Eine „Klatsche“ hätten sich die Grünen vor dem Verfassungsgericht abgeholt, triumphiert CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt. Über die sogenannte Homo-„Ehe“ wird in dieser Legislaturperiode nicht einmal mehr abgestimmt. Und das ist richtig so.

Man weiß nicht, ob man die Homo-Lobbygruppen in Deutschland bemitleiden oder bewundern soll. Ja, wirklich: Die Hartnäckigkeit, mit der sie ihre Anliegen betreiben und immer wieder auf die Tagesordnung bringen, nötigt mir Respekt ab.

Ist es also diskriminierend, wenn der Vorstoß nach Einführung einer „Ehe“ für gleichgeschlechtliche Partnerschaften immer wieder scheitert? Kein Stück! Mit den eingetragenen Lebenspartnerschaften ist rechtlich für die beiden Partner(innen) alles geregelt, was zu regeln ist. Rechtsstaat halt. Bei dem Kampf um die Homo-„Ehe“ geht es um Symbolik, sonst nichts. Man will „Ehe“ sein – unbedingt.

Aber die Ehe ist eben auch im Verständnis des Artikels 6 unseres Grundgesetzes ausdrücklich privilegiert. Sie bezeichnet die auf lebenslangen Bestand angelegte Partnerschaft von einem Mann und einer Frau, aus der Kinder entstehen können. Punkt! Aus einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft können keine Kinder entstehen. Aus der Polygamie, wie wir sie aus dem islamischen Kulturkreis kennen, können Kinder entstehen, es ist aber nicht die Verbindung von einem Mann und einer Frau.

Was eine „Ehe“ ist, ist in Deutschland klar definiert. Und wir sollten uns davor hüten, das aufzuweichen, denn es öffnet die Tore für alle Art von Beziehungen und Partnerschaften, die dann auch „Ehe“ sein wollen. Niemand, der in einer Liebesbeziehung lebt, darf von der Gesellschaft dafür benachteiligt werden, wen oder wie er oder sie lebt. Aber eine Ehe ist eine Ehe ist eine Ehe…

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Dieser Artikel wurde 17 mal kommentiert

  1. Uwe_aus_DO Antworten

    Mir gehen die Rechte, die gleichgeschlechtliche Verbindungen haben, jetzt schon zu weit. Ich meine vor allem das Recht, Kinder zu adoptieren.

  2. colorado 07 Antworten

    Die drei Säulen, auf denen die menschliche Zivilisation aufruht, sind nach Überzeugung von Anthropologen „Ehe, Religion und Totenbestattung“. Und in allen drei Bereichen versumpft unsere Gesellschaft immer mehr.
    Adolph Kolping sagte: „Das Schicksal der Familie ( wozu wohl auch die Ehe gehört ) ist über kurz oder lang auch das Schicksal eines Landes.“

  3. Elena B. Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,
    Sie sagen genau das Gleiche , was Präsident Putin in der Doku von Oliver Stone «The Putin Interviews» (Folge Nr.2) gesagt hat.
    Heute werde ich mir die 3.Folge auf „1.Kanal Russia“ live anschauen.
    Ob diese Doku irgendwann in Deutschland gezeigt wird????????
    Aber wir haben viele Möglichkeiten, uns im Internet anzuschauen, was wir selber wollen, und nicht, was die ARD-ZDF Redakteure für uns ausgewählt haben!!!!!
    Und es ist gut so!!!!!!!!

    • Klaus Beck Antworten

      Werte Elena B.,
      um Himmelswillen: Wenn Sie diese Woche in der ZDF-Mediathek „Hitler – privat“, „Hitler – der Feldherr“, „Hitlers Angriff aus dem Weltall“, „Hitlers Stealth Bomber“, „Hitlers böse Bauten“, „Görings Nerzmäntel“ und und „Hitler und seine Hunde“ verpassen, werden Sie intellektuell und sozial sicher schnell den Anschluss verlieren!
      Russia TV und You Tube anschauen, ich glaub’s ja nicht. Das ist staatszersetzend!
      [Ironie aus]

  4. Helga Antworten

    Man sollte bei der Penetranz mit der das Ehe-Thema verfolgt wird folgendes betrachten:

    „Normale“ Lesben und Homos sind mit dem Erreichten, also eingetragene Partnerschaften, absolut zufrieden, weil es faktisch nichts mehr zu erreichen gibt. Aber es geht gar nicht um sie. Wie bei den nie endenden feministischen Forderungen geht es den Lobbyisten darum, auf jede Wunscherfüllung eine Neue zu satteln, weil das ein hervorrragendes Geschäftsmodell ist. Der Irrsinn wird ja dadurch getoppt, dass laut Gender-Religion alles ein Konstrukt ist, es folglich nur Wahl-Homos , Wahl-Lesben, Wahl-Heteros, Wahl-Unentschlossene, Wahl-Wechsler , usw . gibt.

    Aber Logik ist ja inzwischen auch postfaktisch. Folglich müssen wir so tun, als ob die „Wählenden“ zu ihrer Wahl gezwungen sind und sie folglich für ihre Wahl nichts können. Wenn ein Mann sich als Frau deklariert, er aber leider keine Kinder empfangen und austragen kann, hat die Gesellschaft dafür zu sorgen, dass er entweder Leiheier mit seinem Sperma befruchten und von einer Leihgebärmutter austragen lässt, auf Steuerzahlerskosten natürlich. Bestimmt taucht auch irgendwann die Forderung auf, nach add-on Gebärmüttern, damit Frauen nicht benachteiligt sind durch diesen angewachsenen Gebärapparat.

    In Kolumbien können jetzt auch mehrere Personen, egal als was , heiraten. Das ergibt ganz neue Möglichkeiten. Ein Dorf sollte dann auch heiraten dürfen. Rückkehr zum Tribalismus. Das ist dann der finale Fortschritt .

  5. S v B Antworten

    Wie ich irgendwo einmal gelesen habe, ist bereits angedacht, sein geliebtes Haustier zu ehelichen. Echt. Einen treuen Hund vielleicht, oder gar ein possierliches Frettchen? Nein, Herr Kelle, Sie haben recht. Den ewig weiter Bohrenden, den notorisch Fordernden geht es schlichtweg ums Prinzip, um größtmögliche mediale Aufmerksamkeit sowie um die vermeintlich stets vorenthaltene Anerkennung des Andersseins. Man wähnt sich immer noch in einer Opferrolle, die heute – dankenswerter Weise – nicht mehr zu besetzen ist.

    Haben Sie sich vielleicht auch schon einmal die – kleine – Mühe gemacht, eine Zeitungsseite mit Kontaktanzeigen visuell zu überfliegen? Ich tue dies bisweilen, um seit vielen Jahren festzustellen, dass die Zahl der Annoncen „Sie sucht Sie“, bzw. „Er sucht Ihn“ nach wie vor einen kleinen Bruchteil der Gesamtheit der Inserate ausmacht. Man kann demnach davon ausgehen, dass die Problematik von gewissen (Gender-)Kreisen künstlich aufgebauscht und mit erstaunlicher Zähigkeit in den sozio-politischen Vordergrund gepuscht wird. Alleine schon den Kontaktanzeigen nach zu urteilen, ist Homosexualität wohl doch nicht das Maß aller Dinge.

    Übrigens habe ich wunderbare homosexuelle Männer in meinem Freundeskreis. Keiner von ihnen hegt irgendwelche Wünsche, die über die zurecht gesetzlich verankerte, eingetragene Lebenspartnerschaft hinausgehen würden. Und auch die Adoption von Kindern steht nicht auf der Wunschliste der Paare.

  6. Joppich Antworten

    Lieber Herr Kelle,

    Ihren Ausführungen ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Einfach gut!!

  7. Walter Lerche Antworten

    Wenn ich den Querschnitt der Kommentare hier als meine persönliche Meinung öffentlich, z.B. gegenüber einem städtischen Mitarbeiter vom Grünflächenamt äußere, dann startet hinter meinem Rücken eine Eskalation, als wäre ich ein Staatsfeind. Dann werden erteilte Baugenehmigungen defakto unbrauchbar gemacht, dann wird plötzlich auf dem Nachbargrundstück eine Stadthalle geplant oder eine Kindereinrichtung oder Bushaltestelle. Dann bekomme ich einen Haken in meinem Datensatz, der selbst nach Löschung immer noch da ist, länger als ich lebe.
    Dann „wird man es mir mal so richtig zeigen“. – Hintergrund: Hier gibt es eine Freikirche, die ein Grundstück auf einem ehemaligen Güterbahnhof für den Bau einer Gebetsstätte gekauft hat. Einem Mitarbeiter dieser Kirche ist bei einer Begehung so ein Kommentar herausgerutscht. Jetzt liegt das seit Jahren brach und vor Gericht, Streit mit der Stadt, mit Behörden kann man eigentlich nicht gewinnen. Hat man erstmal ein „Nein“ bekommen ist das endgültig und schlimmer als gar nicht erst zu fragen. – Jedenfalls zeigt mir dieser Fall, wie verbohrt, intolerant, aggressiv und nachtragend diese Homo-Leute sind.

  8. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

    Bettina Böttinger hat heute in der WDR3-Sendung „Kultur am Mittag“ im Rahmen einer Grundgesetzbetrachtung einen flammenden Beitrag für die „Homo-Ehe“ verfasst. Nach ihrer Meinung hat das Grundgesetz nämlich nicht definiert, was eine Ehe ist.
    Die Väter und Mütter des Grundgesetzes konnten sich wohl gar nicht vorstellen, daß man auf die hirnrissige Idee kommen könnte, eine Ehe sei nicht die Verbindung von Mann und Frau und haben deshalb die Definition weggelassen.
    Hätten sie eine Definition hineingeschrieben, würden die Homo-Gruppen sicher eine Grundgesetzänderung fordern.
    Was wollen die Homosexuellen eigentlich erreichen? Geht es ihnen darum, zu beweisen, ihre Beziehung sei ebenso „normal“ wie die Beziehung zwischen Mann und Frau? Oder welche Vorteile versprechen sie sich von der Ehe?
    Lieber Herr Kelle, die Hartnäckigkeit der Homo-Gruppen, die für nur wenige Prozente unserer Bevölkerung sprechen, führt bei mir nicht zu Respekt, im Gegenteil, ich fühle mich genervt und bin verärgert, wenn Parteien ohne Not Monate vor der Bundestagswahl ihre Koalitionsbereitschaft an der Homo-Ehe festmachen.
    Sollte die Homo-Ehe kommen, werden wir längst nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sein. Es wird der Wunsch nach Kindern auftauchen.
    Die dadurch enstehenden Probleme sind von Helga bereits angesprochen worden.

    • Hans-Peter Antworten

      Sehr geehrte Frau Königs-Albrecht,
      danke für Ihren Beitrag. Sie haben sich sachlicher mit dem Thema auseinander gesetzt als Herr Kelle, finde ich. Mit „Punkt!!“-Aussagen wird man der – sicherlich in erster Linie politisch motivierten und weniger einem dringenden gesellschaftlichen „Bedürfnis“ entsprechenden – Diskussion nicht gerecht. Ich weiß nicht, wie Herr Kelle zu der Aussage kommt, Ehe sei eine „auf lebenslangen Bestand angelegte Partnerschaft von einem Mann und einer Frau, aus der Kinder entstehen können“. Im GG finde ich das definitiv nicht, und juristische Gesetzesauslegungen sind vom Zeitgeist geprägt, der sich bekanntlich ändern kann. Die Fragen, die Sie zu dem Thema stellen, stelle ich mir auch; es wäre schön, wenn es dazu mal nachvollziehbare Antworten gäbe. Kelle sagt: Man will „Ehe“ sein – unbedingt. Warum eigentlich? Vielleicht aus traditionalistischer Prägung? (Homosexuelle stammen doch meist aus heterosexuellen Beziehungen, oder nicht?)

  9. Walter Lerche Antworten

    Ich denke mal strategisch: Zerstörung von Ehe und Familie ist das Ziel!

    „Man möchte Ehe sein“ ist nicht das Ziel, sondern der Weg!
    Der Weg wohin? Na ganz einfach: Die Ehe zu zerstören!!!!!

    Wenn jeder und alles „Ehe sein kann“, dann wäre damit doch die wirkliche Ehe entwertet. Wenn künftig jeder nach seinem Bedarf Geld drucken dürfte, was wäre das bisherige Geld noch wert?

    Passt das Ziel „Zerstörung von Ehe und Familie“ in die Gender-Ideologie, ja oder nein? Fall ja, dann hat man damit die Antworten darauf, warum diese Homos immer mehr verlangen und mehr und mehr. Ich gehe sogar noch weiter, indem ich denke, dass die Universal-Ehe-Forderer für alles und jeden selber gar keine Homos oder Lesben sind, sondern dass sie dieses Thema missbrauchen für Gender-Wahn.
    Ist es etwa nicht so, dass Politiker weltweit und in Europa besonders schon lange keine Probleme mehr lösen, sondern selbige ausschließlich instrumentalisieren und für diesen Zweck sogar Probleme generieren?

    Und warum betreiben diese Leute die Änderung des Grundgesetzes, wenn doch nach deren eigener Darstellung im Grundgesetz gegen ihr Vorhaben nichts steht?
    Das ist so, als wollte jemand einen Text ändern, den es gar nicht gibt.
    Wie bekloppt ist das denn?

    • S v B Antworten

      Ein dreimal Hoch der heiligen Beliebigkeit, hoch, hoch, hoch! Nichts muss, alles kann. Herrlich! Allerdings gibt es eine Ausnahme: die fast schon zur Religion erhobene politische Korrektheit; sie ist strikt einzuhalten, immer und überall. Mir kommt all das geradezu archetypisch für eine Gesellschaft vor, die im Begriff ist, sich sich selbst aufzulösen. Eine solche Entwicklung verfolgen zu dürfen(?) ist zwar spannend, aber gleichermaßen schmerzhaft.

      • Walter Lerche Antworten

        Eine Gesellschaft kann sich nicht auflösen! Wie sieht eine aufgelöste Gesellschaft aus? Solange die Leute neben- oder miteinander leben, existiert Gesellschaft.
        Oder meinen Sie, unsere Gesellschaft „verändert“ sich?
        Genau ist m. E. das Ziel derjenigen, die den Widerstand unserer bislang kultivierten Gesellschaft reduzieren und brechen wollen. Wie herrlich wäre es doch, könnte man die Bevölkerung ausbeuten, wie man möchte. Die Frage ist nur „wer ist ‚man'“. – Hat man erst Ehe und Familie gekippt, dann sind die größten Brocken aus dem Weg geräumt. Wäre das so abwegig?

        • S v B Antworten

          Gewiss haben Sie verstanden, was ich mit „aufzulösen“ ausdrücken wollte, lieber Herr Lerche. Sie nennen es Veränderung. Der Begriff Veränderung ist ambivalent; eine Veränderung kann zum Negativen wie auch zum Positiven hin erfolgen. Der Begriff Auflösung hingegen steht – für mich jedenfalls – in diesem Zusammenhang für etwas eindeutig Unheilverheißendes.

          Dass Institutionen wie Ehe und Familie derzeit hochgefährdet sind, dass wir uns für beide folglich sehr entschieden einsetzen müssen, darüber sind wir uns sicher einig.

          • Walter Lerche

            Ja, ich stimme mit Ihnen überein. Doch leider ändert das nichts an der Talfahrt unserer Heimat.

  10. Dorothea Hohner Antworten

    Lieber Herr Kelle und Kommentatoren hier,

    es ist doch so, daß sich bei diesem Thema ALLE einig sind, zu Recht!

    Eine Ehe ist eine Ehe ist eine Ehe…Punkt! Ein Punkt, der mir sehr gut gefällt, interpunktionsmäßig richtig sitzt und ALLEN anderen hier auch gefällt….Ausrufezeichen!

    Danke allseits…..

  11. Walter Lerche Antworten

    Die SPD schließt eine Koalition mit der CDU definitiv aus, wenn die „Ehe für alle(s)“ nicht in den Koalitionsvertrag reinkommen sollte.
    Frage:
    Warum nimmt die SPD dafür dieses Thema und kein anderes?
    Warum nimmt die SPD nicht „Kostenfreiheit von der Kita bis zum Studium“?
    Oder ihr Rententhema oder Thema Steuerreform?
    Die SPD nimmt also kein Thema, was Geld kostet. Sie nimmt ein „billiges“ Thema, welches kein Geld kostet.
    Bei aller Verfechtung für Ehe und Familie, ist es nicht so, dass kostenfreie Bildung von der Wiege bis zur Bahre wichtiger weil für die Mehrheit relevanter ist?
    Im Gegensatz, wie viele von den Homos werden denn tatsächlich heiraten? Vermutlich eher die stabileren Lesben-Partnerinnen, damit sie ihrem naturgemäßen Anliegen nachkommen, ein Kind großzuziehen. Bei den Männern wollen das wohl wenige, weil deren Partner wechseln häufiger. – Nochmal die Frage: Warum also wird dieses eher weniger wichtige und „billigere“ Thema als Hauptbedingung für eine Koalition genommen?

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