Die CDU wird sterben, wenn sie die „Brandmauer“ zur AfD nicht jetzt niederreißt

„Wo bleibt die Handschrift unserer Union in den Verhandlungen“, schreiben CDU und Junge Union Köln gerade in einem Brandbrief an ihren Kanzlerkandidaten und die Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Und weiter:

„Wir waren es, die bei Schnee und Minusgraden im Winterwahlkampf an den Ständen standen, Plakate geklebt, Haustürwahlkampf gemacht und Menschen überzeugt haben. Wir haben in einer linksdominierten Stadt wie Köln für konservative Werte gekämpft – für Ordnung, wirtschaftliche Vernunft, Migrationskontrolle und Sicherheit. Und vor allem: Wir haben Sie, dass Sie für Klarheit Friedrich Merz, verteidigt, weil wir daran geglaubt haben, dass Sie für Klarheit stehen, nicht für opportunistische Deals.“

Ja, daran haben viele geglaubt, die bei der Bundestagswahl, oft mit geballter Faust in der Hosentasche, noch einmal im Wahllokal ihre Kreuze bei der CDU gesetzt haben. Und für viele wird es das letzte Mal gewesen sein.

Nicht wenige haben gewarnt, dass es keine Politikwende geben kann, wenn SPD und Grüne mit am zukünftigen Kabinettstisch sitzen. Ich selbst habe gehofft, dass eine Pistorius-SPD nach der schlimmsten Wahlschlappe in der Geschichte der Bundesrepublik zur Besinnung kommen wird. Aber ich habe mich geirrt.

Obwohl die geschrumpften Milieus der traditionsreichen einstigen Partei der Arbeiter und kleinen Leute doch genau das hautnah erleben, was seit Jahren in diesem Land furchtbar schief läuft. Die Gewalt auf den Straßen, die Kinder, die auf Schulhöfen von den Kindern unserer Gäste „abgezogen“ werden. Manche Eltern zahlen Schutzgeld für ihre Kinder auf Schulhöfen, las ich vor ein paar Tagen. Im Bekanntenkreis erzählen sie mir von ihren 15-jährigen Kindern, die von tschetschenischen Schulhofgangs bedroht werden, nicht bei der Polizei eine Aussage zu machen, denn sonst…

Dieses Deutschland ist nicht wiederzuerkennen

Mein Land, unser Land, das so viele von uns immer noch lieben. Trotz allem. In dem man sich festhält am kleinen alltäglichen Glück, wo man mit Nachbarn am Grill im Garten sitzt, im Fußballstadion der eigenen Mannschaft zujubelt, beim Schützenfest mit dem Holzgewehr durch die Straßen marschiert in der Sonne.

Aber es ist alles eine Illusion

Wer wohlhabend oder sogar reich ist, sucht sich ein Land, in das man im Fall der Fälle abhauen kann. Die Schweiz soll sehr beliebt sein in diesen Kreisen, Ungarn auch. Für mich sind die USA Zeit meines Lebens der große Sehnsuchtsort. Aber weiß ich, ob ich als Deutscher bei der nächsten Einreise nicht in Abschiebehaft komme, weil ich vor 14 Jahren mal einen Strafzettel nicht bezahlt habe dort?

Es ist zutiefst deprimierend, was derzeit auf der Welt, aber ganz besonders in Deutschland passiert. Und was das Schlimmste ist: Es wäre immer noch aufzuhalten, es könnte immer noch alles gut werden. Friedrich Merz hat es in der Hand, CDU und CSU haben es in der Hand. Wenn Sie den Mut hätten, das Richtige zu tun. Wenn Sie die von Anfang an groteske Brandmauer niederreißen und das machen, was eine Mehrheit der Bevölkerung will.

Eine konsequente Politikwende wäre ab Montag möglich

Mit der AfD. Und nur mit der AfD.

Friedrich Merz hat versprochen, wenn er CDU-Chef wird, werde er die rechte Konkurrenz halbieren. Tatsächlich hat sich die AfD in seiner Amtszeit verdoppelt – Tendenz steigend. In der ganz aktuellen INSA-Umfrage liegen Union und AfD mit 24 zu 24 Prozent auf Augenhöhe. Und wenn sich Merz und seine Verhandlungs-Teams weiter so am Nasenring durch die Berliner Manege führen lassen wie in den vergangenen Wochen, dann leiten sie damit die Marginalisierung der CDU als einstige Volkspartei der Mitte ein. Die CDU wird sterben, wenn sie nicht jetzt die Reißleine zieht.

Das muss übrigens im ersten Schritt gar keine Regierungskoalition mit der AfD bedeuten.
Aber redet endlich miteinander! Was geht und was nicht. Und gebt der AfD endlich die Rechte, die ihr in einem demokratischen Staat zustehen! Einen Platz im Bundestagspräsidium als größte Oppositionspartei. Die Vorsitze in den Fachausschüssen, die ihr zustehen. Die Finanzierung der Desiderius-Erasmus-Stiftung. Das ist Demokratie, und es ist eine Schande, wie man die politischen Repräsentanten von inzwischen über zehn Millionen Bürgern seit Jahren behandelt.

Redet miteinander, und leitet die dringend notwendigen Veränderungen ein. Bei der Migration, bei der Sicherheit, in der Wirtschaftspolitik. Antrag einbringen, abstimmen und umsetzen, was beschlossen ist. So einfach könnte das sein. Über die anderen Themen, reden wir anschließend…

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Dieser Artikel wurde 27 mal kommentiert

  1. Frank Schubert Antworten

    Ich fürchte, dass dieser Appell verpuffen wird, je weiter oben in der CDU-Hierarchie es sich um Einfluß, Posten und finanzielle Mitnahme dreht. Das wäre auch das Ende von Merz . Ob die CDU-Basis in dieser Hierarchie durchdringen könnte, um Veränderungen zu erreichen, vermag ich nicht zu beurteilen. Ein Mitgliedervotum zum Koaltionsvertrag wird ja wohl abgelehnt . Anderswo las ich, dass die CDU-Basis am politischen „Stockholm-Syndrom“ gegenüber der Parteiführung leiden würde.

  2. H.K. Antworten

    Na endlich !

    „Was lange währt, wird endlich gut !“ ?

    Schauen wir mal …

    Wenn die Union und der mit Abstand schlechteste Vorsitzende und Kanzlerkandidatende sich nicht UMGEHEND aus dieser Brandmauer, der besten Idee seit dem Rad, in die sie sich selbst und ohne JEGLICHE Not, freiwillig, absichtlich, ja vorsätzlich, hineinbegeben hat, lösen, war es das.

    Und ich sehe noch immer den dritten Wahlgang bei der Kanzlerwahl vor mir, in dem nur die einfache Mehrheit notwendig ist – und Rot und Grün und Mauerschützenpartei ihren eigenen Kandidaten zum Regierungschef wählen – und der heißt NICHT Friedrich Merz.

    Ich fürchte nur, der „begnadete Pokerspieler“, der beste seit 007, begreift es einfach nicht.

    So, wie „Mutti“ noch immer nicht begriffen hat, was sie und IHRE CDU in diesem Land angerichtet haben.

    Hoffen wir, daß von der Union nicht am Ende nur die „0,0“ bleibt …

  3. GJ Antworten

    Mir fehlt der Glaube, daß die Union die Kraft und den Mut aufbringt, sich von der Brandmauer zu befreien. Die links-grünen gewaltbereiten „Aktivist*innen würden einen Terror gegen alles, was nach CDU aussieht inklusive Mann, Maus, Auto, soziales Umfeld und Haus veranstalten. Das hat die Antifa & Co. lange genug auf Steuerzahlerkosten eingeübt. Die politisch Verantwortlichen müßten konsequent -auch – auf den Kampf gegen linksextremistisch und politischen Islam umschwingen, inkl. Polizei, Justiz & Journalie. Die Fördergelder für linksideologische Kanäle müßten gestrichen werden. Halten Sie das für realisierbar?

    • H.K. Antworten

      Die Mehrheit der Bevölkerung will ganz offensichtlich eine schwarz-blaue Politikausrichtung ( oder auch eine blau-schwarze ).

      Die Polizei, Rettungsdienste & Co haben die Schnauze voll davon, permanent angegriffen und als Sparringspartner mißbraucht zu werden.

      In diesem Land macht inzwischen jeder, was er will.

      Die Justiz ist z.T. links-grün-68-unterwandert, aber bei entsprechender Gesetzgebung würde sie, wenn auch zunächst widerwillig, mitziehen.

      Wenn der politische Wille da ist, wäre eine Umkehr möglich.

      Nur: mit dieser CDU, mit Grünen, Roten und Mauerschützenpartei ist das undenkbar.

      Und die CDU scheint das noch immer nicht zu begreifen ( oder nicht begreifen zu wollen ).

      Dummerweise hat die Union den einzig möglichen Partner, mit dem eine Umkehr möglich wäre, dazu gebracht, daß man dort zwar „die Hand ausgestreckt“ hat – zur Union, nicht aber zu Friedrich Merz.

      Eine Lösung im Sinne dieses Landes wird es nur OHNE diesen Parteioberen geben.

      Er hat es verkackt. Aber gründlich.

      Merz muß weg.

      • GJ Antworten

        Innerhalb der Polizei wurde und wird ein diffuses Mißtrauen geschürt. Überall lauert Rassismusverdacht oder Queerfeindlichkeitsvorwürfe. Unter Frau Faeser wurde die Beweislast umgedreht. Wer offen kritisiert ist ratzfatz auf der Disziliste. Maulkorb und Frust wo man hinschaut.

        • H.K. Antworten

          Bei der Bundeswehr genauso.

          Früher ( … ) waren alle Soldaten „Mörder“.

          Heute sind sie ( fast ) alle „Nazis“ …

  4. Markus Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,
    Danke für diesen Text.
    Ich fürchte nur, dass Ihr Appell verhallen wird und ihre Überschrift nur bis zum Komma richtig ist. An innerparteilichem Widerstand gegen den Merz-Kurs haben wir bisher:

    – einen ausgetretenen Stadtverband, den bisher niemand kannte
    – einen Brandbrief der Kölner Parteijugend
    – und einen Abgeordneten, der für das Schuldenpaket stimmte und sich hinterher dafür entschuldigte
    -ein CDU-Vordenker, der ein bisschen über den Parteiaustritt nachdenkt

    Kann sich noch jemand an die Initiative „Linkstrend Stoppen“ erinnern? Könnte so 2010 gewesen sein. Was hat diese Aktion am Merkelkurs geändert? Genau nichts oder? Gab es eine prominente CDU-Stimme, die das beeindruckt hat? Und gab es einen Aufschrei an der Basis, dass so mit ihr umgegangen wird? Ich kenne das Binnenleben dieser Partei nicht. Meine Vermutung ist aber, dass es die Intervention einer einflussreichen Person aus Vorstand/ Fraktion/Landesverbände bräuchte um Merz zu stoppen. Aber wer soll das sein? Linnemann, Frei, Klöckner? Letztere ist schon mit einem Posten versorgt und für die beiden Herren rückt ein Ministeramt/Fraktionsvorsitz in greifbare Nähe. Die Zeiten, in denen die CSU aus Hintersonstwaskreuth der Schwesterpartei auf die Nerven ging, sind spätestens mit Seehofer zu Ende gegangen. Nein, ich mache mir da keine Illusionen.
    Mein Mitleid mit CDU-Mitgliedern und Wählern hält sich auch in Grenzen. Was haben die sich denn erwartet von Friedrich Merz, der seine Partei schon Monate vor der Wahl eingebrandmauert hatte. Von Friedrich Merz, der sich schon 2021 für das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen hat. Von Friedrich Merz, der Ungeimpften den Zugang zum Arbeitsplatz verweigern wollte? Wer die CDU führen will, muss keine konservativen Werte vertreten. Es reicht wenn er ein schwarzes Parteibuch hat. Das hat sich die Union bei der EKD abgeschaut, wo es kein Problem ist Grundwerte des Christentums zu verraten, solange man einen Talar anhat.

    Viele Grüße

  5. gerd Antworten

    Alle folgenden Sätze stammen von F. Merz:

    »Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass die AfD in 16 Landtagen sitzt und mit 12,6 Prozent im Bundestag. Ich jedenfalls nehme das nicht hin. Und ich trau‘ mir zu, das zu ändern.« (30.11.2018)

    »Es muss eine ganz klare und messerscharfe Abgrenzung zum politischen Extremismus geben, je unaufgeregter man mit diesen Leuten in den Parlamenten umgeht, desto schneller werden sich ihre Wahlerfolge auch wieder reduzieren.«
    (6.7.2019)

    »Vergessen Sie’s! Wir arbeiten nicht mit einer Partei zusammen, die in ihren Reihen Neonazis und Rechtsradikale nicht nur duldet, sondern sogar fördert. Punkt.«
    (30.11.2019)

    »Eine Zusammenarbeit mit einer solchen Partei, die rechtsradikale Neonazis in ihren Reihen nicht nur duldet, sondern aktiv fördert, kommt für die Christlich Demokratische Union nicht infrage.« (7.12.2019)

    »Die CDU würde ihre Seele verkaufen, wenn sie mit dieser Partei zusammenarbeiten würde« (25.9.23)

    »Das ist eine Partei, die steht nicht für eine Alternative für Deutschland . Sondern diese Partei steht für den Abstieg von Deutschland« (14.2.24)

    »Ich wiederhole es hier zum Mitschreiben. Eine Zusammenarbeit unter meiner Führung wird es mit der CDU in Deutschland nicht geben« (24.1.25)

    Ich fasse mal zusammen: Merz wird kein Bundeskanzler.

    • Tina Hansen Antworten

      „Wir werden Friedrich Merz nicht retten.“ (Namentlich nicht genannte Quelle aus der AFD-Bundestagsfraktion, zitiert nach Tichys Einblick, diese Woche)

      • S v B Antworten

        @Tina Hansen

        Kann ich sehr gut verstehen. Merz hat die Sache mehr als ausgereizt. Irgendwann darf, nein muss, man auch als Partei einen Schlussstrich ziehen. Sonst leidet letztlich die eigene Glaubwürdigkeit. Ein Quantum an Stolz darf, ja sollte, auch eine über Jahre pausenlos zu Unrecht verunglimpfte, bei jeder sich bietenden Gelegenheit gedemütigte Partei nicht verlieren. Bisher also alles richtig gemacht, AfD. Früher oder später wird Euer Verhalten wohl vom Wähler honoriert werden. Was Merz‘ Agieren angeht, drängt sich allmählich die bange Frage auf „War es nun Starrsinn oder Dummheit?“ Beide für den Lenker einer (bis unlängst noch) viel bewunderten, gerade wirtschaftlich überaus erfolgreichen europäischen Nation denkbar ungünstige Zuschreibungen.

    • S v B Antworten

      @gerd

      Sind Sie’s wirklich? Falls ja – welcome back!

      Dass er mit der AfD nie-nie-niemals zusammenarbeiten werde, dürfte die aller-einzige Zusage sein, die Friedrich Merz im Zusammenhang mit seinen Kanzlerambitionen zu 100 Prozent einhalten wird. Alle anderen sind schon seit Wochen nicht mal mehr wahr.

      Wenn’s letztlich so kommen sollte wie von H.K. als – durchaus noch mögliches – Horror-Szenario dargestellt (eine komplett rot-grüne Regierung), ist Deutschland total verloren. Na ja, mit Schwarz-Rot sähe es sooo viel besser wohl auch nicht gerade aus. Was für ein politisches Fiasko!

      • Tina Hansen Antworten

        Wenn es zu dieser ultralinken Regierung kommen sollte, gewinnt die AFD 2029 die Bundestagswahl mit absoluter Mehrheit.

        • H.K. Antworten

          Nein.

          Bis dahin hätten die „demokratischen Parteien“ einen Weg gefunden, sie entweder zu verbieten und nicht mehr zur Wahl zuzulassen.

          • H.K.

            „ODER nicht mehr zur Wahl zuzulassen“ sollte es heißen.

        • S v B Antworten

          Sollte man „unter normalen Umständen“ meinen, liebe Tina Hansen. Jedenfalls dann, wenn alles mit rechten Dingen zuginge (auwei, was versteht man heute wohl unter rechten Dingen?). Allerdings ist H.K. (s.u.) diesbezüglich ganz anderer Ansicht. Völlig absprechen kann man ihm seine düstere Vermutung allerdings nicht. Erstmalig in meinem Leben betrachte ich deutsche Parteipolitik mit Abscheu, empfinde sie als dem Bürger unzumutbar, ja als regelrecht zum Kot… elett-Grillen, natürlich…

          • S v B

            Korr.: bezieht sich auf H.Ks Kommentar von oben!

      • H.K. Antworten

        Der neue Bundestag hat 630 Sitze.

        Gehen wir davon aus, daß nicht allzu viele Abgeordnete das heimische Eiersuchen der Kanzlerwahl in Berlin vorziehen:

        D.h. die Mehrheit liegt bei > 315, also ab 316.

        Davon haben

        CDU/ CSU 208
        SPD 120
        Grüne 85
        Linke 64
        AfD 152
        SSW 1

        Sitze.

        Wenn im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erforderlich ist, ebenso wie im zweiten, bräuchte Merz 316 Stimmen.

        Union und SPD zusammen hätten somit 328.
        Da es aber jede Menge Kritiker in der SPD, besonders bei den Jusos, gibt, dürfte es knapp werden, wenn nicht unwahrscheinlich.

        Dazu käme noch der völlig offene Mitgliederentscheid der SPD von Flensburg bis Garmisch.

        Und wenn im dritten Wahlgang nur „die Mehrheit der abgegebenen Stimmen“ benötigt wird, könnten SPD, Grüne und Mauerschützenpartei mit ihren insgesamt 269 Stimmen einen eigenen Kanzlerkandidaten wählen.

        Sie haben ihre Aber-Milliarden nicht in AUSSICHT, sie haben sie BEKOMMEN.

        Mit welcher Begründung sollten sie einen schwarzen Kanzler wählen, wenn sie einen EIGENEN aus IHREN Reihen haben könnten, dazu alle Ministerien, die ansonsten die Union bekommen hätte ?

        Weil sie „ihr Wort gegeben“ haben ?

        DAS hatte Friedrich Merz auch – VOR der Wahl …

        Da die Union auf ihrer phantastischen Idee der Brandmauer besteht und die 152 Stimmen von „denen da“ ablehnt, stünden ihre 208 Stimmen gegen die 269 der linken Mehrheit.

        Und falls die Union darauf spekulieren sollte, daß die AfD doch eher IHREN Kandidaten zum Kanzler wählen sollte statt einen aus dem linken Lager:

        Merz hat die AfD dermaßen desavouiert und beschimpft, daß Weidel klar und deutlich gemacht hatte „unsere Hand bleibt ausgestreckt – aber nicht für Friedrich Merz“.

        Wie ich die Union, insbesondere Friedrich Merz, inzwischen einschätze, würde er das dann wohl „so hinnehmen“.

        Damit wäre der Weg der Democrazia Cristiana vorgezeichnet.

        Immer „ZUERST das Land, DANN die Partei …“, gelle, Herr Merz ?!

        • S v B Antworten

          @H.K.

          Arithmetisch perfekt dargelegt. auch ich wage inzwischen nicht mehr, dieses Horror-Szenario gänzlich auszuschließen. Es wäre ein Coup, der zumindest in der deutschen Wahl-Historie seinesgleichen vielleicht suchen, aber ganz sicher nicht finden dürfte. Dass er diese perfide Möglichkeit nicht wirklich zu durchschauen vermag, spricht nicht gerade für Merz. Auch und gerade nicht als Kanzler. Es hätte was, irgendwie, wenn Teile der mehrheitsfähigen Anzahl konservativer Wähler, insbesondere natürlich die von CDU/CSU, erstaunt oder entsetzt feststellen müssten, dass des Landes und somit auch ihre Geschicke für die nächsten vier Jahre in durchweg rotgrünen Händen zu liegen kämen. Fast belustigend, wenn dies nicht vorhersehbar dramatische Folgen für das Land und seine Leute hätte. – Hoffentlich werden sich Ihre – und letztlich auch meine – allerschlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen, lieber H.K.

  6. Angelika Antworten

    Man hat gesehen, was passiert, wenn Merz „egal ist, wer für seine Vorlage stimmt“. Da wurde die CDU auf der Straße genauso behandelt wie die AfD.
    Das hält der einzelne CDU-Funktionär nicht aus. Das will er nicht.
    Vielleicht muss die Wählerschaft der CDU zwischen SPD, Grünen und AfD aufgeteilt werden.

  7. gerd Antworten

    „Friedrich Merz hat es in der Hand, CDU und CSU haben es in der Hand.“

    Werter Herr Kelle,

    Die Glaubwürdigkeit von CDU und CSU ist irreparabel zerstört. Zumindest was das aktuelle Personal angeht. Ein Beispiel: Mario Voigt setzt sich ins ZDF Morgenmagazin vor die Kamera und behauptet ernsthaft, dass Friedrich Merz kein Wahlversprechen gebrochen hat, sondern eine „moderne Politik“ betreibe. Seine Begründung: Man habe noch keine Versprechen gebrochen, weil man noch gar nicht regiere. Man fragt sich ob der Mann noch alle Latten am Zaun hat. Will der seiner eigenen Partei den Todesstoß versetzen? Immerhin ist diese seltsame Figur M.P. von Thüringen.

    Im Gegensatz zu Ihnen glaube ich nicht daran, dass F. Merz oder die anderen CDU Granden noch irgendetwas in den eigenen Händen hat. Wir sollten uns langsam aber sicher in der Realität zurecht finden. Unser einst so schönes Land befindet sich gesellschaftlich und politisch im freien Fall, wirtschaftlich sitzen wir schon bald auf dem Trockenen. Die Verteufelung der AfD sitzt tief in den Hirnen des gemeinen Wahlvolkes, kein Wunder nach dem medialen Trommelfeuer der Ö.R. Wir fallen, irgendwann werden wir aufschlagen, dann können wir weiter sehen.

  8. Modus Operandi Antworten

    „Die CDU wird sterben, wenn sie die „Brandmauer“ zur AfD nicht jetzt niederreißt“

    Ich hoffe es. Diese CDU braucht niemand. Lässt sich als Wahlsieger von Rot-Grün am Nasenring durch die Manege führen. Nur weil das politische Leichtgewicht Merz endlich mal Kanzler spielen will. Ich habe das in diesem Blog schon mal geschrieben: Herr Merz würde auf spielende Kinder schießen, um Kanzler zu werden. Nur das zählt. Nicht die Probleme dieses Landes und auch nicht das Volk.

    Eine Zusammenarbeit zwischen der AfD und der CDU wird es meiner Meinung nach nicht geben. Seitens der CDU deswegen, da man sich als strahlender Stern der Demokratie sieht, während die AfD als Ausgeburt der Hölle betrachtet wird. Die Verantwortlichen der AfD sollten sich auf der anderen Seite fragen, ob man mit den Lügnern der CDU gemeinsam regieren möchte. Um sich weiter beschimpfen zu lassen?

    Egal, es wird nie passieren, dass der Wählerwille umgesetzt wird. Schwarz-Rot-Grün-Links ist gut, Blau ist böse, ein beim Wahlvolk, den Medien und bei den Parteien der “Demokratischen Mitte” tief verwurzelter (Irr)Glaube.

    Der Drops ist gelutscht. Deutschland ist verloren.

  9. Eva Antworten

    Ach CDU, ach Merz.
    Das System wird untergehen. Das Personal der Parteien sind Minderleister, und das ist noch vornehm ausgedrückt. Deutschland ist im schwächsten Zustand seit 70 Jahren. Ein Tsunami rast auf Deutschland und die EU zu. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) hat bereits am 29.01.2024 in einem Artikel darauf hingewiesen, dass Arbeitsmarktstudien bis 2030 (!) von einem Verlust von ca. 50% der Arbeitnehmer in der Gesamt-EU aufgrund von Automatisierung (KI-Einführung) ausgehen. 50% (!). In der EU. Falls diese Prognose zutrifft, wird kein Stein auf dem anderen mehr sein, die EU wird auseinanderfliegen. In Deutschland wird man sich dann an das Heizungsgesetz als ein laues Lüftchen dagegen erinnern. Und wir diskutieren über eine Brandmauer. Mene mene tekel. Nach dem 1. Weltkrieg gab es noch zwei Parteien, die sich über die Katastrophe hinwegretten konnten, wieviele es nach dem KI-Tsunami sein werden, weiß nur Gott.

  10. H.K. Antworten

    „Union mit Merz im freien Fall“

    titelt heute die „Zeitung mit den vier Buchstaben“, namentlich die Bild-Chefin Marion Horn.

    Der Artikel ist VOR der Bezahlschranke frei lesbar und sagt alles Notwendige.

  11. Günther M. Antworten

    Die CDU wird sterben, wenn sie die „Brandmauer“ zur AfD nicht jetzt niederreißt?
    Na, hoffentlich!
    Die AfD wird weiter erstarken, wenn sie die „Brandmauer“ zur CDU/CSU bestehen lässt?
    Na, hoffentlich!

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