Emissär Schröder hat ein paar Verlockungen aus Moskau im Reisegepäck

Was der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder nach seinen Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und anderen in Moskau in einem Interview verkündet hat, klingt verlockend. Er sei «zuversichtlich, dass Russland im Krieg gegen die Ukraine eine Verhandlungslösung» anstrebt, sagte Schröder in einem Interview mit dem Magazin «Stern» und dem Sender «RTL/ntv».

Der SPD-Politiker wörtlich: «Die gute Nachricht heißt: Der Kreml will eine Verhandlungslösung», meinte Schröder.

Die schlechte Nachricht: Putin lässt auch heute wieder in der Ukraine zerstören, morden und vergewaltigen. Zehntausende Menschen haben seit dem 24. Februar ihr Leben verloren, die Verletzten, die Krüppel, die vergewaltigten Frauen zählt keiner. Schauen Sie sich die zerbombten Städte an, das Trümmerfeld Mariupol sieht aus wie Dresden, Köln oder Hamburg 1945. Und was ist mit den vier Millionen Flüchtlingen? Ach, klar. Die fahren ja alle SUV und wollen nur unser Geld, hatte ich vergessen

Und nach all der Barbarei lässt uns der Kreml-Pate nun von seinem Cheflobbyisten aus dem schönen Lippe, über dessen Parteiausschlussverfahren der SPD-Unterbezirk Hannover in diesen Tagen entscheidet, wissen: Schwamm drüber! Ja, war vielleicht ein bisschen hart, aber jetzt wollen wir wieder Freunde sein. Wenn erst die Turbine eingebaut ist, dann gibt es auch wieder mehr Gas. Und – die größte Unverschämtheit:

Der Ex-Kanzler sorgt sich angeblich um die kleinen Leute, die Menschen draußen im Lande. Wörtlich: «Für uns, die wir hier sitzen, ist das unangenehm, aber es ist zu schaffen. Aber für ganz viele Leute, die mit jedem Cent rechnen müssen, wird das richtig hart. Und dann wird man in Deutschland fragen: Warum verzichten wir eigentlich auf das Gas aus der Pipeline Nord Stream 2? »

Ja, für ihn, den Präsidenten des Verwaltungsrats von Nord Stream 2, ist das echt hart, im Kreml bei Putin am Samowar zu sitzen und zu plaudern. Fast möchte man Mitleid bekommen, wie der einstige „Brioni-Genosse“ leidet in diesen Tagen. Aber natürlich hat Schröder zufällig eine gute Idee für uns alle: Man könne doch, bevor es schlimm wird, na, was wohl, Nord Stream 2 in Betrieb nehmen: «Sie ist fertig. Wenn es wirklich eng wird, gibt es diese Pipeline, und mit beiden Nord-Stream-Pipelines gäbe es kein Versorgungsproblem für die deutsche Industrie und die deutschen Haushalte.»

Schröder bezeichnete die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 mit Blick auf mögliche Gasengpässe als die «einfachste Lösung».

Schröder: Krim für Kiew verloren

Und wo wir gerade bei einfachen Lösungen sind, hat Schröder gleich noch ein paar weitere Überraschungen in seiner Wundertüte, die er aus Moskau mitgebracht hat. Er sagte, die wirklich relevanten Probleme seien doch lösbar, darunter ein Kompromiss für die ostukrainische Region Donbass sowie die Frage einer möglichen «bewaffneten Neutralität» für die Ukraine als Alternative zu einer NATO-Mitgliedschaft.

Schröder betonte in dem Interview, die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim – die Russland bereits 2014 annektiert hatte – sei aus seiner Sicht für Kiew verloren. «Die Vorstellung, dass der ukrainische Präsident [Wolodymyr] Selenskyj die Krim militärisch wieder zurückerobert, ist doch abwegig», sagte er. «Wer glaubt denn ernsthaft, dass ein russischer Präsident die Krim je wieder aufgeben könnte?» Niemand, Herr Schröder, freiwillig sicher nicht.

Es sei «ein großer Fehler, mögliche Zugeständnisse der Ukraine als russischen «Diktatfrieden» vorab zu verunglimpfen», sagte Schröder. Er meinte, die wirklich relevanten Probleme seien lösbar, darunter ein Kompromiss für die ostukrainische Region Donbass sowie die Frage einer möglichen «bewaffneten Neutralität» für die Ukraine als Alternative zu einer Nato-Mitgliedschaft.

Ausdrücklich lobte Schröder die Vermittlungsbemühungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in dem Konflikt. «Aber ohne ein Ja aus Washington wird es nicht gehen», schränkte Schröder mit Blick auf die Haltung der US-Regierung ein. Gut, dass wenigstens er das begriffen hat, anders als viele Hobby-Strategen, die die sozialen Netzwerke mit ihren Glaskugel-Vorhersagen überschwemmen, nachdem der Westen jetzt erledigt sei, und die Amerikaner aus Europa verschwinden und sich die Chinesen nun Taiwan einverleiben. Das ist irrationales Wunschdenken, aber gleichzeitig völliger Schwachsinn. Es scheint so, als seien die politischen Vorturner in Europa endlich aus ihrem Dornröschenschlaf aufgewacht und erinnern sich wieder daran, wer und was wir eigentlich sind in den Demokratien des Westens.

Das süße Angebot, das Schröder uns allen übermittelt hat, wird allerdings Wirkung zeigen. Wir Deutschen sind so, wir wollen unbedingt gut sein, wir wollen unsere Badehandtücher auf den Sonnenliegen der Welt verteilen, bevor wir frühstücken gehen. Und wir wollen, dass alles so weitergeht wie vor Corona und Ukraine-Krieg. Endlich wieder bezahlbares Benzin fürs Auto, eine Gasrechnung mit überschaubaren Zahlen, und sonst gibt’s von Olaf und Christian noch was druff für die, die finanziell nicht klarkommen. Endlich nicht mehr diese unerfreulichen Bilder vom Krieg und von kastrierten Kriegsgefangenen. Und wie geht’s eigentlich den Männern vom Azow-Regiment, die sich im Stahlwerk ergeben haben, nachdem ihnen die russischen „Befreier“ zugesichert haben, sie blieben am Leben und würden medizinisch versorgt? Fragt noch einer nach denen und den anderen Gefangenen? Und was wird aus den 1,6 Millionen Ukrainern, die aus dem Osten der Ukraine nach Russland deportiert wurden, viele gegen ihren Willen? Wer kümmert sich noch um die?

Schröders Vorschläge folgen dem alten Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche. Erst töten wir mal Zehntausende Menschen, zerstören, foltern und vergewaltigen, und dann kommt der Gerd mit der Flöte wie der Rattenfänger von Hameln aus seiner früheren niedersächsischen Nachbarschaft und verheißt uns den ewigen Frieden und warme Wohnzimmer.

Realpolitik, werden viele von Ihnen jetzt denken, und leider stimmt das sogar. Aber wenn sich die in Berlin jetzt auf einen solchen Kuhhandel einlassen, dann haben sie es auch bei mir endlich geschafft. „Erst kommt das Fressen dann die Moral“, hat Bertold Brecht einst so treffend formuliert. Wenn die Opfer des Putinschen Krieges gegen die Ukraine, wenn das Leiden der Frauen von Butscha und anderswo, wenn uns das geschundene Land und seine Menschen egal sind und wir Nord Stream 2 aufdrehen, damit die Kassen im Kreml wieder sprudeln, wovon sicher seine Verwandten mit den Konten in Panama auch etwas haben, damit wir wieder gemütlich Weihnachten feiern können, dann suche ich mir auch einen anderen Platz, wo ich alt werde als ein Land in dem Eigensucht und Menschenverachtung mehrheitsfähig sind. Putins Krieg ist die Gretchenfrage – wenn dieses Land jetzt dem Rattenfänger Schröder auf den Leim geht, dann tschüss.

Dieser Beitrag erschien zuerst am 3. August 2022 auf dem Nachrichtenportal TheGermanZ.

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Dieser Artikel wurde 95 mal kommentiert

  1. Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

    Lieber Herr Kelle,

    das Land ohne „Eigensucht und Menschenverachtung“ gibt es nicht (mehr?). Da werden sie vergeblich suchen, zumal die großen Akteure eine Weltregierung anstreben, in der die ganze Menschheit einer einzigen allmächtigen Versorgungs- und Kontrollmaschine leben soll.
    Solange sie dieses Ziel noch nicht erreicht haben, werden sie sich die Köppe einschlagen bzw. ihre Untertanen verheizen, es sei denn wir lassen es uns nicht gefallen und schicken sie zum Teufel.

    Ich halte Ihre Bilder von zerbombten Städten wie Dresden u.a. nach dem zweiten Weltkrieg für überzogen. Wir bekommen nur das zu sehen, was wir sehen sollen. Wir werden nur über die Gräueltaten der Gegner unterrichtet, um die Kampfmoral hoch zu halten. Das entschuldigt nicht das Vorgehen Putins, relativiert aber. Es herrscht Propaganda auf allen Seiten und in allen Bereichen.

    Ob Putin eine Verhandlungslösung anstrebt, sei dahin gestellt. Mir scheint jedoch, daß die USA diese Lösung nicht anstreben.
    Das finde ich um so schlimmer, weil gleichzeitig an anderer Stelle bewußt gezündelt wird, in Taiwan, als hätten wir mit den laufenden kriegerischen Auseinandersetzungen an vielen Stellen der Welt nicht genug zu tun.
    Die sog. Verschwörungstheoretiker vermuten einen Kampf um die Weltherrschaft zwischen China und USA, nachdem Rußland kalt gestellt wurde. Das mag man glauben oder nicht. Fest steht jedoch, daß überall die Falken am Werk sind, von Friedenstauben sieht man nichts.

    • Klaus Kelle Antworten

      Liebe Frau Dr. Königs-Albrecht,

      ich stimme Ihnen in Vielem zu. Aber an ein, zwei Stellen habe ich den Eindruck, dass Sie die Augen verschließen vor der Realität, etwa wenn Sie schreiben „Mir scheint jedoch, daß die USA diese Lösung nicht anstreben.“ Das ist Ihnen natürlich unbenommen, aber aus meiner Sicht gibt es keinerlei Anhaltspunkte für Ihre Annahme. Und aus mariupol gibt es nun eine Vielzahl von Fotos und Filmen, auch von Privatleuten, die da gelebt haben oder noch leben, warum auch immer. Da ist kein Gebäude unbeschädigt, eine Großstadt, die heute eine einzige Trümmerwüste ist. Und durchaus vergleichbar mit den Bildern von 1945.

      Beste Grüße, Klaus Kelle

  2. gerd Antworten

    Eine Frage: Was genau sollen wir denn hier in Deutschland aktiv tun, um die Trümmerwüsten in der Ukraine bekämpfen? Sollen wir Mobilmachen? Alle wehrtüchtigen Männer mit Waffen ausstatten und Richtung Kiew schicken? Würden die Briten, Franzosen, Niederländer, Österreicher, Italiener, Spanier und der Rest von Europa mitmachen?

    Heute morgen auf t-online lese ich unter der Schlagzeile: „Scholz: Russland kann Turbine sofort haben. Im Gasstreit mit Russland hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Mülheim an der Ruhr ein eigenes Bild von der Turbine für die Pipeline Nord Stream 1 verschafft: „Schönen Dank, dass ich dieses Wunder der Technik anschauen kann“, sagte er am Mittwoch. Diese Turbine sei jederzeit einsetzbar und nutzbar. Dem Weitertransport nach Russland stehe nichts entgegen. Genehmigungen aus der EU seien vorhanden, auch aus Kanada. „Es gibt keinerlei Gassanktionen, die der Turbinennutzung entgegenstehen“, betonte Scholz. „Gazprom muss jetzt nur sagen: Die will ich haben.“

    Daraus lese ich: Die Sanktionen gegen Russland sind an der wichtigsten Stelle aufgehoben egal wie unser Bundesscholz das bezeichnet. Genehmigungen aus der EU und Kanada seien vorhanden. Wir betteln um das Gas aus Russland. Ich will ja nicht klugscheissern, aber genau das habe ich vorausgesehen, ganz ohne Verschwörungen zu bemühen. Wenn Sie unser Land verlassen wollen, dann scheidet die EU und Kanada schon mal aus, wenn Sie ernst machen und noch einigermassen in den Spiegel schauen wollen.

  3. Martin Ludwig Antworten

    Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, aber ich versuches es zumindest verständlich auszudrücken. Die Ukraine und insbesondere ihr korrupter Präsident sind an der vorherrschenden Situation keinesfalls unschuldig. (Mehr als 6.000 Tote und 15.000 verletzte in der Ostukraine, noch bevor überhaupt ein Krieg begonnen hat. Ukrainische Soldaten gegen Ukrainische Bevölkerung, siehe UN-Hochkommissariat für Menschenrechte aus 2015)
    Nordstream II wurde unter anderem auch deshalb gebaut, weil „Sojus“ durch Staatsgebiet der Ukraine verläuft und dort in der Vergangenheit immer wieder „Probleme“ aufgetaucht sind.
    Die USA sind mit allerletzer Sicherheit nicht an einer Beseitigung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland interessiert. Die Gründe dafür sind vielfältig, im Vordergrund steht aber mal wieder das liebe Geld, dicht gefolgt von geopolitischen Interessen, wie sie eine Weltmacht wie Amerika nunmal verfolgt. Das teure Frackinggas der Amerikaner konnte am Weltmarkt nicht verkauft werden, weil Russland viel billiger liefert. Der Amerikaner macht gerade das Geschäft seines lebens und kauft noch dazu im großen Stil billiges Öl aus Russland. Gleichzeitig destabilisert sich der Euroraum und damit auch unsere Währung, was ein weiterer Gewinn für unsere „Freunde aus Übersee“ ist. Ich empfehle hierzu wärmstens das Interview mit „Jacques Baud“ mit „Pressenza Zürich“. Herr Baud hat deutlich dargelegt, welche finanz- und geopolitischen Interessen die USA verfolgen bzw. dass insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Europa und Russland geschwächt werden muss.

    Deutschland und seine Politiker sind in erster Linie dem Deutschen Volk verpflichtet. Nordstream II ist nicht nur eine Option, es ist ein zwingendest Erfordernis. Das Geld für die Gaslieferungen bekommt Russland aktuell ohnehin, da Deutschland „Take or Pay“ Verträge abgeschlossen hat und damit seine Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich auch dann erfüllen muss, wenn kein Gas abgenommen wird. Dieser Zustand ist für eine Industrienation nicht tragbar und muss umgehend beseitigt werden.
    Es ist außerdem völlig unverständlich, weshalb Gaskraftwerke hochgefahren und der Strom ins Ausland verkauft werden kann, während Privathaushalte zum Sparen aufgerufen werden und sichere Atomkraftwerke vom Netz genommen werden.
    Was wir hier erleben ist Grüne Politik mit dem Ziel die Industrienation Deutschland zu zerstören und den Bürger in die völlige Abhängigkeit vom Staat zu treiben.
    Lassen Sie sich bitte nicht von einem Nebenkriegsschauplatz in der Ukraine täuschen. Herr Habeck hat 2016 folgende Aussage getroffen: „Guten Tag Herr Putin, Sie kennen mich noch nicht. Ich bin gerade Spitzenkandidat meiner Partei geworden. Geben Sie uns noch 2, 3 Monate, dann regieren wir diese Republik und dann wird sich folgendes ändern. Erstens: Wir werden Nordstream nicht bauen und die Handelsbeziehungen des Gastransfers zu Russland sukzessive abbauen, weil wir ein Energiewendeland sind.“
    Der Krieg war und ist eine willkommene Möglichkeit die politischen Ziele der Öko-Sozialisten schneller zu erreichen! An Frieden ist hier niemand ernsthaft interessiert.
    Wer es gut mit der Ukrainischen Bevölkerung meint kann aktuell nur einen Rat erteilen: Sofortige Kapitulation und Gefechte nur am Verhandlungstisch. Sollten weiterhin Waffen geliefert werden, sieht am Ende die gesamte Ukraine aus wie Dresden 1945 – und die Waffenlieferanten sind mindestens mitschuldig daran.

    • Klaus Kelle Antworten

      Lieber Herr Ludwig, so viel text und so viele Aussagen, das schaffe ich jetzt nicht so zwischendurch angemessen zu beantworten. Aber die Toten in der Ostukraine Selenskyj anzuhängen, das geht wirklich zu weit. Russische „Separatisten“ kämpfen da unterstützt von russischen Paramilitärs mit russischen Waffen gegen die rechtmäßige Regierung. Und Sie beklagen, dass die Ukrainer dann auch schießen? Da würde überhaupt nicht geschossen ohne Russland.
      Klaus Kelle

      • Martin Ludwig Antworten

        Lieber Herr Kelle, was sie hier beschreiben erinnert mich doch sehr an eine andere Nation. Waren es nicht Jugoslawien und der Kosovo, die quasi die gleiche Beziehung zueinader pflegten wie die Ukraine und Donbass? Seltsam war damals nur, dass der Westen hinter dem Kosovo stand und die NATO sich hier offensichtlich völkerrechtswidrig in eine Angelegenheit eingemischt hat, die sie nichts angeht. Wir hatten in diesem Szenario exakt die Rolle von Russland in Donbass und haben die Unabhängigkeit des Kosovos akzeptiert und für die Abspaltung gekämpft gleichwohl der Kosovo zu dieser Zeit noch zu Jugoslawien gehörte. Erklären Sie mir bitte, warum es gute vökerrechtliche Anerkennungen und schlechte vökerrechtliche Anerkennungen neuer Staaten gibt. Wenn diese Erklärung schlüssig ist, spreche ich die Ukraine und ihre korrupten Machthaber frei von ihrer Schuld!
        (Übrigens hat das Volk in der Ostukraine ebenso wie im Kosovo in einer unabhängigen Wahl für eine Abspaltung der Nation gestimmt. Im Kosovo hat der Westen die Wahl anerkannt, in der Ostukraine tut er es nicht.)

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Guten Tag, Herr Ludwig,

      Ihrer Darstellung kann ich im Großen und Ganzen ohne Einschränkung folgen. Ich habe dazu auch Beiträge gehört und gelesen, die nicht in den sog. Leitmedien erscheinen und versuchen, den Ukraine-Konflikt nicht als isoliertes Ereignis zu sehen.
      Aber es ist fast aussichtslos, jemanden zu überzeugen, der wie Herr Kelle argumentiert. Ich erlebe es fast täglich bei meinem Mann, und kein Argument zieht. Es endet immer in Erbitterung.
      Das nächste Problem sehe ich im Zusammenhang mit Taiwan. Was treibt die USA an, jetzt mit dem Feuer zu spielen?
      Wir können nur versuchen, immer wieder auf Ungereimtheiten hinzuweisen und hoffen, daß die Gegenseite doch noch darauf aufmerksam werden.

      • S v B Antworten

        Auch ich schließe mich, wie schon des öfteren, Martin Ludwigs Meinung an. Beruhigend und tröstlich ist es für mich immer wieder, feststellen zu dürfen, dass ich mit meiner geradezu „unmöglichen“ Haltung gegenüber dem Problem-Komplex Ukraine, Russland, EU und USA nicht ganz allein auf weiter Flur dastehe. Zudem noch die außenpolitisch so begnadete Nancy Pelosi sich soeben eifrig bemüht, die geopolitische Spannung im Westpazifik noch um einige Megavolt zu erhöhen. Eine Region übrigens, an welcher die USA inzwischen ein unvergleichlich größeres geopolitisches Interesse haben als an Good Old Europe nebst Anhang.

      • Gerd Rau Antworten

        Zieht den bei Ihnen ein Argument Ihres Mannes?
        Das beste Beispiel ist Ihre Bemerkung zum Thema Taiwan. Wieso spielt da die USA mit dem Feuer? Xi Jinping hat geäußert das Taiwan mit allen MItteln unter chinesische Kontrolle muss. Für mich spielt da China mit dem Feuer.

        • gerd Antworten

          Die USA schickt in der äußerst angespannten Situation weltweit die Vorsitzende des Repräsentantenhauses nach Taiwan. Taiwan fürchtet jetzt Reaktionen der chinesischen Regierung, die sich im übrigen nicht an den Sanktionen gegen Russland beteiligen. Objektiv betrachtet, hätte es diese Situation nicht gegeben, wenn Pelosi zu Hause geblieben wäre. Der Ami steht in China mit 2 Billionen Dollar in der Kreide. Was wollen die da? Das sieht schon sehr nach zündeln aus. Den Konflikt Taiwan vers. China gibt es seid ca. 70 Jahren. Meint die US Regierung jetzt den taiwanischen Erlöser spielen zu können?

          • Gerd Rau

            Was schlagen Sie vor, vor Diktatoren einknicken?

          • H.K.

            @ Gerd Rau

            Ziemlich dumme Idee, vor Diktatoren einzuknicken.

            Selbstverständlich kann David Goliath besiegen !

            Nur: Wenn einer dieser Herren auf dem Olymp sitzt und von dort Blitze schleudert, ist es schon arg mutig, den zu reizen, wenn man selbst nur über eine abgebrochene Steinschleuder und seeehr wenige Steinchen verfügt …

            Aber mutig ist es – und prinzipientreu …

            Im Ernst: Ich finde es schon ziemlich verwegen, wenn eine Dame von der FDP, deren Namen ich bis gestern noch nie gehört hatte, in der Presse zitiert wird, WIR hätten die Pflicht und Schuldigkeit, Taiwan zur Hilfe zu kommen.
            Wir können offenbar nicht nur das Klima retten, alle Flüchtlinge dieser Welt ins Land holen ( wir legen uns auch mit Rußland und China und Nordkorea und dem Iran gleichzeitig an – schließlich sind wir DEUTSCHLAND ! ) und auf der ganzen Erde die Demokratie einführen/ schützen/ erhalten.
            Immerhin haben wir zwei ausgebuffte Profis als oberste Waffenträgerinnen sowohl im Verteidigungs- als auch im Innenministerium sitzen …
            „Whatever it takes …“

          • gerd

            @Gerd Rau

            „Was schlagen Sie vor, vor Diktatoren einknicken?“

            Von welchen Diktatoren schreiben Sie hier? China? Eine Diktatur, die vom deutschen Steuerzahler jedes Jahr Entwicklungshilfe kassiert? Wir sind ja gar nicht in der Lage aufzumucken. Ich schlage vor, sich nicht ohne Steinschleuder dem Goliath entgegen zu stellen. Zumindest sollte das bankrotte Amerika seine Füsse still halten, wenn es nicht vom Tropf der mächtigsten Industrienation auf unserem Planeten fallen will.

          • S v B

            Wenn die USA so weitermachen, werden sie sich irgendwann einmal an ihren geopolitischen Aspirationen verschlucken. Vielleicht auch schon bald. Es scheint, als betrachten sich die Vereinigten Staaten wenn vielleicht (noch) nicht gerade als Masters of the Universe (auch damit kann die Welt wohl in Kürze rechnen), so ganz sicher doch als Masters of Planet Earth. Ein verdammt hoher Anspruch, von welchem man höchstens ahnen kann, wo er sich herleitet. Im übrigen darf mit Fug bezweifelt werden, dass die USA diesem je gerecht werden könnten. Selbst nicht unter Einbeziehung der EU. Die vielbeschworenen, wie es scheint, sich zunehmend weniger überzeugend auf grundsoliden demokratischen Säulen abstützenden, „Westlichen Werte“ jedenfalls beginnen merklich „zu bröckeln“, können demnach reinsten Gewissens kaum noch glaubhaft als Basis der geopolitischen Missionen des Westens dienen. Man darf davon ausgehen, dass dies inzwischen weltweit sehr wohl zur Kenntnis genommen wird. Mitunter hat besagte, bisweilen geradezu moralisch überbordende Anspruchshaltung schon etwas Peinliches. Das gleiche gilt übrigens auch für Brüssel und gerade jüngst in gesteigertem Maße auch auf Berlin. – Eines ist sicher. Die politische Zukunft unseres Planeten wird eine „ziemlich“ unruhige werden. Und zwar mit überdeutlicher Ansage. „Die Welt wird brennen“, eine Ahnung, die sich bei mir schon vor zwei Jahrzehnten einstellte. Dennoch bleibt mir ein Fünkchen Hoffnung, dass dem letztlich doch nicht so sein wird…

        • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

          Natürlich ist es auch China, das zündelt.
          Aber ist es klug, gerade in diesen unruhigen Zeiten noch weiteres Öl ins Feuer zu gießen?
          Oder anders gefragt, was versprechen sich die USA davon?
          Glauben sie allen Ernstes, China werde jetzt klein bei geben?
          Das kann kein vernünftiger Mensch erwarten.
          In jeder Auseinandersetzung ist es wichtig, daß der Gegner sein Gesicht wahren kann, wenn man an einem akzeptablen Ergebnis interessiert ist.
          Das gilt besonders für Asiaten.
          Manchmal muß man eben eine Faust in der Tasche machen, denn ohne Nancy Pelosis Ausflug wäre wahrscheinlich gar nichts passiert.

          • Martin Ludwig

            China zündelt nicht…es gibt schlicht und einfach kein Land namens „Taiwan“ auf dieser Welt. Der Westen meint sich hier moralisch über Fakten hinwegsetzen zu können und damit haben die Chinesen ein von meiner Seite verständliches Problem. Taiwan ist und bleibt Teil der Volksrepublik China und im übrigen weder von den USA noch von Deutschland als souveräner Staat anerkannt. Ich verstehe das Spektakel nicht. China hat jedes Recht seine Streitkräfte im eigenen Land von A nach B zu verschieben ohne dadurch einen Krieg auszulösen. Sollte es doch einen geben, wäre das per Definition ein Bürgerkrieg.
            Wenn die USA sich nun auf Seiten von Taiwan stellt, dann steht die USA damit Faktisch und Völkerrechtlich an der Seite der Volksrepublik China…und kämpft gleichzeitig gegen die Volksrepublik China. Kann man sich nicht ausdenken, sowas!

            Diese Welt wird an ihrer Hypermoral zugrunde gehen und langsam bin ich der Meinung -GUT SO!

    • Günther M. Antworten

      Klaus Kelle wird Ihnen nicht faktenbasiert antworten, dazu müsste er sich aus seinem antrainierten (vom wem auch immer) Kokon befreien können.
      Um Gerhard Schröder zu bemühen: „Er kann’s nicht.“

  4. H.K. Antworten

    Die Ukraine wird angeblich mit russischen Raketen beschossen, die Reichweiten von 2000 km und mehr haben.

    In vielen Städten sieht es in der Tat aus wie in Dresden oder Hamburg vor rund 80 Jahren.

    Rußland droht in Person seiner Propagandisten im Staats-TV u.a. Deutschland ganz konkret mit Luftangriffen auf Berlin.

    Bin ich der einzige, der sich wundert, daß in Rußland bisher offenbar niemand auf die Idee gekommen ist, den Präsidentenpalast und sonstige Regierungsgebäude in Kiew in Schutt und Asche zu legen ?

    Merkwürdigerweise bleibt dort alles heil.

    • Klaus Kelle Antworten

      Merkwürdigerweise? Putin hofft doch, er könnte da demnächst seinen Statthalter, den russischen Reichsprotektor, einsetzen. Wird aber nicht passieren.

      • H.K. Antworten

        Richtig.

        Und genau deshalb ist es für mich völlig unverständlich, daß er in anderen Städten alles, die gesamte Infrastruktur, zerstört.

        Wenn ich ein Land überfalle, um es einzunehmen, nicht, um es zu vernichten, dann zerstöre ich nicht das, was ich doch selbst anschließend gebrauchen will.

  5. Querdenker Antworten

    Lieber Herr Kelle, Ihrer Sicht möchte ich in einigen Punkten widersprechen. So hat die CDU 16 Jahre die Bundeskanzlerin gestellt. Entsprechend unserem Staatsverständnis hat der Bundeskanzler die Richtlinienkompetenz. Die Mehrheit der CDU Mitglieder hat es in den 16 Jahren zugelassen, dass die eigene Parteiführung die BRD in eine katastrophale Abhängigkeit geführt hat, obwohl es viele internationale Warnungen gab. Natürlich hat auch die gegenwärtige Regierung die missliche Lage mitverschuldet, wenn man vollmundig wirtschaftliche Sanktionen verkündet, sollte man sich schon sicher sein, dass diese nicht als Bumerang zurückschlagen. Wenn ich durch die Dusseligkeit und Fehler anderer Menschen geschädigt werde, dann ist es vollkommen legitim und nicht moralisch verwerflich, mein früheres Leben zurückzuwünschen, anstatt sich dem Schicksal zu fügen und still zu leiden. Dementsprechend den Menschen nun vorzuwerfen, dass sie bezahlbares Benzin fürs Auto und eine Gasrechnung mit überschaubaren Zahlen wünschen, ist bei dem Dreck am CDU-Stecken nicht ganz fair.

    Auch zu meinem zweiten Punkt möchte ich ein einfaches Bild heranziehen. Es ist für mich die Frage was ist am Ende humaner, ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende. Ein russischer Machthaber, der bisher ohne Rücksicht die Soldaten beider Seiten behandelt und die unbeschreiblichen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung zugelassenen hat wird das auch zukünftig tun. Die Kernfrage ist wieviel Leid wird es noch geben und wann sagt uns unser Bauch jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt für Verhandlungen um noch schlimmeres Leid zu vermeiden. Weil wir die Zukunft nicht kennen müssen wir alle eine Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen. Mein Bauch sagt mir ein guter Zeitpunkt für Verhandlungen ist nach den ersten Erfolgen des ukrainischen Widerstandes verstrichen und er sagt mir man sollte eine Verhandlungslösung, nicht um jeden Preis aber doch baldmöglichst finden. Es besteht sonst die Gefahr, das sich dieser Krieg in einen Schrecken ohne Ende verwandelt. Wenn Sie die Signale der Verhandlungsbereitschaft so einfach vom Tisch wischen, dann sehe ich darin mehr den Wunsch nach Rache und Vergeltung für bisheriges Leid und weniger die Sorge um zukünftiges Leid und es wäre für mich eine christliche Tugend etwas mehr Verständnis für die anderen Bauchgefühle zu zeigen.

    • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

      Wenn sich diese Auseinandersetzung zu einem Abnutzungskrieg entwickelt, haben wir tausende Tote mehr und unendliche Zerstörung. Am Ende wird so oder so verhandelt werden müssen. Was macht es für einen Sinn, bis zum bitteren Ende zu kämpfen? Wollen die Menschen das wirklich?

      Es geht mit Sicherheit nicht nur um die Ukraine. Hier wird auf dem Rücken der Beteiligten eine geopolitische Schlacht geführt.

      Putin hat den Krieg begonnen, aber der Westen glaubt, ihn nur mit einem Sieg beenden zu können. Was für eine Utopie!

      • Alexander Droste Antworten

        Nö, Putin hat den Krieg nicht begonnen. Der läuft bereits seit 2015 mit dem gewaltsamen Putsch vom Maidan.

        • Klaus Kelle Antworten

          Es war kein Putsch auf dem Maidan. Es sei denn, Du hälst den 9. Novembger 1989 in Ost-Berlin auch für einen Putsch.

          Und nur und einzig und allein hat Putin diesen Krieg begonnen. Selbst wenn all die ganzen Geschichten von maidan, Selenskyj, Azow stimmen würden – was ich nicht denken – dann rechtfertig das die russische Barbarei in der Ukraine, all das zesrtören, foltern und morden nicht.

          • Alexander Droste

            Wurden für den Mauerfall 1989 auch 5 Milliarden Dollar vom Weißen Haus spendiert?
            „Fuck the EU“ konnte man damals noch nicht sagen, aber vielleicht Vergleichbares?
            Wurden damals auch von Scharfschützen aus umstehenden Häusern Leute beider Seiten exekutiert?
            Haben damals auch Radlader die Polizeiphalanx vom Regierungsgebäude weggeschoben?
            Hat man da etwa auch Sächsisch als Landessprache verboten?

    • H.K. Antworten

      Die Union hat in diesem Land in den letzten 16 Jahren, insbesondere seit 2015, so viel verbockt und zum Negativen gedreht, daß es ein abendfüllendes Programm wäre, das alles aufzuzählen.

      Putin denkt für mein Empfinden nicht rational.

      Ob er krank, vielleicht schwer krank, ist, sei dahingestellt.

      Daß er sich und sein Land dermaßen isoliert in weiten Teilen der Welt ( außer in bestimmten, auch „Schurkenstaaten“ genannten Ländern ), weltweit eine Hungerkrise und Energieprobleme auslöst, hätte kaum einer noch Anfang dieses Jahres für möglich gehalten.

      Zwei Dinge sollten wir m.E. immer bedenken:

      1. Ein Mensch wie der Kremlherrscher wird, wenn er nicht gestoppt wird, eine Bestätigung, wenn nicht sogar eine Ermunterung seines Handelns sehen und auch andere Länder genauso überfallen.
      Ob als Nächstes ein osteuropäisches Land dran ist ? Oder Deutschland direkt ?
      Wo, an welchem Punkt, wollen wir sagen „Stopp ! So nicht weiter !“ ? Wenn der Reichstag und das Kanzleramt ein Haufen Steine sind ?

      2. Herr Putin verfügt über eines der größten Atomarsenale dieses Erdballs. Wieviel davon funktionstüchtig und einsatzfähig ist, wissen wir nicht. Aber wir sollten es wohl auch eher nicht ausprobieren wollen.
      Und wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt und sieht, daß er mit konventionellen Waffen nicht weiterkommt ?
      Angeblich hat er gerade erst beteuert, daß es keinen Atomkrieg geben dürfe – aber er hat auch gesagt, er habe nicht die Absicht, die Ukraine zu überfallen.

      Eine schwierige Abwägung. Und ja, ich kann Olaf Scholz noch immer verstehen, daß er zögert, statt die halbe Bundeswehr in die Ukraine zu schicken. Die turnt schließlich in Mali, Niger und sonstwo herum, statt hier im Land die Verteidigungsfähigkeit zu gewährleisten – oder es wenigstens zu versuchen …
      Und die Kreml-TV-Propagandisten haben ja recht: wir haben nahezu kein Material mehr – auch dafür hat die Union in 16 Jahren Merkel gesorgt …

      • gerd Antworten

        „Wo, an welchem Punkt, wollen wir sagen „Stopp ! So nicht weiter !“ ? Wenn der Reichstag und das Kanzleramt ein Haufen Steine sind ?“

        „Wir“ sind überhaupt nicht in der Position den Punkt festzulegen wo es heißt „Stopp! So nicht weiter!“ Wer bitte schön soll das machen? Baerbock? Habbeck? Scholz?

      • Hildegard Königs-Albrecht Dr. Antworten

        Auch dem Machtstreben eines neurotischen Diktators sind irgendwo Grenzen gesetzt. Seine Ressourcen sind nicht unendlich.

        Wenn Putin wirklich taktische Atomwaffen einsetzen würde, müßte ihm klar sein, daß die Antwort auch auf seinem Territorium unermeßliche Zerstörung bedeuten würde.

        • H.K. Antworten

          Ob ihn das wirklich stören würde ?

          Angesichts dessen, wie er mit seinen ( toten ) Soldaten umgeht, die ihm offensichtlich herzlich egal sind, könnte man vermuten, sollte er tatsächlich aufgrund irgendeiner Krankheit keine lange Lebenserwartung haben, daß ihm auch das egal ist.

          Ich hoffe, es ist ihm nicht gleichgültig …

    • S v B Antworten

      Schon nach den ersten wenigen Kriegswochen hätte ich das sprichwörtliche Ende mit Schrecken einem lang andauernden Schrecken ohne Ende vorgezogen. Dementsprechend habe ich seinerzeit hier kommentiert. Mit großem Bedauern, ja mit Trauer, muss auch ich feststellen, dass das Töten und Zerstören seitdem unvermindert, ja unverdrossen weitergegangen ist. Wer, frage ich mich, kann so etwas überhaupt gutheißen? Zumal der von Ihnen, lieber Querdenker, sehr zurecht genannte Bumerang-Effekt, den die Sanktionen gegenüber Russland auslösen, insbesondere für Deutschland mit der Zeit noch extrem nachteilige Auswirkungen zeigen werden. Für Deutschland, aber auch für andere EU-Länder, und ja, letztlich auch auf die Ukraine. Die Auswirkungen der Sanktionspolitik machen sich inzwischen schon bemerkbar, werden aber an Heftigkeit noch ganz erheblich zunehmen. Letztlich könnten, ja werden diese Auswirkungen mutmaßlich, zu beängstigenden Verwerfungen aller Arten führen, die von der Politik schließlich nicht mehr zu korrigieren, geschweige denn unter Kontrolle zu bringen sein werden. Die den Deutschen über etliche Jahre so „vertraut-gemütliche“ Merkelsche Bundesrepublik könnte sich dann binnen nur weniger Monate, vielleicht sogar binnen Wochen fast bis zur Unkenntlichkeit verändern. Wer könnte solches wollen?

      • H.K. Antworten

        Ich las kürzlich einen interessanten Vergleich.

        Deutschland benimmt sich mit seinen Sanktionen gegenüber Rußland wie ein trotziges Kind, das, um seine Entschlossenheit zu zeigen und seinen Willen durchzusetzen, solange die Luft anhält, bis es blau anläuft …

        • S v B Antworten

          Diesen erstaunlich zutreffenden Vergleich las man (auch?) kürzlich hier im Blog. Es könnte vielleicht unser Mit-Forist gerd gewesen sein, der ihn eingestellt hatte. In meiner Antwort habe ich „die Geschichte“ dann noch etwas detaillierter ausgeführt; oder ausgeschmückt, so man will. Ich gehe eigentlich davon aus, dass auch Sie beide Kommentare gelesen haben, lieber H.K.

          • H.K.

            Ich muß zugeben, ich weiß nicht mehr, wo ich diesen Vergleich gelesen habe.

            Momentan habe ich so einiges andere im Kopf …

          • Achim Koester

            Liebe Mitforisten,
            ich glaube, diesen Vergleich habe ich vor einiger Zeit hier eingestellt, weiß aber leider nicht mehr, in welchem Blog. Aber euch allen herzlichen Dank für die positive Beurteilung.

          • S v B

            Genau, jetzt entsinne ich mich, dass SIE es waren, der den Kommentar eingestellt hatte. Ein bestens gewählter Vergleich. Toll.

  6. Tina Hansen Antworten

    Ich brech`e das Thema mal ein wenig runter:
    Kernaufgabe der deutschen Politik ist es, für das Wohl des deutschen Volkes zu sorgen. Erst wenn das vernünftige Funktionieren dieses Landes gesichert ist, können wir uns um andere Länder kümmern.
    Punkt.

    • H.K. Antworten

      Ja, d’accord.

      Aber wenn IHR Haus noch steht und Sie sich darüber freuen, sämtliche Nachbarhäuser aber zerstört sind oder brennen, die ganze Straße Schutt und Asche ist, nützt Ihr intaktes Haus nur bedingt.

      Plötzlich stehen außerdem gaaaaanz viele Leute vor Ihrer Tür und klopfen an …

    • S v B Antworten

      Genauso ist es. Und genau darauf haben „alle“ ihren Eid abgelegt. Wird es nicht höchste Zeit, die Regierenden beim Wort zu nehmen?

      • gerd Antworten

        Gehen Sie friedlich auf die Strasse……die Regierenden beim Wort nehmen nützt nix.

        • S v B Antworten

          Wie ich schon kommentierte, habe ich dies, falls mir die Thematik wichtig erscheint, auch vor. Die Lage jedenfalls präsentiert sich als ernst genug.

          • H.K.

            Nötig wäre es …

            Aber wer gestern abend die Nachrichten der ÖR gesehen hat, konnte erfahren, daß derartige Demonstrationen „in der jüngeren Vergangenheit“ von „Querdenkern und Rääächtsextremen“ organisiert und durchgeführt wurden.

            Von daher wird sich mancher, der überlegt, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, eher abhalten lassen und zuhause bleiben – man ( frau auch ) will ja auf KEINEN Fall in den Geruch kommen, man würde mit „solchen Leuten“, die ja „irgendwie alle bäääh“ sind, gemeinsame Sache machen.

            WAS, wenn man DA womöglich gesehen würde ?!

          • gerd

            „Von daher wird sich mancher, der überlegt, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, eher abhalten lassen und zuhause bleiben“

            Wir wollen die Ukraine retten, den Russen besiegen, aber kneifen die Schwänze ein, wenn unsere eigenen Grundrechte mit Füssen getreten werden. So wird das nix.

          • S v B

            Dass inzwischen jedwede Demonstrationen von offizieller Stelle automatisch mit Rechtsextremismus verknüpft werden, sollte der kritische Bürger nicht einfach so hinnehmen. Durch diese Assoziation, sprich durch die Erklärung unerwünschter Demonstrationen zu „Dämonstrationen“ lässt sich jegliche, insbesondere auch durchaus berechtigte, Kritik relativ mühelos als illegitim, letztlich dann sogar als illegal bezeichnen. In einer Demokratie, die ihren Namen noch zurecht führen will, eine brandgefährliche Entwicklung.

          • H.K.

            Ich glaube, so ähnlich hat es vor rund 90 Jahren angefangen …

            Ächtung Andersdenkender, Bücherverbrennung, „entartete Kunst“, Verleumdung, …

          • S v B

            Dieser Vergleich drängt sich tatsächlich immer häufiger auf. Leider.

  7. Frank Schubert Antworten

    Ich gebe dem Altkanzler recht, es muß Verhandlungen geben . Gerade für die ukrainische Bevölkerung, nicht nur für die ukrainische Regierung. Wie lange soll denn noch gewartet werden ? Auch die Vorgeschichte dieses Krieges sollte nicht außer acht gelassen werden, da hat auch die daran nicht so unschuldige ukrainische Regierung einen Anteil, ebenso wie bei den von Herrn Kelle erwähnten „Panama-Papers“. Derzeit werden deutsche Interessen von der dafür gewählten, zuständigen und verantwortlichen Regierung sträflich nicht vertreten.

    @H.K. – Ja, es stehen und standen bereits gaaanz viele Leute vor unseren Türen und klopften an. Darum ist es an der Zeit zu verhandeln.

    • H.K. Antworten

      Ja.

      Dumm nur, wenn einer, mit dem man(n) verhandeln sollte, kein Interesse daran hat, weil er immer wieder alle anderen anlügt und alte Verträge bricht.

      Ob DER sich an neue Verträge hält ?

      • gerd Antworten

        Es gibt nun mal nur den einen, mit dem man verhandeln kann. Einen anderen haben wir nicht.

        • H.K. Antworten

          Leider.

          Und den können wir uns zwar wegwünschen, aber nicht wegzaubern.

          Wir werden auch in Zukunft mit ihm ( oder einem gleichgestrickten Nachfolger ) leben müssen – und sei es mit zwei Fäusten bis zum Ellenbogen in der Tasche …

          • S v B

            Apropos „gleichgestrickt“. Es mag zynisch klingen, aber ich halte es keinesfalls für ausgeschlossen, dass sich „der Westen“ eines Tages noch einmal einen russischen Präsidenten vom Schlage Putins zurück wünschen könnte. Ist es doch durchaus vorstellbar, dass zukünftig – wie teils auch schon in der Vergangenheit – „noch ganz andere Kaliber“ als Putin die Macht in Russland übernehmen könnten. Anscheinend haben weder Politik noch weite Teile der Gesellschaft diese Möglichkeit auf dem Schirm.

          • H.K.

            In Deutschland hat sich m.E. auch nach keiner Regierung eine bessere präsentiert.

            Während man ( frau auch ) anfangs dachte, nach Dem „Agenda-2010“-Kanzler würde es nun besser, wurde man spätestens seit 2015 deutlich eines Besseren belehrt – das war es aber auch mit dem „besser“, denn „besser“ wurde mit „Mutti“ nun gar nichts, eher im Gegenteil …

            Warum sollte das in Rußland oder anderen Ländern anders sein ?

          • S v B

            Auch hier deutet doch alles darauf hin, dass sogar noch schlechter(!) regiert wird als vordem. Vergleichbares könnte, wie schon kommentiert, auch auf Russland und seinen nächsten oder vielleicht übernächsten Präsidenten zutreffen. Na also.

  8. Angelika Antworten

    „wenn dieses Land jetzt dem Rattenfänger Schröder auf den Leim geht, dann tschüss.“:
    Manche Deutschen haben nicht das Geld oder die Möglichkeiten dafür.
    Da sind Sie wirklich sehr privilegiert und reden aus der Villa über die Slums.
    Wie wäre es, Sie würden in die Ukraine gehen, sich dort eine Waffen geben lassen und für Ihre Ideale kämpfen, wenn Ihnen das so wichtig ist?

    • gerd Antworten

      Schröder ist ein Rattenfänger ohne Flöte. Die eigentlichen Rattenfänger sitzen an den Fleischtöpfen in Berlin. Wir, eingeschlossen unser Blogbetreiber, können gegen die zerstörten Städte und ermordeten Zivilisten in der Ukraine und anderswo in dieser Welt genau nichts ausrichten. Es sei denn wir steigen unisono in die Panzer und zeigen dem Herrscher im Kreml wo der Hammer hängt. Dann sollten wir auch bereit sein auf irgendeinem Soldatenfriedhof die letzte Ruhe zu bekommen, wenn wir nicht vorher im Fall-Out eines Atomkrieges zu Staub geworden sind. Bis dahin sollten wir mit jedem Diktator reden, und mit Engelszungen zum Einlenken bewegen. Alles andere ist Kriegsgeheul und mit Vollgas auf das Stauende zu.

      • Angelika Antworten

        Mir geht vor allem dieser Trotteltonfall auf den Geist. Wie kleine Mädchen, die für IHRE Boyband schwärmen. Ich kann keine erwachsene Person ernst nehmen, die so redet.
        Neutrale vernünftige Argumente – egal für welche Richtung – kann ich ernst nehmen.

    • S v B Antworten

      Jedem von der Guten Sache Überzeugten, jedem auf sicherer Distanz in seiner Wohnstube für die Ukraine so heiß brennenden Freiheitskämpfer bleibt es in der Tat unbenommen, sich ganz persönlich ins Kampfgeschehen um die Ukraine einzubringen; seinen ganz persönlichen Einsatz, seinen ganz eigenen Anteil an den Chancen des Landes auf den angestrebten Sieg zu leisten. Sich voll und vor allem überzeugend für die ihm so wichtige Gute Sache einzusetzen. Dies, indem er sich, wie Sie, liebe Angelika, ganz richtig schreiben, selbst aufmacht, um gegen die ihm so verhassten russischen Angreifer ins Feld zu ziehen oder zumindest vor Ort irgendwelche Hilfsdienste zu leisten. Oder auch einen, vielleicht gar mehrere seiner Söhne oder Töchter in wehrfähigem Alter in die gerade heiß umkämpften Gebiete zu entsenden, um den geschundenen ukrainischen Brüdern und Schwestern in ihrer großen Not beizustehen. So, und nur so, wäre eines der immer wieder beschworenen Zeichen zu setzen.

      Vielleicht erinnert sich manch einer, dass vor Jahren etliche US-amerikanische Kongress-Abgeordnete von einem Reporter beim Verlassen des Capitols abgefangen und gefragt wurden, ob auch einer ihrer Söhne bzw. eine ihrer Töchter vor Ort an den US-amerikanischen Kampfhandlungen beteiligt wäre (wenn ich nicht irre, handelte es sich damals um den Irak-Krieg). Keiner, ich wiederhole, keiner der vielen Befragten, konnte diese Frage mit „JA“ beantworten. Die Gute Sache schien zumindest all diesen, politisch aktiven, Vätern bzw. Müttern dann doch nicht gut und wichtig genug, um dafür auch nur eines ihrer eigenen Kinder zu „verheizen“. Ziemlich krass, oder? Bekanntlich ziehen gerade in den USA vornehmlich die Söhne und Töchter aus ärmeren oder gar ärmsten Schichten des Landes in die weltweiten Kriege. Gut vorstellbar, warum dies so ist.

      • H.K. Antworten

        Liebe SvB,

        DAS ist leider im „Land der Dichter und Denker“ nicht anders.

        Die, die als Abgeordnete Bundeswehrsoldaten ins Kosovo, nach Afghanistan, nach Mali, Somalia, Niger etc. etc. etc. schicken, „im Namen des Volkes“, wissen oftmals gar nicht, wie „Bundeswehr“ geschrieben wird, geschweige denn haben sie „gedient“ oder waren gar zu mehr als einem mehrstündigen Abstecher einmal zum „Truppenbesuch“ dort.

        Und bei Fridays for Future sieht es nicht anders aus.

        Ein Bericht kürzlich in der ARD zeigte auf, daß all die, die da „für das Klima kämpfen“ und „ihre Jugend opfern“ ( wie diese freundliche, kompetente Emilia Fester von den Grün*/-/:/_/•/Innen) allesamt studieren oder – wie einer sagte – „Politikaktionen“ machen, aber keiner, nicht ein einziger, wird Klimatechniker o.ä.

        Wasser predigen, Wein saufen.

        Wie üblich …

        ( In Rußland ist es übrigens auch nicht anders als in den USA. Auch dort besteht ein Großteil der Soldaten aus ungebildeten, armen, auf das Geld dringend angewiesenen jungen Männern, die im Fall des Fallens auf Anweisung ihres Herrschers in „mobilen Krematorien“ „entsorgt“ werden, damit sie nicht heimgebracht werden müssen. Anders als die Amerikaner übrigens, die – soweit irgend möglich – versuchen, JEDEN gefallenen Soldaten angemessen nach Hause zu bringen … ).

  9. Angelika Antworten

    Mein Vorschlag: Machen wir einfach Nordstream 2 auf und lassen das russische Gas rein. Dann kann jeder Bürger eigenverantwortlich entscheiden, ob er persönlich das russische Gas boykottieren will oder nicht.
    Jeder Mensch mit der richtigen Haltung kauft einfach kein russisches Gas. Und der Rest kauft es.
    Ganz demokratisch. Ganz liberal. Ganz freiheitlich. Jeder mündige Bürger entscheidet für sich selbst.
    Natürlich wird das niemals kommen. Weil jeder weiß: 80, 90 Prozent wollen lieber das russische Gas haben als eine kalte Heizung im Winter.
    Diese ganze Idee mit dem „mündigen Bürger“ und somit auch mit der Demokratie ist Trash.
    Deshalb gibt es auch keine „Werte“, für die wir sterben sollen.

    • aha Antworten

      Genau, das gefällt mir! So denke ich schon ne ganze Weile bezüglich Atomstrom von CEZ. Ich würde den sofort nehmen.

      Bezüglich Northstream 2 muss man den Leuten aber schon sagen, dass die Pipeline auf Druck der Amis nicht benutzt wird. Wer zu McDonalds geht, wird dann auch kaum russisches Gas wollen.

      • Angelika Antworten

        Natürlich sind wir ein Anhängsel der USA. Das sage ich ganz neutral – ohne jede Wertung. Mir geht nur dieser lächerliche Moralismus der Westler genauso auf den Geist wie der Moralismus der Grünen. (Gut möglich, dass die Rheinbundstaaten ihr Zwangsbündnis mit Napoleon auch moralisch überhöht haben.)
        Aktuell lese ich, dass die USA mit der Ukraine nicht ganz so zufrieden ist. Außerdem ist der Schwerpunkt der USA ganz sicher nicht in Europa, sondern in Ostasien. Es könnte also sein (wenn derzeit auch nicht sehr wahrscheinlich), dass die USA aus dem Ukrainekrieg ebenso aussteigen, wie aus Afghanistan oder aus Vietnam oder aus … .
        Und die trotteligen Verbündeten müssen dann sehen, wo sie bleiben, und wie sie das wieder framen, damit sie ihre Affenliebe zu den USA nicht aufgeben müssen.

  10. H.K. Antworten

    Entschuldigung, aber ich muß es jetzt hier einmal so loswerden:

    Wie bigott ist dieses Land, dieser Staat ( und damit: WIR ) eigentlich ?

    Zu Beginn des Krieges in der Ukraine wurde von allen möglichen Seiten der Politik, UNSERER, von UNS gewählten Volksvertreter, laut und weithin vernehmlich getönt, WIR müßten UMGEHEND das russische Öl, das russische Gas, möglichst ALLES aus Rußland SOFORT boykottieren.

    Nach Fukujima hat DIESES Land, unsere Bundesregierung, die von UNS gewählten Volksvertreter, unter „Mutti“ den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen – für Ende DIESEN Jahres.

    In den vergangenen Jahren wurde als Ersatz eine Vogelschreddermaschine nach der anderen aufgestellt, das Land würde letztendlich zugepflastert sein mit diesen „bereichernden Sehenswürdigkeiten“, die u.a. dafür sorgen, daß wir noch weniger Insekten haben, die ihre Arbeit tun können.

    WIR haben im vergangenen Herbst DIESE Bundesregierung gewählt, die insgesamt mehr als deutlich GRÜN ist und, wie wir nicht erst seit der Bundestagswahl wissen, tatsächlich das Ende aller Atommeiler unwiderruflich durchführen und immer mehr von diesen Riesenpropellern aufstellen will.

    JETZT, „plötzlich und unerwartet“, stellen wir fest, daß die Strompropeller nicht ausreichen, daß es einen bösen Herrn Putin gibt, der uns tatsächlich die Arbeit, weiter über den Gasboykott nachzudenken, abnimmt und das tut, was WIR wollten – nämlich kein ( oder kaum noch ) böses russisches Gas in Deutschland verheizen und lieber „einen zweiten Pulli anziehen“.

    Dummerweise wird dieses Gas nicht nur verheizt im Land der „Dichter und Denker“, sondern es wird zwingend, unbedingt, auf jeden Fall für die dumme deutsche Industrie gebraucht, an der ein paar Millionen Arbeitsplätze und der Wohlstand dieses UNSERES Landes hängen.

    Und dummerweise haben UNSERE, von UNS gewählten Volksvertreter, beschlossen, nicht nur den Atomstrom abzuschalten, sondern auch noch sämtliche Kohlekraftwerke.
    Ist ja auch kein Problem, schließlich kommt der Strom ja „aus der Steckdose“.

    Dummerweise hat außerdem dieses Land, dieser Staat, also WIR, beschlossen, sämtliche Verbrennerautos auf den Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen und durch Elektro-Autos zu ersetzen.
    Auch für die kommt der Strom ja aus der Steckdose – also auch kein Problem.

    Dummerweise haben wir ebenfalls beschlossen, alles, ja sogar die alte Schiefertafel in der Grundschule, zu „digitalisieren“. Jeder, JEDER Schüler, soll ein Tablet bekommen.
    Mit Kreide ist da nicht viel zu machen. Aber der Strom kommt ja auch dafür „aus der Steckdose“.

    Und oberdummerweise haben wir einen – selbstverständlich GRÜNEN – Wirtschaftsminister, der landauf, landab tönt, „wir haben ein GAS-Problem, wir haben KEIN STROM-Problem“.

    Oberoberdummerweise haben wir einen links-grünen Bundeskanzler, der genau das Gleiche von sich gibt.

    Und zu allem Überfluß turnt da noch eine überaus (ge)wichtige Grün*/-/:/_/•/Innen-Vorsitzende in diesem Land herum, die nichts, wirklich GAR nichts kann, außer laut und dumm zu schwätzen „wie haben ein GAS-Problem, wir haben kein STROM-Problem“.

    Und WIR, unsere bestverdienenden Grün*/-/:/_/•/Innen-Wähler*/-/:/_/•/Innen, glauben das – bis zum Oktober, November – denn DANN wird aus dem GAS-Problem nicht nur noch ein zusätzliches STROM-Problem.

    Wenn im „Land, in dem wir gut und gerne leben“, „im besten Deutschland, das wir jemals hatten“, nicht nur die Wohnzimmer kalt und dunkel bleiben, sondern die Straßenbeleuchtungen dunkel bleiben, die Tankstellen nicht funktionieren, kein Aufzug die Oma aus dem 8. Stock in den Keller zu ihrem Wasserkasten bringt, wenn sämtliche elektrischen Geräte, Garagentore, Supermarkttüren, Kassen, Handys, Notrufmöglichkeiten, wenn ALL DAS tot ist und nichts, aber gar nichts mehr funktioniert, DANN möchte ich die Habecks, Scholzens und Ricardachens dieses Landes sehen und hören …

    Herr Schröder kriegt in der Zeit jede Woche ein Päckchen Gas aus Rußland geschickt – und Herr Putin schlägt sich jeden morgen von 9 bis zum Mittagessen vor Lachen auf die Schenkel – und denkt darüber nach, dieses Land zu „befreien“, ohne kaum einen Schuß abgefeuert zu haben.

    Inzwischen ist nicht nur Bär-lin ein „failed state“, sondern ganz Deutschland.

    Und im dümmsten Fall helfen uns selbstverständlich unsere lieben, solidarischen europäischen Nachbarn mit Strom, Gas & Co aus, da sie ja „vollstes Verständnis“ für unsere aus lauter links-grüner Ideologie abgeschalteten Kraftwerke und unsere selbst und mutwillig herbeigeführte „vorübergehende Energieknappheit“ haben …

    Herr, laß Hirn regnen !

    • Nobby Antworten

      … und lass sie alle drunter stehen!!!

      Lieber H.K.,
      besser und treffender könnte ich das nicht beschreiben. Ich stimme Ihnen in allen von Ihnen beschriebenen Punkten voll und ganz zu!

  11. Angelika Antworten

    Aktuell eine „witzige“ Wendung (es wurde sogar in der WELT berichtet):
    Aserbaidschan greift Armenien an, weil es noch mehr haben möchte.
    Und der WELT-Journalist erstaunlich ehrlich: Sollte der Superbösewicht Putin durch den Ukrainekrieg weiter geschwächt werden, wird Aserbaidschan im Bündnis mit der Türkei und mit den guten türkischen Drohnen Armenien noch mehr schlagen (vielleicht wird es sogar zwischen Aserbaidschan und der Türkei aufgeteilt?). Der Superbösewicht Putin ist derzeit der Einzige, der die Armenier beschützt. Die Europäer können es nicht. Und die USA wollten bisher nicht.
    Man sieht also wieder einmal: Die Welt ist sehr einfach. Man muss nur den Superbösewicht Putin besiegen, und alles wird gut.

  12. Günther M. Antworten

    Achtung Satire – oder wenn die Synapsen Samba tanzen…
    Da warnt Klaus K. aus L. seine „Landsleuten“ – falls sie sich weiterhin dem „Feinbild Rußland“ verweigern,
    also nicht wissen wo sie doch hingehören,
    dann,
    ja dann ist aber schluss mit lustig,
    dann ist „dies wohl nicht mehr sein Land“?
    (Potz Blitz – da klingeln aber die Ohrwascherln, das gab’s doch schon einmal)

    Und er wird diese verstockte Gesellschaft eventuell, vielleicht… verlassen müssen.
    Wohin?
    Das weiß er zwar noch nicht, aber…

    Vorschlag zur Güte..
    Man möge eine „Sturmgruppe Ost“ aufstellen und mit Kriegsfreiwilligen (Klaus K. bitte melden) bestücken,
    dann könnten unsere tapferen Home Office Haubitzen diesen kriegsunwilligen Teutschen Drückebergern mal zeigen,
    wie man den „Iwan“ bis mindestens hinter den Ural zurückhaut.
    Satire off.

    • H.K. Antworten

      @ Günther M.

      Seins mer net bös:

      Aber ich finde Ihre Angriffe auf den Hausherrn hier schon ziemlich in der Nähe zur Unverschämtheit.

      Wir sind, so glaube ich, alle Gäste hier, und ich bezweifle, daß ich bei mir zuhause ständig stichelnde, nahezu pöbelnde Gäste haben möchte.

      Ich habe mal gelernt, daß sich ein Gast wie ein Gast benehmen sollte, wenn er nochmals eingeladen werden möchte.

      Kritik, fundiert und sachlich vorgetragen, ist eine Sache, aber Dauerstänkerei in meinen Ohren ( oder hier besser: Augen ) eine andere …

      Aber: just my 2 cents …

      • H.E. Antworten

        H.K.
        So ist es, als Gast ist eine gewisse Zurückhaltung ja nie verkehrt.
        Anderseits darf ein Hausherr, der gerne provoziert und klare Worte liebt, auch mal auf seine Widersprüchlichkeiten und z.T. doch sehr einseitigen Sichtweisen aufmerksam gemacht werden.
        Denke Herr Kelle, wird das schon aushalten.

        • H.K. Antworten

          Ja, selbstverständlich!
          Wer austeilt, muß auch einstecken klnnen.

          Und wenn hier immer alle ein und derselben Meinung wären, bräuchte es den Blog und die Diskussionen nicht.

          Wie vielleicht hier und da deutlich geworden ist, bin ich auch nicht immer seiner Meinung.

          Mich stört auch nicht Kritik, die irgendwo geübt wird, sondern gelegentlich der Ton, der m.E. die Musik macht.

      • Achim Koester Antworten

        Lieber H.K,
        wie immer: voll bei Ihnen, das muss ich ja wohl nicht extra betonen.
        Ich bin, wie auch Sie, nicht grundsätzlich gegen Kritik, auch an H. Kelle, aber sie muss sachlich sein, nicht beleidigend. In einer Büttenrede habe ich das mal so ausgedrückt:
        Kritik, das sage ich ganz offen,
        schadet auch jenem, der sie schreibt,
        wenn er dem Andern, der betroffen
        Anstand und Fairness schuldig bleibt.

        • H.K. Antworten

          Donnerwetter !

          Gelegentlich – und oft völlig unerwartet – beweist sich doch die Berechtigung des Begriffes „Land der Dichter und Denker“ !

          Derartige rhetorische Begabungen habe ich leider nicht vorzuweisen – von daher, lieber Herr Koester:

          Nur immer her damit !

          👍👍

          • Achim Koester

            Lieber H.K.
            danke für die Blumen, ich werde mein Bestes tun, auch in Zukunft.
            Zum Thema Dichter und Denker im Wandel der Zeiten:
            Das war mal vor 150 Jahren, dann wurde es
            – das Land der Richter und Henker, jetzt ist es eher
            – das Land der Vernichter und Verschenker.

          • H.K.

            Ja.

            Leider.

            Ich glaube, es gibt kein Land auf dieser Erde, KEIN einziges, das dermaßen durchgeknallt, geistig umnebelt und „altruistisch“ ist, wie dieses.
            Wenn ein normaler Mensch sieht, daß sein Auto auf eine Mauer oder einen Abgrund zufährt, tut er alles, mit äußerster Kraft, um zu bremsen, das Unheil abzuwenden.

            In diesem Land treten wir mit beiden Füßen noch aufs Gas …

      • Günther M. Antworten

        @H.K. – Your: just my 2 cents …

        My answer…
        As you yourself note in a touch of realism,
        your opinion is really irrelevant for me!

        Also, langweilen Sie den Verfasser obiger Zeilen doch nicht mit Ihren Petitessen und lauwarmen Belehrungsversuchen wie er zu kommentieren und als „Gast mit dem Hausherrn“ zu kommunizieren hätte.

        Solche Anbiederungsversuche an Herrn Kelle strotzen vor Peinlichkeit und sind für Menschen, die den Anspruch erheben ernstgenommen zu werden, unwürdig!

        Übrigens, wenn dem Blogbetreiber ein Kommentator nicht passt,
        blockiert er den und die Sache ist erledigt, da braucht es weder einen Blog- geschweige einen Blockwart.

        Bottom line, I’m not interested in your be- and sensitivities!

  13. Freichrist343 Antworten

    Russland will Deutschland keinen Schaden zufügen. Eher will Russland den USA Schaden zufügen.
    Russland liefert größere Mengen Erdgas über die Slowakei. Zudem liefert die Ukraine jetzt wieder größere Mengen Getreide.
    Wir haben es nur noch mit Panikmache zu tun. Die Wirtschaftskrise ist eigentlich überwunden. Bitte googeln: Manifest Natura Christiana

  14. Gerd Rau Antworten

    An Martin Ludwig, wieso gibt es kein Land Taiwan? Das waren die Chinesen die Mao nicht wollten, die es geschafft haben eine gut funktioniernde Demokratie aufzubauen.
    Wenn man Ihre Äußerung zu Ende denkt, muss man Ihnen unterstellen das Sie eher für Diktaturen sind als für Demokratien. Das ist für mich so erschreckend in Deutschland zu Zeit, der Diktator wird höher geschätzt als der, der für die Freiheit kämpft.

    • gerd Antworten

      „Das ist für mich so erschreckend in Deutschland zu Zeit, der Diktator wird höher geschätzt als der, der für die Freiheit kämpft.“

      Wir (Deutschland) wollten und wollen weiterhin das billige Gas aus Russland und die billigen Waren aus China. Schauen Sie sich mal in Ihrem eigenen Haushalt um, werter Herr Rau und suchen Sie Gebrauchsgegenstände die nicht aus China kommen. Oder in den Haushalten die in den vergangenen 10 Wintern ihre Wohnungen mit russischem Gas mollig warm gehalten haben. Ich selber nutze z.B. als Fotograf Kameras der japanischen Marke Nikon. Anfangs wurden die komplett in Japan produziert. Danach ging die Produktion nach, wie kann es anders sein, China. Jetzt gibt es die Nikons nur noch aus Taiwan. Fällt Ihnen nicht auf, dass die ganze Welt Diktaturen hochschätzt, solange sie nur billig genug produzieren? Wir haben die Diktatoren gefüttert und wundern uns jetzt, dass daraus keine harmlosen Lämmer geworden sind. Für einen unblutigen Kampf um die Freiheit ist es längst zu spät geworden. Das heisst nicht, dass wir den Kampf einstellen sollen, sondern bereit sein müssen, den entsprechenden Beitrag zu leisten. Auswandern ist keine Option. Gehen Sie auf die Strasse!

      • H.K. Antworten

        Ich glaube gar nicht, daß „die Deutschen und Deutschinnen“ so erpicht darauf sind, alles Mögliche aus China geliefert zu bekommen.

        Wir WISSEN zum großen Teil gar nicht ( oder wollen es nicht wissen ? ) wo genau was herkommt.

        Wir nehmen vieles einfach so hin.

        Es geht bei Billig-Jeans für € 9,99 los, bei denen wir gar nicht fragen, wo und unter welchen Umständen sie hergestellt wurden, es geht über das erstklassige Kalbsschnitzel für € 0,99, das halbe Brathähnchen für € 1,99 usw. und so fort.

        Aber selbstverständlich sind wir alle für „Tierwohl“, gegen „Kinderarbeit“ und für „faire Löhne“ …

        Und wenn es dann irgendwann „eng“ wird, wie z.B. in der Corona-Krise mit den Masken, dann, ja dann fragen wir uns plötzlich „HUCH, wie kann DAS denn sein ?“
        Wenn man weiß, daß z.B. nicht nur diese Pfennig-Masken, die uns dann in der Hochzeit von Corona für „teuer Geld“ verkauft wurden, sondern auch batterieweise Medikamente gar nicht mehr in Deutschland oder wenigstens in Europa, sondern zum größten Teil in Fernost hergestellt werden, sollten man meinen, angesichts des Masken-Chaos würde unsere Regierung, unser Staat ( also WIR ! ) irgend etwas gelernt haben, nach dem Motto „aus Schaden wird man klug“ – Fehlanzeige.

        Nun ist es das Gas, das uns – wie könnte es anders sein – für „teuer Geld“ den Schlaf raubt.

        Bei Medikamenten hatten wir das Desaster schon, aber da davon ja nicht alle „Deutschen und Deutschinnen“ betroffen sind, war das Thema schnell abgehakt.

        Wir sind, und das betrübt mich in der Tat, einfach schlicht „lernunfähig“ – oder „lernunWILLIG“ ?

        Und wenn wir dann meinen, BESONDERS schlau zu sein, dann werden wir bockig, stampfen mit dem Fuß auf oder werfen uns auf den Boden und trommeln wie ein trotziges Kind mit Händen und Füßen auf denselben und halten die Luft an, bis wir blau anlaufen.

        Und wir hören mit dem Luftanhalten erst auf, wenn wir merken, daß unser Gegenüber genau DAS tut, was wir eigentlich ( oder DOCH eher NICHT ? ) wollten – in diesem Fall das Gas, das wir doch „BOYKOTTIEREN !!!“ wollten, tatsächlich von sich aus abdreht.

        Wir verschließen gerne die Augen – solange es uns nur gutgeht – und sei es, daß wir unser Gewissen meinen beruhigen zu müssen, indem wir „nett“ zu „netten, jungen, traumatisierten Männern“ sind …

        Da ist dann in diesem Land von „Dichtern und Denkern“, insbesondere von Letzteren, nicht viel zu vermelden.

        • gerd Antworten

          „Ich glaube gar nicht, daß „die Deutschen und Deutschinnen“ so erpicht darauf sind, alles Mögliche aus China geliefert zu bekommen.“

          Off Topic:
          Oh doch, das sind sie. Weil aus China alles billiger ist, wollen die Deutschen und Deutschinnen (und nicht nur die) alles was aus dieser Diktatur kommt. Ich schliesse mich da nicht aus. Sobald ich z.B. einen Möbelmarkt (Poko oder IKEA) betrete, bin ich wirtschaftlich auf chinesischem Boden. Ich bin allerdings auch finanziell nicht in der Lage, mir z.B. als Amateurfotograf eine Leica zu kaufen. Deutsches Fabrikat und zehn mal so teuer wie eine vergleichbare Kamera aus Taiwan, aber qualitativ genauso gut oder schlecht.

          • H.K.

            Genau das sagte ich ja.

            WOHER etwas kommt, ist völlig wurscht, solange es nur billig, billig, billig ist.

            Bei meinem ersten Besuch in China ( der schon einige Jahre zurückliegt ) war ich zutiefst erstaunt, daß es kein „Wochenende“ gab. Es wurde gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet. Von „8-Std.-Tag“ und „samstags gehört Vati mir“wußte man selbstverständlich gar nichts.

            Und wenn man dann noch feststellte, daß Bauarbeiter irgendwo höher als im 10. Stockwerk ungesichert, ohne jede Sicherheitsleine o.ä. an Gerüsten aus Baumstämmen herumturnten ( wobei auch der eine oder andere angeblich versuchte, die Schwerkraft zu erproben, aber macht ja nichts, man hatte ja genügend junge Burschen ), so waren das für einen Deutschen, bei denen ja alles durchorganisiert und zehnfach schriftlich begründet und dann genehmigt werden muß, schon arg krasse Bilder.

            Oder Kinderarbeit in vielen außereuropäischen Ländern.
            Wir regen uns dann auf, wenn in Bangladesh wieder einmal eine Fabrik für Billigklamotten abgebrannt ist, zahlreiche Menschen ums Leben gekommen sind, die deutschen Auftraggeber Krokodilstränen weinen und hier mal kurz darüber bei „Monitor“ o.ä. berichtet wurde.

            Danach geht es genauso weiter.

            Der Fertigungsort China verlagert sich offenbar Richtung Vietnam.

            Meine Airpods Pro von Apple, die ich zum Geburtstag bekam, sind „designed in California, assembled in Vietnam“.

          • gerd

            Werter H.K.

            mein Kommentar bezog sich auf Ihre Aussage: „Ich glaube gar nicht, daß „die Deutschen und Deutschinnen“ so erpicht darauf sind, alles Mögliche aus China geliefert zu bekommen.“ Er war nicht als Kontra geschrieben.

          • H.K.

            So habe ich es auch nicht aufgefasst.

            Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, daß wir – m.M.n – nicht gezielt nach Waren aus China suchen, sondern achselzuckend hinnehmen, daß das ganze Zeugs, was wir kaufen, von dort kommt.

            Über die möglichen Konsequenzen denken wir erst nach, wenn irgend etwas passiert ist.
            In diesem Land muß schließlich IMMER erst etwas passieren, bevor etwas passiert …

          • H.K.

            Vielleicht interessant zu diesem Punkt:

            Artikel bei focus online:

            „So tief stecken wir wirklich in der China-Falle“.

            Wir wollen von Gas, Öl und Kohle aus Rußland unabhängig werden, haben aber unsere mindestens ebenso große Abhängigkeit von China irgendwie nicht wirklich auf dem Schirm.

            Und was die Tätigkeit von chinesischen Firmen in Deutsch betrifft, sollten wohl deutsche Firmen umgekehrt auch in China tätig sein dürfen.

            Zahlen wir eigentlich auch Entwicklungshilfe in Millionenhöhe nur an China oder auch an Rußland ?

  15. Achim Koester Antworten

    Wenn es denn stimmt, dass unsere Gas-Lieferverträge mit Russland so lauten, dass wir immer den Preis für die volle Liefermenge zahlen, egal, wie viel tatsächlich geliefert wird, (was ja auch bei den Windrädern der Fall ist), dann ist klar, warum der Gaspreis explodiert. Für Grüne zum Nachrechnen: Liefermenge =20% , bezahlte Menge =100% ergibt den fünffachen Preis. Na, klingelt‘s?

    • H.K. Antworten

      Ich habe es kürzlich woanders schon einmal gelesen in Bezug auf das russische Gas, konnte es allerdings nicht glauben.

      WER wäre tatsächlich SO BLÖD, einen SOLCHEN Vertrag auszuhandeln und abzuschließen ???

        • H.K. Antworten

          Durchaus.

          Es gibt Menschen, die sind SEHR VIEL intelligenter und besser gebildet als ich.

          Aber anscheinend gibt es auch Menschen, die sind VIEL blöder …

    • gerd Antworten

      Das stimmt: 40 Milliarden Kubikmeter Gas müssen von Gazprom gekauft werden. Unterschreitet Deutschland die Menge, ist man trotzdem zur Zahlung verpflichtet. Es geht um mindestens 140 Milliarden Euro bei einem relativ niedrigen Gaspreis von 50 Euro. (Quelle: Express, 27.4.22)
      Und der Vertrag läuft bis 2030!
      Wir sind vollkommen am Ende. Unsere Regierung unterschreibt Verträge unter die selbst ein Schildbürger seine Unterschrift nicht gesetzt hätte. Da macht es mehr Sinn, das Licht mit Säcken ins Rathaus zu tragen. Das kostet wenigstens nix.

      • H.K. Antworten

        Ja, es gibt sogenannte „take-and-pay“- ( oder take-or-pay“)Verträge, bei denen sich, soweit mir bekannt, der Käufer zur aabnahme einer bestimmten Menge von Waren verpflichtet.

        Das wäre ja auch ok – aber wenn der Lieferant nicht liefert, KANN der Käufer nichts abnehmen – und dann muß er TROTZDEM zahlen ??? Jahrelang ??

        Aber Herr Habeck hat ja jetzt Katar an der Kandare…

  16. Alexander Droste Antworten

    Was gab ich jetzt für eine erneute Amtszeit von Gerhard Schröder als Bundeskanzler?!

    • H.K. Antworten

      Nachdem ihn nun, nach seinem Besuch in Moskau, die russischen Medien angeblich als „Retter Europas“ feiern, …

      • Alexander Droste Antworten

        Noch viel besser: Putin und Trump retten die Welt vom darwinistischen Neoliberalismus des Großkapitals. Ach, wie schön sind doch Phantasie und Fiktion. (Ich lache gerade herzlich darüber. Ausgerechnet die!)

        Aber Schröder ist wirklich viel besser als Scholz und ich glaube wirklich, dass er positiven Einfluss auf Wladimir Wladimirowitsch haben könnte. Zumindest aber im Sinne unserer Nation.

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