallye“ auf dem Weg ins Wochenende sei.

      Außerdem bräuchte es eh eine „Vorlaufzeit“ von mindestens einem halben Jahr. Da könne man sich dann entsprechend vorbereiten.

      Heute müssen die Russen nicht das Wochenende abwarten …

      Und was den „Gefechtsalarm“ ( so hieß das wohl bei der NVA ) oder die „Verteidigungsbereitschaft“ angeht:
      Wie schnell der „Bündnisfall“ ausgerufen werden kann, sollte uns der 10. September 2001 gelehrt haben.

      Wer am Abend dieses Tages gesagt hätte „Morgen verkündet der Nato-Generalsekretär den Bündnisfall“ oder „Morgen werden auf dem Kanzleramt und dem Reichstag Flugabwehrraketen installiert“, wäre umgehend mit der „Jacke mit den langen Ärmeln“ abgeholt worden.

      Im Ernst:
      Sollte Herr Putin uns ohne eingeladen zu sein, „besuchen“, würde sicher in Europa erst einmal ein Stuhlkreis gebildet, ein grüner Tee aufgesetzt und das Ganze basisdemokratisch ausdiskutiert.

      Und die verhinderte Siemens-Aufsichtsrätin Luisa Neubauer würde die Autobahn blockieren, Greta und FFF zu Hilfe rufen und auf klimaneutralen Einmarsch bestehen.

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