Wieder einmal falscher Alarm. Wieder einmal gutgegangen. Als ein arabisch aussehender Mann am vergangenen Freitag in einem Baumarkt im beschaulichen Pulheim eine beachtliche Menge einer bestimmten Chemikalie kaufte, mit der man bei etwas Sachkenntnis ein explosives Gemisch herstellen kann, wurde ein Mitarbeiter aufmerksam. Er informierte die Polizei. Mit Hilfe von Fotos einer Überwachungskamera wurde öffentlich nach dem Käufer gesucht, der das schließlich erfuhr. Gestern meldete er sich auf einer Polizeiwache. Die ganze Angelegenheit stellte sich als harmlos heraus. Gut so.
Was folgt nun aus diesem Ereignis? Einfach lockerer sein? Nicht immer das Schlimmste befürchten? Ich hoffe nicht! Vor ein paar Tagen habe ich mich länger mit einem Polizeibeamten unterhalten, der auch verschiedentlich bei Anti-Terror-Maßnahmen eingesetzt war. Er sagt, dass die Gefahr eines Anschlags in Deutschland hoch ist. Es sei im wesentlichen Glück und Hinweisen ausländischer Geheimdienste zu verdanken, dass bisher hierzulande noch kein größerer Anschlag passiert sei. „Glück“, das hat er wirklich gesagt. Es ist wichtig, dass wir alle uns dieser Gefahr bewusst bleiben. Wir wollen keine Spitzelgesellschaft werden, aber Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit. Der Baumarkt-Angestellte in Pulheim hat richtig gehandelt. Eine Entwarnung gibt es noch lange nicht.

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Dieser Artikel wurde 5 mal kommentiert

  1. Andreas Schneider Antworten

    „Glück“ ist relativ.

    Stellen wir uns einmal vor, besagter Einkauf hätte im November 2015 stattgefunden. Ob es der Angestellte zu jener Zeit auch für richtig empfunden hätte, seinen Verdacht zu melden?

    Oder hätte er um des lieben Friedens willen den Mund gehalten, um nicht als „rassistisch“, „ausländerfeindlich“ oder „islamophob“ mit dem Antidiskriminierungsgesetz unangenehme Bekanntschaft zu machen?

    „Köln“ hat Einiges geändert. Wohl auch die Wertung von „Glück“.

    • Tina Hansen Antworten

      Mir fällt gerade auf, dass ich das Wort „islamophob“ schon länger nicht mehr gehört habe…

      • Andreas Schneider Antworten

        Ja, Frau Hansen, wie oben gesagt: „Köln“ hat Einiges geändert. So auch gewisse Sprachregelungen.

        Ob das nun ebenfalls „Glück“ ist bzw. sich als Solches erweisen wird?

      • S v B Antworten

        Dafür geistert das Wort „fremdenfeindlich“ nach wie vor recht hartnäckig durch die Medien. Mit diesem Adjektiv sucht man einheimische „Dissidenten“ (die im Ausland werden bekanntlich von unserer Polit- u. Medienelite stets vorbehaltlos unterstützt!) zu diffamieren, sprich in die braune Ecke zu schubsen. Wenn in diesem Lande Fremdenfeindlichkeit wirklich ein Thema wäre, würden schon seit Jahrzehnten bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Deutschland ist nicht fremdenfeindlich. Was für ein Unsinn. Wenn dem so wäre, müssten unsere zahllosen Mitbürger mit „Migrationsvergangenheit (vom italienischen oder iranischen Nachbarn über die polnische Betreuungskraft, vom chinesischen Kellner im Asia-Restaurant bis hin zur sibirischen Schuhverkäuferin und zum türkischen Gemüsehändler) täglich um Leib und Leben fürchten. Deutschlands Bewohner wie selbstverständlich in einem Atemzug mit dem Begriff fremdenfeindlich zu nennen ist (vermutlich sehr bewusst) irreführend. Absurd ist es allemal.

  2. Pingback: Die Lehren aus einem Baumarkt in Pulheim –Denken erwünscht – der Kelle-Blog - Wertewandel

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