Spiegel-online berichtet heute Morgen über eine weitere Personalentscheidung des designierten US-Präsidenten Donald Trump. Steven Mnuchin, ein 53-jähriger Wall Street-Mann soll neuer Finanzminister der Vereinigten Staaten werden. Was schreibt spiegel-online über ihn?

„Später managte er einen Hedgefonds, der arglose Investoren abzockte.“

„Er scheffelte außerdem Millionen, indem er Hausbesitzer auf die Straße setzte. Häufig traf es Arme, Alte und Minderheiten.“

„Sie nennen ihn „The Worst of Wall Street“ oder den „Anti-Populisten aus der Hölle“ – genau das Gegenteil von Trumps Image. Besser lässt sich die Scheinheiligkeit der Trump-Ära kaum zeigen.“

„reich, entrückt – und rücksichtslos“

„Davon kaufte er sich unter anderem ein Luxus-Apartment an der schicken Park Avenue – in einem Haus, das in New York als „Milliardärs-Gebäude“ bekannt ist.“

Schön ist auch:

„Der 53-Jährige hat zwar keine Erfahrung in der Politik – dafür aber mit Kungeleien an der Wall Street während der Finanzkrise.“

Und gleichzeitig:

„“Er ist sehr talentiert“, sagte sein damaliger Boss, der später ebenfalls zum US-Finanzminister beförderte Hank Paulson, der „New York Times“. „Er besitzt ein tiefes Verständnis für Finanzen und Märkte.“ Auch der jetzige Goldman-Vorstandsvorsitzende Lloyd Blankfein ist voller Lob: „Er ist ein schlauer, schlauer Kerl“, sagte er jüngst.“

Also, er hat keine Ahnung und gleichzeitig ein tiefes Verständnis für Finanzen und Märkte…

Sehen wir es positiv: nachdem alle anderen Trump-Nominierten bisher Rassisten und Rechtsradikale waren, haben wir hier mal endlich einen, der keine Ahnung hat. Im Grunde genommen ist dieser Artikel von SPON ein beachtliches Dokument, warum sich Millionen von Menschen manipuliert und desinformiert von „den Medien“ fühlen und die „Lügenpresse“ geisseln, die es in der Breite gar nicht gibt. Die Hetze, die hier eines der großen deutschen Leitmedien gegen den gewählten US-Präsidenten und seine zukünftige Administration betreibt, ist unjournalistisch und widerwärtig.

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Dieser Artikel wurde 8 mal kommentiert

  1. colorado 07 Antworten

    Solche Medien tun genau das, was sie anderen vorwerfen. Außerdem schädigen sie das Ansehen Deutschlands in der Welt. So machen sie dem „hässlichen Deutschland“ alle Ehre. Ob das nicht amerikanische Konsequenzen nach sich zieht?

  2. Günter Munz Stuttgart Antworten

    Der zukünftige Präsident der USA Donald Trump wurde auf demokratische Art und Weise gewählt, auch deshalb, weil das Image von Hillary Clinton in den USA nicht das Beste ist. Und obwohl dort auch die etablierten Medien eine Kampagne oder wir sollen wir sagen Rufmordkampagnen gegen Donald Trump gestartet haben, wurde dieser Mann gewählt. Die Medien haben auch mit Ihren Vorhersagen völlig versagt und sind weiter weg als je zuvor von den Menschen. Eine Situation, die wir auch in Deutschland momentan so erleben.
    Wir erleben momentan einen Aufschwung von konservativen Werten in Deutschland und Europa und das passt den linken Mainstreammedien wie Spiegel und Co. natürlich nicht. Je mehr Sie dagegen versuchen zu schreiben, desto stärker wird auch die Partei AfD werden. Nur Kanzlerin Merkel betreibt eine bessere Wahlhilfe für die Partei AfD.

    Die Alternative zu Spiegel, Stern & Co. ist nun mal der Focus.

    http://www.focus.de

    „Fakten, Fakten, Fakten, und immer an den Leser denken“ —- Helmut Markwort

    • Uwe_aus_DO Antworten

      Die Krtik am Spiegel, vor allem Spiegel online und die hier zitierten Beiträge, teile ich. Aber der Focus als „alternatives Heilmittel“ – nein. Der, auch hier vor allem die Online-Version, ist für mich zu einem schlampig gemachten Klatschblatt verkommen.

  3. Alexander Droste Antworten

    Als ich mal beim SPIEGEL in Hamburg zu Gast war, wurde ganz beeindruckend demonstriert, wie engagierte Journalisten aus einem großen Archivfundus schöpfen können und dass jeder Artikel von eine Fachredaktion gegengelesen wird, bevor er das Haus verlässt.

    Sie können mein breites Grinsen nicht sehen. Aber nachvollziehen werden Sie meinen Einwand, dass der SPIEGEL heut nichts weiter mehr ist als Boulevard und mit BILD oder Express auf einer Stufe steht.

    Allerdings, lieber Herr Kelle, geht es mit den anderen Zeitungen ebenfalls den Bach runter. Die einen sagen: „Verzeihung, aber der Zeitdruck … „, die anderen sagen: „Propagandapresse!“

    Nun, das Argument „Zeitdruck“ ist lächerlich, denn in Zeiten der Bleisetzung wurde besser und aktueller berichtet, abgesehen von den unübersehbaren Schreibfehlern. Was heute stattfindet, erinnert an dunkle Zeiten. Das Argument „Propaganda“ ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Der Verdacht liegt nahe, dass aus Gefälligkeit oder Hintenreinkriecherei gefällige Berichterstattung betrieben wird. Das nennt sich dann Mainstreampresse.

    Wie schön ist es doch, dass man heute auch noch die „Alternativmedien“ studieren kann, damit man nicht völlig vereinnahmt wird.

    Obwohl, lieber Herr Kelle, für Sie KenFM kein Pfifferling wert ist, sollten Sie sich doch einmal den Spaß gönnen und das letzte MMM des Senders zum Thema Trump anschauen. So ganz dumm ist das Geschwätz von Herrn Jebsen gar nicht, finde ich. Nur mal so zum Spaß. Dan sagen Sie mir doch mal, was Sie davon halten.
    Einen weiteren Tipp hätte ich noch von einem weiteren Sender, den sie nur mit gerümpfter Nase zur Kenntnis nehmen: Schauen Sie sich mal das Interview mit Herrn Julian Asange an bei RT. Das politische Klima ist rau, weil staatlich organisierte Verbrechen aufgedeckt werden. Mafiaorganisationen, wie z.B. eine US-Regierung, lassen sich nur ungern bloßstellen. Warum nenne ich das Mafia? Die Antwort delegiere ich an Leute wie Valentin Falin, Andreas v. Bühlow, Ray McGowern, Elizabeth Murray, Karin Leukefeld, Dr. Michael Lüders, Dr. Daniele Ganser, Seymuor Hersh, Rainer Rupp, Uwe Kranz, Rolf Hochhuth, Wolfgang Bittner, Willy Wimmer … und Christoph Hörstel. Mehr fallen mir gerade nicht ein.

  4. Tina Hansen Antworten

    Spiegel Online berichtet heute über den Mord an der jungen Freiburger Studentin Maria L. durch einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling, der 2015 aus Afghanistan über unsere wunderbar offenen Grenzen „eingereist“ ist.

    Die Überschrift lautet: „Risse im Idyll“.

    Die ersten drei Zeilen bringen nicht etwa Entsetzen über den frühen und grausamen Mord an einer jungen Frau zum Ausdruck, sondern die Sorge, dass die Tat die „Rechten“ und „Zweifler“ stärken könne.

    Ich habe davon abgesehen, einen Kommentar zu dem Beitrag auf Facebook zu hinterlassen – nicht weil ich die zu erwartenden Beleidigungen fürchte, sondern weil mir diese Redaktion keinen Kommentar mehr wert ist. Wann immer ich in Hamburg durch den Hauptbahnhof fahre, was oft der Fall ist, betrachte ich diesen Glaspalast, in dem offensichtlich Menschen jegliche Bodenhaftung, jedes Gespür für die wahre Stimmung in diesem Land verloren haben. Es bleibt ein Kopfschütteln.

  5. Ruth Antworten

    Die ARD macht es nach – bestes aktuelles Beispiel die Berichterstattung zur Verhaftung des mutmaßlichen Täters der ermordeten Studentin Maria aus Freiburg. Die ARD berichtete zwar über den Mord, kein Wort jedoch nach der Ergreifung des mutmäßlichen Täters. Die Begründungen vom ARD waren so absurd, aber nicht überraschend: nur regionales Interesse, Schutz des minderjährigen Täters – fehlt nur noch die Standardausrede: schwere Kindheit und dass es sich nur um einen Einzelfall handelt.

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