Die Standarte des deutschen Bundespräsidenten. FOTO: Protokoll Präsidialamt

3. Oktober: Der Bundespräsident und der Festakt zur Deutschen Einheit

36 Jahre nach der Wiedervereinigung feiert sich Deutschland heute wie immer – Festakt der politischen Elite und Honoratioren und Bürgerfest fürs Volk. Jedes Jahr richtet ein Bundesland die Sause aus, heute ist es das kleine Bundesland Bremen. Überall in der Innenstadt Bühnen und Buden, live Musik, Bratwürste und Bier. Deutsch eben.

Ich finde es gut, dass wir Deutschen inzwischen immerhin so weit sind, dass überhaupt mal etwas Deutsches gefeiert wird, dass eine schwarz-rot-goldene Fahne gehisst und die Nationalhymne gesungen wird. Die Liebe zum eigenen Vaterland darf nicht nur internationalen Fußallturnieren und den Olympischen Spielen überlassen werden.

Ich bin seit vielen Jahren dennoch kritisch

Wenn Sie einmal gesehen haben, wie Amerikaner oder Franzosen ihren Nationalfeiertag begehen, wissen Sie sofort, was ich meine.

Das ist dort und anderswo ein echtes Fest des Volkes.

Da werden Paraden veranstaltet, Nationalflaggen flattern überall im Stadtbild, es wird Musik gespielt und Feuerwerk abgebrannt – und das nicht nur in einer Stadt. Da sind Millionen Menschen bestens gelaunt auf den Straßen, in Parks oder dem eigenen Garten und feiern sich und uns alle selbst.

Ich habe das vor Jahren mal in Clearwater Beach erlebt, in Florida, in einem Park. Mindestens 10.000 Menschen waren da, saßen auf Decken und Campinghockern auf dem Rasen und veranstalteten Picknic mit Chicken Wings und Bier, in diesem Fall direkt von Zapfhähnen an einem Budweiser-Truck. Auf der Bühne sang ein Schulchor „God bless the USA“ vom wunderbaren Barden Lee Greenwood, dann das Lied der Marines und schließlich standen alle auf und schmetterten die amerikanische Nationalhymne in den blauen Himmel. Wohlgemerkt, das war nicht nur in dieser einen Stadt, sowas findet jedes Jahr am 4. Juli in allen Städten des Landes statt. Ich kann kaum beschreiben, wie ich die Amis in solchen Momenten für ihren wunderbaren natürlichen und offenen Patriotismus beneide.

Aber hier? Ein Festakt

Reden, Kammermusik, dunkle Anzüge und dann ab ans Buffet.

Ich war vorhin ein paar Stunden im Auto unterwegs und verfolgte die ganze Bremer Veranstaltung live im Autoradio. Gut, dass es den Deutschlandfunk gibt…

Andreas Bovenschule (SPD), Bremens Bürgermeister und derzeit Bundesratspräsident, hielt eine starke Rede, würdigte besonders die mutigen Menschen in Ostdeutschland, die sich 1989 ein Herz fassten und auf die Straßen in Dresden, Leipzig und Magdeburg strömten und demonstrieren, nicht wissend, wie die sozialistische Staatsmacht reagieren würde. Und Bovenschulte – warum hört man von dem Mann nicht mehr – pries die Unterschiedlichkeit der deutschen Volksgruppen, die so sind, wie sie sind, aber trotzdem unter dem gemeinsamen Dach Deutschlands vereint. „Nicht jeder Bayer muss Labskaus als kulinarische Spezialität erkennen“, räumte der Erste Bremer im Staat launig ein.

Und die Schauspielerin Katja Riemann moderierte vor der versammelten Staatsspitze mit viel Temperament.

Aber dann trat eben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ans Rednerpult, von dem mir als Positivstes bisher nur seine Herkunft aus Lippe einfiel, meiner alten Heimat.

Ich finde, dass Steinmeier seinen Job an der Spitze unseres Landes bisher suboptimal ausgefüllt hat

Aber wie Frau Merkel wohl gesagt hätte. Jetzt ist er nun mal da…

Natürlich erlaubt sich ein Bundespräsident am Nationalfeiertag keinen echten Schnitzer.

Er sagt das, was man erwartet. Er lobt den Mut der Männer und Frauen auf den Straßen der DDR und auch das Geschick der damals Regiereden. Und er hob dabei besonders die herausragende Rolle des Bundeskanzlers Helmut Kohl hervor, was ich Steinmeier hoch anrechne. Kohl hat nicht die Einheit bewirkt, aber als der „Mantel der Gech’ichte“ wehte, hat er es gut gemacht und wird zurecht für alle Ewigkeit dafür in den Geschichtsbüchern gewürdigt.

Aber dieser Bundespräsident hielt heute seine wahrscheinlich letzte bedeutende Rede, bevor im Januar sein Nachfolger, vermutlich seine Nachfolgerin, gewählt wird. Und deshalb holte er thematisch weiter aus.

Und weil Steinmeier so ist, wie er eben ist, nutzte er die Gelegenheit, vor der „unerträglichen politischen Demagogie extremistischer Kräfte, die eine Lust an der Zerstörung ausleben und andere Menschen verhöhnen und bedrohen“ warnte.

Dass kann er machen, aber jedem im Festsaal „Die Glocke“ in Bremen und zu Hause an den Geräten war sofort klar, dass er damit auf die rechte AfD zielte. Die gab es noch gar nicht, als die deutsche Einheit vollendet wurde, aber irgendwie gibt es keine Grundsatzrede des Genossen Steinmeier ohne AfD-Bashing.

Er kann das machen.

Hey, er ist unser Bundespräsident

„Gerade deshalb können wir uns nicht um die Tatsache herumdrücken, dass ein Viertel und mehr mit ihrer Wahlentscheidung bekunden, dass sie sich von wichtigen Grundentscheidungen unserer Republik abwenden“, analysierte der Bundespräsident weiter. Aber ein großes Staatsoberhaupt hätte dann auch über die Gründe philosophiert, warum so viele Menschen in Deutschland an den Wahlurnen ihr tiefes Misstrauen gegenüber dem Staat, dem System und den ihr bisher tragenden Parteien zum Ausdruck bringen.

Das gehört zur Wahrheit auch dazu, und ich kann mich nicht erinnern, Steinmeier jemals über das Versagen von Union und seiner SPD geredet zu haben. Von der Corona-Zeit und der ungezügelten Massenmigration in unsere Sozialsysteme und die Kriminalitätsstatistik.

Und wenn er den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erwähnt, könnte er auch mal ein Wort darüber verlieren, wie er einst mit seinem russischen Außenministerkollegen Lawrow öffentlich kuschelte und welche Rolle er dabei persönlich gespielt hat, Deutschland in eine fatale Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland zu führen und bei Nord Stream 2, vor der so viele europäische Partnerstaaten eindringlich gewarnt hatten, einfach durchzuziehen.

All das gehört zur Wahrheit dazu

Aber der Bundespräsident verlor nicht einen Satz der Selbstkritik in seiner Rede über diese Themen.

Ungeachtet dessen: Ich bin bis heute so froh und auch glücklich, dass Deutschland nicht mehr geteilt ist. Trotz mancher Differenzen und Nickligkeiten: Wir sind ein Volk! Und das ist auch gut so.

„Wir haben auf vielen Feldern tatsächlich doch unendlich viel erreicht“, sagte Steinmeier zum Schluss. Und da bin ich tatsächlich einer Meinung mit ihm.

33 Kommentare

  1. Julian Reichelt auf x

    „Am heutigen Nationalfeiertag der Deutschen ist in der deutschen Hauptstadt keine einzige deutsche Flagge gehisst. An der Siegessäule, an der Protokollstrecke, an der für jedes Fußball-Finale, für jeden Staatsgast geflaggt wird – nichts. Verantwortlich dafür: die CDU, die Partei der Deutschen Einheit. Einfach beschämend. 18 Prozent werden noch lange nicht das Ende sein.“

    Auf den Berliner Livecams ist keine Fahne zu sehen.

    1. Ich fürchte, Reichelt hat recht.

      Wie sagte ein gewisser Friedrich Merz ?

      „Wir werden die AfD HALBIEREN !“ ??

      Entweder behrrscht er die Grundrechenart nicht oder es mangelt an etwas Anderem …

      WAS ist nur aus „meiner“ ( jahrzehntelangen ) CDU geworden ?!

      Helmut Kohl würde sich im Grabe herumdrehen …

  2. Ich empfehle den Beitrag „Die neue deutsche Wiederteilung“ auf dem Internet-Meinungsmagazin „Tichys Einblick“ zu lesen, um den elementaren Kern der Rede von Bundespräsident Steinmeier zu verstehen. In der Rede von Bundespräsident Steinmeier ist alles beschrieben, wie in den kommenden Monaten in Deutschland ein höchst autoritäres System fest installiert werden wird. Bald gehe ich in Rente, niemals hätte ich erwartet, dass es insbesondere CDU und SPD unter tatkräftiger Mithilfe von Grünen und erwartbar der Linken/PDS/SED sein werden, die die zweite Demokratie auf deutschem Boden zerstören werden.

  3. „… fatale Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland …“

    Was war an den Erdgasgeschäften fatal? Fatal wurden die Sanktionen.

    Viel schlimmer ist zB die deutsche Abhängigkeit von der US-Datentechnik. Mit einem Fingerdruck können Wirtschaft und Gesellschaft lahm gelegt werden, wie es russ. Erdgas nie gekonnt hätte.

  4. Lieber Klaus Kelle,

    „Hey, er ist unser Bundespräsident“
    Ja, aber der Narrensaum reicht gelegentlich bis in erhabene Gefilde: Aus der Alpen-Prawda (alle Achtung!!) vom 04.03.2022 ein interessantes Zitat, welches tief in die Seele des ewigen Juso in Gestalt unseres gegenwärtigen Herrn Bundespräsidenten blicken lässt:

    „Steinmeier hat der Regisseurin und Schauspielerin Margarethe von Trotta zum 80. Geburtstag gratuliert. In dem Schreiben heißt es: ‚Mit der Ihnen eigenen Handschrift ermöglichen Sie neue Sichtweisen, insbesondere auf große Frauen der Weltgeschichte, die sich den Brüchen und Zumutungen ihrer jeweiligen Zeit mit großer Intelligenz, persönlicher Stärke und einem ausgeprägten Willen zur Veränderung der gesellschaftlichen als auch der politischen Verhältnisse stellen. Sei es das Leben von Gudrun Ensslin, Rosa Luxemburg, … – allen diesen Frauen und vielen anderen haben Sie unvergessliche filmische Porträts gewidmet.‘

    Häh? Gudrun Ensslin – eine der „große(n) Frauen der Weltgeschichte … mit großer Intelligenz … pp.“ ??? Gudrun Ensslin: wegen vierfachen Terrormordes zu lebenslanger Haft verurteilt!!

    Aber vielleicht täuscht man sich auch nur. Vielleicht sind die Irrungen und Wirrungen des Herrn Steinmeier auch nur die Anzeichen beginnender Altersdemenz und alles doch nicht ganz so schlimm … .

    Und was den von Ihnen vermissten Nationalstolz im Allgemeinen anbetrifft: In Deutschland juckt es auch niemanden in den demokratisch-mittigen Vielfalt-Parteien, wenn eine ihrer Bundestags-Vizepräsidentinnen fröhlich hinter Plakaten mit den Aufschriften „Deutschland verrecke“ und „Deutschland, Du mieses Stück Scheisse“ herläuft. – Im Gegenteil: Diejenigen, die das Auftreten dieser Dame ernsthaft kritisieren, sind ja die hinter der Mauer, also aussen vor, Parias, alles Feinde der Demokratie, Nazis, völkisch und so. Also gehen Sie bitte weiter. Hier gibt es nichts zu sehen … .

    Noch Fragen?

    B. Minzenmay
    Massarosa (It.)

  5. Ein überwiegend großer Teil der deutschen Bevölkerung verbringt den Tag der deutschen Freizeit ähmm Einheit in den Outletts von Venlo und Roermond, bei Mc. Donalds im Drive In, und suchen nach der billigsten Tankstelle im Land. Gestern war um 17.00 regulärer Berufsverkehr in unserer Kleinstadt am Niederrhein. Obwohl die alle frei hatten.

    1. @Gerd Franken,

      ich fürchte, Sie verwechseln Deutschland mit Kleve. Ein großer Teil der 83 Millionen Mibürger hierzulande wissen überhaupt nicht, was Sie mit den „Outletts von Venlo und Roermond“ meinen, wahrscheinlich nicht einmal Kleve. Aber McDonalds kennen alle, weil der McRib zu recht zum Weltkulturerbe gehört.

      Schönen Sonntag!

      Klaus Kelle

      1. „ich fürchte, Sie verwechseln Deutschland mit Kleve.“

        Kommen Sie gerne nach Kleve und wir schlendern dann mal durch die Innenstadt.

        Auch Ihnen einen schönen Sonntag.

        Gerd Franken

        Kein Klever mit Verstand wird an einem deutschen Feiertag Roermond aufsuchen. Man möchte ja nicht dem ungeliebten Nachbarn begegnen.

        1. Ich kenne Kleve gut, die ersten beiden Schwarm-Konferenzen fanden 2016 und 2017 auf dem Meyerhof in Uedem statt. Boris Reitschuster war da, und Matthias Matussek schalteten wir aus einer Badewanne auf Bali, wo er seinen Hochzeitstag feierte, per Skype zu. Ach, gute alte Zeit…

          Und ich war lange Zeit jede Woche in Kleve, um in einem Tonstudio (van Heys) meine wöchentlichen Radiosendungen zu produzieren und guten Wein zu trinken. Damals gab es in Kleve ein sehr gutes türkisches Restaurant, wo wir manchmal einkehrten, ohne mit Messern angegriffen zu werden…

          Übrigens…

          Im September 2015 habe ich auf diese wunderbaren Blog von einer Zugfahrt mit der Regionalbahn von Kleve nach Krefeld berichtet

  6. Der Zustand in Deutschland:
    Eine AfD Politikerin wollte einen frauchenlosen Hund aufnehmen. Die Antwort des Tierschutzvereins: „Sicherlich ist Ihnen bewusst, dass wir Auslandstierschutz machen. Aufgrund Ihrer politischen Zugehörigkeit sehen wir von einer Adoption eines ausländischen Hundes an Sie ab!“ Kann man bei Boris nachlesen.

  7. Ich kann mich ehrlich gesagt an keine bedeutende Rede von Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident erinnern. Die gestrige reiht sich da nahtlos ein.

    Sein Hinweis auf extremistische Kräfte kam bei mir übrigens nicht nur in Bezug auf die AfD sondern auch auf die neuen Linken und den BSW an. Das wäre in der Tat eine treffliche Steilvorlage für eine „Ruck-Rede“ gewesen, im Sinne jener von Roman Herzog, die auch nach 30 Jahren nichts an ihrer Aktualität verloren hat. Und damit meine ich nicht das ständige Rumreiten auf vermeintlichem Versagen von Union und SPD. Das greift viel zu kurz. Beide haben stets nur versucht, bei politischen Entscheidungen nicht zu viele Wählerfedern zu lassen.

    Und damit wird klar, wer Ziel einer solchen Ruck-Rede sein müsste: wir Deutsche. Uns allen gehört mal wieder kräftig der Kopf gewaschen. Und Reformen, Ärmel hochkrempeln eingefordert. Von allen!

    Was wir aber gerade erleben ist, dass jene Parteien, die endlich das tun, was seit Jahrzehnten liegen blieb, vom Wähler abgestraft werden, während Parteien von extrem links und extrem rechts ihren Wählern das Rosarote bzw. Blaue vom Himmel versprechen. Und damit extrem erfolgreich sind.

    Ich möchte mir gar nicht vorstellen, in welche Extreme die Enttäuschung umschlägt, wenn den Wählern irgendwann dämmert, dass all diese Versprechen vollkommen haltlos waren.

    Es wäre die Gelegenheit für Steinmeier gewesen, das mal klar zu benennen. Gerne auch in deutlicheren Worten. Parteipolitisch „mitnehmen“ muss er ja niemanden. Aber den Deutschen reinen Wein einschenken, das erwarte ich mir von einem Bundespräsidenten.

    Chance vertan!

    1. Die Parteien, die endlich das tun, was seit Jahrzehnten liegen blieb, bringen gerade wieder 1.350.000.000 € in die Ukraine. 350.000.000 davon für den Wiederaufbau konventioneller Kraftwerke, die wir selber ohne Unterstützung der Russen sprengen und abreißen.
      Politik at its best.

      1. Immer schön auf andere zeigen. Und keine Silbe daran verschwenden, was die langfristigen Folgen wären, würden wir die Ukraine nicht unterstützen.

        Prägnanter hätte Sie das, was ich oben schrieb, gar nicht bestätigen können.

        Danke!

      2. Sie haben völlig recht.

        „America first !“ – „Vive la France ! Vive la Repubique !“ oder „Slava Ukraini !“

        DAS sage mal einer bezogen auf Deutschland !

        Da wären sofort die „Nazi !“-Schreier auf der Straße und bei ARD und ZDF gäbe es „Extra“- und „Brennpunkt“-Sondersendungen …

        Und nebenbei: Wir versuchen ja, die ganze Welt zu retten oder zumindest zu „bekehren“ …

        1. @ H.K.

          Ich wäre ja schon zufrieden, würde man nicht ständig auch von einigen Foristen hier den Abgesang auf Deutschland hören und wie sch… hier doch alles sei.

          1. Ja, die Wahrheit ist manchmal grausam …

            Fragen Sie z.B. mal einen, wenigstens EINEN der Zehntausenden, die auch in diesem Jahr wieder ihre Jobs verlieren …

          2. Haben Sie schon einmal an der Supermarktkasse erlebt, wie eine alte Frau einen Becher Joghurt zurückgeben mußte, weil sie in ihrem Portemonnaie 20 Cents zuwenig hatte ?

          3. @ H.K.

            Ginge es danach, müssten US-Amerikaner oder Franzosen in Sack und Asche laufen, ihrem Land abschwören und eines schon mal gar nicht tun: ihren Nationalfeiertag mit Pomp und Gloria feiern.

          4. Im Internet-Meinungsmagazin „Tichys Einblick“ gibt es heute einen sehr interessanten Artikel über die zehn Prozent der Wahlberechtigten, die mit Bundeskanzler Merz noch zufrieden/sehr zufrieden sind („Merz-Fans: die Sperrminorität der Demokratie“) und welchen Schaden sie der Demokratie und Deutschland mit ihrem Denken und Verhalten zufügen. Man könnte verleitet sein anzunehmen, dass Sie auch so denken.

          5. @ Bert Robel

            Ihre Fokussierung und die von Tichys Einblicke auf Friedrich Merz in allen Ehren, aber was bringt das? Von mir aus tauschen wir den Kopf der Regierung gerne aus (wen hätten Sie denn gerne?) – und dann? Glauben Sie dass damit eine der dringend anstehenden Reformen schneller durch wäre?

          1. H.K. schrieb am 4. Oktober 2026 um 14:24 Uhr

            „America first !“ – „Vive la France ! Vive la Repubique !“

            Aber das haben Sie wahrscheinlich schon wieder vergessen.

    2. @Harald

      Sie fordern: „Und damit wird klar, wer Ziel einer solchen Ruck-Rede sein müsste: wir Deutsche. Uns allen gehört mal wieder kräftig der Kopf gewaschen. Und Reformen, Ärmel hochkrempeln eingefordert. Von allen!“

      Drollig, einfach nur (noch) drollig. Tut mir wirklich sehr leid, aber ernst nehmen, kann ich Ihre Forderung nicht (mehr). Sie (Ihre Forderung) könnte auch einer Ruckrede von Herrn Amthor auf einem Parteitag der CDU entspringen.

  8. „Hey, er ist unser Bundespräsident“

    Meiner ist er nicht! Und ich verwahre mich dagegen, daß Herr Steinmeier oder Foristen meinen, er müsste uns allen „den Kopf waschen“. Wer Gudrun Ensslin zur bedeutenden Deutschen macht oder Bürger, die ihr Wahlrecht wahrnehmen, als Vulgärdemokraten bezeichnet, hat auf meinem Kopf und auch in meinem Kopf nichts zu suchen. Und Präsidenten, die aus eigener Machtvollkommenheit glauben, sie müssten definieren, was die Demokratie ausmacht, graben selbst an dem Loch, in dem die Demokratie versenkt wird.

    1. Wer in einem solchen Amt zu kange Anzug-Hosen und -ärmel trägt und noch nicht einmal weiß, daß bei einem Zwei-Knopf-Einreiher NICHT beide Knöpfe geschlossen werden – aber ein gewisser junger Staatsminister im Kanzleramt schließt seinen Zweireiher ja auch damenseitig geknöpft …

  9. Also ich wäre auch für „Hape for President“ !

    Wäre sicher eine Portion Popcorn wert, wenn er The Donald mit Tschingderassassa empfängt …

    1. Nach diesem unsäglichen Präsidenten kommt hoffentlich der Spruch „schlimmer geht immer“ nicht zum Tragen!
      Da hilft wohl nur noch beten!

  10. Natürlich nicht!
    Die „Alternativlose“ hat es am Wochenende bei der letzten Lamettaverleihung gewagt, die gegenwärtige Misere dem deutschen Volk zuzuschanzen:
    „Sie können die allerbesten Politikerinnen, Politiker haben, wenn nicht die Menschen im Lande, die Bürger:innen genauso spüren, daß wir uns für diesen Staat, für diese Demokratie einsetzen müssen, dann werden wir es vielleicht nicht schaffen.“
    Was wollte und will sie schaffen? DDR 2.0?
    Diese“allerbeste“ Politikerin gehört nicht ins Bundeskanzleramt sondern zuerst einmal wegen ihrer „Corona-Politik“ vor Gericht.

    1. Man fragt sich angesichts der Zustände in diesem Land, wie durchgeknallt jemand sein muß, dieser Dame einen Orden nach dem anderen an die Brust zu tackern.

      Was bei denen, die sie tatsächlich im Bellevue sehen wollen, im Oberstübchen los ist, mag man sich besser nicht vorstellen …

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