Das Kubicki-Beben: Hat diese FDP doch noch eine Chance?

Es ist ein Bild selten erlebter Tristesse, das die einstige „Partei der Freiheit“ im Frühjahr 2026 abgibt. Wer das Hans-Dietrich-Genscher-Haus in Berlin-Mitte besucht, findet verwaiste Büros und eine gedrückte Stimmung. Seit die FDP bei der Bundestagswahl 2025 mit 4,33 Prozent krachend an der Sperrklausel scheiterte und dann jüngst in den Landtagswahlen fast überall zur Bedeutungslosigkeit schrumpfte, sind die Worte vom Überlebenskampf und dem Abgrund keine Übertreibung mehr.

Die FDP ist heute eine weitgehend außerparlamentarische Opposition (APO) – nur in sechs von 16 Bundesländern ist sie noch im Landtag vertreten.

Blasser Verwalter des Niedergangs

Lange Zeit wirkte Christian Dürr, der die Partei nach dem Desaster von 2025 übernahm, wie der sprichwörtliche Kapitän auf einer sinkenden Jolle. Seine Auftritte sind hölzern, seine Botschaften erreichten jenseits der sozialen Medien kaum noch das allgemeine Bewusstsein. Er galt als ein Mann des Übergangs, nun könnte er der Mann des Untergangs werden.

Dabei steckt Deutschland in schlimmen Krisen – einer Krise der Wirtschaft und einer Krise der Freiheit. Eigentlich jede Menge Ansatzpunkte, um eine scharfe, liberale Kante gegen die Merz-Regierung zu zeigen. Aber nichts passiert.

Doch gerade als man die Liberalen endgültig abschreiben wollte, steigt nun ein Phönix aus der Asche hervor: Wolfgang Kubicki, liberales Urgestein und das ewige Enfant terrible seiner Partei, verkündete ausgerechnet kurz vor Ostern die persönliche politische Auferstehung. Mit jungen 73 Jahren zwar keine Wundertüte mehr, aber viele Liberale sehen in dem kantigen Kopf aus dem hohen Norden eine unverwechselbare „Marke“ für die FDP, der sich am Rednerpult des Bundestages und in Fernsehtalkshows beeindruckend schlug und für Titelschlagzeilen sorgte.

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Kubicki verspricht eine FDP ohne „ideologischen Firlefanz“ und will seine Partei für jene Wähler wieder attraktiv machen, die aus Protest zur AfD abgewandert sind. Er ist der lautstarke Gegenentwurf zum überforderten Dürr – ein politisches Schwergewicht, das keine politische Rauferei scheut.

Mit Henning Höne, dem Chef der NRW-FDP, tritt auch ein Vertreter der jüngeren Generation an. Höne steht für einen sachlicheren, modern-liberalen Kurs. Er möchte die Partei programmatisch und personell modernisieren. Die FDP solle nicht zur One-Man-Show werden, argumentiert er. Aber wahrscheinlich braucht die FDP genau das jetzt.

Christian Lindner, der die FDP über ein Jahrzehnt lang prägte und 2021 in die Ampelregierung führte – ein gravierender Fehler –, hat abgewunken, als jetzt lautstark nach seiner Rückkehr gerufen wurde. Eine Rückkehr in die aktive Politik lehnt er strikt ab.

Und während alle auf die Kandidatenschau der FDP gucken, bleibt eine Frage weiter unbeantwortet:

Wofür braucht Deutschland diese Partei überhaupt noch?

 

Als profilloses Anhängsel und Mehrheitsbeschaffer für rot-grüne Traumtänzereien ganz sicher niemand.

Andererseits: In einer Zeit, in der staatliche Interventionen und hohe Steuern die TV-Debatten dominieren, wäre eine Stimme für Eigenverantwortung, Marktwirtschaft und Bürgerrechte notwendiger denn je.

Mit Kubickis Kandidatur hat die FDP zumindest erreicht, dass man in Deutschland wieder über sie spricht. Ob das reicht, werden wir sehen.

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Dieser Artikel wurde 52 mal kommentiert

  1. Sobiech Christoph Antworten

    Gut Witz, ist dieder Artikel ernstgemeint?
    Oh ich zweifle nicht das die FDP in den altmedien jetzt extrem hochgepusht wird in der stillen Hoffnung sie möge der AfD bei den Landtagswahlen paar Stimmen abnehmen und absolute Mehrheit zu verhindern so das der Einheitsblock weiter Regieren kann.
    Aber das hier, Zitat zu Kubicki:
    unverwechselbare „Marke“ für die FDP, der sich am Rednerpult des Bundestages und in Fernsehtalkshows beeindruckend schlug und für Titelschlagzeilen sorgte.
    ——
    Oh ja absolut niemand hat so sehr wie Kubicki gegen Gesetze gewettert und sie verdammt um dann bei Abstimmungen dafür zu Stimmen, perfekter FDP und Altpolitiker iwe er im Buche steht. Die Wirtschaftslieberale FDP gibts seit über 20 Jahren nicht mehr genausowenig wie eine konservative Union. Beide sind nur noch Müll nur das die FDP der Union um ca. 10 Jahre bei sterben voraus ist.

  2. S v B Antworten

    Kommt Kubickis Einfall nicht ein bisschen spät? Nicht gar zu spät? Noch vor wenigen Jahren hätte man, mit ihm an der Spitze, den erneuten Abstieg der Partei höchstwahrscheinlich verhindern können. Aber da hatte Kubicki offenbar Besseres zu tun. Intelligent wie der Mann nun einmal ist, hätte er, ach was, hat er das Desaster vermutlich längst vorausgesehen. Leider waren seine Entscheidungen bei Abstimmungen mitunter nicht verlässlich, ja erratisch. – Fast will es mir scheinen, als habe ihm der „kometenhafte“ Aufstieg des ebenfalls im Rentenalter befindlichen Friedrich Merz‘ (oder auch der Old Donalds?) imponiert, ja ihn dazu ermutigt, sich ebenfalls nochmal so richtig zu beweisen. Jawoll! Wenn es Kubicki denn wirklich gelänge, seine Partei nachhaltig zu reanimieren, so soll’s mir nur recht sein. Deutschlands Politik könnte deutlich mehr liberalen Einfluss brauchen – jetzt und in aller Zukunft.

  3. H.K. Antworten

    Eine Partei, die die „Ehe für Alle“, die Legalisierung von Cannabis und die Einhaltung der Schuldenbremse bei gleichzeitiger Superverschuldung und Sindervermögen ohne Ende zu verantworten hat, braucht kein Mensch.

    Und die Strack-Zimmermanns dieser Welt sollen in Brüssel lecker essen gehen – und ansonsten sich in die Rente zurückziehen.
    Kubicki soll lieber sein Leben genießen und segeln gehen.

    Chance gehabt, mehrfach, Chance vertan – nachhaltig.

    FDP – braucht kein Mensch ( mehr ).

    • Harald Antworten

      Was haben Sie gegen die Ehe für Alle? Wo oder wem bereitet die welche Probleme?

      • Klaus Kelle Antworten

        @Harald,

        mir!

        Es geht mir nicht um Homosexualität an sich, sondern um das Rechtsgut „Ehe“. Ob zwei Männer oder zwei Frauen, ob drei Transgender oder fünf Cis-Männer sich lieben oder zusammenleben, geht mich nichts an, den Staat nicht und die Kirche auch nicht.

        Aber die Banalisierung der traditionellen Ehe von Mann und Frau, das ist ein großes Problem für unsere Gesellschaft insgesamt.

        Denn der Grund, die Ehe gegenüber anderen Lebensgemeinschaften zu privilegieren, war für die Mütter und Väter des Grundgesetzes (Artikel 6) die Funktion der Familie als „Keimzelle der Gesellschaft“. Familien sichern durch Kinder den Fortbestand der staatlichen Gemeinschaft. Zwei Frauen oder zwei Männer oder drei oder vier können keine Kinder zeugen. fortpflanzung ist ausschlißlich möglich, wenn Eizelle und Samenzelle verschmelzen.

        Nur deshalb genießt die Ehe den Schutz unseres Grundgesetzes.

        Warum sollte das dann aber übertragen werden, zum Beispiel bei Steuervorteilen, auf Menschen, für die diese Voraussetzungn gar nicht bestehen?

        kk

        • Harald Antworten

          Lieber Klaus Kelle (und hiermit auch @H.K. und @gerd)

          Das Problem ist, dass Ehe nicht gleichbedeutend mit Kindern und Familie ist. Mehr als 20% aller traditionellen Ehen bleiben kinderlos. Umgekehrt leben über eine Millionen Kinder bei unverheirateten Paaren.

          Verheirateten kinderlosen Heterosexuellen räumt(e) man aber das Privileg der Ehe ein, die gegenüber der früheren eingetragenen Lebenspartnerschaft einige entscheidende rechtliche und auch steuerliche Vorteile hat. Umgekehrt hatten homosexuelle Partnerschaften mit Kindern (die meisten aus früheren heterosexuellen Beziehungen) gravierende rechtliche und steuerliche Nachteile. Zudem bedeuteten diese zwei Partnerschaftsrechtsformen (die übrigens nur zwei Menschen eingehen können exklusive der von @gerd genannten lächerlichen Fälle) eine nicht unerhebliche Komplexität.

          Die Ehe für Alle nivelliert das. Sie gibt es mittlerweile in vielen westlichen Staaten.

          Die Ehe ist ein Bund für das Leben, das Versprechen zweier Menschen, für einander einzustehen. Das ist meines Erachtens nach bereits die kleinste Keimzelle der Gesellschaft und das kann man durchaus steuerlich fördern.

          Wer zusätzlich Kinder und Familien fördern will, kann das tun. Was ja bereits passiert, unabhängig davon, ob man verheiratet ist oder nicht.

          Schaden tut die Ehe für Alle niemandem, aber sie beseitigt einige gravierende Nachteile und Ungerechtigkeiten.

          • Klaus Kelle

            Lieber @Harald,

            dass 20% der Ehen kindeerlos bleiben, heißt ja nicht, dass die andern 80% es wert sind, vom Staat privilegiert zu werden.

            Wir erklären ja auch nicht – entschuldign Sie den schrägen Vergleich – Mord zum Bagatelldelikt, weil es trotz Verbotes passiert. Der Gesetzgeber formuliert, was er für erstrebenswert und richtig hält.

            Ich persönlich würde auch eher mit naturgesetzlichen Regeln meines Glaubens (römisch-katholisch) argumentieren…

            kk

          • Harald

            Lieber Klaus Kelle,

            Mit Verlaub, aber Ihr Vergleich zu Mord ist mehr als nur „schräg“. Es ist ja wohl kein „Delikt“, kinderlos zu bleiben. Dennoch räumte man kinderlosen heterosexuellen Ehepaaren das Privileg der Ehe ein.

            Es geht schlicht und ergreifend um den Punkt, dass Ehe nicht gleichbedeutend mit Kinder und Familie ist, weder Garant noch Voraussetzung. Mit dem „Ja“ vor dem Standesamt ist ja nicht die Verpflichtung verknüpft, Kinder zu zeugen. Dann dürften ältere Paare gar nicht mehr heiraten.

            Ehe ist das Eingestehen zweier Personen, den Bund für’s Leben einzugehen, in guten wie in schlechten Zeiten. Das würdigt der Staat als kleinste gesellschaftliche Keimzelle, unabhängig von Kindern. Das kann man abschaffen, aber dann für alle und nicht hergehen und dieses Privileg nur heterosexuellen Paaren zugestehen, auch Älteren, die rein biologisch gar nicht mehr in der Lage sind, Kinder zu zeugen.

          • Klaus Kelle

            Das würdigt der Staat als kleinste gesellschaftliche Keimzelle, unabhängig von Kindern. Das kann man abschaffen, aber dann für alle und nicht hergehen und dieses Privileg nur heterosexuellen Paaren zugestehen, auch Älteren, die rein biologisch gar nicht mehr in der Lage sind, Kinder zu zeugen.

            Man macht Gesetze für alle und nicht für Ausnahmefälle, lieber @Harald

            Und frei nach Merkel 🙂 „Jetzt ist er nun mal da, der Artikel & GG“ (auch schräg, ich weiß…)

          • H.K.

            „ Das kann man abschaffen, aber dann für alle und nicht hergehen und dieses Privileg nur heterosexuellen Paaren zugestehen …“

            Da ist sie wieder, die Neiddebatte.

            Ich fürchte, Ihre Argumentation ist eher „schräg“ – oder auch „leicht verbohrt“ …

            😉

          • Harald

            @ H.K.

            Neiddebatte – das übliche Totschlägerargument.

            Wie wäre es mal gleiches Recht für alle!

          • H.K.

            Genau !

            Ich wüßte auch gerne, warum ich in einem Holzverschlag wohnen muß und mein Nachbar eine Villa mit riesigem Grundstück hat !

            DIE will ICH haben !

            Darüberhinaus bin ich auch dafür, daß endlich entweder ein Blinder oder ein Rolli-Fahrer Kommandeur des Wachbataillons wird !

            Und wieso sitzen eigentlich keine Kinder im Bundestag ?

            Mörder, Vergewaltiger und sonstige Schwerverbrecher scheinen mir auch eher deutlich unterrepräsentiert zu sein !

            Und im Präsidium sollte wenigstens EINE Drag Queen sitzen !

            Gleiches Recht für ALLE !

            👍👍

          • gerd

            „die übrigens nur zwei Menschen eingehen können exklusive der von @gerd genannten lächerlichen Fälle“

            Also stimmen Sie mit zu, dass ich z.B. meine Mutter oder meinen Großvater ehelichen könnte. Es gibt Menschen die sich als Nilgans-Küken oder Fuchswelpen definieren. Sind das dann auch exklusive Fälle?

          • Harald

            @ Klaus Kelle
            „Man macht GESETZE FÜR ALLE und nicht für Ausnahmefälle.“
            Sehen Sie, da sind wir uns dann ja einig. Darum gibt es die EHE FÜR ALLE!

            @ H.K.
            Wie so üblich bei derartigen Debatten verwechseln die Protagonisten gleiches Recht für alle mit sozialistischem gleichem Wohlstand für alle.

            @ gerd
            Die von Ihnen genannten Fälle sind generell bei Eheschließung ausgeschlossen. Aber ich weiß schon: Solche Details interessieren Sie nicht, wenn es darum geht, eine sachliche Diskussion ins Lächerliche zu ziehen, weil einem die Argumente ausgehen.

          • Klaus Kelle

            Sehen Sie, da sind wir uns dann ja einig. Darum gibt es die EHE FÜR ALLE!

            Genau. Sträflinge in der Knastzlle, alte alleinstehende Schwestern in einem Haus, Jahreshauptversammlung der Kanarienzüchter- alles Ehe jetzt. Wir sind ja so tolerant…

          • H.K.

            @ Harald

            „ Wie so üblich bei derartigen Debatten verwechseln die Protagonisten gleiches Recht für alle mit sozialistischem gleichem Wohlstand für alle.“

            Was hat „WOHLSTAND für Alle“ damit zu tun, daß in diesem Land u.a. auch Eltern vor Gericht dafür klagen, daß ihre TOCHTER – „gleiches Recht für ALLE !“ – im „Staats- und Domchor Berlin“, einem KNABEN-Chor, aufgenommen werden muß und dort singen darf ?

            Bedauerlicherweise sind diese toleranten, nach allen Seiten weltoffenen Eltern mit ihrer Klage gescheitert …

            Ich frage mich, warum nur ?!

            Wegen ihres WOHLSTANDES ??

          • gerd

            @Harald

            „Die von Ihnen genannten Fälle sind generell bei Eheschließung ausgeschlossen.“

            Ist das so? Dann können Sie den Begriff „Ehe für Alle“ gleich in die Tonne kloppen.

            „eine sachliche Diskussion ins Lächerliche zu ziehen, weil einem die Argumente ausgehen.“

            Das einzige Argument was im Fall der sog. „Ehe für Alle“ bei der Sache bleibt ist die Tatsache, dass diese eine moralisch, verkommene und verlogene Sackgasse ist.

          • H.K.

            Wieso ?

            Ist noch gar nicht lange her, da wollte ein Mann seinen Dackel heiraten.

            Weiß aber nicht, ob der schon „ja!“ gesagt hat.

          • Harald

            @ Klaus Kelle

            Tja, sehen Sie. Das gab es schon immer, auch vor der Ehe für Alle*. Auch damals wurde im Knast geheiratet, im Altenheim, sogar am Totenbett, auch „professionell“ durch Heiratsschwindler und „Schwarze Witwen“.

            So viel zum „heiligen Sakrament der Ehe“ 😉

            Nur das mit der „Jahreshauptversammlung der Kanarienzüchter“ (wäre Kaninchenzüchter nicht passender? 🤔🤭) ging damals wie auch heute nicht, es sei denn, es handelt sich um einen nicht eingetragenen Verein mit nur zwei Mitgliedern. Für den „eV“ braucht es mindestens 7 Mitglieder und heiraten dürfen immer nur zwei 😉

            *Heißt übrigens korrekt Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts.

          • Klaus Kelle

            Wie sagte doch Friedrich der Große 1740:

            „Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr aufsehen, das keine der andern abruch thue, den hier mus ein jeder nach seiner Façon Selich werden.“

          • H.K.

            Also, spätestens JETZT wäre es an der Zeit, seine Argumentationskette einer reiflichen Prüfung zu unterziehen.

            🤗

      • H.K. Antworten

        Jeder/ jede/ jedes soll leben und glücklich werden, wie er/ sie/ es will.

        Solange keine Kinder im Spiel sind ( nach Vorstellungen von Cohn-Bandit und anderen Grün*/-/:/_/•/Innen ) geht es auch den Staat nichts an.

        Aber das von Vielen belächelte oder auch verachtete „alte“ Modell von Vater, Mutter, Kind(ern) ist nun einmal das, worauf ein Staat und seine Gesellschaft aufgebaut waren – jahrtausendelang.

        Und es ist jeder Staat gut gefahren, dieses System besonders zu schützen und zu fördern.

        Warum andere Lebensformen die gleichen Privilegien erhalten sollen, erschließt sich mir nicht.

        Durch „Ehe für Alle“ ändert sich eine Gesellschaft fundamental und radikal – m.E. nicht zum Guten.

        „Niemandem wird dadurch etwas weggenommen“ sagte bereits Volker Kauder 2016 über die massenhafte Migration.

        Recht hatte er – wie wir jeden Tag sehen, hören oder selbst erleben.

      • gerd Antworten

        @Harald

        „Alle“ bedeutet, jeder Einzelne, bzw. die vollständige Anzahl oder Menge oder das Ganze. Wenn wir hier auch die Tierwelt mit einbeziehen, warum sollte man das anders sehen, kann jede Katze mit einem Hund eine Ehe eingehen. Oder jede Schnecke mit einem Maulwurf. Ich könnte meine Mutter heiraten oder meinen Großvater. Allein dieser Gedanke ist schon pervers. Pervers bezeichnet einen Zustand der abartig, widernatürlich oder moralisch verdorben ist. Das führt über kurz oder lang zu erheblichen Problemen.

        • S v B Antworten

          @gerd

          Sie haben recht. „Ehe für alle“ klingt allzu beliebig, impliziert fast schon eine gewisse Wahllosigkeit. – Nach dem Ruf „Freibier für alle“ hingegen dürften sich wohl weit weniger Ressentiments einstellen. 😉

          Aber im Ernst, auch mir fällt es nicht eben leicht, mich an eine doch recht tiefgreifende sozialpolitische Umstrukturierung unserer Gesellschaft wie die besagte zu gewöhnen. Doch für so manches, was dem einen oder anderen von uns heute noch Bauchgrimmen verursachen könnte, werden kommende Generationen bestenfalls noch ein müdes Lächeln übrig haben. Denn immer haben auch gesellschaftliche Veränderungen irgendwann Fuß gefasst, sich etabliert und sind schließlich Teil der Normalität geworden. Unsere Großeltern lebten noch in der ihren.

          • H.K.

            Spätestens, wenn in Deutschland die Sharia gilt, wird sich das alles wieder einpendeln.

            Insbesondere Muslime sollen da sehr tolerant und weltoffen sein.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Wikipedia: „Im europäischen Kulturraum wird die Ehe traditionell als dauerhafte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau verstanden, in der beide Verantwortung füreinander übernehmen.“

        Vom christlich-abendländischen Verständnis her ist die Verbindung von Mann und Frau als Lebensgemeinschaft mit dem Auftrag „wachset und mehret euch“
        definiert.
        Daß dieser „Auftrag“, der zum Erhalt der Gemeinschaft erforderlich ist, nicht von allen Paaren erfüllt wird, hat unterschiedliche Gründe: Unfruchtbarkeit, Krankheit, Angst vor Verantwortung, Egoismus.

        Die Aufweichung der Ehe, die vermeintliche Selbstbestimmung des Geschlechts, die Gender-Ideologie und der zunehmende Narzissmus werden unsere Gesellschaft eines Tages zerstören.
        Zur Zeit sieht es so aus, als ob das christliche Abendland dem Untergang geweiht ist und vom Islam übernommen wird.
        Die Geschichte hat genügend Beispiele für den Untergang von Hochkulturen parat.

        • H.K. Antworten

          Wenn wir wissen wollen, was auf uns zukommt: ein Blick nach Großbritannien, nach London, reicht.

          Da hat es der „Defender of the Faith“, das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, gleichzeitig „King of England“, zwar fertig gebracht, den Muslimen „Happy Ramadan“ zu wünschen, den Mitgliedern seiner eigenen Kirche, seines eigenen Volkes, aber kein einziges Wort zu Ostern, in der christlichen Kirche ein nicht ganz belangloses Fest, zu sagen.

          Die Empörung ist groß.

          Inzwischen mehren sich dort die Stimmen, die eine Abdankung des Königs fordern.

          Das könnte der Anfang vom Ende der Monarchie sein.

          • H.K.

            Da fehlte noch etwas:

            Dazu kommt die Ausweitung des „Rechts“ auf Abtreibung.

            Großbritannien steuert auf eine „Populationsumkehr“ zu: Die „Bio-Briten werden gezielt weniger, die „zugewanderten Facharbeiter“ immer mehr.

            Genau wie in Deutschland und in ganz Europa.

            Merkt das niemand ??

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Da soll Abtreibung bis zur Geburt erlaubt werden. Was für ein barbarisches Ziel in einem europäischen Land. Wo steht ein Thomas Morus auf, um den Machthabern in den Arm zu fallen?

  4. Johanes Antworten

    Eine „ Kubicki-FDP“ hat dann m.E. eine realistische Chance wenn sie die verbalen Samthandschuhe auszieht, ihre begangene politischen Fehler und Fehlgriffe unumwunden zugibt und Libertären Klartext spricht, dem dort wo sie noch in politischer Verantwortung steht stante pede Taten folgen.

    Natürlich gehört dazu auch ein direktes Schleifen der Brandmauer. Eine solche FDP könnte ihren Platz finden und der kompletten Auslöschung (noch) entgehen.

  5. Achim Koester Antworten

    Christian Lindner mag seine Fehler haben, aber als er seinerzeit den berühmten Ausspruch tat: „besser nicht regieren als schlecht“, ist die Mainstream Presse wie ein Wolfsrudel über ihn hergefallen und hat ihn regelrecht in die Ampel gedrängt. Das macht sie ihm in heuchlerischer Weise heute zum Vorwurf.
    Herrn Kubicki wünsche ich Erfolg, denn ohne die Liberalen fehlt ein wichtiges Element.

  6. Querdenker Antworten

    Die FDP ist für mich so veraltet wie eine Audiokassette. Beides passt nicht mehr in unsere Zeit und ist nur noch etwas für eine kleine Gruppe von Leuten. Ich hatte im Zeitalter der Audiokassetten die FDP gewählt, weil sie mal versprach die Sozialismus-Experimente der SPD zu stoppen und ein anderes Mal versprach die Spießigkeit der CDU/CSU zu mildern. Damals gab es nur zwei große Parteien, denen die FDP zur Mehrheit und zu einem politischen Mittelmaß verholfen hatte. Heute ist unser politisches System vollkommen anders gestrickt, wir haben vor der Brandmauer „unsere Demokratie“ und hinter diese Brandmauer sind moralisch fragwürdige Menschen, die unverschämter Weise auch noch selbstständig denken. Auf dieser Brandmauer kann man nicht sitzen bleiben, „unsere Demokratie“ wird das nicht tolerieren. Ich befürchte, die FDP wird sich auf die „unsere Demokratie“-Seite schlagen und bleibt damit im Lager der „Guten“ weiterhin ein Nischenprodukt. Aber auch die damaligen Großparteien sollten sich den Werdegang der FDP genau ansehe, denn eine große Partei liegt derzeit im Pflegeheim und die andere bereits neben der FDP im Hospiz.

    • H.K. Antworten

      „ Die FDP ist für mich so veraltet wie eine Audiokassette. Beides passt nicht mehr in unsere Zeit“

      Ich bin fast sicher, Sie haben auch noch irgendwo im Keller, auf dem Dachboden, in irgend einem Karton eine ganze Reihe von Musikkassettet, die mehr oder weniger gut erhalten sind und seit Jahren vor sich hinschlummern.

      Selbstverständlich kann man ( frau auch, es sowieso ) heute eigentlich alles und jedes Musikstück, genau wie Filme, „streamen“.

      Wozu braucht es noch „Kassettenspieler“ oder alte „Plattenspieler“ ?!

      Gerade letztere sind derzeit wieder deutlich auf dem Vormarsch.

      Ohne Frage sind gestreamte Musikstücke ( oder auch. Filme ) von immenser Klarheit und selbst alte Aufnahmen sind technisch auf den neuesten Stand gebracht.

      Aber eine alte Schellack- oder „Schallplatte“ klingt einfach anders. Vielleicht nicht so sauber und „makellos“ wie ein Streaming, aber eben „anders“, für mich „besser“.

      Nicht umsonst erstehen Plattenläden wieder auf und erzielen für alte, teils verstaubte Platten hohe Preise.

      Ich bin sicher, auch so manche alte „Musikkassette“ wird bald wieder hervorgekramt. Vielleicht nicht auf einem u.U. noch intakten „Walkman“ abgespielt, aber in einer alten, analogen „Stereo-Anlage“ …

      🤗

      Und vielleicht wird ja auch die FDP demnächst wieder aus der Versenkung auferstehen.

  7. Harald Antworten

    Politisch tendiere ich stark zu wirtschafts- und generell liberalen Positionen. Was aber ist politische und eher exklusive Profilierungsthema, hinter dem sich eine kritische Masse an Wählern versammeln könnte?

    Mal ein paar Ideen:
    – Radikale Steuerreform. Drei Stufen, nach dem alten Bierdeckelkonzept, dafür weg mit allen Steuerabschreibungsmöglichkeiten.
    – Grundlegende Reform der Rentenversicherung nach schwedischem Vorbild. Ziel muss sein, die Rentenversicherung innerhalb einer Arbeitnehmergeneration auf 70% Eigenvorsorge umzustellen mit nur noch 30% Umlagefinanzierung für eine Grundsicherung.
    – Reform des Gesundheitswesens. Nur noch eine Bürgerversicherung für alle, die ein Grundabsicherung ernster Erkrankungen absichert. Alles andere muss privat zusatzversichert werden.
    – Deutschland wieder als international anerkannten diplomatischen Vermittler profilieren.
    – Konsequenter Ausbau des Stromnetzes mit Ladesäulen in jeder Straße für bidirektionales Laden und Batteriespeichern in Häusern und/oder größere Speicheranlagen für jede Kleinstadt. Gerade diese Punkt dürfte angesichts der aktuellen Benzinpreisexplosion für viele interessant sein. Die Zulassungszahlen für E-Autos schoss in diesem März nach oben, und da sind die Folgen des Irankonflikts noch nicht berücksichtigt.

    • H.K. Antworten

      Das mit der Krankenversicherung und dem Unsinn einer einzigen Krankenversicherung ist bei Ihnen noch nicht angekommen.

      Außer der Tatsache, daß viele Krankenhäuser sich ohne deutlich mehr einbringende Privatpatienten viele Geräte und jede Menge Forschung gar nicht mehr leisten könnten, müßte im Grunde jeder Arzt und jedes Krankenhaus deutlich mehr Patienten behandeln, um die gleichen Einnahmen zu generieren.

      Ich hatte es an anderer Stelle schon einmal gesagt: Wenn auf der Autobahn die linke Spur abgeschafft wird, grenzt es an Realitätsverweigerung, zu glauben, auf dem einzig verbleibenden Fahrstreifen würde es schneller vorwärts gehen.

      Genauso unsinnig ist die Forderung, ausnahmslos ALLE sollten in die gleiche Rentenversicherung einzahlen.

      Leider vergessen Sozialisten und Kommunisten dabei gerne, daß zwar die Einnahmen durch mehr Beitragszahler steigen, dann aber auch deutlich mehr Einzahler entsprechende Auszahlungen fordern.

      Schlichtes 1×1.

      Aber da Linke und Grün*/-/:/_/•/Innen eh noch nie mit Geld umgehen konnten, wundern derartige Forderungen nicht wirklich.

      • Harald Antworten

        Lassen Sie mich zusammenfassen. Das Gesundheitssystem über die GKV trägt sich nicht alleine sondern muss über die PKV querfinanziert werden.

        Finde Fehler Nummer 1. Ich helfe gerne: Wenn das stimmte, müsste die GKV reformiert werden, dass sie sich selber trägt anstatt sie über ein anderes System querzufinanzieren.

        Und dann erklären Sie doch bitte, warum das deutsche System mit zwei vollwertigen von einander getrennten Versicherungssäulen weltweit nahezu einmalig ist während es in anderen vergleichbaren Ländern eine allgemeine Grundversicherung für alle gibt und hier privat nur zusatzversichert werden kann.

        Gleiches gilt übrigens auch für die Rentenversicherung.

        Oder gilt in anderen Ländern ein anderes Einmaleins?

        • H.K. Antworten

          Wievielen gesetzlich Krankenversicherten würde es BESSER gehen, wieviele gesetzlich Krankenversicherte würden schneller einen Termin bekommen oder besser behandelt, wenn die privaten Kassen abgeschafft würden ?

          Wieviele Patienten müßten in Krankenhäusernnund von Ärzten allgemein zusätzlich behandelt werden, um die gleichen Einnahmen zu erwirtschaften ?

          Ich habe nun wiederholt versucht, es Ihnen sowohl argumentativ als auch bildlich darzustellen.

          Trotzdem gehen Sie auf kein einziges Argument oder Bild ein.

          Ich fürchte, Sie wollen es einfach nicht verstehen.

          Das Ganze ist eine einzige ideologiegeprägte Debatte, ähnlich wie „Tax the Rich“. Würde man allen Milliardären ihr komplettes Vermögen wegnehmen und es für was auchmimmer verwenden, in einem Jahr stünden wir vor der gleichen Situation und hätten wieder zu wenig Geld.

          Wir haben kein Einnahme-Problem, wir haben ein Ausgaben-Problem.

          Und bei den Krankenkassen ist Ihre Frage, ob das System sich nicht selbst ragen könne, sicher nur rhetorisch gemeint.

          Daß es nicht klappt, sollte auch dem Optimistischsten klar geworden sein.

          Der Vergleich mit anderen Ländern hinkt nicht nur, er rumpelt im Rollstuhl.

          Hierzulande werden Abermilliarden aus den jeweiligen Kassen völlig zweckentfremdet Jahr für Jahr und ohne jeglichen Aufschrei von wem auch immer versicherungsfremd verpulvert.

          Da sollte angesetzt werden, ebenso wie beim Abrechnungssystem für gesetztlich Krankenversicherte. Das ist nämlich mehr als abenteuerlich.

          • H.K.

            Im Übrigen:

            In den privaten Krankenkassen wird für JEDES Mitglied ein Beitrag erhoben.

            In den gesetzlichen sind nicht nur bisher alle nicht brufstätigen Ehepartner, sondern auch alle Kinder bis zum Ende ihrer Ausbildung kostenfrei mitgersichert.

            Darüberhinaus werden aufgrund der Sozialversicherungsabkommen Deutschlands mit unzähligen Ländern alle möglichen Verwandten, die auch nur im Entferntesten zu einem hierzulande sozialversicherten Menschen gehören, gesundheitsmäßig MITVERSICHERT.

            Ob das vielleicht auch ein Grund sein könnte, daß die GKV auf dem Zahnfleisch humpelt ?

            Aber all das würde sicher durch die Abschaffung der PKV beendet …

          • Johannes

            @H.K.

            Die Gesamtrückstellungen der PKV stiegen von ca. 314 Milliarden Euro (2022) auf über 328 Milliarden Euro (2023).

            EXAKT dies ist der politische. Hintergrund alle politischer Verfechter von einer Bürgerversicherung. Die sofortige Sanierung der maroden GKV mittels Enteignung.

            Etwa so wie die Demokratie von „UnserenDemokraten“gestohlen wurde.

          • H.K.

            Auch dieser Betrag wäre in einem Jahr verfrühstückt.

            Die PKVen haben die Verfassungsklage gegen diesen Schritt ihrer Abschaffung und Enteignung seit Jahren fix und fertig in der Schublade, u.a., weil Sozialisten und Kommunisten nur mit fremdem Geld „umgehen“ können und sämtlichen Argumenten nicht zugänglich sind.

            Zudem kann niemand die Frage beantworten, wievielen gesetzlich Versicherten es danach auch nur einen Deut besser ginge.

          • Harald

            Ich bin doch auf Ihre Punkt eingegangen.

            Wenn es stimmen sollte, dass das Gesundheitssystem aktuell nur Dank der Privatversicherten am Laufen gehalten werden kann während die gesetzlich Versicherten „Schmarotzer“ sind, dann stimmt was mit dem System nicht!

            Ich sage auch mitnichten, dass es gesetzlich Versicherten besser ginge, wenn alle einzahlten. Im Gegenteil. Es müssten eine Reihe an grundsätzlichen GKV-Leistungen wie versicherungsfremde Leistungen (z.B. kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern) auf den Prüfstein, so wie es in der PKV der Fall ist.

            Es ist ein kapitaler Konstruktionsfehler, zwei parallele, vollständig komplementäre Systeme zu haben, bei denen das eine System aber nur einer bestimmte Gruppe zugänglich ist, und das auch noch in einem Bereich, der Pflicht ist (Gesundheitsversicherung). Gleiches gilt für Rente und Pension. Beides ist in Deutschland geradezu einmalig und gibt es so in anderen Ländern nicht!

            Man stelle sich vor, Wohlhabende könnten ab einem Einkommen von 78.000€ p.a. in ein paralleles Einkommensteuersystem wechseln.

          • H.K.

            1. „ Wenn es stimmen sollte, dass das Gesundheitssystem aktuell nur Dank der Privatversicherten am Laufen gehalten werden kann während die gesetzlich Versicherten „Schmarotzer“ sind, dann stimmt was mit dem System nicht!“

            WANN und WO bitte habe ich auch nur ANDEUTUNGSWEISE etwas Derartiges von mir gegeben ?

            Ich sage es gern noch einmal:

            Bitte interpretieren Sie nichts in meine Aussagen hinein und versuchen das dann als von mir stammend zu verkaufen !

            2. „ Es müssten eine Reihe an grundsätzlichen GKV-Leistungen wie versicherungsfremde Leistungen (z.B. kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern) auf den Prüfstein, so wie es in der PKV der Fall ist.“

            Wenn Sie die PKV schon als Vorbild für die GKVen nehmen, warum bitte wollen Sie dann die PKV abschaffen ?

            3. „ Ich bin doch auf Ihre Punkt eingegangen.“

            Ja ? WO und WANN bitte !

            Ich habe von Ihnen zumindest kein Wort zur Verengung der Fahrstreifen auf der Autobahn gelesen. Gerade hierbei wird doch deutlich, wie wenig schlüssig die Forderung nach der Abschaffung der PKV ist.

            Sollte ich da etwas überlesen haben ?

          • S v B

            @H.K.

            Da Sie sich auszukennen scheinen mit dem deutschen Krankenkassen-System, möchte ich Sie fragen, ob es stimmt, dass die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKs) durch die anderen gesetzlichen Krankenkassen (wie TKK, BEK, DAK u.a. m.) zumindest mitfinanziert werden. Dies habe ich vor vielen Jahren von einem Bekannten so vernommen, aber leider vergessen, seine Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Wenn dies so stimmen sollte, wären die finanziellen Auswirkungen auf die gesetzlichen Krankenkassen nicht eben unerheblich, to say the least. Oder?

          • H.K.

            Grundsätzlich bieten alle GKVen mehr oder weniger die gleichen Leistungen an, haben aber durchaus unterschiedliche „Bonusprogramme“ u.ä.

            Ja, es gibt Ausgleichszahlungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen.

            Im Rahmen des „Risikostrukturausgleichs“ werden Kosten von Kassen mit vielen Kranken, Alten, Pflegebedürftigen gegenüber Kassen mit vielen Jungen und Gesunden ausgeglichen.

            Wer aber wieviel von wem und wann erhält, entzieht sich meiner Kenntnis.

            Aber unter „Risikostrukturausgleich“ findet sich bei Dr. Google sicher jede Menge.

          • Harald

            @ H.K.

            Wenn Sie es nur in Ihren Metaphern verstehen, bitte sehr:

            Ich bin für die Abschaffung des derzeitigen dualen Systems, sprich Abschaffung beider, nicht nur der PKV sondern auch der GKV, hin zu einer neuen Gesundheitsversicherung für alle.

            Übertragen auf Ihr reichlich unpassendes Autobahnbeispiel würde dies bedeuten freie Fahrt für alle auf beiden Fahrspuren während aktuell auf der linken Spur nur PKWs der Oberklasse fahren dürfen.

            Und bevor Sie jetzt wieder mit der Neiddebatte anfangen, sage ich nur: Obacht! Ich fahre selber so ein Oberklassefahrzeug und hätte auf Grund meines Einkommens schon vor bald drei Jahrzehnten in die PKV wechseln können.

          • H.K.

            Na, dann hoffe ich mal, daß Sie in diesen drei Jahrzehnten nie ernsthaft krank oder verletzt waren oder operiert werden mußten.

            Und bei Ihrem Vorhaben, nicht nur das KOMPLETTE Gesundheitsversicherungswesen abzuschaffen, sondern insgesamt neu aufzustellen und sich nicht nur mit ein paar Millionen privat Versicherten, sondern obendrein mit sämtlichen Beamten sowie ALLEN Abgeordnet*/-/:/_/•/Innen anzulegen, dazu mit dem Bundesverfassungsgericht, wünsche ich viel Spaß und Erfolg !

            ( Gut gemeinter Rat: vielleicht sollten Sie etwas in Angriff nehmen, bei dem Sie sich auskennen und nicht gleich mindestens die halbe Republik, die gesamte Bundespolitik und das oberste deutsche Gericht beschäftigen … )

            😉

          • Harald

            @ H.K.

            Eine Bürgergesundheitsversicherung für alle wurde ja schon wiederholt gefordert und ist ja nun wahrlich keine „rocket science“, siehe nahezu alle anderen westlichen Staaten. Sie haben mir immer noch nicht erklärt, warum was in anderen Staaten wunderbar funktioniert in Deutschland nicht klappen sollte.

            Wobei, ungewollt haben Sie es indirekt schon eingeräumt: „…sondern obendrein mit sämtlichen Beamten sowie ALLEN Abgeordnet*/-/:/_/•/Innen anzulegen,…“.

            Willst Du den Sumpf trocken legen, solltest Du nicht die Kröten fragen, schon gar nicht die dicksten.

            😉

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Man könnte über eine Krankenversicherung nachdenken, die eine Art Grundversicherung im medizinischen Bereich darstellte. Dazu müsste es die Möglichkeit geben, diese Grundversicherung individuell und nach persönlicher Kassenlage aufzustocken.

  8. H.K. Antworten

    Zurück zur FDP:

    Ich war zugegebenermaßen einmal Fan dieser Partei, und sei es nur im Rahmen der damaligen „Zweitstimmenkampagne“.

    Unter Christian Lindner wurde die FDP mehr oder weniger zur „One-Man-Show“.

    Christian Dürr bleibt zumindest mir wesentlich aufgrund seiner verunglückten Lanz-Auftritte im Kopf.

    Zu Frau Strack-Zimmermann und ihren Tiraden sage ich lieber nichts – sonst flattert morgen eine ihrer unzähligen Anzeigen ins Haus, mit denen die Dame unsere Justiz traktiert.
    Aber immerhin tritt sie nicht als Kandidatende für den Vorsitz an.

    Ob Wolfgang Kubicki Parteichef kann, bleibt abzuwarten.

    Positiv ist in jedem Fall seine deutliche Kritik an der Regierung, sowohl an der alten als auch an der aktuellen.

  9. H.K. Antworten

    Nach der Meldung in den Medien, daß „Frau“ Marla-Svenja Liebich in Tschechien festgenommen wurde, kommt einem selbstverständlich sofort das „Selbstbestimmungsgesetz“ in den Kopf, nach dem selbst Männer mit ausgeprägtem Schnurr- oder sogar Rübezahlrauschebart ihr Geschlecht von „Mann“ auf “Frau“ oder“ was auch immer“ ändern können, in den Sinn.

    Damit verbunden ist unweigerlich die Frage, WER dieses – logische und geradezu zwangsläufige – Gesetz im „besten Deutschland, das wir jemals hatten“, durchgesetzt hat.

    Dabei taucht unweigerlich der Name „Marco Buschmann“ auf.
    Der war seineszeichens nicht nur Bundesminister der Justiz, sondern wurde eben von der „Freien Demokratischen Partei“ in dieses Amt befördert.

    „Besser nicht regieren, als falsch regieren“ wäre hier wohl eher angebracht gewesen.

    Also: FDP ?

    Nö.
    Kann weg.

    Aber vielleicht fällt jemandem/ jemander/ jemandes noch etwas Positives über die „Freien“ „Demokraten“ ein …

    • Günther M. Antworten

      Hat sich Herr Kubicki nicht nach seinem Abitur als Freiwilliger (SaZ) bei der Luftwaffe beworben?
      Ist aber kurz danach für ein Mädel entflammt?
      Hat sich deshalb von einem befreundeten Apothekersohn ein Mittel besorgt, das Herzrhythmusstörungen hervorruft?
      Ist so einer Einberufung entgangen?
      So seine Angaben bei „Inas Nacht“?
      Der Zeitpunkt ist mir entfallen.
      Sachdienliche Hinweise sind willkommen.

      • H.K. Antworten

        Wer „Wolfgang Kubicki Wehrdienst“ bei Dr Google eingibt, wird sofort fündig – ( nicht nur ) KI sei Dank …

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