Wer denkt jetzt an die Rollatorfahrer und Gassigeher?

Ich hoffe und wünsche Ihnen allen, dass Sie gesundheitlich stabil sind, insbesondere ohne Knochen- und Rippenbrüche bisher durch die Woche gekommen sind. Denn, Sie werden es gemerkt haben, es ist glatt draußen. Glatt-glatt würde ich das nennen, Premium-glatt.

Die Älteren werden sich erinnern: Wenn früher Winter war und Straßen und Gehwege rutschig wurden, dann schlitterte man in den Baumarkt, besorgte sich ein, zwei Tüten Streusalz, streute vor dem Haus die Wege und gut war’s. Das ist heute anders.

Und, damit Sie mich nicht missverstehen: Umweltschutz ist wichtig. Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist sogar ein zutiefst konservatives Anliegen. Aber wenn die CDU zu dumm ist oder zu unbeweglich, zuzuhören, wenn Leute aus ihren eigenen Reihen Kluges sagen, dann ist es eben so. Aber es ist bedauerlich.

Der Landwirt Herbert Gruhl, ein gebürtiger Sachse, wurde 1969 erstmals für die CDU in den Deutschen Bundestag gewählt. 1975 wählte man ihn dann zum Bundesvorsitzender des kurz zuvor gegründeten Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Zeitgleich veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Ein Planet wird geplündert – Die Schreckensbilanz unserer Politik“.

Darin beschrieb Gruhl den Raubbau an den natürlichen Ressourcen unseres Planeten und das Streben nach stetig steigendem Wirtschaftswachstum. Sein Buch wurde 400.000 Mal verkauft und stieß außerhalb der eigenen Partei auf positive Resonanz. Nur die CDU wollte nicht zuhören.

Ich kann mich noch aus eigenem Erleben erinnern, wie demonstrativ die Zeitungen von vielen Delegierten hochgenommen wurden, wenn Gruhl ans Rednerpult trat. Man wollte das nicht hören. Man hört nie zu in der Union, wenn jemand begründet Widerspruch übt – aber ich will jetzt hier nicht von Hans-Georg Maaßen anfangen.

Gruhl trat dann aus, gründete die Grüne Aktion Zukunft (GAZ) und legte den Grundstein für das ganze Elend, das in den folgenden Jahrzehnten von links-extremen grünen Extremisten unserem Land angetan wurde.

Hätte die Union Gruhl zugehört und entsprechend gehandelt, hätte es die Grünen vielleicht nie oder sehr viel später gegeben. Hätten Sie 2013 auch mit der AfD gesprochen oder wenigstens der eigenen WerteUnion zugehört, die AfD wäre niemals so stark geworden, wie sie heute ist. Aber wie gesagt: Zuhören ist nicht die Stärke der CDU-Führung, ob sie nun Merkel, AKK oder jetzt Merz heißt.

Ich wollte vorhin mit unserem Hund die morgendliche Runde gehen, aber es ist objektiv nicht möglich. Allein auf dem zehn Meter langen Weg von der Haustür bis zum öffentlichen Straßenraum bin ich zweimal ausgerutscht und hätte mich beinahe auf die Fr… gelegt. Es ist nicht glatt draußen, es ist eine durchgehende Eisfläche. Und was es so zum Festhalten gibt – Geländer, Zaun, Mülltonnen – alles ist von einer dicken Eisschicht überzogen. Aber heute kann ich eben nicht zu Aldi rutschen und Streusalz kaufen. Denn die dürfen das nicht mehr verkaufen. Streusalz ist für Privatpersonen verboten.

Normalerweise stimme ich dem zu

Salz gelangt über das Schmelzwasser in den Boden und schädigt die Wurzeln der Bäume, die als Folge im Sommer schlechter Wasser aufnehmen können und vertrocknen, selbst wenn es viel regnet. Salz reizt auch die Tierpfoten, was zu schmerzhaften Entzündungen führen kann. Und Salz schadet auch unseren Autos; es ist stark korrosiv und fördert Rost an Fahrzeugen und auch an Brücken.

Aber hier ist jetzt Notfall!

In weiten Teilen Deutschlands ist gerade Notfall. Autounfälle ohne Ende, der sogenannte „Hauptstadtflughafen“ BER ist seit gestern total dicht, und Straßen sowie Gehwege sind eine einzige Eisfläche. Mehr als 100 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland als Folge von Glätteunfällen, Tausende erleiden Knochenbrüche durch glättebedingte Stürze. Und unser Land ist nicht in der Lage, unkonventionelle Ausnahmen von eigentlich sinnvollen Regeln zu machen? Berlins unglücklich agierender Regierender Bürgermeister hat es versucht (er möchte ja im September gerne wiedergewählt werden), dann kam der NABU und setzte vorgestern gerichtlich durch, dass Privatleute doch nicht auf den Gehwegen streuen dürfen.

Ja, ich weiß: Granulat und Sand darf man ja streuen. Aber das ist nicht dasselbe. Eine Handvoll Salz wirkt besser als ein Zentner Sand oder Granulat, weil es das Eis vernichtet und nicht nur zudeckt. Aber es ist, wie es ist.
In Deutschland ist der vorübergehende Schutz alter Leute, die mit ihren Rollatoren zum Bäcker gehen wollen, nicht so wertvoll wie der Schutz der Bäume…

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Dieser Artikel wurde 28 mal kommentiert

  1. Martin Ludwig Antworten

    Die CDU hat das Verbandsklagerecht bestätigt, was mir bestätigt, dass die Zustände in diesem Land so gewollt sind. Interessant wäre jetzt, was bei einer Klage einer Menschenrechtsorganisation heraus käme, wenn diese eine Klage aufgrund des Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des deutschen Grundgesetzes (GG) einreichen würden.

    „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

    Ich wage zu behaupten, dass dieses Recht durch die Einschränkungen bei der Gefahrenbeseitigung aktuell mit Füßen getreten wird. Entsprechend muss eine Abwägung dahingenden getroffen werden, ob der Schutz von Bäumen und Hundepfoten höher zu bewerten ist, als der Schutz von Menschen.
    Sollte ein Gericht tatsächlich diese Auffassung vertreten, könnte die Menschenrechtsorganisation sofort die nächste Klage nach Art. 1 des GG einleiten, da die Würde des Menschen eindeutig angetastet wird, wenn eine Hundepfote oder ein Ahornbaum mehr Rechte eingeräumt bekommt, als Oma Erne.

    Insgeheim belächel ich die Zustände in Berlin jedoch nur. Wir streuen in Bayern täglich hunderte Tonnen Streusalz auf Straßen und Gehwege und leben verglichen mit Restdeutschland noch immer im Paradies.
    Wenn ich die Party in Berlin nicht mit meinen Steuermitteln finanzieren müsste, würde ich mich entspannt zurücklehen und diesem Sodom dabei zusehen, wie es untergeht.
    Ich plädiere deshalb einmal mehr auf ein unabhängiges Königreich Bayern. Meinet Wegen darf Prinzregent Söder sich in Neuschwanstein häuslich einrichten und sich zum König krönen. Wir werden mit den Alpen im Rücken und den fränkischen Weinbergen im Norden ein Kleinod in Europa, in dem Eisfreie Gehwege der Normalzustand sind und Bier als Grundnahrungsmittel zu jedem Essen gratis gereicht wird! Der Wein wird fließen wie zu den Hochzeiten des alten Roms und eine Mauer wird ganz Bayern umschließen um die Sicherheit seiner Bevölkerung auch weiterhin zu garantieren. Asyl bekommen Menschen aus Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland (letztere nur, weil ihr Wein unserem ebenbürtig ist) sowie Frau Lisa Eckhart, weil sie sich traut im Zeitalter von Wokeness die Wahrheit auszusprechen und dabei noch so fürchterlich Charmant ist.

    • aha Antworten

      Was man auf jeden Fall machen sollte ist die Bundeshauptstadt zu verlegen. Von Berlin aus hat man D schon zweimal Schrott gefahren.

      Aber auf keinen Fall in eine Rot-grüne Szene verlegen.

      Wenn ein Wegner im roten Berlin aufwächst ist der schon vorgeschädigt, selbst wenn er bei der CDU ist.

  2. Tina.Hansen Antworten

    … mal ganz abgesehen von der kleinen Nebenwirkung, dass man dieses Granulat selbst bei grösster Sorgfalt auf irgendeine mysteriöse Weise überall mit hinschleppt. Aber das nur am Rande.

  3. Angelika Antworten

    „In Deutschland ist der vorübergehende Schutz alter Leute, die mit ihren Rollatoren zum Bäcker gehen wollen, nicht so wertvoll wie der Schutz der Bäume“:
    Es ist eine große Show. In der Politik interessiert sich keiner für den Schutz der alten Menschen oder für den Schutz der Bäume. Oder für sonst irgendetwas. Das sind alles vollkommen austauschbare Themen.
    Politiker überlegen, welches Thema ihnen nutzen könnte. Das ist alles. Und die Masse will sowieso nur zu irgendeiner größeren Gruppe gehören. Ähnlich wie Schafe in der Herde. Und die Opportunisten reden das, was ihnen am meisten nutzt.

  4. GJ Antworten

    In den letzten 2 Jahren habe ich meine Erfahrungen gemacht mit sturzbedingten Knochenbrüchen und Bänderrissen. Zuerst stürzte mein Mann auf Glatteis und hatte einen Trümmerbruch im Handgelenk, zum Glück die linke Hand. OP war wegen der Schwellungen erst etliche Wochen später möglich. Es war eine Tortur. Schmerzen, Versicherungsgedöns, kompletter Verdienstausfall ab Tag 1 bei weiterlaufenden betrieblichen Fixkosten. Es fühlte sich ähnlich an wie der Corona-Lockdown, wo er seinen Beruf nicht ausüben durfte. Da kriegt man Panik. Er spürt noch
    über 2 Jahre danach, daß er Einschränkungen und Schmerzen hat. Knapp ein Jahr nach ihm flog ich nach einem Fehltritt die Kellertreppe runter. Rechter Fuß und Knöchel im Eimer. Bänder abgerissen, Knochenabsplitterungen, Risse im Mittelfußknochen. Es dauerte fast ein Jahr, bis eine Vollbelastung wieder möglich war. Seitdem haben wir mehr als Respekt, wenn es irgendwo glatt oder unwegsam ist. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was in Berlin los ist und was das für Sehbehinderte, Gehbehinderte oder Menschen mit Arthrose bedeutet. Das macht mich sehr wütend.

    • S v B Antworten

      Liebe GJ, der Unfall Ihres Mannes fand bis dato hier keine Erwähnung. Tja, wenn selbstständig Tätige krank werden, schaut’s gar nicht gut aus. Ich hoffe, dass Ihr Mann lägst wieder unbehindert seinem Beruf nachgehen kann. An Ihren „Fall“ entsinne ich mich jedoch noch sehr lebhaft. Obwohl Sie sich über die Umstände, die zu diesem geführt hatten seinerzeit nicht auslassen mochten, folgerte ich aus Ihren Bemerkungen, dass etwas physisch – und wohl auch psychisch – „Schwerwiegenderes“ von Ihnen zu bewältigen sein würde. Mir blieb damals nur, Ihnen dann und wann gute Besserung sowie alle Geduld der Welt zu wünschen. Aber nun hoffe ich, dass Sie sich längst schon wieder schmerzfrei und unbehindert bewegen können. – Ob ich es aber jemals schaffen werde, Ihnen Ihren „Fehltritt“ zu verzeihen, kann ich Ihnen heute noch nicht versprechen. 😉

      Das unsägliche Salz-Gezeter in Berlin fand ich schlicht menschenunwürdig. Dabei war gerade diese Stadt früher einmal bekannt für ihr Herz für Senioren. Ist Muss schon ’ne ganze Weile her sein. Immer wieder ist mir damals der freundliche, mitunter lockere, ja humorvolle, gleichzeitig liebevolle Tonfall z. B. der Berliner Busfahrer aufgefallen, insbesondere, wenn betagte, gar hochbetagte Frauen ihren Bus besteigen. Ach ja…, vermutlich hat sich eben doch eine Menge verändert seit den Jahren, in welchen ich regelmäßig dort war und meine Zeit vor Ort stets genoss. Tempora mutantur…

  5. H.K. Antworten

    „Ältere Menschen“ – das sind i.d.R. Rentenbezieher, oftmals kränker als viele Jüngere, Pflegebefürftige, und wenn nicht, halten sie den Betrieb auf – an der Kasse, an der Ampel, auf der Autobahn, im Parkhaus.

    Kurz: das sind alles Hemmschuhe, die in großen Wohnungen leben und den Jüngeren den Wohnraum stehlen. Sie sind Sand im Getriebe, Kostenfaktoren und im Berufsleben, eigentlich im gesamten Alltag, zu nichts mehr nütze.

    Einer der wenigen Gründe, warm Politik meist „nett“ zu ihnen ist, liegt daran, daß es relativ viele sind, mit denen man ( frau auch ) es sich als Wahlberechtigte nicht verderben will.

    Und für Viele sind es die, die genau die Kohle haben, die man schließlich einmal zu erben angetreten ist.

    Sie sind es auch, die man neuerdings sogar seitens der ehemals konservativen CDU zusätzlich schröpfen möchte.

    Der entsprechende Antrag für den CDU-Parteitag in Stuttgart beinhaltet den von Friedrich Merz als „Schnapsidee“ bezeichneten Vorschlag Habecks, auf Kapitalerträge nicht nur Kapitalertragssteuern, sondern zusätzlich Sozialversicherungsbeiträge zu kassieren.

    Und da wir mittlerweile genau wissen, daß seit Beginn der aktuellen Kanzlerschaft stets genau das Gegenteil des vom Amtsinhaber Versprochenen herauskommt, sollten wir uns alle doch innerlich schon mal von zusätzlichen 15 oder gleich 20 ( oder besser 25 ? ) % unserer Kapitaleinkünfte trennen.

    Damit das mit der Erbschaftssteuer etwas zügiger läuft, dürfte Politik somit ein „berechtigtes Interesse“ daran haben, daß – na, Sie wissen schon, die Sache mit dem Streusalz …

    Wer sich den Hals bricht, vererbt vermutlich schneller – und ist somit zumindest finanziell noch etwas nütze für „Vater Staat“. Außerdem werden so schneller größere Wohnungen frei …

  6. Tina.Hansen Antworten

    Vor nunmehr 6 Jahren, die Älteren unter uns werden sich erinnern, wurden Schulen und Kindergärten geschlossen, Spielplätze abgesperrt, Sportvereine in Zwangsurlaub geschickt und Bücherein dicht gemacht, weil der Staat Kindern und Jugendlichen aufbürdete, das Leben von Oma und Opa zu schützen. Wenn Oma und Opa jedoch auf zu Eisflächen mutierten Strassen und Gehwegen schlittern und stürzen, kräht kaum ein Hahn danach.

  7. Querdenker Antworten

    Preisfrage, leben wir eigentlich noch in einer Demokratie, in der alle Macht vom Volke ausgeht oder leben wir in einer NGO-Diktatur. Immer öfter erlebe ich Situationen, in denen eine NGO und nicht die Volksvertreter im Parlament unser Leben bestimmen. NGOs bestimmen, ob gebaut werden kann oder ob irgendein Käfer Vorrang hat. NGOs legen fest, wer ins Land einwandern darf und wer bleiben darf. NGOs schreiben mir vor, was ich sagen darf, was ich essen darf, welche Partei ich wählen sollte und wie ich von A nach B komme. Sehr oft spielen dann unsere Gerichte zumindest in erster Instanz mit und geben der NGO recht. Wie nennt man eigentlich eine Regierungsform in der NGOs und eine willfährige Justiz die Macht gekapert haben?

    • H.K. Antworten

      Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Sache mit dem angeblichen „Otto-Wels-Saal“ des Bundestages so entschieden hat, wie es entschieden hat, und „Pro Asyl“ vor Gericht das „RECHT“ zur Einreise von Südsudanesen durchgesetzt hat, nach Deutschland einzureisen, die hier dann Morde begehen, habe ich bzgl. unserer Justiz keinerlei Illusionen mehr – und wenn, dann eher alptraumhafte …

      • Querdenker Antworten

        Ja so isses. Und das Verwaltungsgericht Schleswig hat entschieden, dass Günther seine Aussagen bei „Lanz“ über „NIUS“ nicht in der Funktion als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein getätigt hatte. Es ist die größte Schwachstelle der Justiz, dass sie zu oft im Sinne „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ urteilt.

        • H.K. Antworten

          Tatsächlich ??

          Der Genosse Günther hatte – für Millionen Zuschauer eindeutig – selbst sinngemäß gesagt „ich rede hier nicht als Bürger, sondern als Ministerpräsident“.

          Unfassbar …

          • gerd

            Das haben Sie nur geträumt, der Genosse Günther war gar nicht bei Lanz……der hat da nie etwas gesagt…….kapische?

          • H.K.

            Jetzt, wo Sie‘s sagen, merk ich‘s auch …

            Friedrich Merz hat ja auch nie etwas anderes gesagt oder versprochen, als er jetzt tut.

            Wahrscheinlich ist er auch gar nicht Bundeskanzler …

        • Tina.Hansen Antworten

          Immerhin ist NIUS durch diese „Affäre“ nun endgültig in Kreis der bundesweit bekannten etablierten Medien aufgerückt. Ein Freund schrieb mir gestern Abend ganz begeistert, eine von ihm bis dato als unpolitisch wahrgenommene Bekannte habe im Internet „etwas entdeckt“, was sie ihm unbedingt zeigen müsse. Ein ganz interessantes Nachrichtenportal, das sie jetzt immer nutzen werde! Es heisst – NIUS 🥰

    • S v B Antworten

      Gut beobachtet, lieber Querdenker. – Das sgn. Verbandsklagenrichtliniengesetz (so heißt das Unwort, das selbst den berühmten Donaudampfschifffahrtskapitän noch um eine Buchstabenlänge übertrifft, tatsächlich!). Abgekürzt VRUG, welches Vereinen, Verbänden u. Ähnlichen ermöglicht, gegen dies oder das zu klagen (und damit angeblich Kollektivinteressen zu schützen). So wurde eine eine rechtliche Situation geschaffen, in der gerade auch NGOs ihre „Herzensangelegenheiten“ relativ mühelos durchdrücken können. Das Gesetz wurde am 29.09.20234 von der Ampel-Koalition erfolgreich im Bundestag zur Abstimmung gebracht, gegen die Stimmen von CDU/CSU und AfD. Ab da konnte munter eingeklagt werden. Die DUH, Deutsche Umwelthilfe e.V., versteht sich darauf wie kein Zweiter. Die dahinsiechende Ampel hat den nachfolgenden Regierungen ein weiteres, schweres Erbteil hinterlassen. Ob man es je schaffen würde, das Gesetz unter einer anderen Regierungskoalition irgendwann mal zu kippen, bleibt dahingestellt. Auch in dieser Sache ist Merz quasi ohnmächtig, weil sein Koalitionspartner sich keinesfalls darauf einlassen würde. Ein solches Vorhaben könnte nur in einer ausschließlich konservativen Koaliton gelingen. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

      Frage an alle: gibt es vielleicht irgendwo ein Nachschlagwerk zu kaufen, in welchem sämtliche Abkürzungen in politischen Zusammenhängen (siehe VRUG) in
      alphabetischer Reihenfolge einzusehen sind? Vielleicht im ersten Anlauf nur das Exemplar ganz besondere aus dem deutschen Politikwesen, im zweiten Band könnte man dieses, sorry, Lexikon des Irrsinns auf Abkürzungen im EU-Kontext sowie deren volle Ausschreibung nachverlegen. Vermutlich käme man aus dem Staunen nicht mehr raus, alleine schon bei der deutschen Fassung… Als das Abkürzungswesen in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte, fast noch gänzlich unüblich war, stach mir immer wieder die Neigung zur Abkürzelei von Begriffen im politischen Leben Indonesiens auf. Damals galt der zauberhafte Inselstaat mit seinen freundlichen Menschen übrigens noch als Entwicklungsland. Was unwillkürlich die Frage aufwirft, ob gar eine Korrelation bestehen könnte… zwischen einem inneren oder äußeren Zwang zur Abkürzung von Begriffen und dem Level der Entwicklung eines Staatswesens. 😉

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Ich finde es unsäglich peinlich, wie sich die Justiz vor den Karren der Politik spannen lässt.

      Besonders auffällig war es in der Corona-Zeit.
      Die Richter verliessen sich angeblich auf Aussagen des Robert-Koch-Instituts. Das können nur die Interpretationen der Regierung gewesen sein, denn die RKI-Files lagen auch den Gerichten nicht vor.

      Nach Bekanntwerden dieser Protokolle hätten sämtliche Urteile in Bezug auf Corona überprüft werden müssen. Aber nichts ist passiert.

      Die Politik hat frühzeitig die Schlüsselpositionen der Justiz mit willfährigen Leuten aus der Politik besetzt und dieses Verfahren beibehalten.

      Dummerweise hat so ein „niederträchtiges Portal wie NIUS“ vor der Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf die Öffentlichkeit alarmiert , was man bei dieser Dame als Bundesverfassungsrichterin zu erwarten habe. Brosius-Gersdorf wurde glücklicherweise verhindert. Bei weiteren Besetzungen des Bundesverfassungsgerichts haben die CDU-Abgeordneten aber dann den Schwanz eingezogen. Leider haben sie sich und uns damit keinen Gefallen getan.

  8. Tina.Hansen Antworten

    Wer meldet als Erster die Schlagzeile, dass es der wärmste Winter aller Zeiten war? Schnee zu warm, Eis zu dünn..
    Allerdings: Weltenretter wie Bill Gates haben gerade was anderes zu tun 😊

    • S v B Antworten

      Sie meinen, der Mann schmiedet schon wieder globale Impfpläne? Oder nehmen Sie vielleicht Bezug auf (s)eine eventuelle Weinstein-Connection…? 😉

      • Tina.Hansen Antworten

        Liebe SvB,
        tatsächlich hat mich die Mischung aus ein paar Urlaubstagen, dem nicht sehr einladenden Wetter draussen und meinem Interesse an dem, was man auf Neudeutsch als True Crime bezeichnet, diese Woche in die Tiefen der Epstein-Saga geführt. Und ja, ich bin der festen Überzeugung, dass Herr Gates im Moment ganz andere Sorgen hat als den Klimawandel oder die nächste Impfkampagne. Wobei… wissen kann man’s nicht!

  9. H.K. Antworten

    Mit Jan Hofer hat es nun tatsächlich einen Promi getroffen, der sich auf spiegelglatter Straße mit dem Eis bekannt gemacht hat.

    Der hatte den Schneid, sich öffentlich beim NABU für das Streusalzverbot zu bedanken.

    Vielleicht trifft es ja auch den Regierenden mal – dann denkt der auch anders …

  10. gerd Antworten

    „Salz gelangt über das Schmelzwasser in den Boden und schädigt die Wurzeln der Bäume“

    Ja, ja die armen Bäume. Beim Bau von Windrädern ist man da nicht so pingelig. Da werden ganze Waldstücke gerodet und mit Beton versiegelt für die nächsten 400 Jahre.

    • H.K. Antworten

      Ist doch logisch !

      Was müssen die Leute auch im Winter draußen herumlaufen ?

      Die sollen alle zuhause bleiben – hat man(n) uns doch bei Corona auch gesagt …

      • S v B Antworten

        Die Grundagenda scheint mir darin zu bestehen, dass man uns Bürger letztlich komplett vom Automobil abnabeln will. Zumindest von ihm als Eigentums-PKW. Und dies mit allen nur möglichen Mitteln und Tricks. Die neue Stadt wird zum „lebenswerten Wohnraum“, zum real bewohnbaren Raum sozusagen. Man trifft sich auf einen Feierabendschwatz, genießt ein, zwei Bierchen, in netter Gesellschaft, während die Kinder auf der Kunsteisbahn fröhlich ihre Schlittschuhrunden drehen. Ein kultureller Event folgt dem nächsten. Frag sich nur, wieviele Menschen sich auf Dauer noch den Eintritt zu derlei „Veranstaltungen“ werden leisten können.

    • S v B Antworten

      Bäume mit Streusalzschäden habe ich im Leben noch nie gesehen. Obwohl ich stets in Gegenden mit stattlichem Baumbewuchs gelebt habe- und noch immer lebe. Wann und wie macht sich ein Salzschaden am Wurzelwerk überirdisch bemerkbar? Meine Güte, ganze Parkanlagen, ganze Alleen und Straßenzüge müssten, zumindest in meinem Wohnort, in dem es seit je her winters regelmäßig zu Straßenglätte kommt, längst schon entbaumt, zumindest jedoch dauerentlaubt sein. Gerne bitte ich eine fachlich versierte Person um Aufklärung.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Und die Verschandelung der Natur für die Windrad-Ideologie soll nach Kanzler Merz nur etwa 30 Jahre dauern, weil wir die Mühlchen dann nicht mehr brauchen.

      Wie gut, daß sich Fritzchen über die Renaturierung keine Sorgen zu machen braucht, weil er dann wahrscheinlich die Betonpfeiler von unten sieht.

  11. Günther M. Antworten

    Gemeinden, Städte, Länder und Bund sind für das Räumen von Straßen, Autobahnen und Haltestellen zuständig (Hier kommt „Auftausalz“ zum Einsatz)

    Hausbesitzer sind gesetzlich dazu verpflichtet, Gehwege an ihrem Grundstück zu räumen – im Zweifelsfall auch mehrmals täglich, wenn es kurz nach dem Räumen erneut anfängt zu schneien oder wieder friert.
    (Hier kann „Auftausalz“ verboten werden)
    Einheitliche Vorschriften gibt es nicht, jede Gemeinde erlässt eigene Regeln (in Anlehnung an die jeweilige Ländergesetzgebung)

    Grundsätzlich gilt:
    Grundstückseigentümer sind gemäß § 823 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) verpflichtet, Gefahrenquellen zu beseitigen.
    Und wer am richtigen Ort, zur richtigen Zeit in einer Umgebung mit den richtigen Menschen aufgewachsen ist – also im positiven Sinne sozialisiert wurde – der quasselt nicht, der macht’s!

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