Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: mein Vier-Punkte-Plan für die CDU

Mehrere Teilnehmer der CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz gestern in Berlin schwärmtenmir am Abend am Telefon vom neuen „Zusammengehörigkeitsgefühl“ vor. Einer sagte: „Ich hatte seit langer Zeit mal wieder das Gefühl, auf einer CDU-Veranstaltung gewesen zu sein.“ Wohlgemerkt, das sagt ein Kreisvorsitzender, der jede Woche bei Veranstaltungen unter dem Label „CDU“ unterwegs ist. Nach allem, was ich von gestern gehört habe, war die Kreisvorsitzendenkonferenz eine ernsthafte und intensive und auch – dar man das noch sagen? – kameradschaftliche Veranstaltung. Niemand wurde geschont, ganz besonders Armin Laschet nicht, dessen ehrlich einsichtige, in Momenten fast demütigen Beiträge bei allen gut ankamen, die noch vor drei Tagen bereit waren, mit Mistgabeln und Fackeln zum Adenauer-Haus zu ziehen, um den Augiasstall nach der verheerenden Niederlage bei der Bundestagswahl aufzuräumen.

Egal, wer neuer Vorsitzender dieser Jahrzehntelang großen und erfolgreichen Partei in Deutschland wird, er muss aus meiner Sicht folgendes unbedingt tun:

1) Die ganze Blase der sogenannten Spin-Doktoren im Konrad-Adenauer-Haus fristlos kündigen! Denn die überbezahlten Herrschaften mit den Drei-Tage-Bärten und dem Hang zu teuren Rotweinen tragen erhebliche Mitschuld an der Tragödie, die Mitglieder und Wähler der CDU in den vergangenen Jahren erleiden mussten. Die CDU ist nicht die Partei der „urbanen Hippster“, das war sie nie, das wird sie nie, und ich will auch gar nicht, dass sie das wird. Im SUV zum Bioladen – das können die anderen machen. Ich will Freiwillige Feuerwehr und Bürgersinn, wirtschaftliche Vernunft, Handwerk und Mittelstand, sonntags Gottesdienst und anschließend Stammtisch, Familie aus Mann, Frau und Kindern, innere und äußere Sicherheit und Souveränität beim Schutz unserer Grenzen und als Teil einer EU souveräner Staaten.

2) Der nächste Bundesvorstand darf auf keinen Fall eine Ansammlung altbekannter Köpfe, nur neu sortiert, werden. Da müssen wirklich frische Gesichter rein, die etwas geleistet haben. Ich persönlich – als politischer Romantiker – würde drei Plätze im nächsten Bundesvorstand für CDU-Politiker aus der Provinz rservieren, die etwas geleistet haben. Politiker, der besonders viele neue Mitglieder in ihrer Ortsunion aufgenommen haben, zum Beispiel. Oder welche, die gegen den Trend, Stimmenzuwächste bei den Wählern erzielen konnten – von mir aus bei einer Bürgermeisterwahl. Aber diese Partei braucht jetzt Menschen, die die Ärmel hochkrempeln und ein Beispiel geben. Die Apparatschiks müssen raus.

Warum ist eine Karin Prien aus Schleswig-Holstein immer noch Mitglied der CDU? Im Bundestagswahlkampf hatte sie öffentlich und medienwirksam dazu aufgerufen, den SPD-Kandidaten im Bundestagswahlkreis 196 Schmalkalden/Thüringen zu wählen, um ihren eigenen Parteifreund Hans-Georg Maaßen zu verhindern. Wenn das nicht parteischädigend ist, dann weiß ich nicht, was das sonst noch sein soll. Warum leitet niemand ein Parteiausschlußverfahren gegen diese Frau – eine Landesministerin – ein? Klar, weil sie eben eine Landesministerin ist und in Bundesgremien sitzt. Und da kann ein Parteiausschluß nur von eben diesem Gremium eingeleitet werden, sagt die CDU-Satzung. Und bitte: Welche Krähe hackt einer anderen ein Auge aus?

Frau Prien war übrigens auch im „Kompetenzteam“ von Armin Laschet, ich weiß nicht, ob Sie sich noch an diese…Veranstaltung…erinnern können. Dass jetzt darüber gesprochen wird, sie müsse nun – als Frau (wohl der neue Ausweis von Kompetenz) – in den nächsten Bundesvorstand gewählt werden, das muss ein schlechter Scherz sein. Der Volksmund in Köln würde sagen: „Fott damit“, denn „Wat fott es, es fott“.

3) Der CDU Deutschlands braucht einen neuen Vorsitzenden und einen neuen Vorstand, und natürlich gab es da bisher auch richtig gute Leute, die aber wenig zu melden hatten unter den Pupenspielern des Kanzleramtes, die den Laden fest im Griff behielten. Manche saßen in den Sitzungen, die Faust in der Tasche geballt. Und wenn Sie Parteipolitik kennen, dann wissen Sie, dass das System so ist. Wer keine Hausmacht hat und aufmuckt, der verliert. Erbarmungslos.

Politik ist keine Pussyveranstaltung. Wer allein gegen den Strom schwimmt, stirbt. Der neue Vorstand muss eine Mischung sein aus frischen und anständigen Menschen aus der Vergangenheit und vielen Neuen. Ich persönlich – aber das machen sie nie im Leben – würde als erstes alle kooptierten Großkopferten rausschmeißen. Die Ministerpräsidenten, Bundesminister, selbst die Landesvorsitzenden – wenn die in den Bundesvorstand wollen und bei Hofe kostenlos belegte Brötchen essen, dann sollen sie sich gefälligst bei ihrer Partei vor Ort zur Wahl stellen! So wie alle anderen auch, die da rein möchten.

Und kooptieren würde ich nur die Vorsitzenden der Vereinigungen, also Junge Union, Frauen Union, MIT, OMV und – gibt es die überhaupt noch? – die CDA. Und jede Bundesvorstandsitzung würde ich damit beginnen, dass diese Leute in der ersten Viertelstunde dem Vorstand berichten, was sie tun, wie viele Mitglieder sie neu aufgenommen haben und falls sie Mitglieder verlieren, warum. Und wie sie das ändern wollen. Wie in einem Unternehmen. Rudy Giuliani hat das in New York seinerzeit als Bürgermeister so organisisert. Jede Woche mussten die Bezirkschefs der Polizei antanzen und erklären, warum es so viele Straftaten bei ihnen gab und was sie nun tun wollen, um die Bürger zu schützen. Ich liebe solche Geschichten, und sie sind wahr. Und er hatte großen Erfolg damit.

4) Ach ja, die Personalien… Kein Zweifel, dass es eine ganze Reihe qualifizierte Persönlichkeiten in der CDU gibt, Männer wie Frauen. Ich bin kein Politiker, kein Delegierter, nur einer, für den die CDU mal im wahrsten Sinne des Wortes Lebensinhalt war. Schüler Union, Junge Union, RCDS, Stadtverband, Ratsherr, Kreistagsabgeordneter…wenn es damals möglich gewesen wäre, hätte ich sicher auch einen Vorstandsjob bei der Frauen Union übernommen. Heute würde diese CDU das zulassen, wenn ich morgens vor der Wahl erkläre, dass ich mich gerade als Frau verstehe.

Sie haben all diesen linksgrünen Schwachsinn mitgemacht und befördert. Und jetzt sind sie nur noch die Hälfte von dem, was sie mal waren. Kurzum: Friedrich Merz ist zwar kein neues Gesicht, aber aus meiner persönlichen Sicht der abolut Richtige für den Job. Punkt. Und ich wünsche mir einen Christoph Ploß aus Hamburg in der ersten Reihe, Tilman Kuban sowieso, und dann endlich wieder auch mal zwei, drei ausgewiesene konservative Gesichter am Tisch, die keine Angst haben, den Mund aufzumachen. Wäre ich Kandidat für den CDU-Vorsitz, würde ich meine Kandidatur davon abhängig machen, dass in den neuen Vorstand dann auch Hans-Georg Maaßen und Sylvia Pantel gewählt werden, die so viel haben einstecken müssen für ihre ehrlichen konservativen Überzeugungen – auch und gerade von Leuten, die sich „Parteifreunde“ nennen, die aber Heckenschützen sind.

Die CDU ist noch lange nicht über den Berg, wie könnte sie? Wahrscheinlich wird sie nie wieder zu ihrer einstiger Stärke zurückfinden. Aber es gibt die Hoffnung auf bessere Zeiten. Christen wissen, dass es immer Hoffnung gibt. Christdemokraten auch. „Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt“, hat Konfuzius gesagt. Diesen ersten Schritt ist die CDU gestern gegangen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

P.S. Ich habe vergangene Nacht einen Beitrag zum gleichen Thema auf unserer Online-Tageszeitung TheGermanZ verfasst, den sie hier lesen können. Die Zugriffszahlen am frühen Morgen gehen durch die Decke, das Dreifache der sonst schon sehr guten Zahlen. Ich habe in der Folge bereits vor 8 Uhr schon sechs Einladungen zu Vorträgen und Diskussionen bei CDU-Verbänden bekommen. Was irgendwie möglich ist, mache ich gern, aber es wäre schön, wenn es in diesem Jahr noch sein soll, dass wir das etwas strukturieren. Wer also eine Idee hat oder den Wunsch, dieses Thema mit mir zu diskutieren, bitte schreiben Sie mir persönlich: [email protected] ! Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag! Ihr Klaus Kelle

Sind Sie der Meinung, das musste mal gesagt werden? Dann unterstützen Sie bitte meine Arbeit über PAYPAL hier oder durch eine Überweisung auf unser Konto bei der Stadtsparkasse Wuppertal DE06 3305 0000 0000 3447 13 !

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Dieser Artikel wurde 28 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Solange die „Granden“ dieser ehemaligen Volkspartei weiterhin lautstark herumposaunen, „Mutti“ habe „16 Jahre lang dieses Land gut beschützt“ und Deutschland „sicher durch jede Krise geführt“ und sich noch lautstärker bei ihr „bedanken“, solange da angesichts zahlloser und absoluter Fehlentscheidungen keine Distanzierung und öffentliche Aufarbeitung erfolgt, glaube ich all dem Getöse bzgl. „Erneuerung“ nicht einen Ton. „Wir haben verstanden !“ ? Ich lache laut und silberhell …

    Ein Jens Spahn, der bei all dem von ihm zumindest wesentlich MITzuverantwortenden Chaos und der auch hier zahlreichen Fehlentscheidungen in der Corona-Pandemie davon träumt, CDU-Vorsitzender zu werden, hat den Schuß noch immer nicht gehört.

    Und, lieber Herr Kelle, wer den ( berechtigten ) Rausschmiß von Frau Prien fordert, muß konsequenterweise auch den Parteiausschluß von Daniel Günther verlangen.
    DER hat ebenfalls ( bei Lanz ) öffentlichkeitswirksam „gehofft“, daß ein Hans-Georg Maaßen NICHT gewählt wird.

    Wer darüberhinaus noch von Koalitionen mit der Mauerschützenpartei schwadroniert, ist in der SPD, bei den Grün*/-/:/_/Innen oder bei den Bartschens und Gysis dieser Welt besser aufgehoben, ganz sicher aber kein „neues, hoffnungsfrohes Gesicht“ der CDU.

    Auch solche „coolen“ Dreitagebartträger wie der sächsische MP Kretschmer oder „Überflieger“ und „Leistungsträger“ wie Tobias Hans sollten sich nach neuen Jobs außerhalb der Politik umsehen.

    Anfangen können wir sofort mit dem vom „Pawel“ zu „Paul“ mutierten Generalsekretär, der für den phantastischen Wahlkampf verantwortlich ist.

    Wenn die CDU tatsächlich eine Mitgliederbefragung durchführt, die dann auch von den „Hinterzimmern“ akzeptiert wird, kann eigentlich nur Friedrich Merz dabei herauskommen.

    Alles andere würde ins Desaster ohne Ende führen.

    Aber wenn die Sozen jetzt schon mit Herrn Klingbeil liebäugeln und ihn nicht nur als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt, sondern auch noch als Parteivorsitzenden sehen, sieht man, wie weit es dort mit dem Personal gekommen ist.

    Ich halte die Wette immer noch, daß nach dem Rückzug von Walter Norbert Borjans auch Eskia Sasken demnächst das Handtuch werfen und der geborene Arbeiterführer Kevin Kühnert seinen Hut in den Ring pfeffern wird.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Hallo H.K.,

      Sie haben mir aus der Seele gesprochen.

      Daß die verlorene Bundestagswahl nur Armin Laschet angehängt wird, stört mich sehr. Die CDU an die Wand gefahren hat nicht Laschet, sondern das war die Kanzlerin allein. Ihre Schranzen haben es zugelassen. Und Laschet hatte nicht die Traute sich von der „Göttlichen“ deutlich zu distanzieren.

      Ich bin wie Sie der Meinung, daß Merz, Maaßen und Pantel eine gewichtige Rolle in der CDU spielen sollten. Auf Spahn, Hänschen und Kretschmer können wir gerne verzichten und die Dame Prien gehört natürlich auch entsorgt.

      Es ist spannend, ob die Basis sich tatsächlich zu einem Neuanfang aufraffen kann. Viel zu lange hat sie das böse Spiel sehenden Auges mitgemacht.

      • H.K. Antworten

        Friedrich Merz ist meiner bescheidenen Meinung nach der Einzige, der – zumindest bei der Basis – über genügend Rückhalt verfügt, die Partei wieder aufzurappeln und zu stärken.

        Hans-Georg Maaßen ist für mich ein ruhig, sachlich, nüchtern und realistisch argumentierender Mensch, der von einem bis dahin sehr geschätzten Horst Seehofer wie der letzte Gangster behandelt wurde. Er gehört ganz sicher zu denen, die eine wichtige Rolle in der Nach-Merkel CDU spielen sollte.

        Bei Frau Pantel bin ich nicht Ihrer Ansicht.

        Nachdem ich sie bei einer Veranstaltung kennengelernt und gesprochen habe, schickte ich ihr kurz darauf eine sehr freundliche e-mail.

        Wer es nicht für nötig hält, wenigstens kurz zu antworten, bekommt meine Stimme ganz sicher nicht. Gut zwei Jahre sollten für eine Antwort ausreichen.

        Manche Politiker, nicht nur, aber wesentlich bei der Union, haben noch immer nicht begriffen, daß sie so auch Wähler vergraulen.

        • Hildegard Dr. Dr. Königs-Albrecht Antworten

          Schade, daß Frau Pantel Ihnen nicht geantwortet hat. Ich habe sie genau anders erlebt. Nach einem Gespräch vor der vorletzten Bundestagswahl und meinem Dank per Email schickte sie mir einen Gruß zurück.

          Ich schätze Frau Pantel wegen ihrer Familienpolitik und ihrem Mut, anders als die Fraktion abzustimmen (zum Beispiel bei der Abstimmung über die Aufnahme von Kinderrechten in das GG).

        • Konrad Kugler Antworten

          Es ist furchtbar, immer wieder sehen zu müssen, daß die Wähler sich von Kleinigkeiten beeinflussen lassen.
          SPD, FDP, Linke, Grüne haben bei mir keine Chance, weil ich deren Menschenfeindlichkeit richtig einschätze. Wer gegen Ehe, Familie, für „Kinderrechte“ im GG, aber tatsächlich auch gegen Privatbesitz agiert, alles Grundlagen einer menschengemäßen Ordnung, der ist Extremist.

          • H.K.

            Herr Kugler,

            ich gehe davon aus, daß Sie mich in Bezug auf „Wähler“ und „Kleinigkeiten“ meinen.

            Wenn ich jemanden anschreibe, erwarte ich auch i.d.R. eine Antwort bzw. eine Reaktion.

            Wenn Sie das anders sehen, ist das selbstverständlich Ihr gutes Recht.

            Grundsätzlich fühle ich mich als Wähler, Bürger, Kunde oder was auch immer allerdings nicht „ernst genommen“, wenn keine Antwort kommt.

            Und wenn z.B. ein Helmut Kohl oder ein Christian Lindner antworten kann, und zwar persönlich, und „mein“ Bundestagsabgeordneter seit vier Jahren nicht, so ist das aus meiner bescheidenen Sicht keine „Kleinigkeit“.

            Ich zumindest verschenke meine Stimme nicht.

  2. Jens Gnisa Antworten

    Den Roten Faden „zurück zu den Wurzeln“ trage ich absolut mit. Aber ein politischer Konservatismus wird nur überleben, wenn er Themen der jungen Generation und der Zukunft besetzt. Bei nicht mal 10 % bei den Erstwählern müssen erst Recht die Alarmglocken schrillen. Da sind viele Themen von konservativer Seite unbearbeitet geblieben: Umweltschutz ist doch ein ureigenes konservatives Thema, den ersten Umweltminister gab es unter Kohl. Oder: Migration – die CDU hat mit der Lebenslüge gelebt, Deutschland sei kein Einwanderungsland. Wir hätten stattdessen Einwanderung nach dem kanadischen System einführen müssen. Oder: was heisst Patriotismus in Zeiten der Globalisierung und der zusammenwachsenden EU? Unsere Sache muss es sein, eine gerechte Weltordnung zu schaffen – gegen China als neue Hegemonialmacht.
    In vielen Bereichen hat Deutschland die technische Entwicklung verpasst: klar, Konservative fahren nicht mit dem SUV zum Bioladen, auch nicht mit dem Lastenrad – aber wie soll der moderne Verkehr aussehen? Der technische Zustand Deutschlands und seine Infrastruktur sind in weiten Teilen beschämend. Für all diese Themen brauchen wir konservative Antworten. Die jungen Leute verbinden uns leider mit Selbstbedienung in Krisenzeiten (Maskendeals), mit Provisionen und einem System in dem niemand mehr für Fehlleistungen (Scheuer!) die Verantwortung übernimmt.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Wir müssen nicht nur auf China schauen, wir sollten auch auf die USA sehen.

      Von dort sind viele Probleme gekommen, mit denen wir uns heute rumschlagen müssen: Great Reset, Gender, Cancel Culture, Political Correctness und Woke-Bewegung, Black lives matter und nicht zuletzt die fragwürdige Corona-Politik, die von BigMoney ohne jede demokratische Legitimation gesteuert wird.

      China und die USA arbeiten inzwischen auf manchen Feldern wie Kernkraft und Virologie, sogar bei Gain of function Forschung in Wuhan, zusammen. In wie weit die Politik der USA von BigMoney, BigTech und BigPharma bestimmt wird, kann man nur vermuten.

  3. Cleverfrank Antworten

    Ist es Zufall, daß die „Werteunion“ nicht erwähnt wurde ? Zudem sie von Armin Laschet als nicht zur CDU gehörig bezeichnet wurde. Vielleicht weil damit zuviel Nähe zur AfD suggeriert werden könnte ? Nur würde sich die CDU damit die zukünftige Option einer Koalitionsbildung oder Duldung auf der rechten, konservativen Seite des politischen Spektrums nehmen. Zur Freude der linksorientierten Parteien.

    Zugegebenermaßen muß die weitere Entwicklung der AfD genau beobachtet werden.

    • Konrad Kugler Antworten

      Was ist Rechts? Rechts ist bis radikal richtig.
      Die Forderung nach Abschaffung der Todesstrafe war genau so radikal, wie es die Forderung nach Wiedereinführung wäre.
      Deutschland zuerst ist nur Vernünftig.
      Die zur Zeit herrschende Fernstenliebe konterkariert die Nächstenliebe.
      Der Bürger hat das Recht, von der Regierung in Ruhe gelassen zu werden.
      Südafrika bekommt für den Kohleausstieg von Merkel 700 Mrd. Euro.

      Niemand von den Konservativen hat den Charakter von Ideologien begriffen. Das geht an mit dem Kampf gegen Rechts. Der zielte genau gegen das konservative Weltverständnis, dem christlichen Abendland, das nicht nur auf drei Hügeln, sondern auch auf den Zehn Geboten errichtet ist.
      Theodor Heuß, unser erster Bundespräsident: Das Christliche Abendland ist gegründet auf drei Hügeln, Golgotha, Areopag und dem Kapitol, Christentum, griechisches Denken und römisches Recht.
      Wer echte Nationalisten sucht, muß nach Polen schauen. Die sind so. Kein Wunder.
      Aber sie sitzen zwischen Deutschland und Rußland.

  4. Der Zeitzeuge Antworten

    CDU/CSU Sympathisanten beobachten fasziniert die Reduzierung der schwarzen Fliegen an der Wand und achten nicht auf die roten, grünen und gelben Hubschrauber, die im Minutentakt im Bundeskanzleramt landen, bei den schwarzen Volksschädlingen ist doch nur noch fraglich, wer als Letzter das Licht in der Parteizentrale ausknipst.

  5. Luzi Ferase Antworten

    Ich höre die Botschaft des Artikels sehr gern, aber es wird sich in den nächsten 20 Jahren diesbezüglich nur die Farbe der (c)DU von Merkelgrün in Prophetengrün wandelt – alle kleinen Anstrengungen und Hoffnungen werden bedeutungslos hinwegdiffundieren. Dafür wird Blutrot, Grellrot, Giftgrün unter Assistenz von Lindergelb und weiterer Goldstücke schon sorgen.

    Und das Autoland Deutschland importiert Autos aus Kommunistenchina und entlässt die deutschen Automobilwerker – geht es noch deutlicher? Es reißt der Benzinpreis die 2 EUR (TEURO?) – Marke und importiert Atomstrom aus FR und CZ sowie Kohlestrom aus PL. Die Chemieindustrie stellt die Düngemittelwerke ab, dei Metallurgie die Elektroedelstahlwerke und Aluhütten… Die pharmazeutischen Wirk- und Hilfsstoffe kommen auch bei den Pseudovakzinen fast vollständig aus Indien und China. Gibt es ein Elektronikfabrik in DE, die Bedeutung und Umsatz hat? Der Werkzeugmaschinenbau und Kraftwerksanlagenbau haben es auch bald hinter sich – der Niedergang des Automobilbaus zeigt den Weg. Höchstintelligente Soziologen und Politikerinnen delirieren von ´“Grünen Wasserstoff´´“, ´“Grünen Stahl“, Öko-Phlogiston, dem ´“Grünen Perpetum Mobile´“ und der nächtlichen Energiesicherung aus Autobatterien. Und Fachkräfte aus Mittel-/Westasien und Nordbovetien fluten das Land. Es fehlt nur noch die „Grüne Sonntagsschule“ für die Kinder, oder findet die schon Freitags statt?

    Finis Germania – das ist realistisch gesehen auch bei besten Willen nicht mehr zu reparieren! Es gibt wohl ein Szenarium, das Abwendung bringen würde, nur darüber sollte man doch nicht nachdenken. Ein Albtraum!

  6. Luzi Ferase Antworten

    „angesichts zahlloser und absoluter Fehlentscheidungen“
    Darf man bezweifeln, dass es sich um Fehler gehandelt habe? Oder waren es genau durchdachte, vorsätzliche Entscheidungen mit eindeutiger Zielstellung?

    • Der Zeitzeuge Antworten

      Kompliment, ein auf Fakten basierender Kommentar mit zutreffender Nachfrage, die man nur mit „JA“ beantworten kann.

  7. Alexander Droste Antworten

    „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: mein Vier-Punkte-Plan für die CDU“

    oder

    Die letzte Schwalbe macht das Licht aus.

    Das, was jetzt auf uns in D zurollt, können auch beste Bekundungen altgedienter Konservativer nicht aufhalten, gar retten. Augen zu und progressiv denken, damit wir beizeiten wieder konservativ sein können. Alles andere wäre ab jetzt reaktionär.

    Es ist durchaus nachdankenswert, ob man nicht wieder Staat, Wirtschaft und Kultur effektiv entflechtet. Dann kann wieder etwas Sinnstiftendes entstehen. Das alte Parteiensystem hat dabei ausgedient.

  8. Selzer, Hans-jürgen Antworten

    Zugegeben das die afd eine partei ist wo,
    köpfe dabei sind, die gegen die interessen
    der bürger deutschlands sind, muß man
    gerade mit ihnen sprechen, es gibt da auch viele bürger
    die eine Rückkehr zu demokratischen werden wünschen,
    man sollte dies nicht beschimpfen oder ??????

    Denn das sind wahrscheinlich noch echte
    Konservativ (Altessbewahren und neues aufnehmen
    wenn kompatibel mit unserer Kultur!!!!!!!!!!)

  9. Stefferl Antworten

    Ich stimme in praktisch allen Punkten zu. Allerdings frage ich mich schon, was viele derjenigen, die jetzt (zu Recht!) aufbegehren, die letzten Jahre gemacht haben. Am Ende haben sie den Merkelkurs immer mitgetragen. Hätte es bereits in den unteren Parteiebenen und auch in der Breite gehörigen Protest gegeben, wäre es nicht soweit gekommen. Ich kenne aber auch viele Menschen, die sich noch heute von Merkels Falschspielerei täuschen lassen, obwohl sie von anderen ganz klar und deutlich auf die Hintergründe hingewiesen werden. Versuche des Protests hat man ja immerhin in der Werteunion, die aber kaum koordiniert losschlagen konnte, sehen können. Das mit der Hausmacht ist auf der einen Seite richtig. Andererseits hatte es gerade Merkel geschafft, bei ihrer Machtübernahme ohne die sonst übliche Hausmacht die Spitzenfunktionäre so geschickt gegeneinander auszuspielen, dass sie sich auch ohne diese Hausmacht nach oben putschen konnte. Das Hauptproblem sehe ich darin, dass wir eine Parteiendemokratie haben. Politiker, die in den Parteien genügend „Parteifreunde“ haben, werden auf die guten Listenplätze gesetzt und können in jedes Parlament einziehen – egal wie schlecht ihre Wahlergebnisse auch aussehen mögen. Genau deswegen wäre ein Kopplung der Listenplätze an die Wahlergebnisse notwendig.

  10. aha Antworten

    Ein bedeutender Faktor für die Wahlniederlage wird wohl auch das Wahlverhalten der Frauen gewesen sein.
    Eine ältere Graphik aus der WamS habe ich so in Erinnerung:

    Nachdem Krieg stammten ca. 60 % der C-Stimmen von Frauen. Da war man noch kirchlich gebunden.
    Dann haben zuerst die Grünen und dann die SPD auf den Feminismus gesetzt. Die unzufriedenen Frauen sind dann dahin abgewandert. Dann stammten nur noch ca. 95 % der C-Stimmen von Frauen.
    Nach der Nominierung von Angela Merkel sind die Frauen wieder zu den C-Parteien zurückgekehrt. Dann stammten wieder ca. 60 % der Stimmen von Frauen. Ich vermute man hatte das erkannt und bewusst mit Angela Merkel eine Frau als Kanzlerkandidatin nominiert.

    Nun hatte man mit Armin Laschet wieder einen Mann vorne und deshalb wohl wieder viele Stimmen von Frauen verloren.
    Wenn man jetzt nicht wieder eine Frau vorne dran stellt, dann muss man zumindest darauf achten, dass der Mann ein Frauen-Versteher ist.

    • Konrad Kugler Antworten

      In Ihrem Gedankengang fehlt m. E. die marxistische Weiberverhetzung. Die Weiber wurden aus dem Sprachgebrauch eliminiert, jetzt gibt es nur noch sexistisch den Mann. Der Herr fristet sein Dasein auf der Adresse.
      Meine Schwester störte sich am nicht betonten Auftreten von Laschet.

  11. Felix Becker Antworten

    Sehr ich auch so Herr Kelle: Die „Mitarbeiterstäbe“ unserer Abgeordneten auf Bundes- und auf Landesebene rekrutieren sich zu großen Teilen aus Studenten und Studentinnen ohne praktische Berufserfahrungen. Das gilt auch für Beschäftigte der Parteien. Zudem sind dort meist Vertreter von „ geisteswissenschaftlichen“ Ausbildungszweigen vertreten. Kaufmännisch, betriebswirtschaftlich oder ingenieurmäßig aus- oder gebildete sind selten vertreten. Das gilt auch für die Abgeordneten selbst. Dadurch herrscht eine „einseitig“ geprägte Weltsicht vor. M.E. wäre vor allem eine Begrenzung von Juristen
    und eine mindestens 5jährige Tätigkeit außerhalb von Parlamenten und des öffentl. Dienstes als Voraussetzung für eine Abgeordnetenkandidatur sinnvoll.

  12. Denkgänge Antworten

    1. Für die desaströse politische Situation in Deutschland trägt die Union die absolute Hauptverantwortung. Und zwar nicht nur Angela Merkel, sondern alle, die sie in den letzten 16 Jahren gewählt bzw. nicht gestürzt haben.
    2. Die Union ist aufgrund ihres anthropozentrischen Grundkonzepts unfähig zu einer echten und notwendigen konservativen Wende. Das ist infantiles Wunschdenken. Auch eine Art des Gutmenschentums.
    3. Was die Not wenden würde, wäre eine konservative Partei. Sie würde den offenen Raum zwischen einer christdemokratisch linken Union und einer nationalistisch vernunftfernen AfD füllen.

    • H.K. Antworten

      „ … zwischen einer christdemokratisch linken Union und einer nationalistisch vernunftfernen AfD …“

      Hm.

      Daß die Union immer weiter nach links gerückt wurde, erkennt wohl jeder halbwegs geradeaus denkende, politisch interessierte Mensch.

      Aber ist die Union tatsächlich noch „christlich“ ?

      Darüber könnte man sicher diskutieren.

      Ob sie noch „demokratisch“ ist, wohl eher nicht mehr.

      Wer demokratische Wahlen „rückgängig“ macht, wer im Alleingang mehrheitlich gefaßte Parteitagsbeschlüsse ( Doppelpaß, Essen 2017 ) kurzerhand einkassiert, wer zulässt, daß ein Generalsekretär öffentlich äußert „Wer nicht für Merkel ist, ist ein A….. und kann gehen“, hat für mein Empfinden mit „Demokraten“ nicht ( mehr ) viel gemeinsam.

      Verwunderlich, daß nun offenbar der neue Vorsitzende durch Mitgliederentscheid gewählt ( auch „bestimmt“ ? ) werden soll …

      Ansätze von „Demokratie“ in der „Nach-Merkel-Union“ ??

      • Denkgänge Antworten

        Lieber H.K.,
        ich halte es für sehr schwierig, wenn sich heute eine politische Partei „christlich“ nennt. Das ist ein sehr hoher Anspruch. Aber da die Union das ja immer noch macht – sie genügt diesem Anspruch nicht. Alleine die kontinuierlichen Rechtsbrüche im Kontext der Massenzuwanderung und der Eurorettung widersprechen einem „christlichen“ Anspruch.
        Ihnen ein gutes Wochenende!

    • Achim Koester Antworten

      zu 3.:es gibt dieses konservative Partei, sie nennt sich Werteunion, aber sie ist keinesfalls in der Lage, eine Lücke zwischen linker CDU und AfD zu füllen, da sie schon aus den „eigenen“ Reihen ausgegrenzt und in die rechte Ecke geschoben wird, mit Mitteln weit unter der Gürtellinie. wie der Fall Maaßen beweist, wo eine Frau Prien und ein Herr (?) Günther empfahlen SPD zu wählen, geht’s noch destruktiver?

      • Denkgänge Antworten

        Lieber Herr Achim Koester,
        die Werteunion war und ist eine wichtige konservative Sammelbewegung. Sie setzt leider immer noch auf eine Reanimation der „alten“ Union. Das ist m.E. aber ein Fehler. Eine konservative Partei müsste übrigens neben anderen Punkten Natur- und Umweltschutz eine hohe Priorität geben. Konservative Umweltpolitik unterscheidet sich erheblich von der Klimahysterie der Grünen. An oberster Stelle stehen der Erhalt der Artenvielfalt sowie die Thematisierung der Überbevölkerung. Man müsste die Massenzuwanderung in unser Land z.B. schon alleine aus ökologischen Gründen vollkommen ablehnen, da wir eines der dichtbesiedelsten Länder Europas sind. Eine konservative Partei würde das Lagerdenken „Natur und Umwelt gleich links“ überwinden und deshalb neue Mehrheiten in diesem Land bewerkstelligen.
        Ihnen ein schönes Wochenende!
        Beste Grüße

  13. Konrad Kugler Antworten

    „Mit Beginn des Winters wird Ezechiel seine Klagelieder ausrufen“. Der Satz stammt nicht von mir, ich bin kein Prophet. Das Warten dauert nicht mehr lang.

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