Das „Morning Briefing“ des Handelsblattes kommt immer passend per Mail zum Morgenkaffee bei mir und vielen anderen Lesern der Zeitung an. Chefredakteur Gabor Steingart schreibt immer ein paar Zeilen zu den wichtigen Themen des Tages, und in der Regel ist es geistreich, was er zu Papier bringt. Heute war das nicht so. Zur angekündigten Verlegung von insgesamt 4.000 Nato-Soldaten in die baltischen Staaten und nach Polen schreibt Steingart:

„Die Nato hat gestern beschlossen, 4.000 zusätzliche Soldaten in Osteuropa zu stationieren. Mit dieser so genannten „Vornepräsenz“ will man Putin beeindrucken. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Der Mann kennt offenbar nicht die Größe des Moskauer Militärapparats (etwa eine Million aktive Soldaten; 2,3 Millionen Reservisten) und versteht wenig von der Psyche der Russen.“

Ganz davon abgesehen, dass sich das westliche Verteidigungsbündnis bei Erfüllung ihrer Aufgabe keineswegs daran orientieren sollte, ob die russische Psyche gerade wohlgestimmt ist oder nicht, ist die Überlegung des Kollegen Steingart Milchmädchen-Strategie. Wer die Erklärung der Nato zu der Truppen-Verlegung gelesen hat, der sollte wissen, dass die Nato keineswegs vorhat, Putins Millionenheer mit 4.000 Soldaten im Ernstfall quasi zurückzuschlagen. Der Handelsblatt-Chef – bei allem Respekt – sollte bemerkt haben, dass die Maßnahme überaus klug ist. Denn das Bündnis verlegt, zunächst zeitlich begrenzt, multinationale Kontingente ins Baltikum und Polen. Soldaten aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA – militärisch ein anderes Kaliber als die zwar stolzen und freiheitsliebenden Kleinstaaten Litauen, Lettland und Estland. Und auch Polen. Ein russischer Angriff auf diese Soldaten wäre de facto ein Angriff auf diese – unsere – Länder, darunter drei Atommächte. Würde Putin das wagen? Die Nato ist etwas anderes als die völkerrechtswidrige Einverleibung der Krim. Tatsächlich ist die Entscheidung der Nato strategisch klug, vom Umfang her äußerst zurückhaltend und alles andere als ein kriegerischer Akt. Es ist nichts weiter als eine Botschaft an den Kreml, eine Grußkarte sozusagen. Liebesgrüße nach Moskau.

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Dieser Artikel wurde 77 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Die Liebesbotschaft an den Kreml kommt aus Washington. Clinton hat schon mal angekündigt, dass sie nicht davor zurückschreckt auch zu atomaren Waffen zu greifen.
    Außer dem Einsatz der Russen in Syrien, der als einziger von der Syrischen Regierung legitimiert ist, sind alle anderen Einsätze ohne UN-Mandat und völkerrechtswidrig.
    Es ist erstaunlich wie hier in bezug auf Moskau mit zweierlei Maß gemessen wird. Selbst die von den Geheimarmeen der NATO gezüchteten Islamistenmilizen reichen nicht an die Opferzahlen der Bombardements im nahen und mittleren Osten heran.
    Geostrategisch ist diese gesamte Entwicklung klar durchschaut. Russland darf nicht wirtschaftlich aufholen, darf nicht mit Europa zusammenkommen und die Rohstoffe auf seinem Territorium soll es hergeben. Seine militärische Präsenz wird mit allen Mitteln zurückgedrängt.
    Diese Botschaft kommt nicht aus Moskau. Moskau bereitet sich und seine Bevölkerung schon mal auf den Ernstfall vor.
    Die größte Schande dabei ist, dass Deutschland bei den völkerrechtswidrigen Bombardements in Syrien mitmischt und dass es gleichermaßen im vorauseilendem Gehorsam gegen Moskau Propaganda – Kriegsgeheul und Säbelrasseln betreibt.
    Pfui Deutschland.

    Sie sollten sich mal die Statesments von Willy Wimmer und Daniele Ganser ansehen. Das sind keine Spinner. Ab 2017 wird es sehr eng.

    • labrador12 Antworten

      Lieber Herr Droste

      Ich möchte vorausschicken, das ich Hillary absolut nicht mag, dass ich mir viele Senatoren eher als zukünftigen Präsidenten wünschen würde als diese „Dame“.

      Dennoch, eine Drohung zur rechten Zeit schafft eher Frieden als B’s herumlavieren, Als Frau und als potentielle Nachfolgerin finde ich es daher richtig von Ihr, dass Sie das klarstellt. Solche Ansagen verhindern, dass ein Gegner glaubt er hätte freie Hand, die Situation eskaliert und führt am Ende pfeilgerade dahin, dass man das tun MUß das man nicht tun will.

      Zum Rest: Ihre Quellenangabe zeigen zumindest woher die Gedanken kommen, aber meinen Sie das wirklich ernst? Jeden Satz?

      Dann picke ich mir der Einfachheit halber mal eines Ihrer Statements raus:
      „Geostrategisch ist diese gesamte Entwicklung klar durchschaut. Russland darf nicht wirtschaftlich aufholen, darf nicht mit Europa zusammenkommen und die Rohstoffe auf seinem Territorium soll es hergeben.“
      Ich identifiziere dabei 3 Komponenten
      – 1) Russland darf nicht wirtschaftlich aufholen
      – 2) nicht mit Europa zusammenkommen
      – 3) Rohstoffe auf seinem Territorium soll es hergeben

      Wer hindert Russland wie, wirtschaftlich aufzuholen?
      – Wer hindert z.B. Russland daran, konkurrenzfähige Autos zu bauen? Warum haben dieselben „finsteren Mächte“, die bei Russland angeblich so erfolgreich sind zuerst bei den Japanern und danach bei den Süd-Koreaner so kläglich versagt. Oder ist schon die Tatsache, dass weder Mercedes noch BMW oder Audi (oder Renault, Peugeot, etc.) dem Russischen Staat eine „schlüsselfertige Autofabrik“ zur eigenen Verwendung als russische Marke, schenken der Beleg für „böse Mächte“?

      – In Russland gebaute Flieger entsprachen weder den internationalen Sicherheits- noch den (europäischen) Lärmvorschriften. Das gilt aber nicht nur für Russland, das trifft viele afrikanische Fluglinien ebenso wie Fluglinien aus Asien. Deshalb (und wegen des Kerosinverbrauches) sieht man in Europa auch keine MD 80 mehr, obwohl sie einmal typisch für Alitalia, Austrian, SAS und Swiss waren und in den USA immer noch für American und Delta fliegen.

      Wenn es der Westen so böse mit Russland meinen würde, warum unterstützt dann Boeing (Marketing), Snecma (Treibwerke), Alenia, Liebherr, Thales, etc Suchoi bei der Entwicklung und Fertigung der Superjet 100, obwohl das eine Konkurrenz für Airbus und Boeing ist?

      Wer verhindert das Zusammenkommen von Russland und Europa und was soll dieses „Zusammenkommen“ den eigentlich sein?
      Es steht Ihnen natürlich frei als „intellektueller Sklave“ in „Neo-Eurasia“ russischen Herrenmenschen zu dienen (Chinesen wären da als Produktionssklaven vorgesehen; ich zweifle, dass die das freiwillig wollen, wo doch die chinesische Kultur Jahrtausende älter ist als die russische?) aber welch einigermaßen vernünftige Bewohner Europas möchte das? Verstehen Sie diese Ablehnung als „Verhindern ….“?

      Niemand verhindert russische Künstler im Westen. Österreich hat der Putin-Verehrerin Anna N. sogar die Staatsbürgerschaft nachgeworfen, obwohl sie nicht Deutsch spricht und daher den vorgeschriebenen Sprachtest nicht bestanden hätte. Viele andere russische Musiker und Tänzer zieht es ebenfalls in den Westen. Auch das Angebot an „Mail-Order brides“ ist sehr einseitig gerichtet.

      Was wird wohl der Grund sein, warum es so wenige Künstler aus dem Westen nach Russland zieht, warum warten so wenige junge hübsche blonde Deutsche auf ihren Traumprinzen aus Russland?

      Zuletzt zu Punkt 3:
      Loischerweise müssten Sie die Sanktionen gegen Russland bejubeln, weil diese verhindern, dass Russland die „Rohstoffe auf seinem Territorium“ hergibt. Da würden wir uns wieder treffen! .. Grin, Weil der Smily geschluckt wird

      • labrador12 Antworten

        anstelle von „Loischerweise müssten Sie die Sanktionen gegen Russland bejubeln“
        sollte es natürlich heißen
        „Logischerweise müssten Sie die Sanktionen gegen Russland bejubeln“

      • Alexander Droste Antworten

        „Dennoch, eine Drohung zur rechten Zeit schafft eher Frieden als B’s herumlavieren, Als Frau und als potentielle Nachfolgerin finde ich es daher richtig von Ihr, dass Sie das klarstellt. Solche Ansagen verhindern, dass ein Gegner glaubt er hätte freie Hand, die Situation eskaliert und führt am Ende pfeilgerade dahin, dass man das tun MUß das man nicht tun will.“

        Interessante These: Es sichert den Frieden, wenn ein Rabauke einem anderen Rabauken, der ein Klappmesser in der Hosentasche hat, diesen sein aufgeklapptes vor der Nase blinken lässt.

        • labrador12 Antworten

          Lieber Herr Droste

          Ein Rabauke macht dem Anderen klar, dass er ein Rabauke ist. Dann kann sich der andere Rabauke darauf einstellen, dass es eins auf die Nase gibt wenn er blöd „quatscht“.

          Andernfalls könnte dieser Rabauke glauben, dass blöd „quatschen“ drin ist. Aus solchem blöden „Gequatsche“ sind auch schon mal Raufereien entstanden, weil sich der leider nicht Rabauke im verlauf der sich steigernden Provokation doch dazu genötigt sieht.

          Man scheitert, wenn man nur über das eigenen Lebenskonzept verfügt, um Menschen, die mit einem anderen Konzept aufgewachsen sind, zu verstehen.

          • Alexander Droste

            Danke für den Tipp. Ich werde dann mal meinen Kindern den Rat geben, die Schulkameraden mit dem blinkenden Klappmesser zu beindrucken. Sie könnten donst zu viel blöd quatschen. Deren Lebenskonzept passt nämlich nicht so in das eigene.

          • labrador12

            Lieber Herr Droste

            Ich erzähle Ihnen eine kleine Geschichte: Sie handelt vor nicht allzu langer Zeit also etliche Jahre vor 2015). Bei den älteren Geschwistern war die (Privat-)Volksschule gut. Trotzdem war dieser Neffe A. von dem ich erzähle, ein braves und harmloses Bürgersöhnchen , alle 4 Jahre Opfer. Opfer einiger Ausländerkinder aus dem Süden. Meine Schwester hat sich zwar bei der Lehrerin beschwert, ohne erfolg. Die Mütter waren gespalten. Einige hatten Angst, dass im Falle eines Verweises, der Vater den Sohn „umbringt“, andere sagten, schließlich zahlen wir Schulgeld, warum sollen wir uns das gefallen lassen.
            Der jüngere Bruder von A., nennen wir ihn B. ging einige Jahre später in dieselbe Schule. Das Elternhaus seiner Mitschüler hat sich nicht verbessert, aber B. ist ein typisches Nesthäkchen und er ist Fußballer. Da lernt man schon in jungen Jahren, sich zu wehren. Auch bei B gab es keine Klagen der Schule über ungebührliches Benehmen.

            Um es deutlich zu sagen: Dort wo der Altere, A in den seltenen Fällen, in denen er sich verteidigt hat, der Lehrerin auffiel, hat der jüngere B. einen für die Lehrerin (den Schiedsrichter) unsichtbaren Tritt gegen das Schienbein (s)eines Aggressors für klare Verhältnisse gesorgt.

            Ihr Vergleich mit dem Klappmesser deutet eher in die Richtung von groß(artig)en Paraden und da fällt mir nur eine Große ein, 9.5.2106 über den Ort dürfen Sie Selber raten. Grin

          • labrador12

            Sorry richtig ist 9.5.2016, nicht wie geschrieben 9.5.2106 wer weiß, was bis dahin passiert

    • Klaus Kelle Antworten

      ja, und? Putin hat in Aussicht gestellt, seine Atomwaffen auf schwedische Städte auszurichten. Wer ist nun besser?

      Der russische Einsatz in Syrien ist von einer korrupten Regierung unter dem Menschenschinder Assad legitimiert worden, der zehntausende seiner Bürger hat zu Tode foltern lassen.

      Und „Rußland darf nicht wirtschaftlich aufholen“ ist ja wohl der größte Witz, lieber Herr Droste. Was produziert Russland denn? Fahren Sie ein russisches Auto? Haben Sie ein russisches Smartphone? oder tragen Sie wenigstens russische Lederschuhe? Außer Waffen und Schnaps produzieren die gar nichts. Und niemand hindert Putin daran, sein Land weiterzuentwickeln, statt seine Minderwertigkeitskomplexe gegenüber dem Westen auszuleben.

      • Walter Lerche Antworten

        ja und? Der böse Assad ist nun mal Präsident von Syrien. Somit ist geltendes internationales Recht, wenn er in letzter Minute die Russen zu Hilfe ruft. Oder entscheiden Sie, der Westen, die USA, für welches Staatsoberhaupt geltendes Recht nicht gilt? So frei nach dem Motto: „wenn es mir nützt“.
        Da mag es in Afrika reichlich Staatsoberhäupter geben, die sich nicht nur nicht um ihre Bevölkerung kümmern, sondern korrupt zu Gunsten von Luxus und Militärausgaben die Leute verhungern lassen oder sich gegenseitig aufreiben.
        Die sind meistens dem Geld und den Waffen aus dem Westen zugänglich und somit unterstützenswert? In Syrien geht es den Amis von Anfang an darum, den Russischen Einfluss dort zurückzudrängen und den russischschen Stützpunkt in Syrien zu elimnieren, so wie sie das auf der Krim wollten. Alles Gerede von Menschlichkeit interessiert die Hauptakteure nicht, nicht einen!
        So wie Erdogan inzwischen begriffen hat, dass er zunächst mit Assad wird klarkommen müssen, so fehlt vielen hierzulande die Erkenntnis, dass wir mit Russland leben müssen, ob uns die Russen gefallen oder nicht.

        Und ob die Entsendung von Nato-Truppen in die Nähe Russlands klug und richtig ist, das wird die Zukunft zeigen.

        Und ob die Russen Autos oder Flugzeuge bauen können, interessiert doch in diesem Zusammenhang wirklich nicht! Polemik ist das Gegenteil von „Denken erwünscht“. Polememisch sind die, welche aus eigener Unsicherheit andere mundtot machen möchten. Das Thema Russland, Krieg und Frieden ist viel zu groß und wichtig, als es mit kleingeistigen Autobauern und Schnapskritikern zu belasten. Hier ist nun wirklich mal der gesunde Menschenverstand gefragt.

        • Klaus Kelle Antworten

          Doch, lieber Herr Lerche, es interessiert in diesem Zusammenhang sehr wohl, warum Russland wirtschaftlich nichts zustande bringt. Und wenn sie den Folterknecht Assad verteidigen, dann war ja auch der gewählte Staatschef Honecker ein armer Kerl, der von der CIA um sein Amt gebracht wurde.

          • Walter Lerche

            Honnecker wurde vom Westen hofiert.
            Und die CIA kannte sich in Berlin gut aus und tut es immer noch.
            Und wie hießen doch gleich die vom CIA protegierten Folter-Knechte Südamerikas?

          • labrador12

            Lieber Herr Lerche

            Prüfung in Biologie, der Lehrer: „Walter, erzähl doch etwas über den Elefanten“
            Walter: „Der Elefant hat ein Schwänzchen das schaut aus wie ein Regenwurm. Der Regenwurm: Er lebt in der erde unde frisst verwelktes Gras. …“

        • labrador12 Antworten

          Lieber Herr Lerche

          Herr Droste behauptete „Russland darf wirtschaftlich nicht aufholen“
          Herr Kelle fragt nach ob er ein russisches Auto fahren würde“

          Und auf Herrn Kelles Frage replizieren Sie direkt darunter: „ob die Russen Autos oder Flugzeuge bauen können, interessiert doch in diesem Zusammenhang wirklich nicht! Polemik ist das Gegenteil von „Denken erwünscht“. Polemisch sind die, welche aus eigener Unsicherheit andere mundtot machen möchten. Das Thema Russland, Krieg und Frieden ist viel zu groß und wichtig, als es mit kleingeistigen Autobauern und Schnapskritikern zu belasten. Hier ist nun wirklich mal der gesunde Menschenverstand gefragt.“

          Mutig, wirklich MUTIG

          Meine Fragen:
          – wer ist da polemisch: es ging um Exportwirtschaft und weil da nicht zu gewinnen ist geht es ihnen plötzlich um was anderes
          – wer ist da unsicher? Wer muss denn das Thema wechseln?
          – warum merkeln Sie da etwas von „kleingeistig“? Zu einem anderen Theme könnte diee Aussage auch von Mutti stammen …
          – wo ist bei Ihnen „denken erwünscht“
          – wer will Sie „mundtot machen“? Ich sicher nicht, wo Herr Droste und Sie solche Vorlagen liefern, … Grin …
          – mit den gesunden Menschenverstand ist dass so eine Sache …. worauf konkret wollen Sie ihn anwenden und was genau ist Ihr Vorwurf an Herrn Kelle? (Nur weil jemand das (leere) Wort in den Mund nimmt …

          Was hatt dieses Thema mit Ihrem „Ausflug nach Afrika“ zu tun? dort kaut man übrigens gerne russische und chinesische Waffen, die sind billiger.

          • Walter Lerche

            Zu Ihren Fragen:
            „Wer ist polemisch?“ – Sie!
            „Wer ist unsicher?“ – Sie!
            „Wer will mich mundtot machen?“ – Sie?
            Wenn Sie meinen Gedanken in meinen Kommentaren nicht folgen können, warum sagen Sie das nicht einfach oder halten sich zurück?
            Ich gebe zu, dass ich aus Ihrem WirrWarr keinen gedanklichen Faden bzw. eine Diskussionsbasis entnehmen kann. Vielleicht verstehen oder ertragen Sie andere Meinungen nicht oder Sie wollten auch nur provozieren.
            Danke, dass Sie mir damit bestätigen, ins Schwarze getroffen zu haben. Und weil ich das hier darf, komme ich gern hierher und von nun ab noch lieber.

          • labrador12

            Lieber Herr Lerche,

            ich habe ihnen eine zeitliche Abfolge der Argumente Ihrer Vorposter und Ihre Antwort darauf zitiert.

            Da könne Sie keinen roten Faden erkennen? Darf ich fragen, ob Sie farbenblind sind? (Diese Rotschwäche kommt übrigens nur bei Männern vor)

            Da Sie das mir unterstelltes Unverständnis auch nicht mit Argumenten aufzuklären versuchen und stattdessen mir argumentationslos Beschuldigungen an den Kopf werfen, kann ich nur sagen: Wer sinnerfassend lesen und logisch denken kann ist klar im Vorteil.

            Sorry, der Rest richtet sich eigentlich von selbst.

      • Walter Lerche Antworten

        Lieber Herr Kelle, mal angenommen, Assad würde jetzt aufgeben und Syrien verlassen: Sehen Sie es als gesichert an, dass danach die Menschen aller Glaubensrichtungen dort gemeinsam und in Frieden ohne Krieg und Verfolgung leben können?
        Wenn ja, dann wäre das eine Option.
        Wenn nein, dann ist das keine Option und man bzw. Sie sollten nicht so tun, als wäre es eine.
        Assad war und ist für reliöse Minderheiten in Syrien der Garant dafür, dass diese in Frieden und unbehelligt von den Moslems leben konnten und werden können.
        Was das Foltern betrifft, das beherrschen unsere US-Freunde weltweit bestens, falls man dazu überhaupt vergleichbare Noten vergeben kann.

        • Klaus Kelle Antworten

          Nein, lieber Herr Lerche, das kann ich nicht beurteilen. Aber der Feind meines Feindes ist nicht automatisch mein Freund. Und es ist ja schön, dass Sie immer mal aufzählen, was die Amis alles an Schandtaten zu verursachen haben. Nur: das weiß ich alles, aber es macht den Massenmörder Assad dennoch nicht zu einem sympathischen Menschen und die Kriegstreiber Putin leider auch nicht.

          http://www.deutschlandfunk.de/russland-putin-will-atomwaffen-arsenal-ausbauen.1818.de.html?dram:article_id=322802

          • Walter Lerche

            Da haben Sie vollkommen Recht. Da hatte ich wohl tatsächlich übersehen, dass Sie nicht nur die Missetaten der von USA erklärten Gegner, sondern auch die unserer Freunde im Fokus haben. Da wäre ich von allein nicht drauf gekommen.
            Meinen Sie somit auch „Kriegstreiber“ USA oder bezieht sich das dann doch wieder nur auf die Russen?
            In Ihrer andauernden, sich in vielen Ihrer Beiträge wiederholenden Russen-Hetze sehe ich das einzige Thema, bei dem sich mir die Haare sträuben. Dabei geht es mir nicht um Ihre Feststellung, dass Putin kein feiner Kerl sein soll, sondern wie Sie dabei die Strategie und die Aktionen unserer „Freunde“ einfach ausblenden. Dagegen empfinde ich alle anderen Themen von Ihnen excelent und tiefgründig und menschlich überzeugend und mutig vorgetragen.
            Nur Ihr Russen-Bashing wirkt auf mich wie eine Ideologie.

          • Klaus Kelle

            Lieber Herr Lerche, da werden wir wohl übereinstimmen müssen, dass wir nicht übereinstimmen. Wissen Sie, ein Blog hat keinen Sinn, wenn alle immer einer Meinung sind. Der Reiz besteht ja darin, dass Menschen, die in der Masse eine gemeinsame Linie in den Überzeugungen haben. Das ist hier liberal oder konservativ oder christlich, ich nenne das verbindende Element hier „bürgerlich“. In puncto Putin – nicht Russland – bin ich anderer Meinung als Sie, und das darf ich, so wie sie dem Kreml huldigen. Darf man in einer Demokratie auch. Ich glaube nicht, dass ich bei der Betrachtung der USA Nachholbedarf in Kritik habe. Es gibt eine ganze Reihe von Texten, in denen ich klar und eindeutig den Irak-Krieg der USa als „völkerrechtswidrig“ bezeichnet habe. es gibt mehrere Kommentare, in denen ich die Existenz des Lagers Guantanamo als eine „Schande“ für die Vereinigten Staaten bezeichne. Und was es da sonst noch an Kooperationen mit Verbrechern von der Art Assad gab, die die USA im Kalten Krieg unterstützt haben, da brauche ich keine Hinweis. Das weiß ich selbst.

            Und Sie, lieber Herr Lerche? Auch schon mal öffentlich kritisiert, dass unter Putin in Russland 166 Journalisten gewaltsam ums Leben gekommen sind, die seine regierung kritisiert haben. Schon mal darüber geklaft, wie das Polonium in Litwinenkos Blutbahn geriet? Schon mal etwas über das Morden russischer Söldner in der Ostukraine geschrieben, die unschuldigen Opfer des Flugzeug-Abschusses durch russische Separatisten mit einer russichen BUK-Rakete beweint. Ich denke, wenn Sie hohe Maßstäbe an die USA anlegen, sollten sie Herrn Putin und was er tut, auch einmal mit ein wenig Distanz betrachten.

            Und ich betreibe kein Russen-Bashing (warum sollte ich?), ich lese einfach jeden Tag Zeitung und schaue Nachrichten.

          • Walter Lerche

            Weder huldige ich Putin, noch möchte ich unter seinem Regime leben. Ebensowenig möchte ich in den USA leben. Meine Sprachkenntnisse für beide gleichermaßen vorausgesetzt, könnte ich wohl in beiden Staaten beruflich vorankommen und im Mittelfeld leben. Die Gefahr, dabei getötet zu werden, sehe ich eher in den USA.

            Bis jetzt lebe ich noch gern in Deutschland, obgleich die links-grüne-rote-schwarze Gender-Mehrheit sowie die zunehmende Raffgier und Abzockerei des Staates sehr daran nagen.

            So wie ich das sehe, verhalten sich alle Mächtigen unmoralisch, wer die Macht hat, ist ein Schwein. Wenn der eine oder andere von ihnen in die Enge getrieben wird, reagiert er (schweinisch) aggressiv. Die Geheimdienst-Methoden in aller Welt sind ähnlich. Das ist ein schmutziges Geschäft, aus dem man nicht mehr herauskommt.
            Wir erfahren nur das und in einer Weise, wie es uns zugedacht ist.
            Die von ihnen genannten Mordfälle finde ich erschütternd traurig. Sie machen mich fassungslos und wütend.

            Und nicht zu vergessen, die vielen Morde von Richtern, Polizisten und Politikern in Italien, die meisten von ihnen vermutlich korrekt und mutig.

            Und ich denke an die Hoffnungen von Völkern, die für so manche Revolution mit Blut bezahlt haben. Danach mussten sie erfahren, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen waren, dass es nur für die neuen Mächtigen besser wurde, nicht jedoch für sie.

            Wer irgendwo auf der Welt der jeweiligen Macht wirklich ernsthaft auf’s Fell rückt, der muss wissen, das er damit seine Existenz riskiert. Es gibt Mittel, die bekommt man über’s Wasser oder im Kaffee, an denen stirbt man erst 2 Monate oder 2 Jahre später.
            Nur wenn Tausende und Millionen gleichzeitig aufbegehren, dagegen gibt es kein Mittel. Das gilt für Freund und Feind.

          • labrador12

            Lieber Herr Lerche,

            weshalb befürckten Sie eher in den USA getötet zu werden (ich nehme mal an dass es dabei nicht um eine Hai-Attacke an der Küste Floridas geht)

    • Dorothea Hohner Antworten

      Bravo Herr Droste,

      diesem, Ihrem Kommentar gibt es nichts hinzuzufügen. Es gilt aber auch nichts abzuzwacken. Herr Putin ist der, welcher eine Engelsgeduld besitzt, die Kriegstreiber sind wohl eher die anderen. Fatal ist eben nur, daß die Nato und die USA in unserem Wald zündeln….hier wird es knallen, wenn es knallt! Das aber sollte auch unseren dämlichen Politdilettanten klar sein.

      • Klaus Kelle Antworten

        Ich habe den Eindruck, dass unsere „dämlichen Politdilettanten“, wie sie die gewählten Vertreter der deutschen Bevölkerung nennen, gerade in Sachen Putin richtig handeln – leider aber noch nicht konsequent genugt. Russland und der Irre an der Spitze des Kreml führt zwei Flugstunden entfernt von Deutschland Krieg, seine Söldner bringen Tag für Tag Menschen in der Ostukraine um, und seine bezahlten Hanseln fluten das Internet mit Schwachsinn und Verschwörungstheorien. Wie man das als Deutscher gut finden kann, werde ich nie verstehen.

        • Walter Lerche Antworten

          Unsere amerikanischen Freunde haben das, was Putin vermeintlich mit einem Landstrich tug, global mit ganzen Ländern und Kulturen getan, ohne Pause, mit bestimmten Ländern mehrfach hintereinander, ohne jemals und irgendwo eine nachhaltige, geordnete lebenswerte Struktur für die Menschen dort zu hinterlassen. Was macht Putin schlimmer als unsere Freunde es sind?

          • Helga

            Satire an:
            Putin ist “ homophob“ und gegen Gender- Mainstreaming. Das geht ja mal gar nicht. Was erlauben?

            Das ist Grund genug! Fakten stören nur, denn ein gehirngewaschenes Volk, dem man gerade die Migrationswaffe auf die Brust setzt ( gezündet durch wen?) und das noch als Rentensicherungsprogramm und Bereicherung verkauft, muss gegen Putin sein.

            Putin zwingt uns in TTIP , in CETA, hat uns dem ESM-Vertrag unterworfen, ist schuld, dass wir unsere Kinder immer mehr verdummen, dass unsere Gewehre „streuen“ und dass wir angesichts der inzwischen unlösbaren Probleme uns unbedingt einen Feind backen müssen.

            Ein Land das die kirchenschändenden Pussy Riots am liebsten zu Friedensnobelpreisträgern machen würde , braucht keine weiteren Gründe. Übrigens wo sind die Stilikonen eigentlich abgeblieben?

            Wir sind am Ende der Entwicklung angekommen. Die Evolution spuckt uns bald aus. Wir haben fertig! Na und? Ob wir den Neusiedlern weichen müssen, oder von Bomben platt gemacht werden, ist fast egal.

            Es gibt ja sogar Politiker, die hinter Bannern herlaufen: Deutschland verrecke! Deutschland, Du mieses Stück Scheisse! I love Volkstod! oder sogar: Do it again, Bomber Harris!

            Das ist alles Putins Schuld! Bei der Bundeswehr gibt es ja jetzt schicke Uniformen , schwangeren und feldtauglich, auch für die sexuell Unentschiedenen ist gesorgt. So tut Krieg viel weniger weh!

            Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

          • Klaus Kelle

            Ich neige dazu, viele dieser Dinge selbst zu kritisieren. Und CETA und TTIP sind großartige Dinge, die unseren Wohlstand auf weitere 15 Jahre sichern werden.

            Aber das ändert nichts daran, dass Putin in vielerlei Hinsicht daran arbeitet, unser Land zu destabilisieren. Es ändert nichts an den täglichen Verletzungen der Hoheitsrechte der baltischen Staaten und Polens. es änbdert nichts an der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland. Es ändert nichts an dem täglichen Morden russischer Söldner in der Ostukraine – und nebenbei auch nichts daran, dass Russland direkt schuld am Abschuss des Verkehrsflugzeuges war. Wenn das die Beschützer des christlichen Abendlandes sind, dann herzlichen Glückwunsch!

          • Klaus Kelle

            Grundsätzlich nix, aber Putins Söldner bringen zwei Flugstunden vom Niederrhein entfernt Tag für Tag Leute in der Ostukraine um. Und das gefällt mir nicht, und da ist es mir auch egal, was die Amis an Schweinereien gemacht haben.

          • Alexander Droste

            Um dem Ganzen wieder etwas Sachlichkeit hinzuzufügen:

            Lieber Herr Kelle, die Behauptung mit Putins Söldnern in der Ostukraine bleibt eine solche, zu der es viele Varianten gibt. Der Reporter Billy Six ist für mehrere Monate in die Regionen gefahren und hat dergleichen nichts feststellen können, alles ruhig. Die Schlachten ruhen. Ich weiß nicht, wo genau da noch Scharmützel sind und wer da überhaupt noch ballert. Man bekommt hier nur vage Auskunft. Andererseits: Warum stört Sie der Tod von Ukrainern, wenn Ihnen der Tod von Irakern z.B. sonst wo vorbei geht. Nein, das geht es nicht, aber der Todbringer ist einer von den „Guten“.

            Dann sollten wir einmal aufrechnen, wie viele Kriege Russland seit 1945 oder noch konkreter seit 1990 begonnen und geführt haben und wie viele Tote auf das Konto Russlands gehen. Das setzen wir einmal in ein Verhältnis zu den Zahlen aus den USA. Wer war das noch mal mit den Atombomben? Putin? Nee, Obama auch nicht, aber Bush mit abgereichertem Uran im Irak (Bunkerbrecher). Wir setzen einmal ins Verhältnis, wie groß der Rüstungsetat in den beiden Ländern ist und welche Ziele damit verbunden sind. Wir sollten auch einmal darüber befinden, wie oft von Russland aus Kriege mit fingierten Geschichten angezettelt wurden und wie oft die USA gegen die UN-Charta verstoßen haben. Wie waren gleich die Vereinbarungen der 2+4-Gespräche bei der Wiedervereinigung Deutschlands und wer hat sich dran gehalten und wer nicht? Die Aussage dazu ist eindeutig zugunsten Russlands.

            Die Geschichte um Syrien ist ja noch nicht ausgestanden. Auch diese Schlachten sind mit Behauptungen losgetreten worden. Ich glaube diese Abschlachtereien nicht, die Assad verübt haben soll. Und wenn es um tatsächlichen Bürgerkrieg ginge, so ist das einzig und allein Angelegenheit der Syrer. Da haben Russen oder Amerikaner, Briten und Franzosen und am allerwenigsten die Deutschen etwas zu schaffen! Die Russen wurden von Assad gerufen. Alle anderen nicht. Assad hat begonnen gegen die von den USA ins Leben gerufenen Milizen zu kämpfen. Das ist eine von vielen Versionen. Das sei der Grund für die Kämpfe zu Beginn dieser Tragödie. Davor war Syrien viele Jahre ein friedliches und blühendes Land unter Assads Herrschaft. Arbeitslosigkeit war ein Streitpunkt damals, der aber nicht zu Bürgerkrieg geführt haben kann. Die Minderheitsregierung der Assad-Partei hat viele Jahre den vielen Ethnien und Glaubensgemeinschaften in Syrien den Frieden gewährleistet. Die aufkeimenden Islamisten haben ihn gefährdet. Dagegen, so Assad, musste vorgegangen werden. In den USA oder Deutschland wäre das nicht anders. Wenn nun die Milizen ständig mit Waffennachschub versorgt werden, dann gewiss nicht von Putin. In Aleppo verschanzen sich die brutalsten Milizen und halten eine Zivilbevölkerung als Geiseln. Wie wird man denen Herr? Nun, Putin hat seine Methode, die abscheulich ist. Anscheinend ist sie auch die Einzige. Das ist eben ein Krieg.

            Dann das blinde Auge mal auf die Türkei gewendet: Erdogan bricht das Völkerrecht und fällt in Syrien ein um die Kurden zu bekämpfen, zu bombardieren. Das lässt uns völlig kalt. Weil der uns irgendwelche Migranten vom Hals hält? Kein Wirtschaftsembargo gegen Erdogan? Keine Kampfeinsätze zum Schutz der Kurden, die uns doch so sehr helfen gegen die ISIS-Milizen? Bigotterie ist das Putinbashing!

            Warum fahren wir keine Autos aus Russland – ein ziemlich polemisches Beispiel. Weil Russland und russischen Firmen das Geld und die Zeit fehlt eine Geschichte aufzuholen um gegen VW, FIAT oder Crysler anzustinken, geschweige denn gegen Toyota. Warum gehen in den USA reihenweise Industriezweige pleite? In Russland keimt dieses oder jenes zaghaft auf. Aber die Russen sind den westlichen Arbeitsrhythmus nicht gewöhnt. Die Russen haben aufrichtig, das ist meine Meinung, die Aussöhnung mit dem Westen insbesondere Deutschland gesucht. Seit Friedmans Rede weiß ich auch, warum das nicht zustande kommt.

          • Klaus Kelle

            „Aber die Russen sind den westlichen Arbeitsrhythmus nicht gewöhnt.“

            Vielleicht sollten sie daran arbeiten.

            Im Übrigens gehen in den USA nicht nur Industriezweige pleite, sondern es entstehen auch ganz neue. Aber wir müssen Silicon Valley nun wirklich nicht mit russischer Vodka-Produktion vergleichen… das sind Welten, die dazwischen liegen, lieber Herr Droste.

          • labrador12

            Lieber Herr Lerche, lieber Herr Droste

            „Unsere amerikanischen Freunde haben das, was Putin vermeintlich mit einem Landstrich tug, global mit ganzen Ländern und Kulturen getan“

            Also zB nach WKII? meinen Sie das ernst? Wie sah den die russische Aufbauhilfe in Kambodia aus? Da hat man einen Pol Pot „ungehindert“ werken lassen. Das Ergebnis und die Zahlen sind bekannt.. Geht der bei Ihnen auch auf das Konto der Amerikaner

            Lieeebster Herr Droste
            „Aber die Russen sind den westlichen Arbeitsrhythmus nicht gewöhnt.“ als versteckte Antwort auf meine Fragen an Sie: Das Leben und Sie schlagen jedes Kabarett! ROTFL

          • Walter Lerche

            Die Hilfe für West-Deutschland nach dem 2.WK setzte erst später aus strategischen Gründen ein. Der wachsende Wohlstand in West-Deutschland gegenüber dem Warschauer Pakt diente als wirksames Mittel gegen die sozialistische Ideologie und sorgte für Unruhe und Sehnsüchte der Ost-Bevölkerung.

            Bemerkenswerter Weise schwindet dieser Wohlstand schrittweise nach dem sozialistischen Zusammenbruch, also nachdem man dieses wirksame Mittel nicht mehr benötigte. Das Gegenteil müsste eigentlich der Fall sein, nach 70 Jahren Frieden und Wegfall der Ausgaben für die Teilung und das Wettrüsten auf beiden Seiten sollten es eigentlich einen Schub an frei gewordenem Volksvermögen geben, infolge dessen es uns stetig hätte besser gehen müssen. Dazu kommen die „Vorteile“ der Globalisierung und des Binnenmarktes mit dem Euro. Was oder Wer könnte denn dahinterstecken, dass wir von den Vorteilen immer nur hören?

          • Klaus Kelle

            Warum wuchs eigentlich der Wohlstand im Westen und nicht im Osten? Hatte wahrscheinlich etwas mit den dort zuständigen Siegermächten zu tun…

          • Walter Lerche

            Lieber Herr Kelle,
            als Bewertungsgrundlage für den Vergleich von Qualität gesellschaftlicher Ordnungen sehe ich nicht nur die ökonomische Leistungsfähigkeit sondern daneben und auch darüber hinaus weit mehr.
            Ihre letzter Satz reduziert das jedoch auf das Leistungsvermögen der Siegermächte, somit auf deren ökonomisches Potential. So tun das die meisten Leute. Deshalb setzten die Amis damals alles daran, den Sozialismus und seinen Menschen direkt vor der Haustür die Vorteile des Westens und die Nachteile des Ostens zu zeigen. Sie kennen ja noch die Sendeanstalten in Westberlin seinerzeit…?
            Die Leute in der DDR schalteten abends den TV ein und fühlten sich in einer besseren Welt. Sie kannten Personen und Ereignisse der westlichen Tagespolitik besser als die meisten Westdeutschen, die es eigentlich betraf.
            Die Leistungsfähigkeit der westlichen Ordnung entwickelte sich stetig weiter. Allerdings schmilzt der Wohlstandsbauch der Mittelschicht seit den 80er Jahren und rasant zunehmend nach dem Mauerfall bis jetzt. Das Großkapital hat das Sagen und es kriegt den Hals nicht voll genug. Die Vorteile sämtlicher politischen und europäischen Projekte gingen an der Mittelschicht vorbei. Im Gegenteil – sie rissen stets ein Stück davon mit sich hinweg.
            Die westliche Gesellschaft der 70er und die von heute sind ganz verschieden. Ich wünsche mir die 70er zurück, nicht wegen meines Alters, sondern wegen deren bürgerlicher Qualität (1000 Punkte und mehr).

            Wie meine ich das mit der Bewertung eines gesellschaftlichen Systems? Ich sage mal so: Das System der DDR lebte von der Substanz aus Generationen davor und konnte sich ökonomisch nicht reproduzieren. Die Bausubstanz ganzer Städte und Infrastruktur verfiel. Investionen konnten nicht mal mehr das ersetzen, was nach 1945 neu erschaffen worden war. – WENN aber dieses System sich hätte selbst reproduzieren können, und gäbe es Selbstheilungs- und -reinigungskräfte, und wäre die Wirtschaft und der Umgang mit der Natur nachhaltig und gesund gewesen, dann wäre dieses System trotz eines technologisch-wirtschaftlichen Rückschritts von meinetwegen 200 Jahren gegenüber dem Westen durchaus eine ALTERNATIVE für Menschen gewesen, die sich nicht dem Druck und der Hetzerei und anderen Zwängen der westlichen Welt hätten aussetzen wollen. Die Uhr würde langsamer ticken und das Leben würde sich nicht über Marketing definieren. – Verstehen Sie, was ich damit meine?

            Denken Sie mal nicht gleich an Putin: Die russische Kultur ist sehr alt und hat viele Dichter, Komponisten und Ingenieure hervorgebracht. So steht in Kiew (ja, die Ukraine) über den Dnepr heute noch die erste elektische geschweißte Brücke der Welt. Zu Sowjetzeiten gab es dort sehr viele Institute mit hochqualifizierten Ingenieuren. Wenn man denen Geld für Projekte gegeben hätte…
            Diese Leute haben gewiss eine andere Vorstellung von einer guten Gesellschaft, als die Leute im Westen.

            Islamische Länder definieren gesellschaftliche Qualität völlig anders als die EU und schon gar nicht nach der von Siegermächten.

            Und was für eine Qualität ist denn das, wenn das reichste und stärkste Land der Erde die meisten Kriege führt und dafür viele tausend eigene junge Frauen und Männer ihr Leben und Gesundheit geben mussten. Wie würde ich wohl von Deutschland denken, wenn es mich per Gesetz in einem Krieg in Südost-Asien verheizen würde?

            Kollektive Gesellschaftssystem, zu denen ich den Sozialismus und auch den Islam zähle, sind nun mal wirtschaftlich weniger erfolgreich als jene, wo kreativer Individualismus sein Potential freisetzen können. Aber welches von denen lebenswerter als andere sind, ist damit nicht definiert.

      • labrador12 Antworten

        Liebe Frau Hohner

        „Herr Putin ist der, welcher eine ENGELSGEDULD (meine Hervorhebung) besitzt, die Kriegstreiber sind wohl eher die anderen“

        Das nenne ich WAHRE Liebe … aber Liebe macht bekanntlich blind.

  2. Andreas Antworten

    Ich verstehe Sie nicht Herr Kelle warum Sie in diesem Punkt so zur schwarz/weiß Malerei neigen.
    Ich nehme an, dass Sie die aufschlussreichen Grafiken ūber US Militärstūtzpunkte in der Nähe zu Russland kennen.
    Wir haben jetzt deutsche Leos in Littauen, dass ist fūr mich Wahnsinn.
    Ich habe jedenfalls mehr Angst vor dieser bösen Gendertante aus den USA als vor den Russen.

    • labrador12 Antworten

      Lieber Andreas
      – Russland ist er flächenmäßig größte Staat der Erde.
      – Russland ist nur im Norden vom Ozean begrenzt und selbst der schafft gegenüber Alaska nur wenig Distanz.
      – Es erstreckt sich über 10 Zeitzonen (Auch wenn nicht jede einzelne Stunde mit einer eigenen Zone abgedeckt wird; von Kaliningrad UTC + 2 Stunden bis zu Petropavloswk-Kamtschatka UTC + 12 Stunden)
      Da wird es ziemlich schwierig, keine Basen in der Nähe Russlands zu haben.

      Aufgrund seiner Größe und seines Klimas sind in den Jahrhunderten sowohl Napoléon als auch die waffenstarrenden Deutschen daran gescheitert Russland zu erobern. Ich sehe aus selbigen Grund auch heute keine Armee weit und breit, die in der Lage wäre das zu tun. Möglicherweise werden sich die Chinesen über Jahrzehnte Ostsibirien holen. Wenn ich manches richtig verstehe, gibt es schon seit Jahren einen chinesischen Migrationsdruck auf Russlands fernen Osten. Aber ansonsten fehlt einfach die Manpower für dieses riesige Land (den Russen selbst auch, die leben lieber im Korridor zwischen Moskau und St. Petersburg, als irgendwo in der Pampa).

      Jede auch nur einigermaßen kompetente russische Regierung weiß um die geostrategische Lage Russlands.

      Die böse Gendertante aus den USA ist sicher machtgierig. Sie hat auch politische Erfahrung (Ihr allfälliger Vorgänger war gerade aufgrund seiner „Mängel“ gefährlich). Aber mir reicht das lange nicht aus um sie als gefährlicher einzuschätzen als Russland. Die geht je nach Performance nach 4 oder 8 Jahren. Und wenn Sie es zu arg treibt eher früher als später.

    • Klaus Kelle Antworten

      Andreas,
      ich bin einfach der Meinung, dass die Staaten selbst entscheiden sollten, zu welchem Bündnis sie gehören. Haben Sie mal überlegt, wieso alle Länder, die mal mit Russland verbandelt waren, gar nicht schnell genug in EU und NATO kommen wollen? Die NATO-Stützpunkte in den baldtischen Staaten und Polen sind dort, weil diese souveränen Länder es so wollen und sich von Russland bedroht fühlen. Und die täglichen Luftraum-Verletzungen osteuropäischer Staaten durch russische Kampfflugzeuge und die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland und das tägliche Morden russischer Söldner auf dem Staatsgebiet der souveränen Ukraine belegt zweifelsfrei, dass es eben Schwarz-Weiss ist.

      • Andreas Antworten

        Herr Kelle,

        ich fühle mich einfach nicht in der Lage, verlässliche Informationen darüber zu bekommen, was an der Auswahl von Bündnissen eigener Überzeugung und was Einflussnahme amerikanischer Hegemonialpolitik ist. Und auf wen sollte ich das hören? Auf den journalistischen Totalausfall und Offenbarungseid, die charakterliche Jauchegrube Thevessen, der die brutale Ermordung eines Jungen und den Mordverversuch an seiner Freundin als nicht berichtenswert verkündet?
        Überdies: Das man mit seiner Wahl u. U. nicht mehr so ganz glücklich ist, mag für die Visegradstaaten und ihre EU-Mitgliedschaft gelten. Vieles was man bei Beitritt zu einem Bündnis versprochen bekam, mag sich als Trugschluss erweisen, oder?
        Thema Ukraine: Wenn ich mich recht entsinne, gab es da eine gewählte Regierung, deren Regierungschef vor Bewaffneten ins Ausland fliehen musste, wo war denn da das Völkerrecht? Was finden Sie denn an den ukrainischen Paramilitärs die in der Ostukraine wirken vertrauenserweckender als an den russischen? Wo sehen Sie denn da schwarz und weiß ? Ich sehe nur grau.
        Wissen Sie was auch die USA nicht interessiert ? Recht und Völkerrecht. Oder wieso marschiert man mit erstunkenen und erlogenen Massenvernichtungswaffen in den Iran ein? Warum marschiert man in Afghanistan ein, nachdem eine Bande Saudis Flugzeuge für Terroranschläge in Amerika zum Absturz brachte? Wo ist denn das Völkerrecht, wenn Clinton und Bush sich von der ekeligen Sekte von Enthauptern, Auspeitschern und Missbrauchern philipinischer Hausmädchen den Wahlkampf finanzieren lässt?
        Nein, sie predigen hier einer Fatamorgana, deren widerliche Ideologie morgen meinen Kindern mit Sexspielzeug und dem gemeinsamen planen eines Bordells zu Leibe rücken will, die die Freiheit des Wortes und der Lehre immer mehr zugunsten einer Orwellähnlichen Staatsherrschaft bis ins Wohnzimmer ersetzen will.
        Das was wir jetzt noch haben, wird doch gerade Stück für Stück abgebaut.
        Der Oligarchenvertreter aus Moskau ist gewiß nicht die Rettung, aber das gilt eben auch nicht für das was da über die Atlantikbrücke kommt.

        • Klaus Kelle Antworten

          Lieber Herr Andreas, Erich Honecker war auch eingewählter Regierungschef. War also sein Sturz und die deutsche Wiedervereinigug ein völkerrechtswidriger Umsturz, wohlmöglich von der CIA iniziiert?

          Janu wurde von seinem Volk aus dem Amt gefagt – das ist etwas anderes.

          Man marschiert in den Irak ein, weil dort die Trainingslager für Al Kaida waren, die Amerika angegriffen haben. Deshalb hat Bill Clinton diese Lager auch schon vor 9/11 als Bedrohung gesehen und bombardieren lassen. Leider nicht konsequent.

          • Walter Lerche

            Gut, dass damals nicht die DDR bombardiert worden ist, weil diese doch die westdeutschen Terroristen seinerzeit nicht nur unterstützte, Ihnen Kampfausbildung gab, sondern ihnen zudem Unterschlupf und Identität gab.
            Dieselben Leute, die immer von der Notwendigkeit des Weges „politischer Lösungen“ sprechen, werfen in eigener Sache sofort Bomben, wie im Irak die „Ausbildungslager“. Herr Kelle, Sie schreiben hier, dass Sie das gut finden und zu wenig geschehen ist. Zu bürgerlichen Werten erkenne ich dazu keinen Bezug.

          • Klaus Kelle

            Ich bin dafür, dass sich die Schwachen und bisweilen auch Friedfertigen effektiv wehren sollten, wenn sie von einem agressiven Nachbarn bedroht werden. Sehr bürgerlich ist das…

          • Walter Lerche

            Nicht nur die schwachen Friedfertigen, auch die starken Friedfertigen dürfe sich wehren. – Aber nicht, wenn der vermeintliche Feind 2000 km entfernt ist oder gar ein oder zwei Ozeane weit entfernt.
            Irgendwo ist Schluss mit „bürgerlich“.

          • labrador12

            Lieber Herr Lerche

            was würden wohl die Russen gatan haben, wenn die Trainingslager für Opfer in der Größenordnung 10 * Beslan sagen wir ebenfalls im Irak gewesen wären?

            Von Oben (Satelliten) zusehen?

          • Walter Lerche

            Haben die Russen Sateliten? Sie schreiben hier oft, dass sie nur Vodka können.

          • Klaus Kelle

            Mir persönlich ist egal, was „die Russen“ haben, lieber Herr Lerche. Auch wenn ich Ihre Einsatzfreude hier ehrlich bewundere, die Regionalmacht in Osteuropa irgendwie ins Gespräch zu bringen, beschäftigt sich der president electet heute bereits zwar offenbar mit einer Vielzahl von Themen, zu denen Russland aber erkennbar nicht zählt. Und die Frage, ob er ein Auto oder einen Wintermantel oder ein Smartphone aus russischer Produktion erwerben möchte, stellt sich in den hochentwickelten Industriestaaten der Welt nun wirklich nicht….

          • labrador12

            Lieber Herr Lerche,

            Sie: „Haben die Russen Satelliten? Sie schreiben hier oft, dass sie nur Vodka können.“
            – Da Sie anscheinend mich ansprechen: Können Sie abgeben, wo ich das je gesagt hätte?
            – Wie könnte ich den Kaviar vergessen? Spaß beiseite:

            Selbst Nordkorea hat eigene Interkontinentalraketen. Die fallen halt öfter auseinander, wenn Sie auf „Reise“ gehen. Dumm wenn das zum Geburtstag des Großen Was auch Immer passiert.

            Zurück zu Russland: Die Admiral Kusnezow hat ein Schwesterschiff, dass im unfertigen Zustand, 2000 an die Volksrepublik China zum verschrotten verkauft wurde. Nach einer längerer Ausrüstungs- und Modernisierungsphase wurde Sie von der Volksrepublik China im Jahr 2012 als Liaoning in Dienst gestellt (einige weitere werden folgen insgesamt sind angeblich 6 Träger geplant) Obwohl auch dieses Schiff Probleme mit dem Dampfantrieb hat, scheinen es die Chinesen trotzdem besser zu machen. Man sieht/hört nichts von einem Schlepper der das Schiff ständig begleiten muss.

            Auch die Russische Marine denkt in der Zwischenzeit anders als von Ihnen beschrieben. Russland plant mit „Schtorm“ einen Träger der die amerikanischen noch übertreffen soll. Von den Plänen weiß man bereits spätestens seit Mai 2015 (googeln Sie nach „Russland Flugzeugträger Presse“, einen Link auf die Zeitung „Die Presse“. Ob sich Russland damit übernimmt, ob ein einzelner Träger überhaupt Sinn macht, sind nicht meine Probleme

            Russland kann auch Raumfahrt, Raketen, hat gute Hacker (Programmieren ist eine ganz andere Ausprägung von Informatik, weil wesentlich mehr Systematik gefragt ist).
            Russen reüssieren auch im Ausland. Bekannt ist zB der Mitbegründer von Google, der russische Jude Sergey Brin, der im Alter von ~6 Jahren nach Amerika kam.

            Russische Militärflugzeuge haben dem Vernehmen nach eine gute Basis-Aerodynamik, vor allem, wenn man die Umstände ihrer Entwicklung bedenkt. Allein, das ist bloß ein Teil des Ganzen.
            Da wären noch
            – Sicherheit
            – Gewicht (russisch = groß & schwer)
            – Triebwerke (Verbrauch, Rauch, ..)
            – Dauerfestigkeit (die F-4 der Luftwaffe flog mit Kampfwertsteigerungen etwa 30 Jahre; eine entsprechende MiG wäre da schon einige Male vom Himmel gefallen)
            – Wartbarkeit (1 Flugstunden benötigt 10-100 Wartungsstunden)
            – Elektronik
            – Zukunftspotential
            – …

            Da sind einige Punkte dabei, wo Russland definitiv schwach ist

          • labrador12

            Sorry für den Schreibfehler
            – Da Sie anscheinend mich ansprechen: Können Sie angeben, wo ich das je gesagt hätte?

          • Walter Lerche

            Bitte sehen Sie mir nach, dass ich Sie nicht mit Hunderasse (Labrador) ansprechen möchte (Klarname wäre mir angenehm) und falls ich Sie mit dem Wodka von Herrn Kelle verwechselte.
            Gut gekühlt schmeckt der sehr gut. Man kann viel davon trinken, ohne Kopfweh zu bekommen. Er lässt sich gut trinken … mit Freund und Feind.

  3. Helga Antworten

    Ein falsches Wort genügt und man kann seine Familie nicht mehr ernähren im politisch-korrekten Deutschland. Dafür habe ich einiges Verständnis. Manches würde ich aber nur bei vorgehaltener Waffe schreiben.

    Es gibt keine völkerrechtswidrige Einverleibung der Krim .Die Bewohner der Krim hatten das Völkerrecht auf ihrer Seite, als sie für Russland stimmten.

    Das Völkerrecht ist übrigens scheissegal. Der US-Regierung sowieso. Fuck the EU! Wir haben recht und das Völkerrecht wird dem angepasst. Regime change, wenn uns eine Regierung nicht passt. Das ist dann Demokratie. Schließlich müssen die NGO’s mit ihrem Destabilisierungsauftrag ja in Übung bleiben. Mal sagen wir ja, mal sagen wir nein, wie es uns in den Kram passt und ganz ohne Moral. Das Recht des Stärkeren wird jetzt ausgetestet. Es gibt ja Leute, die sich freudestrahlend als Heizmaterial zur Verfügung stellen.
    Überall ist Chaos, Zerfall, Zivilisationsabbruch wo der Stärkere so segensreich gewirkt hat. Beim Zerfall wollen wir doch nicht zurückstehen, dazu sind wir zu zurückhaltend und klug.

    Ich habe mit keinem Wort den Gott-sei-bei-uns erwähnt!

    • labrador12 Antworten

      Liebe Helga,

      zu „Fuck the EU“
      Ist es nicht zum totlachen, wenn ausgewiesene EU Kritiker Victoria Nuland für diesen Ausspruch kritisieren, anstatt ihr aus vollstem Herzen zuzustimmen mit einem „Wo sie recht hat, hat sie recht“?
      Oder ist am Ende die Kritik mancher“ Pseudo-Kritiker“ gar nicht so ernst gemeint, eher ein „ich darf meine Familie schimpfen, es ist schließlich meine Familie, aber du darfst es nicht“?
      Ist es nicht zum brüllen, dass Menschen die die NSA (zurecht) kritisieren, sich nicht fragen, woher der Telefonmitschnitt für dieses Zitat kommt? Wenn man die (drei) Buchstaben der betreffenden Organisation nicht kennt, dann gibt’s diese Org. nicht, ja, ja, so einfach gestrickt sind manche Gemüter.

      „Das Völkerrecht ist übrigens scheissegal.“
      Ich stimme Ihnen da probehalber einmal zu. Halten wir uns vorerst an einfache Logik:
      Einerseits (in Syreien) finden Sie es absolut OK, wenn 12% Alawiten (Schiiten) über 74% Sunniten herrschen,
      Andererseits (auf der Krim) sind Ihnen 25 % Ukrainer viel zu wenig um 60% Russen zu regieren.

      Ihrer Logik zufolge wäre 25% viel kleiner als 12%. Verzeihen Sie, aber da regt sich Widerspruch in mir.

      Ich fände es de­gou­tant, wenn Sie sich aufgrund Ihrer „Russophilie“ als politisch verfolgt stilisieren, wo doch ab und an auch Politiker der Linken und der SPD ähnliches sagen. Wohingegen (manche) Kritiker an Merkles Grenzöffnung wirklich verfolgt werden (Wie immer man zu Akif Pirinçci steht, es gibt wohl keinen Zweifel, das er verfolgt wurde …)

      Das Verschwinden von der mörderischen Regime von Saddam Hussein, Muammar Gaddafi (oder allenfalls das Assad Regime) als „Zivilisationsabbruch“ zu beschreiben sieht mich unentschlossen …

      Unentschlossen ob ich ob dieser Ahnungslosigkeit weinen oder über soviel Bor­niert­heit laut auflachen soll! … Sie weinen wohl auch der tollen Zivilisation der DDR nach!

      Sie machen es mir wirklich nicht leicht: Wie sagt man einer Dame, dass sie eine Schraube locker hat? oder gibt es einen anderen Grund warum Sie sich fortwährend widersprechen?

    • Klaus Kelle Antworten

      „Die Bewohner der Krim hatten das Völkerrecht auf ihrer Seite, als sie für Russland stimmten.“

      Helga, die Karnevalszeit hat noch nicht begonnen. Die Ukraine sieht sieht das mit der Völkerrechtlichen Einverleibung durch Russland übrigens auch so. Und die sind, glaube ich, etwas näher dran an der Ereignissen.

      Dass russische Söldner übrigens auf dem Staatsgebiet der Ukraine jeden Tag Ukrainer umbringen, ist sicher auch völkerrechtlich in Ordnung…

      • Helga Antworten

        Klaus, wir leben nur noch im Karneval! Kölle alaaf!

        Allmählich gelange ich , entgegen meiner ursprünglichen Überzeugung, dass der Genderwahnsinn eine völlig adäquate Ausdrucksform ist. Manisches Irresein hat fast schon wieder was Gesundes.

      • Walter Lerche Antworten

        Leider ist es immer wieder so, dass Menschen sterben müssen im Spiel der Großen. Die großen Mächte spielen Schach miteinander und wir sind die Figuren. Böse und im Unrecht ist stets die andere Seite. Auch ist klar, wer damit angefangen hat: nämlich die andere Seite. Und es ist wohl so, dass dies schmutzige Schachspiel nicht dadurch endet, indem man den östlichen Spieler moralisch verurteilt. Moral fängt immer bei sich selbst und seinen eigenen Freunden an. – Ich sehe keinen, der besser wäre als der andere.

    • Friedrich Albrecht Antworten

      Ich frage mich ernsthaft, wie man so etwas schreiben kann? Auf welche Fakten stützen Sie Ihre Aussagen? Mir scheint, an den Berichten über Putins Trolle ist etwas Wahres.

      • Helga Antworten

        Herr Albrecht, ich stehe solide auf 2 Beinen.

        Einbeiner ohne Stütze kann man ganz leicht zu Fall bringen. Wenn hier in D. die Propaganda der Freunde auf Hochtouren läuft, dann ist es mir ein Anliegen, mein 2. Bein nicht verkümmern zu lassen. Wenn als Bsp. ein Thomas Roth ein 30minütiges Interview mit Putin auf 10 Minuten verkürzt, dann interessiert mich, was er nicht veröffentlichte. Ich suchte und wurde fündig. Thomas Roth darf jetzt plappern, was er will, ich weiß, ich muss immer nach dem suchen, was er nicht sagt, nicht sagen darf. Er ist schließlich Diener, von wem auch immer.

        Das ist keine antiamerikanische Haltung meinerseits, ebensowenig wie eine russenfreundliche. Es ist eine Haltung , die das Ganze verstehen will und sich nicht mit den Brocken für das für dumm gehaltene Volk zufriedengibt.

        Überprüfen Sie mal Ihr Konstrukt:
        Sie haben eine Meinung, wie fundiert oder nicht fundiert, kann ich nicht beurteilen. Wer diese nicht teilt, ist russischer Troll , stimmt’s?

        Dass wir die amerikanische Regierungstrollerei als Tatsachen schlucken müssen, obwohl alle „Erfindungen“ offen zu Tage liegen, nicht einmal kritisch hinterfragen dürfen, halten sie offensichtlich für gottgegeben, stimmt’s?

        Der für den Stärkeren gehaltene hat Recht, denkt der Einbeiner. Allerdings kann der Irrtum auch schon bei der Beurteilung der Stärke liegen.

        Ist das „trollig“?

  4. F. Giroud Antworten

    Die sogenannte Einverleibung der Krim ist völkerrechtlich nicht so einfach zu bewerten. Hier steht die Unverletzlichkeit der Grenzen dem Selbstbestimmungsrecht der Völker gegenüber. Die Abstimmung auf der Krim wurde von den USA bereits im Vorfeld nicht anerkannt und die OSZE durfte daher dort nicht als Überwachungsinstanz bei der Abstimmung teilnehmen. Unabhängig davon ist es völlig unstrittig, dass die überwiegende Mehrheit der dortigen Bevölkerung Russen sind und von daher es doch wohl sehr naheliegend ist, wie sie abstimmen.
    Aber selbst wenn man hierüber streitet, nicht streiten kann man über die dem Völkerrecht krass entgegenstehende Bombardierung Serbiens in 1999. Und das hat ausschließlich die USA ( und die NATO ) zu verantworten. Die Gründe waren mehr als scheinheilig. Es ging den USA ausschließlich darum, den Russen keinen Einfluss in Serbien zu gestatten. Zur Erinnerung: Serbien und Russland pflegten schon seit sehr langer Zeit enge Beziehungen, was auch an der gemeinsamen Religion ( Orthodox ) liegt. Ich darf an den Juli 1914 erinnern!!!!

    • Walter Lerche Antworten

      Genau so ist das. Es geht um die Zurückdrängung russischen Einfluss, wo immer das möglich ist.
      Dei Zurückdrängung des US-amerikanischen Einflusses betreiben derzeit nur die Chinesen, langfristig und offensichtlich erfolgreich. Zurzeit versuchen die USA, in Vietnam einen Fuß in die Tür zu kriegen. Obama sprach auch von militärischer Zusammenarbeit. Sie nutzen den Zwist zwischen China und Vietnam, um sich dort einzunisten. In Thailand bekamen sie wegen des dringend gewollten dauerhaften Militärstützpunktes eine Absage. So versuchen sie es halt beim nächsten. Und wer nicht mitspielt, der taugt nichts.
      ICH wäre ja sofort ein überzeugter Unterstützer der USA, wenn sie doch einmal wirklich etwas Gutes und Nachhaltiges für die Menschen in der Welt tun würden. Nicht nur mit Worten. Mir würde es schon genügen, wenn sie nicht ständig versuchen, anderen Ländern auf die Nüsse zu gehen und sich zurückhalten, wenn andere Länder NEIN zu den US-Interessen sagen.

      Natürlich braucht es hierzulande Journalisten aller Coleur, die das Image der USA und des Westens (ist damit die EU gemeint?) hoch halten und den vermeintlichen Gegner das Image eines Unholds verpassen. Möglicher Weise bewahren sie sich damit ihre berufliche Freiheit, vom Journalismus leben zu können.

      Abgesehen davon sagte ich früher immer: Wer die Macht hat ist ein Schwein. Und mir ist lieber, die US-Amerikaner haben hier das Sagen als Russen oder Chinesen.
      Unser privates Leben, wie wir es bisher kennen, wäre unter Russen und Chinesen so gewiss nicht möglich (gewesen). Und dass die USA unseren Wohlstand gegenüber dem Feind nicht mehr brauchen, das spüre ich jeden Tag mehr.
      Deshalb sind die besten Jahre Westdeutschlands bis zum Mauerfall Vergangenheit. Jetzt wird aufgebautes Vermögen abgezogen, es steht uns nicht mehr zu. Oder was passiert gerade mit dem Euro, der EZB, den EU-Schuldentransfers, dem angestrebten Bargeldverbot?

  5. Helga Antworten

    Antwort auf Klaus Kelle:
    „Und CETA und TTIP sind großartige Dinge, die unseren Wohlstand auf weitere 15 Jahre sichern werden.“

    Eine interessante Sichtweise. Ob die vom deutschen Mittelstand so geteilt wird? Ob das zu einer kulturellen Blüte führen wird? So wie ich mit beidem befasst habe, komme ich zu einem völlig anderen Ergebnis.

    „Wenn das die Beschützer des christlichen Abendlandes sind, dann herzlichen Glückwunsch!“

    Sie bekommen aber schon mit, dass das christliche Abendland sich gerade auflöst, sogar mit kräftiger Unterstützung der Kirchen? Exponentielle Entwicklungen sind Ihnen ja auch ein Begriff .

    Moscheebesuche im Pflichtunterricht, sind nicht abwählbar. Nur unter Strafe! Können Sie sich vorstellen, dass das umgekehrt gilt?
    Vergreifen sich moslemische Jugendliche an Ihren Töchtern, bleiben sie aus päd. Gründen straffrei. Machen Sie mal das Experiment mit Ihren Söhnen! Nur so tun als ob, also kein moslemisches Mädchen anfassen und nicht wehtun. Mal sehen, was geschieht!

    Und jetzt die große Frage: Wer hat den Schalter umgelegt, so dass wir offensichtlich irreversibel und „scheinbar“ völllig überrascht, von ganz vitalen , moslemischen, völlig ungegenderten „Naturburschen“ überrannt werden, die erkennen, dass sie nur zugreifen müssen, denn das christliche Abendland hält nicht nur alle Backen hin, also auch die Hinterbacken, sondern hat auch noch Entschuldigungen parat, wenn es „die Fresse“ poliert bekommt. Dafür leistet sich das deutsche ,christliche Abendland eine ganze Asyl – ,Flüchtlings- oder „Geflüchteten“-Industrie, damit vor allem deren Wohlstand gesichert wird. Pro unbegleiteten Jugendlichen lassen wir uns das eine Stange Geld kosten und zwar ohne Instrumente zu haben, eine Gegenleistung ernsthaft einzufordern. Bravo!

    So wie es aussieht, sind wir völlig wehrlos und schon in der Totalunterwerfung. Diskutieren Sie das doch mal mit Ihrer blitzgescheiten Frau, die ich nicht nur wegen ihres messerscharfen Verstandes schätze, sondern genauso wegen ihres Mutes und ihrer Haltung. Einfach mal die Realität aus verschiedenen Perspektiven beleuchten, ganz unemotional. Ihr Resummee darf durchaus opportunistisch ausfallen. Aber bitte ohne moralische Bewertung!

    Wir sind bereits mitten im Krieg und dieser Teil des Krieges hat nichts mit den Russen zu tun. Der Gender-Wahnsinn gehört zu den Kriegswaffen der Neuzeit, um eine Gesellschaft „windelweich“ zu machen.

    Das habe ich heute in der „Welt“ gelesen:
    „Leere Munitionsdepots, zu wenig Personal und fehlende Strategie: Die Soldaten sind noch lange nicht genug gerüstet, sagt der Chef des Bundeswehrverbands, André Wüstner. Das Parlament schweigt. Warum nur? “

    Die Welt ist eher nicht russophil, oder?

    Die Polizei könnte die gleichen Klagen anfügen. Wir sind in jeder Hinsicht auf dem Weg zu einem „failed state“. Vor allem haben wir in der UvL, die femistische Antwort auf echte oder eingebildete Bedrohungen. Ich warte schon auf Modemagazine, wo unsere Soldaten und Soldatinnen als Models die neuen militärischen Modelinien präsentieren.

    Wenn Sie daraus eine „-philie“ für irgendwas herauslesen, werde ich das zur Kenntnis nehmen. Allerdings würde das meine sehr pessimistische Sichtweise bestätigen, dass wir uns nur tiefer verstricken, ohne uns über konstruktive Lösungen Gedanken zu machen.

    • Klaus Kelle Antworten

      @Helga, danke für die freundlichen Worte über meine Frau – ich werde es ihr ausrichten. Und ich kann Ihnen versichern, dass wir jedes Thema hier aus „verschiedenen Perspektiven beleuchten“. Vor allem aber aus der deutschen Perspektive, also weder aus der amerikanischen, noch aus der russischen.

    • F. Giroud Antworten

      Helga, Ihr Zitat “ Wir sind mitten im Krieg“ trifft es!! Peter Scholl-Latour hat dies schon vor vielen Jahren prophezeit. Er meinte aber nicht einen Krieg mit Russland, sondern „Abendland“ gegen den Islam. Er wußte wovon er sprach. Er konnte arabisch und ist in der Welt sehr viel unterwegs gewesen ( hatte übrigens in Beirut studiert ).
      Das Imperium Romanum ist an der Invasion der „Barbaren“ letztlich zu Grunde gegangen, trotz Aufbietung gewaltiger Legionen. Zu deren Finanzierung hat man die damalige Mittelschicht ( nicht die „Reichen“ ) herangezogen; diese Schicht verarmte. Kommt mir irgendwie bekannt vor.
      Um es hier ganz deutlich zu sagen: Der Islam gehört nicht zu Europa und darf es auch nie!!

    • labrador12 Antworten

      Liebe Helga,

      sie kritisieren in diesem Beitrag vieles wie mir scheint berechtigt:
      – Moscheebesuche im Pflichtunterricht
      – die ungleiche Behandlung vor dem Recht für Bio und nicht Bio-„Deutsche“
      – die ,Flüchtlings- oder „Geflüchteten“-Industrie
      – etc

      das mit CETA und TTIP sehe ich so wie Herr Kelle, aber das ist eine andere Baustelle

      Wer hat den die Polizei auf dem Gewissen? Könnte es sein, dass das die Linke ist, der wir gestattet haben, das zu tum?
      Wer hat den die Bunderwehr auf dem Gewissen? Könnte es sein das das allen Parteien (inkl. der CDU mit Frau von der Leyen) sind?

      Bloß was hat das alles mit Putin zu tun?

      Wenn viele von der großen Mehrheit der Sunniten Syrien verlassen und nach Deutschland kommen, dann ist die kleine Minderheit der Alawiten nicht mehr ganz so klein. Ist das nicht hervorragen für Assad und seinen Verbündeten Putin?

      Was verleitet Sie dazu, in Herrn Putin einen „Beschützer des christlichen Abendlandes“ zu sehen?
      Weil er sich als solcher stilisiert?
      Wie war das noch mit dem „Poppen for Putin“, als sich seine Jugendorganisation im Moskau traf, um gegen das Aussterben der Russen zu „kämpfen“? Ist das für Sie christlich?

      Das Christliche Abendland werden wir wohl selbst beschützen müssen, das wird uns keiner abnehmen!

      • Helga Antworten

        „Wer hat den die Polizei auf dem Gewissen? Könnte es sein, dass das die Linke ist, der wir gestattet haben, das zu tum?“

        Richtig, aber im Gegensatz zu Ihnen, habe oder würde ich das nie gestatten! Also bitte vereinnahmen Sie mich nicht unter Ihr WIR!

        „Wer hat den die Bunderwehr auf dem Gewissen? Könnte es sein das das allen Parteien (inkl. der CDU mit Frau von der Leyen) sind?“

        Ja, gute Frage, die sie auch praktisch schon beantwortet haben. Und mit so einer Armee will man in den Krieg ziehen? Mit so einer Armee wollen Sie Putin drohen! Wo man schon im Inneren überfordert ist, weil es offensichtlich nur noch unreife Kindsköpfe in „Führungspositionen“ gibt.

        „Was verleitet Sie dazu, in Herrn Putin einen „Beschützer des christlichen Abendlandes“ zu sehen?“

        Sie sind ein Labrador, dem man Pawlow’sche Reflexe einprogrammiert hat. Dem läuft das Wasser im Mund zusammen, auch wenn er nichts zu fressen kriegt, nur weil er auf einen bestimmten Trigger programmiert ist.

        Labrador 12 liest Helga und schon ist er getriggert. Statt sinnerfassend zu lesen,setzt er seine pawlow’sche Interpretation an die Stelle . Ein Ungetriggerter würde was ganz anderes herauslesen .

        Wie käme Putin dazu das „christliche Abendland“ beschützen zu wollen? „Der Irre von Moskau“ wie „Nichtirre“ ihn bezeichnen, ist so irre wohl nicht . Wie hirnrissig wäre das denn, jemanden schützen zu wollen, der im Selbstmordmodus ist. Der Übergang zum Chrislam als Übergang ist vollzogen. Jetzt erfolgt die Übernahme und ein Labrador, der auf Trigger reflexartig reagiert, ist nun mal kein Schutzhund.

        Die Flanken hier sind offen, vor allem im Gehirn. Drogendealen, Polygamie, Kinderehe, Scharia ist inzwischen in Deutschland fester Bestandteil und bereits irreversibel verankert. Jedes „kultursensibel“ eroberte Terrain ist verloren. Ich warte, dass der erste Mann ohne Migrationshintergrund, die Forderung erhebt:
        Gleiches Recht für alle. Die 11jährige Philippina wird ab heute von mir im Bett „beschützt“, bei Nichtgefallen will ich sie zurückgeben dürfen. Vielleicht will man ja deshalb so unbedingt schon auch bei uns die Kleinsten abrichten, nach dem Motto: „Artgerechte Kinderhaltung“ beinhaltet sexuelle Frühbetätigung. Dann braucht man nicht mehr in die Ferne streifen, denn das abgerichtete Material ist zum Greifen nahe.

        In Einbeiner-Gehirnen wird das allerdings eher isoliert betrachtet.Daß das ausgerechnet jetzt so vehement von oben herab und ohne Not ins Erziehungswesen hineingepresst wird, jetzt wo Menschen ins Land strömen, die sich dagegen absolut schützen werden und dürfen, hat was mit Kriegsstrategie zu tun. Man spricht von Integration, während man selbst einigermaßen Integrations-Willige genau mit diesem Wahnsinn abstößt.

        Zu kompliziert, die verschiedenen Ebenen zusammenzufügen? Stimmt, vor allem für pawlow’sche Hunde. Denen wirft man ein Stöckchen nach dem anderen hin und sie springen, auch in den Abgrund. Wau-wau!

        • labrador12 Antworten

          Liebe Helga,

          das mit dem Pawlowschen Hund ist so eine Sache. Ich setze da etwas fort, dass Sie zuerst angesprochen haben. Mir kommt nämlich vor diese Hund „säße“ mir gegenüber; ich setze einen Reiz und bekomme Ihre Antwort … aber der Reihe nach:

          – was haben Sie selbst getan, um die Demontage der Polizei zu verhindern. Selbst im besten Fall kann es nicht viel gewesen sein, da es sonst Wellen geschlagen hätte die auch Österreich erreicht hätten. Als Österreicher kann ich weder zum Schutz noch zur Demontage der deutschen Polizei (oder Bundeswehr) beitragen. Daher ist dieser Vorwurf gegenstandslos!

          – Mein Neffe hat die deutsche KSK bei einer Übung in Österreich gesehen und war beeindruckt.
          – zur Zeit des kalten Krieges war die Bundeswehr wesentlich wehrhafter. Sowohl Zahl als auch Zustand sind auf dem Weg nach unten. Anscheinend, vielleicht bedingt durch die Wiedervereinigung und dann durch eine Entspannung, ist die Bundeswehr auf einem Weg, denn Österreich seit 1955 ging. Wir sponserten unsere Verstaatlichte Industrie und Ihr Euren heutigen Lebensstandard (oder die Flüchtlinge, ganz nach Ihrem Belieben)

          Das ist das Eine, das Andere:

          Wie Sie auf die Idee kommen, dass die Deutschen in den Krieg ziehen ist mir schleierhaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Russland so schwach ist, dass es aufgrund eines NATO Manövers mit ca. 4.000 Soldaten befürchtet, der Westen plane, in Russland einzumarschieren. Das ist so was von Absurd …

          „Wie käme Putin dazu das „christliche Abendland“ beschützen zu wollen“
          Was Putin wirklich will scheinen Sie besser zu wissen als ich, aber es gibt da Parlamentarier in Österreich, die Russland öfter besuchen, und die sagen dann Ähnliches. Deshalb auch die „“ allerliebste Frau Helga.

          Da wir
          – darin übereinstimmen, das weder der aktuelle noch der zukünftige US Präsident der „Retter des christlichen Abendlandes ist“ (Obama würde eher daran ersticken als diese „Gräte“ auszuspucken) und
          – da Sie mich freundlicherweise aufgeklärt haben, dass auch Putin das nicht tun wird,

          können wir mit meinem letzten Satz übereinstimmen: „Das Christliche Abendland werden wir wohl selbst beschützen müssen, das wird uns keiner abnehmen!“

          Ich nehme beglückt zur Kenntnis, dass Sie kein einziges meiner Argumente aufgegriffen und widerlegt haben, d.h. Sie stimmen mir zu, dass:
          – Assad (und damit auch Putin) durch vertreiben eines Teils der sunnitischen Mehrheit gewinnt, währen Deutschland, dass diese Menschen aufnimmt, verliert.
          – Assad als Vertreter einer kleinen Minderheit kaum Legitimität als Regierungschef hat.
          – Sie kennen das Jugendfestival „Poppen for Putin“ und wissen um die schrumpfende Bevölkerung und die damit verbundenen Probleme Russlands

          Es gäbe noch viele weitere Punkte, etwa:
          – die von Herrn Droste angemerkte russische Arbeitsmoral
          – Alkohol und fettes Essen
          – Abtreibung (auch wenn deren Zahl gesunken ist, bewegt sich die offizielle Anzahl noch immer im Spitzenfeld, da fehlt also noch sehr viel, bevor Russland ein Vorbild für uns sein könnte)
          – Teenage-Schwangerschaften (20% der Abtreibungen an Frauen unter 18 Jahren!)
          – was unter russischen Muslimen (und davon gibt es nicht wenige) außerhalb Moskaus passiert …

          Sie zählen ja einigermaßen gekonnt einige bedauerliche Missstände in Deutschland (gilt abgesehen von lokalen Ausprägungen ebenso für Österreich und den Rest Europas) auf,
          ABER
          Sie scheinen sooo unwissend zu sein was in Russland und anderswo in der Welt passiert

          Weil Sie in der Sache (außer der Beschreibung unserer bedauerlichen Zustände) nichts beizutragen haben, argumentieren Sie ad hominem, danke! Daher werte ich Ihre Pathologisierung meiner Person als Kompliment.

          Ich weis, dass wir in Europa knietief in der Jauche stehen und dass sie an unseren Beinen hochsteigt (bis hierher würden Sie mir wahrscheinlich zustimmen)
          ich habe aber eine ziemlich gute Ahnung davon, wie tief andere in der Jauche stehen. Es verschafft mir (im Gegensatz zu Manchen) keine Befriedigung, dass Andere noch tiefer in der Jauche stehen.

          Generell:

          Anscheinend haben Sie sich Ihre Rhetorik bei den AGM (Allzu Guter Mensch, copyright Ansgar Kruhn, Achse des Guten) aus Medien und Regierung abgeschaut.
          Sie versuchen ebenso wie die Systemmedien Ihr Gegenüber zu pathologisieren und für sich selbst Überlegenheit zu reklamieren, sobald Ihr Gegenüber anderer Meinung ist, anstatt auf die Argumente Ihres Gegenübers einzugehen und zu versuchen Sie zu wiederlegen. Mir kanns egal sein, es fällt ja auf Sie zurück!

          • Helga

            „Mir kanns egal sein, es fällt ja auf Sie zurück!“
            Sorry, aber hier musste ich schallend lachen. Ich habe jetzt noch Tränen in den Augen.

            Labrador12, es ist interessant welche „Mühe“ Sie sich mit „mir“ geben. Natürlich geht es nicht um mich. Natürlich gilt Ihre Mühe nicht mir.

            Ich habe offensichtlich voll ins Schwarze getroffen, deshalb müssen Sie den Auftrag erfüllen und mit wirren Behauptungen, die was ins Spiel bringen, was mit meinen Kommentaren nichts zu tun hat und reinen Unterstellungen versuchen, mich zu zerpflücken.

            Man kann das auch als Auftragsarbeit sehen.

            Mit freundlichen Grüßen
            Wau-wau

            PS. Das schreibe ich auch nicht für Sie!

          • labrador12

            Liebe Helga,

            – es freut mich, wenn Sie (über sich selbst?) lachen können.

            – Wie erwartet schreiben Sie wieder ohne Argumente. Unterstellungen scheinen Ihnen.angemessen.

            . Wenn man Ihr Mühen betrachtet und mit meinem vergleicht, scheinen Sie mir eine Nasenlänge voraus zu sein.

            Mit einem freundlichen tief krächzendem
            WUUFFF

          • labrador12

            Liebe Helga,

            mir fällt da gerade noch Ihr eigenartiges Postskriptum auf. Sie schreiben:
            „Das schreibe ich auch nicht für Sie!“

            Da es laut Ihren eigenen Worten nicht für mich ist, kann ich dass wohl nur so verstehen (und ich es hoffe natürlich auch für Sie), dass Sie für Ihr Mühen Ihren gerechten Lohn erhalten …

  6. Alexander Droste Antworten

    Puh, ganz schön hitzig, dieser Krieg.

    Und es wird noch doller. warten wir nur Killery.

  7. Walter Lerche Antworten

    Zurückhaltend und klug soll das sein, wenn die Nato Soldaten mit Panzern direkt an die russische Grenze schickt?
    Also „zurückhaltend“ wäre das Gegenteil.
    Und ob „klug“ werden wir wissen, wenn die Iskander-Raketen fliegen, die vor „klug“ nicht aufgestellt waren.
    Wenn man schon von der Nato nicht mehr erwarten kann, so bleibt die Hoffnung, dass Putin über genügend Zurückhaltung und Klugheit verfügt.

    • Klaus Kelle Antworten

      Wenn die Iskander-Raketen von ähnlicher HighTec-Qualität sind, wie der Flugzeugträger, der jüngst als dampfender Schrotthaufen durch den Ärmelkanal zuckelte, habe ich Hoffnung auf ewigen Frieden in Europa.

      • Walter Lerche Antworten

        Herr Kelle, ich teile Ihren Humor. Insbesondere weil Ihr Beispiel zeigt, dass die Russen nicht über eine so gefährliche und angriffsfähige Armee verfügen wie sie in letzter Zeit medial häufig dargestellt wird.
        So ein „Dampfschiff“ ist nicht Ausdruck von Allmachtanspruch, so wie andere ihn hegen. Somit können wir uns wieder hinlegen.

        • labrador12 Antworten

          Lieber Herr Lerche,

          wie viele Divisionen hat Russland in der Nähe der Grenze stationiert, und wie viele hat die NATO dort? Wissen Sie das zufällig? Wenn ja, was zeigt Ihnen das?

          Sollten die Russen einige 100 km von Ihrer Basis entfernt kämpfen, dann wird es spannend, Wie schaffen sie den Nachschub, wie sichern sie den Nachschub. Da benötigt es Organisation/Management und da wird es für sie wirklich spannend ….

          Einer von zwei wirklich fähige Managern die ich kenne war vorher englischer Berufsoffizier. Er hat mich wirklich beeindruckt, weil er nicht einer der üblichen Erbsen-Zähler (general manager) war.

          Die „Left Hook“ Strategie von General Schwarzkopf zB war eine logistische Meisterleistung. Man kann halt schwer mit einem M1 oder einem T90 zum nächsten Lidl oder Aldi um ein paar Leberkäse-Semmeln fahren.

          • Walter Lerche

            Oh, da haben Sie scheinbar keine Ahnung, wozu die Russen „organisatorisch“ in der Lage sind. Die brauchen kein Kino oder elektischen Strom mit Airkondition überall.
            Als die deutschen im 2. WK nach Kiew vorrückten, schafften es die Russen, das dortige Panzer-Werk in den Ural zu verlegen.
            Benzin-Fässer wurden über 200 km an die Front gerollt, ohne Transportmittel.
            Weil sie anfangs nicht genug Gewehre oder Schuhe hatten, mussten die armen Kerle ohne losstürmen und sich beim (deutschen) Gegner damit versorgen.
            Auf die eigenen Leute haben sie keine Rücksicht genommen. Sie wurden für das kollektive System „verheizt“. – Und da kommen Sie mit irgendwelchen Theorien.
            Ich bin davon überzeugt: Wenn auf beiden Seiten nichts mehr geht, Elektrik, Wasser, Wärme,… ausgefallen, dann sind die Russen klar im Vorteil und überlegen.
            Die von Ihnen genannten Theorien funktionier(t)en nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Russen brauchen keine Voraussetzungen, um zu kommen. – Ich denke, dies alles ist bekannt, wenn man es denn wissen will. – Erleben, so wie mein Vater einst, möchte ich das alles nicht!!!!!!

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