Zum Tod von Erich von Däniken

„…glaubt nicht alles, was sie euch erzählen!“  Hinterfragt, zweifelt, sucht nach Alternativen!

Das schreibt mir heute Morgen ein Leser, der meinen Nachruf auf den großen Erich von Däniken gelesen hatte. Eigentlich kein Thema für diesen Blog, aber „…glaubt nicht alles, was sie euch erzählen!“ – ich denke, das gefällt Ihnen.

Ich habe mehr als ein Dutzend seiner Bücher gelesen und heute noch in meiner Bibliothek stehen. Das faszinierende an dem Bestsellerautor war seine Hartnäckigkeit, sein Wille, die Wahrheit herauszufinden, die „irgndwo da draußen“ sein muss, wie ich von „Agent Mulder“ bei Akte X gelernt habe.

Und unbdingt die richtigen Fragen immer wieder zu stellen, auch wenn man selbst die Antworten nicht weißt.

Was bedeuten die berühmten Linien auf der Ebene von Nazca in Peru, die nur aus großer Höhe überhaupt zu erkennen sind? Wie konnten die alten Ägypter tausende tonnenschwere Steinklötze transportieren und dann zu gewaltigen Pyramiden aufschichten ohne technische Hilfsmittel? Und warum brauchte Gott nach der Überlieferung des Alten Testaments eine Rippe von Adam, um Eva zu erschaffen? Wenn er Adam ohne Rippe hinbekommen hat, warum brauchte er dann…Erbmaterial?

„Und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elia fuhr im Wetter gen Himmel“, heißt es in der Bibel (2. Könige, 2,11). Bschreibt da nicht einer, was er gerade am Himmel sieht und sich nicht erklären kann?

Der Tod des Schweizers Erich von Däniken ist ein Verlust. Für seine Familie, seine Millionen Leser auf der ganzen Welt und die Menschheit insgesamt. Wir haben viel zu wenige Visionäre, die es wagen, radikal alles, was wir mal in der Schule gelernt haben, einer ernsthaften Überprüfung zu unterziehen.

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Dieser Artikel wurde 14 mal kommentiert

  1. Martin Ludwig Antworten

    Erich von Däniken war ein Held meiner Kindheit und ich habe quasi alles von ihm verschlungen. Natürlich waren da Thesen dabei, die etwas sehr „steil“ waren, aber alles in Allem war er ein Visionär und ein Vordenker. In Anbetracht der aktuellen Anhörungen des amerikanischen Kongresses, sowie der Veröffentlichungen zu den Themen „UAPs“, „OOPArt“ und „biologisches Material“ scheint er in vielen Dingen richtig gelegen zu haben.
    Ich hoffe inständig, dass wir die Generation sein werden, die als Erste die Anwesenheit von Außerirdischem auf unserem Planeten offiziell von den Regierungen bestätigt bekommt. Ich bin überzeugter Anhänger der Prä-Astronautik und habe mich dank von Däniken sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt. Für micht ist völlig klar, dass vieles auf dieser Welt jeglicher irdischen Erklärung entbehrt und unsere Evolution insbesondere deswegen so rasant von statten ging, weil wir Hilfe von Außen hatten.
    Ägypten ist noch heute der „Heilige Gral“ der UFO-Gläubigen und die Ägyptische Regierung fürchtet Ausgrabungen an gewissen Orten, wie der Teufel das Weihwasser. Ich hoffe, dass noch zu meinen Lebzeiten Ausgrabungen am Labyrinth von Hawara genehmigt und die schätze der Frühgeschichte geborgen werden dürfen. Sollte nur ein Bruchteil dessen, was Herodot über diesen Ort geschrieben hat wahr sein, schreiben wir die Menschheitsgeschichte völlig neu.
    Bis dahin freue ich mich auf Spielbergs neuen Film „Disclosure Day“, der die öffentliche Debatte und den Druck auf die (insbesondere Amerikanischen) Regierungen noch weiter anheizen wird und verbleibe mit „Ruhe in Frieden, geschätzter Erich von Däniken“.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Martin Ludwig,

      Herodots Aufzeichnungen dazu sind schon spannend. Aber bisher weiß man erstmal nur, dass es da ein großes Labyrinth gab. Da könnte alles mögliche drin sein…

      Klaus

      • Martin Ludwig Antworten

        So ganz richtig ist das nicht. Wir wissen sehr viel über das Labyrith und neue Forschungen mit Bodendurchdringenden-Radargeräten haben ergeben, dass sich tastächlich gigantische Strukturen unter dem Wüstensand befinden und dort vermutlich mehrere hundert Kammern liegen, die seit hunderten Jahren von keinem Menschen betreten wurden.
        Die Ägyptische Regierung hat nach Überprüfung der Forschungsergebnisse alle weiteren Forschungen und Ausgrabungen untersagt und verhindert dort, wie auch an vielen anderen historischen Stätten, dass Forscher bedeutende Entdeckungen machen könnten.
        In diesem Fall ist das jedoch besonders prekär, weil der Grundwasserspiegel in dort stetig ansteigt und sollte es das beschriebene Archiv mit dem „gesamten Wissen der Menschheit“ dort geben, ist es entweder bereits vom Wasser zerstört, oder wird zumindest in den nächsten Jahren unwiederbringlich verloren sein.

        Noch seltsamer ist die Geschichte von Helmut Becker und Jörg Fassbinder, Geophysiker des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, die 2003 vermutlich das Grab von König Gilgamesch im Irak entdeckt und die Stadt Uruk teilweise freilegen haben.
        Tage nach veröffentlichung dieser Informationen sind die USA in den Irak eingefallen und die Forschung musste bis zum heutigen Tag niedergelegt werden. Verschwörungstheorien gibt es hierzu viele und ich habe das meiste davon ehr skeptisch gesehen – doch die veröffentlichten E-Mails von Hillary Clinton haben gezeigt, dass Gilgamesch tatsächlich ein Thema war. Man kann alleine mit dieser Entdeckung und der Geschichte darum herum Monate zubringen und kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis.

        Ähnlich verwirrend und interessant ist die Geschichte um Göbekli Tepe, dem wohl ältesten Tempel der Menschheit, der bisher gefunden werden konnte. Die Präzession, mit der das Bauwerk errichtet wurde entspricht jedoch in keinster Weise dem uns bekannten Stand der Technik zu dieser Zeit. Es dürfte schlicht und einfach nicht existieren.
        Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Tempeln und Bauwerken, deren Steine mit einer Passgenauigkeit platziert sind, die wir heute nichtmehr erreichen könnten. Auch die Größe dieser Steine ist unerklärlich! In Baalbek im Libanon wurde kürzlich ein von Menschen geschaffener Steinblock mit 1.650 t Gewicht entdeckt, damit übetrifft er die bis Dato größten Steine (Trilithon-Steine) um mehr als das Doppelte…
        Die Frage ist jedoch, wie zum Teufel konnten die Menschen der Antike diese Lasten bewegen. Zum Vergleich, die größten Autokräne der Welt heben Gewichte bis 500 t – und dass auch nur, unter optimalen Bedingungen.

        Es bleibt auf jeden Fall spannenden und ich denke, dass wir in den nächsten Jahren Stück für Stück Geschichte neu schreiben werden. Warum ausgerechnet die Regierungen sich hier oft „sehr auffällig“ benehmen, wird jedoch vermutlich noch lange Zeit ein Rätsel bleiben.

        • Klaus Kelle Antworten

          @Martin Ludwig,

          Du glaubst, die USA haben den Irak wegen Helmut Becker und Jörg Fassbinder vom „Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege“angegriffen? Und was hat das mit Hillarys Mails zu tun?

          Klaus

          • Martin Ludwig

            Nein Klaus, das glaube ich nicht. Ich weiß aber, dass die USA an der Ausgrabungsstätte waren und mehrere Tausend Artefakte gestohlen haben. Teile dieses Diebstahls wurden zwischenzeitig zurückgegeben, hunderte Artefakte jedoch für immer für die Öffentlichkeit unzugängig gemacht.
            Es ist übrigens auch nicht das 1. Mal, dass die USA ein merkwürdiges Interesse an der „Gilgamesch-Erzählung“ haben. Bereits im 2. Golfkrieg wurden Artefakte in diesem Zusammenhang geraubt und über viele Jahre hinweg in den USA untersucht und erforscht. Erst im September 2021 wurde die 3.500 Jahre alte „Gilgamesch-Traumtafel“ an den Irakischen Staat zurückgegeben. 17.000 weitere Artekakte aus dem Irak sollen nach Abschluss der Untersuchungen zurückgegeben werden. Wie viele insgesamt den Weg über den Atlantik angetreten haben, obliegt der Geheimhaltung.

            Ich habe es ja bereits geschrieben… Es gibt zahllose (Verschwörungs-)Theorien zu dieser Thematik und wenn man einen interessanten Abend verbringen möchte, rate ich jedem dazu, dieses „rabbit hole“ hinabzusteigen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Es ist höchst interessant, wie oft sich erzählungen wiederholen und plötzlich als Wahrheit herausgestellt haben.

            (Übrigens enthält die genannte „Traumtafel“ eine Passage über eine gewaltige Sinnflut, von der die gesamte Erde betroffen war. Der Text ist dem Buch Genesis und der Geschichte der Arche-Noah verblüffent ähnlich. Man nimmt an, dass die Verfasser des deutlich jüngeren alten Testaments die Gilgamesch-Erzählung und den Text dieser Tafeln kannten – und ihn übernommen haben. Die Erzählung ist damit in Teilen auch Grundlage unseres heutigen Christlichen Glaubens und das Artefakt für das Christentum von größter Bedeutung. Gleichzeitig hat noch fast Niemand jemals den Namen „Gilgamesch“ überhaupt zu hören bekommen – was vermutlich mit seiner Verknüpfung mit den Nephilim zusammenhängt…)

            Genung jetzt, sonst wird das hier die unendliche Geschichte und ich möchte niemanden den Spaß nehmen, sich unvoreingenommen mit der Thematik auseinanderzusetzen. 😉

  2. Reinhard Hopp Antworten

    „Wenn er Adam ohne Rippe hinbekommen hat, warum brauchte er dann…Erbmaterial?“
    Dieser Satz reizt zu einer Antwort. Ich finde, die traditionelle jüdische Auslegung bringt es ganz makellos auf den Punkt. Die kennen Sie sicher, ansonsten einfach den nächsten Rabbiner fragen. Oder Adams Reaktion in Genesis nachlesen, die ist auch völlig erhellend.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Reinhard Hopp,

      Adams Reaktion? Auf was? In Genesis 2,21-23 stht, dass Gott die Rippe nahm, ohne Adam zu fragen. Gott lässt einen tiefen Schlaf auf Adam fallen, vermutlich bekommt er von dem göttlichen „Eingriff“ bwusst gar nichts mit. Gott fragt auch nicht, sondern stellt fest, dass es nicht gut ist, wenn der Mensch allein sei.

      kk

  3. Achim Koester Antworten

    An Erich von Däniken hat mich fasziniert, dass er gültige Lehrmeinungen der Archäologen hinterfragt und eigene Thesen daneben gestellt hat, ohne den Anspruch auf alleinseligmachende Wahrheit. Das wäre bei den heutigen pseudowissenschaftlichen Klimatheorien auch sehr wichtig, aber die Kritiker werden nicht nur nicht gehört, sondern auch noch diskriminiert.
    Möge er in Frieden ruhen.

  4. Sarnersee Antworten

    Ich gestehe, ich habe diesen Herren nie gelesen. Ich hatte in den späten 80ern einen Kommilitonen, der schwärmte mir von ihm regelmäßig vor. Er war ein regelrechter Spinner, der alle Grschevnisse auf dieser Erde in Verbinding mit Außerirdischen sah, auch die biblischen Erzählungen. Nach den Schilderungen, die ich mir mehr höflich geduldig als interessiert anhörte – tat mir der Kommilitone ob seiner Sonderlichkeit irgendwie auch leid – schien mir schon damals der Autor eine Aufmerksamkeitsneurose zu haben und sich selbst Sehnsüchte (nach der Faszination, endlich Klarheit darüber zu haben, dass Außerirdische längst mit uns in Kontakt getreten sind) zu erfüllen, eine Art self-fulfilling prophecy, in dem er solange darüber schreibt, recherchiert und wieder darüber schreibt und spricht, bis er selbst ganz in diese Seine(!) „Wirklichkeit“ eingetaucht ist und diese für vollkommen real und gewöhnlich hält, wie jeder Mensch es mit einer Bushaltestelle tut. Dieses psychologische Phänomen ist bekannt und nicht selten verbreitet.

    • Achim Koester Antworten

      @Sarnersee
      Erich von Däniken hat zwar sehr konsequent seine Theorie der Außerirdischen vertreten, auch hinsichtlich biblischer Schilderungen, er hat aber immer darauf hingewiesen, dass seine Sicht nur eine von vielen möglichen ist, ohne die „absolute Wahrheit“ für sich zu reklamieren. Dass er Ungereimtheiten in den klassischen Quellen aufgezeigt hat, zeigt nur seine kritische Haltung gegenüber politisierten Wissenschaften. Solche Leute brauchen wir heute dringender denn je.

  5. Sarnersee Antworten

    @Achim Koester,
    das Offenhalten seiner Theorie muss er ja, um sich im Spiel zu halten. Würde er Wahrheit statt Möglichkeit beanspruchen, hätte er ganz sicher nicht solche Auflagen erzielt. Diese „Klugheit“ dürfte Strategie sein. Man könnte sie auch List nennen, exzellent getarnt. Und der Erfolg gibt ihm ja recht.

  6. Thilo Berger Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,

    Mein Name ist Thilo, ich komme aus Berlin- Friedrichshain. Aus einer linksgrünen Hochburg. Ich arbeite seit zwanzig Jahren in der Altenpflege, habe zuvor Geschichte und Philosophie studiert. Wie ich nach so einem Studium in der Altenpflege gelandet bin fragen Sie mich besser nicht. Es ist eines der großen Geheimnisse des Lebens…

    Ich lese ihren Blog schon sehr lange. Als stiller Leser. Hier zu kommentieren ist nicht so mein Ding, verzeihen Sie mir bitte. Hier geht es ja meist um Politik. Ein anstrengendes Thema. Und ehrlich gesagt bin nicht immer ihrer Meinung, aber trotzdem sind Sie für mich ein aufrichtiger und wahrhaftiger Journalist. Einer der Vielfalt und Meinungsvielfalt fördert. Und mit dem gerne mal nen Bierchen leeren würde.

    Erich von Däniken war eine beeindruckende Persönlichkeit. Einer der es gewagt hat all das zu hinterfragen was historisch gesehen als breiter Konsens gilt.

    Eine wichtige Eigenschaft. Dinge zu hinterfragen. Auch und vor allem heute.

    Ich denke und glaube, was man uns in der Schule beigebracht hat ist nicht die Wahrheit.

    Beispiel Pyramiden. Die Pyramiden von Gizeh sind ein absolutes Meisterwerk an Präzision. Ihre Steine sind so präzise geschnitten, das nicht mal ein Blatt Papier dazwischen passt. Die Cheopspyramide ist exakt auf den längsten Breitengrad und Höhengrad hin ausgerichtet, ihre Spitze verläuft genau hindurch. Ihre gesamte Konstruktion (also mehrere Pyramiden und die Sphinx) sind auf das Sternbild Orion hin aus gerichtet. Zudem gab es nicht nur in Ägypten, sondern auch in China, Mexiko, in Süd- und Nordamerika Pyramiden bzw. ähnliche Gebäude. Alle exakt durch die Meridiane verbunden. Das ist doch kein Zufall glaube ich. Sowas setzt doch wohl ein enormes mathematisches und technisches Wissen voraus.

    Ich könnte mir vorstellen, das es auf dieser Welt schon vor uns eine Zivilisation gegeben hat, die uns möglicherweis technologisch weit überlegen war.

    Es gibt die (Verschwörungstheorie) das die Pyramiden in Wirklichkeit statt Grabstätten Kraftwerke waren, die das Erdmagnetfeld anzapften. Und so für unbegrenzte Energie sorgten. Weiter geleitet durch die zahlreichen Obelisken, die man weltweit gefunden hat.

    Warum werden eigentlich so viele Ausgrabungen, vor allem in Ägypten, aber auch anderswo auf der Welt, derzeit verboten?

    Lieben Gruß an Sie.

    • Klaus Kelle Antworten

      Guten Abend, Herr Berger!

      Ja, die Gizeh-Geschichte kenne ich auch. Es ist aber wohl, soweit ich weiß, eine reine Hypothese, jedenfalls soll es keinen Bewis für bewusstes und gewolltes Handeln zum Zweck der Energiegewinnung geben.

      Wenn Sie in Berlin leben, sollte es mit einem Bier kein Problem sein. Und wie sie von der Philosophie zur Altenpflege gekommen sind, das reicht vermutlich auch für zwei oder drei Biere. Ich schreibe Sie mal per Mail an.

      Schönen Abend

      Klaus Kelle

  7. Thilo Berger Antworten

    Hallo Herr Kelle, danke für die Antwort.

    hat mich sehr gefreut.

    Lg Thilo Berger

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